Ungarn: Rechte Geschäftskreise kaufen sich in RTL-Tochter ein

Nach dem Sieg der Rechts-Konservativen bei den ungarischen Parlamentswahlen am Wochenende haben sich Geschäftskreise, die den Rechten nahestehen, in den ungarischen RTL-Ableger RTL Klub eingekauft.

Das Medienunternehmen Infocenter.hu, das mehrheitlich dem Marktforscher Istvan Stumpf und dem Anwalt Zsolt Nyerges gehört, erwarb 31 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft von RTL Klub, berichteten ungarische Medien gemäss SDA am Montag. Die Mehrheitsanteile an Infocenter.hu waren erst letzte Woche vom Medienunternehmer Tamas Fellegi an Stumpf und Nyerges abgetreten worden.
Fellegis Schachzug war damals damit in Zusammenhang gebracht worden, dass der Unternehmer voraussichtlich Infrastrukturminister in der neuen Regierung von Konservativen-Chef Viktor Orban wird. Sowohl Fellegi als auch Stumpf und Nyerges stehen Orbans Bund Junger Demokraten (FIDESZ) nahe.
Stumpf, der in der ersten Regierung Orbans (1998-2002) Kanzleramtsminister war, gilt als enger Vertrauter des ehemaligen und künftigen Regierungschefs. Die Infocenter.hu ist der Eigentümer mehrerer FIDESZ-naher Medien, darunter die Wochenzeitung Heti Valasz. Zusammen mit einer weiteren Firma von Nyerges besitzt sie den neuen Radiosender Class FM.

TBS Identity: Kampagne für Hawa entwickelt

Hawa hat sich neu positioniert und mit einem neuen Webportal sowie dem Hawa Student Award 2010 bei Architekten und Designern auf sich aufmerksam gemacht. TBS Identity hat die kommunikativen Massnahmen dazu realisiert.

Im Sinne einer Pull-Strategie betreute TBS Identity für den Hersteller von Schiebebeschlagsystemen eine breit angelegte Kampagne. Zielgruppen sind Architekten, Raumgestalter und Designer, die als wichtige Kaufbeeinflusser der Hawa Schiebelösungen fungieren. Zu den von TBS Identity realisierten Massnahmen gehört unter anderem eine Inseratekampagne in der Fachpresse sowie das Webportal Myslidestyle.ch.
Der Student Award 2010 ist ein von Hawa lancierter Förderpreis für Nachwuchsgestalter. Er richtete sich an Jungarchitekten und stand im Zeichen der Wandelbarkeit von Raumstrukturen als Folge zunehmender gesellschaftlicher Mobilität. TBS Identity lancierte im Auftrag der Hawa sämtliche Medien für den Hawa Student Award. Ausserdem entwickelte die Zürcher Agentur eine Wettbewerbspublikation, in der die Siegerprojekte beschrieben sind sowie eine Wanderausstellung, die in Schweizer Hochschulen für Gestaltung und Architektur einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.

Verantwortlich bei Hawa AG: Anke Deutschenbaur (Leiterin Slide Studio Hawa AG), Doris Hug (Marketing Kommunikation Hawa AG). Verantwortlich bei TBS Identity: Beat Aeschlimann (Kommunikationsberatung), Thomas Geissberger (AD), Marlen Gassler (Projektmanagement), Marco Donada (Design), Zahida Huber (Web), Nadia Ermert (Polygrafie), Sandra Aeberhard (Text), Axel Linge (Fotografie).

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Publigroupe verkauft ihre Beteiligung an Edipresse

Die Werbevermarkterin Publigroupe hat ihre Beteiligung von 19,9 Prozent an Edipresse vollumfänglich veräussert. Ein Aktienpaket von 17,9 Prozent wird bis zum 25. Mai 2010 von der Mehrheitsaktionärin von Edipresse, Lamunière SA, übernommen.

Dieser Verkauf erfolge im Einklang mit der Politik von Publigroupe, sich von Verlagsbeteiligungen zu trennen, die nicht länger als strategisch betrachtet werden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Montag. Die Desinvestitionen dienen dem weiteren Schuldenabbau und verschaffen der Gruppe den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum, um den Ausbau der im Vordergrund stehenden Wachstumsbereiche voranzutreiben. Diese Transaktion wird die Erfolgsrechnung 2010 von Publigroupe mit 15,3 Millionen Franken positiv beeinflussen.
Lamunière hielt bislang 72,8 Prozent der Stimmen und 44,6 Prozent der Kapitals von Edipresse. Edipresse hat den Grossteil seiner Schweizer Aktivitäten an die Zürcher Tamedia verkauft und ist nun hauptsächlich im internationalen Zeitschriften-Geschäft tätig.

Deutscher Dialogmarketing Preis: Agentur am Flughafen gewinnt silbernen Award

Die Agentur am Flughafen hat in der Kategorie Dach des Deutschen Dialogmarketing Preises einen silbernen Award gewonnen.

Die siegreiche Kampagne wurde für die Lehrlingswerbung des Schweizer Textilverbands konzipiert. Insgesamt wurden 420 Arbeiten eingereicht, 80 schafften es auf die Shortlist, 58 wurden mit einem Award ausgezeichnet.
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René Eugster Agentur am Flughafen; Pat von Engsberg, Agentur am Flughafen; Milo Stössel, Präsident des Schweizer Direktmarketing Verband SDV (vlnr).

Marti & Partner und Seilerzürich werden zu Marti.Seiler.

Mit Wirkung auf den 1. April 2010 schliessen sich Marti & Partner und Seilerzürich operativ zusammen. Die neue Firma heisst Marti.Seiler.

Peter Marti hat die Aktien von Herbert Seiler Ende Januar 2010 übernommen. Der Gründer und Besitzer von Seilerzürich Communications, Herbert Seiler, suchte seit einiger Zeit eine geeignete Lösung für sein Lebenswerk und entschied sich für Marti & Partner. Marti & Partner ging 1998 aus Marti, Ogilvy & Mather hervor. Die beiden zukünftigen Partner kennen sich geschäftlich und privat seit über 30 Jahren, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.
Die operative Leitung der neu firmierten Werbeagentur übernimmt Peter Marti als CEO. Mitglieder der Geschäftsleitung sind Thomas Krebs, Roland Weiss und Nadine Kündig. In den Verwaltungsrat gewählt wurden Peter Marti, Herbert Seiler, Roland Weiss und Nadine Kündig. Mit dem Zusammenschluss entsteht eine mittelgrosse Schweizer Werbeagentur, die eine der wenigen, grösseren Werbeagenturen der Schweiz in reinem Schweizer Besitz ist.
Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die Markenführung mittels crossmedialen Off- und Online Werbeauftritten, wie es weiter heisst. Eine spezielle Internet-Marketing Abteilung, Direct Marketing Spezialisten und Public Relations Experten stehen zur Verfügung. Die Agentur beschäftigt ungefähr zwanzig Mitarbeitende und betreut Brutto-Betriebseinnahmen von ca. 3.5 Millionen Franken. Alle Mitarbeitenden beider Firmen werden weiterhin für die neue Firma Marti.Seiler. arbeiten.

Plädoyer: Relaunch und neu mit französischer Ausgabe

Die neuste Ausgabe des Plädoyer – Magazin für Recht und Politik ist mit einem aktualisierten Layout, mehr Seiten und neuen Rubriken erschienen. Neu erscheint auch eine eigenständige französische Ausgabe.

Das neue Layout mache es einfacher, sich zurecht zu finden, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Der Inhalt sei noch aktueller, servicebetonter und kontroverser. Die französische Ausgabe verantwortet Sylvie Fischer, Journalistin und Juristin; die erste Ausgabe umfasst 48 Seiten, ein Ausbau ist geplant.
Nicht nur das Magazin ist aktualisiert worden, auch in der Redaktion gibt es neue Gesichter: Zur bisherigen Redaktorin und Juristin Corinna Hauri sind die beiden Juristinnen und Redaktorinnen Anne Sciavilla und Corinne Stöckli gestossen. Sciavilla machte erste journalistische Erfahrungen im Regionaljournalismus, bevor sie ein Rechtsstudium aufnahm und anschliessend juristisch arbeitete, unter anderem bei verschiedenen Gerichten, in einer Anwaltskanzlei, in der Rechtsberatung und bei der eidgenössischen Kommission für Frauenfragen. Zuletzt war sie verantwortliche Redaktorin bei der Anwaltsrevue. Stöckli studierte ebenfalls Rechtswissenschaften und arbeitete anschliessend im Kommunikations-Bereich der Swiss Re. Im Herbst 2009 schloss sie an der Schweizer Journalistenschule Maz und der Hamburg Media School ein Masterstudium in Journalismus ab. Danach arbeitete sie bei der Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens, wo sie weiterhin ein Teilzeitpensum hat.
Hinter Plädoyer und Plaidoyer stehen die Verlage Konsumenteninfo (Zürich) und Editions Plus (Lausanne), welche grosse Publikums-Titel wie K-Tipp, Saldo oder BonàSavoir herausgeben. Die Inserateaquisition erfolgt über Kimedia, Zürich und Lausanne. Gedruckt werden Plädoyer und Plaidoyer bei Stämpfli, Bern.

Advico Y&R: Elefant auf dem Cover von Lürzer‘s Archiv

Der eingequetschte Zoo-Elefant der Agentur Advico Young & Rubicam hat es auf das Cover von Lürzer‘s Archiv geschafft.

Advico Young&Rubicam hat für den Zoo Zürich die mehrfach ausgezeichnete Elefanten-Kampagne realisiert. Der gequetschte Elefant hat es nun aufs Cover des weltweit renommierten Lürzer‘s Archiv Foto geschafft. Der Elefant wurde von Julien Vonier Fotografiert und bearbeitet.
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Soziale Netzwerke: Verzicht kann Entzugserscheinungen hervorrufen

Soziale Netzwerke sind für ihre Nutzer bereits so wichtig, dass ein Verzicht suchtartige Entzugserscheinungen hervorrufen kann. Das behaupten US-Forscher von der University of Maryland.

Für die Aktion «24 Hours:Unplugged» verzichteten 200 Studenten einen Tag lang völlig auf jede Art digitaler Medien und bloggten anschließend über ihre Erfahrungen.
«Wir waren überrascht, wie viele zugaben dass sie unglaublich abhängig von Medien sind. Bei vielen ist der Verzicht darauf nicht eine Frage des Wollens, sondern des Könnens», wird Studienleiterin Susan D. Moeller gemäss Pressetext in der Medienmitteilung zitiert. Häufig war das verzweifelte Verlangen danach, doch wieder online zu kommen, viele berichteten von Unruhe, extremer Nervosität, Spannung und Verrücktheit, was ähnliche Zeichen wie bei Entzug von Alkohol- und Drogensüchtigen sind. Besonders bei Social Networks und SMS fiel der Verzicht schwer, zeigten die sehr ausführlichen Rückmeldungen. 18- bis 21-jährige Studenten nutzen heute laut Studie ständig Facebook, Anrufe und E-Mail sind mit großem Abstand zweitrangige Wege, um in Kontakt mit Freunden und informiert zu bleiben. Moeller geht soweit, das Leben ohne Social Media in der heutigen Welt mit dem «Leben ohne Freunde und Familie» gleichzusetzen.
Ähnliche Schweizer Studie
In einer ähnlichen Schweizer Studie verzichteten «Facebook-Junkies» kürzlich ein ganzes Monat lang auf ihre Gewohnheit – für eine Belohnung von 300 Franken. Studienleiter Dominik Orth sperrte dazu vor den Augen den Probanden deren Facebook-Passwörter. «Besonders der Anfang des Verzichts ist sehr emotionsgeladen. Manche sagten, sie fühlten sich als sei die Mutter gestorben, als würde der Wohnungsschlüssel abgenommen oder als würde am Flughafen persönliches Gepäck inspiziert», berichtet der Psychologe bei der Agentur Rod im Pressetext-Interview.
Auch wenn im Schweizer Versuch andere Medien erlaubt waren, fühlten sich die Probanden von der Welt abgeschnitten und sozial ausgegrenzt, besonders gegenüber den noch Eingeloggten. «Die meisten berichteten aber auch von Vorteilen im Verlauf der Studie. Das Selbstbild wurde wichtiger als das Fremdbild, sie fühlten sich im Alltag ruhiger und nutzten die gewonnene Zeit», so Orth. Die meisten gaben nach dem Monat an, sie würden Facebook nun effizienter nutzen und sich «in weniger dekadent häufiger Form» einloggen. Künftig ganz auf Facebook verzichten wollte allerdings keiner.

Edipresse schreibt Millionenverlust

Edipresse hat 2009 tiefrote Zahlen geschrieben: Die künftig im internationalen Zeitschriften-Geschäft tätige Gruppe verzeichnete 2009 unter dem Strich einen Verlust von 32,3 Millionen Franken (Vorjahr: +30,4 Millionen Franken).

Der Westschweizer Medienkonzern konzentriert sich neu vor allem auf das internationale Mediengeschäft, namentlich in Osteuropa und Asien. Den Grossteil seiner Schweizer Medientitel verkaufte Edipresse im Frühling 2009 an Tamedia -sie gehen bis 2013 vollständig in den Besitz der Zürcher Mediengruppe über. Zurzeit sind diese Schweizer Medienaktivitäten in der Presse Publications SR S.A. (PPSR) gebündelt, an der Tamedia 49,9 Prozent und Edipresse den Rest besitzt.
Im weitergeführten Geschäft, also unter anderem ohne die ausgelagerten Titel, ergab sich gemäss SDA 2009 ein Reinverlust von 29,6 Millionen Franken (Vorjahr: +16,1 Millionen Franken) und ein Betriebsverlust (Ebit) von 24,1 Millionen Franken (Vorjahr: +24,4 Mio. Franken). Der Verlust im nicht weitergeführten Geschäft betrug 2,7 Millionen Franken (Vorjahr: +14,3 Mio. Franken).
Die Verluste resultierten vor allem wegen ausserodentlicher Faktoren, unter anderem Kosten für die Restrukturierung, wie Edipresse in einer Mitteilung vom Montag betont. Sonderfaktoren von fast 47 Millionen Franken ausgeklammert, hätten 2009 schwarze Zahlen resultiert, wie es heisst.
Positiver Ausblick
Der Umsatz reduzierte sich im weitergeführten Geschäft um gut 40 Prozent auf 178,6 Millionen Franken. Auf Pro-Forma-Basis, also inklusive aller Schweizer Aktivitäten, erreichte die Gruppe 2009 einen Umsatz von 542 Millionen Franken (Vorjahr: 738,2 Mio. Franken).
Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 5.50 Franken je Inhaberaktie beziehungsweise 1.10 Franken je Namenaktie erhalten. Der Ausblick auf das laufende Jahr sei positiv, hiess es. Die Gruppe erwarte entsprechend für 2010 die Rückkehr zur Profitabilität. Der Verwaltungsrat habe zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 30 Millionen Franken beschlossen.

Nicole Schöwel wird neue Leiterin Unternehmenskommunikation bei Denner

Per 1. August 2010 übernimmt Nicole Schöwel die Leitung der Denner Unternehmenskommunikation und agiert gleichzeitig als Mediensprecherin des Unternehmens.

Nicole Schöwel ersetzt Anita Daeppen, die die Unternehmenskommunikation seit 2008 erfolgreich geleitet hat. Die 35-Jährige bringt eine breite Kommunikations-Erfahrung mit, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Aktuell arbeitet sie als Communications Manager bei McDonald’s Schweiz. Zuvor war sie in verschiedenen Kommunikationsfunktionen tätig, unter anderem bei Swisslog Management in Buchs und bei Kommunikationsagenturen in den Niederlanden.
Anita Daeppen, welche seit 2003 bei Denner tätig ist, wird sich ab August 2010 voll auf ihre unternehmerische Tätigkeit in der Gastronomiebranche konzentrieren.

RSA-Studie: Jugendliche sind anfällig für Online-Kriminalität

Obwohl sich Jugendliche der Sicherheitsrisiken im Internet bewusst sind, werden diese beim Surfen häufig ignoriert. Das risikoreiche Verhalten im Netz kann dazu führen, dass sich junge Menschen ihre Karrierechancen verbauen, finanzielle Schäden davontragen sowie generell anfällig sind für Online-Betrug und den Diebstahl ihrer Online-Identitäten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von RSA, The Security Division of EMC, in Auftrag gegeben wurde. Dafür hat das Marktforschungsunternehmen TRU in den USA 1’002 junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren zu ihren Online-Gewohnheiten und Sicherheitsvorkehrungen bei der Internet-Nutzung befragt.
Einige Ergebnisse der Studie im Überblick:
– Sieben von zehn Jugendlichen geben zu, dass sie nicht so vorsichtig
sind, wie sie sollten, wenn sie Informationen ins Web stellen oder
abrufen.
– Jugendliche gehen eher sorglos mit persönlichen Informationen um, die
sie über File-Sharing-Dienste oder Soziale Netzwerke bereitstellen.
Dies kann langfristig negative Folgen haben und beispielsweise dazu
führen, dass die Reputation der jungen Leute sowohl online als auch
offline beschädigt wird.
– 73 Prozent der Befragten sind besorgt darüber, Opfer von Online-Betrug
oder Identitätsdiebstahl zu werden. 71 Prozent geben allerdings zu,
dass sie trotz guter Vorsätze nicht vorsichtig genug sind, wenn es um
ihre persönliche Online-Sicherheit geht.
– Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt nur ein einziges Passwort für
alle Online-Accounts und bleibt über längere Zeit auf ihren persönlichen
Online-Seiten eingeloggt, da ihnen ein ständiges Wiedereinloggen zu
umständlich ist.
– Mehr als drei Viertel der Studienteilnehmer geben an, dass sie bereit
sind, beim Online-Shopping höhere Risiken einzugehen, wenn sie
dadurch niedrigere Preise erzielen können.
Die Umfrage hat zudem ergeben, dass ein risikoreiches Verhalten im Web möglicherweise negative finanzielle Konsequenzen haben kann. 55 Prozent der Jugendlichen geben jedoch an, ihre Online-Kontoauszüge nicht zu überprüfen. 35 Prozent vergleichen nach Online-Einkäufen nicht, ob die Bankdaten dazu korrekt sind. Wenn sie im Internet Kreditkartendaten angeben müssen, vergewissert sich knapp ein Drittel der Befragten nicht, ob die entsprechende Webseite seriös ist.

Draftfcb/Lowe: Lesung im Theater Rigiblick beworben

Else Lasker-Schülers Leben und Werk steht am 8. Mai 2010 im Zentrum der Lesung im Theater Rigiblick. Für den Abend mit der zu Lebzeiten aufsehenerregenden Dichterin hat Draftfcb/Lowe Group ein Sujet realisiert.

Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts führte Else Lasker-Schüler in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben. Lange vor Madonna war sie die erste Performance-Künstlerin. Doch nicht nur ihre Art und Selbstinszenierungen eckten an, auch mit ihrem Einsatz für freie Verhütungsmittel, freie Liebe und die Abschaffung des Abtreibungsparagrafen 218 erfuhr sie viel Ablehnung oder bekam nur halbherzige Anerkennung. Die zweimal geschiedene Dichterin erlebte als alleinerziehende Mutter und Jüdin Armut, Verfolgung durch die Nazis, Exil und Berufsverbot. Der Enge der äusseren Welt setzte Else Lasker-Schüler die grenzenlose Phantasie ihrer inneren Welt gegenüber. Ihr ganzes Leben verspürte sie eine entfesselte Liebe zu verschiedenen Männern. Die grosse Zahl von Liebesgedichten dokumentiert diese Leidenschaft, von verzweifelt bis wollüstig, teils fliessend übergehend in tief religiöse Gedichte.
Das für die Lesung geschaffene Motiv nimmt gemäss Mitteilung diese innere Welt mit einem Zitat der Dichterin auf: «Gott ist kein Spiesser». Denn: Wäre er einer, hätte er hat dem Menschen nicht das unstillbare Verlangen gegeben zu lieben und geliebt zu werden – körperlich und seelisch. Das Motiv für die Lesung mit der preisgekrönten deutschen Schauspielerin Corinna Harfouch erscheint als Anzeige und Plakat und es ziert das Programmheft des Theater Rigiblick im Monat Mai.
Verantwortlich beim Theater Rigiblick: Daniel Rohr (Theaterleitung), Brigitta Stahel (Stellvertretende Theaterleitung). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe: Daniel Comte (ECD), Samuel Knaus (Text), Fréderic Nogier (AD), Cinthia Stettler (Grafik), Ute Jäckels (Beratung), Felix Streuli (Fotografie und Bildbearbeitung).
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