Rose d’Or: Gerhard Schröder übergibt «Social Award»

Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder überreicht an der Rose d’Or-Preisverleihungsgala am 22. September in Luzern die Goldene Rose für ein sozial engagiertes TV-Unterhaltungsprogramm.

Zum 50. Mal werden dieses Jahr Fernsehprogramme aus der ganzen Welt mit der Goldenen Rose ausgezeichnet. Dieser renommierte Preis honoriert Originalität, Qualität und Kreativität in der TVUnterhaltung. Eine Auszeichnung wird im Jubiläumsjahr zum ersten Mal vergeben – der «Social Award». Mit diesem Spezialpreis würdigt die Rose d’Or-Jury eine Sendung, die sich mit sozialen und humanitären Themen, gesellschaftlichen Trends und ethischen Fragen auseinandersetzt. Welches der für diese Kategorie nominierten Programme den Award erhält, wird die Jury während des Rose d’Or-Festivals im September entscheiden. Wer dem Sieger den «Social Award» übergibt, wurde allerdings heute bekannt gegeben: Als Award Presenter und Laudator amtet der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Das Rose d’Or-Festival findet dieses Jahr von 18. bis 22. September im Hotel Schweizerhof in Luzern statt. Die Goldenen Rosen werden traditionsgemäss zum Abschluss des Festivals verliehen. Dieses Jahr sind 110 Programme in elf Kategorien für die Rose d’Or nominiert.

Adlink Media: Gezielte Werbung für iPhone- und iPad-Nutzer

Drei Wochen nach dem Verkaufsstart des Apple iPads in der Schweiz bringt die Goldbach Media-Tochter Adlink Media eine Targeting-Lösung auf den Markt, die es ermöglicht, gezielt Werbung an die Nutzer von mobilen Plattformen auszuliefern.

Adlink Media stelle ihren Werbekunden, Agenturen und Publishern als erste Anbieterin in der Schweiz die Option zur Verfügung, bei Kampagnenbuchungen das iPad wie auch das iPhone als Targeting-Kriterium zu berücksichtigen, heisst es in einer Mitteilung. Die Filterung der iPad- und iPhone-User soll über die Erkennung des speziellen Browsers, den Apple für die Webnutzung als besondere Version von Safari installiert hat, erfolgen. Die neue Targeting-Lösung stelle zudem sicher, dass iPads und iPhones gezielt mit flashfreier Werbung beliefert werden können, da die Geräte dieses Format nicht unterstützen.

Microsoft erweitert Bing um neue Funktionen

Microsoft hat seine Suchmaschine Bing um einige neue Funktionen erweitert. Der Fokus liegt dabei auf Unterhaltungsangeboten.

Am Dienstagabend hat Microsoft die neuen Features präsentiert, zentral dürfte unter anderem das nun integrierte Musikangebot sein. Künftig können User auf Bing rund fünf Millionen Songs streamen, dazu Liedtexte aufrufen sowie Videos und Bilder zu diversen Künstlern anschauen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Musik, über Zune, iTunes und Amazon zu kaufen. Nutzer können einen Song einmal ganz und dann nur noch als 30-Sekunden-Ausschnitt anhören. So soll offenbar der Verkauf der verfügbaren Musik in Schwung gebracht werden. Gleichzeitig will sich Bing nicht als Konkurrenz zu Microsofts Zune-Musikservice positionieren, wie bei der Präsentation der neuen Features betont wurde.
Neben Musik wird Bing auch mit Games und TV-Content ausgestattet. Auf einer eigenen Seite kann man künftig Games-Testberichte und Infos rund um das Thema abrufen. Außerdem gibt es ein Casual-Gaming-Angebot mit rund 100 Spielen, die sich direkt im Browser bedienen lassen. Auch in Sachen TV-Content rüstet Microsoft seine Suchmaschine auf. Etwa 20‘000 Folgen von Serien – Inhalte von Hulu, CBS und Viacom – hat das Unternehmen bereits im Repertoire. In Zukunft soll es außerdem ausführliche TV-Guides auf der Seite geben.
Zunächst nur in den USA
Zunächst wird das Angebot auf die USA beschränkt sein. «Wie bei allen anderen Features werden wir basierend auf den Erfahrungen in den USA und in Abhängigkeit von den speziellen Anforderungen der deutschsprachigen Märkte prüfen, welche Features auch bei uns sinnvoll sind», heißt es dazu von Miriam Köp, Pressesprecherin Microsoft Deutschland, gegenüber Pressetext. «Wir versuchen, die Intentionen der Nutzer bei ihren Suchanfragen immer besser zu verstehen und ihnen so schnell als möglich die Inhalte zu liefern, die sie suchen. Die Kern- oder Core-Search ist dabei eine essenzielle Grundvoraussetzung», ergänzt Köp.

Fussball-WM ist größter Online-Event aller Zeiten

Die derzeit laufende Fußball-Weltmeisterschaf in Südafrika wird von Medienbeobachtern zum «größten Event in der Geschichte des Internets» erklärt. Zum Auftakt der WM zog das Grossereignis zu Spitzenzeiten zwölf Millionen Internetuser pro Minute in seinen Bann.

Davon abgesehen, dass selbst Traffic-erprobte Seiten wie Twitter derzeit unter der Nutzerlast leiden, ist die WM inzwischen populärer als das Web-Ereignis rund um Obamas Präsidentschaftssieg. Während Obama in der Wahlnacht im Jahr 2008 zu Spitzenzeiten für die Aktivitäten von 8,5 Millionen Nutzern verantwortlich war, kam die WM schon zwei Stunden nach dem ersten Ankick auf den Spitzenwert von zwölf Millionen Usern. Das geht aus aktuellen Zahlen von Akamai hervor, wie CNN gemäss Pressetext berichtet.
Auf Twitter, wo die WM auch schon im Vorfeld von diversen Firmen zu Marketingzwecken eingesetzt wurde, ziehen erzielte Tore derzeit richtige Wellen an Postings nach sich. Die Rekordmarke von 2.940 Tweets pro Sekunde wurde im Übrigen erreicht, als Japan im ersten Spiel gegen Kamerun einlochte. Dahinter folgt Brasiliens erstes Tor im Spiel gegen Nordkorea. Normalerweise kommt Twitter auf rund 750 Tweets in der Sekunde. Die Twitternutzung ist seit Beginn der Weltmeisterschaft kontinuierlich so hoch, dass die Seite bereits mehrmals mit massiven Serverüberlastungen zu kämpfen hatte. Um für den weiteren Turnierverlauf mehr Stabilität zu garantieren, wurde bereits technisch aufgerüstet, wie Twitter in einem Blogeintrag verlauten ließ.
Doch nicht nur Twitter freut sich dieser Tage über Rekordnutzungszahlen. Auch die Website der FIFA erfährt immensen Zulauf. So wurden beispielsweise während des Spiels Brasilien gegen Nordkorea rund 300 Millionen Seiten von knapp zehn Millionen Besuchern auf der Website aufgerufen.

DPA schreibt rote Zahlen

Die Nachrichtenagentur DPA hat im Jahr 2009 wegen des Umzugs ihrer Zentralredaktionen nach Berlin rote Zahlen geschrieben.

Wie die deutsche Nachrichtenagentur am Mittwoch gemäss SDA erklärte, fiel wegen des Projekts unter dem Strich ein Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro an. Der Vorsitzende der DPA-Geschäftsführung, Malte von Trotha, betonte: «Bereinigt um die Kosten für den Umzug läge das Ergebnis um 7,7 Millionen Euro besser – es ergäbe sich ein Jahresüberschuss.» Am 15. September 2010 will die Nachrichtenagentur ihre neue Zentralredaktion mit rund 300 Mitarbeitern in Berlin offiziell eröffnen.
Der Umsatz der DPA sank 2009 vor allem wegen der Kündigung der WAZ-Mediengruppe um 4,1 Prozent auf 90,3 Millionen Euro.

Die Werbewoche auf Star TV: «Best of Werbewoche: Sony Ericsson Vivaz»

Am Donnerstag um 19:45 Uhr startet «Die Werbewoche» auf Star TV mit einer «Best of»-Serie. In den kommenden Wochen werden die beliebtesten Spots und deren «Making of’s» nochmals ausgestrahlt.

Zu Beginn gibt’s ein Wiedersehen mit den heissen Capoeira-Tänzern, welche für den Sony Ericsson Vivaz- Clip vor der Kamera standen. Für gute Unterhaltung ist also gesorgt.
Die «Best of Werbewoche» gibt es exklusiv auf Star TV oder jederzeit als Stream auf Startv.ch.
Die Werbewoche auf Star TV: Neu jeden Donnerstag um 19:45 Uhr auf Star TV.
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Wirz Werbung: Thomas Städeli wird neuer CEO

Neue Aufgabenverteilung im Hause Wirz: Thomas Städeli steigt per Mitte Jahr als Nachfolger von Geri Aebi zum CEO von Wirz Werbung auf. Aebi übernimmt als CEO Wirz Gruppe in Zukunft die Gesamtführung der Kommunikationsgruppe.

Städeli wird als Aebi-Nachfolger in der CEO-Funktion von Wirz Werbung per 1. Juli 2010 auch Mitglied der Wirz Gruppenleitung, in der die Geschäftsführer der Firmen Wirz Werbung , Wirz Corporate und Assai Dialog+Digital sowie Wirz Services vertreten sind.

Nach fünf erfolgreichen Jahren als Managing Director habe sich Städeli diesen Aufstieg mit seiner engagierten und gewinnenden Art sowie mit seinen fachlichen und menschlichen Qualitäten mehr als verdient, heisst es in einer Mitteilung von Wirz Werbung. Er werde zusammen mit Petra Dreyfus (Client Service Directorin) und Philipp Skrabal (Executive Creative Director) ein junges, starkes Führungstrio für die gut aufgestellte Werbeagentur bilden.

Geri Aebi werde sich als CEO Wirz Gruppe vermehrt um firmen- und Disziplinen übergreifende Aufgaben und Projekte kümmern, heisst es weiter. Darüber hinaus bleibe er der Werbung beziehungsweise einzelnen Kunden auch weiterhin erhalten. In den acht Jahren unter Aebis Führung habe Wirz Werbung nicht nur sehr schnell den notwendigen finanziellen Turnaround, sondern mit einem stark erneuerten Team auch ein image- und businessmässiges Comeback geschafft.

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Die Geschäftsleitung von Wirz Werbung.

AZ Medien: Mit Lokaljournalismus online Geld verdienen

Christoph Bauer, seit Jahresbeginn neuer CEO bei den AZ Medien, sprach mit dem Medienmagazin Klartext über die Zukunft der Tageszeitung und die Bedeutung des Internets. Er zeigt sich überzeugt, dass Tageszeitungen überleben werden – ob gedruckt oder nicht. Online liesse sich in Zukunft vor allem mit Lokaljournalismus Geld verdienen.

Es sei relativ einfach, schnell mal was online oder mobile zu stellen. Einmal am Tag zu erklären – «was ist passiert und was bedeutet das für morgen?» – sei hingegen relativ anspruchsvoll. «Deshalb bin überzeugt, dass Tageszeitungen überleben werden». Ob gedruckt oder nicht, sei eine komplett andere Frage. Auf die Frage hin, ob im Netzt für Inhalte überhaupt Geld verlangt werden könne, antwortete der 39-Jährige: «Wenn es eine Change gibt, dann ist es die lokal-regionale Berichterstattung.» Nationale und internationale Themen könnten im Internet nur wenige Medienmarken kostenpflichtig anbieten. Bei den AZ Medien konzentriere man sich deshalb auf Ersteres. «Wir wollen wieder raus in die einzelnen Ortschaften und dort mit noch mehr Aussenredaktionen präsent sein», so Bauer weiter.
Konkurrenz gebe es aber auch dort genug. Im Mittelland gebe es im lokalen Bereich eine sehr vielfältige Welt von lokalen Anzeigern, «die sehr, sehr ordentliche Jobs machen». Diese seien für die Bürger in einem kleinen Dorf oder einer Kleinstadt oft die erste Referenz. Man beabsichtigte deshalb, weitere Kleinanzeiger zu kaufen. Derzeit gehören rund 14 solcher Anzeiger zum Verlag. Das Modell funktioniere gut. Momentan sei man daran, die Titel strategisch zu entwickeln. «Einige übernehmen die Funktion einer Tageszeitung, andere haben eher Markplatzfunktion.»

Pitchgewinne: Livingmedia und Premotion

Grünbaum Koblasa Livingmedia konnte sich bei einer Konkurrenzpräsentation von Bio-Suisse und Coop durchsetzen. Premotion gewann einen Pitch der Bijouterie Gübelin.

Zum Uno-Jahr der Biodiversität organisierte Bio-Suisse gemeinsam mit ihrem Partner Coop einen Pitch zum Thema «Tag der offenen Bio-Höfe». Grünbaum Koblasa Livingmedia konnte sich dabei gegen zwei Agenturen durchsetzen. Die Zürcher Agentur für Live-Kommunikation wurde mit der Konzeption und Realisation der Aktion beauftragt.
Premotion wird dafür sorgen, dass der anstehende Generationswechsel beim Familienunternehmen Gübelin diesen Herbst zusammen mit Kunden und Partnern in Luzern, Zürich, Genf und Lugano gefeiert werden kann. Auf der einen Seite sollen Werte wie Echtheit, Unverfälschtheit, Exklusivität, Qualität und Authentizität spürbar sein, auf der anderen Seite will sich Gübelin von einer überraschenden, modernen und zeitgemässen Seite zeigen. Das von Premotion entwickelte Event- und Kommunikationskonzept wird dabei auf der kommunikativen Leitidee «Gegensätze» aufgebaut.

Zu guter Letzt: Frankreichs Sponsoren haben die Nase voll

Die Fussballnation Frankreich hat derzeit nichts zu lachen. Der Auftritt an der Fussball-WM war miserabel, die Darstellung der Mannschaft chaotisch. Nicht nur Fans sind von der Nationalelf enttäuscht. Auch Sponsoren haben langsam genug.

Die französische Bank Credit Agricole hat bereits angekündigt, den Geldhahn zuzudrehen. Die Fastfoodkette Quick zog einen Werbespot mit Nationalspieler Nicolas Anelka zurück. Dieser wurde aus dem Team geschmissen, nachdem er den Nationaltrainer übel beschimpft hatte. Die Reaktion der Mannschaft: ein Trainingsboykott. Sponsoringexperten raten, dringend aktiv zu werden, um das Abwandern weiterer Sponsoren zu verhindern. Verband und Spieler sollen – analog zum WM-Erfolg 1998 – als Mannschaft zum eigenen Volk sprechen, sich für die Skandale entschuldigen, so ein Vorschlag, der ein Experte gegenüber dem Branchendienst Horizont äusserte. Auch ein Fairplay- und Teamgeist-Programm könne eine Antwort sein. Gute Idee. Aber gibt es nach der Niederlage vom Dienstag gegen Südafrika noch Hoffnung? Oder ist Hopfen und Malz verloren?

Presserat: Schweizer Illustrierte hat Privatsphäre verletzt

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde des Schriftstellers Martin Suter zu einem Artikel der Schweizer Illustrierten gutgeheissen. Die Zeitschrift hatte über die Beerdigung von Suters kleinem Adoptivsohn berichtet und ein Bild des Grabes veröffentlicht.

Suter wehrte sich nicht primär gegen die Verletzung seiner Privatsphäre, sondern vor allem gegen die Art der Informationsbeschaffung, wie der Schweizer Presserat in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Mit ihrem Artikel vom 7. September 2009 habe die Zeitschrift versucht, den Eindruck zu erwecken, sie sei zur Beerdigung eingeladen gewesen und habe von der Familie persönliche und private Informationen erhalten. Diese stammten von einer Freundin der Familie, die wiederum mit einer Mitarbeiterin der Schweizer Illustrierten bekannt ist. Die Informantin hatte erklärt, sie habe von «Freundin zu Freundin» gesprochen und gar nicht in Erwägung gezogen, dass es sich um einen journalistischen Auftrag handelte, zumal die Journalistin seit 2008 im Ruhestand ist. Die Schweizer Illustrierte wies die Beschwerde als unbegründet zurück und bestritt zunächst, dass die Journalistin mit der Informantin gesprochen habe. Die publizierte Information sei sachlich völlig korrekt.
Der Presserat hat die Beschwerde jedoch gut geheissen. Die Autorin des Artikels hätte ihre Informantin darauf aufmerksam machen müssen, dass sie ihr freundschaftliches Gespräch journalistisch verwerten würde. Ausserdem existiere im Fall von Martin Suter kein öffentliches Interesse, hinter die Kulissen seines Privatlebens zu blicken. Die Veröffentlichung eines Bildes der Grabstätte eines eben erst verstorbenen Kindes berühre ebenso wie ein Bericht über die Beerdigung die geschützte Privatsphäre der Hinterbliebenen. Wie bei Hochzeiten und Taufen dürfe über Beerdigungen auch bei Prominenten nur dann berichtet werden, wenn sie selbst mit der Information an die Öffentlichkeit gegangen sind, schreibt der Presserat in seinen Erwägungen.

Aus Vogt-Schild Medien wird Solothurner Zeitung

Die Vogt-Schild Medien AG (Solothurner Zeitung) wurde von der Generalversammlung per 1. Juni 2010 zur Solothurner Zeitung AG umfirmiert. Seit März 2009 gehört das Solothurner Medienhaus zu 100 Prozent den AZ Medien (Aargauer Zeitung).

Mit der Umbenennung soll die Nähe zu der im Kanton Solothurn traditionsreichsten Zeitung, der Solothurner Zeitung, stärker zum Ausdruck gebracht werden, wie die AZ Medien am Dienstag mitteilten. Die Solothurner Zeitung wurde 1907 gegründet. Sie gehört seit 2002 dem Verbund der Mittelland Zeitung (MZ) an.
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