Krisenkommunikation: Verband feiert ersten Geburtstag

Der Schweizer Verband für Krisenkommunikation feiert Ende März seinen ersten Geburtstag. Zu den über 50 Mitgliedern gehören unter anderen Agenturen und Kommunikationsberater sowie Unternehmen und Experten aus den Bereichen Care Giving, Risiko- und Krisenmanagement und Strategieumsetzung.

Ziel des Branchenverbands ist es, die Qualität der Krisenkommunikation durch verbindliche Kodexes zu verbessern und zu sichern. Derzeit arbeite der wissenschaftliche Beirat an einem Kodex, der im Laufe des Jahres den Mitgliedern vorgestellt werden soll, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag. Ein weiterer Fokus des Verbands ist die Aus- und Weiterbildung, um die Professionalisierung der Krisenkommunikation in der Schweiz voranzutreiben. Ebenfalls in Vorbereitung ist der «Krisenkommunikator des Jahres», eine jährlich zu vergebende Auszeichnung für professionelle Arbeit in der Krisenkommunikation.
Der Verband lädt interessierte Personen dazu ein, an der GV und dem anschliessenden Referat teilzunehmen. Mehr Informationen unter Verband-krisenkommunikation.ch.

Ruf Lanz kämpft für die Suva gegen Stolperfallen

Die Suva hat die neue Präventionskampagne «Stolpern.ch» lanciert. Diese soll darauf aufmerksam machen, dass sich in der Schweiz mehr Menschen bei Stolper- und Sturzunfällen verletzen als bei Autounfällen. Realisiert wurde die Kampagne von Ruf Lanz.

Während der nächsten fünf Jahre will die Suva die ihr jährlich gemeldeten 85‘000 Stolperunfälle, die 640 Millionen Franken Kosten verursachen, mit gezielten Präventionsaktivitäten reduzieren und ihre versicherten Betriebe wie auch die breite Bevölkerung sensibilisieren. Zum Einsatz kommen unter anderem ein TV-Spot und Plakate. Ein Kernelement der Kampagne ist die interaktive Website Stolpern.ch, auf der die Nutzer zum Auftakt Stolperfallen aufspüren sollen. Der Film «unten», ebenfalls verfügbar auf der Website, bringt die Zuschauer zudem auf Augenhöhe mit den Stolperfallen und zeigt Gefahren auf.
Über den vollständigen Text zur Kampagne können Sie in der nächsten Printausgabe der Werbewoche stolpern.

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SF bleibt meistgesehener Sender

Das Schweizer Fernsehen war auch 2009 der meistgesehene Sender in Deutschschweizer Wohnzimmern. Der Marktanteil betrug im Ganztagesschnitt 33,3 Prozent. Verglichen mit 2008 steht SF im letzten Jahr um 0,9 Prozentpunkte schlechter da. Der Sender führt dies in erster Linie auf die sportlichen Grossereignisse vom Vorjahr zurück. Besonders an Marktanteil verloren haben aber die Informationsprogramme.

Sportereignisse wie die Fussball-EM und die Olympischen Spielen in Peking hätten im Vorjahr besonders gute Zahlen geliefert, erklärte Fernsehdirektor Ueli Haldimann am Dienstag vor den Medien. «Verglichen mit 2007, dem letzten Jahr ohne grosse Sportereignisse, haben wir nur 0,2 Prozentpunkte verloren.» Informationsprogramme haben am meisten eingebüsst, so etwa die Hauptausgabe der «Tagesschau». Im Jahr 2008 erreichte sie einen Marktanteil von 55,5 Prozent. Im letzten Jahr waren es noch 53 Prozent. Vor zehn Jahren erreichte das Flaggschiff noch einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Auch die «Arena» erfreute sich 2009 weniger grosser Beliebtheit und musste ein Minus von 1,5 Prozent auf 25,3 Prozent Marktanteil hinnehmen.

Steigende Konkurrenz aus dem Ausland
Insgesamt ist Haldimann dennoch zufrieden. Es sei eine gute Leistung, dass sich die SF-Sender über die Jahre hinweg einigermassen stabil hielten. Diese Leistung sei umso besser, wenn man die wachsende Konkurrenz von privater Seite und aus dem Ausland berücksichtige. Grösste Mitstreiter um die Aufmerksamkeit waren im letzten Jahr aber nicht etwa die deutschen Privatsender der RTL- oder der ProSiebenSat.1-Gruppe, sondern Sender aus den Heimatländern der ausländischen Bevölkerung. Programme aus der Türkei beispielsweise oder aus Ländern des Balkans belegten im letzten Jahr zusammengerechnet bereits 16,1 Prozent Marktanteil. Das ist mehr als die RTL-Gruppe mit 15,7 Prozent und die ProSiebenSat.1-Gruppe mit 12 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren haben diese «Sender aus der Heimat» rund 6 Prozent Marktanteil gewonnen.

(Bilder: SF)

Publicitas lädt zum Forum 2010 ein

Nachdem die Branchenveranstaltung «p-forum» letztes Jahr nicht durchgeführt wurde, lädt Publicitas dieses Jahr wieder zum Anlass ein. Das Forum findet am Donnerstagvormittag, 30. September 2010, im Zürcher Kino Arena Filmcity im Sihlcity statt.

Eingeladen werden Werbeauftraggeber sowie Kommunikationsfachleute aus Verlagen, Werbe- und Mediaagenturen. Publicitas erwartet bis zu 450 Gäste. Neben Referenten und einem Podiumsgespräch, werden Themen und Trends aus der Medienwelt thematisiert und diskutiert. Für die französisch sprechenden Gäste werden die Referate simultan übersetzt.

Flowcube und Zeta: Für SBB Europaallee-Journal lanciert

Flowcube und Zeta haben für die SBB ein Journal entwickelt. Dieses begleitet das Bauprojekt Europaalle, das entlang den Gleisen des Zürcher Hauptbahnhofs realisiert wird.

Im Europaallee Journal, das soeben erstmals publiziert worden ist, sollen Menschen von Zürich, aus dem Quartier, Architekten, Bauleute, Studierende, Laden und Restaurantbetreiber zu Wort kommen. Das Heft ist ein Mix aus Porträts, Interviews und Reportagen und informiert über Neuheiten des Projekts. Die grosszügige Bildsprache und die moderne, aufgeräumte Typographie wurden dabei mit verspielten Illustrationen kombiniert. Das Europaallee Journal erscheint zweimal pro Jahr, als Beilage des Tagesanzeigers und der NZZ (Ausgaben Stadt Zürich).

Verantworlich bei Flowcube Communications, Zürich: Maja Amrein (Konzept). Verantwortlich bei Zeta, Communication Design: Ibrahim Zbat (AD/Grafik). Fotografie: Christian Knörr. Illustrationen: Flag.

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Media Focus: Werbedruck steigt im Februar um 7,2 Prozent

Das leichte Minus des Vormonats konnte der Werbemonat Februar wieder wett machen. Verglichen mit Februar 2009 steigerte sich der Bruttowerbedruck um satte 7,2 Prozent (+ 19,3 Millionen Franken). Das laufende Jahr (Januar – Februar) liegt 3,2 Prozent (+ 17,1 Millionen Franken) über Vorjahreswert.

Nach dem langen Abwärtstrend konnte die Mediengattung «Print» seit zehn Monaten erstmalig wieder ein Plus verzeichnen. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte ein Plus von 1,7 Prozent, was rund 2,5 Millionen Franken entspricht. Über alle Mediengruppen verzeichneten lediglich zwei, die «Tages-, reg. Wochen- + Sonntagspresse» und «Publikums-, Finanz- + Wirtschaftspresse», ein Minus (jeweils ca. 1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.
Prozentual gesehen fällt die Entwicklung der Branchen «Bekleidung + Wäsche», «Persönlicher Bedarf» und «Unterhaltungselektronik + Foto» sehr positiv auf.
Die Branche «Bekleidung + Wäsche» startet im Februar 2010 zur Grossoffensive. Mit einem Werbedruck von +73,4 Prozent (+2,5 Millionen Franken) gegenüber dem Vorjahr lockten die Bekleidungshersteller mit der neuen Frühjahrskollektion. Der stärkste Werbedruck wurde in der Produktgruppe «Oberbekleidung» gemessen (2,9 Millionen Franken). Der stärkste Werbetreibende im Februar 2010 war dabei H&M mit der Kampagne «Sonia Rykiel for H&M». Mit der erstmaligen TV-Präsenz von Manor dürfte auch die kommende März-Analyse der Bekleidungsbranche ein Plus ausweisen, so die Prognose von Media Focus.
Mit 55,1Prozent (+1,7 Millionen Franken) mehr Werbedruck als im Vorjahresmonat entwickelte sich die Branche «Persönlicher Bedarf» positiv. Obwohl das Spitzensegment «Uhren + Schmuck» im Februar 2010 mehr Werbedruck verzeichnete als im Vorjahr (+7,5%; +138‘200 Franken), konnte das Segment das Minus vom Januar 2010 (-49,1%; -1,3 Millionen Franken) noch nicht wettmachen. In der Gesamtjahresperspektive (Jan-Feb 2010) verlor das Segment bisher 25,9 Prozent (-1,2 Millionen Franken).
Das aktuelle Plus der Branche «Unterhaltungselektronik + Foto» (+34,9%; +2,2 Millionen Franken) ist wie bereits im Januar zum grössten Teil auf Imagewerbung zurückzuführen. Das Segment nahm verglichen mit Februar 2009 um 2,8 Millionen Franken (+364,4%) zu. Dieser Zuwachs ist wie im Vormonat hauptsächlich Media Markt zu verdanken. Die Jubiläumskampagne und diverse Promotionsangebote von Media Markt machten rund 85Prozent des Segmenttotals aus.

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(Darstellungen: Media Focus)

Lockerung der Werbebestimmungen: Schweizer Presse begrüsst Entscheid

Der Verband Schweizer Presse begrüsst die vom Bundesrat beschlossene Lockerung der Werbe- und Sponsoringvorschriften für private Radio- und Fernsehstationen. Werbefreiheit gehöre zu den existentiellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die privaten Medien.

Insbesondere im Sponsoringbereich werden die privaten Radio- und TV-Stationen von diesen Verbesserungen profitieren können, in dem Benachteiligungen gegenüber ausländischen in der Schweiz ausgestrahlten Fernsehsender aufgehoben werden, wie der Verband in einem Communiqué schreibt. Im Werbebereich hingegen seien die Benachteiligungen durch die zahlreichen Schweizer Werbefenster aus den Nachbarländern auch damit nicht wett zu machen.
Vorerst vertagt hat der Bundesrat den Entscheid über eine allfällige Lockerung der Werbebestimmungen auch für die SRG. Eine Ausdehnung der Aktivitäten der gebührenfinanzierten SRG-Sender auf kommerzielle Bereiche im Onlinebereich lehnt der Verband Schweizer Presse ab. Diese würde eine zusätzliche Marktverzerrung und Benachteiligung der privaten Anbieter bewirken. Eine Ausweitung der starken Marktposition der SRG im Onlinebereich als Werbe-Wachstumsmarkt würde insbesondere die mit privaten Mitteln finanzierten Onlinenachrichtenportale wirtschaftlich angreifen. Auch die geltend gemachte finanzielle Situation der SRG könne eine Ausdehnung in den Onlinewerbebereich nicht rechtfertigen.

ONZ: Kapitalbeschaffung für neue Zeitung läuft

Obwalden und Nidwalden werden Ende April eine neue Zeitung erhalten. Für das Projekt ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung haben bislang über zweihundert Aktionäre mehr als zwei Millionen Franken zugesichert. Eine Million Franken muss bis Ende März aber noch aufgetrieben werden.

Die Aktionäre kommen aus Nidwalden und Obwalden sowie aus anderen Schweizer Regionen. Der Verwaltungsrat der ONZ zeigt sich überzeugt, die Zeichnung erfolgreich abzuschliessen und das Ziel von drei Millionen Franken zu erreichen, wie es in einem Communiqué vom Montag heisst. Die Bezugs- und Zeichnungsfrist für die Kapitalerhöhung von 105’000 Franken auf drei Millionen Franken läuft bis am 31. März 2010. Es werden maximal 5‘790 neue Namenaktien zum Nennwert von je 500 Franken ausgegeben. Die Kapitalerhöhung dient der Mittelbeschaffung und wird ausschliesslich für die Finanzierung der Lancierung der ONZ gebraucht. Der Verwaltungsrat strebt eine breit abgestützte Aktionärsstruktur, bestehend aus Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen aus den beiden Kantonen an.

Zürichsee-Zeitung: Zolliker Unternehmer bietet mit

Neben den beiden Verlagen Tamedia und NZZ interessieren sich auch zwei Private für die Zürichsee-Zeitung. Der eine ist der Zolliker Unternehmer und Jurist Alfred Meili.

Er handle allein und nicht im Auftrag, wie Alfred Meili am Wochenende gegenüber der Sonntagszeitung sagte. Mit seinem Angebot will Meili aus «politischen Gründen» eine Übernahme durch Tamedia verhindern. Der Unternehmer war als Anwalt bereits in den Verkauf der Jean Frey AG an die Basler Zeitung involviert. Heute führt er die Meili-Unternehmungen, die Immobilienbeteiligungen und Hotels besitzt. Er ist zudem Grossaktionär bei der Mobimo Holding in Luzern.

YJOO: Agentur baut Beratungskompetenz aus

Die Agentur YJOO Communications mit Standorten in Zürich, St. Gallen und Lugano baut ihre Beratungsdienstleistung aus. Gregor Ingold und Werner Mäder wurden per Anfang März neu als Senior Berater engagiert.

Gregor Ingold ist eidgenössisch diplomierter PR-Berater und war zuletzt für die Agentur Prime Communications tätig. Während seines Studiums und vor seiner Beratertätigkeit war der heute 41-Jährige während rund vier Jahren im Journalismus tätig. Bei YJOO wird er seine Beratungskompetenz in den Sektoren Energie, Finanz, Healthcare und IT einbringen.
Werner Mäder war während 16 Jahren bei Trimedia Communications für diverse Grossmandate verantwortlich und als strategischer Berater tätig. Davor war er Geschäftsleitungsmitglied für Kommunikation und Marketing einer städtischen Organisation. Bei YJOO wird Mäder für Mandate in den Bereichen Energie, Medien, öffentliche Hand und Verkehr tätig sein.

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Gregor Ingold

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Werner Mäder

SF zieht nach der Ski-Saison Bilanz

Das Schweizer Fernsehen zieht nach der am Wochenende abgeschlossenen Ski-Weltcupsaison Bilanz. Besonders beliebt waren die Direktübertragungen der Skirennen an den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Die Lauberhornabfahrt war auch dieses Jahr zuschauerstärkstes Weltcuprennen.

In der ersten Saisonhälfte von Oktober bis Dezember 2009 verfolgten durchschnittlich 236’000 Zuschauer bei 25,9 Prozent Marktanteil die Weltcup-Ski-Übertragungen. In der zweiten Saisonhälfte von Januar bis März 2010 waren es rund 288’000 Zuschauer bei 40,8 Prozent Marktanteil. Das grösste Publikumsinteresse verzeichnete die Olympia-Abfahrt der Männer, gefolgt von der Olympia-Super-G der Männer auf Platz 2 und dem zweiten Lauf des Olympia-Riesenslaloms auf Platz 3. Beliebt war auch in diesem Jahr die Weltcup-Abfahrt der Männer am Lauberhorn. Diese war einmal mehr das zuschauerstärkste Weltcuprennen im Schweizer Fernsehen. Der Spitzenwert bei der Direktübertragung lag bei 1,082 Millionen Personen und einem Marktanteil von 77,5 Prozent.

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(Tabelle: SF; Bild: Didier Defago, Abfahrt Vancouver (Keystone))

Reuters: Nachrichtenagentur erstellt Social-Media-Regeln

Reuters hat in seinem Handbuch für Journalismus Social-Media-Richtlinien festgelegt. Darin werden Journalisten der Nachrichtenagentur dazu ermutigt, Social Media einzusetzen.

Generell wird den Journalisten empfohlen, einen professionellen Account – zusätzlich zum privaten – anzulegen. Im Allgemeinen ist laut den Richtlinien zunächst einmal wichtig, dass sich die betreffenden Personen als Mitarbeiter von Reuters identifizieren. Ausserdem sei beim Umgang mit den eigenen Quellen Vorsicht geboten, um zu vermeiden, dass zu viel «verraten» wird, wie der Branchendienst Pressetext berichtet. Des Weiteren sollen Nachrichten nicht auf Twitter oder Facebook verbreitet werden, bevor die entsprechenden Meldungen über das eigene Agenturnetzwerk ausgesendet wurden. Die Social-Media-Richtlinien sind ein neu hinzu gekommenes Kapitel in Reuters‘ bereits bestehendem Regelwerk für den Umgang mit dem Internet. Darin sind beispielsweise auch Richtlinien für Onlineforen, die Nutzung von Wikipedia oder Chatrooms festgehalten.

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