SRG-Generaldirektor: Meistgenannter Favorit Leutenegger gegen höhere Gebühren

Am Dienstag wählen die Delegierten den Kandidaten für die Neubesetzung der SRG-Generaldirektion. Meistgenannter Favorit ist Filippo Leutenegger.

Die Spekulationen um den neuen SRG-Generaldirektoren ranken sich um drei Kandidaten: Der grosse Unbekannte, von dem man überhaupt nichts weiss, der Publigroupe-Chef Hans-Peter Rohner und Filippo Leutenegger, ehemaliger Chefredaktor von SF DRS und Medienpolitiker. Letzterer hat sich vor dem Auswahlverfahren prägnant zur SRG geäussert. Wie Leutenegger laut dem Tages-Anzeiger vom Samstag sagt, hält er von einer Gebührenerhöhung zur Sanierung der Finanzen nicht sehr viel. Dagegen stünde das Sparen zuoberst auf seiner Prioritäten-Liste. Ein Programmausbau, der mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, wäre nicht in seinem Sinne. Den Sprachausgleich im Vollprogramm erklärte er gegenüber Klartext hingegen als «wichtigste Raison d’être der SRG». Wie Leutenegger auf Anfrage des Tages-Anzeigers erklärt, stünde er auch heute noch zu seinen Aussagen vor dem Auswahlverfahren.
www.tages-anzeiger.ch
www.srg.ch

Ruf Lanz: Lovely legt Schwingerkönig Abderhalden aufs Kreuz

Ruf Lanz hat für die SMP ein neues Sujet gestaltet. Diese bewirbt die Milch als Fitnessprogramm.

Jörg Abderhalden ist der Schwingerkönig der Jahre 1998, 2004 und 2007 und gilt als einer der besten Schwinger aller Zeiten. Um ihn aufs Kreuz zu legen, braucht es schon einen übermenschlich starken Gegner. Das schafft nur Lovely, die Hauptdarstellerin der langjährigen Kampagne der Schweizer Milchproduzenten, so die Aussage der Kampagne.
Das Sujet bewirbt die Ernährungsbotschaft «Milch. Dein natürliches Fitnessprogramm.» Als tägliches Fit-Ess-Programm gelten drei Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag: 1 Glas Milch, 1 Joghurt und 1 Stück Käse.
Das Sujet wird im Umfeld von Schwing-Veranstaltungen eingesetzt.
Verantwortlich bei den Schweizer Milchproduzenten SMP: Charlotte Hofstetter (Leiterin Marketing), Martin Rüst (Abteilungsleiter Werbung & Media). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Lorenz Clormann (Art Direction), Dennis Maitzen (Beratung). Fotografie: Oliver Nanzig. Bildbearbeitung: Markus Graf.
www.ruflanz.ch

Virtuell besprayte Wände für Grayling

Nach dem Markenwechsel Ende Januar zeigt sich Grayling Schweiz nun mit einer ausführlichen Website. Die Fullservice-Agentur präsentiert dort ihr Angebot und stellt ihren strategischen Ansatz vor.

Die neue Website von Grayling Schweiz ist seit Dienstag online. Auf Grayling.ch präsentiert sich die Agentur mit Standorten in Zürich und Genf der Öffentlichkeit – «anders, kreativ und global», so eine Mitteilung der Agentur. Den Schwerpunkt im Angebotskatalog von Grayling Schweiz bilden Corporate und Marketing Communications. Zwei Bereiche, die untrennbar miteinander verbunden sind, ist Axel Rienitz, Managing Director, überzeug. Da müssen auch mal Spraydosen für die Platzierung von Botschaften herhalten.
Grayling ist eine weltweite Public Relations-, Public Affairs-, Investor Relations- und Event-Agentur. Grayling hat Niederlassungen an 70 Standorten in 40 Ländern in Europa, den USA, dem Nahen Osten und Asien. Das Unternehmen ist Teil der Huntsworth-Gruppe.

35. One Show Award: One Club gibt Pencil-Gewinner bekannt

Am Donnerstag-Abend fand die 35. Preisverleihung des jährlichen One Show Awards statt. Der One Club hat die Gewinner der Gold, Silber und Bronze Pencil bekannt gegeben.

Die Zeremonie fand in der Lincoln Center‘s Alice Tull Hall statt. Geehrt wurden die besten Errungenschaften des Jahres in Print, Fernsehen, Radio, Outdoor, innovative Marketing, integriertes Branding, und Markeninhalte. Zusätzlich wurde eine Rückblende der letzen 35 Jahre der Werbung gegeben.
Der Green Pencil Award für aussergewöhnliche Arbeit, welche umweltfreundlich ist, wurde an die Berghs School of Communication und Stockholm Universität in Schweden verliehen. Die Studenten wurden geehrt für ihr Konzept für Million Trees NYC, ein Programm mit dem Ziel, eine Million Bäume in den fünf New Yorker Bezirken zu pflanzen und diese zu pflegen über die nächste Dekade. Dies war das erste Mal, dass einer Arbeit von Studenten der Green Pencil verliehen wurde.
Der Preis «Best of Show» wurde an das Londoner Unternehmen BBH verliehen für den Johnnie Walker Kurzfilm «The Man Who Walked Around the World». Proctor & Gamble wurde zum «Client oft he Year» ernannt, für eine Erweiterung der kreativen Grenzen und Risiko-Bereitschaft mit Arbeiten wie «The Man Your Man Could Smell Like» und «Zack Johnson» für Tampax.
Die Top Pencil Gewinner sind:
– TBWA\Hunt\Lascaris/Johannesburg: 2 Gold, 2 Silber, 1 Bronze
– Ogilvy & Mather/Singapore: 1 Gold, 1 Silber, 3 Bronze
– Wieden+Kennedy/Portland: 2 Gold, 2 Silber
– BBDO/New York: 1 Gold, 1 Silber, 1 Bronze
– Ogilvy/Frankfurt: 1 Gold, 2 Silber

Axel Springer: Wallstreet Online verkauft

Die Axel Springer verkauft die Beteiligungen an der Wallstreet Online und der Wallstreet Online Capital sowie die Zertifikate Journa. Das Finanzportal Finanzen.net bleibt im Besitz des Berliner Medienkonzerns.

Die zur Tochtergesellschaft Axel Springer Financial Media gehörenden verkauften Anteile werden vom bisherigen Management übernommen, welches die Geschäfte fortführen wird, und von den verbleibenden Gesellschafter. Den rund 75-prozentigen Anteil an der Finanz-Community Wallstreet Online übernimmt der Gründer und ehemalige Vorstand, André Kolbinger. Dies schreibt New-business.de am Freitag. Den Anteil von 75.1 Prozent am Fondsvermittler Wallstreet Online Capital erwerben Vorstandsmitglied René Krüger sowie Prokurist Ewald Brunen im Zuge eines Management Buy Out. Eine 33.3-prozentige Beteiligung am Zertifikate Journal, einem Dienstleister für Zertifikate und strukturierte Finanzprodukte, übernehmen die beiden bisherigen Vorstände und Gründer Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger.

Burda dockt mit neuem Magazin bei Sex-and-the-City an

Am 20. Mai lässt Burda das Frauen-Magazin Alley Cat – streunende Katze - erstmals an den Kiosk tigern. Das Heft richtet sich an junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren.

Das Konzept stammt von Ina Küper, die Anfang 2009 ihr Volontariat beim Braut&Bräutigam-Magazin beendet hat. Erotik für junge Frauen, ohne Tamtam und umständliche Umschreibungen, dafür aber humorvoll und erfrischend, wie Küper ihre Idee zusammenfasst. Alley Cat sei wie ein intimes Gespräch mit der besten Freundin, so der Verlag und dockt auf diese Weise mit der streunenden Katze offensichtlich an die“Sex and the City-Masche an.
Der Einstieg zum Magazin «Vorspiel» soll kurze News liefern, «Im Schlafzimmer» thematisiert Sex und Erotik. Zudem gibt’s Promi-Geschichten Schönheitsfragen – und Antworten, ausserdem Kultur und Reisetipps. Ebenfalls zu finden sind «Heiße Waschbrettbäuche» und «Böse Mädchen». Eine Web-Adresse hat die streunende Katze von Burda ebenfalls schon: Alley-cat.de. Bisher fehlen dort allerdings Inhalte.
Das erste Heft kommt mit 150‘000 Heften an den Kiosk unter den Fittichen der Burda Style Group von Henning Ecker. Wie die übrigen Titel der jüngsten Burda-Zeitschriften-Offensive muss sich der Alley Cat allerdings dort erst einmal bewähren, bevor die Redaktion Nachschub produzieren darf. Das Heft wird für 3 Euro pro Ausgabe verkauft.

China lässt Internetzugang in Uiguren-Region Xinjiang wieder zu

Die chinesischen Behörden haben zehn Monate nach den Unruhen in der chinesischen Uiguren- Region Xinjiang dort den Zugang zum Internet wieder freigegeben. Zugleich warnte die Regierung, gegen jeden vorzugehen, der «schädliche Informationen» verbreite.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua nutzen in Xinjiang sieben Millionen Menschen das Internet. Die Internetdienste seien vollständig wieder hergestellt worden, teilte die Regierung der autonomen Region am Freitag mit.
Sicherheitskräfte hatten anfang Juli in der der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region im Nordwesten des Landes eine friedliche Demonstration von Uiguren niedergeschlagen. Bei den folgenden Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der muslimischen Minderheit und Han-Chinesen wurden nach Behördenangaben fast 200 Menschen getötet, die meisten von ihnen Han-Chinesen. Als Folge hatten die Behörden die Kommunikationswege stark eingeschränkt: E-
Mail- und Internetdienste wurden abgeschaltet, Telefongespräche auf die Region begrenzt.
Auch unter normalen Umständen herrscht in China eine strenge Internetzensur. Auf viele ausländische Seiten wie das Internet-Netzwerk Facebook und das Video-Portal Youtube dürfen die fast 400 Millionen Nutzer in dem kommunistischen Land nicht zugreifen.

Google: Erste Markenkampagne in Deutschland gestartet

Googles erste Markenkampagen in Deutschland startet unter dem Motto «Das Leben ist eine Suche». Auf der Videoplattform Youtube hat der Internetkonzern zudem hat einen eigenen Markenkanal eingerichtet.

In 140 Kinos in Berlins laufen ab sofort zwei verschiedene Spots. In den Werbefilmen werden verschiedene Situationen dargestellt, in denen Nutzer mithilfe von Google nach Antworten suchen. Die verschiedenen Suchanwendungen werden dabei demonstriert, heisst es bei Horizont.net. Im ersten Spot will beispielsweise ein Junge wissen, ob es den Mann im Mond tatsächlich gibt. Auf Youtube sind die beiden Kinospots und ein weiteres Video ab sofort auch zu sehen.
Die Kreation verantwortet die Hamburger Agentur Kolle Rebbe, um die Produktion hat sich Infected gekümmert.
Google hatte bereits im vergangenen Jahr erstmals einen TV-Spot eingesetzt. Dieser Film für den browser Chrom war allerdings nur in den USA im Pay TV und bei einem Kabelsender zu sehen.

«Wir Eltern» sucht per Wettbewerb Nachwuchsphilosophen

Die Familienzeitschrift «Wir Eltern» hat zum Video-Wettbewerb aufgerufen. Gesucht werden die besten Antworten von Kindern auf philosophische Fragen.

Was ist Glück? Was ist Unrecht? Woher komme ich? Kinder haben in Videobeiträgen pragmatische Antworten hierauf gegeben. Die besten Beiträge wurden nun ausgewählt und sind ab sofort abrufbar unter: www.wireltern.ch.
Die Zeitschrift hat damit erstmals Web-Inhalte mit Kindern veröffentlicht. Man habe mit diesem Wettbewerb einen Ausbau der Website von «Wir Eltern» einläuten wollen. Die Leserschaft soll vermehrt mit Abstimmungen und eigenen Inhalten wie Bildern und Videos auf der Website einbezogen werden.

Aust macht Medienberichte für das Scheitern des Woche-Projektes mitverantwortlich

Das Magazin-Projekt Die Woche von Stefan Aust ist gescheitert. Nun macht dieser unter anderem die Medienberichterstattung für das vorläufige Scheitern verantwortlich.

Der ehemalige Spiegel-Chefredakteur sagte in einem Interview, dass die große Aufmerksamkeit dem Projekt sicher geschadet habe. Die WAZ und der Axel Springer Verlag hatten vor ihren Ausstieg aus dem gemeinsam geplanten Projekt bekanntgegeben und als Grund die wirtschaftliche Lage genannt.
Erst vor wenigen Tagen kamen die Gerüchte auf, dass die Zeitungsgruppe von Dirk Ippen, Verleger des Münchner Merkur und der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen, sich mit 20 Prozent an dem Objekt beteiligen werden. Dies schreibt Horizont.net am Freitag. Die WAZ-Gruppe sollte ebenfalls 20 Prozent halten, Springer 52 Prozent und Aust 8 Prozent. In einer Stellungnahme von Springer und WAZ heisst es, dass Aust das Projekt nun mit anderen Partnern fortsetzen wolle. Hier könnte Ippen eine wichtige Rolle spielen.

Nach positiver Bilanz: Komitee «Rettet den Bund» stellt Tätigkeit ein

Das Komitee zur Rettung der Berner Tageszeitung Der Bund ist zufrieden mit der Zusammenarbeit von Bund und Tages-Anzeiger. Aufgrund der positiven Entwicklung stellt das Komitee seine Aktivität bis auf weiteres ein.

Die neue Zeitung sei besser geworden und habe auch die Qualität der Konkurrenz Berner Zeitung angehoben. Das stellt das Komitee nach knapp 200 Ausgaben des neuen Bund fest. Sollten es die Umstände erfordern, könne das Komitee jederzeit reaktiviert werden, heisst es in einem Communiqué vom Freitag.
Die Tamedia hatte vor genau einem Jahr, am 14. Mai 2009, entschieden, den Bund nicht mit der BZ zu fusionieren, sondern weiterhin als eigenständigen Titel herauszugeben. Die Traditionszeitung kooperiert neu aber eng mit dem Tages-Anzeiger, wovon sie nach Ansicht des Rettungskomitees tagtäglich profitiert. Der neue Bund sei noch besser als der alte, laute der Tenor. Zudem behalte der Grossraum Bern zwei publizistische Stimmen. Die gegenseitige Kontrolle und der Wettbewerb mit der BZ wirkten sich positiv aus.
Das Komitee «Rettet den Bund» zählt 16’500 Mitglieder. Hunderte von ihnen spendeten im Winter 2008/09 rund 33’000 Franken und ermöglichten so eine Kampagne gegen die Einstellung des Bund.

Presserat tadelt Basler Zeitung

Die Basler Zeitung BAZ hat in einem Artikel über das umstrittene Google Street View verfügbare Informationen von Datenschützer Hanspeter Thür nicht berücksichtigt. Der Presserat hiess eine Beschwerde von Thür deshalb teilweise gut

Thür legte seine Beschwerde gegen die BAZ wegen dem Artikel mit dem Titel «Getrübter Blick auf Googles Street View/Die Kritik am neuen Online-Angebot entwickelt sich immer mehr zur Datenschutzposse» ein. Thema waren mögliche Ungereimtheiten von Street View mit den geltenden Datenschutzrichtlinien, auf welche längst unter anderem kantonale Datenschützer hingewiesen hätten. Darin wurde Thür vorgeworfen, er habe sich lange seltsam passiv verhalten. Weil in dem Artikel verfügbare Informationen von Thür nicht berücksichtigt wurden, hiess der Presserat eine Beschwerde teilweise gut, wie das Gremium am Freitag mitteilte.
Die BAZ schrieb eine Reihe von Artikeln zu diesem Thema. In einem davon kritisierte die Vereinigung der Schweizer Datenschutzbeauftragten Privatim die von Google ergriffenen Anonymisierungsmassnahmen und Thürs Haltung. Da Thür bei Erscheinen dieses Artikels in den Ferien weilte, forderte er nach seiner Rückkehr, sich zu den erhobenen Vorwürfen äussern zu können. Er schlug der Zeitung vor, eine von ihm bereits verfasste Klarstellung zu veröffentlichen. Wenige Tage später erschien in der BAZ ein Interview mit Thür. Und eine Woche später wurden die Vorwürfe der Passivität gegen Thür erhoben, worauf dieser erst bei der Chefredaktion und nach abschlägiger Antwort beim Presserat vorstellig wurde.
Das Presseratspräsidium hiess nun die Beschwerde teilweise gut. Die BAZ hätte im Artikel verfügbare Informationen berücksichtigen müssen und verweist auf das Dementi des Eidgenössischen Datenschützers, das «in angemessener Weise» in den Bericht hätte einfliessen müssen. Nicht verletzt habe die BAZ hingegen die anderen Richtlinien.
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