Rolf Blaser wird Redaktionsleiter beim Bundeshaus-Radio

Der neue Redaktionsleiter beim Bundeshaus-Radio heisst Rolf Blaser. Er tritt am 1. November 2008 die Nachfolge von Andreas Käsermann an, der ab Herbst als Medienverantwortlicher der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz tätig sein wird.

 Der neue Redaktionsleiter des journalistischen Korrespondentendienstes für Schweizer Privatradios im Bundeshaus (Bundeshaus-Radio) heisst Rolf Blaser. Er tritt am 1. November 2008 die Nachfolge von Andreas Käsermann an, der ab Herbst als Medienverantwortlicher der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz tätig sein wird. Der 40-jährige Berner Journalist verfügt über mehrjährige Radio-Erfahrung, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Seine Radio-Laufbahn startete er 1999 bei Radio Förderband. Später wechselte er zu Radio Extra Bern. Bei beiden Sendern war er in leitender Funktion tätig.
Das Bundeshaus-Radio beliefert die meisten deutschsprachigen Lokal- und Regionalradios. Der Betrieb der Ton-Agentur wird ab kommendem Herbst von der Radio Zürisee AG übernommen.

Deutschland: Besserer Schutz vor Telefon-Werbung

In Deutschland sollen Konsumenten besser vor unerwünschten Werbeanrufen und Vertragsabschlüssen am Telefon geschützt werden. Die Regierung hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet.

 In Deutschland sollen Konsumenten besser vor unerwünschten Werbeanrufen und Vertragsabschlüssen am Telefon geschützt werden. Die Regierung hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet, wie die SDA meldete. Danach sollen Werbeanrufe nur noch zulässig sein, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich eingewilligt hat. Verstösse können mit einer Busse von bis zu 50’000 Euro bestraft werden.Zudem dürfen Telefonbewerber ihre Rufnummer nicht mehr unterdrücken, andernfalls droht eine Geldstrafe von 10’000 Euro. Ebenfalls verbessert werden die Widerrufsrechte bei im Internet eingegangenen Verträgen. Auch bei telefonisch abgeschlossenen Verträgen über die Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten sowie bei Wett- und Lottodiensten gibt es künftig ein Widerrufsrecht.
Ausserdem will die Regierung für mehr Preistransparenz bei 0180-Nummern im Mobilfunk sorgen. Viele Unternehmen und Behörden nutzen eine solche kostenpflichtige Nummer für Kundenkontakte. Feste Preise gelten dabei bis anhin nur für Anrufe aus Festnetzen. Die Preise für Anrufe aus den Mobilfunknetzen sind hingegen häufig hoch und für die Konsumenten nur schwer erkennbar. Künftig müssen auch die Preise für Anrufe vom Handy aus angegeben werden.
Ob das Gesetz in dieser Fassung umgesetzt wird, ist ungewiss. Den deutschen Bundesländern gehen die Massnahmen nicht weit genug. Bundestag und Bundesrat beraten voraussichtlich im Herbst über die Gesetzesänderung.

Maxomedia schafft für Raclette Suisse neues Wort

Die Agentur Maxomedia hat für den Verein Raclette Suisse ein neues Wort geschaffen: «Raclettieren». Die neue Wortkreation soll sich mittels crossmedial angelegter Kommunikationskampagne im Sprachgebrauch der Schweizer Bevölkerung etablieren.

 Die Agentur Maxomedia hat für den Verein Raclette Suisse ein neues Wort geschaffen, das den Verzehr der Käsespeise auf den Punkt bringen soll: Inserate und Banner riefen die Schweizerinnen und Schweizer dazu auf, ihre Wortkreationen auf der Website von Raclette Suisse einzureichen. Aus rund 6’000 Vorschlägen wurde «raclettieren» ausgewählt. Die neue Wortkreation soll sich mittels crossmedial angelegter Kommunikationskampagne im Sprachgebrauch der Schweizer Bevölkerung etablieren, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Die erste Massnahme ist eine nationale Plakatkampagne, die momentan in den grossen Schweizer Städten zu sehen ist.
Die Kampagne beinhaltet des Weiteren die Realisation des neuen Webauftritts Raclettieren.ch. Die Vereinswebsite Raclette-suisse wurde gleichzeitig einem Redesign unterzogen. Im September startet ausserdem die ATL-Kampagne, die den Einsatz von Plakaten, Inseraten und Online-Werbemitteln vorsieht.

Swissinfo berichtet auch in Chinesisch von der Olympia

Das SRG-Unternehmen Swissinfo.ch stellt sich auf die Olympischen Spiele ein. In neun Sprachen steht ein Dossier zur Verfügung, dass als eine Art «multimediale Qualitätsbeilage zum allgemeinen Angebot» beschrieben wird.

 Das SRG-Unternehmen Swissinfo.ch stellt sich auf die Olympischen Spiele ein, die am 8. August in Peking beginnen. In neun Sprachen steht ein Dossier zur Verfügung, dass als eine Art «multimediale Qualitätsbeilage zum allgemeinen Angebot» beschrieben wird. Die chinesische Redaktion von Swissinfo wolle die Gelegenheit nutzen, um den Olympia-begeisterten Chinesen in ihrer Muttersprache die Schweiz näher zu bringen. Sie porträtiert die grössten Medaillenhoffnungen unter den 82 Schweizer Sportlerinnen und Sportler, die nach China reisen, unter anderem Roger Federer, Viktor Röthlin oder Flavia Rigamonti. Neben dem sportlichen Geschehen legt das swissinfo-Dossier einen weiteren Schwerpunkt bei den chinesisch-schweizerischen Beziehungen und fokussiert auf gemeinsame Aspekte.

Privatperson will Zürich mit Plakaten klüger machen

Zürich zieren derzeit Plakate, die die Zürcher Bevölkerung mit Fragen zum Nachdenken anregen möchten. «Was ist Ihre liebste Ausrede, um nichts verändern zu müssen?», heisst es da beispielsweise.

 Zürich zieren derzeit Plakate, die die Zürcher Bevölkerung mit Fragen zum Nachdenken anregen möchten. «Was ist Ihre liebste Ausrede, um nichts verändern zu müssen?», heisst es da beispielsweise, oder «Lieben Sie Ihren Partner so, wie er ist, oder so, wie er sein könnte?». Ähnliche Kleber hingen in der Limmatstadt auch schon. Unterzeichnet sind sie von einer sogenannten «Aktion für ein kluges Zürich». Dahinter steckt laut der Pendlerzeitung 20 Minuten eine anonym bleibende Privatperson, die die Plakatkosten selbst zahlt, «im Sinn eines Geschenks an meine Heimatstadt». Er wolle erreichen, dass die Zürcher über die Fragen nachdenken und so klüger werden.

Zu guter Letzt: Blick in die Kristallkugel

Trotz Sommerflaute gibt’s Journalisten, die schon lange wissen, über was sie schreiben wollen. Nur fehlt ihnen noch das nötige Interviewpersonal dazu. Der Newsletter Ron Orp schafft Abhilfe - und gewährt dabei einen Vorgeschmack auf die Medienberichte der Zukunft.

 Wie sollen wir denn heute bloss unser Medium vollkriegen, fragen sich die Journalisten zur Sommerzeit. Heuer allerdings gabs ja allerlei Aufregendes zu berichten: Nef, Libyen und UBS füllten die Seiten und Sendeminuten. Und es gibt ja auch Berufskollegen, die schon lange wissen, über was sie schreiben wollen. Nur fehlt ihnen noch das nötige Interviewpersonal dazu. Kein Problem, denn der Newsletter Ron Orp führt auf der zugehörigen Website freundlicherweise die Rubrik «Journalist sucht…». Hier stöbern Journalisten jene Leute auf, die aus erster Hand über ein interessantes Thema plaudern können. Gleichzeitig kann sich der geneigte Konsument einen Vorgeschmack verschaffen darauf, was demnächst in den Medien seiner Wahl zu sehen sein wird: Das Magazin Fritz und Fränzi sucht eine Familie mit hochbegabtem Kind, der Beobachter einen charismatischen Strassenmusiker und Wir Eltern möchte live bei einer Geburt dabei sein. Besonders Konjunktur haben derzeit erotische Themen: Da möchte einer für ein Buchprojekt von sexuellen Fantasien hören, ein Drehbuchautor sucht jemanden, der einen flotten Dreier inklusive eigenem Partner hinter sich hat, und sogar das aktuelle Modethema «aufgespritzter G-Punkt» soll noch vertieft werden – natürlich mit einer sozusagen direktbetroffenen Dame. Vielleicht liegts am Sommerwetter, dass in den Journalistenköpfen heisse Themenideen rumspuken. Oder vielleicht hofft man wieder mal auf die verkaufsfördernde Kraft des Sex.

Radio FM 1 startet FM 1 Melody im Testbetrieb

Das St. Galler Privatradio FM 1 startet am Donnerstag sein Zweitprogramm FM 1 Melody im Testbetrieb. Definitiv auf Sendung gehen soll das Proramm ab Oktober.

 Das St. Galler Privatradio FM 1 startet am Donnerstag sein Zweitprogramm FM 1 Melody im Testbetrieb. Im Internet und teilweise über Kabel wird das Schlager-Open-Air Flumserberg live übertragen.FM 1 Melody soll ab Oktober definitiv auf Sendung gehen, wie Radio FM 1 am Mittwoch mitteilte. Das Programm, das nur über Kabel und Internet zu hören ist, umfasst Oldies, Schlager, Volksmusik und Spezialsendungen des früheren Rheintaler Radio Ri, die im Konzept von FM 1 keinen Platz mehr haben.
Der Sender FM 1 ist aus dem Zusammenschluss von Radio aktuell (St. Gallen) und Radio Ri (Buchs SG) entstanden und seit Anfang Mai 2008 auf Sendung (siehe
). 
 

Edipresse schliesst den Verkauf der Edimpresa-Beteiligung ab

Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse hat für Verkauf seiner Beteiligung an der portugiesischen Edimpresa grünes Licht von der portugiesischen Wettbewerbsbehörde erhalten.

 Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse hat den Verkauf seiner Beteiligung an der portugiesischen Edimpresa abgeschlossen. Der 50-Prozent-Anteil wird vom Joint-Venture-Partner Impresa übernommen, wie Edipresse am Mittwoch mitteilte. Der Deal war Mitte Mai angekündigt worden (siehe ). Der Verkauf hing aber noch von der Zustimmung der portugiesischen Wettbewerbsbehörden ab, die nun vorliegt.

IOC räumt Zensur von Internet-Seiten ein

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine Vereinbarung mit China zur Zensur von Internet-Seiten während der bevorstehenden Sommerspiele eingeräumt. Dies gab IOC-Pressechef Kevan Gosper bekannt.

 Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine Vereinbarung mit China zur Zensur von Internet-Seiten während der bevorstehenden Sommerspiele eingeräumt. Dies gab IOC-Pressechef Kevan Gosper gemäss SDA bekannt. Gosper hatte bislang versichert, die 21’500 zu den Olympischen Spielen in Peking akkreditierten Medienleute hätten freien Zugang zum Internet. Er habe nun erfahren, dass IOC-Vertreter mit den Chinesen darüber verhandelt hätten, einige kritische Seiten zu blockieren, weil sie keinen Bezug zu den Spielen hätten. Er bedaure, dass es nun doch keinen ungehinderten Zugang zum Netz zu geben scheine.
Versuche, vom Pressezentrum der Spiele die Internet-Seiten von Amnesty International anzuklicken, waren am Mittwoch vergebens. Die Organisation sich am Vortag kritisch zur Lage der Menschenrechte in China geäussert. Auch die Sites der in China verbotenen Meditationsbewegung Falun Gong konnten nicht aufgerufen werden.

Eric Fricke neuer Group Head Art bei Publicis Dialog

Bei Publicis Dialog, der ehemaligen Fisch.Meier.Direkt, ist seit 1. Juli Eric Fricke als Group Head Art an Bord. Als Verantwortlicher für die Art Direction soll er der Dialogagentur kreative Verstärkung bringen.

Bei Publicis Dialog, der ehemaligen Fisch.Meier.Direkt, ist seit 1. Juli Eric Fricke als Group Head Art an Bord. Als Verantwortlicher für die Art Direction soll er der Dialogagentur kreative Verstärkung bringen. Fricke war zuvor als Senior Art Director bei Saatchi & Saatchi X tätig, davor bei Springer & Jacoby und sechs Jahre bei Ogilvy One. Zu seinem Kundenportfolio zählten internationale Kunden wie Deutsche Bank, Visa Europa, IBM, Procter & Gamble, Deutsche Telekom, Deutsche Postbank, Mercedes-Benz, RTL und der Frankfurter Flughafen.
Der 41-Jährige habe alle wesentlichen Dialogpreise sowie Preise und Auszeichnungen in Cannes (Bronze), beim ADC Deutschland, SDV, LIAA und DDP gewonnen, heisst es in einer Mitteilung. Mit seiner Kompetenzen im Bereich Dialogmarketing und der Erfahrung im Bereich Literatur- und Corporate Design soll Fricke beitragen, kreative Ideen mit nachhaltiger Wirkung zu realisieren.

Zu guter Letzt: Die Schönheit der Tombola

Missen haben in der Schweiz immer Konjunktur – sogar «Ex-Miss» scheint ein richtiggehender Beruf zu sein. Einen Auftrag haben die hiesigen Missen allerdings an die Konkurrenz aus Frankreich verloren.

Missen haben in der Schweiz immer Konjunktur – sogar «Ex-Miss» scheint ein richtiggehender Beruf zu sein. Ein Auftrag ist den hiesigen Missen allerdings durch die Lappen gegangen: Glücksfee am 1. Schweizer Medienball ist nämlich die Miss France. Nicht zufällig, schliesslich ist Frankreich Gastland des Anlasses, der am letzten Oktober-Wochenende im neu eröffneten Dolder Grand über die Bühne geht. Mit der schwarzhaarigen Schönheit namens Valérie Bègue wolle man «ein erstes glamouröses Highlight» setzen, schreiben die Organisatoren des Medienballs in einem Communiqué, dem ein hochaufgelöstes Bild der jungen Dame beiliegt. Die als «schön und intelligent» beschriebene 22-Jährige wird die glücklichen Gewinner der grossen Tombola ermitteln. Der Erlös kommt der internationalen Hilfsorganisation Reporters sans frontières sowie dem Zürcher Journalistenpreis zugute. Damit haben die hiesigen Schreiberlinge doch immerhin etwas vom Glamourimport aus dem Nachbarland.

Goldbach Media legt beim Umsatz um 11 Prozent zu

Die Vermarkterin Goldbach Media Gruppe steigerte im ersten Semester 2008 den Umsatz und den Betriebsgewinn, erzielte aber weniger Reingewinn. Grund ist der Wegfall des Sonderertrags aus dem Verkauf von Radio Energy.

 Die Vermarkterin Goldbach Media Gruppe weist im ersten Semester 2008 eine Netto-Umsatzsteigerung von 11,1 Prozent auf 116,0 Millionen Franken und eine Zunahme des Betriebsgewinnes um 28,2 Prozent auf 5,5 Millionen Franken aus. Der Reingewinn dagegen ging von 14,3 Millionen Franken auf 5,5 Millionen Franken zurück. Grund ist der Wegfall des Sonderertrags aus dem Verkauf von Radio Energy. Dieser hatte im Vorjahressemester 11 Millionen Franken in die Kasse gespült. Besonders stark gewachsen ist Goldbach bei den interaktiven und mobilen Medien, wo der Umsatz um 37,5 Prozent auf 31,7 Millionen Franken stieg. Die Vermarkterin erzielt inzwischen über 27 Prozent des Nettoumsatzes im Online-Segment, wie sie am Dienstag mitteilte. Im Offline-Segment, dem Verkauf von Werbung für das private Radio und TV und von Werbung an ausgewählten Verkaufspunkten (Adscreen), erzielte die Goldbach Media ein Umsatzplus von 3,5 Prozent und einen Erlös von 84,7 Millionen Franken, obwohl die Erwartungen der Branche an das Werbeaufkommen wegen der Fussball-Europameisterschaften im Juni sich bei weitem nicht erfüllten.
Trotz des schwierigen Marktumfelds hält Goldbach Media an ihren Prognosen fest. Im Gesamtjahr 2008 erwartet das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine Steigerung des Betriebsgewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) von über 10 Prozent. Geplant ist zudem ein weiterer Ausbau in Osteuropa.
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