Joint-Venture-Gegner wollen Swisscom-Daten

Die private Konkurrenz will die gemeinsame Vermarktungsfirma von Swisscom, SRG und Ringier verhindern. Die Daten der Swisscom sollen allen zugänglich gemacht werden, wie eine der Schweiz am Sonntag vorliegende Eingabe beim Bakom zeigt.

Der Kampf gegen das geplante Joint Venture führt einerseits über das Wettbewerbsrecht und die Weko (Werbewoche.ch berichtete), andererseits über das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), welches die Geschäftstätigkeit der SRG überwacht. Der Schweiz am Sonntag liegt die Eingabe eines privaten Konkurrenten vor. Der grösste Dorn im Auge sind der Gegnerschaft demnach die «Daten des Marktbeherrschers Swisscom». Bei der Eingabe an das Bakom steht jedoch aus taktischen Gründen die SRG im Mittelpunkt. Diese muss laut Gesetz so geschäften, dass sich die privaten Konkurrenten frei entfalten können. Nach Ansicht der Joint-Venture-Gegner ist dieser Punkt mit dem Mediendeal nicht mehr gewährleistet. Sie beantragen folglich beim Bakom, dass der SRG die Teilnahme am Joint Venture untersagt werden soll.

Doch der Ausschluss der SRG ist nicht das eigentliche Ziel der Beschwerde. Vielmehr habe die SRG sicherzustellen, «dass alle von ihr erhobenen und in das Joint Venture eingebrachten Daten allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt» würden, heisst es in der Eingabe. Zudem solle die SRG dafür sorgen, dass auch die Swisscom ihre Daten freigebe.

Die Beschwerde argumentiert, das Joint Venture könne dank des Datenpools des ehemaligen Monopolisten Swisscom das Zielpublikum genauer erreichen als jeder andere Schweizer Konkurrent. Swisscom ist bei Festnetz, Breitband-Internet und Mobiltelefonie immer noch marktbeherrschend. In Kombination mit den Daten von Swisscom TV verschaffe der Swisscom-Datenpool dem Joint Venture «einen nichtangreifbaren Wettbewerbsvorteil». Damit kein Monopol entstehe, müsse die Konkurrenz die selben Swisscom-Daten bekommen wie SRG und Ringier, fordert die Eingabe.

Die Swisscom hingegen argumentiert, dass sie als börsenkotiertes Unternehmen die Daten im freien Wettbewerb gewinne. Andere Unternehmen wie Tamedia, Google oder Facebook hätten auch viele Daten, die sich zur Werbevermarktung eigneten, so ein Sprecher gegenüber der Schweiz am Sonntag. Ein Zugriff Dritter auf die Daten sei «nicht vorgesehen» – das Joint Venture sei aber grundsätzlich offen für weitere Partner, betont Swisscom. (hae/SaS)
 

Responsive: Prämienprogramm für Comella

Ab Oktober heisst es beim Choco-Drink Comella von Emmi: Collect & Win. Die Agentur Responsive entwickelt eine On-Pack-Promotion, welche bei den Konsumenten Erinnerungen weckt und den Absatz steigern soll.

Der Original Choco-Drink Comella weckt bei vielen Konsumenten spontane Erinnerungen ans Schütteln, Schlürfen, Schäumen und natürlich an den bekannten Schoggischnauz. Trotz dieser positiven Assoziationen ist der Brand beim Einkauf nicht mehr immer Top of Mind. Mit einer emotionalen On-Pack Promotion soll dies geändert werden. Mittels den von Responsive akquirierten attraktiven Prämienpartnern sowie einem Hauptgewinn, welcher unter allen Teilnehmenden verlost wird – einer Piaggio Vespa Primavera im Wert von 4'695 Franken wird die Zielgruppe im Alter von 20 bis 30 Jahre zur Teilnahme und somit zum Kauf motiviert.

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Bewährter Mechanismus

Der Sammelmechanismus ist einfach zu verstehen. Ab Oktober finden die Konsumenten die Comella-Flaschen mit blauem Promotionsdeckel sowie Tetrapaks mit aufgeklebtem Promotionssticker mit einer aufmerksamkeitsstarken Umsetzung im schweizerischen Detailhandel. Für jeden gesammelten Code, den man auf der Webseite eingibt, erhält der Konsument einen virtuellen Schoggischnauz. Sobald genügend Schnäuze für die Wunschprämie gesammelt sind, können diese angefordert werden. Mit bereits fünf Schnäuzen kann bestellt werden.

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Responsive zeichnet sich zusammen mit dem Partner Burki Scherer verantwortlich für das Konzept, Design und Umsetzung der gesamten Promotion. Für die On-Pack-Promotion wurde das von der Responsive entwickelte Game-Center eingesetzt, welches nebst der Teilnehmerdatenbank den Mechanismus für die Bestellung der Prämien beinhaltet. Die Prämienwebseite ist full responsive und somit auch mobilegerecht.

Verantwortlich Emmi: Jeanine Mauerhofer (Brand Manager). Verantwortlich bei Burki Scherer: Stefano Di Giusto, Chantal Gysler. Verantwortlich bei Responsive: Patrik Marty, Tuan Nguyen.
 

Zu guter Letzt: Volltreffer

Der Fussballverein Getafe CF will mit einer eigenen Flirt-App Zuschauer ins Stadion locken – und diese vermehren.

Mangelndes Zuschauerinteresse ist man sich sonst eher aus kleinen Ligen wie der Schweizer Super League gewohnt. Aber vereinzelt klagen auch Vereine aus den Top-Ligen dieser Welt über leere Ränge. Der FC Getafe spielt zwar in der vielbeachteten spanischen Primera Divisón, dennoch besuchen im Schnitt nur 9000 Zuschauer die Heimspiele. Also ungefähr so viele wie der FC Zürich in der aktuellen Saison. Einer der Gründe für die Flaute: In der Madrider Vorstadt ist die Konkurrenz durch die Platzhirsche Real und Athletico gross. Kreative Ansätze sind also gefragt. Diese liefert der Klub jetzt mit «Getafinder». Die «Tinder» nachempfundene Verkupplungs-App punktet vor allem durch eine entscheidende Besonderheit: Sie funktioniert nur im und ums Stadions Coliseum Alfonso Pérez. Paarungswillige Fans treffen also an Ort und Stelle auf Gleichgesinnte. Der Verein hofft einerseits, dass die Aussicht auf neue Bekanntschaften Fans ins Stadion lockt. Andererseits, dass sich diese als Folge davon «vermehren» und so langfristig die Fan-Basis stärken.

Ob dieser Plan aufgehen wird, ist fraglich. Eine gelungen Aktion ist «Getafinder» dennoch: Der sonst im Schatten der grossen Hauptstadt-Vereine stehende Fussballklub hat durch die Kampagne so viel mediale Aufmerksamkeit erregt, wie seit Jahren nicht mehr. 2011 sorgte der Verein – nebst dem Verkauf nach Dubai – ebenfalls mit einer Kampagne für Furore. Der Werbespot forderte die männlichen Fans auf, Sperma zu spenden. In einer Samenbank wurde einem Spender der Film «Zombies Calientes de Getafe» («Scharfe Zombiebräute aus Getafe») überreicht – im Spot zu sehen der Trailer in 70er-Jahre B-Movie-Optik. Der rund zehnminütige Trashfilm mit expliziten Darstellungen ist auf der Porno-Plattform Xvideos.com zu sehen. Die kontroverse Kampagne polarisierte zwar stark, führte aber im Endeffekt zu deutlich mehr Saisonkarten-Verkäufen. (hae)
 

Deutsche Konsumentenzentralen verklagen Facebook

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat Facebook nach eigenen Angaben wegen mutmasslicher Verstösse gegen Daten- und Verbraucherschutzgesetze verklagt.

Eine Sprecherin des Verbandes bestätigte am Freitag eine entsprechende Vorabmeldung des Nachrichtenmagazines Der Spiegel. Demnach stossen sich die Konsumentenschützer in der Klage beim Landgericht Berlin unter anderem an Voreinstellungen und Werbeversprechen des Unternehmens. So sei die Behauptung, der Dienst sei kostenlos, irreführend. Facebook verdiene Geld, indem Nutzerdaten ausgewertet und andere Unternehmen personalisierte Werbung schalten könnten. Ausserdem seien 19 Klauseln der Datenrichtlinie und der Nutzungsbedingungen rechtswidrig, etwa die Klarnamenpflicht oder eine Klausel zur Datenweitergabe in die USA. Facebook verwies auf Anfrage auf eine Erklärung vom Februar. Darin zeigte sich das US-Unternehmen überrascht, dass sich der VZBV auf Richtlinien und Funktionen fokussiert, die seit zehn Jahren von Facebook und anderen Onlinediensten verwendet würden. Dazu gehöre, dass man den echten Namen verwenden müsse. Eine Sprecherin des Landgerichtes konnte einen Eingang der Klage weder bestätigen noch dementieren. (SDA)

Studie: TV-Werbung immer noch wirkungsvoller als Online-Werbevideos

Auch wenn Videoinhalte mittlerweile in gleichem Umfang auf Smartphones, Tablets und Laptops wie über den Fernseher geschaut werden, sind Verbraucher laut Studie deutlich empfänglicher für Werbebotschaften aus TV-Spots.

Dies zeigt das internationale Marketing- und Marktforschungsunternehmen Millward Brown in seiner Studie «Adreaction: Video Creative in a Digital World». Die Marketing-Experten haben dafür das bildschirmübergreifende Videokonsumverhalten von mehr als 13'500 Verbrauchern in 42 Ländern analysiert. Mit Hilfe parallel durchgeführter Copytests an TV-Geräten, Desktops und mobilen Endgeräten wurde der Einfluss der kreativen Gestaltung von Werbespots untersucht. Die Studie liefert Erkenntnisse darüber, wie und wo Werbung wahrgenommen wird, zu welchem Zeitpunkt Verbraucher auf Werbebotschaften reagieren und welche kreativen Ansätze auf den unterschiedlichen Endgeräten am besten funktionieren.

Deutsche schauen pro Tag fast drei Stunden Videoinhalte

Laut Studie entfallen in Deutschland 55 Prozent der täglichen Gerätenutzung auf den Konsum von Videoinhalten. Damit schauen deutsche Multiscreen-User im Alter von 16 bis 45 Jahren pro Tag bildschirmübergreifend durchschnittlich 174 Minuten Videos. 58 Prozent der Videoinhalte werden dabei über TV oder On-Demand-TV geschaut, der Rest über mobile Endgeräte. Das Smartphone liegt mit 19 Prozent leicht unter dem globalen Durchschnitt (22 Prozent). Im internationalen Vergleich ist der Anteil der digitalen Videonutzung bei den 16 bis 24-jährigen höher (56 Prozent) als bei den 35 bis 45-jährigen (43 Prozent). Online-Werbevideos sind jedoch speziell in Deutschland unbeliebter als im globalen Durchschnitt. Gegenüber TV-Werbespots sind Verbraucher deutlich aufgeschlossener. Dies liegt unter anderem daran, dass sie beim Videokonsum über das TV-Gerät bereits mit Werbung rechnen.

«Obwohl Videoinhalte auf den unterschiedlichen Bildschirmen einsetzbar sind, kann das Konzept eines klassischen TV-Spots nicht einfach auf digitale Endgeräte übertragen werden. Konsumenten erwarten heute weitaus mehr von Online-Werbung», erklärt Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown in Deutschland, Österreich und der Schweiz. «Auf Grundlage der Adreaction-Studie können wir Marketingverantwortliche dabei unterstützen, effektive Media-Strategien und kreative Ideen zu entwickeln, um die richtige Zielgruppe, mit den richtigen Botschaften zur richtigen Zeit anzusprechen.»

International betrachtet ist die Mehrheit der Studienteilnehmer davon überzeugt, dass sie größeren Einfluss auf Online-Werbevideos haben als auf klassische TV-Spots (63 Prozent). Dementsprechend reagieren Verbraucher irritiert auf Online-Videos, die sich beispielsweise nicht wegklicken oder schließen lassen.

Skippable Pre-Rolls, (34 Prozent) sowie Skippable Mobile Pre-Rolls (31 Prozent) werden gegenüber Pop-Ups in Apps (14 Prozent) und Non-Skippable Pre-Rolls (15 Prozent), bevorzugt. Das beliebteste Format ist das mobile App-Video, das dem Zuschauer einen Anreiz bietet (49 Prozent), beispielsweise in Form von Belohnungen bei Online-Games.

Millward Brown formuliert drei Praxistipps, um die Effektivität und den Erfolg kreativer Videospots voranzubringen:

– Konsumenten sind offen für Targeting – wollen aber nicht überwacht werden: Konsumenten sind gegenüber Werbevideos aufgeschlossen, die gezielt auf persönliche Interessen oder bekannte Marken (40 Prozent) eingehen. Die geringste Wirkung zeigen Videos, die anhand des Browserverlaufs erstellt wurden (25 Prozent). Auch wenn das Suchverhalten im Internet das interessenbasierte Targeting vorantreibt, ist ein feinfühliger Einsatz am erfolgversprechendsten.

– Der Kontext zählt: 49 Prozent der Konsumenten lehnen Werbevideos auf Smartphones ab. Daher müssen sich Marketer die Aufmerksamkeit der Nutzer hart erarbeiten. 29 Prozent der weltweit befragten Verbraucher würden Werbevideos nicht überspringen, wenn diese einen Anreiz zur vollständigen Betrachtung bieten. Konsumenten bevorzugen daher Videolösungen, die man überspringen kann bzw. die erst durch Anklicken starten.

– Content ist noch immer King: Bereits in der Kreationsphase sollten digitale Formate mit einbezogen werden, um die Werbevideos bildschirmübergreifend nutzen zu können. Eine kreative Herausforderung stellen Skippable Ads dar – doch der Aufwand zahlt sich aus.

Über die Studie

Für die Studie wurden mehr als 13'500 Multiscreen-User im Alter von 16 bis 45 Jahren in 42 Ländern via Smartphone oder Tablet befragt. Multiscreen-User sind Personen, die ein TV-Gerät, Smartphone und/oder Tablet besitzen oder Zugang zu diesen Medien haben. Parallel zu der Studie wurden 20 TV-Werbespots auf Fernsehgeräten, Desktops und mobilen Endgeräten in acht Ländern mittels Copytests untersucht. Die Studie wird bereits seit 2001 durchgeführt. Sie liefert Einblicke in die Verbraucherwahrnehmung von Werbebotschaften, speziell bei digitalen Formaten.

«Star Wars»: Kampagne der Superlative

Wohl kaum eine Filmreihe hat so viele Fans wie «Star Wars». Zehn Jahre nach «Revenge of the Sith» warten sie sehnsüchtig auf den für Dezember angekündigten neuen Teil - und werden dabei von einer nie dagewesenen Marketingkampagne gelockt.

In einem Metallkasten an den Kassen türmen sich Plastiklaserschwerter. Jedes davon kostet 22,99 Dollar, ein Schnäppchen im Vergleich zur Edelversion in Rot oder Grün zwei Regale weiter für 173,99 Dollar. Drumherum stehen, liegen und hängen Handschuhe, Kappen, Plastikraumschiffe, sprechende Yoda-Köpfe und hüfthohe Darth Vaders, die auf Knopfdruck gruselige Geräusche machen. Der Hauptladen der Spielwarenkette Toys'R'Us am New Yorker Times Square hat einen Grossteil der Verkaufsfläche für «Star Wars»-Artikel freigeräumt, und die Kette hat für alle ihre Läden in Erwartung des Films eine «aussergalaktische, globale Party» angekündigt.

Bis die mit immenser Spannung erwartete siebte Episode der Saga – «Star Wars: The Force Awakens» – Mitte Dezember in die Kinos kommt, ist es zwar noch rund zwei Monate hin, aber schon jetzt läuft eine Marketingkampagne der Superlative. Die «Star Wars»-Saga hält sowieso bereits den Rekord für die Filmreihe mit dem erfolgreichsten Merchandising-Geschäft, aber wohl noch nie sei ein Film so stark und auf so vielen Kanälen beworben worden wie «Das Erwachen der Macht»,
sagen Experten.

Werbung teurer als der Film

Schon im vergangenen November hatten die produzierenden Disney-Studios einen ersten Trailer veröffentlicht, der innerhalb einer Woche mehrere Dutzend Millionen Mal angeschaut wurde. Ein zweiter Trailer im April erwies sich als noch erfolgreicher. Die Veröffentlichung eines dritten steht anscheinend kurz bevor.

Das US-Magazin «Vanity Fair» erschien im Mai mit vielen der Darstellern auf dem Cover, abgelichtet von Starfotografin Annie Leibovitz. Auf allen Social-Media-Kanälen und bei Comicmessen wird ebenfalls seit Monaten für den Film geworben.

Zum Merchandising, das seit Anfang September erhältlich ist, gehören auch mehrere Bücher und ein Computerspiel, dessen Entwicklung nach Angaben der New York Times alleine 180 Millionen Dollar gekostet haben soll. Neun Millionen Menschen testeten eine erste Beta-Version im Internet.

Am New Yorker Times Square wird es ausserdem eine Ausstellung mit Kostümen aus der Saga geben, beispielsweise von Darth Vader, Yoda, Luke Skywalker, Leia Organa, Obi-Wan Kenobi, Padmé Amidala, R2-D2, Han Solo, Chewbacca und von Jabba the Hutt. Insgesamt sollen die Werbekosten für den Film gemäss Experten deutlich über dem Budget der Dreharbeiten von 200 Millionen Dollar gelegen haben.

Neu mit Lupita Nyong'o

Vorfreude und Erwartungen der Fans sind nach zehn Jahren Warten riesengross. Sechs «Star Wars»-Filme gab es bislang, zuletzt «Revenge of the Sith» 2005.  «The Force Awakens» wird eine Mischung aus alten «Star Wars»-Grössen wie Carrie Fisher, Mark Hamill und Harrison Ford mit Neuzugängen wie Adam Driver und vor allem Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong'o. Und nicht nur das Marketing, auch die Einnahmen des Films könnten Rekorde brechen, schätzen Experten. Alleine am Eröffnungswochenende könnte der Film demnach mehr als 500 oder sogar 600 Millionen Dollar weltweit einspielen und damit den bisherigen Rekord von «Jurassic World» knacken, der im Juni mit rund 524 Millionen Dollar gestartet war. Rosige Aussichten für die «Star Wars»-Macher – vor allem weil Teil acht und neun der Fantasy-Reihe bis 2019 auch noch folgen sollen. (Christina Horsten/DPA/SDA).
 

Keine Rückerstattung der MWST auf Empfangsgebühr

Das Bundesgericht hat die Beschwerde einer Privatperson abgewiesen, welche die Rückerstattung der Mehrwertsteuer auf die Radio- und Fernsehempfangsgebühr der letzten fünf Jahre fordert.

Das  Bundesverwaltungsgericht war als Vorinstanz nicht auf das Begehren eingetreten, weil eine anfechtbare Verfügung fehlt. Die Privatperson hatte ihre Beschwerde auf der Grundlage der Medienmitteilung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) vom 20. August eingereicht. Darin teilte das Bakom mit, dass es zusammen mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung zur Auffassung gekommen sei, dass die Mehrwertsteuer auf der Radio- und Fernsehempfangsgebühr nicht rückwirkend zurückbezahlt wird. Der Beschwerdeführer fordert jedoch, dass die Mehrwertsteuer entsprechend der Verjährungsfrist im Mehrwertsteuergesetz für die letzten fünf Jahre zurückerstattet wird.

Weil es sich bei der Medienmitteilung des Bakom nicht um eine Verfügung handelt, gegen welche eine Beschwerde eingereicht werden kann, ist das Bundesverwaltungsgericht nicht auf das Begehren eingetreten. Das Bundesgericht hat die Richtigkeit dieses Entscheids nun bestätigt. Im April hatte das Bundesgericht entschieden, dass die Radio- und Fernsehempfangsgebühr nicht der Mehrwertsteuer unterliegt. Aus diesem Grund hat das Bakom die Gebühr für private Haushalte um 11.30 Franken von 462.40 auf 451.10 Franken gesenkt. (SDA)

BSSM verpackt Neo-Angin neu

Doetsch Grether hat die Verpackungen des Halsschmerzmittels Neo-Angin von BSSM auffrischen lassen. Der Relaunch umfasste das Sortiment aus Pastillen und Spray.

Durch das neue Design, das sich auf die medizinische Kompetenz und die Visualisierung der Wirkungsweise konzentriert, soll eine stärkere Markenpräsenz und eine höhere Visibilität am Verkaufspunkt entstehen. Die neuen Verpackungen des beliebten Halsschmerzmittels sind auf die Vorgaben von Swissmedic abgestimmt und sind bei Apotheken und Drogerien in der ganzen Schweiz verfügbar.

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Neo-Angin wird seit 1978 von Doetsch Grether vertrieben. Das Sortiment umfasst vier Pastillensorten in drei Wirkstärken und drei Aromen; alle ohne Antibiotika. Ergänzt wird die Produkterange mit dem kassenzulässigen Neo-Angin-Spray.

Verantwortlich bei Doetsch Grether, Basel: Anke Hollnagel, Karin Joss (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD); Daniel Bard (AD); Sybille Cueni (Desktop); Claudia Paganini (Beratung).

Leo Burnett tischt Zielgruppen auf

Leo Burnett Schweiz hat eine neue Inserentenkampagne für die Saisonküche kreiert und zeigt drei Werbezielgruppen als liebevoll zubereitete Köstlichkeiten

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Verantwortlich bei Migros-Medien: Rolf Hauser (Verlagsleiter), Patrick Rohner (Leiter Media- und Marketingservice). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Anna Leudolph, Vanessa Mermoud (Kreation), David Fischer, Pablo Schenke, Martin Stulz (CD), Isabelle Meier, Ingrid Zumkehr (Beratung), Erasmo Palomba (Art Buying), Pia Grimbühler (Fotografie), Feride Dogum (Food-Styling), Olivier Yoshitomi (Bildbearbeitung), Finger Industries Ltd. (3D-Design).
 

Kreienbühl und Vogler: Freestylesport in der Tasche

Gorilla ist ein Engagement der Schtifti Foundation und das grösste, nationale Programm zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Seit kurzem gibt es Gorilla auch in Deutschland – beworben von Kreienbühl und Vogler.

Wie in der Schweiz ist die Gorilla App auch in Deutschland ein wichtiges Herzstück des Engagements. In der App finden Jugendliche neben allgemeinen Informationen zu Gorilla auch viele Tipps und Tricks rund um Freestylesport. Mit der App hat man quasi die ganze Welt des Freestylesports in der Hosentasche. Hier setzt die von Kreienbühl und Vogler entwickelte Kampagne an: Zum Beispiel mit einem Film, in dem ein Protagonist nicht ganz freiwillig zu einem Skatepark geführt wird.

Zudem hat Kreienbühl und Vogler zwei Sujets entwickelt, die als Anzeigen, Plakate und in elektronischen Medien eingesetzt werden. Die neue Kampagne ist seit Herbst in Deutschland und der Schweiz zu sehen.

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Verantwortlich bei Gorilla Deutschland: Tobias Kupfer (Geschäftsleitung), Maxi Heiden (Marketing und PR). Verantwortlich bei der Schtifti Foundation: Kathrin Steiger und Roger Grolimund (Co-Geschäftsleitung, Kommunikation), Linda Nussbaumer (Projektleitung). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Marco Donada, Fabian Schiltknecht; Shining Pictures (Produktion), Stefan Bircher (Produzent), Sophie Toth (Line Producing), Ari Zehnder (Regie), Daryl Hefti (Kamera), Sean Fee (Kameraassistent), Luc Kämpfen (Editor), Seng Kit (Cast), Online Video AG (Postproduktion), Jingle Jungle, Bardo Eicher (Musik/Sounddesign), Leuchtturm (Lichtequipment), Eberle (Kamera-Equipment), Rico Rosenberger (Fotografie und Bildbearbeitung).

Wahlkampf stärkt Werbemonat September

Kräftiger Werbemonat September: Der Werbemarkt erzeugt einen Werbedruck von 487 Millionen Bruttofranken und verzeichnet ein deutliches Plus von 4,7 Prozent gegenüber Vorjahr.

Damit wächst er stärker als in den Vormonaten und weist bis zum jetzigen Zeitpunkt den höchsten Werbedruck in 2015 auf. Kumuliert verzeichnen die ersten neun Monate des Jahres einen Werbedruck von 3‘480,2 Millionen Bruttofranken, was einem Plus von 0,4 im Vorjahresvergleich entspricht. Dies zeigt der Werbemarkt Trend Report 2015/09 von Media Focus.

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Einzelne Branchen im Aufwärtstrend

Die grösste Steigerung des Werbedrucks im Vergleich zum Vorjahr zeigt der Teilmarkt Politische Kampagnen in der Branche Initiativen & Kampagnen auf. Vor dem Hintergrund der eidgenössischen Wahlen im Oktober hat sich der Werbedruck um satte 123,3 Prozent gegenüber Vorjahresmonat erhöht. Eine deutliche Erhöhung des Werbedrucks konnte darüber hinaus in den Branchen Haushaltsartikel/-Geräte (90,3 Prozent), Detailhandel (48,7 Prozent), Reinigen (46,5 Prozent) und Finanzen (17,9 Prozent) gemessen werden. Ein Rückgang des Werbedrucks wurde dagegen bei den Branchen Tabak- waren (-57,3 Prozent), IT & Büro (-28,6 Prozent), Telekommunikation (-25,1 Prozent) und Dienstleistung (-22,4 Prozent) festgestellt.

Ordentlicher Werbedruck für Haushaltsartikel

Die Branche Haushaltsartikel/-Geräte erzeugt einen Werbedruck von 8,8 Millionen Bruttofranken, was einer Steigerung von 90,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei standen im September vor allem Waschmaschinen hoch im Kurs. In den Top 10 der meistbeworbenen Produkte der Branche sind gleich drei verschiedene Waschmaschinen zu finden: von Schulthess, von Bosch und von V-Zug. Insgesamt wurde für die drei Produkte mit rund 1,5 Millionen Bruttofranken werblich Druck gemacht. Neben Waschmaschinen wurden in den Top 10 zudem Wasseraufbereiter, Wasser-Filter, Combi Steamer und Command Strips beworben. Der höchste Werbedruck in der Branche Haushaltsartikel/-Geräte ist jedoch für Imagewerbung für Samsung Haushaltsprodukte erzeugt worden. Es fällt zudem auf, dass passend zum Thema Haushalt Produkte aus der Branche mehrheitlich im TV beworben werden. Der Anteil TV am Media Mix der Top 10 Produkte liegt bei mehr als 75 Prozent.

Volle Fahrt für den Teilmarkt PKW

Mit einem Werbedruck von 40,4 Millionen Bruttofranken wurde im Teilmarkt PKW (neu) ein 15,9 Prozent höherer Werbedruck erzeugt als noch im Vorjahr. In den Top 10 der meistbeworbenen Produkte befindet sich unter anderem der neue VW Touran Van, für den ein Werbedruck von rund 1,8 Millionen Bruttofranken erzeugt wurde. Damit ist das Auto auch auf Platz 10 der meistbeworbenen Produkte über alle Bran- chen hinweg. Amag/VW befindet sich zudem in den Top 10 der Top Werbetreibenden über alle Branchen hinweg. Auch der neue Mercedes GLC hat zur Steigerung
des Werbedrucks im September beigetragen. Das neue Modell wurde mit über einer Million Bruttofranken beworben.

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Top 10 Werbetreibende

+/- VJ %

 

Top 10 Produkte

1

Migros

20.4

1

Zalando.ch

2

Coop

5.1

2

Fielmann Brillen

3

Procter & Gamble

28.6

3

Swisscom Vivo

4

Ferrero Schweiz

30.3

4

McDonald's Restaurants

5

Lidl Discount

181.6

5

SVP Nationalrat

6

L'Oréal

7.0

6

Politische Gelegenheitsanzeige

7

Swisscom

-15.8

7

SVP Schweizerische Volkspartei

8

SVP

2'208.3

8

Credit Now Privatkredit

9

Zalando

44.4

9

FDP Nationalrat

10

AMAG/VW

23.2

10

VW Touran Van

Werbedruck in den Medien im Vorjahresvergleich:

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Werbedruck-Verteilung in den Medien

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Ringier: Mehrheitsbeteiligung an Mystore

Ringier übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an der Schweizer E-Commerce-Plattform Mystore. Der Westschweizer Online Outlet Shop wird Anfang 2016 mit Deindeal zusammengeführt.

Mystore ist ein 2009 vom heutigen CEO John Krief gegründeter Online Outlet Shop mit Sitz in Genf, der sich auf den Vertrieb von Markenprodukten aus den Bereichen Mode, Accessoires, Schuhe, Parfums, Uhren, Reisen etc. mit Discountpreisen von bis zu 80 Prozent spezialisiert hat. Ringier übernimmt per 15. Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an Mystore. John und Allen Krief sowie Alexandre Branquart halten weiterhin 40 Prozent des Aktienkapitals. 2016 wird Mystore mit Deindeal zusammengeführt. CEO der neuen gemeinsamen Firma wird Benoit Henry, heute CEO von Deindeal. Beide Unternehmen bilden zusammen die in der Schweiz führende Smart Shopping-Plattform. Die drei Gründer von Mystore bleiben Teil des Management-Teams.

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Thomas Kaiser, CEO Ringier Digital, in einer Mitteilung: «Mystore passt hervorragend zu Deindeal und beide Unternehmen werden unmittelbar von neuen Cross-Selling-Möglichkeiten und wichtigen Synergien in Schlüsselbereichen profitieren.» Und John Krief, CEO Mystore: «Ringier hat einen sehr beachtlichen Track Record im Digitalbereich und viel Pioniergeist bewiesen. Wir freuen uns, zusammen mit Ringier und in Kombination mit Deindeal die nächste Entwicklungsstufe unseres Unternehmens zu erklimmen.» Benoit Henry, CEO von Deindeal: «Mystore passt mit seinem grossen Know-how im Produkteeinkauf und der starken Präsenz in der Westschweiz hervorragend ins Portfolio und garantiert quantitatives wie qualitatives Wachstum.»

 

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