Best of Swiss Web 2009 mit Rekordteilnahme

Fast 300 Projekte sind ins Rennen um den diesjährigen Best of Swiss Web-Award eingereicht worden. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber 2008.

Rekordteilnahme bei Best of Swiss Web 2009: Fast 300 Projekte sind ins Rennen um den diesjährigen Best of Swiss Web-Award eingereicht worden. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber 2008. Besonders begehrt seien diesmal die Auszeichnungen in den Kategorien Creation, Online Marketing, Online and Mobile Campaigns und Usability, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Jury bewertet nun die Eingaben. Mitte Februar werden die Nominationen für den Master 2009 und die Shortlist mit den herausragenden Projekten bekannt gegeben.
Die Award-Night am 2. April 2009 steht im Zeichen des Spezialthemas «Women Wired in Web». Die Gäste erwartet ein Programm mit festlichem Diner und der Wahl des Master of Swiss Web 2009. Die letzten verfügbaren Tickets sind gleich nach der Bekanntgabe der Nominationen erhältlich.

Südostschweiz Medien gründet eigene Allmedia-Gesellschaft

Südostschweiz Medien gründet mit der Work4media AG eine eigene Allmedia-Gesellschaft. Ziel der neuen Firma soll es sein, die gesamte Dienstleistungspalette der Südostschweiz Medien im Werbemarkt zu präsentieren.

Südostschweiz Medien gründet mit der Work4media AG eine eigene Allmedia-Gesellschaft. Ziel der neuen Firma soll es sein, die gesamte Dienstleistungspalette der Südostschweiz Medien im Werbemarkt zu präsentieren.
Die Südostschweiz Medien will ihre Aktivitäten im Werbemarkt stärken. Zu diesem Zweck hat sie mit der Work4media AG eine Allmedia-Gesellschaft mit Sitz in Chur gegründet. Die Südostschweiz Medien reagieren damit auf den konstanten Wandel in der Medienbranche und die steigende Nachfrage nach Crossmedia-Angeboten sowie auf den positiven Entscheid des Bundesrates bei der Vergabe der Radio- und TV-Konzessionen, schreibt das von Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument geführte Medienhaus in einer Pressemitteilung vom Freitag.
Mit der Führung der Work4media AG wurde die Geschäftsleitung der Anzeigenfirma Südostschweiz Publicitas beauftragt. Zum Verwaltungsratspräsidenten wurde Lebrument gewählt. Ziel der neuen Firma soll es sein, die gesamte Dienstleistungspalette der Südostschweiz Medien gezielt und vernetzt im Werbemarkt zu präsentieren.

Bluespirit löst für Swisslos Shoppingfieber aus

Die Agentur Bluespirit hat für Swisslos eine Kampagne realisiert. Beworben wird das neue Shopping Fieber-Los, mit dem man eine volle Kreditkarte gewinnen kann.

Die Agentur Bluespirit hat für Swisslos eine Kampagne realisiert. Beworben wird das neue Shopping Fieber-Los, mit dem man eine volle Kreditkarte gewinnen kann. Bluespirit konzipierte die gesamte Shopping Fieber-Kampagne, vom Design der ersten vier Lose über TV-, Kino- und Radiospot, Anzeigen bis hin zur POS-Umsetzung für zahlreiche Kioske, Tankstellen und Restaurants.
Für die Umsetzung der Bilder konnte laut Mitteilung der Agentur der Illustrator Jason Brooks gewonnen werden. Der TV-Spot zeigt die verführerische Vorstellung, mit einer vollen Kreditkarte in den schönsten Mode-Metropolen zu shoppen. Bei der Produktion des Spots setzte Bluespirit auf die Animation von Motion Design Studio Boutiq und das Soundcatering von Philipp Scherrer.
> Zum Spot
Die Kampagne startet am 24. Januar und läuft über drei Wochen im Fernsehen, Kino, Radio und verschiedenen Printmedien.
Verantwortlich bei Swisslos, Interkantonale Landeslotterie: Mark Lauber, Jessica Wassermann (Marketing). Verantwortlich bei Blue Spirit Communications AG: Gerry Flückiger (Gesamtverantwortung), Alban Haas, Manuela Rocchese (Beratung), Peter Trüb (CD), Tizian Walti (Konzept, Text), Fritz Kreis (AD), Manuel Griestock (Grafik). Produktion: Boutiq. Illustration: Jason Brooks. Tonstudio: Tonstudios Z.
1290582097_img090123_swisslos_kampagne1
1290582097_img090123_swisslos_kampagne2
1290582097_img090123_swisslos_kampagne3
1290582097_img090123_swisslos_kampagne_4
1290582097_img090123_swisslos_kampagne5
1290582097_img090123_swisslos_kampagne6

Google wächst trotz Wirtschaftskrise

Der Internetriese Google setzt sein rasantes Wachstum auch in der Rezession fort. Starke Werbeeinnahmen bescherten dem Suchmaschinenbetreiber am Jahresende zudem einen unerwarteten Gewinn.

Der Internetriese Google setzt sein rasantes Wachstum auch in der Rezession fort. Starke Werbeeinnahmen bescherten dem Suchmaschinenbetreiber am Jahresende zudem einen unerwarteten Gewinn, wie die SDA am Freitag meldete. Google reiht sich damit in die kleine Gruppe von Technologieunternehmen ein, die in der Wirtschaftskrise positiv überraschen: Auch Apple und IBM haben ihre Gewinne gesteigert, während der US-Softwareriese Microsoft die Erwartungen enttäuschte und am Donnerstag den Abbau von 5’000 Stellen ankündigte.
Der Google-Umsatz stieg im vierten Quartal um 18 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Das ist zwar weit von Googles früheren Wachstumsraten entfernt – der Konzern legte oft rund 50 Prozent im Jahr zu. Branchenexperten sprechen dennoch von einer äusserst respektablen Leistung angesichts der desolaten wirtschaftlichen Lage und der Kürzungen in den Werbebudgets vieler Firmen. 67 Prozent des Umsatzes wurden über konzerneigene Seiten wie Google.com erlöst – ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während sich in Grossbritannien, dem zweitgrössten Google-Markt, wegen des schwachen britischen Pfunds «gewisse Schwächen» gezeigt hätten, sei im übrigen Europa ein besseres Ergebnis erzielt worden.
Mehr bezahlte Klicks
Vor allem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden habe Google stark abgeschnitten. Die Zahl der bezahlten Klicks – ein Massstab dafür, wie oft Google für neben seinen Suchergebnissen platzierte Werbung bezahlt wird – stieg im abgelaufenen Quartal um 18 Prozent. Abgesehen von einmaligen Ausgaben verdiente Google 5.10 Dollar je Aktie, während Analysten lediglich mit 4.95 Dollar gerechnet hatten. Unter dem Strich ging der Reingewinn allerdings wegen Abschreibungen auf die Beteiligungen an Clearwire und die Time Warner-Sparte AOL auf 382 Millionen Dollar von 1,21 Milliarden Dollar zurück.

Zattoo: Verträge mit verschiedenen Online-Vermarktern abgeschlossen

Das Online-TV Zatoo hat in den letzten Monaten Vermittlungsverträge mit verschiedenen Schweizer Vermarktern für Online-Werbung abgeschlossen, so mit Admazing, Adlink und IP Multimedia von Goldbach Media, Serranetga und Web2com.

Das Online-TV Zatoo hat in den letzten Monaten Vermittlungsverträge mit verschiedenen Schweizer Vermarktern für Online-Werbung abgeschlossen, so mit Admazing, Adlink und IP Multimedia von Goldbach Media, Serranetga und Web2com. Werbekunden und Agenturen hätten die freie Wahl, ob sie mit ihrem bevorzugten Vermarkter oder direkt mit Zattoo arbeiten wollten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Art der Zusammenarbeit könne von Fall zu Fall entschieden werden. «Die Zusammenarbeit läuft gut, das Feedback vom Markt ist sehr positiv», wird Nick Brambring, Leiter der Märkte Schweiz und Deutschland in der Mitteilung zitiert.

Sulzer, Sutter lässt Fiat vor Freude in die Luft springen

Die Leser der Auto Illustrierten haben entschieden: Zum zweiten Mal in Serie wird der Fiat 500 zum Best Car 2009 in der Kategorie Mini Cars gewählt. Die Zürcher Agentur Sulzer, Sutter hat dazu eine Anzeige entwickelt.

Die Leser der Auto Illustrierten haben entschieden: Zum zweiten Mal in Serie wird der Fiat 500 zum Best Car 2009 in der Kategorie Mini Cars gewählt. Die Zürcher Agentur Sulzer, Sutter hat dazu eine Anzeige entwickelt. Diese ist am 23. Januar in der Auto Illustrierten zu sehen.
Verantwortlich bei Fiat Group Automobiles Switzerland SA: Susana Prado (Marketing Manager Fiat), Samuel Engeli (Communication Manager Fiat). Verantwortlich bei Sulzer, Sutter: Roland Sutter (Managing Director), Michael Kathe (CD), Florian Bachofen (AD), Katja Wölfel (Text), Giusi Brullo (Beratung).
img090123_sulzer_sutter_fiat

Heineken: Gerüstet für den Super Bowl 2009

Die holländische Brauerei Heineken hat genau zum richtigen Zeitpunkt eine aufwendige Werbekampagne lanciert. Einige ihrer unterhaltsamen Spots werden am 1. Februar auch während dem Football Super Bowl zu sehen sein.

Die holländische Brauerei Heineken hat genau zum richtigen Zeitpunkt eine aufwendige Werbekampagne lanciert. Einige ihrer unterhaltsamen Spots werden am 1. Februar auch während dem Football Super Bowl zu sehen sein.
Mit einem Spot, der sich um die nicht ganz so geheimen Laster des weiblichen sowie des männlichen Geschlechts dreht, ist die Amsterdamer Agentur TBWA/Neboko derzeit überall im Gespräch. In dem Werbefilm für die Biermarke Heineken präsentiert eine Frau ihren Freundinnen während einer Einweihungsparty stolz ihre neue Wohnung. Ihr ganz besonderer Stolz: ein begehbarer Kleiderschrank. Die Freundinnen jauchzen vor Entzückung. Allerdings werden ihre Begeisterungsbekundungen aus einem anderen Zimmer übertönt. Schnitt. Dort jubeln die Männer über einen als Heineken-Bier-Kühlraum eingerichteten Raum gleichen Ausmasses.
In einem weiteren neuen Heineken-Spot sieht man Schauspieler John Turturro, der einen philosophischen Monolog über die Kunst des «zu sich Nehmens» hält und dabei durch die Weltall-Landschaft des Rose Center for Earth and Space in New York wandert. Ein ähnlicher Spot, ebenfalls mit dem von so legendären Filmrollen wie der des Bowling-Asses Jesus in «Big Lebowsky» bekannten Darstellers , soll am 1. Februar auch während einer Werbeunterbrechung des Super Bowls zu sehen sein. Die Turturro-Werbespots wurden von der amerikanischen Agentur Wieden + Kennedy realisiert.

Forster Film gewinnt an den New York Festivals viermal Gold

Die Winterthurer Produktionsfirma Forster Film hat mit «Selma!» vier World Gold Medals an den New York Festivals 2009 gewonnen.

Die Winterthurer Produktionsfirma Forster Film hat mit «Selma!» vier World Gold Medals am Festival für Auftragsfilme New York Festivals 2009 gewonnen. Der Kurzfilm zum Thema Menschenrechte, der im Auftrag der Genfer Organisation Ecole Instrument de Paix (EIP) für den Schulunterricht entstand, gewann Gold für Beste Regie, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Narration/Performance sowie den Kategoriensieg für Filme zu gesellschaftlichen Themen. «Selma!» ist Teil der DVD «Droits et Libertés Tout Courts» mit Filmen von sechs Schweizer Nachwuchsregisseuren, die von der Lausanner Agentur Base Court produziert worden ist.
Für Regie und Drehbuch von «Selma!» zeichnet Bernie Forster verantwortlich, der bereits den Goldenen Edi und Grand Prix Victoria der Internationalen Wirtschaftsfilmtage gewonnen hat. Das Schauspielerensemble, das ebenfalls mit einer World Medal ausgezeichnet wurde, wird von Nadine Landert angeführt.

BZ: 13 Entlassungen wegen Verschiebung des Zeitungsdrucks nach Aarau

Die Basellandschaftliche Zeitung wird künftig in Aarau bei der AZ Medien Gruppe gedruckt. Die Liestaler Firma Lüdin stellt den Zeitungsdruck Ende Mai ein. 17,5 Vollstellen werden abgebaut. Von den betroffenen 21 Personen werden 13 entlassen.

Die Basellandschaftliche Zeitung wird künftig in Aarau bei der AZ Medien Gruppe gedruckt. Die Liestaler Firma Lüdin stellt den Zeitungsdruck Ende Mai ein. 17,5 Vollstellen werden abgebaut. Von den betroffenen 21 Personen werden 13 entlassen.
Die Zeitungsdruckanlage und speziell die Vertriebsanlage seien am Ende ihres Lebenszyklus angelangt, teilte das Unternehmen gemäss SDA am Freitag mit. Ersatzinvestitionen am Standort Liestal seien nicht geplant. Ursprünglich sei diese Ablösung auf 2010 vorgesehen gewesen. Das Vorziehen sichere die Produktionssicherheit.
Für 8 der 21 Betroffenen seien im Baselbieter Kantonshauptort intern andere Stellen gefunden worden. Für 13 jedoch sei «die Entlassung leider unumgänglich». Ein Sozialplan liege vor. Lüdin werde bei der Suche nach einem neuen Job helfen. Die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) gehört seit Ende 2007 der AZ Medien AG. Nicht tangiert von der Verschiebung des Zeitungsdrucks zu Mittelland Zeitungsdruck sind laut Communiqué die übrigen Abteilungen von Lüdin. Die Zeitung profitiere auch insofern von diesem Schritt, als künftig «unbegrenzte Farbmöglichkeiten» bestünden und die Umfänge flexibler seien.
Die Eigentümerfamilie Lüdin hatte die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) nach 175 Jahren Selbständigkeit Ende Dezember 2007 an die AZ-Gruppe verkauft, um die Zukunft der Tageszeitung zu sichern. Die ebenfalls interessierte Basler Zeitung war abgeblitzt. Die BZ hatte damals eine Auflage von 22’579 Exemplaren. Der Mittelland Zeitung-Verbund der AZ-Gruppe hatte damals eine Auflage von insgesamt 207’531 Exemplaren. Die Redaktion der BZ ist in Liestal geblieben.

Gemi: Internet wächst im Dezember um 13 Indexpunkte

Gemäss Goldbach Index (Gemi) setzt der Werbedruck beim Medium Internet die markante Steigerung im Dezember mit 13 gewonnenen Indexpunkten fort, wodurch der Jahreszuwachs 2008 112 Indexpunkte beträgt.

Gemäss Goldbach Index (Gemi) setzt der Werbedruck beim Medium Internet die markante Steigerung im Dezember mit 13 gewonnenen Indexpunkten fort, wodurch der Jahreszuwachs 2008 112 Indexpunkte beträgt.
Der Gemi zeigt im Dezember bei dem durch Media Focus für alle Medien erfassten Werbedruck ein bereits gewohntes Bild: Das Internet vermag sich auch im letzten Monat des Jahres um ganze 13 Indexpunkte auf 369 zu steigern. Das Total der eMedien bleibt im Berichtsmonat mit einem Indexpunkt im Minus, während alle erfassten Medien mit 194 Indexpunkten einen Gleichstand ausweisen.
Das Fernsehen muss im Dezember ein Minus von 3 Indexpunkten auf 450 hinnehmen, der Werbedruck des Mediums Radio bleibt mit 246 Punkten gleich und Teletext steigt um einen Indexpunkt auf 155.
Für das gesamte Jahr 2008 konnten TV um 26, Internet um 112, Teletext um 22, alle eMedien zusammen um 28 und das Total aller Medien um 6 Indexpunkte zulegen. Im Minus schlägt nur das Radio mit 6 Indexpunkten zu Buche.

Deutsche Bundesprüfstelle sperrt Magersucht-Blog

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) hat erstmals einen Blog im Internet gesperrt, der Anorexia Nervosa, besser bekannt als Magersucht, positiv darstellt und glorifiziert. Es handelt sich um den Blog einer Minderjährigen, die der sogenannten Pro-Ana-Szene angehört.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) hat erstmals einen Blog im Internet gesperrt, der Anorexia Nervosa, besser bekannt als Magersucht, positiv darstellt und glorifiziert. Es handelt sich um den Blog einer Minderjährigen, die der sogenannten Pro-Ana-Szene angehört.
Die Bundesprüfstelle argumentiert, dass die Bloginhalte das Elternrecht und die Elternpflicht unterwanderten, ihre Kinder zu erziehen. Sie gefährdeten und behinderten nachhaltig die Erziehung Jugendlicher zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Der Blog sei jugendgefährdend, weil es ein Verhalten verherrliche und verharmlose, das zu körperlichen Schäden führen kann.
Der Beschluss des BPJM wird gemäss 20 Minuten von Juristen heftig kritisiert. Allein im Lawbog sollen sich hunderte von Kommentaren zu der Meldung finden. Viele sprechen in diesem Zusammenhang von Zensur. Zensur sei niemals gut und schon gar nicht, wenn sie so willkürlich stattfinde, nur weil eine staatlich beauftragte Stelle beschliesse, dass es so sei, lautet einer der Kommentare.
Es soll aber auch Stimmen der Bloggerszene geben, die den Entscheid des BPJM befürworten. So zum Beispiel Johnny Haeusler, der Mann hinter dem deutschen Blog Spreeblick: «Bei der Indizierung einer solchen Site geht es nicht darum, ein Anorexie-Forum zu sperren, vielmehr hat sich im Netz ein Kult entwickelt, der Magersucht zu einer Religion erhebt {…}» wird er in der Gratiszeitung zitiert.

Französische Presse: Sarkozy kündigt Strukturreformen und Millionenhilfe an

Präsident Nicolas Sarkozy will der französischen Presse unter die Arme greifen. Mit Steuermillionen und einer Strukturreform soll sie dauerhaft rentabel gemacht werden.

Präsident Nicolas Sarkozy will der französischen Presse unter die Arme greifen. Mit Steuermillionen und einer Strukturreform soll sie dauerhaft rentabel gemacht werden.
Die Presse sei schon vor der Krise in der Krise gewesen, sagte Sarkozy am Freitag. Für 2009 seien nun ihre wirtschaftlichen Bedingungen zusammengebrochen. «Die erste Bedingung für die Unabhängigkeit der Presse ist, Geld zu verdienen», sagte der französische Präsident weiter. Der Staat müsse sich der Branche mit 100’000 Mitarbeitern genauso annehmen wie der krisenhaften Autobranche. Als Ergebnis mehrmonatiger Debatten der Medienvertreter schlug Sarkozy ein Dreijahresprogramm für die Modernisierung der Presse vor. Als «erste Baustelle»
nannte er das Internet und die entsprechende technologische Anpassung.
Neben privaten Investitionen und der Schaffung eines Statuts der Internetpresse seien öffentliche Investitionen nötig. Die Online-Titel sollen von der Gewerbesteuer befreit werden. Ausserdem werde er sich in Brüssel für eine Senkung der Mehrwertsteuer einsetzen. Als weiteren Hebel nannte Sarkozy das Mäzenatentum: Fonds sollen steuervergünstigt in Presse- und Online- Titel investieren können wie in kulturelle Werke.
Als «zweite vorrangige Baustelle» bezeichnete Sarkozy die Modernisierung des Vertriebs. Der Staat werde die Unterstützung für das Austragen von Zeitungen von acht auf 70 Millionen Euro erhöhen sowie im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfe bei Steuern und Abgaben, Zuschüssen für die Modernisierung und bei der Schaffung neuer Verkaufsstellen gewähren.
get_footer();