Joiz gewinnt Swiss ICT Award

Am Dienstagabend hat Joiz den Swiss ICT Award in der Kategorie «Newcomer» und «Public» gewonnen.

Am Dienstagabend durfte Joiz-CEO Alexander Mazzara einen Swiss ICT Award entgegennehmen. Joiz gewann in der Kategorie «Newcomer» und «Public». «Ich bin sehr erfreut über diese Auszeichnung! Wir arbeiten seit fast anderthalb Jahren hart am Erfolg von Joiz und der Swiss ICT Award ist für uns ein Zeichen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden», so Mazzara.

Zum ersten Mal überhaupt gewann gemäss Mitteilung eine Firma zwei Awards.
 

PPR Media Relations verstärkt Team

PPR Media Relations hat Verstärkung geholt: Andreas Moll ist neuer PR-Consultant und Sebastian Schneider wird ein einjähriges Praktikum absolvieren.

Andreas Moll hat per 1. Oktober 2011 die Stelle als PR-Consultant bei PPR Media Relations angetreten, wie es in einer Mitteilung der Agentur heisst. Der diplomierte Tourismusfachmann war die letzten vier Jahre für Kuoni Reisen tätig und hat während dieser Zeit berufsbegleitend ein weiteres Studium in Business Communications an der Fachhochschule für Wirtschaft Zürich absolviert. Ende August 2011 hat er die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und ist nun direkt in die PR-Branche eingestiegen um sein neu erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Der 31-jährige Zürcher ersetzt Sandra Donat, die Anfang Oktober ihren Mutterschaftsurlaub angetreten hat.

Der 26-jährige Sebastian Schneider wird im Sommer 2012 sein Studium in Betriebsökonomie mit Vertiefungsrichtung Marketing an der FHS St. Gallen abschliessen. Seine Affinität zu Kommunikation und Fotografie verschaffte ihm ein Praktikum bei der Agentur. Dieses dient Schneider als idealen Berufseinstieg im Bereich der Public Relations.
 

Allink.creative: Social-Media-Kampagne für «NZZ Campus» realisiert

Kaum haben die Vorlesungen an der Uni wieder begonnen, startet NZZ Campus die grosse Hawaii-Promotion. Realisiert wurde diese von Allink.creative.

Im Zentrum der zur Zeit laufenden Herbstkampagne steht ein Wettbewerb auf der Facebook-Fanpage von «NZZ Campus». Ziel ist es, die Facebook-Community von «NZZ Campus» weiter auszubauen, wie es in einer Mitteilung heisst. Als Preis winkt ein vierwöchiger Sprachaufenthalt in Hawaii. Es gewinnt die Person, welche die besten Gründe für seinen Aufenthalt im Surfer-Paradies findet und die meisten Freunde für sich mobilisieren kann.

Der Wettbewerb wird mit Onlinewerbung, Anzeigen, Plakaten, Flyern und Kinodias beworben. Konzipiert und umgesetzt hat die Herbstkampagne Allink.creative. Sponsor des Sprachaufenthaltes ist Boa Linga – Sprachaufenthalte weltweit.

Verantwortlich bei Allink.creative: Christoph Schlatter (CD), Mike Walder, Sabina Zelnik (Projektleitung), Jérémie Blaser (Umsetzung FB-App). Verantwortlich bei NZZ Campus: Andreas Häuptli (Leiter Product Management Zeitschriften), Milena Andretta (Product Management Zeitschriften).

campus1
campus2

Inter-Punkt.: Komplettauftritt für Carbomill realisiert

Die Agentur Inter-Punkt. hat den Gesamtauftritt für das auf die mechanische Bearbeitung von Bauteilen aus Karbon spezialisierte Jungunternehmen Carbomill entwickelt.

Strukturteile aus Karbon seien für die Luft- und Raumfahrt, den Rennsport oder die Forschung unverzichtbar, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. So würden zum Beispiel Teile für Satelliten erstellt und bearbeitet. Die Präzision und Innovation von Carbomill soll sich im neuen Erscheinungsbild wiederspiegeln. Neben verschiedenen Drucksachen sei für die Firma eine Website realisiert worden. In Zusammenarbeit mit dem Fotografen Jean-Jaques Ruchti seien technisch aufwendig ausgearbeitete Bilder entstanden, die das Konzept rund um die Präzisionsarbeit perfekt ergänzten.

Verantwortlich bei Carbomill: Patrick Meyer. Verantwortlich bei Inter-Punkt.: Fabian Koch (Beratung), Christoph Zimmermann (Grafik), Christian Birnbaumer (Programmierung), Carla Wilhelm (Text). Fotograf: Jean-Jaques Ruchti.

carbomill1
carbomill2

Presserat: Beschwerde gegen Bieler Tagblatt teilweise gutgeheissen

Das Bieler Tagblatt hätte einen Mann anhören müssen, gegen den es in einem Artikel schwere Vorwürfe erhoben hatte. Zu diesem Schluss kommt der Presserat in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil.

In dem am 10. November 2010 veröffentlichten Artikel übte die Zeitung harte Kritik an der Leiterin des Bieler Amtes für Erwachsenen- und Jugendschutz und warf ihr Günstlingswirtschaft vor. Die Frau habe mehrere Stellen mit Personen besetzt, die sie von ihrer früheren Arbeitsstelle kannte. Als Paradebeispiel wurde in dem Artikel ein ehemaliger Koch angeführt, der zum Leiter des amtsinternen Revisorats gemacht worden sei. Der Mann habe zuvor mit seinem Restaurant Konkurs gemacht, hiess es in dem Artikel, gegen den die Bieler Stadtregierung beim Presserat Beschwerde erhob.

Laut Presserat zeigten die von den Parteien eingereichten Unterlagen allerdings, dass der Mann nicht Konkurs gemacht, sondern sein Kleinhotel regulär liquidiert hatte. Dies hätte die Zeitung mit einer seriösen Recherche herausfinden können, heisst es in der Mitteilung des Presserates. Der angebliche Konkurs sei nur einer von verschiedenen Vorwürfen gewesen, die gegen den Mann erhoben worden waren, um ihn als ungeeignet für sein Amt darzustellen, schreibt der Presserat weiter. Das Bieler Tagblatt hätte darum den Betroffenen zu den Vorwürfen anhören müssen.

Als problematisch, wenn auch noch nicht die Berufsethik verletzend, erachtete der Presserat eine Publikumsumfrage, die das Bieler Tagblatt eine Woche später unter dem Titel «Soll die Leiterin in Ausstand treten?» lancierte. In der folgenden Woche publizierte die Zeitung dann eine Reihe von anonymen Antworten, die sich pauschal negativ über das Amt und seine Leitung äusserten.

Eine Mehrheit des Presserates sei der Ansicht, ein solches anonymes Scherbengericht bewege sich noch innerhalb der Kommentarfreiheit. Dennoch wäre es angemessener gewesen, derart harte Kritik in einem namentlich gezeichneten, redaktionellen Kommentar zu publizieren und zu begründen, hielt der Presserat weiter fest. Die wichtigste Aufgabe unabhängiger Medien, die Arbeit der Behörden kritisch zu begleiten und auf mögliche Missstände hinzuweisen, dürfe nicht an anonyme Leserumfragen delegiert werden. (SDA)
 

3 Millionen Schweizer nutzen Streamingangebote übers Internet

Die Streaming-Nutzung ist bei den Schweizern sehr beliebt. Fast eine halbe Million Onliner konsumieren bereits täglich oder fast täglich entsprechende Angebote im World Wide Web, wie aus dem neu verfügbaren Streaming-Sonderreport von Net-Metrix hervorgeht.  

Mit dem Sonderreport NET-Metrix-Streaming 2011 liegen erstmals detaillierte Basisinformationen zur Streamingnutzung der Schweizer Internetuser vor. Die aktuellen Zahlen belegen, dass bereits viele Schweizerinnen und Schweizer an Audio- und Videoinhalten interessiert sind. Über 3 Millionen Schweizer nutzen zumindest gelegentlich Streaming-Angebote übers Internet, das sind rund 60 Prozent der Internetuser. Rund eine halbe Million oder fast jeder zehnte Internetnutzer tut dies täglich oder fast täglich. Aufgrund des immer grösser werdenden Angebots und der gleichzeitig steigenden Verbindungsgeschwindigkeiten, dürfte dieser Anteil noch weiter steigen, so die Studie.

Bei den Personenmerkmalen gibt es klare Ausprägungen: Deutlich mehr Männer (61.5 Prozent) als Frauen (38.5 Prozent) repräsentieren die Streaming-User. Bei den Heavy-Streaming-Usern ist der Unterschied noch ausgeprägter (71.7 Prozent zu 28.4 Prozent). Ein klares Bild zeigt sich auch bei der Altersverteilung: Mit knapp 64 Prozent dominieren die jüngeren Altersgruppen (14 bis 39 Jahre) die Streamingnutzerschaft, bei den Heavy Usern liegt dieser Anteil sogar bei rund 79 Prozent.

Live-Angebote sehr beliebt
In der Erhebung wurden nebst den Basisinformationen auch die genutzten Streamingangebote abgefragt. Jeder zweite Internetuser schaut sich regelmässig, also mehrmals pro Monat oder häufiger, Videos auf Videoportalen wie beispielsweise Youtube, Clipfish oder My Video an. Sehr beliebt sind auch Clips auf News- und TV-Portalen, die von rund 40 Prozent der Schweizer Internetuser regelmässig konsumiert werden. Noch ausgeprägter gestaltet sich dieses Bild bei den Streaming-Heavy-Usern: In dieser Gruppe nutzen praktisch alle (95.6 Prozent) regelmässig Videos auf Videoportalen und für eine grosse Mehrheit trifft dies auch auf News- und TV-Portale zu (78.1 Prozent).

Auch Live-Angebot erfreuen sich grosser Beliebtheit. 1.7 Millionen Schweizer oder rund jeder dritte Internetnutzer nutzen regelmässig Web-Radios, davon 790‘000 mehrmals pro Woche oder häufiger. Ebenfalls eindrücklich präsentieren sich die Zahlen zur Nutzung von Web-TV-Angeboten: Bereits 1.4 Millionen Schweizer tummeln sich zumindest gelegentlich auf den Angeboten der bekannten Anbieter wie zum Beispiel Wilmaa, Zattoo oder Teleboy, rund 570‘000 Personen tun dies sogar mehrmals pro Woche oder häufiger.
 

Das Internet als Kommunikations- und Kaufmedium

Schweizerinnen und Schweizer nutzen das Internet hauptsächlich, um mit anderen Menschen zu kommunizieren. Dies ist das Ergebnis einer von der Universität St. Gallen durchgeführten Studie zum Online-Nutzungsverhalten.

In der Studie gaben 71.4 Prozent an, das Netz unter anderem zu diesem Zweck zu verwenden. 54.2 Prozent der 1‘000 befragten Personen aus 13 Schweizer Städten gaben an, das Internet aus Spassgründen zu nutzen. 52.3 Prozent lesen Nachrichten und Zeitschriften, 51.9 Prozent bilden sich über das Netz weiter und 28.9 Prozent machen für den Kauf von Produkten und Dienstleistungen davon Gebrauch.

Die Suchmaschine Google steht auf Platz 1 der meistbesuchten Webseiten mit 22.9 Prozent regelmässigen Nutzern. Mit 18.7 Prozent folgt das soziale Netzwerk Facebook. Auf Rang 3 steht die Videoplattform Youtube mit 6.5 Prozent regelmässigen Besuchern.

Online-Konsumverhalten
Die Altersschicht der über 55-jährigen Internetnutzer ist mit Abstand die kauffreudigste. Im Jahr 2010 gaben diese gemäss der Studie durchschnittlich 1‘862 Franken für Internetbestellungen aus. Die Angehörigen der Altersgruppe 25-34 wendeten im Vergleich dazu 10‘078 Franken auf.

Die Onlineplattform Ricardo.ch wird am häufigsten für Käufe im Netz verwendet, mit derzeit 8.4 Prozent der Nutzer. Dahinter folgen der Reihe nach die Webseiten von Amazon, Easyjet und Ebay. 53 Prozent der befragten Personen gaben ausserdem an, sie würden – erst einmal gewusst wie – das mobile Internet nutzen, um Produkte und Dienstleistungen in ihrer unmittelbaren Nähe aufzuspüren, was dieser Form der Kundengewinnung ein grosses Potenzial attestiert.

Die Studie wurde am Dienstag von Marketing- und Handelsmanagement-Professor Thomas Rudolph anlässlich eines von Ricardo.ch organisierten Mediengesprächs in Zug präsentiert.
 

Ideart kocht für Pastinella Fertiggerichte

Pastinella hat das Sortiment für die Gastronomie erweitert. Für die Kommunikation der neuen Gerichte hat das Unternehmen die Agentur Ideart engagiert.

Die neuen Gerichte werden mittels Inseraten in Fachzeitschriften beworben. Zudem werden alle Pastinella-Partner mit einem A4-Produkteblatt über die neuen Fertiggerichte informiert.

Verantwortlich bei Pastinella Orior Menu, Oberentfelden: Michel Nick (Leiter Marketing), Patrizia Fischer (Assistentin Marketing). Verantwortlich bei Ideart Luzern: Ludek Martschini (Kreation, Beratung), Peter Martschini (Produktion / Organisation), Martin Bucher (Text).
 

Exxtra: Das Leben in den Bergen einfacher gemacht

Um Spenden für künftige Projekte der Schweizer Berghilfe zu sammeln, hat Exxtra Kommunikation ein Mailing gestaltet, das ein bereits realisiertes Projekt vorstellt.  

Die Bergbauernfamilie Arnold lebt mit sechs Kindern und der Grossmutter unter einfachsten Bedingungen im Urner Schächental. Der Hof ist, wie so viele in der Region, nur mit einer Seilbahn erreichbar. Doch nicht die Abgeschiedenheit und die strenge Arbeit im steilen Gelände haben der Familie in der Vergangenheit immer mehr Kummer bereitet, sondern die Platzprobleme im viel zu kleinen Haus. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte es aufgestockt und ausgebaut werden.

Als kleines Dankeschön für die Mithilfe erhalten die Spenderinnen mit dem Mailing einige Vorschläge für die schönsten Seilbahntouren im Urner Schächental. Als Beilagen wurden ein Seilbahnführer sowie eine Seilbahn-Wanderkarte umgesetzt.

Verantwortlich bei der Schweizer Berghilfe: Rudolf Streuli (Mittelbeschaffung), Ivo Torelli (Kommunikation). Verantwortlich bei Exxtra Kommunikation, Zürich: Dominik Oberwiler (ECD), Christoph Hänsli (AD), Julia Brandstätter (Text), Edi Walker (Beratung); Yannick Andrea, Thomas Schuppiser, (Fotografie); Beat Wirz (Text).
 

Unic gestaltet CSS Versicherung-Website

Pünktlich zur Wechselsaison lanciert die CSS zusammen mit Unic ihre neue Website. Im Zentrum des neuen Webauftritts der CSS steht die individuelle Ansprache jedes Kunden.

So stehen dem Kunden beispielsweise ein Leistungsberater für die Beantwortung von Fragen zu den Versicherungsleistungen sowie auch ein Prämienrechner zur Verfügung. Aufgrund des Nutzerverhaltens ist die Website zudem in der Lage, das Informationsangebot zu personalisieren und entsprechenden Inhalt anzuzeigen. Beispielsweise wird mit Geolocation-Daten der Standort der jeweils nächsten Agentur automatisch ermittelt und dem Kunden als Kontakt vorgeschlagen.

Der Internetauftritt soll die Markenbotschaften des Unternehmens als qualitativ hochwertige und individuelle Krankenversicherung widerspiegeln.
 

Agence Trio jubiliert mit Manor Tessin

 Nach dem Sprung über den Röstigraben mit zahlreichen Mandaten, überquert Trio jetzt die Alpen mit Manor. Stolz auf seine 100-jährige Präsenz im Tessin, hat das Multi-Fachgeschäft die Lausanner Agentur mit seiner Jubiläumskampagne beauftragt.

Das Ziel der Kampagne ist die Bekanntmachung des Jubiläums und der damit verbundenen Sonderangebote und Events, sowie eine Verstärkung der Markenbindung. Die Visuals im Stil einer Promotion erscheinen auf Plakaten, Katalogen, Direktwerbemitteln, Mitarbeiterschildern, Wettbewerbstalons und am POS – und dies im ganzen Tessin. Als lebendige Erfolgskontrolle hat Trio ihren Kreativdirektor nach Lugano geschickt, um die Wirkung der Kampagne «in vivo» zu beurteilen. Auf einem Video kann seine Reise mit verfolgt werden.

Verantwortlich bei Manor: Lukas Vasvary. Verantwortlich bei Agence Trio: Tatiana Amaudruz (Beratung), Fabian Echeverria (Creative Direction), Yvo Hählen (Art Direction), Jesus Gonzalez und Sandrine Llopis (Konzept), Donatella Cinzano (Text).
 

Presserat: Beschwerden gegen Tessiner Medien teilweise gut geheissen

Der Schweizer Presserat hat zwei Beschwerden gegen die Berichterstattung über ein Strafverfahren im Tessin teilweise gut geheissen. Es sei nicht gerechtfertigt gewesen, dass die Radiotelevisione svizzera di lingua italiana RSI einen Arzt unmittelbar nach dessen Verhaftung namentlich benannt hat.

Ebensowenig sei es gerechtfertigt gewesen, dass Ticinonews.ch, Il Caffè, Corriere del Ticino, la Regione Ticino und Giornale del Popolo die Ehefrau des Mannes als mutmassliches Vergewaltigungs-Opfer identifizierten. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Presserates hervor.

Die RSI berichtete im September 2010 zwei aufeinanderfolgenden Tagen in der Sendung Il Quotidiano über die Verhaftung eines Arztes wegen einer ihm vorgeworfenen Vergewaltigung. Daraufhin benannte die Website Ticinonews.ch die Ehefrau als mutmassliches Opfer. Weitere Medien zogen nach. Beim Presserat gingen dann zwei Beschwerden ein: Ein Angehöriger beschwerte sich über die Berichte der RSI und ein Journalist über diejenigen von Ticinonews.ch, Il Caffè, Corriere del Ticino, la Regione Ticino und Giornale del Popolo.

Die RSI wehrte sich gegen die Beschwerde mit dem Argument, der Arzt sei wegen einer früheren aufsehenerregenden Affäre zur öffentlichen Person geworden. Deshalb sei die Namensnennung zulässig. Ticinonews.ch und die betroffenen Zeitungen äusserten sich unterschiedlich.

Für den Presserat war die Nennung des Namens des Arztes durch die RSI unmittelbar nach der Verhaftung nicht gerechtfertigt. Denn seine öffentliche Bekanntheit sei nur relativ und der aktuelle Fall stehe weder in unmittelbarem Zusammenhang mit der früheren Affäre noch mit seiner beruflichen Tätigkeit stehe, so der Rat. Ebenso wenig sei es zu diesem Zeitpunkt notwendig gewesen, die Öffentlichkeit zu warnen.

Nachdem die RSI bereits an zwei aufeinander folgenden Tagen identifizierend berichtet hatte, habe der Nachzieher durch die anderen Tessiner Medien hingegen kaum noch weiteren Schaden angerichtet, so der Presserat weiter. Die Identifizierung des Opfers durch Ticinonnews.ch und diverse Zeitungen erachtet der Rat hingegen als verfehlt. Auch nach der Nennung des Arztes als möglichen Täter habe der Opferschutz weiterhin Vorrang gehabt. Und da die Verbreitung der fraglichen Website nicht mit derjenigen der Fernsehprogramme der RSI vergleichbar sei, hätten die anderen Medien ungeachtet des Vorpreschens von Ticinonews.ch das mutmasslichen Opfers nicht identifizieren dürfen.

 

get_footer();