Weltwoche: Autokolumne mit neuem Autor

Die Weltwoche nimmt per Anfang Mai 2010 einen personellen Wechsel bei der Autokolumne vor. Ulf Poschardt, der die Seite mit dem Weltwoche-Relaunch 2002 entwickelt und seither geprägt hat, übergibt an David Schnapp.

David Schnapp ist bisheriger Technik-Kolumnist und Chef vom Dienst der Weltwoche. Durch den Wechsel von Poschardt zu Schnapp soll die Autoberichterstattung stärker auf die Schweiz ausgerichtet werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

Zu guter Letzt: Bei Swisscom ist der «Natel plus»-Kunde König

Mit dem unscheinbaren Namen «Natel plus» hat die Swisscom einen Dienst im Angebot, der es in sich hat: Der Ansprechpartner kann selbst dann erreicht werden, wenn das Natelnetz überlastet ist. Wenn also «Natel plus»-Kunden bei überlastetem Netz telefonieren wollen, dann müssen sich alle anderen Teilnehmer hinten anstellen. Besonders perfide: Bei einem Engpass können übrige Teilnehmer sogar aus dem Netz verdrängt werden.

Bisher war der Dienst lediglich für Bundesräte und Rettungsdienste vorgesehen – berechtigterweise, kann es hier doch um Leben und Tod gehen. Wie einem Artikel der Sonntagszeitung zu entnehmen ist, kommen heutzutage aber auch einige Topmanager in den Genuss des Angebots. Praktisch, sind doch die Mobilfunknetze zunehmend verstopft. Am Zürcher Hauptbahnhof und an anderen neuralgischen Punkten bleiben Internetsurfer bereits heute regelmässig im Datenstau stecken. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die zunehmende Datenflut. Allein im Mobilfunknetz von Swisscom verdoppelt sich das übertragene Datenvolumen alle sieben Monate. Schuld daran sind vor allem die Flat-Rate-Angebote, welchen aus diesem Grund bald den Garaus gemacht werden könnte. «Natel plus»-Kunden dürfte dies kaum interessieren. Den übrigen bleibt zumindest die Hoffnung, dass die «Spezialkunden» der Swisscom den Dienst sinnvoll nutzen und von ihrem Vorzugsrecht nicht etwa Gebrauch machen, um Videos herunterzuladen oder sich lustige Youtube-Filmchen anzuschauen.

Italien: Berlusconi interveniert gegen unliebsame Talkshows

Silvio Berlusconi hat bei der Staatsanwaltschaft angefragt, ob gegen ihn Ermittlungen wegen angeblicher Einflussnahme in die Wege geleitet worden sind. Damit reagiert der italienische Regierungschef auf einen Bericht der Tageszeitung Il Fatto, der ihn beschuldigt, Druck auf den Staatssender RAI und auf die Kommunikationsbehörde zur Schliessung einer regierungskritischen Talk Show ausgeübt zu haben.

Laut einem von der Staatsanwaltschaft der Stadt Trani abgehörten Telefongespräch beschwerte sich Berlusconi auch über regierungskritische Berichte anderer RAI-Programme. Der Chefredakteur der von RAI 1 gesendeten Tagesschau TG1, Augusto Minzolini, sowie der Präsident der Kommunikationsbehörde Agcom, Giancarlo Innocenzi, hätten in den Telefongesprächen ihre Unterstützung zugesichert, um die Programme abzusetzen. Minzolini war schon öfters wegen der regierungsfreundlichen Berichterstattung seines TG1 ins Visier der Opposition geraten.
Die Staatsanwälte hätten zufällig Telefongespräche Berlusconis mit Minzolini und Innocenzi abgehört, während sie in einen anderen Fall ermittelten, berichtete Il Fatto. Der neue Skandal droht Öl ins Feuer der Polemik über die Kontrolle zu giessen, die der Premierminister und Medienbesitzer auf das italienische Fernsehsystem ausübt. Der Oppositionspolitiker Antonio Di Pietro forderte den Rücktritt des TG1-Chefredakteurs und des Präsidenten der Kommunikationsbehörde. Diese weigerten sich jedoch dazu.

Blick-Gruppe stellt ihren Newsroom vor

Der Integrierte Newsroom der Blick-Gruppe hat planmässig am 7. März den Betrieb aufgenommen. Dies nach rund zweijähriger PLanungs- und Bauphase. Nun gibt Blick.ch erste Einblicke in den Betrieb.

Ringier Schweiz hat die vier Redaktionen von Blick, Sonntags Blick, Blick am Abend und Blick.ch in einem Integrierten Newsroom zusammengeführt. Als Ergänzung gehört neu das modernste Web-TV-Studio der Schweiz zum Newsroom. Die Leitung haben die vier Chefredaktoren Ralph Grosse-Bley (Blick, ad interim), Hannes Britschgi, (SonntagsBlick), (Peter Röthlisberger, Blick am Abend) und Rolf Cavalli (Blick.ch) inne. Sie leiten zusammen mit den Ressortleitern Andrea Bleicher (Nachrichten), Hannes Britschgi (Politik), Daniel Meier (Wirtschaft), Dominik Hug (People), Ilja Kaenzig (Sport) und Roland Grüter (Lifestyle) die grösste Redaktion der Schweiz mit rund 200 Mitarbeitenden.

Post: Briefträger-Gewerkschaften befürchten Stellenabbau

Die Post will neue Sortiermaschinen kaufen, welche an Stelle der Briefträger die Post sortieren. Laut der Gewerkschaft Kommunikation liesse sich mit den neuen Sortiermaschinen jede fünfte Arbeitsstunde der Briefträger einsparen.

Das Projekt heisst Distrinova. Die Post will damit die Logistik bei Briefverkehr straffen. Dabei sieht man das grösste Potenzial bei der Einführung der so genannten Gangfolgesortierung. Der Post-Sprecher Oliver Flüeler bestätigte in der Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens vom Freitagabend die Ausschreibung eines Grossauftrags. Mit dieser neuen High-Tech-Maschine fällt das manuelle Sortieren durch die Briefträger grösstenteils weg. Eine einzige dieser Maschinen kostet mehrere Millionen Franken.
Flüeler sagte in der Sendung, dass 20 bis 60 solcher Maschinen das Gesamtvolumen sei, das theoretisch umsetzbar wäre. Der Kaufentscheid sei jedoch noch nicht definitiv gefallen, Gewissheit werde es Anfang nächsten Jahres geben. Automatismus heisse aber weniger Arbeitsplätze. Mit der neuen Sortiermaschine liesse sich laut der Gewerkschaft Kommunikation jede fünfte Arbeitsstunde der Briefträger einsparen. Kommen diese Maschinen flächendeckend zum Einsatz, so seien bis zu 3400 Arbeitsplätze von Briefträgern gefährdet, wie Gewerkschaftsvizepräsident Fritz Gurtner sagte.

Nicole Kidman für Schweppes

Nach Hollywood nun Bollywood: Im neuen Schweppes Werbespot verdreht Nicole Kidman im weissen Marmor Palast von Udaipur dem indischen Sexsymbol und Bollywoodstar Arjun Rampal den Kopf. Kidman wirbt im Spot für die sechs neuen Schweppes Fruit Fusion, die nicht bitter, sondern fruchtig-süss schmecken.

Zum Launch der Getränke lädt Schweppes am nächsten Montag Schauspieltalente im Zürcher Haupbahnhof ein, den 20-sekündigen Werbespot nachzuspielen und eine Reise nach Hollywood zu gewinnen. Eine Jury bestehend aus Prominenten wie Moderatorin Linda Gwerder, Schauspielerin Karin Lanz, Freakish-Moderatorin Zoe Torinesi und Sängerin Tanja Dankner beurteilen schauspielerische Leistung, Kreativität, Witz und Charme der Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort.
1290581023_img100314_schweppes1
img100314_schweppes2

Westschweizer Presse: Gemeinsame Plattform der Nouvelliste- unnd Arc Presse – Redaktion

Die Gruppe Arc Presse und die Zeitung Le Nouvelliste rücken enger zusammen. Die Redaktionen wurden am Freitag informiert, dass eine Redaktionsplattform zwischen der Walliser Zeitung und den Redaktionen von L'Express, L'Imparial, dem Journal du Jura und La Côte geplant ist.

Der Auslands-, der Inlands- und der Wirtschaftsteil sowie möglicherweise die Seiten Gesellschaft der fünf Zeitungen sehen ab Herbst dann gleich aus. Auch über eine Zusammenlegung eines Teils der Sportredaktion wird nach Angaben des Direktors von Le Nouvelliste, Patrick Chabbey, nachgedacht. Die Journalisten der verschiedenen Blätter sollen künftig einzig den Regionalteil unabhängig voneinander produzieren, wie Chabbey der Nachrichtenagentur SDA sagte. Es gehe dabei nicht darum, Stellen in den Redaktionen einzusparen, Ziel sei eine Verbesserung der Qualität. In den Redaktionen wurde mit Skepsis auf die Ankündigung reagiert, wie der Co- Präsident der Redaktionsversammlung des Nouvelliste, Olivier Hugon, der SDA sagte. Sein Co-Präsident Joachim Faiss fügte an, man mache sich auch Sorgen um die Qualität.
Das Journal du Jura aus Biel der Neueburger Express und L’Impartial aus La-Chaux-de-Fonds arbeiten bereits seit 2007 unter dem Dach der Arc Presse zusammen. Vor Kurzem stiess auch La Côté aus Neuenburg dazu. Die fünf Zeitungen wollen sich gemäss dem Chefredaktor von L’Express und L’Impartial, Nicolas Willemin, nun auch ein gemeinsames Layout geben. Wie dagegen künftig die gemeinsamen Seiten erstellt werden sollen, sei noch offen. Ein gemeinsames Intranet werde diskutiert, oder eine Konzentration der betroffenen Redaktionen an einem Ort.
Die französische Hersant-Gruppe ist Hauptaktionär der Verlage von L’Express, L’Impartial und auch von La Côte. Der Grossverlag überlegt sich gemäss SDA auch einen Einstieg bei den Wallisern. In der Westschweiz stellt auch der Pool Romandie Combi Artikel für mehrere Zeitungen her.

Krisenjahr für NZZ-Mediengruppe – Schwarze Zahlen für LZ Medien und St. Galler Tagblatt

Im letzten Jahr hat die Wirtschaftskrise die NZZ-Mediengruppe in die roten Zahlen gedrückt. Bei der Freien Presse Holding mit den Mehrheitsbeteiligungen an der LZ Medien Holding und der St. Galler Tagblatt AG fiel der Inserate-Rückgang etwas moderater aus.

Der Verlust der NZZ-Mediengruppe beträgt 3.1 Mllionen Franken, nach einem Gewinn von 22.2 Millionen Franken im Vorjahr. Die Gruppe blieb operativ gerade noch profitabel: Das Betriebsergebnis EBIT betrug 3.7 Millionen Franken, nach 27 Millionen Franken im Vorjahr. In ihrer Mitteilung vom Samstag nannte die NZZ-Mediengruppe als Gründe die Krise im Werbemarkt sowie Kosten für Restrukturierung und Wertberichtigung. Beim Inserate-Verkauf betrug die Einbusse 46.7 Millionen Franken.
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, für 2009 auf eine Dividende zu verzichten. Die Gruppe erwartet auch für das laufende Jahr ein wirtschaftlich schwieriges Geschäftsjahr mit stagnierenden Werbeeinnahmen. Trotz Akquisition sank der Personalbestand im letzten Jahr um 5.2 Prozent auf 1702 Vollzeitstellen. Die der Gruppe angeschlossenen elektronischen Medien steigerten den Ertrag um 11 Prozent oder 3.9 Millionen Franken. Wie es in der Mitteilung heisst, sei dies auf die neuen Umsätze des Zentralschweizer Fernsehens Tele1 zurückzuführen.

Besser überstanden hat das Krisenjahr 2009 die LZ Medien Holding. Dank strategischen Ausbauten stieg der Umsatz stieg um 1.2 Prozent auf 159.1 Millionen Franken. Der Gewinn legte um 6.1 Millionen Franken auf 8.3 Millionen Franken zu. Der operative Gewinn EBIT fiel gleichzeitig aber um 35 Prozent auf 8,6 Mio. Franken. Die Wertschriftenanlagen und der Verkauf einer Beteiligung führten zu einem Finanzergebnis von 2.5 Millionen Franken. Im Jahr 2008 war dieses deutlich im Minus gewesen. Bei den Zeitungen brach der Anzeigenertrag um 14.7 Prozent ein, konzernweit war es ein Minus von 4.6 Prozent. Die Dividende pro Aktie soll auf 85 Franken erhöht werden.
Auch die St. Galler Tagblatt AG musste Einbussen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen, blieb aber in den schwarzen Zahlen. Der Gewinn brach gegenüber 2008 um 73 Prozent auf 2 Millionen Franken ein. Die Tagblatt-Medien verkauften knapp ein Viertel weniger Anzeigenseiten. Darunter litt auch das Flaggschiff St. Galler Tagblatt.
Neu sollen an der Generalversammlung vom 17. April Ex-Swisscom-Chef Jens Alder, die Unternehmerin Carolina Müller-Möhl und der Internetspezialist Joachim Schoss in den Verwaltungsrat der NZZ-Gruppe gewählt werden. Aus dem Verwaltungsrat ausscheiden werden Susanne Bernasconi-Aeppli und Oliver Burger.

Image-Kampagne zum 55-jährigen Jubiläum der Charles Vögele Gruppe

55-Jahre Charles Vögele – pünktlich zum Start der Frühling/Sommer-Saison wird eine umfassende Image-Kampagne lanciert. Die Werbeagentur Publicis hat den europaweiten Etat für die Dachmarkenkampagne in einem Pitch gewonnen.

In der Schweiz und in Österreich werden vier 20-Sekunden TV-Spots des dänischen Starregisseurs Jonas Arnby geschaltet. Die Spots zeigen Menschen, die sich so wohl in ihrer Haut fühlen, dass sie sich zu spontanen Catwalks hinreissen lassen. Einmal ist es ein attraktiver Mit-Vierziger, der beim Durchqueren des Strassencafés eine kleine Steppeinlage hinlegt, ein andermal überraschen drei junge Frauen mit einem Showact auf dem Gepäckförderband eines Flughafens, ein Büroangestellter verblüfft seine Kollegen durch einen spektakulären Auftritt im Voguing-Stil und ein Mädchen drückt seine Selbstsicherheit durch eine Tanzeinlage im Linienbus aus. Ab Anfang nächster Woche sind alle vier TV-Spots inklusive eines Bonusfilms auf der Webseite der Charles Vögele Gruppe aufgeschaltet. Der Song «I love your style» wurde speziell für die neue Charles Vögele Spots von Malcolm Pardon und Fredric Rinman, beziehungsweise Deadmono komponiert. Die Musik der zwei Schweden wurde schon an vielen internationalen Festivals ausgezeichnete, inklusive den schwedischen Grammy’s.
Für den Printauftritt wurde die Mode- und Celebrity-Fotografin Esther Haase gewonnen, die in eigenwilligen Schnappschüssen eine unbeschwerte, spontane und kosmopolitische Stimmung herbeizaubert. Die von den multikulturellen Models mal demonstrativ, mal beiläufig, jedoch immer sehr selbstbewusst im Victory-Zeichen erhobene Hand dient dabei der sofortigen Wiedererkennung des Modebrands.
Die Dachmarkenkampagne wird crossmedial in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Slowenien und Polen durchgeführt. Flankierend werden ab April fünf exklusive Eaux de Cologne mit verführerischen Düften auf den Markt gebracht. Pubclicis hat ausserdem für Charles Vögele eine ganz neue Corporate Website entwickelt und umgesetzt.
Verantwortlich bei Charles Vögele: André Maeder (CEO), Daniel Bärlocher (Vice President Group Communications), Patrizia Vetter (Creative Director), Elisabeth Hassa (Group Communications). Verantwortlich bei Publicis: Bruno Biondi, Sabrina Elsaesser (Beratung), Vivi Chiosi, Nina Hofstetter, Swen Morath, Devika Hasler (Art), Jan Krohn , Felix Freese, Claude Catsky (Text), Derya Derdiyok (TV Production), Sacha Moser (Creative Director). Bildbearbeitung: Fabio Clerici, Jonas Hartmann. Verantwortlich bei Publicis Modem: Melanie Gut, Mohamed Klotz, Marcel Vogt, Mirjam Vonarburg, Pascal Urscheler. Verantwortlich bei Solid & Hallerfilm: Rudi Haller (Produzent), Jonas Arnby (Director), Philippe Kress (Kamera), Jacob Schulsinger (Editor).
1290581023_img100314_voegele
img100314_voegele1
1290581023_img100314_voegele2
img100314_voegele3
1290581023_img100314_voeglel4

McCann Erickson: Coke erobert den Esstisch

Mit dem TV-Spot «Coke & Meals» geht die Zusammenarbeit von McCann Erickson Zürich und Coca-Cola Schweiz aktiv in den Frühling.

Der Spot stellt einen neuen Markenschwerpunkt in den Fokus: Coca-Cola als der ideale Begleiter für Familien- und Freundeszusammenkünfte, wie sie überall auf der Welt rund um das gemeinsamen Essen zelebriert werden. Der 25sekündige Spot wird ab dem 15. März auf allen Reichweitenstarken TV-Sendern in der Schweiz zu sehen sein.
Verantwortlich bei McCann Erickson Zürich: Stephen Dickel (Account Executive, Beratung), Annika Seidel (Account Director, Beratung), Denise Frech (Art Director, Kreation), Silke Wartenberg (Copy Writer, Kreation). Verantwortlich bei der Coca-Cola Schweiz: Christoph Reitmeir (Junior Brand Activation Manager), Flavio Calligaris-Maibach (Geschäftsführer Schweiz).
Zum Spot

Wechsel in der Chefredaktion bei Le Temps

Die Westschweizer Tageszeitung Le Temps erhält bald einen neuen Chefredaktor.

Der bisherige stellvertretende Chefredaktor Pierre Veya wird Nachfolger von Jean-Jacques Roth. Veya tritt sein Amt am 1. Mai an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Er begann seine journalistische Laufbahn nach Abschluss seines Wirtschaftstudiums an der Wirtschaftsschule von Delsberg bei der Zeitung L’Impartial. Er begann als Korrespondent des Kantons Jura und war dann für die kantonale Rubrik verantwortlich. Danach wechselte er zum Magazin L’Hebdo, wo er sechs Jahre die Wirtschaftsrubrik leitete. 1997 wurde er zum stellvertretenden Chefredaktor des Wirtschaftsblatts Agefi ernannt und übernahm dort schliesslich von 2001 bis 2004 das Amt des Chefredaktors. Ein Jahr später wurde er stellvertretender Chefredaktor bei Le Temps, wo er aktiv zur Entwicklung der neuen Wirtschafts- und Finanzseiten der Tageszeitung beitrug. 2006 erhielt Pierre Veya den Alstom-Preis.
Sein Vorgänger Jean-Jacques Roth hatte diese Stelle seit 2002 bekleidet. Seine künftige Aufgabe wird darin bestehen, die für Le Temps für die nächsten Jahre definierte Verlagsstrategie umzusetzen, vor allem für die digitalen Informationsträger.

Zu guter Letzt: Das Internet ist auch ein Friedensnobelpreis

Diese Jahr wurde das Internet wurde für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. Insgesamt stehen 237 Personen und Organisationen zur Wahl.

Damit erreicht die Zahl der Nominierungen diesmal eine neue Rekordmarke. Wie BBC News berichtet, habe es im vergangenen Jahr 205 Nominierungen gegeben. Bei der Organisation sind Tausende Nominierungsvorschläge eingegangen, so Geir Lundestad, Direktor des Nobel Instituts. Manche seien von einzelnen Personen vorgeschlagen, andere von zehn bis 100 verschiedenen Leuten. Das Institut gibt keine offizielle Liste der Nominierten heraus. Einige Nominierte geben jedoch immer wieder selbst bekannt, dass die Wahl auf sie gefallen ist. Nominiert worden sein soll gemäss Pressetext.ch beispielsweise die russische Menschenrechtsaktivistin Svetlana Gannuschkina und der chinesische Aktivist Liu Xiaobo. Die italienische Version des Wired Magazin habe sich für die Nominierung des Internets eingesetzt und begründete dies damit, dass das Web Dialog, Debatten und Konsens fördere. Dies findet auch von der Friedensnobelpreisgewinnerin 2003, Shirin Ebadi, und dem Gründer des Projekts «One Laptop per Child» Unterstützung.
Wer tatsächlich den Friedensnobelpreis entgegennehmen würde, wenn das Internet gewinnt, ist noch unklar. Gewiss ist jedoch, dass der Friedensnobelpreis-Gewinner 2010 schließlich am 8. Oktober bekannt gegeben wird. Und nachdem zuletzt der US-Präsident Barack Obama den Preis erhielt, kann man dem Internet nur die besten Chancen zusprechen.
get_footer();