Zu guter Letzt: First World Horror
Am Samstag ist Halloween. Mit diesem Kostüm verbreiten Sie bestimmt Angst und Schrecken.
So verdoppelten sich die Kundenaufträge innert nur zwei Jahren. Insbesondere namhafte Vertreter der Versicherungs- und Pharmaindustrie profitieren laut Mitteilung von den schriftlichen Zusammenfassungen von Medienbeiträgen in der gewünschten Zielsprache. Zudem verzeichnete Argus noch nie zuvor derart viele Anfragen betreffend Übersetzungen ins Chinesische.
Insgesamt verdreifachte sich das Auftragsvolumen im Bereich der Sprachdienstleistungen bei Argus in den vergangenen fünf Jahren. Dabei zeichnet sich ein klarer Trend ab: Die Anzahl der Management Summarys im Bereich Sprachdienstleistungen konnte innerhalb der letzten zwei Jahre um insgesamt rund 100 Prozent von 8'500 Stück im Jahr 2013 auf 17'000 in 2015 gesteigert werden. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf Aufträge bedeutender Kunden aus der Versicherungs- und Pharmabranche zurückzuführen. In einem Management Summary werden die durch Argus aufbereiteten Medienbeiträge in der gewünschten Sprache zusammengefasst. Damit wird ein rascher Überblick über die aktuelle und für das jeweilige Unternehmen relevante Medienberichterstattung ermöglicht.
Gleichzeitig wurden noch nie zuvor in der zehnjährigen Geschichte der Argus Sprachdienstleistungen derart viele Anfragen betreffend Übersetzungen ins Chinesisch registriert. Aber auch Russisch- sowie Holländisch-Übersetzungen verzeichnen seit einiger Zeit ein klares Wachstum. Bis heute betreffen rund die Hälfte aller getätigten Übersetzungs- und Korrektoratsaufträge die Sprachkombinationen Deutsch/Englisch ins Französische, gefolgt von Übersetzungen ins Englische (30 Prozent) und Italienische (15 Prozent). Vermehrt werden Übersetzungen von Unternehmen innert nur weniger Stunden, teils über Nacht oder übers Wochenende, verlangt.
In seiner Tätigkeit für Publicitas zeichnete er in den letzten Jahren verantwortlich für die Bereiche Magazine, Classified, Kino, TV und repräsentierte die Interessen der Publicitas in Branchenverbanden und Organisationen, so z.B. als Verwaltungsrat der Wemf oder im Präsidium des Verbandes Schweizer Werbung. Nachdem die Neuorganisation der Publicitas nach der Übernahme durch Aurelius abgeschlossen und der Kinobereich und das TV-Vermarktungsgeschäft verkauft ist, verlässt Moreno Cavaliere die Publicitas per Ende Dezember 2015 im gegenseitigen Einvernehmen.
Moreno Cavaliere, Director Sales & Marketing : «Ich freue mich sehr, dass es nach sieben schwierigen Jahren gelungen ist, das Unternehmen wieder in die profitable Zone zu führen und dass ich diesen Prozess mitgestalten durfte. Nun ist es aber an der Zeit eine neue Herausforderung anzunehmen.» Über seine Nachfolge wird zu gegebener Zeit informiert. Christoph Marty, CEO, in einer Mitteilung: «Mein Dank geht an Moreno Cavaliere für seinen langjährigen und immer engagierten Einsatz für die Publicitas. In der Phase der Neuorganisation war er für mich persönlich ein loyaler, engagierter Sparringpartner und eine wichtige Stütze im Unternehmen.»
In einer breit angelegten Sensibilisierungskampagne stellte Havas Worldwide 2014 die Frage «Wie geht’s dir?». Im Auftrag der schweizerischen Stiftung Pro Mente Sana und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich – in Zusammenarbeit mit den Kantonen Aargau, Bern, Graubünden, Luzern, Schwyz, Solothurn und Thurgau – sollen damit psychische Krankheiten zum Gesprächsthema gemacht werden.

Die Kampagne findet seit dem 10. Oktober eine Fortsetzung mit dem Themenschwerpunkt Arbeit. Pünktlich zum Tag der psychischen Gesundheit zeigen neue Sujets Gesprächssituationen im beruflichen Umfeld. Dabei werden vermeintliche Tabus wie ein Burnout oder Schlafstörungen offen angesprochen – mit dem Ziel, dass Hemmungen abgebaut, Hilfe angeboten und auch in Anspruch genommen wird. Eine eigens angefertigte Broschüre sowie das Webportal Wie-gehts-dir.ch bieten dazu Gesprächstipps und praktische Unterstützung.

Verantwortlich bei Pro Mente Sana und Gesundheitsförderung Kanton Zürich: Marcel Wisler (pro mente sana), Annett Niklaus (Gesundheitsförderung Kanton Zürich). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Peter Schäfer (Strategie), Folker Wrage, Michael Kathe (Creative Direction), Denise Frech (Art Direction), Claude Schweizer, Davide Schenker (Grafik), Mathias Bart (Text), Caroline Ronzani, Nuria Büchi (Beratung), Wolfgang Kunz (Beratung Digital), Cara-Anne Specker (Art Buying).
Intelligente Fahrzeuge, die mit dem Internet verbunden sind und dadurch Unfälle verhindern oder Schaltzeiten von Ampeln regeln, sind nur ein Beispiel von vielen für das «Internet der Dinge». Doch hinter dieser Technologie steckt weitaus mehr und ihre Umsetzung wird von Tag zu Tag vielfältiger. Kernpunkt dabei ist die Erfassung von Kundendaten. Sie dient einer personalisierten und perfekt zugeschnittenen Kundenkommunikation und bietet Unternehmen somit enormes Potential.

Obwohl der Ausdruck «Internet der Dinge» (engl.: «Internet of Things; kurz IoT) erst seit Kurzem den Markt spürbar beeinflusst, ist er keine neue Erscheinung. Bereits 1999 wurde er von Kevin Ashton eingeführt und geprägt. Man versteht darunter nicht nur blosse, internetfähige Geräte, wie Smartphones oder Tablets, sondern Alltagsgegenstände, die dank ihrer Verbindung zum Internet einen Mehrwert für den Anwender bieten. Dieser Mehrwert stellt sich in Form von nützlichen Funktionen, zusätzlichen Informationen oder einer erleichterten Bedienung dar.
Dass das Internet der Dinge erst jetzt einen solchen Boom erfährt, hat unterschiedliche Gründe. So besteht die Technologie für IoT zwar schon länger, doch wurde sie vor allem in ihren Anfängen von unverhältnismässig hohen Kosten begleitet. Auch der Mangel an Fachwissen erschwerte zunächst die Entwicklung. Grosse Marken, wie beispielsweise Apple mit seiner Apple Watch, sind zudem auf den Zug aufgesprungen und haben den anhaltenden Trend verstärkt. So gaben in einer von IDC durchgeführten Studie zum Thema «Internet of Things in Deutschland 2015» 45 Prozent der Befragten an, sich sehr vertraut im Umgang mit dem IoT-Konzept zu fühlen (Infografik). Bis 2020 sollen laut Gartner weltweit bis zu 25 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden und gewohnter Teil unseres Alltags sein (Quelle).
Digital Analytics als Schlüssel zum Kunden
Der grosse Clou der IoT-Technologie liegt in der Erfassung von Kundendaten. Sie helfen Unternehmen, ihre Kunden noch besser zu verstehen und auf deren Bedürfnisse im Alltag einzugehen. Möglich gemacht wird dies durch Digital Analytics. Die Herausforderung dabei ist eine gewaltige Masse an Informationen, die nicht nur gesammelt, sondern – noch viel wichtiger – anschliessend in verwertbare Daten umgewandelt und aufbereitet werden muss, um sie schliesslich zielführend nutzen zu können. So liefern Digital Analytics dem Produktanbieter nicht nur wichtige Erkenntnisse über die Wünsche, Erwartungen und das Nutzungsverhalten seiner Kunden, sondern ermöglichen gleichzeitig einen intensiven und zielgerichteten Kundenkontakt. Mit den gesammelten Daten lassen sich ganz neue Wege für Dienstleistungsmodelle beschreiten. Aber auch Daten über den Zustand von Geräten und Maschinen können erfasst werden und bieten so die Möglichkeit, bestehende Produktionslinien zu optimieren. Doch wie sieht dieser Prozess nun in seiner konkreten Umsetzung aus?
Das Internet der Dinge auf dem Weg in den Alltag
Praxisbeispiele gibt es inzwischen viele. So bietet unter anderem der Versicherungsanbieter AXA Neukunden seines Krankenversicherungs-Programms Modulango eine smarte Armbanduhr, die die sportlichen Aktivitäten der Nutzer aufzeichnet. Über die dabei gesammelten Daten werden besonders sportliche Kunden ermittelt, die daraufhin die Möglichkeit erhalten, auf Wunsch Vorsorgeleistungen mit Alternativmedizin wahrzunehmen.
Aber auch ohne stetes Tragen von IoT-Geräten gibt es Varianten, diese neue Technologie zu nutzen. Mit iBeacon hat Apple eine Möglichkeit entworfen, über eine installierte App für Smartphones Signale eines Senders zu identifizieren. Dazu werden an bestimmten Orten kleine Sender (Beacons) platziert, die diese Signale in regelmässigen Abständen aussenden. Die App erfasst dabei in Echtzeit, zu welchen Warengruppen und Produkten der Kunde geht und wie viel Zeit er dafür jeweils in Anspruch nimmt. Die Auswertung der Daten per Digital Analytics kann anschliessend für die weitere Kommunikation und Kundenbindungsmassnahmen genutzt werden. So kann man Besuchern, die den Laden ohne etwas zu kaufen verlassen haben, einige Tage später zum Beispiel per Smartphone-Nachricht dazu einladen, die Website zu besuchen, um sich dort noch einmal umzusehen und etwas zu kaufen. Diese Technologie ist in den USA bereits im Einsatz, in Europa wird von einer schrittweisen Integration von Beacons im Einzelhandel ausgegangen.
Das Internet der Dinge mag heute noch in den Kinderschuhen stecken, doch jüngste Entwicklungen und die damit ermöglichten Chancen dieser Technologie zeigen das enorme Potential, das Unternehmen für sich nutzen können. Mit massgeschneiderten Kommunikationsmodellen personalisieren sie ihre Kundenansprache, bieten so zielgerichtete Informationen für jeden einzelnen Kunden und steigern dabei ihren Umsatz.

Mathieu Llorens stiess im Jahr 2000 zu AT Internet und fungiert heute als Geschäftsführer. Er ist Professor an der Universität Bordeaux. Llorens ist Doktor der Literaturwissenschaft und verfügt über einen Master in Informationswissenschaften mit Schwerpunkt in der Online-Traffic-Messung. Er ist ein gefragter Redner für Vorträge zum Thema Web Analytics in Handelsschulen und auf Fachkonferenzen (Bild: AT Internet).
AT Internet, seit 1995 ein wichtiger Anbieter im Bereich Digital Analytics, hilft Unternehmen, ihre Online-Performance und die Präsenz auf allen digitalen Marketingkanälen zu steuern: Web, mobile, Apps und soziale Medien. Die Digital Analytics-Lösung bietet verlässliche, valide und umfassende Daten zur Entscheidungsfindung. Dabei hat AT Internet Agilität ins Zentrum seines Innovationsprozesses gestellt, um den Kunden eine 100 Prozent modulare Lösung zu bieten.
Immer mehr Leute wenden sich von den klassischen Informationsmedien in Presse, Radio und Fernsehen ab und informieren sich stattdessen via Soziale Medien und Internet, wo sie aber vorwiegend Softnews und Unterhaltung konsumieren (Werbewoche.ch berichtete). Das Geschäft mit der globalisierten Mediennutzung wird von wenigen Tech-Giganten dominiert, Google und Facebook schöpfen den Löwenanteil der Werbeeinnahmen ab, welche den klassischen Medien verloren gehen. Einige Schweizer Medienunternehmen verdienen zwar weiterhin viel Geld, aber auf anderen Geschäftsfeldern – weshalb sie den Redaktionen mehr und mehr die notwendigen Ressourcen entziehen. Die Medienverlage hätten es bisher verpasst, jüngere Generationen für informative Medieninhalte zu gewinnen und die Gratis-Unkultur zu überwinden, so Syndicom in einer Mitteilung.
Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft diagnostiziert darüber hinaus, dass Informationsmedien für wirtschaftliche und politische Einflussnahme anfälliger werden, was sich beispielhaft an der breit übernommenen Fundamentalkritik rechtskonservativer Kreise an der SRG aufzeigen liesse.
Die bisher sechs Jahrbücher analysieren eine kontinuierlich sinkende Qualität der Medieninhalte: Am stärksten leiden die Einordnungsleistungen der Journalistinnen und Journalisten – aufgrund des finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcenmangels in den Redaktionen.
Viele Befunde des Jahrbuchs seien alarmierend und legten den Finger auf wunde Punkte, denen sich die Branche nicht verschliessen dürfe, so Syndicom. Die Medienschaffenden müssten sich vertieft mit den Veränderungen in ihrer Branche befassen, fordert die Gewerkschaft: «Sie tragen eine massgebende Rolle in Gesellschaft und Demokratie, die nicht noch weiter geschwächt, sondern endlich wieder gestärkt werden muss.» Auch die Medienschaffenden selbst müssten mit Nachdruck verlangen, dass neue Ressourcen für journalistische Arbeitsleistungen aufgebaut würden – sowohl durch eine Erhöhung der Stellen auf den Redaktionen als auch bezüglich der Arbeitsbedingungen der festangestellten und freischaffenden Mitarbeitenden.
Es bringe der Branche nichts, wenn die Redaktionen in den Chor ihrer Brötchengeber einstimmten, der die SRG zum Feindbild stilisiere. Der Service Public, der insbesondere im Informationsbereich durch die öffentlichen Kanäle erbracht werde, brauche ihre Unterstützung. Damit schmälerten sie die Funktion der privaten Medien nicht. Wenn aber einige unabhängige Medienunternehmen ihre Informationsaufgaben nicht mehr finanzieren könnten, gälte es abzuklären, unter welchen Bedingungen eine direkte Medienförderung eingeführt werden könne.
Sämtliche Partner behalten jedoch ihr Layout. Die Inhalte sollen von einer Redaktion aus Freiburg geliefert werden. Die Journalisten werden unter der Verantwortung der Zeitung La Liberté stehen. Die gemeinsame Redaktion wird im ersten Quartal 2016 eingeführt, wie die Gruppe Saint-Paul (Herausgeber von La Liberté) und die Gruppe ESH Médias (Herausgeber der anderen Titel) am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung schrieben. Die Zusammenarbeit erhöhe die redaktionellen Mittel, welche für diese Themen bestimmt seien. Die gemeinsamen Seiten erreichen rund 400'000 Leserinnen und Leser in der Romandie. Der Berufsverband Impressum zeigte sich in einer ersten Reaktion «perplex» über den Zusammenschluss. Es sei bedauerlich, dass im Zuge dieser Konzentration die Vielfalt der Presse in der Westschweiz abnehme, hiess es in einer Medienmitteilung. (SDA)
Mit der innovativen Boost-Technologie setzt Adidas einen neuen Standard betreffend Energie-Rückgewinnung beim Laufen. Statement hat mit der Kreation emotionaler Erlebnisse und klarem Produktfokus eine Community ins Leben gerufen, welche die Teilnehmer zu Ambassadoren für den Brand werden lässt. Ziel war die Schaffung einer gesunden Basis für eine organisch wachsende Lauf-Community.



#boostzuerich fokussiert sich dabei auf junge, hippe Meinungsführer der Stadt Zürich, von welchen aus der Tribe gestartet wurde. Sechs angesagte Bars stellten ihre eigenen Running Teams zusammen, bestehend aus Mitarbeitern und Stammgästen. Bei den sechs organisierten Social Runs galt es jeweils möglichst viele der Teammitglieder an den Start zu bringen und damit zu punkten. Verbunden mit gemütlichen After-Run Events in den jeweiligen Bars und einem spektakulären Abschlussevent in der Amboss Rampe mit einzigartigem Konzert, avancierte die Eventreihe zum Thema in der Stadt. Die finale Stafette im Zürcher Letzigrund Stadion war sicherlich ein weiterer Höhepunkt.

Verantwortlich bei Adidas Sport: Beat Lerch (Senior Marketing Manager), Guido Mazzolani (Manager Brand Communication), Denise Brunschweiler (Sports Marketing Manager). Verantwortlich bei Statement: Philipp Brunner, Renato Auer, Roger Gebert und Andrea Barben (Idee, Konzept, Projektleitung und Realisation), Case-Film: filmerei.ch (Verantwortlich: Sven Rufer, Thileeban Thanapalan und Veky Arnaut).
Davor war Bodo Kipper von 2000 bis 2008 für Goindustry DoveBid, eine industrielle Auktionsplattform, tätig, zuletzt als Head of Continental Europe und Mitglied der Geschäftsleitung. Als CEO der Ricardo Group wird er den weiteren Ausbau des Marktplatzgeschäftes verantworten. Christoph Brand, Leiter Digital bei Tamedia, in einer Mitteilung: «Wir freuen uns, dass wir mit Bodo Kipper einen ausgewiesenen Kenner des E-Commerce- und Marktplatzgeschäfts für die Aufgabe als Ricardo-CEO gewinnen konnten. Wir sind überzeugt, dass er die Ricardo Group weiter entwickeln und neue Wachstumsimpulse geben wird.»
Bodo Kipper folgt auf Christian Kunz, der wie bereits kommuniziert die operative Leitung der Ricardo Group auf eigenen Wunsch abgibt und in den Verwaltungsrat von Ricardo.ch wechselt. Christian Kunz stiess 2012 von Ebay International zur Ricardo Group und war in den letzten Jahren wesentlich an der erfolgreichen Entwicklung der Gruppe beteiligt.
Nicht die technischen Aspekte sollten als Entscheidungsgrundlage im Vordergrund stehen, sondern der Mensch, so wie er sich selbst einschätzt: als Einsteiger, Kenner oder Experte. Allein auf Bedürfnisse einzugehen, ist in dieser Branche nichts wirklich Neues. Die Zürcher BSW Agentur Inhalt&Form wollte die unterschiedlichen Bedürfnisse aus der Perspektive der Zielgruppe visualisieren und gleichzeitig den Kombinationsgedanken des Angebots auf den Punkt bringen. Jedes Sujet entstand aus einer Kombination von drei bis vier Menschen, teilweise auch beider Geschlechter.



Die nationale Kampagne wird auf Plakaten, in Inseraten, online, auf In-Store-TV und den Verkaufsflächen von melectronics, mobilezone und der Post gespielt.
Verantwortlich bei Migros-Genossenschafts-Bund: Christoph Vogler (Leiter Kommunikation Fachmärkte), Michel Noverraz (Leiter Kommunikation melectronics), Eva-Maria Morton de Lachapelle (Projektleitung Kommunikation), Patrick Marti (Spartenleiter melectronics), Thomas Forrer (Category Manager New Media); Philipp Marquard (Leiter Media MGB), Simone Blaser (Projektleitung Media). Verantwortlich bei Wingo: Luca Donada (Head of Sales and Marketing), Franziska Imhof (Senior Marketing & Project Manager). Verantwortlich bei Inhalt&Form: Serge Riedener (CD), Karin Estermann (Senior AD), Fabian Zahner (Text/Konzept), Raymi Mendoza (Grafik), Barbara Zingg, Manuela Marty (Beratung), Oliver Nanzig (Fotografie), Danielle Stutz (Produktion), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung).
Thomas Brunner, Professor für Konsumwissenschaften an der BFH, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, eröffnete mit seinem Referat das Symposium. Brunners Forschung beschäftigt sich unter anderem mit der Atmosphäre in Supermärkten. In einer Studie wurden anhand der drei Supermärkte Denner, Migros und Globus die Zufriedenheit der Kunden und Kundinnen untersucht.

Die Ergebnisse sind nicht überraschend: Bei Globus sind die Kunden am zufriedensten mit der Atmosphäre im Laden. Allerdings schneiden Migros und auch Denner gut ab – Denner sogar nicht signifikant schlechter als Migros. Die Bedeutung der Atmosphäre ist für einen Denner-Kunden zudem weit weniger wichtig für die Zufriedenheit als für einen Globus-Kunden. Brunner stellte fest, dass die Konsumenten mit unterschiedlichen Erwartungen in die verschiedenen Einkaufsläden gehen. «Ein Kunde von Globus erwartet klar eine schöne Atmosphäre, ein Denner-Kunde hingegen legt vor allem Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis», so Brunner.
Zu viel Auswahl für Jäger und Sammler?
Dass der Mensch immer noch Jäger und Sammler ist, dieser Ansicht ist Arnd Florack. Und dies gilt somit auch für die Konsumenten am Point of Sale. Mit einigen Beispielen zeigte der Professor der Universität Wien auf, dass der Körper sensorische Erlebnisse schon simuliert, bevor diese überhaupt stattfinden. Für Florack ist klar: «Sehen ist fast schon wie essen.» Den Unternehmen rät er, von den Verpackungen über die Farben bis hin zur Hintergrundmusik soweit wie möglich alles an dieses Prinzip anzupassen. Bei der Auswahl im Laden stellt sich eine Frage: Wann ist die Auswahl für uns Jäger und Sammler zu gross und überfordert uns? Claude Messner, Professor für Consumer Behaviour, versucht im Rahmen seiner Forschung an der Universität Bern diese Frage zu beantworten. Er untersucht, ob mehrere hintereinander gefällte Entscheidungen zufriedener machen als eine einzige komplexe Entscheidung. Seine bisherigen Ergebnisse zeigen, dass bei anspruchsvollen Entscheidungen mit vielen Auswahlmöglichkeiten mehrere, kleinere Entscheidungsschritte zufriedener machen als eine einzelne Entscheidung. Er selbst nennt dies das «Starbucksprinzip». Einschränkungen gebe es, wenn eine klare Vorliebe da sei, dann sei eine einzelne Entscheidung besser, so Claude Messner am Symposium.
Vom Apfel zum Wein
Nach der Mittagspause führte Christine Brugger die Teilnehmenden in die Welt der sensorischen Beschreibungen, der sogenannten «Sensory Claims», ein. Seit einigen Jahren forscht Brugger auch international in diesem Bereich, unter anderem am Beispiel des Apfels. Brugger vertritt die Meinung, dass am Point of Sale bei den Äpfeln noch einiges gemacht werden könnte, so dass Kunden entsprechend ihren Vorlieben das grosse Spektrum an Äpfeln kennen lernen und gezielt ihnen zusagende Sorten auswählen können.
Nach den Äpfeln lernten die Symposiumsteilnehmenden mehr über den Wein. Wein ist das grosse Thema von Ruth Fleuchaus, Professorin an der Hochschule Heilbronn. Fleuchaus nimmt an, dass nur rund drei Prozent aller Weintrinkenden wirkliche Weinkenner sind. Somit ist der Grossteil der Weintrinkenden auf Unterstützung angewiesen. Die Professorin fand denn auch, dass der Detailhandel noch einiges machen könnte, um die Konsumenten beim Weinkauf zu unterstützen.
Wie Coop führt und verführt
Zum Abschluss des Symposiums stellte Coop die Verführungen am Point of Sale vor. Bruno Maeder, für das Category Management der Verkaufsregion Bern zuständig, zeigte gemeinsam mit Rea Flückiger auf, wie der Detailhandel die Konsumenten durch den Einkauf führt und eben auch verführt: Mit Samplings und Degustationen gelingt es grossen Detail-händlern, Entscheidungen am Point of Sale zu beeinflussen. Oft entspricht deshalb der Inhalt der Einkaufstüte schliesslich nicht mehr dem, was auf dem Einkaufszettel stand – falls denn überhaupt ein solcher erstellt wurde.
Angeregt durch viele überraschende Erkenntnisse und Einsichten auch über das eigene Verhalten am Verkaufspunkt werden die Teilnehmerin-nen und Teilnehmer bestimmt schon bei ihrem nächsten Einkauf das eine oder andere Verhaltensmuster bei sich selbst erkennen – oder einen Verführungstrick der Anbieter durchschauen.
