China: Eigener Medienkonzern soll Image aufbessern

Die chinesische Regierung will für mehrere Milliarden Dollar einen eigenen Medienkonzern nach dem Vorbild westlicher Firmen wie News Corp. oder Time Warner gründen. Dieser soll in erster Linie das Image der Volksrepublik im Ausland aufbessern.

Den Plänen der Kommunistischen Partei zufolge werden dafür verschiedene Firmen aus den Bereichen Kultur, Unterhaltung und Nachrichten unter einem Konzerndach vereint. Die Holding soll dabei den Regeln des Marktes unterworfen sein, wie die New York Times berichtete. Die Unternehmen sollen die Möglichkeit bekommen, Projekte mit Hilfe privater Geldgeber aus der Taufe zu heben – sowohl für den inländischen Markt als auch für den Export. Wie es auf Spiegel Online heisst, gehen Experten davon aus, dass auch das Nachrichtengeschäft darunter fallen wird. In jüngster Vergangenheit hatte Peking das Staatsfernsehen nach und nach um englischsprachige Sendungen und Produktionen erweitert, die sich an ein Publikum ausserhalb Chinas richten.

Anthrazit: Auflage in einem Jahr verdoppelt

Anthrazit konnte seine Auflage in einem Jahr von 27'077 auf 56'171 verkaufte Exemplare mehr als verdoppeln. Die Wemf AG für Werbemittelforschung hat die Auflage des Magazins für den digitalen Lifestyle neu beglaubigt.

Gleichzeitig wurden Redaktion und Produktion verstärkt. Neu arbeitet der Verlag mit einem grösseren Team aus freien Fachjournalisten zusammen. Je nach Thema einer Ausgabe wird die Redaktion neu zusammengestellt. Für die Produktion zeichnet neu Jolanda Brühwiler verantwortlich. «Ich freue mich über die Auflagensteigerung in diesem wirtschaftlich schwierigen Jahr», so Verlagsleiterin Gabriela Benz in einem Mediencommuniqué vom Dienstag. Die Zeitschrift startete im Februar 2004 mit einer gedruckten Auflage von 5’000 Exemplaren. Die sechste und letzte Ausgabe dieses Jahres erscheint am 3. November und widmet sich dem Thema «Communities und Social Networking».

Arthur Rutishauser wird Mitglied der Tagi-Chefredaktion

Arthur Rutishauser, stellvertretender Chefredaktor beim Sonntag, wechselt per 1. Januar 2010 zum Tagesanzeiger. Der 44-Jährige wird als Mitglied der Chefredaktion für das Wirtschaftsressort zuständig sein.

Zudem werde der Wirtschaftsjournalist für den Tagi als Autor und Tagesleiter arbeiten. Dies teilte die Redaktion am Dienstag auf dem Onlineportal Newsnetz mit. Rutishauser ist gegenwärtig stellvertetender Chefredaktor beim Sonntag, der zu den AZ-Medien gehört. Zuvor war er Wirtschaftschef der Sonntagszeitung. Rutishauser ist Ökonom und Vater zweier Kinder.

(Bild: Keystone)

MCH Group: Zusammenarbeit mit Carat

Die Messeveranstalterin MCH Group arbeitet neu mit der Mediaagentur Carat Switzerland zusammen. Die Kooperation erstreckt sich auf die Entwicklung der Media-Strategie, die Media-Einkaufsaufgaben und das Management aller Online- und Offline-Mediamassnahmen.

Die MCH Group (vormals Messe Schweiz) ist eine internationale Live-Marketing-Gruppe. Sie ist Veranstalterin von rund 30 Messen, darunter Messen in den Bereichen Uhren und Schmuck sowie Kunst. Ihre eigene Messeinfrastruktur in Basel und Zürich umfasst eine Bruttoausstellungsfläche von insgesamt über 190’000 Quadratmetern. Sie betreibt überdies das Congress Center Basel. Mit Rufener Events in Zürich, Expomobilia in Effretikon und Winkler Veranstaltungstechnik in Wohlen bietet die MCH Group Dienstleistungen im nationalen und internationalen Messe- und Eventmarkt an.

SFLB für Floralp: Ein Loch ins Brot gestanzt

Spillmann/Felser/Leo Burnett haben für die Herbstwelle der Floralp-Kampagne ausgestanzte Inserate realisiert. Eine ausgegessene Brotscheibe soll zeigen, dass ohne die Vorzugsbutter alles links liegen bleibt.

Zur Realisation der gelochten Inserate wurde eigens ein Stanzwerkzeug hergestellt. Die Anzeigen sind zwischen Ende September und Mitte Oktober in einer jeweils dreiseitigen Schaltung in Annabelle, Das Magazin, Schweizer Familie, Schweizer Illustrierte, SI Style, Edelweiss, Illustré und L’Hebdo zu sehen. In diesem Zeitraum ist das «Lochbrot» in den 15 grössten Schweizer Städten auch als Tramhänger und in Bern zusätzlich als Fensterkleber im ÖV unterwegs. Ebenfalls im Umlauf sind dann Cards-for-free mit den Sujets «Lochbrot», «Mütschli» und «Zopf».

Verantwortlich bei Floralp: Peter Ryser (Geschäftsführer BO Butter), Martin Rüst (Leiter Werbung + Media SMP), Daniela Schmutz-Beutler (Projektleiterin Floralp SMP), Matthias Glauser (AMS Media). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Maren Beck (Text), Karin Estermann, Oli Kreienbühl (AD), Martin Spillmann, Peter Brönnimann (CD), Pam Hügli, Isabelle Meier, Sabrina Wirz (Beratung), Sebahat Derdiyok, Suzana Kovacevic (Art Buying). Fotograf: David Willen. Bildbearbeitung: Tania Willen.

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Motor Media übernimmt Moto Sport Schweiz

Der Verlag Espace Media hat für seine Motorradzeitschriften Moto Sport Schweiz und Moto Sport Suisse einen Käufer gefunden. Der Fachverlag Motor Media übernimmt die Magazine per 1. November 2009 von den Fachmedien Mobil.

Mit der Übernahme der beiden Motorradzeitschriften können 7,1 Vollzeitpensen, die sich acht Mitarbeitende teilen, gesichert werden. Über Einzelheiten des Übergangs der beiden Titel wurde Stillschweigen vereinbart. Die Motor Media GmbH mit Sitz im zürcherischen Glattbrugg ist eine Tochtergesellschaft der Druckerei Flawil. Sie ist Herausgeberin der TIR Trans News, einer unabhängigen Fachzeitschrift für den Nutzfahrzeugmarkt Schweiz sowie weiterer Fachpublikationen im Bereich Verkehr. Die Fachmedien Mobil hatten im September 2009 angekündigt, sich auf die beiden Zeitschriften Automobil Revue und Revue Automobile zu konzentrieren und für die beiden Motorradzeitschriften einen neuen Herausgeber zu suchen.

Die Cannes-Rolle 2009 ist auf DVD erhältlich

Publicitas gibt in Zusammenarbeit mit Swissfilm Association die «Cannes Lions 09 Winners Reel» heraus. Das DVD-Set beinhaltet alle ausgezeichneten Gewinnerarbeiten.

Vom diesjährigen Filmfestival in Cannes brachten die Schweizer Löwengewinner fünf Mal Bronze, ein Mal Silber und einen PR Löwen sowie nicht weniger als 23 Shortlist-Platzierungen mit nach Hause. Das Set, bestehend aus vier DVDs, kann über Publicitas.ch/canneslions bestellt werden.

Neue Lgk für Sucrisse: Den Drachen zum Leben erweckt

Die Neue Lgk setzt die Sucrisse-Kampagne für die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld fort. Ein TV-Spot mit Tag-on zeigt die Vorteile des flüssigen Zuckers beim Süssen von Getränken.

Der Spot mixt Realfilm und digital animierte Sequenzen. Er wird zwischen September und Mitte Oktober auf den SRG-Sendern, RTL und M6 geschaltet. Regie führte Henry Littlechild, gedreht und animiert wurde in London und produziert wurde der Spot durch Chocolate Films.

> Zum Spot

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Verantwortlich bei der Zuckerfabriken Aarberg + Frauenfeld AG: Josef Arnold (CEO), Beat Gerber (Leiter Marketing und Verkauf), Sandro Bieri, Sibylle Studer (Product Manager). Verantwortlich bei der Neuen Lgk: André Benker (CD), Valentina Herrmann, Stephan Wittwer, Dominic Beyeler (AD), Lukas Schmid (Text), Alfredo Trasatti, Sabina Siegrist, Raphaela Brühlmeier (Beratung). Filmproduktion: Chocolate Films, Michela Trümpi. Regie: Henry Littlechild, London. Animation: The Mill, London. Vertonung: Jingle Jungle. Media: AMS Media.

Adventure Zermatt hebt mit Zürich Tokio ab

Zum Start der Wintersaison hat Zürich Tokio den Gesamtauftritt von Adventure Zermatt kreiert. Dieser soll den neuen Outdoor-Anbieter als die etwas andere Schneesportschule auf dem Dach Europas präsentieren.

Herzstück des Erscheinungsbildes ist dabei die Website. Zudem wurden Briefschaften, Preislisten und Flyer realisiert. Das zentrale Element des Corporate Design ist der Adler. Dieser soll Freiheit, Individualität und Nähe zur Natur vermitteln und damit der Schule ein eigenständiges Profil verpassen. Geplant sind nebst diversen Angeboten auf der Piste auch kulturelle Events.

Verantwortlich bei Adventure Zermatt: Andy Aguirre Eglin (Gesamtverantwortung/Text). Verantwortlich bei ZürichTokio: Daniel Donati (CD), Niels Schäfer (AD/Grafik), Jeannine Herrmann (Grafik), Stefan Lemberger (Beratung).

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Streit um Veröffentlichung der Minarett-Plakate

Das provokative Minarett-Plakat stösst vielerorts auf Ablehnung. Die Stadt Basel hat das Sujet der SVP zur Minarett-Verbotsinitiative im öffentlichen Raum bereits verboten. Auch die Medienhäuser tun sich schwer damit, ob sie die Anzeigen veröffentlichen sollen.

Zwar hat das Pro-Komitee noch keine Anzeigen in der Presse in Auftrag gegeben, erste Verlage kündigen jedoch bereits an, sie würden das Sujet mit den Moscheetürmen, die wie Raketen aus dem Boden schiessen, nicht publizieren. Riniger lehnt die Publikation des Plakats ab: Das Inserat setze Minarette und den Islam mit Gewalt gleich, sagte Ringier-Sprecher Stefan Hackh gegenüber Bazonline.ch/Newsnetz. Ein Inserat mit einem anderen Sujet oder ein reines Wortinserat des Initiativkomitees würde man allerdings prüfen. Ob auch Tamedia auf eine Veröffentlichung verzichtet, ist noch unklar. Die Entscheidung liege bei den Verlagsleitern der einzelnen Publikationen. Man wolle insbesondere die Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKGR) abwarten, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. Die NZZ wartet ab: Wenn eine Anfrage eingehe, werde man eine Veröffentlichung in Absprache mit der Chefredaktion und Verlagsleitung prüfen, so Sprecherin Bettina Schibli.

Digitalradio: SRG schaltet weitere Radioprogramme auf

Die SRG sendet ab Mitte Oktober 2009 mehr Programme im Standard DAB+. Ab Ende 2012 sollen gesamtschweizerisch alle SRG-Radioprogramme im neuen Standard verbreitet werden.

Mit DAB+-Digitalradio wird in der Deutschschweiz neu auch World Radio Switzerland (WRS), «The first Swiss Radio in English», empfangbar sein. In der französischen Schweiz kommt das Radioprogramm DRS Musikwelle dazu. Im Tessin werden neu DRS 1 und La Première auf DAB+ zu hören sein. In Graubünden sendet die SRG bereits seit Oktober 2008 alle Radioprogramme der Deutschschweizer Programmpalette in DAB+-Format. Eine Übergangszeit bis spätestens Ende 2015 soll den Hörern den Wechsel auf DAB+ ermöglichen. Bis dahin sendet die SRG einige Programme auch noch in DAB. Die UKW-Verbreitung bleibt weiterhin bestehen.

Zu guter Letzt: Neue Sujets für die Sonntagszeitungs-Kampagne?

Kommt Ihnen das bekannt vor? Na, gerade an die Sonntagszeitungs-Kampagne gedacht? Dann sind Sie auf dem Holzweg...

Auf den ersten Blick könnte man meinen, das Sujet trage die Handschrift von Advico Young & Rubicam – der Agentur, welche die bekannte Plakatkampagne für die Sonntagszeitung realisiert hat. Bei genauerem Hinsehen wird aber schnell klar, hier kann etwas nicht stimmen: da ist ja immer der gleiche Typ abgebildet – und wer ist er überhaupt? Ein bekannter Politiker? Nein, bei dem als Steckpuppe inszenierten Mann handelt es sich um den US-amerikanischen Schauspieler Paul Giamatti. Und das Plakat wirbt für den neu produzierten Film Cold Souls, einer neuen Hollywoodproduktion, die sich selbst als «soul searching comedy» bezeichnet und in der Giamatti die Hauptrolle spielt.
Die Werber von Advico Young & Rubicam freuts. Sie sehen sich als Inspirationsquelle: «Ab und zu holen sich Werber ihre Inspiration in den verschiedensten Bereichen der Kunst. Umso erfreulicher ist es, wenns auch mal umgekehrt läuft.», so ihr Kommentar. Die aktuelle Plakatkampagne scheint es also tatsächlich bis nach Hollywood geschafft zu haben. Oder war es doch reiner Zufall?

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