Werbeinvestitionen im August gestiegen

Im August sind die Bruttoausgaben für Werbung um 7,5 Prozent auf 237,6 Millionen Franken gestiegen. Der Schlüsselmarkt Uhren und Schmuck hat seinen finanziellen Werbeaufwand gegenüber dem Vorjahr sogar fast verdoppelt.

Im August sind die Bruttoausgaben für Werbung um 7,5 Prozent auf 237,6 Millionen Franken gestiegen. Der Schlüsselmarkt Uhren und Schmuck hat seinen finanziellen Werbeaufwand gegenüber dem Vorjahr sogar fast verdoppelt. Das Marktforschungsunternehmen Media Focus kommt laut SDA zum Schluss, dass der Schweizer Werbemarkt im August weiterhin gewachsen ist. Die Werbeausgaben haben sich in den ersten acht Monaten um 7,5 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Franken erhöht. Mit einem Plus von 94,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat der Schlüsselmarkt Uhren und Schmuck den bisher stärksten Monatszuwachs im aktuellen Jahr verbucht. Die Telekommunikation hat im August 20,3 Prozent oder 2,9 Millionen Franken weniger als in der Vorjahresperiode investiert. Dabei entsprachen die Einsparungen im Bereich Festnetz genau den Totaleinsparungen von 2,9 Millionen Franken. Die Branche Nahrungsmittel hat dagegen um 61,3 Prozent zugelegt. Auch die Werbemärkte Haushaltartikel (+53,3 Prozent), Politische Kampagnen (+44 Prozent), Gemeinnützige Kampagnen (+42,6 Prozent) und Energie (+27 Prozent) zeigten im August ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresmonat.

Media-Abkommen mit der EU erneuert

Der Bundesrat hat die Botschaft über die Erneuerung des Media-Abkommens zwischen der Schweiz und der EU an das Parlament überwiesen. Das Abkommen ermöglicht die vollberechtigte Beteiligung der Schweizer Filmschaffenden am neuen EU-Filmförderprogramm Media 2007.

Der Bundesrat hat die Botschaft über die Erneuerung des Media-Abkommens zwischen der Schweiz und der EU an das Parlament überwiesen. Das Abkommen ermöglicht die vollberechtigte Beteiligung der Schweizer Filmschaffenden am neuen EU-Filmförderprogramm Media 2007. Eine Teilnahme an Media 2007 steht laut Communiqué des Bundesamtes für Kultur unter der Voraussetzung, dass die Schweiz ab November 2009 eine weitere Bestimmung der EU-Richtlinie ,Fernsehen ohne Grenzen? anwendet. Konsequenz wäre, dass Werbefenster ausländischer Sender, die sich an ein Schweizer Publikum richten, neu nicht mehr Schweizer Recht, sondern ausschliesslich den nationalen Vorschriften des Herkunftslandes des Senders unterstehen (bspw. betreffend die Zulassung von Alkohol- oder politischer Werbung). Dies erfordert eine Anpassung des schweizerischen Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) durch einen entsprechenden parlamentarischen Beschluss. Der Bundesrat wird über die Einleitung einer entsprechenden Revision des RTVG zu einem späteren Zeitpunkt und nach Vornahme einer sorgfältigen Interessenabwägung entscheiden. Dabei wird der Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit der Revision der Europaratskonvention mit einzubeziehen sein. Laut Communiqué hat der Bundesrat einen jährlichen Beitrag der Schweiz von rund 10 Millionen Franken an das Förderprogramm beantragt.
Mit dem Media-Abkommen sollen die Marktchancen und die internationale Verbreitung des Schweizer Films verbessert werden. Dabei werden nicht die eigentlichen Produktionskosten unterstützt, sondern die Bereiche im Vorfeld und nach dem Abschluss der Produktion: Ausbildung der Filmschaffenden (insbesondere im Bereich der neuen Technologien), Projektrealisierung (Drehbuch), Synchronisierung und vor allem Vertrieb.
Die letzte Generation der Media-Programme (2001-2006) ermöglichte die Förderung von rund 8’000 Produktionen aus dreissig Ländern. Die Hälfte der heute in den Kinos gezeigten europäischen Filme kommt in den Genuss dieser gemeinschaftlichen Hilfe.

Basel West: Neues Corporate Design für Jermann Gruppe

Die Agentur Basel West hat das Corporate Design des Vermessungsunternehmens Jermann erneuert. Gleichzeitig mit dem Neuauftritt hat Jermann auch eine neue Homepage aufgeschaltet.

Die Agentur Basel West hat das Corporate Design des Vermessungsunternehmens Jermann erneuert. Gleichzeitig mit dem Neuauftritt hat Jermann auch eine neue Homepage aufgeschaltet.
Mit verschieden beschaffenen Steinen hat die beauftragte Werbeagentur einen Eye Catcher geschaffen, der die einzelnen Unternehmensbereiche bei allen Auftritten markiert. Die Dauerhaftigkeit der Steine und die Klarheit des Fotostils sollen laut Communiqué die Verbundenheit des Unternehmens mit Grund und Boden zeigen. Ihre Einzigartigkeit symbolisiere zugleich die verschiedenen Leistungsstärken der Mitarbeiter und die Identifikation mit ihrem Beruf.
Jermann ist mit rund fünfzig Mitarbeitern eines der marktführenden Vermessungsunternehmen der Schweiz und bietet zusammen mit Partnerfirmen ganzheitliche Lösungen für die Vermessung, die Geoinformation und das Landmanagement. Nach einem Generationenwechsel im Management ist auch das Erscheinungsbild der ganzen Gruppe mit dem Vermessungsbüro Schenk AG und der CAD-Datatech AG erneuert worden.
Verantwortlich bei Jermann Ingenieure + Geometer AG: Fabian Frei Verantwortlich bei Basel West: Beratung: Albin Kirchhofer; Konzeption, Layout: Thomas Aerni, Text: Stephan Lichtenhahn, Markus Siegenthaler; Fotografie: Marc Eggimann, Frédéric Giger

Wemf: Sonntagspresse verlor im August Inserate

Trotz anstehender Wahlen und guter Konjunktur hat sich das Inseratenvolumen in der Schweizer Presse nur verhalten entwickelt.

Trotz anstehender Wahlen und guter Konjunktur hat sich das Inseratenvolumen in der Schweizer Presse nur verhalten entwickelt. Die am Donnerstag veröffentlichte Statistik der Wemf zeigt laut SDA-Meldung, dass die Inserate in der verkauften Tagespresse und der regionalen Wochenpresse um nur 1,3 Prozent auf 84,7 Millionen Franken zunahmen. Einnahmen aus Stelleninseraten seien im Zuge des Arbeitskräftemangels um 16,7 Prozent geklettert. Kommerzielle Inserate seien dagegen um 4,2 Prozent zurückgegangen. Weitere Einbussen hätten die Sonntagspresse (-6,9 Prozent) sowie die Finanz- und Wirtschaftspresse (-3,3 Prozent) verbuchen müssen. Bei der Publikumspresse lag das Inseratenvolumen dagegen um 11,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Bei der Spezialpresse nahm das Inseratenvolumen um 6,6 Prozent ab, während die Fachpresse 3,3 Prozent weniger Inserate erhielt.

Zofinger Tagblatt lanciert Luzerner Nachrichten als Kopfblatt

Das Zofinger Tagblatt (ZT) drängt als Partner der Mittelland Zeitung in den Kanton Luzern vor. Als Kopfblatt erscheinen seit Montag die Luzerner Nachrichten (LN).

Das Zofinger Tagblatt (ZT) drängt als Partner der Mittelland Zeitung in den Kanton Luzern vor. Als Kopfblatt erscheinen seit Montag die Luzerner Nachrichten (LN). Wie ZT-Betriebsleiter Bruno Lustenberger auf Anfrage der SDA sagte, werden die LN in einer Auflage von rund 1’300 Exemplaren gedruckt. Die ersten Seiten des Regionalbunds sind Berichten aus dem luzernischen Grenzgebiet und dem Kanton Luzern gewidmet. Gemäss Lustenberger soll auch die siebte Ausgabe der Mittelland Zeitung als Sonntag LN erscheinen. Die Gesamtauflage des ZT mit dem neuen Kopfblatt beträgt 15’300 Exemplaren. Den Mantelteil druckt die AZ Print in Aarau. Der Regionalbund für das ZT und die LN wird in Zofingen produziert.

Distribution von .ch ist noch nicht optimal

Die seit Mittwoch erscheinende Gratiszeitung .ch kämpft beim Vertrieb punktuell noch mit Problemen. In einiger Städten wurden die Zeitungsständer des Gratisblattes auf öffentlichem Grund eingesammelt. Ein Versuch mit Briefkastenzustellung wird durchgeführt.

Die seit Mittwoch erscheinende Gratiszeitung .ch kämpft beim Vertrieb punktuell noch mit Problemen. Am ersten Tag sind laut Sacha Wigdorovits 405’000 der insgesamt 435 000 Exemplare unter die Leute gebracht worden. Die Verteilung sei noch nicht perfekt, räumte der .ch-Verleger auf Anfrage der SDA aber ein. Vereinzelt komme es zu Verspätungen beim Druck oder es fielen Kolporteure aus. Insgesamt funktioniere die Verteilung der Zeitung aber viel besser als erwartet, sagte Wigdorovits am Freitag. Probleme bereiten die mittlerweile als «Notenständer» bekannten Zeitungsständer. In Winterthur liess die Gewerbepolizei in der Altstadt mehrere Ständer aus der Altstadt entfernen. Und auch in Basel sammlte die Allmendgesellschaft eine grössere Zahl von Ständern auf öffentlichem Grund ein.
Nach Widgorowits wurden diese Ständer nicht von .ch auf öffentlichem Grund platziert. Dafür verantwortlich seien wohl Private, denen die grauen Zeitungsständer nicht passten. Nicht erwünschte Zeitungsständer würden von .ch abgeholt. Das könne aber nicht von einer Stunde auf die andere bewerkstelligt werden, so Widgorowits.
Insgesamt hat .ch in den Städten Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen 20’000 Ständer an Hauseigentümer abgegeben. Wenn davon 500 wegfallen, sei das ein sehr geringer Prozentsatz und «nicht matchentscheidend», betonte Wigdorowits.
Nach einer Phase von drei Monaten will .ch das Verteilnetz in den städtischen Gebieten weiter verdichten. Nach Wigdorowits wird auch ein Versuch mit der Briefkastenzustellung durchgeführt. Innerhalb von 9 Monaten soll die Auflage auf 500’000 Exemplare gesteigert werden.

Calmy-Rey beklagt das Schwinden des politischen Journalismus

Am Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse bedauert Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, dass die politische Berichterstattung zunehmend dem Lifestyle-Journalismus weicht. Sie fordert die Schweizer Verleger auf, die Politik nicht zu vernachlässigen.

Am Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse bedauert Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, dass die politische Berichterstattung zunehmend dem Lifestyle-Journalismus weicht. Sie fordert die Schweizer Verleger auf, die Politik nicht zu vernachlässigen.
Vor dem Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse befasste sich Micheline Calmy-Rey laut SDA-Meldung mit den Medien im Wahlkampf. Mit der Revolution der Informationstechnologien habe sich die mediale Dimension der Politik verändert. Eine politische Aussage werde heute lieber anhand eines Kopfes als eines trockenen Berichtes dargestellt. Damit habe sie kein Problem, solange die Sache im Mittelpunkt bleibe, sagte Calmy-Rey.
Die Jagd nach Primeurs und vertraulichen Dokumenten verstelle oft den Blick, so die Bundespräsidentin. Was aber zähle, sei nicht das Ereignis, sondern der Prozess. Politische Arbeit erschöpfe sich nicht in Effekthascherei. Für die Aussenministerin spielen die Medien eine wichtige Rolle für das Funktionieren der Institutionen. Es dürfe aber nicht sein, «dass die mediale Wirklichkeit, das Spiel und Schattenspiel von Auftritten, Ereignissen und Inszenierungen, die Entscheidungsmacht unserer Institutionen unterlaufen oder gar ersetzen».
Calmy-Rey ruft die Verleger auf, an der politischen Berichterstattung festzuhalten. «Lasst auf euren Redaktionen Meinungen zum Ausdruck kommen – möglichst viele und unterschiedliche. Vermeidet den glatten Mainstream, der alles Kantinge abrundet… Wir brauchen diesen Wettstreit der Meinungen. »

Gewerkschaften begrüssen Gesprächsbereitschaft der Verleger

Die Schweizer Verleger und die Verbände der Medienschaffenden reden wieder miteinander. Verhandlungserfolge im Bereich der Berufsethik führten zur Wieseraufnahme von Gesprächen über soziale Fragen.

Die Schweizer Verleger und die Verbände der Medienschaffenden reden wieder miteinander. Verhandlungserfolge im Bereich der Berufsethik führten zur Wieseraufnahme von Gesprächen über soziale Fragen. Die Verbände der Medienschaffenden, Impressum und Comedia, begrüssen in ihrem Communiqué die Bereitschaft der Verleger, soziale Verantwortung wahrzunehmen. Inspiriert von Verhandlungserfolgen im Bereich der Berufsethik haben beide Seiten auch den Austausch über soziale Fragen wieder aufgenommen. Die Journalistenverbände und Verleger hatten durch eine lösungsorientierte Gesprächskultur zu gemeinsamen Interessen und konkreten Resultaten im Bereich der Ethik gefunden. Die Verbände vertrauen nun darauf, dass auch den Gesprächen im Bereich der Sozialpartnerschaft der gegenseitige Wille zugrunde liegt, konkrete soziale Probleme in der Branche gemeinsam zu lösen.

Ruf Lanz streicht für SuvaRisk Zeitungsseiten durch

Wer die Gratiszeitung 20 Minuten oder deren Wochenendausgabe Week durchblättert, fragt sich irritiert, ob da zuvor jemand mit dem Filzstift gewütet habe. Es handelt sich aber nicht um einen Fall von Zeitungsvandalismus, sondern um eine Anzeige von Ruf Lanz für SuvaRisk.

Wer die Gratiszeitung 20 Minuten oder deren Wochenendausgabe Week durchblättert, fragt sich irritiert, ob da zuvor jemand mit dem Filzstift gewütet habe. Es handelt sich aber nicht um einen Fall von Zeitungsvandalismus, sondern um eine Anzeige von Ruf Lanz für SuvaRisk. Sie nutzt das Zeitungsumfeld für Unfallprävention. Alle, die bei einem Suva-versicherten Unternehmen mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten, sind automatisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Und bekommen im Falle eines Unfalles die Heilungskosten sowie Taggelder bezahlt. Den vorübergehenden Verlust der Lebensqualität kann allerdings auch die Suva nicht ersetzen. Es lohnt sich also nicht, unnötige Risiken einzugehen.

Dies dramatisiert nun eine verblüffende Inseratekampagne von Ruf Lanz, die sich ans jüngere, besonders risikofreudige Publikum richtet. In allen sprachregionalen Ausgaben von 20 Minuten sowie von Week sind im Ausgehkalender zahlreiche Veranstaltungen durchgestrichen. Denn nach einem Unfall, so die Auflösung, kann man den Ausgang oft für längere Zeit vergessen.
Verantwortlich bei der Suva:
Urs Schaad (Kommunikationsverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Thomas Schöb (Text), Marcel Schläfle (Art Direction), Armin Arnold (Grafik), Michèle Leibacher (Beratung).

Google und Gratiscontent Thema am Verlegerkongress

Der Internetgigant Google blieb auch am Freitag ein grosses Thema am Verlegerkongress. Google-Schweiz-Chef Andreas Schönenberger forderte die Verleger auf, in stürmischen Zeiten «Windmühlen gegen den Wind zu stellen statt Mauern zu bauen». Im Podiumsgespräch vom Freitagmorgen waren Gratiszeitungen ein wichtiger Gesprächsgegenstand.

 
Der Internetgigant Google blieb auch am Freitag ein wichtiges Thema am Verlegerkongress. Google-Schweiz-Chef Andreas Schönenberger erklärte in seiner Präsentation, dass sein Unternehmen Informationen weltweit immer und überall verfügbar machen wollte. Er forderte die Verleger auf, in stürmischen Zeiten «Windmühlen gegen den Wind zu stellen statt Mauern zu bauen». Verlegerverbands-Präsident Hanspeter Lebrument griff in seiner Rede das Thema ebenfalls auf und meinte zum Schluss, dass Google nichts ins Netz zu stellen hätte, wenn es die ganzen Zeitungen und Medien nicht gäbe. Ein Zuschauer aus dem Plenum wies aber darauf hin, dass das Suchmaschinenunternehmen den Verlegern ein Angebot gemacht habe und diese aufhören sollten, die Macht von Google zu ignorieren.Im Podiumsgespräch vom Freitagmorgen mit Martin Kall (Tamedia), Norbert Neininger (Meier + Cie. Schaffhausen), Christian Müller (Vogt-Schild Medien), Ralph Büchi (Handelszeitung und Jean Frey), Hans-Peter Rohner (Publigroupe) und Filippo Leutenegger (Moderation) waren Gratiszeitungen ein wichtiger Gesprächsgegenstand. Die meisten Verleger erklärten diese Form der publizistischen Leistung für legitim, wenn sich auch Christian Müller von den Vogt-Schild Medien gegen diese These stellte, womit er bei seinen Kollegen allerdings abblitzte. Einig waren sich die Verleger aber darüber, dass es alle Medien brauche und alle ihre Berechtigung hätten. Lebrument konnte es sich in seiner Rede nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass verschiedene elektronische Medienunternehmen wie beispielsweise TV-Stationen wieder vom Markt verschwunden seien. Die Presseverleger hingegen hätten es geschafft, ihre abonnierten Zeitungen wohlbehalten durch alle Stürme zu steuern und sich als Herausgeber von elektronischen Medien zu etablieren.

Kall und Stäheli verlassen Verlegerverband-Präsidium

Der Tamedia-CEO Martin Kall und Espace-Media-Konzernleiter Albert Polo Stäheli treten aus dem Präsidium des Verlegerverbandes zurück. Das wurde am Donnerstag am Verlegerkongress 2007 in Luzern bekannt. Einstimmig gewählt als Vertreter von Tamedia wurde VR-Präsident Pietro Supino.

 Der Tamedia-CEO Martin Kall und Espace-Media-Konzernleiter Albert Polo Stäheli treten aus dem Präsidium des Verlegerverbandes zurück. Das wurde am Donnerstag am Verlegerkongress 2007 in Luzern bekannt. Grund dafür ist, dass Tamedia und Espace Media jetzt ein Verlagshaus bilden. Deshalb sei es nicht mehr gerechtfertigt, dass beide einen Sitz hätten. Einstimmig gewählt als Vertreter von Tamedia wurde VR-Präsident Pietro Supino. Das Zürcher Medienhaus wird damit künftig wieder mit dem Verleger im Verlegerverband vertreten sein. Eine weitere Änderung an der Spitze des Verbandes ergibt sich daraus, dass AZ-Medien-Verleger Peter Wanner den Vorsitz des Departements «Aussenbeziehungen» abgeben wird. Verbandspräsident Hanspeter Lebrument will diesen Posten übernehmen und das Departement zur Präsidialsache erklären.

Verleger wollen «chinesische Mauer» stärken

Die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werberaum stellt für die Verleger ein wichtiges Mittel zur Wahrung der Glaubwürdigkeit der Medien dar. Ein Code of Conduct soll dafür sorgen, dass die Trennung eingehalten wird.

 Die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werberaum stellt für die Verleger ein wichtiges Mittel zur Wahrung der Glaubwürdigkeit der Medien und damit auch zum Erfolg ihrer Erzeugnisse beim Publikum dar. Das bekräftigten die Verleger an der diesjährigen Mitgliederversammlung in Bern. Die Mitglieder wurden aufgerufen, den von der Werbe- und Medienindustrie getragenen Code of Conduct zu diesem Trennungsgebot für ihre jeweiligen Medienerzeugnisse zu unterzeichnen. Dieses Papier soll nicht einfach in der Schublade verschwinden, erklärte Josefa Haas, die Leiterin des Medieninstituts. Sie sagte, dass sich einzelne Titel den Code of Conduct sozusagen auf die Fahne schreiben könnten. Damit habe er das Potential, zu einem Gütesiegel für den Journalismus zu werden.
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