Datenschützer will Gesetz für mehr Persönlichkeitsschutz

Datenschützer Hanspeter Thür fordert strengere Richtlinien für Internetdienste mit sensiblen Daten. Internet-Angebote und Applikationen, welche die Persönlichkeitsrechte gefährden, sollen bewilligungspflichtig werden.

«Heute werden Dienste angeboten, die vom kleinstmöglichen Persönlichkeitsschutz ausgehen. Es muss umgekehrt funktionieren», forderte der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte in einem Interview mit der Zeitung Sonntag. Wer im Netz Dienste anbiete, müsse doch eigentlich davon ausgehen, dass die Leute den grösstmöglichen Persönlichkeitsschutz wollten. Das Gesetz sei nicht nur für Google, sondern für alle IT-Applikationen nötig, so Thür weiter: Jeder, der mit persönlichkeitsgefährdenden Applikationen auf den Markt gehe, müsse sich zertifizieren lassen.
Im Konflikt mit dem Internetkonzern Google wegen dessen Street-View-Applikation erhöht Thür den Druck auf den US-Konzern: Nun gehe es darum, auf europäischer Ebene eine Gegenposition zu etablieren, hielt er fest. Man habe mit den europäischen Datenschutzbehörden Kontakt aufgenommen, um das Vorgehen zu koordinieren.
Google hatte vor rund einer Woche eingeräumt, mit Kamera-Wagen für den umstrittenen Dienst Street View jahrelang persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzen aufgezeichnet zu haben. Die Daten seien versehentlich gespeichert worden, hiess es gemäss SDA. Thür wie auch die europäischen Datenschutzbehörden verlangen von Google, dass der Internet-Konzern diese Daten nun zur Verfügung stellt. «Meine Vorstellung ist, dass eine uns unterstellte Expertengruppe anschliessend analysiert, was genau passiert ist und welche Daten aufgezeichnet wurden», sagte der Datenschützer.

US-Kartellbehörde gibt Google grünes Licht für den Kauf von Ad Mob

Die US-Wettbewerbshüter haben dem Internetkonzern Google nach monatelanger Verzögerung das OK für den Kauf der auf Mobilfunk-Werbung spezialisierten Firma Ad Mob gegeben.

Wie die zuständige Behörde FTC am Freitag gemäss SDA mitteilte, gibt es zwar Bedenken am Zusammenschluss von zwei in diesem Werbe-Segment so stark aufgestellten Akteuren. Der Eintritt von Apple in diesen Markt habe diese aber überdeckt. Der iPhone-Hersteller hatte Anfang des Jahres den AdMob-Rivalen Quattro Wireless geschluckt, nachdem sich Google Ende 2009 das Unternehmen, das Anzeigen auf Handys schaltet, für 750 Millionen Dollar geschnappt hatte.

Leuenberger soll Wahl von Roger de Weck gesteuert haben

Es war für viele eine Überraschung, dass Roger de Weck zum neuen SRG-Direktor gewählt wurde. Medienminister Moritz Leuenberger soll die Wahl beeinflusst haben.

Vieles deute darauf hin, dass Bundesrat Moritz Leuenberger die Wahl de Wecks an die Spitze der SRG gesteuert habe, schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Dies obwohl der Verwaltungsrat neu alleine zuständig ist. So soll sich Leuenberger im Zürcher Restaurant Schiffbau mit Roger de Weck getroffen haben. Der Medienminister hatte dem Verwaltungsrat zuvor erklärt, er wolle die beiden verbliebenen Kandidaten de Weck und Publigroupe-Chef Hans-Peter Rohner treffen. Rohner, der in der Mittellandzeitung das Wahlverfahren offen kritisiert hat, erhielt aber nie eine Einladung, obwohl sie ihm vom VR angekündigt worden war. «Jetzt kommts gut», soll Leuenberger gemäss Sonntagszeitung in dieser Zeit verbreitet haben.
Anforderungsprofil angepasst
Damals wurde auch das Anforderungsprofil an den zukünftigen SRG-Direktor geändert. Nachfolger von Armin Walpen sollte eigentlich ein klassischer Manager werden, «eine führungsstarke Persönlichkeit mit breit abgestützter betriebswirtschaftlicher Fachkompetenz». Anfang Mai wurden dann die Anforderungen abgeändert: Der VR willigte auf Initiative des vierköpfigen Findungsausschusses und nach interner Diskussion ein, das Profil aufzuweichen. «Wir haben eine gewisse Akzentverschiebung vorgenommen, die publizistische Komponente wurde im Vergleich zur Ausschreibung höher gewichtet», bestätigt Ausschussmitglied Viktor Baumeler gegenüber der Sonntagszeitung.
Medienminister dementiert Einmischung
Leuenberger dementiert gegenüber der Sonntagspublikation eine direkte Einmischung. Sprecher Daniel Bach gibt aber zu, dass der Medienminister über die beiden letzten Kandidaten informiert wurde – das sei «nichts als natürlich». Und da sowohl der Bundesrat als auch sein guter Bekannter de Weck «regelmässig kulturelle Anlässe» in Zürich besuchten, würden sie sich «zufällig immer wieder» treffen. Auch SRG-Präsident Münch beharrt: «Bundesrat Leuenberger wurde ins Verfahren weder direkt noch indirekt einbezogen.»

Zu guter Letzt: QB wird’s schon regeln

Mal grad keine Lust auf das bevorstehende Dummschwätzer-Geschäftsmeeting oder einfach Besseres zu tun? Kein Problem, Roboter «QB» hat alles im Griff.

«QB» wurde gemäss NZZ am Sonntag kürzlich von der US-Firma Anybots präsentiert. «QB» ist ein sympathischer Kerl auf vier Rädern, der an jedes wichtige Treffen geschickt werden kann. Man kann ihn fernsteuern, durch seine Augen und Ohren das Meeting mitverfolgen und auf einem kleinen Display Dokumente austauschen. 15’000 Dollar kostet der Spass, die Batterien reichen für acht Stunden… Ein Roboter in einer flotten «menschlichen» Meetingrunde geht ja vielleicht noch knapp als normal durch – zumindest wird man sich früher oder später daran gewöhnen. Doch wie sieht es mit einer Runde aus, die sich aus vielen lustigen Robotern und einem oder zwei Menschen zusammensetzt? Muss ein irgendwie, sagen wir spezielles Gefühl sein, wenn man zu den ein oder zwei Menschen gehört…
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(Bild: Getrobo.com)

Wirtschaftskrise hält für die grafische Industrie an

Die grafische Industrie hat im ersten Quartal 2010 von der konjunkturellen Erholung nicht viel gespürt. Die reale Bruttowertschöpfung der Branche ging im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent zurück.

Der gesamtwirtschaftliche Durchschnittswert habe in derselben Zeitspanne um rund 1 Prozent zugelegt, teilten der Schweizerische Verband für visuelle Kommunikation (Viscom) und die Konjunkturforscher von Bak Basel am Pfingstmontag gemäss SDA gemeinsam mit. Im Gesamtjahr 2009 sei der Wert in der grafischen Industrie gar um rekordhohe 9,9 Prozent zurückgegangen.
Trotzdem dürfe das verbesserte wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten auch der grafischen Industrie aus der Krise helfen, hiess es weiter. Angesichts des starken Einbruchs im 2009 gestalte sich der Weg aus dem tiefen Tal jedoch länger und beschwerlicher als für viele andere Schweizer Branchen.

Radio Zürisee mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2009

Radio Zürisee hat im vergangenen Jahr trotz neuer Konkurrenz einen Reingewinn von 294'000 Franken erwirtschaftet. Die Rekordzahlen von 2007 und 2008 wurden jedoch nicht mehr erreicht.

Das Betriebsergebnis EBITDA 2009 betrug 657’000 Franken. Positiv entwickelten sich auch die Hörerzahlen, wie Radio Zürisee am Freitag schreibt. Der Sender lag im ersten Quartal 2010 221’000 täglichen Hörern auf Rang drei im nationalen Privatradiovergleich. Der Privatsender mit Sitz in Rapperswil-Jona bezeichnete das Ergebnis als «zufriedenstellend».
Seit Mitte 2009 agiert mit Radio 105 ein neuer Sender auf dem Zürcher UKW- Markt. Ausserdem verzögerte ein Rechtsstreit die Umsetzung der neuen Konzession von Radio Zürisee. Der Sender versorgt sei Ende Januar 2010 die Region Zürich- Glarus mit 1.5 Millionen potenziellen Hörern komplett.

Google gibt Entwicklung von Google TV bekannt

Am Donnerstagabend hat Google die Entwicklung von Google TV bekannt gegeben: eine offene Plattform, die die Leistungsfähigkeit des Internet mit dem Fernseherlebnis verbindet.

Intel, Sony und Logitech, zusammen mit Best Buy, DISH Network und Adobe, unterstützen Google bei Google TV. Branchenführer haben die offene Plattform zur Verschmelzung von Internet und Fernsehen an der Entwicklungskonferenz Google I/O in San Francisco bekannt gegeben. Google TV basiert auf der Android-Plattform und verwendet Google Chrome als Webbrowser. Nutzer können auf alle ihre gewohnten Fernsehsender zugreifen und darüber hinaus auf Informationen aus dem Internet sowie auf cloudbasierte Informationen und Anwendungen, einschliesslich Content basierend auf Adobe Flash.
Google TV erweitert die Video-Auswahl aus den Hunderten von Pay-TV- Kanälen um Video-Inhalte, die über das Internet und per Streaming verfügbar sind. Ausserdem besteht neu die Möglichkeit, Streaming-Videos von führenden Content-Plattformen anzuschauen, darunter Netflix, Amazon Video On Demand und YouTube. In Zukunft kann Google TV auch Anwendungen vom Android Market ausführen. Um sich in der Vielzahl der Inhalte zurechtzufinden, die damit auf einem einzigen Gerät und einem einzigen Bildschirm verfügbar sind, führt Google TV eine integrierte Suchfunktion ein. Damit können Zuschauer ganz einfach relevante Inhalte finden, sei es bei kostenlosen Fernsehsendern oder Pay-TV, digitalen Videorekordern oder im Internet. Ausserdem gibt es eine Bild-in-Bild-Option, mit der sich Verbraucher mehrere Fenster gleichzeitig anzeigen lassen können.
Android Froyo
Ausserdem hat der Konzern auf der Konferenz auch die neue Version von Android vorgestellt: Android 2.2 trägt den Codenamen Froyo – für „Frozen Yogurt. Froyo ist das jüngste Update der ersten offenen und umfassenden Plattform für Mobilgeräte. Die Version bietet wertvolle neue Funktionen für Verbraucher, darunter Geräte-Tethering, Unterstützung für Adobe Flash innerhalb des Android-Browsers sowie Verbesserungen beim Android Market.

Euro RSCG löst für Credit Suisse WM-Fieber aus

Die Credit Suiss ist seit 1993 als Hauptsponsor und Nachwuchsförderer an der WM mit von der Partie. Um ihr Engagement kundzutun, bot sie Euro RSCG Zürich für die Entwicklung einer ATL-Kommunikation auf.

Basierend auf dem Leitgedanken, dass die Schweizer Bevölkerung zum Kader von Ottmar Hitzfeld gehört, sind zwei TV-Spots entstanden. Sie zeigen, wie die ganze Nation jede Gelegenheit ergreift, um sich für die Spiele aufzuwärmen: Die Arme werden während der Arbeit gekreist, ein Taxi kommt wie gerufen fürs Beine strecken und Zebrastreifen bieten sich perfekt an, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Als Anerkennung für diesen Einsatz bekommt man ein Nati-Trikot – von oberster Stelle.
Innerhalt von vier Tagen hat die Fimlcrew von Michalel Fueter die Spots an 15 verschiedenen Orten gedreht. Die Kampagen ist neben dem Fernsehen auch in der Presse zu sehen. Drei Sujets gehen auf den Teamgedanken sowie die Nachwuchsförderung ein.
Verantwortlich bei Credit Suisse: Team Sponsorship, Team Advertising. Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Peter Schäfer (Strategie), Axel Eckstein (Creative Director), Rob Hartmann (Art Director), Nemi Gajic, Urs Zwyssig (Text/Konzept), Walter Tagliaferri (Client Service Director), Dominic Hoegger (Account Director), Melanie Auerbach (Agency Producer/creative services) . Produktion: Uli Scheper (Markenfilm), Michael Fueter (Regie), Manuel Mack (Director of Photography) Spacetrain (Musikkomposition), Jingle Jungle (Ton), Oliver Nanzig (Fotografie), Markus Graf (Bildbearbeitung).
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Publikumsrat zu «Kulturplatz» und DRS3

Der Publikumsrat hat sich an der aktuellsten Sitzung zur Sendung «Kulturplatz» und zur Morgensendung auf DRS 3 geäussert.

Die Sendung «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens ist für den Publikumsrat ein gut gemachtes Magazin, das Lust auf Kultur weckt. Die Beiträge seien relevant, sorgfältig recherchiert und informativ, teilte der Rat am Freitag mit. Zudem würden sie dem Publikum verständlich und auf unterhaltende Art und Weise vermittelt. Die Ratsmitglieder finden den Sendeplatz allerdings unpassend. Sie wünschen eine Vorverlegung der Sendung.
Für den Publikumsrat sind die Morgensendungen auf DRS 3 gute Unterhaltung und ausreichend informativ. Die Moderation gefällt durch ihre authentische Art. Die Rubriken kommen beim Gremium gut an. Besonders gelobt wird «DRS 3 Wirtschaft». Als stimmig wird auch die Moderation wahrgenommen. Für einige Ratsmitglieder würden etwas mehr Pep und Individualität dem Programm dennoch gut tun.

SFLB: «Lofe & Peace» für Juventus

SFLB hat die Kursangebot von Juventus in einer neuen Kampagne beworben. Die Sujets sind ab sofort in verschiedenen Printmedien zu sehen.

Die Juventus in Zürich bietet eine Vielzahl von Kursen und Lehrgängen an, die junge Menschen optimal auf den Berufseinstieg vorbereiten sollen. Im Rahmen der bestehenden Kampagne werben einzelne Sujets neu für konkrete Ausbildungen. Dazu hat Spillmann/Felser/Leo Burnett Anzeigen kreiert, die die Vorteile der jeweiligen Kurse «Internationale Matura» und «Tageshandelsschule mit Berufsmatura» hervorheben.
Verantwortlich bei der Juventus Schulen Zürich: Matthias Rüegg (Direktor), Nicole Baumgartner (Marketingassistentin). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Maren Beck (Text), Dana Wirz (AD), Peter Brönnimann (CD), Dominik Mätzener, Eveline Mathis (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying), Fotografie und Bildbearbeitung: Rico Rosenberger.
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Hochspannung setzt VJs von Tele Züri in Szene

Die Agentur Hochspannung hat Tele Züri als Schweizer Privatfernsehen positioniert, das näher am Geschehen ist.

Unter dem Motto «Tele Züri gaht nöcher» hat Hochspannung eine Kampagne lanciert, die in diversen Tageszeitungen in Form von Inseraten eingesetzt wird. Umgesetzt wurde die neue Hauptbotschaft, die zugleich auch neuer Claim ist, mit VJs, die sich in ungewohnten Outfits präsentieren. Als Feuerwehrmann, Ballerina oder Taucher verkleidet gehen die VJs näher ans Geschehen und bringen die wichtigsten Storys des Tages in über 1.1 Millionen Schweizer Haushalte.
Entworfen und umgesetzt wurde die neue Werbekampagne von der Zürcher Werbeagentur
Hochspannung. Für die Sujets standen die VJs René Birrer, Yvonne Eisenring und Michael
Lerch mit einer Kamera vor die Kamera.Die Kampagne ist seit Anfang Mai im Einsatz.
Verantwortlich bei Belcom/TeleZüri: Andrea Hämmerli, Monica Gomez, Carole Stultz. Verantwortlich bei Hochspannung Werbeagentur Zürich: Tom Fäh, Noemi Fraefel, Stefanie Fricker, Marco Huber, Matthew Katumba, Alex Taiganidis.

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Trio erneuert den Auftritt von Steiner System

Die mit der europäischen Kommunikation des Hygienepioniers betraute Agence Trio ist beauftragt worden, alle Verkaufsinstrumente von Steiner zu vereinheitlichen.

Als erste Etappe des Kommunikationskonzepts wurden der Claim «Hygiene im Griff», der visuelle Auftritt und Farbcodes für jede Produktreihe geschaffen. Die Identität soll den Verkaufsdokumenten, Prospekten, Firmenbroschüren und Ausstellungsständen ein unverwechselbares Gesicht geben. Die Agentur lancierte auch einen Internetauftritt. Die von Trio konzipierte und realisierte neue Website ist ein leicht zugänglicher mehrsprachiger Führer mit intuitiver Navigation. Ein Produktvergleicher und ein «Profiler» liefern bedarfsgerechte Lösungen nach Mass.
Verantwortlich bei Steiner System: Martina Losa Di Paolo. Verantwortlich bei Agence Trio: Amélie Kittel (Beratung), Guido Masson (Creative Direction), Réa Christ (Grafik), David von Ritter (Text), Gregory Franco, Christophe Muller (Multimedia). Fotografie: Davolo Steiner.
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