Youtube bald als Live-Sportsender

Google will das Angebot der Video-Tochter Youtube um Live-Streamings diverser Sportdisziplinen erweitern. Mit Cricket-Spielen aus der Indian Premier League hat der Technologieriese bereits gute Erfahrungen gemacht.

Über 55 Millionen Visits aus 250 Ländern konnte das Portal laut Bloomberg damit generieren. Nun sollen Sportarten mit einer vorwiegend in den USA noch höheren Breitenwirksamkeit wie Basketball oder Eishockey folgen. Ob die Bundesliga bald live bei Youtube zu sehen sein wird, wollte Google auf Nachfrage von Pressetext nicht bestätigen. Selbst wenn es laufende Gespräche gibt, werden sie nicht kommentiert, hieß es. Eine Einigung mit europäischen Spitzenligen über Live-Streamings auf der Video-Plattform wäre wohl primär von den nicht gerade günstigen Übertragungslizenzen abhängig. Allerdings, so werden zwei Google-Manager zitiert, ist der Web-Konzern auch mit anderen Profisportligen wie der NBA und der NHL in Verhandlungen. Auch sie verdienen prächtig an den Rechten für Live-Übertragungen.

Schon in der zweiten Hälfte dieses Jahres will Youtube mehr Live-Sport zeigen, sagt Googles Direktor für Content-Partnerschaften Asia Pacific, Gautam Anand. Neben indischen Cricket-Matches streamt das Portal beispielsweise auch japanischen Major-League-Baseball. Vonseiten der NHL gibt es jedoch ebenfalls keine Bestätigung zu möglichen Verhandlungen. Die NBA bekundet in einem Statement hingegen ihre Freude, dass YouTube den Wert von Live-Sport erkannt hat.

(Bild: Keystone)

Google und Datenschützer argumentieren vor Bundesverwaltungsgericht

Der Eidg. Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür und die Anwälte von Google haben am Donnerstag vor dem Bundesverwaltungsgericht ihre Argumente im Streit um Google Street View auf den Tisch gelegt. Das Urteil aus Bern wird später folgen.

Der Datenschützer zeigte zunächst anhand einer Präsentation, dass auch nach der automatisierten Verwischung durch Google noch einzelne Gesichter und Fahrzeugkennzeichen sichtbar sind. Die Umsetzung der von ihm geforderten Massnahmen sei nötig und Google zumutbar, um den Schutz der Privatsphäre Betroffener zu verbessern. Sichtbare Fahrzeugkennzeichen könnten ohne weiteres zum Aufspüren des Halters führen. Es stehe weiter zu befürchten, dass künftig auch Gesichter mittels bestimmter Software konkreten Personen zugeordnet werden könnten. Thür betonte, dass es ihm nicht um ein Verbot von Street View gehe und er nicht technologiefeindlich sei. Google habe aber eine Bringschuld, wenn es darum gehe, mit manueller Nachbearbeitung alle noch erkennbaren Gesichter und Kennzeichen unkenntlich zu machen. Dies sei einem internationalen Unternehmen mit Milliardengewinnen auch finanziell zuzumuten.

Es gehe nicht an, dass Google seinen Gewinn auf Kosten der Persönlichkeitsrechte steigere. Die aktuell auffindbaren Hinweise, wann und wo das Google-Fahrzeug unterwegs sei, würden ebenfalls nicht ausreichen. Es brauche vielmehr eine zusätzliche Benachrichtigung in lokalen Medien betroffener Gebiete.

99 Prozent der Gesichter unkenntlich gemacht

Die Anwälte von Google hielten dem Datenschutzbeauftragten entgegen, dass sich gar niemand wirklich für die paar wenigen noch sichtbaren Gesichter interessiere. Insofern gehe es auch nicht um den Schutz von Personendaten, der unter das Datenschutzgesetz fallen würde. Aktuell würden 99 Prozent aller Gesichter automatisch unkenntlich gemacht. Dies müsse ausreichen. Thür verlange, dass Google «perfekt» sei. Diese Forderung sei unverhältnismässig. Es sei im übrigen nicht einzusehen, wieso Google verboten werde solle, was andere in Internet und Medien ohne weiteres machen dürften.

Grosses öffentliches und privates Interesse

So erlaube selbst der vom Bundesgericht angebotene virtuelle Rundgang Einblick in Gärten und Innenhöfe. Sollte eine Person sich im übrigen trotz allem an einer Aufnahme stören, könne sie von Google mit einigen einfachen Klicks verlangen, zusätzliche Verwischungen sowie die Entfernung von Bildern vorzunehmen. Schliesslich wies Google darauf hin, dass an Street View ein grosses öffentliches und privates Interesse bestehe. Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung habe den Dienst schon genutzt. Street View komme neben Privaten auch Schülern und Lehrern, dem Gemeinwesen, dem Tourismus und den Behörden zu Gute. Letztlich erfolge die Klage des Datenschutzbeauftragten aus rein politischen Gründen. Das Bundesverwaltungsgericht wird nun seinen Entscheid fällen müssen, was wohl einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Anschliessend kann das Urteil noch beim Bundesgericht angefochten werden.
 

(Bild: Keystone)
 

«Date Nina»: Interaktiver Präventionsfilm von Road Cross und Ogilvy Interactive

Road Cross hat in Zusammenarbeit mit Ogilvy Interactive einen interaktiven Präventionsfilm realisiert. Ziel ist es, auf spielerische Art und Weise der hohen Anzahl von jugendlichen Verkehrstoten entgegenzuwirken.

Der auf Facebook veröffentlichte Film «Date Nina» thematisiert die Bedeutung der persönlichen Entscheidung in Zusammenhang mit Verkehrssicherheit. Mit dabei ist auch der Schweizer Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart.

Der Film handelt von einem Date mit der hübschen Nina, einer Bekanntschaft aus dem Internet, die der Hauptdarsteller noch nie getroffen hat. Sie verabreden sich in einem Kaffee, ziehen mit dem Auto weiter und treffen Freunde, um anschliessend gemeinsam einen Club zu besuchen. Damit der Hauptdarsteller bei Nina landen kann, muss er in mehreren Situationen die richtigen Entscheidungen treffen. Die Konsequenzen des eigenen Verhaltens und die Auswirkungen auf den Strassenverkehr werden in «Date Nina» auf spielerische Art und Weise unmittelbar erlebt.

Der Zuschauer erlebt den Film aus der Ego-Perspektive und entscheidet per Mausklick über den Verlauf der Geschichte. Er wird somit zum Hauptdarsteller des Films. Um diesen Effekt zu verstärken, wird der Zuschauer von den übrigen Filmcharakteren direkt angesprochen. Indem die Applikation auf Facebook abgelegte Fotos des Zuschauers in die Filmhandlung einbaut, wird der Film zum personalisierten und individuellen Erlebnis.

«Date Nina» wurde von Road Cross in Zusammenarbeit mit Ogilvy Interactive produziert und vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) unterstützt. Die Applikation ist auf Deutsch, Französisch und Italienisch abspielbar: http://apps.facebook.com/date_nina/.

Arte erhält neues Gesicht

Von Montag an präsentiert sich der deutsch-französische Kultursender Arte seinem Publikum in einem neuen Erscheinungsbild, an dem Designer aus fünf verschiedenen Ländern, darunter der Schweiz, mitgewirkt haben.

Kernstück der neuen Optik ist gemäss SDA eine längere, kaleidoskopartig erzählte Geschichte, in der Arte sich auf eine Reise mit vielen Menschen, mit Jung und Alt, bei Tag und bei Nacht, begeben will. Diese Bilder werden immer dann eingesetzt, wenn das Programm mit kleinen Sendepausen unterbrochen wird, wie es am Donnerstag hiess.

Der in München tätige Schweizer Benjamin Cuénod erfand das so genannte On-Air- Design, die Gesamtoptik. Der niederländische Künstler Joost Korngold entwickelte das Arte-Logo für den Bildschirm als 3D-Skulptur. Für die Erkennungsspots zeichnet der belgische Regisseur Joe Vanhoutteghem verantwortlich. Der deutsche Designer Axel Schildt war federführend für das Online- Erscheinungsbild. Die Künstlerin Catherine Lagarde produzierte mit dem in Paris lebenden französischen Komponisten Laurent Parisi das Audiodesign für die akustische Wiedererkennung.
 

Memonic stellt Blogwerk White Label-Lösung zur Verfügung

Das Online-Notizbuch Memonic stellt ab sofort Blogwerk, dem Online-Verlag für Blogs, seine White Label-Lösung zur Verfügung.

Damit kann nun jeder Nutzer favorisierte Artikel der Blogs Neuerdings.com, Imgriff.com, Fokussiert.com, Netzwertig.com und Startwerk.ch in einem privaten Online-Archiv im Blogwerk-Design ablegen. Für Memonic stellt dies nach der Zusammenarbeit mit der Neuen Zürcher Zeitung die zweite Bereitstellung seines Services auf einer Partnerwebsite (White Label) dar.

Memonic ermöglicht es gemäss Mitteilung, die wesentlichen Inhalte von Webseiten, E-Mails, Word- oder Excel-Dokumenten in einem persönlichen Online-Notizbuch zu speichern, zu organisieren und zu teilen. Mit der White Label-Lösung geht Memonic einen Schritt weiter und bietet nach der NZZ nun auch Blogwerk – und in Zukunft auch weiteren Kunden – die Möglichkeit, die Funktionalität des Tools auf der eigenen Webseite zu implementieren.

 

http://www.youtube.com/watch?v=vvst5Euuih8

Vitamin 2: Frisch, fruchtig und knackig in eigener Sache

Frühe Tagwache für das Team der St. Galler Agentur Vitamin2: Im Dunkel der Nacht wachsen nicht nur clevere Ideen, sondern – mit ein bisschen Hilfe flinker Hände – auch Äpfel an drei Bäumen in der Innenstadt.

Auf dem belebten Platz beim Rösslitor hielt trotz Schneetreiben der Frühling Einzug. Die Passanten staunen nicht schlecht, und freuen sich am willkommenen Frühlingsgruss. Es handle sich um eine knackige Idee, fruchtig umgesetzt, um erfrischend unverkrampfte Werbung in eigener Sache, schreibt die Agentur in einer Mitteilung.

Lösung für ein altes Verlegerproblem

Immer mehr Zeitungsverleger bieten ihre Inhalte auch online und für die mobile Nutzung an. Noch fehlen ihnen aber Angaben darüber, wie viele verschiedene Personen sie auf allen Kanälen erreichen. Eine Pilotstudie lüftet nun den Schleier – zumindest für einige Medienmarken. Und für Print und Website, noch nicht für Apps.

Nehmen wir das Beispiel der Medienmarke Tages-Anzeiger: Aus der Wemf-Studie Mach Basic 2010-2 ist bekannt, dass die Zeitung 473'000 Leserinnen und Leser pro Ausgabe (LpA) ausweist. Und die Studie Net Metrix-Profile 2010-2 zeigte auf, dass Tagesanzeiger.ch 338'000 Unique User pro Woche (UUpW) generiert. Die Marke Tages-Anzeiger kommt also auf eine wöchentliche Bruttoreichweite von 811'000 Personen. Doch wie viele von ihnen konsultieren nun sowohl die Zeitung als auch die Website? Und wie viele lesen ausschliesslich auf Papier, wie viele exklusiv auf dem Portal? Sind jene, die primär Tagesanzeiger.ch nutzen, städtisch, jung und weiblich – oder wohnen sie eher auf dem Land, sind im mittleren Alter und männlich? Und gibt es bei dieser Klientel Nutzungsveränderungen – zum Beispiel weg von der Zeitung hin zum Internet? Oder spricht die Onlineausgabe ein ganz anderes, neues Publikum an? All diese Fragen konnten die Verleger bisher nicht beantworten.

Mit der gemeinsamen Pilotstudie «Total Audience 1.0», die heute Freitag Vormittag publiziert wird, wollen Wemf und Net Metrix hier nun aber Abhilfe schaffen. Wie es der Name antönt, liefert die Studie genauere Angaben über das Gesamtpublikum von Medienmarken. Im Fall des Tages-Anzeigers heisst das nun, dass derzeit 83'000 Personen täglich sowohl die Printausgabe lesen als auch mindestens einmal wöchentlich das Portal konsultieren. Somit wird diese Medienmarke jede Woche von 728'000 verschiedenen Personen genutzt (= Nettoreichweite von Tages-Anzeiger und Tagesanzeiger.ch). 390'000 von ihnen entnehmen ihre Informationen nur der Zeitung und 255'000 rufen sie ausschliesslich online ab. Angaben zu Alter, Geschlecht oder Wohnregion der Nutzer lassen sich natürlich ebenfalls abrufen. Ob und wie sich diese Nutzung aber verändert, wird man erst mit Folgestudien feststellen können.

Möglich sind jedoch Über-Kreuz-Auswertungen, so etwa zwischen Blick und NZZ-Online. Das Resultat: 32 000 der total 638 000 Blick-Leser konsultieren mindestens einmal pro Woche auch das Portal nzz.ch, das wöchentlich von insgesamt 319'000 Personen genutzt wird. Wer in beiden Medien Werbung schaltet, erreicht also 925'000 verschiedene Personen.

Die Pilotstudie «Total Audience 1.0» wurde für 23 Zeitungen, 3 Zeitschriften und 15 Websites (darunter A-z.ch, Scout24 oder Newsnetz.ch) durchgeführt, die extra dafür bezahlten.

Für den neuen Intermedia-Ansatz musste die Wemf bei den Personen, die für die Mach Basic 2010-2 befragt worden waren, mittels Folgeinterviews noch zusätzliche Daten zur Nutzung von Websites erheben. Die entsprechenden Antworten bilden nun quasi die Brücke zur Net Metrix-Profile 2010-2, wo solche Scharnierfragen schon seit dem Start vor vier Jahren standardmässig dazu gehören. Das gilt übrigens auch für das neue Forschungssystem Mach 3, das die Werbewoche in ihrer nächsten Ausgabe vom 4. März vorstellt. Auch bei der Mach 3 werden Fragen zur Online- und Mobile-Nutzung von Zeitungsinhalten Teil des Forschungskonzeptes sein. Anders bei der Studie «Total Adience 1.0»: Hier ist die Nutzung von Apps noch nicht enthalten, weil die Befragung schon im März 2010 endete.

Markus Knöpfli

(Bild: Keystone)
 

Kreisvier lanciert die «Zugreiftage» bei Coop Bau+Hobby

«Zugreifen» heisst es derzeit für die Kunden von Coop Bau+Hobby. Die Basler Agentur Kreisvier entwickelte für die Aktionskampagne zunächst ein Leitmotiv.

Daraus gestaltete Kreisvier entsprechende Anzeigen, POS-Materialien sowie einen Prospekt mit Rabattbons. Bei der mehrwöchigen Promotion gibt es neben Aktionspreisen auch verschiedene Preisnachlässe, die man jeweils für einzelne Produkte wählen kann.

Verantwortlich bei Coop Bau+Hobby: Stefan Schwär. Verantwortlich bei Kreisvier: Nannette Graf, Senja Auderset (Beratung), Martin Friedlin (Art Direction), Gerald Mink (Text).
 

JvM/Limmat: Neue Kampagne für Max Shoes entwickelt

Max Shoes präsentiert die Frühjahrskollektion 2011 mit einer neuen Kampagne. Nach bisher getrennten Auftritten für die Damen- und Herrenmodelle kommt nun zum ersten Mal die Kommunikation für beide Sparten aus einem Guss.

Die Motive inszenieren Max Shoes als echte Hingucker, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Und zwar so, dass selbst die Models, die sie tragen, in den Bann der neuen Schuh-Trends gezogen werden. Entstanden sind vier Damen- und zwei Herrensujets, die auf Bigposters sowie am POS in der ganzen Schweiz zu sehen sind.

Verantwortlich bei Max Shoes: Daniel Widmer (Leiter Marketing, Mitglied der Geschäftsleitung), Marco Greco (Leiter Kommunikation), Giuseppa Netti (Sachbearbeiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Lukas Frei, Alexander Jaggy (CD), Samuel Christ (Text), David Hanselmann (AD), André Hermetschweiler, Alban Schelbert (Grafik), Martin Samsel, Sabrina Arthur, Astrid Krauss (Beratung), Ilonka Galliard, Erasmo Palomba (Art Buying), Anti Wendel (Fotografie).
 

Solothurn: Geschrumpfte Presselandschaft erhält Unterstützung von Stiftung

Die Gottlieb und Hans Vogt Stiftung zahlt der Solothurner Zeitung (SZ) eine Volontariatsstelle und regt Journalisten zu einem «Austauschsemester» im In- oder Ausland an.

Für die Projekte stehen jährlich Beiträge von 200'000 Franken bereit, wie Niklaus Studer, Präsident des Stiftungsrates der Gottlieb und Hans Vogt Stiftung, am Donnerstag gemäss SDA vor den Medien in Solothurn sagte. Die Gottlieb und Hans Vogt Stiftung verfügt über ein Vermögen von 20 Millionen Franken. Sie hatte 2009 ihre Mehrheitsbeteiligung an den Vogt-Schild Medien (Solothurner Zeitung) an Peter Wanners AZ Medien AG verkauft.

Die Stiftung zahlt der SZ neu eine Volontariatsstelle. Stiftungsratspräsident Studer betonte, dass diese rein für die SZ gelte und zusätzlich zu den Stellen der gesamten AZ-Mediengruppe geschaffen werde. Zudem soll ein «Solothurner Korrespondent» ein halbes Jahr den Arbeitsplatz im Kanton Solothurn mit einem Medienschaffenden aus dem In- oder Ausland tauschen, wie Stiftungsrat und Publizist Peter Rothenbühler sagte. Für das kommende Jahr habe die Stiftung erste Kontakte ins österreichische Linz zur Zeitung Oberösterreichische Nachrichten geknüpft. Das Angebot sei grosszügiger dotiert als sämtliche Journalistenpreise in der Schweiz, sagte Rothenbühler.

Förderung einer vielfältigen Medienversorgung im Kanton Solothurn

Eine Buchreihe mit bis zu zwölf Bänden soll Fragen des Journalismus aus theoretischer und praktischer Sicht behandeln, wie der pensionierte Berner Medienprofessor und Stiftungsrat Roger Blum ankündigte. Der Auftrag für die ersten zwei Bände werde demnächst ausgeschrieben.

Der Zweck der Stiftung ist die Förderung einer vielfältigen, dem liberalen Gedankengut verpflichteten und regional ausgewogenen Medienversorgung im Kanton Solothurn. Neben dem Volontariat, dem Korrespondenten und der Buchreihe kann sie auch weitere Projekte lancieren. Seit dem Verkauf der Solothurner Zeitung kam es beim Traditionsblatt zu einem Stellenabbau. Zudem verschwand das Konkurrenzblatt Solothurner Tagblatt. Dessen Verlegerin Tamedia stellte es ein und beendete damit den Zeitungskrieg im Mittelland.
 

3+: Neue Sendung mit lustigen Rentnern

Der Schweizer TV-Sender 3+ setzt auf eine neue Sendung mit versteckter Kamera. Titel des Formats: «Das R-Team – die rüstige Rentner-Comedy».

Das berichten die Fernseh-Zeitschriften Tele und TV-Star in ihren neusten Ausgaben. In der Sendung sorgen ältere Damen und Herren für Verwirrung auf der Strasse. So sitzt zum Beispiel eine alte Frau auf einer Parkbank und erzählt hemmungslos von ihrem letzten One-Night-Stand – so laut, dass es jeder mitbekommt. Die Sendung wird ab Herbst zu sehen sein. 3+ sagt dazu bisher aber nur: «Zurzeit laufen Castings.»

Libyen: Aktivisten bitten Facebook um Anonymität

Zu ihrer eigenen Sicherheit fordern Aktivisten und Demonstranten in den arabischen Ländern mehr Schutz von Facebook.

Um ihre Bewegung zu organisieren und die Massen im Web zu erreichen, nutzen sie – sofern zugänglich – bevorzugt das weltgrößte Social Network. Seit die von Ägypten ausgehende Protestwelle auch Libyen erfasst hat, sind sie jedoch zunehmend mit Gewalt konfrontiert. Aus Angst vor politischer Verfolgung bitten die User gemäss Pressetext um die Wahrung ihrer Anonymität in dem Netzwerk. So erlauben Facebooks Regeln die Nutzung der Plattform nur unter Angabe ihrer wahren Identität. Daher fordern sie das Portal auf: «Entfreundet die Diktatoren!».

In der Rolle des Protestnetzwerks hat sich Facebook bisher in Zurückhaltung geübt. Die Betreiber der Community hüten sich gerade in politischen Konfliktsituationen davor, Partei zu ergreifen. Unter Federführung der «globalen Bewegung für digitale Freiheit»
Access Now  bitten die Demonstranten Facebook jedoch darum, die eigenen Richtlinien zu überdenken – womöglich, um Leben zu schützen. Sie wollen Zugang zu dem Portal, ohne eine Identität angeben zu müssen, was in grobem Widerspruch zu Facebooks bisheriger Userpolitik steht.

Die Aktivisten um Access Now gehen davon aus, dass Befürworter der Demokratiebewegung in den Krisenregionen aufgrund der bestehenden Facebook-Regeln ins Visier der autokratischen Regierungen geraten können.

 

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