Schweizerischer Marketing-Tag mit neuen Sponsoren

Das Schweizerische Institut für Betriebsökonomie (SIB) und Xerox sind neben der Post (Presenting Partner), Citroen und Trendcommerce neue Hauptsponsoren des diesjährigen Schweizerischen Marketing-Tags. Der Anlass findet am 9. März 2010 im KKL Luzern statt.

Xerox ist seit 2006 Verbandspartner und seit diesem Jahr auch Hauptsponsor, das Schweizerische Institut für Betriebsökonomie (SIB) ist 2010 neu hinzugekommen. Die Schweizerische Post ist bereits seit 2005 Presenting Partner des Schweizerischen Marketing-Tags. Citroen engagiert sich seit 2006 als Hauptsponsor. Trendcommerce zählt seit 2005 zu den Verbandspartnern von Swiss Marketing und ist seit 2009 auch Hauptsponsor des Marketing-Tags.

Bakom: SRG berichtet zu wenig über andere Sprachregionen

Die Radio- und Fernsehprogramme der SRG berichten kaum über die jeweils anderen Sprachregionen, sondern sind sehr stark auf die eigene Region fixiert. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) durchführen liess.

Grundsätzlich attestieren die Autoren den SRG- Programmen eine hohe Qualität und Professionalität: Die Programme wiesen einen hohen Anteil an politischer Berichterstattung auf, die einzelnen Themen würden vielseitig und aktuell dargestellt. Der am Dienstag publizierte Bericht zeigt jedoch auch Schwachstellen auf. Beim Radio wird bemängelt, dass die Informationsquellen teilweise nicht offengelegt werden. Zudem würden in den Nachrichtensendungen zu selten unterschiedliche Meinungen und Perspektiven zu einem bestimmten Sachverhalt aufgezeigt.

Fernsehen wie kommerzielle Sender
Bei der Fernsehunterhaltung bemängelt die Studie, dass sich die Macher zu wenig an eigenen Qualitätsstandards orientierten. Sie begnügten sich mit der Abgrenzung zu schlechten Beispielen aus dem Angebot der kommerziellen Sender. Was die Fernseh-Shows betrifft, kommen die Autoren gar zum Schluss, dass sich die SRG-Programme wenig von der kommerziellen und ausländischen Konkurrenz unterscheiden. Lediglich in der Sparte Reality-TV sei im Vergleich mit der privaten Konkurrenz eine Zurückhaltung zu beobachten.

Publikum zufrieden
Die Untersuchung beinhaltet auch eine Publikumsbefragung, durchgeführt vom Institut Demoscope. Sie ergab, dass die Mehrheit des Publikums mit den Programmen des öffentlichen und privaten Rundfunks ziemlich oder sehr zufrieden ist. Das Radio schnitt mit rund 70 Prozent Zufriedenen leicht besser ab als das Fernsehen mit 60 Prozent. Mit den Programmen des Privatfernsehens zeigten sich nur 53 Prozent der Befragten zufrieden.
Die Zufriedenheit hängt am stärksten mit der Bewertung des Unterhaltungswertes eines Programms zusammen. Ausgewogenheit ist für das SRG-Publikum deutlich weniger wichtig, aber wichtiger als der Informationsgehalt. Die Professionalität hat einen eher kleinen Effekt auf die Zufriedenheit mit einem Programm. Sie werde als selbstverständlich vorausgesetzt, halten die Autoren fest. Keine signifikante Rolle für die Zufriedenheit spielt die Glaubwürdigkeit.

Nächster Bericht erscheint im Sommer
Das Bundesamt lässt seit 2008 durch wissenschaftliche Institute die Programme analysieren, nach den Qualitätsvorgaben des Bundesrates. Im Sommer werden Berichte zu den privaten Radio- und Fernsehsendern mit Leistungsauftrag veröffentlicht.

Einreichungsverlängerung für die 30. Klappe

Die Einreichfrist für die Klappe wurde verlängert. Arbeiten können noch bis zum 8. März 2010 eingereicht werden.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 26. März 2010 in Hamburg statt.
> Zur Anmeldung

Diabetes-Stiftung schreibt Medienpreis aus

Die Schweizerische Diabetes-Stiftung hat erstmals öffentlich ihren Medienpreis ausgeschrieben. Angesprochen werden Medienschaffende in der Schweiz, welche im Jahre 2009 einen Beitrag (print oder elektronisch) zum Thema Diabetes mellitus publiziert haben.

Inhaltlich müssen Themen rund um die allgemeine Aufklärung über die Zuckerkrankheit, die rechtzeitige Erkennung, die zweckmässige Behandlung, die Schulung, oder die Prävention von Diabetes abgedeckt sein. Nicht teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Publikationen, die in medizinischen Fachzeitschriften erschienen sind. Die Preissumme beträgt 5’000 Franken. Der Preis wird im Herbst 2010 im Rahmen der Aktivitäten um den Welt-Diabetes-Tag des 14. November 2010 verliehen. Schriftliche Eingaben sind bis zum 31. März 2010 an das Stiftungssekretariat einzureichen. Weitere Informationen: Diabetesstiftung.ch.

Nationalratskommission für geräteunabhängige Radio- und TV-Gebühren

Radio- und Fernsehgebühren soll künftig auch bezahlen müssen, wer kein Empfangsgerät hat. Dieser Ansicht ist nicht nur der Bundesrat, sondern auch die Fernmeldekommission des Nationalrates (KVF).

Die Kommission favorisiere ein System mit geräteunabhängigen Abgaben für alle Haushalte und alle Betriebe, teilten die Parlamentsdienste am Dienstag mit. Mit 15 zu 7 Stimmen nahm die KVF eine Motion an, die den Bundesrat beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten. Dieser hatte im Januar einen Bericht vorgelegt und sich für eine allgemeine Abgabe ausgesprochen.

Etat: McCann Erickson gewinnt Coca-Cola Schweiz

McCann Erickson konnte sich zum Jahresbeginn den Gesamtetat der Coca-Cola Company Schweiz sichern. Zu den Marken, die künftig vom Zürcher Büro betreut werden, zählen Coca-Cola, Coca-Cola Light, Coca-Cola Zero, Fanta, Sprite, Burn, Minute Maid und Nestea.

Erste Arbeiten sind ab März zu sehen, wie es in einer Agenturmitteilung vom Dienstag heisst. Dann erschienen die ersten Werbemassnahmen aus den Bereichen ATL/BTL-Kommunikation: TV, Print, OOH, POP, Promotions und Advertorials.

Verantwortlich bei Coca-Cola Schweiz: Flavio Calligaris-Maibach (Geschäftsführer).

1290581064_img100223_cola
(Bild: Coca-Cola Hauptsitz Brüttisellen)

New York Times: Geplantes Bezahlmodell konkretisiert

Die New York Times hat Details zu ihren Paid-Content-Plänen bekannt gegeben. Die renommierte Zeitung will ab kommendem Jahr über ein Freemium-Modell sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Inhalte anbieten.

Artikel könnten dann bis zu einer bestimmten Zahl weiterhin kostenfrei gelesen werden, ab einem gewissen Punkt würde dem Leser aber eine Pauschalgebührt für den Rest des Monats abverlangt. Wie viele Artikel dies genau sein werden und wie hoch die Gebühr ausfallen soll, hat die Zeitung nicht bekanntgegeben. Für Abonnenten der Printausgabe soll der Zugang vollständig gratis bleiben.
Die New York Times war in den vergangenen 15 Jahren kostenlos im Web verfügbar. «Wir haben genug Reichweite und Grösse, um diesen Schritt zu machen», wird Martin Nisentholtz, Senior Vice President Digital Operations bei der New York Times, vom Branchendienst Pressetext zitiert. «Wir hoffen, dass das Zwischenmodell uns erlauben wird, eine sehr grosse Website zu bleiben und einen zweiten Umsatzkanal zu bekommen».

Presserat: Beschwerde der Berner Regierung abgelehnt

Die Tageszeitung Der Bund hat mit ihrer kritischen Berichterstattung über die Bahnhofplanung in Bern keine journalistischen Pflichten verletzt. Der Presserat hat eine entsprechende Beschwerde der Berner Kantonsregierung abgelehnt.

Die vorgebrachte Kritik lasse die Betroffenen nicht in einem besonders schlechten Licht erscheinen, sondern bewege sich im üblichen Rahmen der politischen Auseinandersetzung, schreibt der Presserat in einer Mitteilung vom Dienstag. Ausserdem habe der Journalist in den betroffenen Passagen klar gemacht, dass er Einschätzungen und nicht feststehende Tatsachen wiedergebe. Auch die Quelle, auf die sich die These stützte, nannte er.
In seinen Artikeln warf der Journalist den Berner Behörden unter anderem vor, Kritik am Bahnhofprojekt jahrelang ignoriert und sich bis zuletzt gegen eine Überprüfung ihrer Planung durch eine unabhängige Instanz gewehrt zu haben. Die Berner Kantonsregierung, namentlich Baudirektorin Barbara Egger (SP), gelangten daraufhin an den Presserat. Der Bund habe mit der Veröffentlichung der Artikel das Fairness- und Wahrheitsprinzip verletzt, Informationen entstellt oder unterschlagen und anonyme, sachlich nicht gerechtfertigte Anschuldigungen verbreitet.
So habe Egger das externe Gutachten von sich aus und nicht auf Druck der Bundesbehörden veranlasst, betonte der Regierungsrat. Diese Frage lasse sich nicht eindeutig beantworten, schreibt der Presserat in seinen Erwägungen.
Insgesamt stützten aber die Protokollauszüge eher die Sichtweise des Journalisten.

Zu guter Letzt: Ab in die Berge – und die Werbung geht mit

Alpiq hat es mit ihrer 63 mal 43 Metern grossen Blache, die an der Staumauer im Skigebiet 4 Vallées hängt, ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Wer dieser Tage als aktiver Wintersportler das Walliser Skigebiet besucht, kommt am «grössten Poster der Welt» kaum vorbei. Glückwunsch erstmal, die Aktion scheint viele begeistert zu haben. Aber der Anblick dürfte auch – zumindest bei einigen – ernsthafte Zweifel hervorgerufen haben…

Um es vorwegzunehmen: Gegen Werbung in Skigebieten ist prinzipiell nichts einzuwenden. Sorgen doch beispielsweise die lustigen Suva-Sprüche an den Bügeln der Sesselbahnen für Unterhaltung während der Fahrt auf den nächsten Gipfel. Auch die Plakate an den Seilbahnmasten, in den Gondeln oder an Skiständern – kein Problem. Schliesslich sind da auch noch die Wintersportler selbst zu nennen, die meisten von ihnen als wandelnde, pardon: fahrende Markenbotschafter unterwegs. Dies gehört alles zum normalen Szenario, das sich einem in den Wintersportorten bietet.
Weniger ins Bild gepasst hat jedoch – so empfand jedenfalls die Schreibende, als sie vergangenes Wochenende im besagten Skigebiet auf einem der Sessellifte sass – das riesige Poster an der Staumauer des Lac de Cleuson. Zugegeben, die Betonwand ist keine besondere Attraktion. Während sich die graue Mauer aber irgendwie noch ins Bergpanorama einfügt, kann man dies vom Plakat nicht gerade behaupten. Böse Zungen würden gar von einem «Schandfleck in der Natur» sprechen. Bleibt die Hoffnung, dass sich solche Aktionen, da sie ja doch mit gewissem logistischen Aufwand verbunden sind (siehe Video auf Fanpower.ch), in Grenzen halten werden. Oder sind solche Werbeflächen etwa bald im Angebot der APG?

1290581063_img100223_verbier

20 Minutes zum Tausendsten

Vier Jahre nach der Lancierung erscheint 20 Minutes, das Westschweizer Pendant zu 20 Minuten, heute zum tausendsten Mal. Die Pendlerzeitung in der heutigen Form entstand Ende September 2009 aus der Fusion der beiden Westschweizer Pendlerzeitungen Le Matin Bleu und 20 Minutes.

Das französischsprachige Blatt wurde am 8. März 2006 in der Westschweiz lanciert. In vier Jahren stieg die beglaubigte Leserzahl von 276’000 auf 526’000. Zusammen mit der Partnerzeitung 20 Minuten in der Deutschschweiz erreicht die Pendlerzeitung schweizweit die meisten Leser. Die Onlineausgabe 20 Minutes Online verzeichnet aktuell in der Schweiz rund 2’012’000 Unique Clients. In den nächsten Tagen werde zudem eine neue Version mit angepasster Optik und erweitertem Inhalt aufgeschaltet, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Onlineinhalte stellt eine 14-köpfige Redaktion bereit. 20 Minutes und 20 Minutes Online werden von 20 Minutes Romandie herausgegeben. Total beschäftigt das Unternehmen heute rund 68 Mitarbeitende.

Luzerner Kulturmagazin unter neuer Leitung

Das Luzerner Kulturmagazin hat eine neue Leitung. Neu steht der 28-jährige Journalist Jonas Wydler der Redaktion vor. Er löst Michael Gasser ab, der die Monatszeitschrift auf Ende April verlässt. Rechte Hand von Wydler wird der 21-jährige Ivan Schnyder sein.

Neue Verlagsleiterin wird Corinne Peggs. Sie ersetzt Sabine Witkowski, wie die Interessengemeinschaft Kultur Luzern am Dienstag mitteilte. Das Kulturmagazin erscheint elf Mal jährlich in einer Auflage von 4‘500 Exemplaren.

Zu guter Letzt: Cablecom – die wohl robusteste Marke der Welt

Was war während den letzten Monaten nicht alles über Cablecom zu lesen: Verärgerte Kunden, Kundendienstprobleme, der Kabelnetzbetreiberin laufen die Kunden davon… Da scheinen die Ergebnisse der neusten Umfrage von Reader’s Digest beinah paradox. Denn die Konsumenten haben Cablecom zur vertrauenswürdigsten Kabelnetzanbieterin der Schweiz gekürt.

Anlässlich der jährlichen Umfrage hat Reader’s Digest seine Leser heuer erstmalig danach gefragt, welchem Kabelnetzanbieter sie am meisten vertrauen. In der Schweiz am besten abgeschnitten hat dabei die Cablecom. Was, Cablecom? Wurde denn der Name nicht genug durch den Dreck gezogen, kein Synonym für Unzufriedenheit und verärgerte Kunden? Nein, die Negativschlagzeilen aus den vergangenen Monaten haben der Marke offenbar nicht wirklich geschadet.
Dies dürfte sogar bei der Kabelnetzanbieterin für Überraschung sorgen, verkündete Cablecom-Chef Eric Tveter doch noch vergangen September in einem Interview mit der Basler Zeitung: «Die Kundendienstprobleme haben die Marke schwer beschädigt». Tveter erklärte auch gleich, weshalb das Unternehmen unbedingt einen neuen Namen braucht. Überdenkt man bei Cablecom nun nochmals den Namenswechsel? Wäre doch schade, da die Marke solch starkes Konsumentenvertrauen geniesst!

get_footer();