Fast Track hilft 3+ beim Verkuppeln der Bauern

Die neue Dokusoap «Bauer, ledig, sucht...» des Schweizer Privatsenders 3+ feiert am 21. Juli Premiere. Die Publicis-Tochter Fast Track hat zu diesem Format eine zweiteilige Kampagne realisiert.

Die neue Dokusoap «Bauer, ledig, sucht…» des Schweizer Privatsenders 3+ feiert am 21. Juli Premiere. Die Publicis-Tochter Fast Track hat zu diesem Format eine zweiteilige Kampagne realisiert. In einer ersten Phase wird die Suche des Senders nach geeigneten Kandidatinnen unterstützt. Schweizweit veröffentlichte Inserate zeigen die heiratswilligen Bauern vor einer Kirche und werben für die Anmeldung per Internet. Der zweite Teil der Kampagne zeigt die Konsequenzen, die sich beim Einzug der ausgewählten Kandidatin für das Leben auf dem Hof ergeben: Eine Kuh, durch die neue Liebe auf Platz zwei verdrängt, packt ihre Koffer und zieht aus.Verantwortlich bei 3+:Dominik Kaiser (Gesamtverantwortung), Cindy Muff (Kommunikationsleiterin).

Verantwortlich bei Fast Track:Florian Beck (CD), Felix Freese (Text), Thomas Berger (AD), Raphael Monsch (AD), Daniel Gerber (Beratung), Vera Schmid (Art Buying), Oliver Nanzig (Fotografie), Patrik Rohner (Bildbearbeitung).

Ehemalige Mitarbeiter machen Google Konkurrenz

Suchmaschinengigant Google erhält erneut Konkurrenz. Eine Gruppe ehemaliger Google-Mitarbeiter hat am Montag die Suchmaschine Cuil gestartet. Sie soll genauere Resultate liefern, versprechen die Betreiber.

 Suchmaschinengigant Google erhält erneut Konkurrenz. Eine Gruppe ehemaliger Google-Mitarbeiter hat am Montag die Suchmaschine gestartet. Sie durchforstet nach eigenen Angaben mehr als 120 Milliarden Internet-Seiten nach Suchwörtern. Das seien mehr als bei Google, teilten die Betreiber mit. Die Suchergebnisse sollen zudem genauer sein. Die Resultate werden nicht in Listen, sondern in Form kurzer Inhaltangaben präsentiert. Der Name der neuen Seite stammt aus dem Gälischen, das Wort «Cuil» bedeutet «Wissen». Die neue Suchmaschine bietet nach Angaben ihrer Betreiber einen grösseren Schutz der Privatsphäre als die Konkurrenz. Die Suchanfragen der individuellen Nutzer würden nicht archiviert, sie hinterliessen also keine Spur im Netz.

Meyer Werbung spielt für Partnerwinner.ch mit den Extremen

Über den Online-Datingservice Partnerwinner.ch finden Menschen zusammen, die sich sonst nie kennen lernen würden. In einer neuen Imagekampagne setzt die Zürcher Werbeagentur Meyer Werbung diese Tatsache mit deutlichen Bildern um.

Über den Online-Datingservice Partnerwinner.ch finden Menschen zusammen, die sich sonst nie kennen lernen würden. In einer neuen Imagekampagne setzt die Zürcher Werbeagentur Meyer Werbung diese Tatsache mit deutlichen Bildern um.Ein Spiel mit den Extremen. Auf den Plakaten sind Paare zu sehen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten: ein orthodoxer Jude mit einer frommen Muslima, ein katholischer Pfarrer mit einer aufreizenden jungen Dame vom Typ Lolita und ein Skinhead mit einer dunkelhäutigen Frau. Alle präsentieren sie sich dank Partnerwinner.ch in tiefer Harmonie. Liebe kennt also keine Grenzen, lautet die Werbebotschaft der Aufsehen erregenden Kampagne. Laut einer Pressemitteilung von Meyer Werbung waren alle Models überraschend einfach zu rekrutieren – bis auf den orthodoxen Juden. Also liess sich Agenturinhaber Thomas Meyer, selber jüdischer Abstammung, kurzerhand einen Bart verpassen.Die drei Sujets sind ab dem 28. Juli während zwei Wochen in Zürich, Bern und Basel zu sehen und kommen ausserdem als Printkampagne in allen Tamedia-Titeln unbeschränkt zum Einsatz.Verantwortlich bei Partnerwinner.ch: Christoph Lüscher.
Verantwortlich bei Meyer Werbung, Zürich: Thomas Meyer (Text und Kreativdirektion), Nicolas Y. Aebi (Fotografie und Art Buying).

Geschäftsführer Mario Frank verlässt den Spiegel

Einige Monate nach der Neubesetzung des Chefredaktoren-Posten wechselt beim Spiegel auch der Geschäftsführer des Verlags: Der bisherige Verlagschef Mario Frank legt per Ende Jahr sein Amt nieder. Nachfolger ist der 47-jährige Ove Saffe.

Einige Monate nach der Neubesetzung des Chefredaktoren-Posten wechselt beim Spiegel auch der Geschäftsführer des Verlags: Der bisherige Verlagschef Mario Frank legt per Ende Jahr sein Amt nieder, wie das deutsche Nachrichtenmagazin am Freitag mitteilte. Neuer Geschäftsführer wird der 47-jährige Ove Saffe. Er ist seit 2004 Verlagsgeschäftsführer der Stern-Gruppe bei Gruner+Jahr. Beim Spiegel-Verlag arbeitete er bereits von 1996 bis 2000, zuletzt als Leiter Vertriebsmarketing. Frank verlor im April das Vertrauen der sogenannten Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent am Spiegel hält. Gruner+Jahr, Minderheitseigentümerin des Nachrichtenmagazins, stärkte danach Frank den Rücken, hat sich nun aber anscheinend beugen müssen. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung stehen die Chancen gut, dass der Wechsel an der Verlagsspitze noch vor dem angekündigten Zeitpunkt über die Bühne geht.

SNK und Hesskiss lassen Didier Cuche für E-Rechnung werben

Die Agenturen SNK und Hesskiss wurden von Telekurs Paynet und Postfinance mit der Weiterentwicklung der Produktidentiät der E-Rechnung, der Neugestaltung der Website sowie der Entwicklung wirksamer Marktbearbeitungsmassnahmen beauftragt. Dazu gehört unter anderem ein Spot, in dem Didier Cuche die Hauptrolle spielt.

Die Brandingagentur SNK und die Werbeagentur Hesskiss wurden von Telekurs Paynet (E-Rechnungssystem der Schweizer Banken) und von Postfinance mit der Weiterentwicklung der Produktidentität der E-Rechnung beauftragt. Ausserdem werden die Agenturen die Website neu gestalten sowie neue Marktbearbeitungsmassnahmen entwickeln. Dazu gehören gemäss Mitteilung Print- und Onlineanzeigen, Tramwerbung in den grösseren Schweizer Städten sowie ein Werbespot, der in Zusammenarbeit mit Boutiq und Addictive Productions entstanden ist. Unter dem Motto «Es gibt immer einen schnelleren Weg ans Ziel» ist Didier Cuche darin prominenter Vertreter der E-Rechnung. Premiere feiert der Spot am 17. Juli im Orange Cinema Zürich, danach auch in Bern und Basel. Er kann auf www.e-rechnung.ch angesehen werden.Bei der E-Rechnung handelt es sich um einen Service der Schweizer Finanzinstitute, der es E-Banking-Kunden ermöglicht, ihre Rechnungen direkt im E-Banking zu empfangen, zu prüfen und zu bezahlen.

SRG erhöht die Fördergelder für das schweizerische Filmschaffen

Die SRG baut die finanzielle Unterstützung aus, die sie seit 1998 im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel jährlich dem unabhängigen einheimischen Filmschaffen zukommen lässt. Neu werden auch Fernsehwerbung für Kinofilme und die Entwicklung von französischsprachigen Fernsehserien unterstützt.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG baut die finanzielle Unterstützung aus, die sie seit 1998 im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel jährlich dem unabhängigen einheimischen Filmschaffen zukommen lässt. Unterstützt werden Produktionen von Dokumentar-, Spiel- und Trickfilmen für Fernsehen und Kino. Das diesjährige Engagement von 19,8 Millionen Franken wird 2009 um 1,5 Millionen und bis 2011 um jährlich 500’000 Franken erhöht. Ab 2011 werden jährlich 22,3 Millionen Franken vergeben. Dies wurde im neuen Pacte beschlossen, der am 16. Juli zwischen der SRG und Vertretern der Branche unterzeichnet wurde. Der erneuerte Pacte bringt zudem zwei inhaltliche Neuerungen: Erstmals wird ein spezifischer Beitrag zur Promotion von Kinofilmen geleistet, insbesondere in Form von Fernsehwerbung. Damit werde das Filmschaffen von der Projektentwicklung bis zur Promotion der Werke begleitet, sagte SRG-Generaldirektor Armin Walpen anlässlich der Unterzeichnung. Ebenfalls soll eine enge Zusammenarbeit zwischen TSR und den unabhängigen Produzenten entstehen, um die Entwicklung neuer Fernsehserien zu fördern. Durch den Pacte wurden in den letzten zehn Jahren mit beinahe 200 Millionen Franken über 1000 Projekte unterstützt. Seit August 2007 sind Koproduktionen online unter Pactevod.ch verfügbar.

Meyer Werbung kommuniziert neu für das Sawi

Die Zürcher Agentur Meyer Werbung hat das Sawi als neuen Kunden gewonnen. Mitte Juni hat das Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation die Agentur eingeladen, eine Imagekampagne zu entwerfen und sich nun entschlossen, einen der Vorschläge umzusetzen.

Die Zürcher Agentur Meyer Werbung hat das Sawi als neuen Kunden gewonnen. Mitte Juni hat das Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation die Agentur eingeladen, eine Imagekampagne zu entwerfen. Die Geschäftsleitung hat nun gemäss Mitteilung vom Freitag entschieden, mit Meyer Werbung zusammenzuarbeiten und einen der präsentierten Vorschläge zu realisieren.Die Textkampagne auf Plakaten, SBB-Railpostern und im Print ist ab August in Zürich und Bern zu sehen. Geplant sind für den Start acht Sujets, zu denen nach einigen Monaten weitere hinzukommen sollen. Den neuen Auftritt stützen bereits produzierte Radiospots.

Hannes Britschgi wird Chefredaktor des Sonntagsblick

Hannes Britschgi wird per 1. September 2008 neuer Chefredaktor des Sonntagsblick. Der 52-jährige Journalist tritt die Nachfolge von Marc Walder an. Dieser übernimmt die Geschäftsführung von Ringier Schweiz.

Hannes Britschgi wird per 1. September 2008 neuer Chefredaktor des Sonntagsblick. Der 52-jährige Journalist tritt die Nachfolge von Marc Walder an. Dieser übernimmt die Geschäftsführung von Ringier Schweiz.Hannes Britschgi war seit 15. April 2008 als Stellvertretender Chefredaktor beim Sonntagsblick und davor seit April 2005 als Chefredaktor und Leiter Ringier TV für Ringier tätig. Zuvor arbeitete er während 15 Jahren beim Schweizer Fernsehen. Als Journalist, Moderator und Redaktionsleiter war er für die Sendungen «Karussell», «Max», «Kassensturz» und die «Rundschau» tätig. 2001 wechselte er für drei Jahre zum Nachrichtenmagazin Facts, wo er vor seinem Wechsel zu Ringier den Posten des Chefredaktors innehatte. Britschgi studierte Recht in Bern, wo er 1984 sein Anwaltspatent erlangte.
Marc Walder war seit Februar 2007 Chefredaktor des Sonntagsblick. Er wird per 1. September 2008 die Leitung von Ringier Schweiz übernehmen.

Schweizer Illustrierte lanciert grüne Beilage

Die Schweizer Illustrierte entdeckt ihre grünen Daumen: Im Herbst will die Zeitschrift eine neue Beilage in Umlauf bringen. SI Gruen soll als grünes Lifestyle-Magazin die Schweizer Presselandschaft bereichern.

Die Schweizer Illustrierte entdeckt ihre grünen Daumen: Im Herbst will die Zeitschrift eine neue Beilage in Umlauf bringen. SI Gruen soll als grünes Lifestyle-Magazin die Schweizer Presselandschaft bereichern. SI Gruen werde lustvoll und glaubwürdig über alle Aspekte des gegenwärtigen «green lifestyle»-Trends berichten, schreibt das Verlagshaus Ringier in einer Pressemitteilung. Zielpublikum sind die sogenannten «LOHAS» (Lifestyle of Health and Sustainability), Menschen also, die Genuss, Gesundheit, Luxus, Lebensfreude und Verantwortung miteinander kombinieren. «LOHAS» seien ebenso ökologisch orientiert, aufgeklärt und meinungsbildend wie kaufkräftig und daher ein gutes Zielpublikum für «grüne Werbung», schreibt Ringier weiter.
SI Gruen wird der Schweizer Illustrierten erstmals am 27. Oktober beiliegen. Für 2009 sind vier bis sechs Ausgaben geplant. Entwickelt wurde das Heft von einem kleinen Team um SI-Verlagsdirektor Urs Heller.
Auch der Beobachter und der Verlag Profile Publishing haben ähnliche Publikationen angekündigt. Beim Beobachter ist eine eigenständige monatliche Zeitschrift in Planung. Der Zeitpunkt der Markteinführung ist noch nicht bekannt. Anders bei Profile Publishing: Bereits Ende August lanciert der Verlag den Titel Ecolife. Unter der Leitung von Chefredaktor Paul Stierlie will sich die Zeitschrift den Schwerpunkten Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft widmen. Man wolle zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur über Verzicht möglich ist, sagte Stierli dazu im Juni.

Privatradios verzeichnen Reichweite-Einbussen

Das Radio hat im ersten Halbjahr 2008 geringfügig an Tagesreichweite verloren. Der Marktanteil aller Deutschschweizer Privatradios ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 auf 25,4 Prozent gesunken.

 Das Radio hat im ersten Halbjahr 2008 geringfügig an Tagesreichweite verloren. 90,7 Prozent der über 15-Jährigen schalteten in der Deutschschweiz im ersten Halbjahr täglich während knapp 118 Minuten das Radio ein. Das sind 0,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2007, wie die Halbjahreszahlen von Publica Data ergeben. Die DRS-Sender steigerten den Marktanteil um 0,8 Prozent auf 64,6 Prozent. Gepunktet hat DRS 3: Dessen Marktanteil stieg um 1,4 auf 15,8 Prozent. DRS 1 musste dagegen eine Einbusse von 1,3 Prozent hinnehmen und erreichte einen Marktanteil von 38,5 Prozent.
Der Marktanteil aller Deutschschweizer Privatradios ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 auf 25,4 Prozent gesunken. Die ausländischen Sender legten dagegen um 0,2 auf 6,2 Prozent leicht zu. An der Spitze der Privatradios liegt nach wie vor Radio 24, das über eine Reichweite von 5,6 Prozent und einen Marktanteil von 2,5 Prozent verfügt. Vom dritten auf den zweiten Platz verbessert hat sich Energy Zürich mit einer Reichweite von 4,4 Prozent. Es überholte damit Radio Top (4,3 Prozent).
RSR bleibt SpitzenreiterIn der Romandie nahm die Zahl der erreichten Radiohörer um 1,5 Prozent auf 88,5 Prozent ab. Praktisch unverändert war die Spitzenposition von Radio Suisse Romande (RSR), das auf eine Reichweite von 53,7 Prozent kam (+0,1 Prozent). Damit erreichten die RSR-Sender rund 1,3 Millionen Hörerinnen und Hörer. Der Marktanteil betrug 57 Prozent.
Deutlich an Reichweite eingebüsst haben die Westschweizer Privatradios. Die Reichweite betrug im vergangenen Halbjahr 49,4 Prozent, das sind 3,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Marktanteil der Privaten sank im gleichen Zeitraum um 0,4 auf 23,3 Prozent.
Die Radio-Daten des 1. Semesters 2008 finden sich
hier
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Publicis zeigt die ersten Arbeiten für die Swiss

Ende Mai gab Swiss die Zusammenarbeit mit Publicis bekannt, nun sind die ersten Arbeiten zu sehen. Eine neue Kampagne für den Flugplan der Airline spielt mit den Klischees der Swiss-Destinationen.

Ende Mai gab Swiss die Zusammenarbeit mit Publicis bekannt und erteilte der Agentur kurz darauf den ersten Auftrag: Anfang Juli mussten an den Flughäfen Zürich, Basel, Genf und Lugano die Plakate zur Euro08 abgehängt und durch eine neue Kampagne für den Flugplan der Airline ersetzt werden. Publicis präsentierte ein paar Tage später das Konzept, aus dem nun elf Motive produziert wurden, wie die Agentur mitteilte. Jedes Motiv zeigt eine Destination und erzählt, wie oft Swiss pro Woche dorthin fliegt. Für die Umsetzung hat Publicis bekannte Klischees aufgegriffen und neu umgesetzt. Zum Beispiel, dass die Italiener mehr reden, die Franzosen mehr flirten oder dass die Deutschen mehr exportieren. Gekontert werden diese nationalen Eigenheiten immer mit der Aussage, dass Swiss eben mehr fliege.
Die neuen Plakate hängen nun an den oben erwähnten Flughäfen. Gemäss Mitteilung wurde die Kampagne aus Zeitgründen mit Stockbildern realisiert.
Verantwortlich bei Swiss:
Frank Maier (Head of Marketing), Christine Moch (Manager Advertising), Corinne Weishaupt (Advertising ). Verantwortlich bei Publicis: Martin Denecke (CCO), Ralph Halder (CD), Peter Rettinghausen (Text), Denis Schwarz (Art Direction), Simone Platz (Grafik), Stephan Lanz (Senior Brand Director), Myriam Mojon (Junior Brand Director), Dominique Ospel (Assistentin), Andreas Caruso (Produktion), Fabio Clerici (DTP), Vera Schmid/Deborah Herzig (Art Buying).

Zu guter Letzt: Das kanadische Überraschungsmoment

Wenn man als Journalist die Gelegenheit bekommt, einige Minuten mit einem hochkarätigen Star wie Marilyn Manson, Pharrell Williams oder Snoop Dogg zu plaudern, sollte man normalerweise bemüht sein, sich topseriös zu verhalten. Der kanadische Moderator Nardwuar the human serviette kennt da allerdings kein Pardon.

 Wenn man als Journalist die Gelegenheit bekommt, einige Minuten mit einem hochkarätigen Star wie Marilyn Manson, Pharrell Williams oder zu plaudern, sollte man normalerweise bemüht sein, sich topseriös zu verhalten. Man will ja nicht die kostbare Interviewzeit vergeuden, oder gar riskieren, dass der Star das Gespräch plötzlich abbricht. Also ja keine allzu grossen Mäzchen, ja kein Klamauk, ja nicht das Hierarchiegefüge zwischen Star und Fragensteller durcheinander bringen. Der kanadische Moderator Nardwuar the human serviette kennt da allerdings kein Pardon: Mit hoher, nerviger Stimme und eigentümlich nerdiger optischer Aufmachung stürzt er sich mit einem dümmlichen «who are you?» auf seine weltbekannten Interviewpartner. Jeder soll sich dem Kanadier mit der Schottenmustermütze, der grossen Brille und dem infantilen Gehabe erstmal selber vorstellen. Und dann, wenn einige, wie zum Beispiel Blur-Schlagzeuger
ob dem Austausch von Belanglosigkeiten schon längst die Beherrschung verloren haben, zieht der Journalist aus Vancouver ganz unvermittelt die Asse aus dem Ärmel. Dann holt er aus seinem alten Aktenkoffer nämlich Dinge hervor, die ganz eng mit der Lebensgeschichte der Künstler verknüpft sind: bekommt beispielsweise erst die Originalpressung seiner ersten Platte, dann ein Buch übers Skateboarden und schliesslich noch eine Kinderpuppe in die Hand gedrückt und kriegt vor Erstaunen den Mund nicht mehr zu. Spätestens dann erzählen sie der menschlichen Serviette alles, was sie wissen will. Sehr unterhaltend.
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