«Pimp my country» bei .ch: Werber üben die Geistige Landesverteidigung

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Nichtrauchen: Eigentlich logisch

Heute läuft die Anti-Rauchen-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit an. Für die zehn TV-Spots und sieben Inseratesujets zeichnet By Heart/cR Kommunikation verantwortlich.

Wir haben’s ja geahnt: Rauchen ist nicht mehr modern. Während die Schweiz noch um ein allgemeines Rauchverbot in Beizen und Restaurants ringt, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) heute seine landesweite Tabakpräventionskampagne lanciert. Das Ziel der Kampagne: Raucher zum Aufhören zu bewegen und Nichtraucher in ihrem Verzicht auf die «Zigi» zu bestärken. Angesichts der Schäden, die Rauchen verursacht «eigentlich logisch». Genau das ist das Resümee von vier Promis und zwölf nicht prominenten Testimonials in zehn TV-Spots und sieben Inseratesujets in Deutsch, Französisch und Italienisch – und gleichzeitig der Slogan der Kampagne.

Rauchen ist out
Bei den 18-sekündigen TV-Spots stehen Erfahrungen mit dem Rauchen im Mittelpunkt. Die emotionalen, im Reportagestil gedrehten Filme zeigen zum Beispiel Renate Moser, Tochter eines Rauchers, die im Spital um ihren Vater bangt. Den Kopf gesenkt sinniert sie darüber, ob es nicht besser wäre, wenn Zigaretten nie erfunden worden wären. Sie schliesst mit dem Statement «eigentlich logisch» und blickt dem Spotbetrachter dabei direkt in die Augen. Dieser Blick trifft. So funktionieren auch die anderen neun Spots, die die ganze Palette der Erfahrungen mit dem Rauchen beleuchten. Zu Wort kommen der Teeny Tarek, der wieder leidenschaftlich geküsst wird, seit er auf Zigaretten verzichtet, die rauchende Mutter, die sich wünscht, dass ihre Tochter nie einen Glimmstängel in den Mund nimmt oder eine Frau, die ihren Mann durchs Rauchen verloren hat. Aber nicht alle Spots drücken auf die Tränendrüse: Zum Schmunzeln bringt beispielsweise der Film mit der über 90-jährigen Margrit Stebler-Schweri, die feststellt, dass man früher rauchen musste, um trendy zu sein, während heute nur Nichtrauchen wirklich cool ist.
Die Inserate arbeiten ähnlich wie die TV-Spots mit prominenten und nicht prominenten Testimonials, die Statements zum Rauchen abgeben. Jeweils zur Aussage passende Ergebnisse von BAG-Studien liefern Fakten, die die Statements unterstreichen. Und natürlich pointieren auch die Inserate weiss auf blau: «Eigentlich logisch», kombiniert mit der geknickten Zigarette, die bereits von der BAG-Kampagne des vergangenen Jahres bekannt ist.

Alles ist echt
Besonderen Charme bekommt die Kampagne dadurch, dass alle Testimonials «echt» sind. Die Erfahrungen und Schicksale, die in den Spots und Inseraten geschildert werden, sind real. Gewinnen konnte By Heart/cR Kommunikation die Personen durch ein Casting. «Unsere Testimonials geben einen sehr privaten Teil von sich preis», sagt Hans Siegwart, Creative Direction von By Heart. «Aber es war nicht unser Ziel, Leidende blosszustellen. Die Statements stammen wirklich von diesen Menschen und sie wollten sich auch alle aus eigenem Antrieb an der Aufklärungskampagne beteiligen. Das macht die Spots und Inserate so authentisch.» Besondere Kraft erhält die Kampagne auch dadurch, dass den Aussagen Prominenter und nicht Prominenter gleiches Gewicht beigemessen wird: Renate Moser steht neben Stéphane Chapuisat, Barbara Meier neben Sabina Schneebeli, Diego Benaglio und Dimitri.
Die Kampagne läuft ab sofort bis Ende Mai, ausserdem im August und Oktober. Die Spots sind bei allen grossen und regionalen Fernsehsendern in der ganzen Schweiz zu sehen, die Inserate werden in allen grossen Zeitungen und Zeitschriften geschaltet. Kurzspots laufen auf E-Boards in Bahnhöfen, zwei der TV-Spots werden ausserdem im Kino zu sehen sein.

Anne-Friederike Wilhelm

> Zum Spot Wartesaal
> Zum Spot Chapuisat
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> Zum Spot Hinterbliebene Frau
> Zum Spot Junger Vater
> Zum Spot Spitalbesuch
> Zum Spot Mann im Zug
> Zum Spot Alt, aber modern
> Zum Spot Junges Paar
> Zum Spot Gemeinsamer Ausstieg

Verantwortlich beim Bundesamt für Gesundheit (BAG): Adrian Kammer (Kampagnenleiter BAG), Albert Gemperle (Projektleiter Tabak-Kampagne). Verantwortlich bei By Heart/cR Kommunikation: Stefan Batzli (Leitung, Strategie), Hans Siegwart (CD), Markus Bircher (Konzeption), Sonja Wolf (AD), Rolf Burkhard (Text), Peter Krebs (Client Service Direction), Vérène Gaillard Christen, Misha Gambetta (Beratung), Dominik Mory (Produktionsmanagement), Natascha Breu (Realisation), Thomas Perret (Web). Verantwortlich bei Encore Pictures: Simon Jaquemet (Regie), Jürg Steudler (Produzent), Simon Guy Fässler (Camera), Peter Bräker (Sounddesign), Niels Vije (Casting & Produktionsleitung), Claudio Cea (Schnitt). Postproduktion: Analyze. Labor: EgliFilm.
Eke Miedaner, Rémy Steinegger (Fotos), RTK (Lithos), Bart Wasem, LeMob (E-Boards), Thomas Rüttimann, ZipMedia (Media).

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KünzlerBachmann ist neuer Vertriebspartner von Microm

KünzlerBachmann Directmarketing hat den Vertrieb Schweiz des deutschen Consumer-Marketing-Anbieters Microm übernommen. Damit baut das St. Galler Unternehmen seine Marktposition im Direktmarketing weiter aus.

KünzlerBachmann Directmarketing (KBDM) hat den Vertrieb Schweiz des deutschen Consumer-Marketing-Anbieters Microm übernommen. Mit dem gewonnenen Kompetenzzuwachs baut das St. Galler Unternehmen seine Marktposition im Direktmarketing weiter aus. Microm ist ein Unternehmen der Creditreform-Gruppe mit Hauptsitz in Neuss. Die Firma hat ihre Schweizer Niederlassung von Zürich nach St. Gallen verlegt.

Bezirksgericht Zürich: Unternehmer wegen Nötigung schuldig gesprochen

Das Bezirksgericht Zürich hat einen Unternehmer aus Winterthur wegen Nötigung schuldig gesprochen. Er hatte einen Journalisten bedroht, um einen kritischen Artikel im Beobachter zu verhindern.

Das Bezirksgericht Zürich hat einen Unternehmer aus Winterthur wegen Nötigung schuldig gesprochen. Er hatte im Juni 2008 einen Journalisten bedroht, um einen kritischen Artikel im Beobachter über Krankenkassenversicherungen zu verhindern, bei dem auch die Aktivitäten des Versicherungsunternehmers aus Winterthur beleuchtet werden sollten.
Als der Unternehmer beim Gegenlesen des Artikels bemerkte, dass der Bericht auch kritische Punkte gegen seine Firma enthielt, forderte er den Journalisten per Fax auf, den Artikel nicht zu veröffentlichen. Andernfalls würde er ihm einen zu erwartenden Schaden von rund zehn Millionen Franken in Rechnung stellen. Danach suchte der Beschuldigte den Journalisten auch an dessen Arbeitsort in Zürich und später an dessen Wohnort auf. Als er bei seinen Druckversuchen auch noch dessen Frau und die Kinder ins Visier nahm, verzichtete der Journalist schliesslich aus Angst um seine Angehörigen auf eine Veröffentlichung des Berichts.

Bedingte Geldstrafe
Das Gericht befand, dass der 57-Jährige auch andere Möglichkeiten gehabt, den geplanten Artikel zu verhindern – etwa im Rahmen einer superprovisorischen Verfügung – und verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 50 Franken. In der Verhandlung im Januar vor Bezirksgericht Zürich hatte die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Sanktion von 60 Tagessätzen zu 150 Franken verlangt. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte auf Freispruch.

Zu guter Letzt: Über Facebook und die Tücken des Internets

«Alles, was Sie hier reintippen, kann und wird eventuell wirklich gegen Sie verwendet werden.». So oder so ähnlich könnte es bald auf dem Login zu Facebook aussehen.

«Alles, was Sie hier reintippen, kann und wird eventuell wirklich gegen Sie verwendet werden.». So oder so ähnlich könnte es bald auf dem Login zu Facebook aussehen – sind wir es doch gewohnt, dass uns jeden Tag zig Warnschilder und –hinweise vor unserem eigenen Leichtsinn zu beschützen versuchen. Diese Botschaft hätte eventuell auch einer 31-jährigen Versicherungsangestellten den Arbeitsplatz sichern können. Die Frau hatte sich bei ihrem Arbeitgeber krank gemeldet mit der Begründung, sie müsse wegen einer Migräne im Dunkeln liegen und könne nicht am Bildschirm arbeiten. Krank zu Hause konnte es die Frau dann doch nicht lassen und nahm Kontakt auf mit ihren Facebook-Freunden. Ihr Internetbesuch wurde vom Arbeitgeber entdeckt, was sie schiesslich ihre Stelle kostete.
Die Facebook-Aktivität sei zufällig entdeckt worden, verteidigte sich der Arbeitgeber, gegenüber 20 Minuten. Eine systematische Überprüfung gebe es nicht. Trotzdem, grundsätzlich gilt, auf der Hut zu sein: Zum eigenen Facebook-System gehören nicht nur hinzugefügte oder potenzielle Freunde, sondern auch Arbeitgeber und viele mehr. Auch wenn diese nicht zum eigentlichen System gehören, ist es wahrscheinlich, dass sie den systemspezifischen Code entziffern können.

EWZ-Ökostrom: Tierische Wahlkampagne

Die Kreativen der Agentur Draftfcb/Lowe Group haben für ihren Kunden EWZ eine Kampagne lanciert. Diese soll die Stadtzürcher auf das Thema Ökostrom sensibilisieren.

Die Kreativen der Agentur Draftfcb/Lowe Group haben für ihren Kunden EWZ eine Kampagne lanciert. Diese soll die Stadtzürcher auf das Thema Ökostrom sensibilisieren und möglichst viele zum Kauf ökologisch höherwertiger Stromprodukte motivieren. Die Kampagnensujets zeigen engagierte Tiere, die mit Propaganda-Material für die Erhaltung ihres Biotops demonstrieren und nach Anhängern des ökologischen Stroms suchen. Die von Fotograf Thomas Mangold kreierten Bilder zeigen zum Beispiel einen Bartgeier, der Flugblätter aus der Luft abwirft, oder eine Schleie, die mit wehender Fahne durch die regionalen Gewässer zieht.
Die Ökostrom-Kampagne startet mit mehreren Motiven, die in Inseraten, auf Plakaten, Bushängern und in Floating-Internetbannern zu sehen sind. Zudem sind die tierischen Helden auch auf Facebook und haben eine Fanpage für ein ökologischeres Zürich gegründet. Diese führt zu den detaillierten Informationen auf der Ökostrom-Website von EWZ. Im Mai folgt ein personalisierter Mailing-Versand mit einem individuellen Angebot für Kundinnen und Kunden.

Verantwortlich bei den EWZ: Harry Graf, Jacqueline Verjee, Rolf Bleiker. Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Daniel Comte (Executive Creative Director), Nicolas Vontobel (CD), Frédéric Nogier (AD), Ivan Madeo (Text/Konzept), Christoph Bögli, Melanie J. Auerbach (Art-Buying), Stefan Naef, Sarah Dovlo (Strategie), Aline Litchenhaus (Beratung). Fotografie: Thomas Mangold. Online: Future Connection, Serranetga.

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SDA: Neue Struktur auf Direktionsebene

Die Schweizerische Depeschenagentur verbreitert ihre Führungsebene. Neu zur Geschäftsleitung gehören nebst dem bisherigen Vorsitzenden Markus Schwab und Chefredaktor Bernard Maissen nun auch Marc-Henri Jobin, Leiter Finanzen, Technik und Personal, sowie Marketingleiter Hardy Jäggi.

Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) passt ihre Strukturen auf Ebene Konzernleitung an. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung und Finanzchef, Markus Schwab, widmet sich neu strategischen Fragen auf Gruppenebene. Für die Inhalte der Firmengruppe zeichnet Chefredaktor Bernard Maissen verantwortlich. Der 48-jährige gehört nach wie vor der Geschäftsleitung des SDA-Mutterhauses an.
Zugleich wird die Führungsebene des Mutterhauses verbreitert. Der neu geschaffenen erweiterten Geschäftsleitung gehören Marketingleiter Hardy Jäggi und Marc-Henri Jobin an. Der 49-jährige Jobin, bisher Leiter der französischsprachigen Redaktion und stellvertretender Chefredaktor, gibt diese Funktionen ab. Er leitet neu die Abteilungen Finanzen, Technik und Personal. Jäggi und Jobin sind direkt der zweiköpfigen Geschäftsleitung unterstellt. Peter Müller, zuständig für besondere Mandate, bleibt Mitglied der SDA- Geschäftsleitung bis zu seiner Pensionierung im März 2010.
Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund einer neuen Strategie und des sich wandelnden Marktumfeldes, wie die Agentur am Sonntag mitteilte. Die SDA-Gruppe besteht aus der Nachrichtenagentur SDA sowie diversen Tochtergesellschaften. Dazu gehören unter anderem die Sportinformation (Si), die AG für Wirtschaftspublikationen (AWP), die Bildagentur Keystone sowie der Originaltext-Anbieter news aktuell (Schweiz).

Mn mss sparn wo mn knn

Der ADC Deutschland hat am Samstag in Berlin die Nägel für die besten Arbeiten 2008 verteilt. 7‘000 Kreationen wurden bewertet. Darunter auch Einsendungen aus der Schweiz. Zwei silberne Nägel sowie eine Auszeichnung gehen an Pius Walker, je eine Auszeichnung auch an Spillmann Felser Leo Burnett sowie Euro RSCG Zürich. Rund um den Award diskutierte ein Kongress das Thema Kreativität gegen Krise.

Der ADC Deutschland hat am Samstag in Berlin die Nägel für die besten Arbeiten 2008 verteilt. 7‘000 Kreationen wurden bewertet. Darunter auch Einsendungen aus der Schweiz. Zwei silberne Nägel sowie eine Auszeichnung gehen an Pius Walker, je eine Auszeichnung auch an Spillmann Felser Leo Burnett sowie Euro RSCG Zürich. Rund um den Award diskutierte ein Kongress das Thema Kreativität gegen Krise.
«Es gab noch nie eine Krise in der Geschichte der Wirtschaft, die von Kreativen verantwortet wurde.» Das wollte Amir Kassai, der Sprecher des ADC Deutschland und Kreativchef von DDB, in seiner Laudatio festhalten. Kann aber Kreativität die Krise besiegen? – Das war die Kernfrage beim Kongress «Gipfel der Kreativität». Natürlich sehen auch in Deutschland viele eine neue Hoffnung im Internet. Das Netz kann aber erst dann optimale Resultate generieren, wenn es seinem Namen auch gerecht wird – nämlich wenn es sinnvoll vernetzt. Eine weitere Erkenntnis: Nur wer in seinen Werbebotschaften auch etwas zu sagen hat, das dem Kunden einen echten Mehrwert verspricht, wird in Zukunft seine Botschaften anbringen können. Der Werber soll mehr zum Dienstleister in Sachen Information mutieren. Wie man sich das vorstellt? Mehr darüber in der kommenden Werbewoche.
«Mn mss sparn wo mn kann.» Das hat das Magazin Max in einer Analyse zum diesjährigen Wettbewerb kommentiert. Die Trendzeitschrift hat aber mit ihrer Tradition noch nicht gebrochen und auch heuer noch während der Party kurz nach Mitternacht ein Heft mit Fotos von der Award-Show sowie sämtlichen Preisträgern verteilt. Die feiernden Kreativen in einem Hangar des stillgelegten Flughafens Tempelhof warteten diesmal allerdings vergeblich auf eine wirklich «heisse Party». Ein DJ in einer kleinen Nebenhalle – das wars dann. Dafür gab es vorher eine lecker angerichtete weisse Tomatensuppe. Hat man hier die rote Farbe gespart oder ist das jetzt die angesagte Kreativität?
Die Einsendungen zum Wettbewerb sind in diesem Jahr von rund 9‘000 Arbeiten auf 7‘000 zurück gegangen. Dazu sind auch viele der bisherigen Sponsoren abgesprungen. Als Folge davon waren an der traditionellen Ausstellung nicht mehr sämtliche Arbeiten zu sehen sondern nur noch die prämierten. «Die Miete einer grösseren Halle für eine ganze Woche lag einfach nicht mehr drin», liess sich ein ADC-Vorstand entlocken. Im Tempelhof wurde somit nur noch die «Party» angerichtet. Die Ausstellung und der Kongress sind im alten Kino Kosmos über die Bühnen gegangen. Allerdings präsentierte sich das Zentrum im alten Osten als ein äusserst stimmungsvoller Ersatz. Und die Referenten bei den Workshops waren trotz Sparmassnahmen sehr namhaft, kreativ ausgewählt und kompetent – wie zum Beispiel ein professioneller Wellensurfer aus Hawaii im Gespräch mit einem Kreativchef zum Thema Mut und Risikomanagement.
Und die Hardfacts: 323 Jurymitglieder haben in 46 Kategorien 446 Arbeiten ausgezeichnet. Damit sind «nur» 6,5 Prozent als «hochwertig» eingestuft worden. Gold hat es noch sparsamer gegeben. Der aus der Schweiz in die deutsche Kreativszene ausgewanderte Jury-Präsident Michael Preiswerk meinte dazu: «Wir suchen hier Exzellenz, Bahnbrechendes, und das gibt es nicht hundertfach.» Gewertet wurde nach sechs Kriterien. Ist die Arbeit originär und originell? Kommuniziert die Arbeit ihre Inhalte verständlich? Bewirkt sie eine Bewusstseinserweiterung? Ist die Arbeit handwerklich überzeugend? Beglückt, berührt oder bereichert sie? – Eine Auszeichnung bedeutet somit, dass die Werbung allen diesen Kriterien entspricht. Spillmann Felser Leo Burnett hat in diesem Sinn für die Idee «WOZ kauft die UBS» überzeugt in der Kategorie Ganzheitliche, innovative Kommunikation. Euro RSCG hat bei den Printanzeigen eine Auszeichnung mit «Gänsehaut» für das Zürcher Kammerorchester gewonnen.
An Walker ging eine Auszeichnung im Bereich Media für das Projekt Bindella mit dem Roman «Tanti Auguri». Dieses «Auftrags-Buch», das zuerst als Fortsetzunsgroman von Peter Zeindler in der Sonntagszeitung erschienen ist und sich dann zum Besteller in den Buchläden entwickelte, hat auch noch Silber für die Ganzheitliche Kommunikation geholt. Ein zweites Mal für Silber auf die Bühne durften Pius und Patricia Walker für ihre doppelseitige Anzeige in der FAZ mit den «Sex-Tipps» rund um das Buch «50 Erfolgsmodelle» aus dem Zürcher Buchberlag Kein + Aber. Mit all diesen Preisen erscheint die kleine Agentur Walker auf Platz 19 des Kreativ- Rankings im diesjährigen ADC Wettbewerb. Am meisten Nägel – wie die Würfel in Deutschland heissen – gingen an Jung von Matt, gefolgt von Scholz & Friends, Heimat und DDB.

Andreas Panzeri

> Zur Gewinnerliste Gold
> Zur Gewinnerliste bis Silber

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Kein & Aber, 50 Erfolgsmodelle «Liebesmodell», von Pius Walker wurde in der Kategorie «Text» mit einem silbernen Nagel ausgezeichnet.

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Die Bindella-Lokale Kampagne «Tanti Auguri», ebenfalls von Pius Walker, erhielt in der Kategorie «Ganzheitliche Kommunikation, innovative Kommunikation» einen silbernen Nagel.

Medienlese.com wird eingestellt

Der Medienweblog Medienlese.com, Teil des Zürcher Verlags Blogwerk, wird per Ende April eingestellt. Ausschlaggebend sind die düsteren Wirtschaftsprognosen sowie fehlende Perspektiven und geringe Werbeeinnahmen.

Der Medienweblog Medienlese.com, Teil des Zürcher Verlags Blogwerk, wird nach knapp drei Jahren per Ende April eingestellt. Ausschlaggebend seien die düsteren Wirtschaftsprognosen sowie fehlende Perspektiven, so Geschäftsführer Peter Hogenkamp gegenüber der Sonntagszeitung. Das Problem sei, dass Medienkritik kaum Werbekunden anziehe. Der Vorteil von Blogs – ein klar fokussiertes Zielpublikum – ziehe noch zu wenig, sagte Hogenkamp weiter.
Medienlese.com ist einer von insgesamt sieben Blogs, die der Verlag herausgibt.
Lediglich der Gadgetblog Neuerdings.com wirft Gewinn ab. Alle anderen Blogs müssen mit Beratungsmandaten querfinanziert werden. Der Medienweblog musste als unrentabelster Blog im Portfolio über die Klinge springen. Hogenkamp würde den Blog gerne verkaufen, damit er weitergeführt werden kann, heisst es weiter. Er sei mit potenziellen Käufern im Gespräch.

Zu guter Letzt: Mammut verpasst Nacktwanderern Adamskostüm

Nacktwandern, das ist seit neustem des Wanderers Lust. Jetzt nehmen sich auch die Werber des Sportbekleidungsherstellers Mammut dem Phänomen an...

Nacktwandern, das ist seit neustem des Wanderers Lust. Jetzt nehmen sich auch die Werber des Sportbekleidungsherstellers Mammut des Phänomens an. Nacktwanderer können zwar nicht mit funktionaler Sportausrüstung begeistert werden – aber vielleicht mit warmen Füssen. «Liebe Nacktwanderer, tragen Sie wenigstens gutes Schuhwerk.», heisst es auf dem Werbeplakat. Vorderhand muss sich Mammut keine Sorgen um den Absatz seiner Wanderkleider machen, der Trend konnte sich bislang bei der breiten Masse nicht durchsetzen.
Gut so, denn nackt aufzubrechen, wenn der Berg ruft, ist nicht ganz ungefährlich. Nicht nur bei Sturz, Kontakt mit Insekten oder Pflanzen droht Schlimmes, sondern auch im Falle einer Suchaktion können die Nackedeis nur schlecht von einem Helikopter aus gesichtet werden, sagte Carlo Danioth, Bergführer und Rettungschef in Andermatt gegenüber der Zeitung Sonntag. Bei Mammut überlege man sich, «für das neue Kundensegment ein atmungsaktives Adamskostüm zu entwickeln», sagte Rolf Schmid, CEO der Mammut Sports Group. Auf dem Plakat ist es bereits vorhanden, man darf gespannt sein, wie es in natura aussehen wird.

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Shortlist: Die Fotos der SAWI-Jubiläumsfeier

Eine Schule macht seit 40 Jahren Schule. SAWI, die Schmiede der Marketing-, Verkaufs, Werbe- und Kommunikationsfachleute, feierte auf der Juker Farmart in Rapperswil-Jona ihr Jubiläum.

Eine Schule macht Schule
Eine Schule macht seit 40 Jahren Schule. SAWI, die Schmiede der Marketing-, Verkaufs, Werbe- und Kommunikationsfachleute, feierte auf der Juker Farmart in Rapperswil-Jona ihr Jubiläum. Die Bildungsstätte nahm sich die Freiheit, ihre Gründung anno 1969 mit ebenso historischen Ereignissen wie etwa Yoko Onos und John Lennons Hochzeit, dem ersten Besuch Neil Armstrongs auf dem Mond oder der Watergate-Affäre rund um US-Präsident Richard Nixon gleichzusetzen. Dies darf man (augenzwinkernd) durchaus gelten lassen. Macht doch die Schule seit rund 40 Jahren aus unwissenden Laien schlaue Füchse, welche sich zum Beispiel illuster «BeraterIn in Unternehmens- und Marketingkommunikation» nennen dürfen. Solls schlichter sein, kann auch der Titel «dipl. Marketingmanager/In» erworben werden.
Unbeeindruckte Gäste
Kaum in die Geschichte eingehen wird hingehen die Feier selbst. Grund: Mangelnde Partylaune der Geladenen. Denn diese konnten sich partout nicht für die Klänge der Trompeten und Hörner der gutbürgerlichen Polizeimusik der Stadt Zürich erwärmen, welche für akustische Unterhaltung sorgte. Oder es zumindest versuchte. Die wenigen Stimmungskanonen unter den Gästen traten nämlich bereits am frühen Abend wieder den Heimweg an. Schade um die Mühe, mit welcher das SAWI das rustikale Gelände hergerichtet hatte. Die Aufmachung des Festareals verriet, dass viel Arbeit und Liebe zum Detail dahintersteckten.
Jubiläumsfeier aka «Grümpelturnier»
Zugegeben, manch einem mag die Tatsache, dass man nur durch Abgabe der Getränke- und Essensbons (jeder erhielt zwei fürs Essen und drei für Getränke) zu seiner Verpflegung kam, an ein quartierinternes Grümpelturnier erinnert haben. Die Bänke, Tombola und die Essensauswahl, welche aus Kalbsbratwürsten inklusive Büürli sowie Hörnli mit Hackfleisch und Apfelmus bestand, dürften den Eindruck denn auch bestärkt haben.
Klapproth, der Dompteur
Einzig Moderator Stephan Klapproth vermochte die lauten Gäste, die zuvor während der Rede des Ehemals-Präsidenten vom SAWI, Hans-Peter Rohner, noch unbekümmert weiterschwatzten, zum ruhigen Zuhören zu animieren. Der aufgekratzte «10vor10»-Moderator führte die Podiumsdiskussion, an der SAWI-Direktorin Pia Kasper und Ehrenprofessoren teilnahmen.
Das SAWI lehrt vieles. Leider noch nicht das Aneignen von Partylaune. Denn diese hätte der herzlichen und durchwegs gelungenen Jubiläumsfeier bestimmt einen geschichtsträchtigen Abschluss verpasst.
(Text und Fotos: Adriana Zilic)

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Torsten Tomczak, SAWI-Professor, Hans-Peter Rohner, ehemaliger SAWI-Präsident, und Marcus Schögel, SAWI-Professor (v. l.).

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Uwe Tännler, SMC-Präsident, mit Pia Kasper, SAWI-Direktorin.

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Moreno Cavaliere (l.), Publicitas, Otto Meier, designierter SAWI-Präsident.

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Stell dir vor: Du machst Musik, und niemand hört dir zu – Polizeimusik Stadt Zürich.

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Fritz Märki, SAWI-Ehrenmitglied, Monika Luck und René R. Hürlimann, SAWI-Ehrenpräsident (v. l.).

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Harry Luis Eggimann, Harry Eggimann Consulting, Ulrich H. Moser, Conavest, und Jürg Siegrist, SAWI-Schulvorstand (v. l.).

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Podiumsdiskussion mit Stephan Klapproth als Moderator.

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Sponsoren: Fabienne Meyer, Urs Wohlgemuth und Juliana Hagmann, alle von Fischer Papier (v. l.).

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Urs Keiser, Mediaxis, Gattin Corinne Keiser, Damenschneiderin, und Andy Hostettler, TBWA (v. l.)

NZZ bald mit Berner Regionalteil?

Die NZZ prüft, mit einem eigenen Regionalteil nach Bern zu expandieren. Der Entscheid dürfte davon abhängen, ob der Bund mit der Bernerzeitung fusioniert oder in ein Kopfblatt des Tagesanzeigers umgewandelt wird.

Die NZZ prüft, mit einem eigenen Regionalteil nach Bern zu expandieren. «Ein gewisses Interesse für eine NZZ mit Berner Regionalteil» bestehe, sagte die Pressestelle gegenüber der Sonntagszeitung. Ob das Projekt lanciert werde, sei aber noch offen. Der Entscheid dürfte von der Strategie der Tamedia abhängen – ob der Bund mit der grösseren Bernerzeitung fusioniert oder in ein Kopfblatt des Tagesanzeigers umgewandelt wird. Die NZZ werde sich kaum auf einen Abnützungskampf in Bern einlassen, falls sich Tamedia für das Modell «Tagi-Bund» entscheide, schreibt die Sonntagszeitung weiter. Die NZZ rechnet mit einem Potenzial von 20‘000 Exemplaren oder rund 40‘000 Lesern für die regionale Split-Ausgabe.
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