Unterfordert statt gefördert

Stellenanzeiger Wirz zeigt für Alpha.ch, wie auch Unterforderte ihre Talente sinnvoller einsetzen können.

 
Stellenanzeiger Wirz zeigt für Alpha.ch, wie auch Unterforderte ihre Talente sinnvoller einsetzen können. 
Beruflich genug gefordert oder schon ein Kandidat für Alpha? Eine breit angelegte Umfrage unter den Schweizer Kadermitarbeitern brachte Anfang 2007 Interessantes an den Tag: Der mit Abstand am häufigsten genannte Grund für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist die Unterforderung. Für Wirz und Alpha, die Schweizer Plattform Nr. 1 für Kaderstellen im Internet, wurde dieses Ergebnis zum Aufhänger für ihre Werbung. Man wollte nämlich nicht mit dem für die Kommunikation in diesem Segment so oft gesehenen Standesdünkel arbeiten und auch nicht die früher mal als cool geltenden, aber heute abgegriffenen Statussymbole dramatisieren.
Bei diesem werberischen Spagat, bei dem die Anzeigen einerseits knallhart Leute abwerben, aber trotzdem nett zu den Anzeigen schaltenden Chefs bleiben müssen, suchte man die Lösung im Reich des intelligenten Humors. Die Sujets basieren auf der Erkenntnis, dass sich ambitionierte Menschen in unbefriedigenden Arbeitssituationen nicht einfach dem Büroschlaf hingeben, sondern ihren Ehrgeiz anders ausleben.
Konzipiert wurde die Kampagne von CD Thomas Kurzmeyer und AD Andrea Reinhart, umgesetzt in zwei TV-Spots mit Markenfilm Schweiz und Regisseur Andreas Hoffmann sowie in drei Print-Motiven mit dem holländischen Fotografen Arthur Mebius. Als Hintergrund für das moderne Büro im Glashaus diente übrigens nicht das imposante Gebäude von Wirz, sondern PricewaterhouseCoopers in Oerlikon.
Andreas Panzeri

Schönheit allein reicht nicht

Geschäftsberichte Die Bilanz und eine Jury des Harbour Clubs heben die besten Schweizer Geschäftsberichte 2006 aufs Podest. Schönheit allein reicht nicht - die zehn Punkte, auf die's ankommt.

 
Geschäftsberichte Die Bilanz und eine Jury des HarbourClubs heben die besten Geschäftsberichte aufs Podest. 
In den meisten Firmen laufen die Arbeiten am nächsten Geschäftsbericht bereits auf Hochtouren. In unzähligen Sitzungen wird darüber debattiert, wie er aufzubauen sei, welches Fotokonzept verfolgt und was dargelegt werden soll, welche Daten er enthalten muss, welches Gestaltungskonzept und welcher Umfang angemessen sind – und so weiter. Die übergeordnete Frage dabei ist stets: Was wünschen sich die Nutzer unseres Berichts?
Neu ist in diesem Jahr für die Gesamtbewertung der besten Schweizer Geschäftsberichte eine Jury geschaffen worden, der neben den Präsidenten der Gestaltungs- und der Value-Reporting-Jury professionelle Nutzer von Geschäftsberichten angehören. Diese stammen aus dem Bereich der Geschäftsprüfung, des Journalismus, aus dem Corporate-Communications-Metier und jenem der Wirtschaftskommunikation. Diese Leute vermögen zu sagen, was Kunden von einem Bericht erwarten, was ihn insgesamt gut oder schlecht macht. Daher haben wir aus ihrer Diskussion auch die zehn wichtigsten Kriterien herausgefiltert, die für einen guten Geschäftsbericht erfüllt sein müssen. Die untenstehende Reihenfolge der Kriterien ist willkürlich und sagt nichts über deren relative Bedeutung aus. Sie sind in der Praxis ohnehin eng miteinander verknüpft.
Ein guter Geschäftsbericht …1. … erörtert das BusinessDie Erörterung des eigenen Geschäfts ist der eigentliche Zweck eines Geschäftsberichts. Einigen Unternehmen gelingt dies besonders gut. «Bei Novartis hat beeindruckt, wie das Unternehmen sein eigenes Geschäft in einen grösseren Kontext zu stellen vermochte», lobt Gaby Tschofen, Leiterin Corporate Communications bei Barry Callebaut, den Bericht des Pharmamultis. So beginnt etwa ein Text über eine Blutdrucktherapie des Pharmagiganten mit einem zahlenunterlegten Überblick über die weltweiten Ausmasse des Problems von Bluthochdruck. Beim Sieger Straumann beeindruckt Tschofen die explizite Auseinandersetzung des Zahnimplantateherstellers mit dem Thema Produktsicherheit, die für ein Medizinalunternehmen besonders existenziell sei. Dabei sei es dem Unternehmen gelungen, trotz erfrischenden Texten und Bildern die für dieses Business notwendige Ernsthaftigkeit zu bewahren. Ein weiteres Beispiel für die gelungene Vermittlung des eigenen Geschäfts sieht die Journalistin Anne-Marie Nega-Ledermann bei Nestlé im Bericht zum Wassermanagement, der dem Geschäftsbericht des Nahrungsmittelmultis beiliegt: «Der Bericht zeigt die Probleme, die sich weltweit in diesem Bereich stellen, und wagt einen Blick in die Zukunft.» Gleichzeitig erörtere Nestlé am Beispiel Wasser auch nachvollziehbar ihre Geschäftsprinzipien. Ein guter Geschäftsbericht darf das Metier der eigenen Firma nicht auf uninspirierte Weise darstellen. Es braucht mehr: Der Bericht sollte für das Business Interesse wecken oder idealerweise gar begeistern.
2. … vermittelt die Unternehmenswerte und -kulturNeben dem Business soll ein Geschäftsbericht auch die Werthaltungen des Unternehmens und seine Kultur vermitteln. Das ist zwar eng verknüpft mit der Vermittlung des Geschäfts selbst, verdient aber, wie die Diskussion gezeigt hat, einen eigenen Punkt. Peter Vetter, der Präsident der Gestaltungskommission, lobt zum Beispiel den «unkonventionellen Bericht» der Migros, weil dieser «extrem kohärent ist mit der Werthaltung und Unternehmensphilosophie» der zwei Millionen Mitglieder zählenden Genossenschaft. Es sei sehr gut nachvollziehbar, dass sich der Bericht ganz gezielt an ein jüngeres Publikum richte: «Dieses Publikum bestimmt die Zukunft der Migros.»
Auch beim Bericht des Reiseveranstalters Kuoni kommt die gezeigte Werthaltung lobend zur Sprache: «Das Unternehmen hat mit seinem sehr ansprechenden Bildkonzept nicht alleine den Fokus der Touristen eingenommen und schöne Strände gezeigt», betont der Kommunikationsspezialist Andreas Jäggi, «das Unternehmen hat auch Sensibilität und Respekt vor den fremden Kulturen gezeigt, in die es Reisen anbietet.» Die explizite Darstellung der ethischen Grundhaltung und der so genannten Corporate Citicenship in den Texten bei der zweitplatzierten Novartis kommt ebenfalls sehr gut weg: «Viele andere lassen Ähnliches noch vermissen», gibt Professor Rudolf Volkart, Präsident der Jury für das Value Reporting, zu bedenken.
3. … ist glaubwürdigEin Geschäftsbericht kann noch so gut verfasst sein, noch so sehr ethische Grundhaltungen verkünden und auch in der Gestaltung hip sein: Wenn die Leser das Unternehmen dahinter nicht wiedererkennen, ist der Bericht dennoch schlecht, weil nicht glaubwürdig. Was hingegen Glaubwürdigkeit bedeutet, zeigt die von Gaby Tschofen gemachte Feststellung über den orangen Riesen: «Das ist die Migros, wie ich sie kenne, wie sie stark auch meinem eigenen Eindruck des Unternehmens entspricht.» Der Migros-Geschäftsbericht zeugt in Gestaltung, Sprache und Information vom volksnahen und volkseigenen Unternehmen, das dieser Genossenschaftskonzern letztlich auch ist. Als weniger vorbildlich fügte Tschofen Kuoni an, weil der Bericht des Reiseunternehmens nur ungenügend auf die internen Veränderungen im vergangenen Jahr eingeht, «dabei ist das Unternehmen in Wahrheit durchgeschüttelt worden». Zur Glaubwürdigkeit gehört also, auf wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr eines Unternehmens einzugehen, selbst wenn diese unangenehm sind.
4. … stellt Menschen vorEin Geschäftsbericht soll nicht nur Business und Daten vermitteln, sondern auch die Menschen, die zum Unternehmen in Beziehung stehen, näher bringen – etwa die Mitarbeiter oder die Kunden. Werden sie angemessen abgebildet oder dargestellt, wird das Unternehmen besonders wirkungsvoll vermittelt. Auch dieses Kriterium hat sich in der Debatte zu verschiedenen Berichten in mehreren Voten herausgeschält. «Die SBB geben sich merklich Mühe, auf die eigenen Mitarbeiter einzugehen, das hat mir neben der gut gelungenen Strategiediskussion im Bericht besonders gut gefallen.» So äussert sich etwa Philipp Hallauer, Verwaltungsratspräsident von KPMG Schweiz. Als Negativbeispiel findet Nestlé Erwähnung. Peter Vetter, Präsident der Gestaltungsjury, bedauert, dass der Bericht des Nahrungsmittelmultis wieder mehr einem «Produktkatalog» ähnlich sehe. Noch 2005 ging das Unternehmen als Gesamtsieger aus dem Bilanz-Rating hervor – auch weil es damals äusserst gut gelungen war, anhand von Mitarbeiterporträts einen Eindruck davon zu vermitteln, wie international und in wie vielen Kulturen der Multi tätig ist.
Wichtig ist zudem, wie das Management dargestellt wird – und dass die Verantwortlichen früh im Bericht erscheinen. Dass etwa im Bericht der St. Galler Kantonalbank der CEO erst auf Seite 56 vorgestellt wird, kommt bei der Expertenjury schlecht an.
5. … weckt EmotionenImmer wieder dreht sich die Diskussion darum, welche Gefühle ein Geschäftsbericht bei einem Jurymitglied auslöst. Insbesondere der Gesamtsieger Straumann wurde auf Grund dieses Kriteriums von allen deutlich gelobt. Alle paar Seiten findet sich im ersten Teil des Berichts ein ganzseitiges Bild eines lachenden Gesichts eines Mannes oder einer Frau. Deutlich sichtbar sind dabei jedes Mal die Zähne. Wie der Zahnimplantatehersteller dadurch bei den Lesern Sympathien für sein Geschäft zu wecken vermag, kommt sehr gut an: «Hier ist es gelungen, eine gute Verbindung zwischen dem Produkt und seiner Bedeutung für das menschliche Leben fühlbar zu machen», meint Andreas Jäggi.
«Dieser Ansatz ist genial», kommentiert auch Philipp Hallauer. Niemand sieht das anders. Ebenfalls gelobt für den emotionalen Gehalt wird der Bericht von Novartis, vor allem wegen der Bilder über Krankheiten: «Schon das Titelbild ist emotional so stark, das erschlägt einen fast», meint Gaby Tschofen. In die Kritik kommt dagegen der Bericht der SBB, des Drittplatzierten im Gesamt-Rating. Hier zeige die emotionale Vermittlung des Kerngeschäfts Mängel: «Die Freude am Reisen kommt kaum rüber», moniert Andreas Jäggi. Der Bericht sei zu techniklastig.
6. … ist verständlichEin Geschäftsbericht sollte für ein breites Publikum und insbesondere auch für jene gut verständlich sein, die nicht mit den Besonderheiten oder den Komplexitäten eines Unternehmens vertraut sind. Wie  gut dies gelungen ist, gibt bei der Beurteilung der Berichte in der Jury ebenfalls intensiv zu reden. Vor allem die SBB heimsen Lorbeeren ein: «Dieses öffentliche Unternehmen hat einen sehr transparenten und gut lesbaren Bericht vorgelegt», hebt Peter Vetter hervor. «Die Beispiele der SBB und auch der Migros zeigen, wie man hochkomplexe Themen gut rüberbringt.» Als Gegensatz dazu sieht Vetter den Bericht von Novartis: «Die Informationen sind zu komplex, wer die Daten wirklich braucht, der bekommt sie auch sonst und benötigt nicht dieses Buch.»
Diesbezüglich herrscht allerdings in der Jury keine Einigkeit. Andreas Jäggi widerspricht Peter Vetter vehement: «Der Novartis-Bericht ist in einer guten Sprache verfasst und sehr gut lesbar, selbst der Zahlenteil wird auch für Nichtfachleute gut erklärt.» Einigkeit herrscht darin, dass die gute Lesbarkeit ein zentrales Kriterium darstellt.
7. … bringt Lesegenuss«Entweder liest man einen Geschäftsbericht wie ein Buch, oder er ist nicht konsumierbar », sagt Peter Vetter. Bei diesem Kriterium kann vor allem Gesamtsieger Straumann punkten: «Dieser Bericht beginnt schon auf dem Umschlag mit mir zu kommunizieren, und auch der Text im Bericht nimmt einen in Beschlag», sagt Gaby Tschofen. «Schon auf den ersten Seiten entscheidet sich, ob man weiterliest.» Besonders gut schneidet beim Lesegenuss auch die Migros ab: «Diesen Geschäftsbericht könnte man aus reiner Freude im Zug lesen und mit Genuss auch die Bilder betrachten», schwärmt Andreas Jäggi.
8. … kommt auf den PunktEinen Geschäftsbericht liest man vor allem dann gerne, wenn er nicht unnötig aufgeblasen ist. In dieser Hinsicht muss Novartis in der Debatte Kritik einstecken, obwohl ihr Bericht am Ende zum zweitklassierten erkoren wird. «Die Fülle von Informationen, die hier auf den Leser zukommt, wirkt wie ein Hammer», kritisiert Rudolf Volkart. «Vor Dokumenten mit einem solch grossen Umfang und Detaillierungsgrad werden viele kapitulieren.» Der Bericht der SBB und jener von Straumann werden dagegen für ihre kurzen und zielgerichteten Texte besonders gelobt. Anne-Marie Nega-Ledermann hätte es beim Bericht von Novartis begrüsst, wenn er in mehrere Unterberichte aufgeteilt worden wäre, doch damit stösst sie auf wenig Gegenliebe: «Alles in einem einzigen Buch ist besser», bemerkt Phillip Hallauer. Dieser Meinung schliesst sich die grosse Mehrheit der Jurymitglieder an. Dass Nestlé zum Wassermanagement ein eigenes, dem Bericht beiliegendes Buch verfasste, löst bei einigen Kopfschütteln aus: Das Wassergeschäft gehört schliesslich zum Kernbusiness von Nestlé. Durch die Aufteilung in mehrere Berichte erschwere ein Unternehmen den Lesern, die Kernbotschaften klar zu erkennen.
9. … kann von jeder Textstelle aus gelesen werdenZentral für einen guten Geschäftsbericht ist auch, wie gut er aufgebaut und strukturiert ist: Lobende Worte findet Philipp Hallauer zu den Berichten von Straumann und Novartis: «Bei beiden weiss man auf jeder Seite klar, wo man sich innerhalb des Geschäftsberichts befindet.» Wichtig hierfür sind Kopf- oder Fusszeilen auf jeder Seite, die auf das Kapitel hinweisen und allenfalls sogar – wie bei Novartis – auf die Kapitel davor und danach. Doch auch andere Elemente können hilfreich sein, wie ebenfalls am Beispiel von Novartis hervorgehoben wird: «Jedes grössere Kapitel wird sehr gut und klar eingeleitet», findet Gaby Tschofen. Dass Novartis am Anfang jedes Kapitels jeweils in einem gelb hervorgehobenen Kasten das Wichtigste zusammenfasst, findet ebenfalls Anklang: «Liest man diese Kurztexte, hat man das Wesentliche bereits mitbekommen», sagt sie.
10. … hängt auch von der Firma abDas Urteil über einen Geschäftsbericht hängt auch von den Bedingungen ab, unter denen er erstellt wird. Diese können mit der Grösse des Unternehmens und den verfügbaren Ressourcen zusammenhängen. Das zeigt sich deutlich bei der Beurteilung des Berichts von Straumann: «Dass hier ein Unternehmen von der Grösse eines KMU einen derart guten Bericht vorgelegt hat, beeindruckt besonders», meint Professor Volkart. Nicht viel anders drückt es Peter Vetter aus: «Dass diese kleine Firma eine solche Qualität schaffen kann, wäre allein schon Grund für eine Prämierung.» Der Grössenunterschied zwischen Straumann und beispielsweise Novartis ist tatsächlich frappant: Der Zahnimplantatehersteller beschäftigt 1’500 Mitarbeiter, Novartis über 100’000.
Eine Erschwernis bei der Erstellung eines Geschäftsberichts kann die Komplexität des darzustellenden Business bilden. Auch in diesem Punkt hat Straumann gepunktet – für Zahnimplantate Interesse zu wecken, ist anspruchsvoller, als für die Produkte eines Reisebüros wie Kuoni zu werben.
Eine Herausforderung, der sich insbesondere Unternehmen mit früheren erfolgreichen Geschäftsberichten gegenübersehen, besteht darin, das hohe Niveau zu halten. Die Überraschungen des letzten Jahres ziehen in diesem Jahr nicht mehr, dennoch muss man darauf achten, dass der Bericht an jene der Vorjahre anschliesst. Peter Vetter drückt das so aus: «Ein Unternehmen muss seinen Berichten Konstanz verleihen und sie dennoch stetig weiterentwickeln.» Man darf gespannt sein, wie Straumann, Novartis, die SBB und auch andere diese Aufgabe im nächsten Jahr lösen werden.
Markus Diem Meier
Das sind die besten GeschäftsberichteGesamtbewertung1. Straumann
2. Novartis
3. SBB
Kategorie Gestaltung1. Valora
2. SBB
3. Migros
Kategorie Value Reporting1. UBS
2. Roche
3. Thurgauer Kantonalbank

Paperworld 2009 wird verkürzt

Messe Während der letzten Veranstaltung sprachen sich mehr als zwei Drittel aller ausstellenden Firmen für eine Verkürzung der Paperworld auf vier Tage aus. Ab 2009 findet daher die Messe mit einer Laufzeit von vier Tagen und einer neuen Tagesfolge von Samstag bis Dienstag statt.

 
Messe Während der letzten Veranstaltung sprachen sich mehr als zwei Drittel aller ausstellenden Firmen für eine Verkürzung der Paperworld auf vier Tage aus. Ab 2009 findet daher die Messe mit einer Laufzeit von vier Tagen und einer neuen Tagesfolge von Samstag bis Dienstag statt. Mit der zusätzlich veränderten Tagesfolge bietet die Messe Frankfurt den nationalen wie internationalen Einkäufern trotz verkürzter Messedauer nach wie vor jeweils zwei zusammenhängende Tage zum Besuch und Ordern. Der Termin für die Paperworld 2009 steht bereits fest: Samstag, 31. Januar bis Dienstag, 3. Februar 2009.

Guerilla-Aktion von Ruf Lanz verwandelt Brunnen in Kochtöpfe

Die Agentur Ruf Lanz hat eine Guerilla-Kampagne für das Haus Hiltl mit grosser Kelle angerichtet. In zahlreiche Brunnen wurden überdimensionale Kochlöffel gesteckt, so dass die Brunnen plötzlich aussehen wie Woks, Schüsseln oder Suppenschalen.

Die Agentur Ruf Lanz hat eine Guerilla-Kampagne für das Haus Hiltl mit grosser Kelle angerichtet. Das vegetarische Restaurant in Zürich hat sich nämlich eine neue Spezialität einfallen lassen: Im Hiltl-Kochatelier kann man in einer Gruppe von 15 bis 20 Personen in lockerer Atmosphäre selber kochen, begleitet von den Hiltl-Köchen. Danach geniesst man zusammen das Essen und kann dazu auch noch Freunde einladen. Ruf Lanz bewirbt dieses Angebot mit einer Guerilla-Aktion, die Zürich zum Kochen bringt: In zahlreiche Brunnen wurden überdimensionale Koch-Kellen gesteckt, so dass die Brunnen plötzlich aussehen wie Woks, Schüsseln oder Suppenschalen. Die Dampfschwaden stammen von Trocken-Eis. Ein Aufkleber klärt die verdutzten Passantinnen und Passanten auf: «Zürich kocht. Im Hiltl-Kochatelier. www.hiltl.ch».
Verantwortlich im Haus Hiltl:
Rolf Hiltl. Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Lorenz Clormann (Art Direction), Torsten Maas (Text), Michèle Leibacher, Gian-Marco Juon (Beratung).

Bern, Basel und Zürich wollen die Flut der Zeitungsboxen eindämmen

Die Städte Bern, Basel und Zürich wollen dem Wildwuchs bei den Verteilboxen für Gratiszeitungen Einhalt gebieten. Stattdessen ist ein Sammelboxensystem ähnlich einer Briefkastenanlage geplant, wo jede Zeitung ihr eigenes aber einheitlich gestaltetes Fach erhält.

Die Städte Bern, Basel und Zürich wollen dem Wildwuchs bei den Verteilboxen für Gratiszeitungen Einhalt gebieten. Stattdessen ist ein Sammelboxensystem ähnlich einer Briefkastenanlage geplant, wo jede Zeitung ihr eigenes aber einheitlich gestaltetes Fach erhält. Wie der Bund berichtet, fiel diese Entscheidung an einer Sitzung von Vertretern der Städte Zürich, Bern und Basel. Die Verantwortlichen stören sich aus verschiedenen Gründen an den mittlerweile zahlreichen Zeitungsboxen: Alle unterscheiden sich in Form und Farbe und würden so das Stadtbild und die Arbeit der Reinigungsdienste beeinträchtigten. Ihre Verankerungen im Asphalt zerstörten auch den Strassenbelag. Für die Gestaltung des geplanten Sammelboxensystems ist der Städteverbund zuständig. Die Kosten für Bau und Montage sollen hingegen die Zeitungsverleger übernehmen. «Diese zahlen heute für jede Box eine Gebühr von 500 Franken jährlich», sagte Beat Hofer, stellvertretender Leiter des Berner Tiefbauinspektorats, dem Bund. «Ob sich die neuen Ständer über diese Gebühr finanzieren lassen oder ob die Kosten separat auszurichten sind, sei noch nicht entschieden.» Der Fahrplan aber ist klar: Bis in einem Jahr sollen die Sammelboxen installiert werden.

Auch in Basel ist der Einsatz eines solchen Zeitungsboxen-Sammelständers geplant, wie Raffael Poller, stellvertretender Abteilungsleiter Stadtgestaltung im öffentlichen Raum, auf Anfrage der Werbewoche sagte. «Ein Prototyp wird gerade in Zürich ausgearbeitet. Es handelt sich um ein Rohsystem mit schwerem, aber mobilem Sockel. Darin kann die benötigte Anzahl Boxen aufgehängt werden», so Poller. Seine Abteilung hat in Basel den Auftrag, eine «funktional und ästethisch befriedigende» Lösung für die Zeitungsboxen zu erarbeiten. Man werde sich an das Konzept aus Zürich anlehnen, der eigene Versuch muss aber von der Stadtbildkommission noch bewilligt werden. Ist dies geschehen, will man die Verleger der Gratiszeitungen kontaktieren. Das Konzept soll Anfang 2008 vorliegen.

20 Minuten setzt im Web-TV neu auf Wetter und People

Die Onlineausgabe von 20 Minuten zieht nach und baut das TV-Angebot im Web aus: Während seit gestern auf Blick Online die tägliche Sendung «Blickpunkt» zu sehen ist, bietet die Pendlerzeitung online neu eine Wettersendung an. Daneben ist eine People-Sendung in der Pipeline, die Anfang November starten soll. Dass Blick Online, nach wie vor die meist besuchte Mediensite der Schweiz, nun auch Web-TV macht, scheint den 20minuten.ch-Chef Peter Wälty nicht allzu sehr zu beunruhigen.

 Die Onlineausgabe von 20 Minuten zieht nach und baut das TV-Angebot im Web aus: Während seit gestern auf Blick Online die tägliche Sendung «Blickpunkt» zu sehen ist, bietet die Pendlerzeitung online neu eine Wettersendung an. Daneben ist eine People-Sendung in der Pipeline, die Anfang November starten soll. Wie die schon bestehenden Newssendungen auf 20minuten.ch flimmern die dazukommenden Formate in einem neuen Multimediaplayer über den Bildschirm, an dem die Crew in der letzten Zeit gewerkelt hatte.
Die Wettersendung wird von Peter Wick moderiert und zwei Mal täglich aktualisiert. Die geplante People-Sendung soll Schweizer Promis sowie internationale Stars und Starlets zeigen – neben Baschi wird also auch Britney Spears zu sehen sein. «Bei Schweizer Promis verfügen wir selten über bewegte Bilder. Dann müssen wir mit virtuellen Animationen von Fotos arbeiten», erklärte Peter Wälty, Leiter der Online-Redaktion, gegenüber der Werbewoche.
Die Sendung soll sowohl aus Eigenleistungen wie auch aus Filmmaterial von verschiedenen Agenturen bestehen. «An grosse nationale Anlässen wie die Miss-Schweiz-Wahlen schicken wir sicher ein eigenes Team», so Wälty. Ob ein Moderator durch die Sendung führt oder eine Off-Stimme kommentiert, ist noch nicht klar.
Ein Mix aus Eigenproduktionen und Agenturmaterial bestimmt auch das bestehende Angebot an Web-TV-Sendungen auf 20 Minuten. Der Newsflash, den 20 Minuten dreimal täglich aktualisiert, produziert das Team der Online-Redaktion selbst. Weitere Beiträge werden von Reuters eingekauft.
Wälty glaubt nicht, dass TV-Sendungen auf seiner Newssite künftig die Textbeiträge verdrängen: «Die TV-Formate sind aufwändig in der Produktion und haben also eine längere Herstellungszeit. Speed ist aber ein Killerkriterium im Internet», so der Online-Chef. Er will mit seiner Mannschaft künftig vor allem auf Interaktion und Vernetzung setzen. «Statt zu versuchen das herkömmliche Fernsehen zu kopieren, wollen wir die Möglichkeiten des Internets ausnutzen: Ein Textbeitrag kann mit einem umkommentierten 15-Sekunden-Spot angereichert werden, eine Sendung mit Kommentarfunktionen, Dossiers oder einer Umfrage verlinkt werden».
Dass Blick Online, nach wie vor die meist besuchte Mediensite der Schweiz, nun auch Web-TV macht, scheint Wälty nicht allzu sehr zu beunruhigen: «Wir würden es grundsätzlich begrüssen, wenn wir endlich einen richtigen Konkurrenten hätten». Von der Ausrichtung und dem Zielpublikum her sei man zwar in einem ähnlichen Segment, «doch scheint mir die Gewichtung bei Blick Online oft schwer nachvollziehbar: Jetzt, am Dienstagmittag, ist die oberste Meldung auf Blick.ch ‚Umarmen an US-Schulen verboten’. Wir indessen machen auf mit ‚Bombenalarm in Basel‘, das ist doch irgendwie relevanter für den Leser». Der gesamte Relaunch von Blick Online macht auf Wälty offenbar nicht allzu viel Eindruck: « Sehr erfreulich ist, dass der Blick offenbar zur Feier der Lancierung gänzlich von lästiger Werbung befreit wurde. Aber insgesamt: Ein neuer Schlauch für alten Wein. Zudem kommt uns einiges von irgendwoher bekannt vor.»
Interessanter findet Wälty die Konkurrenz, die bald aus dem eigenen Hause auf ihn zukommen wird: Der Tages-Anzeiger will zusammen mit der Basler Zeitung und der Berner Zeitung ein Online-Newsnetzwerk aufbauen. «Addiert man deren einzelne User, kommt man jetzt schon auf eine relativ hohe Reichweite», sagte Wälty. «Wie sich der Markt aber tatsächlich verhalten wird, muss sich zeigen», so Wälty. Er könne noch nicht abschätzen, ob die drei Seiten mit der gebündelten Reichweite für den Werbemarkt attraktiv sein werden.

Eclat-Geschäftsberichte kommen im Rating 2007 ganz nach vorne

Im Geschäftsberichte-Rating 2007 des Wirtschaftsmagazins Bilanz konnte sich Eclat mit Straumann und Jelmoli zwei Spitzenpositionen sichern. Conzzeta und die Basellandschaftliche Kantonalbank haben ihren nächsten Geschäftsbericht Eclat anvertraut.

 
Im diesjährigen Geschäftsberichte-Rating 2007 des Wirtschaftsmagazins Bilanz konnte sich Eclat mit zwei ihrer Berichte Spitzenpositionen sichern. In der Gesamtbewertung belegte der Geschäftsbericht des Basler Dentalimplantat-Herstellers Straumann den ersten Platz, im Gestaltungsranking erreichte jener des Zürcher Detailhändlers Jelmoli Holding Platz vier. Gemäss Medienmitteilung betonte Annett Wolters, Corporate Communication von Straumann, an der Preisverleihung die umfassende Unterstützung durch die Erlenbacher Agentur für Markenberatung und Kommunikationsdesign. Der «geniale Ansatz», so Jurymitglied Philipp Hallauer, machte herzhaftes, ehrliches Lachen zum Thema. Dazu sagte Jurymitglied Gaby Tschofen in der Bilanz: «Dieser Bericht beginnt schon auf dem Umschlag mit mir zu kommunizieren.» Für die Geschäftsberichte 2007 hat Eclat zwei neue Mandate gewonnen: Conzzeta und die Basellandschaftliche Kantonalbank haben sich für Eclat entschieden.

Neue Lgk macht das Klima zum Wahlkampfthema

Die Neue Lgk Kommunikation hat eine Kampagne für Greenpeace gestartet, die für das Thema Klimawandel sensibilisieren und den Bürgern Wahlhilfe leisten soll. Laut Greenpeace hat es das nächste Parlament in der Hand, ob der Klimawandel noch gebremst werden kann.

 
Die Neue Lgk Kommunikation hat eine Kampagne für Greenpeace gestartet, die für das Thema Klimawandel sensibilisieren und den Bürgern Wahlhilfe leisten soll. Die Kampagne bringt gezielt die Namen der Politiker ins Spiel, die für den Klimavertrag gewonnen werden sollen, und sie veröffentlicht die Namen jener, die ihn unterschrieben haben. Denn, wie es in der Miteilung heisst, welcher Politiker kann es sich angesichts schmelzender Gletscher und Polkappen schon leisten, den Klimavertrag nicht zu unterschreiben? Greenpeace Schweiz will damit erreichen, dass am Wochenende vom 20./21. Oktober die Stimmbürger nur jene Politiker wählen, die den von Greenpeace lancierten Klimavertrag unterschrieben und sich damit zum Schutz des Klimas verpflichtet haben. Laut Greenpeace hat es das nächste Parlament in der Hand, ob der Klimawandel noch gebremst werden kann.Geworben wird mit Anzeigen, Bannern und Guerilla-Massnahmen wie Klebern und Text-Blachen. Als weiterführende Informationsquelle dient die von Greenpeace lancierte Website Klimawahl.ch, wo alle Informationen zusammenlaufen.
Verantwortlich Auftraggeber:
Markus Allemann (Kampagnenleiter).Verantwortlich Agentur:
André Benker, Hans Tanner (CD), Reto Schild (AD), Dominic Beyeler (Grafik & Webdesign), Lukas Schmid (Text), Sibel Erisik (Beratung).Filme für Webseiten (u.a. 20Minuten) und E-Boards in den Hauptbahnhöfen Zürich und Bern:

Anzeigen:

OSW feiert fünf Jahre Baselcitystudios

Die Baselcitystudios können dieses Jahr das fünfjährige Bestehen feiern. Die Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW) hat diesem Umstand mit einer Kampagne Rechnung getragen, die das Thema «Fünf Jahre» dramatisiert.

Die Baselcitystudios vereinen Tonstudio sowie die Produktion von Radio- und Fernsehwerbung. Dieses Jahr kann das Unternehmen sein fünfjähriges Bestehen feiern. Die Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW) hat diesem Umstand mit einer Kampagne Rechnung getragen, die das Thema «Fünf Jahre» dramatisiert. Zum Einsatz kommen Anzeigen und Radiospots. Verantwortlich bei Baselcitystudios:

Guy Blattmann und Philipp Steiner (Geschäftsleitung). Verantwortlich bei Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW): Michael Oswald (Art Director), Nadine Siegfried (Beratung), René Fisch (Text).

TBS Identity wirbt für’s Luzerner Theater

Zum Saisonauftakt lanciert die Zürcher Agentur TBS Identity eine Abonnements-Kampagne für das Luzerner Theater. Und verkauft gleich seinen Auftraggeber.

 
Zum Saisonauftakt lanciert die Zürcher Agentur TBS Identity eine Abonnements-Kampagne für das Luzerner Theater. Die Kampagne startete mit einem quer über die Fassade des Luzerner Theaterhauses gespannten Transparent, auf dem das Haus zum Verkauf angeboten wurde. Mit einem ähnlich lautenden Inserat in der Immobilienbeilage der Luzerner Zeitung wurde gemäss Medienmitteilung vom Dienstag die Absicht verfolgt, diese kleine Provokation noch zu verstärken. Die daran anschliessende Plakatserie soll demgegenüber das Produkt stärker ins Zentrum rücken: Theater als Ort der Gefühle, intensiver Momente und unterhaltsamer Reflexion.
Verantwortlich Luzerner Theater: Dominique Mentha (Direktor), Judith Bachmann (Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Medien). Verantwortlich Agentur:
Michael Schädelin (Beratung/Text), Daniel Leber (CD), Kathrin Sommer (Projektmanagement), Nadia Ermert (Polygrafie).

Tamedia schliesst Übernahme der Espace Media ab

Die Espace Media Groupe gehört nun offiziell zu der Zürcher Tamedia. Die Übernahme von 80 Prozent der Aktien ist am Montag vollzogen worden.

 Die Espace Media Groupe gehört nun offiziell zu der Zürcher Tamedia. Die Übernahme von 80 Prozent der Aktien ist am Montag vollzogen worden. Noch nicht geklärt sind die Konsequenzen der Fusion. Bis Ende Jahr werde über die neue Organisationsstruktur von Tamedia entschieden, sagte Unternehmenssprecher Christoph Zimmer am Dienstag. Anschliessend werde die künftige Zusammenarbeit im Dienstleistungsbereich definiert.
Neben dem Vollzug der Übernahme sei am Montag auch eine Kapitalerhöhung der Tamedia durchgeführt worden, bestätigte der Unternehmenssprecher gegenüber der SDA eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Die 600’000 neuen Aktien sollen voraussichtlich am Mittwoch an der Schweizer Börse kotiert werden. Die Kapitalaufstockung war Ende Juni an einer ausserordentlichen Generalversammlung beschlossen worden.

Neuer «Aktuell»-Moderator bei Tele M1 und TeleTell

David Kaufmann moderiert neu ab 7. Oktober die Nachrichtensendung «Aktuell» auf Tele M1 und TeleTell. Er löst Sara Bachmann ab, die gut vier Jahre lang Moderatorin der Sendung war. Sie übernimmt neben ihrem Moderationsjob bei «Sara macht`s» auch die Sendeleitung der Talk-Show.

Lange war die News-Moderation bei Tele M1 und TeleTell in Frauenhand. Jetzt präsentieren die beiden Sender ein neues, männliches Gesicht. David Kaufmann moderiert neu ab 7. Oktober die Nachrichtensendung «Aktuell». Der 24-Jährige arbeitet seit Mitte Jahr als Video-Journalist für Tele M1 und TeleTell. Von 2005 bis 2007 war David Kaufmann bei Radio Sunshine tätig. Dort hat er das redaktionelle Handwerk gelernt und unter anderem die Morgenshow moderiert. Kaufmann löst Sara Bachmann ab, die gut vier Jahre lang Moderatorin der Sendung «Aktuell» war. Sie übernimmt neben ihrem Moderationsjob bei «Sara macht`s» auch die Sendeleitung der Talk-Show. Wie es in einer Mitteilung der Sender heisst, verabschiedet sie sich deshalb von der täglichen News-Sendung «Aktuell».

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