Infokanal DRS 4 News startet

Am kommenden Montag geht das neuste Kind von Radio DRS auf Sendung: Das Nachrichtenprogramm DRS 4 News. Der Sender ist via DAB-Digitalradio, Kabel, Internet und Satellit empfangbar und ist ein reines Informationsprogramm ohne Musik. Er will sich auch im Internet profilieren.

 Am kommenden Montag geht das neuste Kind von Radio DRS auf Sendung: Das Nachrichtenprogramm DRS 4 News. Der Sender ist via DAB-Digitalradio, Kabel, Internet und Satellit empfangbar und ist ein reines Informationsprogramm ohne Musik. Er will sich auch im Internet profilieren. DRS 4 News bietet aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft. Daneben werden Hintergründe und Auswirkungen von Ereignissen thematisiert. Grundstruktur des in Bern produzierten Senders bilden die Nachrichtenbulletins zur vollen und halben Stunde. Moderatorinnen und Moderatoren führen an allen Werktagen von 6 bis 20 Uhr sowie samstags von 6 bis 13 Uhr live durch das Programm. Zusätzlich gibt DRS 4 News tagsüber zur Viertelstunde einen kurzen Überblick über die Nachrichtenlage. Am Wochenende und nachts sendet DRS 4 News Nachrichten im 30-Minuten-Rhythmus.
Das Programm wird von der Abteilung Information von Schweizer Radio DRS produziert. Das Kernteam besteht aus einem Dutzend Journalistinnen und Journalisten, das von Lis Borner geleitet wird. Borner verantwortete bisher die Sendungen «Rendezvous» und «Info 3».
Mit dem neuen Angebot wolle Radio DRS den Bedürfnissen des Publikums nach Zeitautonomie entsprechen, heisst es in einer Mitteilung: Es soll Informationen am Radio dann abzuholen können, wenn es in den individuellen Tagesablauf passt. Bei «Breaking News» will DRS 4 News unmittelbar reagieren und die Hörer mit Aktualisierungen auf dem Laufenden halten.
Nicht nur am Radio, sondern auch im Internet soll sich DRS 4 News profilieren: Unter Drs4news.ch lanciert die Redaktion ein «umfangreiches Informationsangebot mit radiospezifischen Inhalten», wie es im Communiqué heisst. Dreimal täglich finden Internet-User aktualisierte Podcasts mit dem tagesaktuellen Geschehen, daneben werden eigens aufbereitete themenspezifische Podcasts angeboten.
Eine Besonderheit des neuen Programms ist eine ausgedehnte Live-Sportberichterstattung: DRS holt damit die Übertragung von Sportanlässen zurück ins Radio: Ganze Fussball- oder Eishockeyrunden sollen live in Konferenzschaltungen kommentiert werden.

Graubünden geht in die Kommunikations-Offensive

Mit einer grossen Werbeoffensive will die Regionenmarke «Graubünden» ihren Bekanntheitsgrad und ihre Attraktivität erhöhen. Kanton und beteiligte Partner investieren mehrere Millionen in die Kampagne. Umgesetzt wird sie von Jung von Matt/Limmat.

 Mit einer mehrjährigen Werbeoffensive will die Regionenmarke «Graubünden» ihren Bekanntheitsgrad und ihre Attraktivität erhöhen. Kanton und beteiligte Partner aus Tourismus, Wirtschaft, Verkehr und Kultur investieren mehrere Millionen Franken in die Kampagne. Damit hat Graubünden als eine der ersten Regionen im Alpenraum den Schritt von einer reinen Tourismus- hin zu einer branchenübergreifenden Regionenvermarktung vollzogen, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Auftritt als Regionenmarke läuft bereits seit 2003. Für die Umsetzung der Kampagne zeichnet die Agentur Jung von Matt/Limmat verantwortlich, die den Etat Ende August holte (siehe
). Am Dienstag startete eine vierjährige Kommunikations-Offensive im Kernmarkt Deutschschweiz, die allenfalls auf den süddeutschen Raum ausgeweitet wird. Langfristiges Ziel der Promotoren ist es, «Graubünden» zur attraktivsten Qualitätsmarke der Alpen zu machen, mit dem Bündner Wappentier, dem Steinbock, als visuellem Kernmerkmal.Die Inhaberin der Marke, die Bündner Regierung, hat als Grundgerüst für die vierjährige Kampagne Mittel von insgesamt vier Millionen Franken gesprochen. Die beteiligten Partner hätten ebenfalls Beiträge gesprochen, so dass allein für die Lancierungsphase bis Ende 2008 ein Gesamtbudget von 3,5 bis 4 Millionen Franken zur Verfügung stehe, heisst es weiter. Die vom Kanton gesprochenen Gelder sind verbunden mit einem definierten Leistungsauftrag an die Marketing-Organisation Graubünden Ferien.
Roter Faden und «Star» der Kampagne soll gemäss Jung von Matt der Bündner Steinbock werden, der als sympathischer, augenzwinkernder Botschafter die authentischen Werte der Marke Graubünden transportieren soll. Geworben werde mit dem gesamten Kommunkationsarsenal, mit TV-Spots, Anzeigen, Plakaten sowie Online-Wettbewerben und Guerilla-Aktionen. Lanciert wird die Kampagne am 30. Oktober 2007 mit TV-Spots bei SF1, SF2 und Tele Züri, einer Plakatkampagne von Davos-Klosters sowie einer ersten Angebotspromotion der Lenzerheide. Beim Wettbewerb mit einem Online-TV-Spot, den man selbst gestalten kann, haben bekannte Persönlichkeiten wie Renzo Blumenthal, Eva Camenzind, Rapper Gimma oder Schauspieler Andrea Zogg mitgemacht (zu sehen unter
). Das Portal Graubuenden.ch ist zudem einer Auffrischung unterzogen worden.Verantwortlich bei Graubünden Ferien:

Gaudenz Thoma (CEO), Gieri Spescha (Head of Brand Management), Mike Frei (PR/Brand Management).Verantwortlich bei Jung von Matt:
Alexander Jaggy und Michael Rottmann (CD), Livio Dainese (Text), Fernando Perez (AD), Christina Baeriswyl (Grafik), Rolf Helfenstein und Claudia Camenisch (Beratung), Roland Thomann und Remo Brunner (PR-Beratung, Viral), Achim Jenner und Markus Hammer (Web), Samuel Chirst (Text), Ilonka Galliard und Didi Knall (FFF), Markus Zeugin (Kamera) und Florian Frank (Steinbockexperte). Externe Produktion: Artbox, Online, Jingle Jungle.

Motorola will SMS zu Werbezwecken scannen

Motorola entwickelt ein Programm, das SMS und Gespräche nach Stichworten durchsuchen kann, um potenzielle Bedürfnisse von Mobiltelefonnutzern herauszulesen und die Nutzer gezielt mit Werbung zu versorgen. Technisch wie datenschützerisch eine Herausforderung.

 
Das Mobiltelefonunternehmen Motorola ist mit einer technischen Neuerung dabei, in den bisher erst wenig erschlossenen Werbemarkt der Mobiltelefone vorzudringen. Gemäss Marketingleiter Kenneth Keller entwickelt das Unternehmen ein Programm, das auf Mobiltelefonen installiert SMS und Gespräche nach Stichworten durchsuchen kann, woraus sich Bedürfnisse der Telefonbesitzer herauslesen lassen. Zudem soll per GPS der Ort der Person bestimmt werden können. So könnten Personen per SMS mit individuell zugeschnittener Werbung beliefert werden. Würden beispielsweise die Wörter «hungrig» oder «Essen» aufgeschnappt, könnte man der Person Werbung für ein nahe gelegenes Restaurant schicken, so Keller. Das berichtete Times Online am Samstag.Dass sich die Technologie nicht gut mit Datenschutz verträgt, ist sich Keller offenbar bewusst. Man überlege sich deshalb «Opt-in»-Modelle, bei denen die Telefonbesitzer vorher ausdrücklich ihre Zustimmung geben müssten. Dazu äusserte sich Simon Davies, Direktor von Privacy International, gegenüber der Times jedoch äusserst kritisch; Mobiltelefonunternehmen würden Anreize wie reduzierte Preise schaffen, damit sich Kunden für solche Dienste eintragen. Andersherum hiesse das aber, dass man für das Nichtzulassen von Werbung finanziell bestraft werde.
Ob sich die von Keller skizzierte Idee tatsächlich umsetzen lässt, wird sich zeigen. Nebst datenschützerischen Hürden sind auch die technischen Anforderungen hoch; so kommen dafür nur Mobiltelefone der 3. Generation (UMTS) in Betracht, weil für das Senden von Werbung schnelle Datenverbindungen notwendig sind. Zudem müssten die Geräte mit GPS-Technologie ausgerüstet sein. Den Opt-in-Modellen wird von Untersuchungen jedoch eine gute Zukunft prophezeit. Der erste solche Service wurde vor drei Wochen vom britischen Werbevermittler Blyk eingeführt. Für Handywerbung erhalten die Kunden Gratisminuten. Was die individuell zugeschnittene Werbung anbelangt, müssen die Kunden jedoch noch nach alter Manier ein Profil (mit Konsum- und Markenpräferenzen) auf einer Blyk-Webseite ausfüllen.

Zu guter Letzt: Vielschreiben im November

Am 1. November um 00:01 Uhr startet das von Schreibszene Schweiz organisierte Novemberschreiben 2007. Dabei soll innert 30 Tagen geschrieben werden, was die Feder hält. Zu gewinnen gibts Freude am Schreiben.

 
Am 1. November um 00:01 Uhr startet das von Schreibszene Schweiz organisierte Novemberschreiben 2007. Dabei soll innert 30 Tagen geschrieben werden, was die Feder hält. Wer Ende Monat 50’000 Wörter oder mehr geschrieben hat (Einsteiger und Jugendliche entsprechend weniger), erhält eine digitale Goldmedaille. Die Ausschreibung hält ausdrücklich dazu an, den inneren Kritiker in die Ferien zu schicken. Das Schreiben soll Spass machen.Initiantin des Novemberschreibens ist Fatima Vidal von Schreibszene Schweiz, die von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der ganzen Schweiz unterstützt wird, wie es in der Mitteilung heisst. Die Novemberschreibenden treffen sich zum Gedankenaustausch, virtuell im Internet-Forum oder in physischer Form an den Schreibtreffen, die an verschiedenen Orten organisiert werden. Die Teilnahme ist gratis, wer kann, spendet etwas an die Unkosten.
Im letzten Jahr erreichten 166 Personen die Ziellinie, heuer haben sich bereits 198 Personen eingeschrieben. Wer sich durch den November schreiben möchte, besuche die Seite Novemberschreiben.ch. Und los!

Der Bund ab sofort leicht aufgepeppt

Die Berner Tageszeitung Der Bund setzt auf Qualität. Die ehemalige NZZ-Tochter und heutige Tamedia-Unternehmung will sich mit einem neuen Konzept «der journalistischen Kurzatmigkeit und Meinungslosigkeit» entgegenstellen.

 
Die Berner Tageszeitung Der Bund setzt auf Qualität. Die ehemalige NZZ-Tochter und heutige Tamedia-Unternehmung will sich mit einem neuen Konzept «der journalistischen Kurzatmigkeit und Meinungslosigkeit» entgegenstellen, wie Chefredaktor Arthur K. Vogel verlauten liess. Im Zuge einer sanften Renovation wurde deshalb der redaktionelle Teil ausgebaut. So wird zum Beispiel dem Sonntagsinterview nun mehr Platz eingeräumt oder sollen neue Gebiete erschlossen werden, die bislang zu kurz kamen. Zweimal wöchentlich, dienstags und samstags, befasst sich das Blatt neu unter dem Stichwort «Gesellschaft»  mit wichtigen Zeitfragen. Ebenfalls zweimal wöchentlich finden zwei Kolumnen in der Zeitung Platz. Am Samstag wird Kulturkritiker Konrad Tobler jeweils kulturpolitische Fragen aufwerfen.Die bislang im zweiwöchigen Rhythmus erschienene Seite Management wird nun jeden Mittwoch publiziert und heisst neu «Arbeit».
Auch in punkto Layout wurden Änderungen vollzogen. Ab Montag wird allgemein grosszügiger gestaltet und mehr Farbbilder verwendet werden.

Kommunizieren wie Europameister

Acht Monate vor dem Beginn der Euro 08 lädt News Aktuell Schweiz Experten aus der Kommunikationsbranche zu einem Ausblick. In einer Podiumsdiskussion sollen die Chancen des Fussball-Europameisterschaft aus Sicht der Unternehmenskommunikation erörtert werden.

 Acht Monate vor dem Beginn der Euro 08 lädt News Aktuell Schweiz Experten aus der Kommunikationsbranche zu einem Ausblick. In einer Podiumsdiskussion zwischen UBS-Mediensprecher Dominique Gerster, Urs Peter Naef von der Migros, Achill Prakash von der Publicis, dem ehemaligen Bild-Sportchef und heutigen Verleger Ulrich Kühne-Hellmessen und Anwalt Stephan Netzle sollen die Chancen der Fussball-Europameisterschaft aus Sicht der Unternehmenskommunikation erörtert werden. Im Zentrum der Diskussion sollen die Fragen nach der Strategie der Sponsoren, den Herausforderungen für Nicht-Sponsoren, der Rolle des «Ambush-Marketings» und nach den rechtlichen Rahmenbedingungen stehen. Der Anlass findet am 8. November in der Börse in Zürich statt.

Leutenegger entlässt Neue Ideen-Geschäftsführer

Filippo Leutenegger hat die Anzeigenabteilung seiner Zeitschrift Neue Ideen aufgelöst. Wie der Verleger der Zeitschrift für Eigenheim-Besitzer am Montag in einer Pressemitteilung verlauten liess, wird das Anzeigengeschäft neu in den Händen der Agentur Creative Media liegen.

 Filippo Leutenegger hat die Anzeigenabteilung seiner Zeitschrift Neue Ideen aufgelöst. Wie der Verleger der Zeitschrift für Eigenheim-Besitzer am Montag in einer Pressemitteilung verlauten liess, wird das Anzeigengeschäft neu in den Händen der Agentur Creative Media liegen. Damit will Leutenegger die Vermarktung noch intensiver vorantreiben. Ebenfalls nicht mehr im Boot ist Geschäftsführer Rehné Herzig. Obwohl es von beiden Seiten heisst, das Heft sei gut gestartet, stellt Leutenegger den Anzeigen- und Verlagsfachmann nun frei. Der Einsatz von Herzig sei gut gewesen, sagte er gegenüber Klein Report. Allerdings seien die Kosten stärker gestiegen und deshalb sei aus Kostenüberlegungen der Entscheid gestiegen das Anzeigengeschäft auszulagern.
Die Anzeigenagentur Creative Media mit Sitz in Affoltern am Albis wird ihr Team nun den Bedürfnissen von Neue Ideen entsprechend aufstocken. Seit 2003 vermarktet das von Manuel Loureiro geführte Unternehmen Anzeigenwerbung in nationalen Zeitungen und Zeitschriften.

Peter Wanner: «Die Rolle des David gefällt mir»

Interview Der Angriff mit einer auflagenstarken Mittelland-Ausgabe von News, dem neuen Gratistitel von Tamedia, Espace und Basler Medien, gegen die Mittelland Zeitung macht im Aargau keine Freude. AZ-Verleger Peter Wanner zeigt sich im Gespräch mit der Werbewoche über den Wortbruch der Zürcher enttäuscht und prüft Gegenmassnahmen.

 
Der Angriff mit einer auflagenstarken Mittelland-Ausgabe von News, dem neuen Gratistitel von Tamedia, Espace und Basler Medien, gegen die Mittelland Zeitung macht im Aargau keine Freude. AZ-Verleger Peter Wanner zeigt sich im Gespräch mit der Werbewoche über den Wortbruch der Zürcher enttäuscht und prüft Gegenmassnahmen. 
Eine eigenständige Mittellandausgabe von News wurde soeben angekündigt. Wie wollen Sie auf diesen Angriff reagieren? Es ist tatsächlich ein Angriff auf die Mittelland Zeitung, de facto eine Kriegserklärung an die gesamte AZ Medien Gruppe. Eine Entscheidung haben wir noch nicht gefällt. Ich bin aber besonders enttäuscht über den Wortbruch der Tamedia. Wir hatten einmal ein Gentlemen Agreement, wonach Tamedia nicht in den Aargau kommt, beziehungsweise wir nicht nach Zürich gehen. Das gilt jetzt offensichtlich nicht mehr.
Das bezog sich aber hauptsächlich auf die Verständigung darüber, dass der Tages-Anzeiger im Limmattal keine Splitausgabe lanciert? Nein, nicht nur. Ich hatte mit Herrn Coninx und Herrn Kall Gespräche geführt, die sich zwar auf den Tages-Anzeiger bezogen. Klar jedoch ist, dass es keine Rolle spielt, ob der Angriff durch eine Tagi- oder durch eine News-Ausgabe geschieht.
Der Angriff ist massiv. Die Auflage von News Mittelland ist mit 132’000 Exemplaren höher als jene für Zürich. Deshalb rede ich auch von einer Kriegserklärung. Tamedia hat ja gross angekündigt, eine zweite Gratiszeitung für Zürich, Bern und Basel zu lancieren. Jetzt geht gegen die Hälfte der Auflage ins Mittelland. Das einzig Positive ist, dass den drei Verlagen offenbar klar geworden ist : Werbeplanung ohne das Mittelland geht nicht . Das Produkt halten wir jedoch für überflüssig, weil es publizistisch gesehen keinen Sinn macht, sondern als reines Produkt mit einer Schädigungsidee im Werbemarkt verbunden ist – in zweifacher Hinsicht: Man will das neue Gratisblatt .ch «bodigen» und man will zweitens der Mittelland Zeitung Schaden zufügen .
Dass Sie diese Entwicklung nicht einfach tatenlos abwarten können, ist wohl klar. Doch welche Optionen gibt es? Es existiert eine Reihe von konkreten Ideen, die schon sehr weit fortgeschritten sind. Wir wollen diese aber noch intern und vor allem mit unseren Partnern der Mittelland Zeitung in Zofingen, Olten, Solothurn und Baselland diskutieren. Wenn wir uns geeinigt haben, werden wir das voraussichtlich Ende Jahr oder im kommenden Januar bekannt geben.
Man wird mit einem Printprodukt aus dem Hause Wanner rechnen können? Sagen wir es so: Man wird mit einer Reaktion aus unserem Hause rechnen können.
Die sich um Ihr Haus gruppierende Macht ist auch im nationalen Anzeigenkombi Metropool vereint. Wäre die Beteiligung der Mittelland Zeitung eine Option? Nein, da wurden wir nie gefragt. Wir sind jetzt in der Rolle des David gegen Goliath. Diese Rolle gefällt mir eigentlich gut und der Angriff weckt meine Kampfeslust.
Tun Sie das im Alleingang? Oder mit Hilfe der PubliGroupe? Unsere Verbündeten sind die Verleger der Mittelland Zeitung. Würden wir ein Produkt lancieren, dann wäre die Rolle der P jene des Vermarkters. Soweit sind wir aber noch nicht, denn wir möchten natürlich zuerst unsere Partner ins Boot holen. Über weitere Partnerschaften kann man dann in zweiter Linie reden.
Da denkt man sofort an die NZZ-Gruppe. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das werden wir dann genau anschauen.
Interview: René Worni
Siehe auch

Mit Volldampf ins Mittelland
 
 
 
«News» auch im MittellandDie neue Gratiszeitung «News»
der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Tagesanzeigers» erscheint ab dem 5. Dezember nicht nur wie angekündigt in den Stammgebieten der drei Blätter, sondern auch im Mittelland in einer Auflage von 132’000 Exemplaren. Mit «News Mittelland» spricht erstmals eine Pendlerzeitung die Leser und Werbekunden in den Kantonen Aargau und Solothurn direkt an. Die Gesamtauflage in allen vier Regionen umfasst 334’000 Exemplare. Die Ausgabe «News Basler Zeitung» wird in einer Auflage von 42’000 Exemplaren in erster Linie in den Kantonen Basel- Stadt und Baselland verteilt. «News Berner Zeitung» (60’000 Exemplare) wird in der Grossregion Bern erhältlich sein. Im Kanton Zürich erscheint «News Tages-Anzeiger» mit einer Auflage von 100’000 Exemplaren.

Sulzer, Sutter wirbt mit der magischen 500 für Fiat

Die Auto Zürich 2007 steht vor der Tür und Sulzer, Sutter wirbt dabei rund um das Messezentrum in Zürich-Oerlikon für den erstmals in der Schweiz gezeigten neuen Fiat 500 - 500 Meter, Schritte und Schrittchen vom Stand entfernt.

 
Die Auto Zürich 2007 steht vor der Tür und Sulzer, Sutter wirbt dabei rund um das Messezentrum in Zürich-Oerlikon für den erstmals in der Schweiz gezeigten neuen Fiat 500. Das bereits 2004 vorgestellte und ab diesem Jahr erhältliche Kleinstauto im Retro-Design ist optisch angelehnt an den zwischen 1957 und 1976 produzierten Fiat Nuova 500 («Tschinggerucksack»). Es wird live zu bewundern sein am Stand der Autoitalia-Garage, in 500 Meter Entfernung von den Einfahrtsstrassen nach Oerlikon, 500 Schritte von der Messe-Tramstation und 500 Schrittchen vom Messe-Eingang entfernt. Dort macht Sulzer, Sutter mit F12- und F200-Plakaten und Leuchtplakaten auf die kleine Sensation in der Halle aufmerksam. Die Plakatierung und die Auto Zürich dauern noch bis am 4. November. Verantwortlich bei Fiat:
Wilfried Karl (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Sulzer, Sutter: Michael Kathe (CD), Florian Bachofen (AD), Sini Oh (Grafik), Giusi Brullo (Beratung).

Zu guter Letzt: Reale Auszeichnung für ein virtuelles Projekt

In Second Life wurde zum ersten Mal ein Preis für virtuelle Architektur vergeben. Eigentlich eine spannende Idee, doch die Architektur kam ein bisschen zu kurz.

 
Die Berlinerin Tanja Meyle hat am Wochenende den ersten Preis für virtuelle Architektur in Second Life gewonnen. Die durch Publikumszustimmung eruierte Gewinnerin erhielt eine mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre virtuelle Wolke, wie die SDA vermeldete. Für Meyles Werk Living Cloud hatten bei einer Online-Abstimmung in den vergangenen eineinhalb Monaten knapp 2700 Menschen gestimmt. Es setzte sich damit gegen drei weitere nominierte Projekte aus Wien, San Francisco (USA) und Melbourne (Australien) durch. Das Ziel des Wettbewerbs war es, neue Trends in Architektur, digitaler Kunst und Design aufzuspüren. Wieso dabei eine (bläulich wabernde) Wolke einen Architekturpreis erhielt, bleibt etwas wolkig. Die Konzeptbeschreibung schafft auch keine Abhilfe: «Die Wolke ist nicht nur ein transportables Haus, sondern kommt durch ihre Variabilität dem Gedanken am nächsten, dass das Haus nur eine Erweiterung des eigenen Körpers ist.» Vielleicht wars weniger ein Architekturpreis mit Konzept als ein Philosophiepreis mit Illustration.

Top-Manager werden zunehmend zur Marke

Die Pflege des eigenen Online-Image erachten viele Manager als wichtig. Dies ergab eine von der deutschen Personalberatungsfirma LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der Zeitschrift Wirtschaftswoche durchgeführte Befragung.

 Die Pflege des eigenen Online-Image erachten viele Manager als wichtig. Dies ergab eine von der deutschen Personalberatungsfirma LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der Zeitschrift Wirtschaftswoche durchgeführte Befragung. Drei Viertel der Top-Manager stuften ihre Reputation im Internet als relevant ein. Durch die Unterhaltung eigener Blogs und Websites, Einträge in Foren oder gezielte Massnahmen gegen Falschdarstellung formen 44 Prozent der Befragten ihr Image im Netz gar selbst mit. Dies hat laut Klaus Aden, Geschäftsführer von LAB & Company, auch gute Gründe: «Top-Manager werden zunehmend zur Marke. Es wäre daher grob fahrlässig, die Markenführung in eigener Sache zu vernachlässigen.» Online-Reputation spiele bisher zwar eine eher untergeordnete Rolle, aber gerade bei öffentlichkeitswirksamen Posten könne ein schlechtes Image eine schwere Bürde bedeuten, führte Aden gegenüber Pressetext weiter aus.
Für die Imagepflege im Internet sollten Führungskräfte allerdings auf die Hilfe von Profis zurückgreifen. Wer selber versuche seine Reputation zu verbessern, erreiche, wie die Erfahrungen der Befragten belegten, oft das Gegenteil. In diesem Punkt sind die deutschen Top-Manager jedoch noch nicht so weit wie ihre Kollegen in den USA oder Grossbritannien.  Denn obwohl sich 81 Prozent mit der Frage beschäftigen, welche Informationen über sie verfügbar sind, betrauen nur die Wenigsten spezielle Dienstleister mit der Verbesserung ihres Rufs.

Erster Young Creatives Award startet auf hohem Niveau

Am vergangen Freitag ging im Zürcher Kaufleuten zum ersten Mal der ADC Young Creatives Award über die Bühne. Die Arbeiten der Jungkreativen für Amnesty International unter dem Motto «Es geschieht nicht hier, aber jetzt.» waren laut einhelliger Jury-Meinung auf hohem Niveau.

 
Am vergangen Freitag ging im Zürcher Kaufleuten zum ersten Mal der ADC Young Creatives Award über die Bühne. Die Nachwuchsförderung des Art Director’s Club (ADC) Schweiz legte mit rund 100 Einsendungen einen fulminanten Start hin. Die Arbeiten der Jungkreativen für Amnesty International unter dem Motto «Es geschieht nicht hier, aber jetzt.» waren laut einhelliger Jury-Meinung auf hohem Niveau. Mit Amnesty International stand ein bekannter Auftraggeber für den ersten ADC Young Creatives Award Pate. Auch die Jury, welche sich mit den Ideen der jungen Kreativen auseinander setzte, war stark besetzt. Unter der Leitung von Urs Schrepfer jurierten die ADC-Mitglieder Danielle Lanz, Pius Walker, Peter Brönnimann, Uwe Schlupp, Stefan Ehrler, Ralf Kostgeld, Pierre Rebetez, Christian Bobst, Matthias Freuler, Petra Bottignole und Alexander Jaggy, dann Philipp Petersson von Condor Films, Glenn Gibbins von BBH London sowie Paul Tschurtschenthaler von Amnesty International.
Aus 78 «Print&Outdoor»-, 17 «Film»- und lediglich 4 «Cyber»-Einreichungen ermittelte die Jury zuerst im Cannes-Modus zehn Finalisten. Daraus gingen die Arbeiten jener drei Sieger hervor, welche die Schweiz 2008 in Cannes beim internationalen Nachwuchs-Wettbewerb in den genannten Kategorien vertreten. Eine dieser Sieger-Arbeiten erhielt zudem im Namen von Amnesty International den Grand Prix zugesprochen. Diese Idee wird Amnesty tatsächlich auch realisieren lassen. Für die Hatchuel-Academy wurde zudem ein U23-Talent gekürt, welches den Förder-Workshop in Cannes besuchen wird. Bei bester Party-Stimmung durften die Gewinner am Abend ihre YCA-Trophäe auf der Bühne des Kaufleuten-Festsaals in Empfang nehmen.
Das Team Claudia Gaisser (Text) und Andrei Vid (AD) muss unter sich ausmachen, wer von beiden den einzigen Schweizer Platz an der Hatchuel-Academy belegen wird. Sie haben mit ihrer Idee «Postkarten» gewonnen, bei der Plakate mit Postkarten beklebt werden, welche insgesamt das Bild eines Gefolterten zeigen. Entfernt man die Karten, wird darunter der positive Effekt sichtbar, welche die Postkarten und damit die Unterstützung von Amnesty International bewirken können.

In der Kategorie Film siegten Martin Arnold (Text) und Nik Hodel (AD) mit ihrer Idee «Wetterkamera». Der Spot zeigt Ansichten von idyllischen Schweizer Ferienorten ganz im Stile der typischen Wetterkameras, um dazwischen ganz unvermittelt über Katastrophen-Gebiete in Ruanda bis im Irak zu schwenken.

Da das Niveau bei «Cyber» nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ deutlich unter jenem der klassischen Kategorien lag, entschied die Jury, hier keine Arbeit auszuzeichnen. Stattdessen gab es zwei Gewinner in der Kategorie «Print&Outdoor». Es waren dies zum einen Moritz Stillhard (AD) und Andrea Heierli (AD) mit ihrem Plakat «Gitter». Diese verblüffende Media-Idee macht sich die Mechanik der Prisma-Plakate zunutze und zeigt hinter den Lamellen eines Werbeplakates das Elend eines Gefangenen.

Zum anderen überzeugten Iris Alder (Text) und Roswitha Brülisauer (AD) mit «What‘s up in Guantanamo». Die beiden Jungkreativen platzierten in identischer Aufmachung mitten in den bekannten Ausgeh-Tipps von Bern bis Zürich auch die «Top-Events» von Bagdad bis Guantanamo, also Massen-Hinrichtungen, Steinigungen und Folterungen.

Der Grand Prix ging schliesslich an Moritz Stillhard und Andrea Heierli. Deren Arbeit wird auch ein breites Publikum bald zu sehen bekommen. Von sich hören machen werden aber bestimmt noch einige mehr dieser vielversprechenden Jungkreativen.
Die Gewinner des ADC Young Creative Award 2007

V.l.n.r.: Andrei Vid und Claudia Gaisser, Roswitha Brülisauer und Iris Alder, Moritz Stillhard und Andrea Heierli sowie Nik Hodel und Martin Arnold.

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