WVC Communications: Sujets für die neue Kjus-Kollektion

Auch in diesem Jahr unterstützen die Werber von WVC Communications die Sportbekleidungsmarke Kjus. Resultat der Arbeit ist ein umfangreicher Produktkatalog sowie eine Anzeigenserie.

In den neu gestalteten Sujets steht das Produkt im Vordergrund, welches grossformatig auf schwarzem Hintergrund präsentiert wird. Die Anzeigen erscheinen in internationalen Fachhandelsmagazinen und Special Interests.

Verantwortlich bei LK International: Daniel Schaffo (Marketingleitung). Verantwortlich bei WVC Communications: Kurt Wettstein (CD), Damian Thür (Grafik), Nicole Antonietti (Desktop).
 

IAB Switzerland verstärkt Kommunikation mit Jaromir Löffler

Jaromir Löffler, derzeit Chefredaktor der Fachzeitschrift Marketing & Kommunikation, wechselt im Laufe dieses Jahres zu IAB Switzerland. Er wird das Kommunikations-Team des Branchenverbands verstärken.

IAB-Präsident Ueli Weber zur neuen Anstellung: «Wir freuen uns, mit Jaromir Löffler einen kompetenten Spezialisten für Digitales Marketing für die Verstärkung der IAB-Kommunikation gewonnen zu haben. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Chefredaktor von Marketing & Kommunikation hat er dem Thema immer einen wichtigen Stellenwert zugemessen und ein professionelles Netzwerk von Fachleuten aufgebaut».

 

Viscom: Imagekampagne geplant

Der Druck-Branche geht es schlecht. Die Hälfte der 2'000 grafischen Betriebe droht bis 2010 zu verschwinden, der tiefe Eurokurs beschleunigt diesen Prozess. Die Viscom plant deshalb eine Image-Kampagne und die Einführung des Labels «Printed in Switzerland».

Immer mehr Zeitschriften würden in Zukunft im grenznahen Ausland gedruckt werden, sagt Thomas Gsponer, Viscom-Direktor gegenüber der Zeitung Sonntag. Dies, weil die Produktion aufgrund des Eurokurses mittlerweile zum Teil bis zur Hälfte billiger sei. Dass diese Befürchtungen nicht von ungefähr kommen, zeigt die Sonntagspublikation anhand einiger aktueller Beispiele: So werde die Frauenzeitschrift Annabelle aus dem Hause Tamedia seit vergangenem Jahr im deutschen Pforzheim gedruckt und nicht mehr bei Zieglerdruck in Winterthur. Die Programmbeilage TV täglich, welche Tamedia zusammen mit Ringier herausgibt, werde seit Anfang Jahr ebenfalls in Süddeutschland gedruckt. Die bisherige Druckerei in Zofingen hatte den entsprechenden Druckbereich aufgegeben. Und auch das Magazin des Fernsehartztes Samuel Stutz, Sprechstunde Doktor Stutz, werde seit einem halben Jahr in Deutschland gedruckt. «Dank der günstigeren Preise spare ich pro Jahre einige Hunderttausend Franken. Dieses Geld kann ich in die redaktionelle Leistung investieren», wird er im Sonntag zitiert. Stutz hat so zwei neue Stellen geschaffen und das Heft erscheint neu sechs- statt viermal pro Jahr.

Nicht nur journalistische Erzeugnisse folgen dem Euro-Lockruf. Die meisten Werbeprospekte würden unterdessen im Ausland produziert, wird Lothar Dostal, Chef von Ziegler Druck, zitiert. Vor zwei Jahren druckte das Unternehmen beispielsweise noch die Flyer und Kataloge von Micasa und Melectronics. Heute stammen sie aus Deutschland und Österreich. Seit längerem werden auch alle Kuoni- und Hotelplan-Reisekataloge im Ausland hergestellt. Sogar 75 der 125 Editionen der Schweizer Telefonbücher kommen seit zwei Jahren aus Deutschland. Die Herausgeberin Local.ch, ein Jointventure von Swisscom und der Publigroupe, begründet dies gemäss Sonntag mit der fehlenden Drucktechnik in der Schweiz. Und die SBB produzieren die Bahn- und Postauto-Kursbücher in Deutschland, beide mit einer Auflage von je 50'000 Exemplaren.

Gsponer will das Feld der ausländischen Konkurrenz nicht einfach kampflos überlassen. «Im April starten wir eine grossflächige Imagekampagne mit Inseraten und Plakaten. «Wir müssen die Swissness für Druck-Erzeugnisse hervorheben», wird der Viscom-Direktor im Sonntag zitiert. Dafür plane man zudem die Einführung eines Labels «Printed in Switzerland». Dieses würde für Elemente stehen wir Qualität, GAV, umweltgerechte Produktion, Ausbildung und Mindestlohn – Faktoren, welche im Ausland nicht immer gegeben seien. Im Hinblick auf die kommenden Wahlen habe man deshalb alle Schweizer Parteien angeschrieben und sie gebeten, ihre Wahlprospekte nachhaltig und in der Schweiz zu drucken.
 

Ringier gründet Joint Venture mit Infront Sports & Media

Ringier gründet ein Joint Venture mit Infront Sports & Media in Zug, dem grössten internationalen Sportmarketing-Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz.

Bekannt ist Infront vor allem als Vermarkter im Fussball und im Wintersport, wie die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt. Die personellen Aushängeschilder des Unternehmens sind Günter Netzer als Verwaltungsrat und Präsident und CEO Philippe Blatter, der Neffe von Fifa-Präsident Sepp Blatter. Hauptaktionärin ist die Jacobs Holding. Der Umsatz liegt bei rund 750 Millionen Franken.

Die neue 50:50-Beteiligungsgesellschaft wird in der Kurzform InfrontRingier heissen und ihren Sitz in Zug haben, wie die Sonntagszeitung weiter schreibt. Sie soll Mitte dieses Jahres operativ tätig werden. Eingebracht in das Joint Venture wird auch die vor kurzem gegründete Künstler- und Sportleragentur Poole Position. Auch Poole Position ist ein 50:50-Joint Venture mit der deutschen Kickmedia, der grössten Managementagentur im deutschsprachigen Raum.

Vorbehältlich der erforderlichen Bewilligungen startet das gemeinsame Unternehmen Mitte 2011. Die Geschäftsführung wird ab 1. Juli 2011 Armin Meier übernehmen, wie Ringier am Montag mitteilte. Bis dahin wird Bruno Marty, bei Infront Vorstand des Geschäftsbereichs Wintersport, das neue Joint Venture führen. Armin Meier ist seit 1. Oktober 2010 Direktor Marketing und Sponsoring Ringier Schweiz und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung Ringier Schweiz und Deutschland. Bis zum Start des Joint Ventures wird Meier die Übergabe aktueller Projekte begleiten sowie die Vermarktung des Festivals Rose d’Or weiterführen.

 

Ecolife: Mit frischem Wind unterwegs

Das Schweizer Magazin für Nachhaltigkeit Ecolife wartet im dritten Erscheinungsjahr mit einigen Neuheiten auf.

Das Magazin, das in einer Auflage von 80'000 Exemplaren alle zwei Monate in der Deutschschweiz erscheint, werde redaktionell noch kantiger, ohne jedoch an Lifestyle-Charakter einzubüssen, heisst es in einer Mitteilung.

Die Coverstory handelt neu jeweils von einer Persönlichkeit, die sich mit spannenden Ideen oder Projekten für einen nachhaltigen Lebensstil stark macht. Der Zürcher People-Fotograf Geri Krischker rückt diese Menschen ins richtige Licht. Er konnte für die Cover-Serie des Jahres 2011 gewonnen werden. Den Auftakt macht Frank M. Rinderknecht, der mit seinem Unternehmen Rinspeed die Mobilität immer wieder neu erfindet.

Seit einiger Zeit ist Ecolife ausserdem mit einem Online-Portal unterwegs. Unter Eco-life.ch sind die Inhalte übersichtlich abrufbar. Ein eNewsletter informiert regelmässig über neue Themen auf der Website. Mit dem Pool von rund 7’500 eNewsletter-Abos und stark steigenden Nutzungszahlen auf dem Online-Portal biete Ecolife mit der Kombination Print/Online eine attraktive Werbeplattform, heisst es weiter.
 

Zu guter Letzt: Eine echte Umarmung für ein virtuelles «Like»

Heineken hat’s geschafft: Einer Million Facebook-Usern «gefällt» die niederländische Brauerei. Diese bedankt sich bei ihren Fans mit einer Umarmung.

Heineken hat ein paar hübsche Mädels in die Amsterdamer Bars geschickt. Diese beglücken all diejenigen Besucher, die gerade eine Heineken-Bierflasche vor der Nase haben, mit einer innigen Umarmung. Das Unternehmen bedankt sich auf diese Weise für die vielen «Likes» auf Facebook. Und bringt damit Facebook von der virtuellen Welt auf die Strasse. Den Männern jedenfalls scheint’s zu gefallen – so sehr, dass sie die blonden Engel am liebsten gar nicht mehr loslassen wollen.

(Quelle: Wuv.de)

 

PIN-Daten für den Werbemarkt mit Basis-Software

Auf Wunsch der Vermarkter von Fernsehwerbung und der Werbe- und Media-Agenturen hat die Mediapulse-Gruppe beschlossen, dem Werbemarkt die von ihr ermittelten PIN-Daten zusammen mit dem Reporting-Modul der EvoAd-Software anzubieten. Ein entsprechendes Angebot wird im April vorgestellt.

Die Personen-Individuellen Nutzungsdaten – sogenannten PIN-Daten – sind Rohdaten welche mittels Telecontrol-Gerät erfasst werden, und die Sehgewohnheiten der Fernsehzuschauer aufzeichnen. Bisher war es in der Schweiz nicht möglich, Werbung auf der Basis von PIN-Daten zu planen. Dies soll nun möglich sein. Dazu wird ein neues Planungstool benötigt, das mit diesen PIN-Daten arbeiten kann. Es heisst EvoAd und wird von der Public Data vermarktet.

Die zur Mediapulse-Gruppe gehörende Public Data hat die Vermarktung der von der Mediapulse ermittelten PIN-Daten, gemeinsam mit den potentiellen Abnehmern eine dazu gehörende Software evaluiert und diese den Eigenheiten des Schweizer Medien- und Werbemarktes anpassen lassen. Dies auf ausdrücklichen Wunsch des Werbemarktes, wie Public Data in einer Mitteilung schreibt. Auf der Basis der Erkenntnisse der letzten Monate habe die Publica Data nun beschlossen, die PIN-Daten für den Werbemarkt inklusive währungssicherndes Reporting-Tool auf den Markt zu bringen, welches eine grosse Akzeptanz bei Vermarktern wie auch bei Agenturen gefunden habe.

Auf die Fertigstellung und Vermarktung der ursprünglich vorgesehenen weiteren Software-Module zur Prognose und Planung der Fernseh-Werbeleistungen wird vorläufig verzichtet. Die Erfahrungen der letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass die Erwartungen und Anforderungen der potentiellen Abnehmer dieser Software nicht nur sehr komplex, sondern auch uneinheitlich sind, heisst es in der Mitteilung weiter. Das gemeinsam ausgewählte EvoAd, eine teilweise auch in Deutschland und Österreich eingesetzte Software, kann selbst nach umfangreichen Weiterentwicklungen den Anforderungen des Schweizer Marktes nicht gerecht werden. Aufgrund dieser Ausgangslage wäre ein weiteres Engagement im Bereich der beiden Module Prognose und Planung nicht mehr zielführend.

Die PIN-Daten werden daher zusammen mit dem Reporting-Modul der EvoAd- Software verkauft. Die Publica Data wird in den kommenden Wochen ihr diesbezügliches Angebot präzisieren und im Laufe des April dem Markt vorstellen.
 

Neuer Leiter Anzeigenmarkt Zeitschriften bei Ringier Romandie

Ab 1. März 2011 übernimmt Rolf Herzog das Team Anzeigemarkt Zeitschriften bei Ringier Romandie für die Deutschschweiz. Ihm wird die Leitung des Anzeigengeschäfts der Zeitschriften L’illustré, L’Hebdo, Edelweiss, Montres Passion und TV8 mitsamt den dazugehörigen Hors série für den Deutschschweizer Markt übertragen.

Der Marketingplaner (SAWI), diplomierter Betriebsök (GSBA) und Lehrlingsausbilder (Berufsbildung Zug) war Projektleiter Jugend‐ /Eventmarketing&Sponsoring bei einer Grossbank, Head of Multimedia bei einer Multimediaagentur sowie Projektleiter Corporate Communications bei einem internationalen Touristikunternehmen. Danach zeichnete Rolf Hertzog als Verkaufsleiter Kino National und GL‐Mitglied bei Cinecom verantwortlich und war Key Account Manager TV‐Sponsoring beim Schweizer Fernsehen. In den vergangenen zwei Jahren war er selbständiger Online‐ und Affiliate Marketer und eignete sich Kenntnisse im Bereich Internet Marketing an.

 

China: Regierung geht nach Protestaufrufen gegen Aktivisten vor

Nach Protestaufrufen im Internet geht die Führung in Peking verschärft gegen Dissidenten vor. Mehr als 100 Aktivisten seien seit den Appellen zu einer Revolution nach arabischem Vorbild verschwunden, festgenommen oder unter Hausarrest gestellt worden.

Es sei gegen mehrere führende Regierungskritiker Anklage wegen Staatsgefährdung erhoben worden. Dies erklärte die Organisation Chinesische Verteidiger der Menschenrechte CHRD am Freitag. Möglicherweise sei die laufende Razzia eine der schärfsten Aktionen der Regierung gegen chinesische Aktivisten in den vergangenen Jahren, erklärte CHRD-Chefin Renee Xia.

Den Schriftstellern Ran Yunfei und Liang Haivi wird nach Angaben der Organisation Staatsgefährdung vorgeworfen, während die Dissidenten Ding Mao und Chen Wei angeklagt sind, zum Umsturz aufgerufen zu haben. Einem fünften Aktivisten, Hua Chunhui, wird demnach vorgeworfen, Staatsgeheimnisse verraten zu haben.

Seit vergangener Woche hatten chinesische Exilgruppen wiederholt dazu aufgerufen, gegen die Herrschaft der kommunistischen Partei und für Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit auf die Strasse zu gehen. Ein Aufruf zu Protesten am Sonntag in 13 Städten des Landes wurde jedoch wenig befolgt, nachdem die Polizei ihre Präsenz auf den Strassen deutlich erhöht hatte.
 

Book4you druckt neu bei Stämpfli Publikationen

Book4you, der Schweizer Anbieter von online-Fotoprodukten mit Sitz in Bern, druckt ab Februar 2011 seine grossformatigen Premium-Fotobücher bei der Druckerei Stämpfli Publikationen.

Man suche als Anbieter von Premium-Fotobüchern immer die beste Druckqualität – und die bietet Stämpfli Publikationen dank ihrer Digitaldruckmaschinen der jüngsten Generation, begründet Bernhard Ammann, Geschäftsführer von Book4you, die neue Zusammenarbeit. Die Fotobücher von Book4you wurden mehrfach prämiert, das letzte Mal von PC Tipp im Oktober 2010 für die beste Druckqualität und die bedienerfreundlichste Gestaltungs-Software.

Schweizer Filmlabor in Existenz bedroht

Egli Film wird ihren Produktionsstandort Bern voraussichtlich per Ende 2011 schliessen müssen. Die Auftragslage in der Entwicklung und Produktion von 35mm Filmkopien hat sich in den letzen Monaten aufgrund der Digitalisierung audiovisueller Produktions- und Distributionsmittel kontinuierlich verschlechtert. Es ist anzunehmen, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren zur Schliessung des letzten Schweizer Filmlabors führen wird.

Dabei droht nicht nur ein empfindlicher Stellenabbau in der Filmindustrie, sondern auch ein Verlust der fotochemischen Infrastruktur und das Verschwinden von Know-How bei der Erhaltung und Restaurierung von Schweizer Filmen. Wie Egli Film in einer Mitteilung schreibt, sank in den letzten Jahren deren Auftragsvolumen durch die Digitalisierung der Kinos und den Einsatz von digitalen Produktionsformaten. Daher sehe sich die Geschäftsleitung gezwungen, ihren Standort in Bern voraussichtlich per Ende 2011 zu schliessen.

Das Eidgenössische Departement des Innern hat im Januar 2011 Jahres beschlossen, die Digitalisierung der Kinos mit jährlich rund 1 bis 2 Millionen Franken finanziell zu unterstützen. Es ist davon auszugehen, dass mit dieser staatlichen Unterstützung die technische Umwälzung in den nächsten Monaten erheblich an Dynamik gewinnt und die 35mm Filmkopien für Kinovorführungen vollumfänglich zu verschwinden drohen, wie es in der Mitteilung von Egli Film weiter heisst.

Von den ursprünglich 5 Schweizer Filmkopierwerken, mussten in den Neunzigerjahren bereits 3 Filmlabore ihren Betrieb einstellen. Der zunehmende Preisdruck und die hohen Investitionskosten zur Aufrechterhaltung eines modernen Dienstleistungsbetriebes haben dazu geführt, dass im Jahre 2009 die traditionsreiche Schwarz Film den Betrieb in Bern aufgeben musste. Egli Film hat in der Folge das Kopierwerk übernommen und führt es seither mit reduziertem Personalbestand weiter. Egli Film betreibt seit 40 Jahren ein Filmkopierwerk in Zürich Gegenwärtig sind an beiden Standorten noch rund 30 Spezialisten tätig, davon rund 7 Personen mit langjähriger fotochemischer Erfahrung.

Schreitet die Digitalisierung der Filmindustrie in diesem Tempo weiter, geht Egli Film davon aus, nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gemessen, den Betrieb in den nächsten Jahren einstellen zu müssen. Mit der Schliessung des Betriebes müssten nicht nur Mitarbeiter entlassen werden, es ginge auch Know-How verloren, insbesondere im Bereich der Restaurierung von historischem Archivmaterial.
 

Internet-Piraterie: Verurteilung eines Betreibers von Portalseite

Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Informatikers bestätigt, der auf seiner Homepage Links zum illegalen Tausch von Filmen und Spielen anbot. Er wurde laut Gericht zu Recht als Gehilfe bei der Verletzung von Urheberrechten qualifiziert.

Der Mann hatte zwar selber keine Raubkopien ins Netz gestellt. Aber er informierte auf seiner Homepage über aktuell verfügbare Film- und Spielangebote und bot auf der Website sogenannte Hash-Links an, die zu Tauschbörsen (P2P-Netzwerke) beziehungsweise zu den Rechnern führten, auf denen die gesuchten Daten lagerten. Dafür verurteilte das Thurgauer Obergericht den Mann im Jahr 2010 wegen gewerbsmässiger Gehilfenschaft zur Verletzung von Urheberrechten. Es bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken und 2000 Franken Busse. Diese Strafe umfasste allerdings auch noch eine Verurteilung wegen Pornografie.

Nun hat das Bundesgericht die Beschwerde des Mannes abgewiesen. Er hatte im Wesentlichen argumentiert, dass die von ihm zur Verfügung gestellten Informationen als harmlose Alltagshandlungen zu verstehen seien. Andernfalls werde der Kreis möglicher Gehilfen ins Unermessliche geöffnet. Nach Ansicht der Richter in Lausanne wurde sein Beitrag zum Down- und Upload von Raubkopien indessen zu Recht als aktive Hilfe und damit als Gehilfenschaft zur Urheberrechtsverletzung bewertet. Denn es spiele keine Rolle, ob die Nutzer noch
ein P2P-Programm hätten installieren müssen, um den Download-Vorgang durchzuführen. Ausserdem wurde laut Gericht auch das Vorliegen eines gewerbsmässigen Handelns zu Recht bejaht. Schliesslich könne sich der Betroffene auch nicht auf einen Verbotsirrtum berufen: Zwar sei ein früheres Strafverfahren wegen der gleichen Sache abgeschrieben worden. Das sei damals aber nur wegen dem Rückzug des
Strafantrags geschehen.
 

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