Wemf: 20 Minuten verliert erstmals Leser – Blick am Abend legt deutlich zu

Zum ersten Mal hat die Pendlerzeitung 20 Minuten Leser verloren statt gewonnen. Sie bleibt aber die weitaus meistgelesene Zeitung im Land. Zulegen konnte dafür der Blick am Abend, wie die Reichweitenstudie der Wemf zeigt. Bei den Bezahlzeitungen behielt der Blick die Nase vorn. Während die meisten Tages- und Sonntagstitel Leser verloren, verzeichneten die NZZ sowie die NZZ am Sonntag einen Leserzuwachs.

1,365 Millionen Leser erreichte 20 Minuten gemäss der neuesten Erhebung der Wemf zwischen Oktober 2008 und September 2009. Dies waren 54’000 weniger als in der vorhergehenden Studie, welche April 2008 bis März 2009 abdeckt. Blick am Abend legte dafür um 43’000 auf 401’000 Leser zu. Die Westschweizer Gratiszeitung 20 Minutes verlor 3‘000 Leser und zählte deren 523’000.
Bei den Bezahlzeitungen behielt der Blick mit 613’000 Lesern die Nase klar vorn. Gegenüber der Vorperiode verlor er jedoch 36’000 Leser. Den Tages-Anzeiger lasen 481’000 Personen, 6‘000 weniger als in der vorherigen Erhebung. In die Mittelland-Zeitung vertieften sich 403’000 Personen, 18’000 weniger. Eine Einbusse von 22’000 auf 373’000 Leser musste auch die Berner Zeitung (inklusive Der Bund) hinnehmen. Die Neue Zürcher Zeitung kam auf eine Leserschaft von 313’000, was eine Zunahme um 7‘000 bedeutet. Eine Schrumpfung um 7‘000 auf 271’000 weist die Erhebung für die Neue Luzerner Zeitung aus. Im französischen Sprachgebiet verlor Leader Le Matin 11’000 Leser und kam noch auf deren 235’000. 24 Heures verlor 1‘000 und kam auf 228’000 Leser. Bei Le Temps sank die Zahl der Leser um 2‘000 auf 146’000. Um 5000 auf 99’000 zulegen konnte La Liberté.

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(Darstellung: Media Trend Journal)

Erosion bei SonntagsBlick und SonntagsZeitung
Die Erosion beim SonntagsBlick, dem meistgelesenen Sonntagsblatt, hielt an. Die Reichweite sank um 23’000 auf 868’000 Lesende. Die SonntagsZeitung verlor sogar 38’000 Leser und kam auf 797’000. Steigern konnte sich dafür die NZZ am Sonntag, und zwar um 17’000 auf 509’000. Auf 371’00 000 Leser kam der Sonntag, ein Zuwachs um 1000. Erst in die nächste Wemf-Erhebung wird die Zentralschweiz am Sonntag fallen. Die Leserschaft der Südostschweiz am Sonntag sank leicht um 1‘000 auf 106’000. In der Romandie nahm Le Matin Dimanche um 8‘000 auf 512’000 Leser ab.

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(Darstellung: Media Trend Journal)

Mehr Leser für Bilanz
Bei den Wirtschaftszeitungen und -magazinen steigerte sich Primus Bilanz um 5‘000 auf 215’000 Lesende. Die Handelszeitung gab um 7‘000 auf 140’000 nach, Finanz und Wirtschaft um 5‘000 auf 135’000.
Das Konsumentenmagazin Ktipp legte um 27’000 auf 1’029’000 Leser zu und die Schweizer Illustrierte um 15’000 auf 932’000. Der Beobachter steigerte sich um 12’000 auf 945’000. Die Schweizer Familie hingegen büsste 8‘000 Leser ein und kam auf 754’000.
Bei den politischen Wochenzeitungen verlor die Weltwoche 14’000 Leser und wies deren 334’000 auf. Um 10’000 auf 94’000 Leser legte dafür Die Wochenzeitung (WoZ) zu.
Die auflagestarken Mitgliedermagazine der Grossverteiler verloren erneut an Reichweite. Die Coop-Zeitung hatte 2’653’000 Leser – ein Minus von 17’000. Das Migros-Magazin büsste gar 32’000 Leser ein und kam auf 2’312’000.
92,1 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 14 Jahren lesen mehr oder weniger regelmässig mindestens eine Zeitung und 91,3 Prozent eine Zeitschrift. Die Werte seien in mehr als zehn Jahren erstaunlich stabil geblieben, schreibt die Wemf AG für Werbemedienforschung.

DRS: Churer Redaktion mit neuem Team unter neuer Leitung

Im Studio Chur des Schweizer Radios DRS kommt es zu mehreren personellen Wechseln. Roland Wermelinger übernimmt ab April die Teamleitung der Churer Redaktion. Er folgt auf Georg Fromm, der Schweizer Radio DRS verlässt.

Der 42-jährige Wermelinger arbeitete die letzten fünf Jahre als Regionalkorrespondent für die Ostschweiz. Der Sarganserländer startete seine SR DRS-Laufbahn 1999 beim Bündner-Journal. Gemeinsam mit Sara Hauschild bildet er künftig das Rückgrat der Redaktion in Chur, wie SR DRS am Dienstag mitteilte.
Im Juli werden zwei weitere neue Mitarbeiterinnen zum Churer Team stossen. Die 45-jährige Diana Jörg wechselt von der DRS1-Redaktion «Leben und Leute» zum Regionaljournal Graubünden. Zum neuen Bündner Team gehört auch Stefanie Hablützel. Die 35-jährige Churerin arbeitet derzeit beim Privatsender «Radio Grischa». Die Redaktion verlassen werden Riccarda Simonett und Silvio Liechti. Simonett wird künftig als Moderatorin auf DRS1 zu hören sein, Liechti übernimmt die Stelle als Regionalkorrespondent von Radio DRS für die Ostschweiz.

Spinas Gemperle: Neue Kampagne für Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Die Kreativen von Spinas Gemperle haben für die Schweizer Paraplegiker-Stiftung eine neue Kampagne realisiert. Hauptaufgabe ist es, die heutigen Möglichkeiten eines weitgehend autonomen Lebens von Betroffenen aufzuzeigen, Vorurteile abzubauen sowie neue Gönner zu gewinnen.

Die ausgewählten Testimonials zeigen, zu welch Tätigkeiten Querschnittgelähmte dank des Hilfsangebots der Stiftung fähig sind. Gestartet wird die Kampagne mit einem TV-Spot. Er erzählt die Lebensgeschichte der jungen Reitlehrerin Sabrina L., die ihren Traumberuf strotz Querschnittlähmung weiter ausführen kann. Der Spot ist seit dem 10. März im Schweizer Fernsehen und in den Werbefenstern ausländischer Privatsender zu sehen. Weitere Spots und begleitende Printsujets sollen noch in diesem Jahr folgen.

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Verantwortlich bei SPS: Christian Hermle (Leiter Marketing und Fundraising), Christian Hamböck (Projekt Manager Marketing). Verantwortlich bei Spinas Gemperle: Lorenz Spinas (CD), Steph Huwiler und Andrea Reinhart (Konzept/AD), Susi Kammergruber (Konzept/Text), Corinne Bucher (Beratung). Kerstin Reulen (Produzentin von Rosas’n’Co) und Christine Wiederkehr (Regie).

Nemuk: Mit Rapper Stress und Social Media gegen Rassismus

«Lève-toi! Steh auf gegen Rassismus» heisst die aktuelle Kampagne, die von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) mit Rapper Stress lanciert wurde. Ziel der Kampagne war, sich gegen Rassismus zu erheben, dies zu filmen und den Beitrag auf den Blog Leve-toi.ch zu laden. Konzept und Produktion der Social-Media-Kampagne stammen von Nemuk.

Zahlreiche Nutzer sind dem Aufruf gefolgt und haben eigene Videobeiträge verfasst. Anschliessend wurden die Laien-Beiträge professionell in einen Videoclip eingebettet. So entstand ein gemeinschaftlicher Clip aus Social-Media-Usern und dem Schweizer Rapper Stress. Dieser ist ab sofort online. Breitenwirkung erreichte das Projekt durch den viralen Effekt und die Bewerbung innerhalb der Facebook-Community. Der fertig produzierte Clip soll auch in Zukunft Menschen anregen, Zeichen gegen Rassismus zu setzen und den Blog leve-toi.ch als Plattform für Erfahrungsaustausch zu nutzen. Das Projekt wurde ohne Werbebudget realisiert.

Erdmannpeisker: Für Smart internationale POS-Aktion gestartet

Smart Aftersales hat seine Bieler Agentur Erdmannpeisker mit der Entwicklung von fünf internationalen Key-Visual-Motiven beauftragt. Ziel war dabei, diese humorvoll und aufmerksamkeitsstark sowie international verständlich zu gestalten.

Motive wurden für folgende Themen realisiert: «Kleine Reparaturen», «Service-Qualität», «Frühjahrs-Check», «Bremsenwechsel» und «Wartung zum Festpreis». Sie werden von den Ländervertretungen in Europa, Asien und Nordamerika eingesetzt und sind ab April 2010 in Form von Plakaten und Anzeigen, in Mailings, auf Flyern und als POS-Deko zu sehen. Entwickelt wurden die Motive unter der Leitung von Creative Director Gabriel Peisker.

Verantwortlich bei Daimler: Sarah König (Bereich Global Services & Parts). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (CD), Christina Schmid (AD), Kurt Stallaert (Fotos), Sybille Erdmann (Beratung).

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Mitlinks: Neues Portal für Schulthess Juristische Medien

Schulthess Juristische Medien präsentiert sich seit einer Woche im Internet mit einem neuen Auftritt. Mitlinks hat dazu das Design sowie das Interaktionskonzept realisiert. Zudem hat die Agentur das Firmenlogo einer leichten Modernisierung unterzogen.

Schulthess Juristische Medien betreibt mit über 8‘000 Publikationen den grössten Fachkatalog für juristische Publikationen in der Schweiz. Auf Schulthess.com sind sowohl ein Buchshop als auch Informationen über das 1791 gegründete Familienunternehmen zu finden. Die Bereiche «Buchshop», «Verlag» und «Portal» sind visuell durch unterschiedliche Farb- und Bildwelten voneinander abgegrenzt. Das Portal ist in Zusammenarbeit mit BPM Consult entstanden.

Verantwortlich bei Schulthess: Marcel Häfner (Projektleiter). Verantwortlich bei Mitlinks: Patrizia Lehmann (Projektleitung), Lorenzo Mutti (CD).

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Expo-Event: Neuer Präsident und Geschäftsleitung

Vor knapp einem Jahr haben die Vereinigung Messen Schweiz (VMS) und der Verband Expo + Event fusioniert. Mit dem Zusammenschluss entstand der Branchenverband Expo-Event. Live Communication Verband Schweiz. Mit Simon Ackermann als designierten Präsidenten und Ewa Ming als Verantwortliche der Geschäftsstelle erhält Expo-Event nun eine neue Führung.

Simon Ackermann ist Creative Director und Gesellschafter von Habegger in der Schweiz. Als TV-/Filmregisseur, Szenograf und Produzent verantwortete er bisher über 500 nationale sowie internationale Shows, Events und TV-Produktionen. Heute ist er als Creative Director für sämtliche szenografischen Projekte zuständig.
Die Messe- und Eventfachfrau Ewa Ming erwarb nach ihrer Ausbildung zur Eidg. dipl. EHL den eidg. Fachausweis zur Marketingplanerin und absolvierte anschliessend ein Nachdiplomstudium in Kulturmanagement. Sie leitet die Suisse Emex, ist Inhaberin der Ming Event Agentur und hält Fachreferate in diversen Managementkursen. Ewa Ming wird die Geschäfte von Claudia Schuler übernehmen.
Simon Ackermann und Ewa Ming werden ihre Aufgaben nach der Generalversammlung vom 22. April 2010 in Angriff nehmen.

Niklaus Ullrich wird Vizepräsident der SRG Deutschschweiz

Der Regionalrat der SRG Deutschschweiz hat Niklaus Ullrich zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Ullrich ist Kulturbeauftragter des Kantons Basel-Landschaft und Präsident der SRG Region Basel. Er ersetzt Axpo-Konzernchef Heinz Karrer, der bereits Ende letzten Jahres aus den Gremien zurückgetreten ist.

Niklaus Ullrich ist seit 1988 Kulturbeauftragter des Kantons Basel-Landschaft. Zuvor wirkte der 57-Jährige nach Studien in München und Basel als Regisseur und Festivalleiter und als freier Mitarbeiter von Schweizer Radio DRS im Studio Basel. In der SRG ist Niklaus Ullrich seit 1997 Präsident der SRG Region Basel. Seit 2002 gehört er dem Regionalrat SRG.D an, der ihn auf Anfang 2008 zum Mitglied des Verwaltungsrates SRG.D (heute: Regionalvorstand SRG.D) gewählt hat.

Feldschlösschen: Mit Carlos Leal das neue Premium Bier getestet

Ab sofort ist Schauspieler und Sens-Unik-Rapper Carlos Leal in einer neuen Hauptrolle am TV zu sehen. Für Feldschlösschen testet er zusammen mit Freunden in einer Bar das neue Premium Bier.

Carlos Leal steht mit drei Freunden an einer Bar. Begeistert preist er ihnen das neue Premium Bier an, das er in seiner Hand hält. Seine Freunde nehmen ihn auf den Arm, in dem sie ihm das Glas zum Probieren abnehmen und sich reihum, Schluck für Schluck, selbst vom neuen Biergeschmack überzeugen. Für Carlos bleibt am Ende nur noch das leere Glas übrig. Zu sehen ist der TV-Spot seit Montag, 22. März, in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz. Nahezu gleichzeitig startet in der Westschweiz eine zum Spot passende Plakatkampagne mit Carlos Leal als Markenbotschafter. Verantwortlich für die Kampagne ist die Agentur McCann Erickson. Produziert wurde von Lili Clemens WELOVEFILM Film- und TV-Produktion, München.

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CNN: Starreporterin Amanpour wechselt zu ABC

Mit dem US-Fernsehsender CNN wurde sie weltberühmt, nun wechselt sie zur Konkurrenz: Starreporterin Christiane Amanpour wird ab August die politische Wochenschau «This Week» auf ABC moderieren.

Amanpour wird zudem auch in anderen Nachrichtenformaten und Dokumentationen zu internationalen Themen zu sehen sein. Die 52-jährige Britin wurde mit ihrer Berichterstattung zum Golfkrieg international bekannt. In fast drei Jahrzehnten bei CNN interviewte sie zahlreiche ranghohe Politiker aus der ganzen Welt und berichtete von Krisenherden wie Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Ruanda und dem Balkan. Zuletzt war sie als internationale Chefkorrespondentin tätig.

JvM /Limmat: Was nervt, kommt unter den Bock

Die Kreativen von Jung von Matt/Limmat haben für Graubünden Ferien und Calanda eine monströse Apparatur entwickelt: den Rammbock. Dieser soll das Unterland von dem befreien, was im Alltag nervt.

In einem umfunktionierten Crashtestcenter steht ein eiserner Steinbock auf der einen und ein überdimensionales Fass Calanda auf der anderen Seite. Dazwischen kommt das, was nervt. Der Steinbock wird beschleunigt und das nervende Objekt pulverisiert. Zu sehen ist der Rammbock auf einer Website: Dort entscheiden die Nutzer jeden Tag per Abstimmung, was ihnen am meisten auf den Senkel geht. Was mehr Stimmen erhält, wird um 17 Uhr vom Rammbock zermürbt. Eine Webcam zeigt nebst dem Crash auch den Aufbau und die Aufräumarbeiten sowie alles, was sich sonst noch rund um den Rammbock abspielt. Jeder Crash wird mit mehreren Hochgeschwindigkeitskameras eingefangen und danach als Film in die Galerie gestellt. Am vergangenen Freitag wurde der Fitnesswahn entsorgt. Am Montag steht Mike Shiva zur Wahl gegen die Finanzkrise.

Verantwortlich bei Regionenmarke Graubünden: Gaudenz Thoma (CEO), Gieri Spescha (Head of PR/Brand Management), Mike Frei (PR/Brand Management). Verantwortlich bei Heineken Switzerland (Calanda): Patrik Widmann (Group Brand Manager). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Livio Dainese, Fernando Perez, Michael Rottmann (CD), Daniel Serrano (AD), Ricco Pachera, Christina Baeriswyl (Grafik), Claudia Camenisch, Felix Zürcher (Beratung), Remo Brunner (Public Relations), Notarmon Buchli (Programmierung), Ilonka Galliard, Erasmo Palomba (Artbuying).

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Zu guter Letzt: Zu gut, um wahr zu sein

Gespräche mit Superstars lassen sich gut verkaufen. Wenn Blattmacher Interviews mit Promis wie Beyoncé Knowles, Jay-Z, Christina Aguilera, Slash und Snoop Doggy Dogg angeboten bekommen, heisst es zuschlagen. Doof nur, wenn später herauskommt, dass die Gespräche – zumindest in geschilderter Weise – nie stattgefunden haben.

So geschehen im Fall Ingo Mocek, dessen Gespräche mit oben aufgeführten Prominenten zwischen 2004 und 2010 in der deutschen Zeitschrift Neon abgedruckt wurden. Aufgeflogen ist Mocek aufgrund eines Interviews mit Beyoncé Knowles. Ganz frei erfunden war das Gespräch zwar nicht – Mocek hat für seine Publikation einige Informationen aus drei früheren Gesprächen mit dem Superstar verwendet. Der Grösste Teil entsprang aber offenbar der Fantasie des Autors.
Bevor der Betrug durch das Management der Musikerin entdeckt wurde, schaffte es das getürkte Interview noch bis in die Schweiz. Das Gespräch wurde am 12. Januar dieses Jahres in der Printausgabe des Tages-Anzeigers publiziert und auch über das Newsnetz verbreitet. Dabei hat Tamedia nicht zum ersten Mal Erfahrungen mit Betrügern gemacht. Der Berner Interview-Fälscher Tom Kummer hatte jahrelang aus Hollywood für die Magazine des Tages-Anzeigers berichtet und Gespräche unter anderem mit Demi Moore, Sharon Stone oder Brad Pitt getürkt.

Auch andere Medien Opfer von «Borderline»-Journalismus
Vor «Borderline»-Journalismus, wie diese Form der Berichterstattung genannt wird, ist offenbar kein Medium sicher. Sowohl der Sonntags-Blick, die NZZ am Sonntag als auch der Blick wurden Opfer von Fälschern. Im September 2003 musste Sonntags-Blick eingestehen, dass der Aufsatz «Alles ist anders, nichts hat sich verändert» nicht vom US-Erfolgsautor David Margolick stammte, sondern von einem freien Mitarbeiter der Zeitung in New York mit dem Namen Lorenz Wolffers.
Auch der NZZ am Sonntag hatte der Berner Journalist Wolffers eine Fälschung untergejubelt. Das Interview mit dem amerikanischen Autor Scott Turow war pure Erfindung. Im selben Jahr kroch auch Blick einem Fälscher auf den Leim: Ein deutscher Journalist namens Robert Macher hatte ein Interview mit Mick Jagger aus verschiedenen Texten zusammengeschustert und mit pikanten Details angereichert. Also, Augen und Ohren aufhalten.

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