Berlusconi-Kritiker tritt als Chefredaktor zurück
Der Chefredaktor der katholischen Zeitung «L'Avvenire» ist von seinem Amt zurückgetreten. Dino Boffo kündigte am Donnerstag in einem Brief an die italienische Bischofskonferenz CEI seinen Rückzug an, wie italienische Medien berichteten.
Der Chefredaktor der katholischen Zeitung «L’Avvenire» ist von seinem Amt zurückgetreten. Dino Boffo kündigte am Donnerstag in einem Brief an die italienische Bischofskonferenz CEI seinen Rückzug an, wie italienische Medien berichteten. Als Begründung nannte er den persönlichen Angriff Zeitung «Il Giornale» auf seine Person und den darauffolgenden Medienrummel. Die Zeitung gehört zu Silvio Berlusconis Medienimperium. Seine Redaktion, wie auch sein Leben und das seiner Familie seien brutal angegriffen worden, so Boffo in dem Brief.
In den vergangenen Monaten war Ministerpräsident Berlusconi wegen angeblicher Sexgeschichten und wilder Partys mehrfach von der Kirche und auch in der Zeitung «L’Avvenire» kritisiert worden. «Il Giornale» hatte Boffo unter anderem als schwul beschimpft und ein angebliches Gerichtsurteil veröffentlicht, nach dem Boffo wegen der Bedrohung
der Ehefrau eines homosexuellen Freundes zur Zahlung einer Geldstrafe
verurteilt worden sein soll.
Berlusconi hatte sich in der vergangenen Woche von dem Artikel distanziert. Ein vorgesehenes Treffen des Ministerpräsidenten mit Kardinalstaatssekretär
Tarcisio Bertone war nach der Veröffentlichung vom Vatikan kurzfristig abgesagt worden. Italienische Medien spekulierten über eine Krise zwischen dem Vatikan und der Regierung, was allerdings von beiden Seiten zurückgewiesen wurde.
In den vergangenen Monaten war Ministerpräsident Berlusconi wegen angeblicher Sexgeschichten und wilder Partys mehrfach von der Kirche und auch in der Zeitung «L’Avvenire» kritisiert worden. «Il Giornale» hatte Boffo unter anderem als schwul beschimpft und ein angebliches Gerichtsurteil veröffentlicht, nach dem Boffo wegen der Bedrohung
der Ehefrau eines homosexuellen Freundes zur Zahlung einer Geldstrafe
verurteilt worden sein soll.
Berlusconi hatte sich in der vergangenen Woche von dem Artikel distanziert. Ein vorgesehenes Treffen des Ministerpräsidenten mit Kardinalstaatssekretär
Tarcisio Bertone war nach der Veröffentlichung vom Vatikan kurzfristig abgesagt worden. Italienische Medien spekulierten über eine Krise zwischen dem Vatikan und der Regierung, was allerdings von beiden Seiten zurückgewiesen wurde.




