Felix Reich wird Redaktionsleiter von Reformiert.zuerich

Auf Anfang April 2012 wird Felix Reich neuer Redaktionsleiter der Zeitung Reformiert.zuerich (Kirchenbote). Er tritt die Nachfolge von Jürgen Dittrich an, der in seinen angestammten Pfarrberuf zurückkehrt.

Reich arbeitet seit 2002 als Redaktor bei der Tageszeitung Der Landbote in Winterthur. Er leitet dort gemäss SDA den Bund Stadt Winterthur und Kultur.
 

The Stars we never forget

Sterne verglühen. Stars können auch nach ihrem Tod viel Geld verdienen im Marketing von internationalen Brands. GreenLight vermittelt die dazu nötigen Rechte.

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WW: Ihre Agentur GreenLight vermittelt Fotos und Musikrechte von Persönlichkeiten, die nicht mehr unter uns weilen. Welche Stars gelten auch im Himmel nach wie vor als fleissige Verdiener?
David Reeder: Historisch gesehen erbrachte Elvis Presley die höchste Ertragskraft unter den verstorbenen Prominenten. Er wurde aber in den letzten zwei Jahren von Michael Jackson überholt. Sein unerwarteter Tod führte auch dazu, dass die Einkommen von verstorbenen Prominenten in der Öffentlichkeit plötzlich zu einem Thema geworden sind. Die meisten Gelder, die Jackson erwirtschaftet, stammen aus den Rechten für seine Musik. Die Verwendung seiner Bilder ist im Vergleich noch be¬scheiden. Das Gleiche gilt für Elvis. Von den anderen verstorbenen Prominenten, die ständig auf der Forbes-Liste der Top-Verdiener auftauchen, generiert Marilyn Monroe das meiste Geld ausschliess¬lich mit den Rechten auf ihr Bild.

Was kosten die Rechte einer Werbekampagne mit Elvis oder Marilyn?
Die Gebühren für die Verwendung der Symbole sind abhängig von den gleichen Parametern und Richtlinien, wie sie für die meisten noch lebenden Prominenten gelten. Der Preis ist von Faktoren wie der Länge der Laufzeit einer Nutzung bestimmt. Es kommt auch auf die spezifische Verwendung an – Online, Outdoor, Print, TV – sowie auf das Gebiet der geplanten Nutzung. Darüber hinaus prüfen wir, in welcher Rolle der Prominente eingesetzt wird. Ist sein Bild nur eines von vielen Symbolen in der Kampagne oder wird exklusiv mit dem berühmten Testimonial geworben? Alle diese Variablen und ein Gefühl für den historischen Wert einer bestimmten Persönlichkeit, den wir auch auf der Basis von früheren Kampagnen abschätzen, führen schliesslich zum individuell ausgehandelten Preis.

Und wie viel muss ich bezahlen, wenn ich die Fotos ohne die entsprechenden Rechte benutze?
Dies ist eine schwierige Frage. Die Rechte variieren stark von Land zu Land. Wenn wir eine unbefugte Nutzung entdecken, gehen wir im Normalfall davon aus, dass die verletzende Partei keine Ahnung hatte, dass hier spezielle Rechte benötigt wurden. Dann versuchen wir, die Situation friedlich zu lösen. In seltenen Fällen müssen wir eine Strafe verhängen für den unzulässigen Gebrauch oder wenn uns jemand mit unsauberen Lizenzgebühren zu täuschen versucht. In einigen Fällen sind wir gezwungen, die Kampagne oder sogar das Produkt zu stoppen.

Wie muss eine Agentur vorgehen, wenn sie mit dem Bild oder der Musik eines legendären Stars werben will? Muss sie vor der Verhandlung bereits eine konkrete Gestaltung vorweisen können?
Was die Bilder betrifft, sind wir ein Tochterunternehmen der Fotoagentur Corbis. Wir selber besitzen keine Bilder, sondern klären nur die Rechte ab. Wer ein Foto im Zusammenhang mit den von uns vertretenen Persönlichkeiten sucht, findet das passende Bild für seine Werbekampagne auf der Corbis-Website. Die Corbis-Vertriebsorganisation lenkt die Anfrage dann an uns weiter. Wir prüfen die Bewilligung für den jeweiligen Verwendungszweck und verhandeln die entsprechenden Kosten. Bei der Bewilligung für die Verwendung eines Bildes zu Werbezwecken prüfen wir sowohl die kreative Idee wie auch den guten Ruf eines Produkts oder einer Marke. Das Image muss zu der von uns vertretenen Persönlichkeit passen. Etwas anders läuft es, wenn die Agentur zum Beispiel die Musik einer verstorbenen Persönlichkeit für Wer¬bung einsetzen möchte. Da muss sie mit der entspre¬chenden Plattenfirma verhandeln. Das kann ein sehr langwieriger Prozess werden. Wir bei GreenLight können der Agentur diese Arbeit aber abnehmen, können wir doch in diesem Bereich eine jahrelange Erfahrung vorweisen. Wir führen jedes Jahr Tausen-de dieser Rechtsklärungen durch, haben so einen globalen Überblick über die tatsächlichen Marktprei¬se und zudem dank unseres Geschäftsvolumens eine ziemlich grosse Verhandlungsmacht.

Wer entscheidet, ob eine Kampagnen mit Elvis oder Michael Jackson bewilligt wird?
Die jeweiligen Halter der Rechte. GreenLight übernimmt dafür die Rolle des Vermittlers und verhandelt mit den Rechteinhabern im Auftrag und Namen der interessierten Werbeagentur.

Wer bekommt das Geld?
Im Regelfall ist es die Familie, die das Erbe verwaltet. Manchmal gehören die Rechte einer Institution. Albert Einstein zum Beispiel hat die Rechte der Hebrow University in Jerusalem vermacht. Ein Teil von Marilyn Monroes Nachlass wurde kürzlich von einem Private-Equity-Unternehmen gekauft, und vor einigen Jahren hat ein anderes Unternehmen sich eine Mehrheitsbeteiligung am Nachlass von Elvis Presley zugelegt.

Wie können Sie weltweit die korrekte Bezahlung der Urheberrechte kontrollieren?
Langjährige Erfahrung dank der Arbeit rund um die Welt haben uns zu Experten gemacht. Wir haben viele Kollegen, Kunden und Freunde rund um die Welt, die uns über eine mögliche unbefugte Benutzung solcher Rechte berichten. Dazu macht es die Transparenz im Internet praktisch unmöglich, mit unerlaubten Bildern oder gestohlener Musik eine Aufsehen erregende Kampagne zu lancieren. Früher oder später werden wir das entdecken.

Was ist die erfolgreichste Werbegeschichte von GreenLight mit berühmten Testimonials?
Steve McQueen zum Beispiel haben wir für ein paar sehr authentische und erfolgreiche Kampagnen einsetzen können. McQueen ist auch nach seinem Tod noch für Jahre ein Markenbotschafter für Tag Heuer geblieben.

Warum kann jemand «unsterblich» werden?
Unsterbliche Ikonen sind unglaublich selten. Heute kann zwar jeder schnell berühmt werden, aber meistens nur für eine sehr kurze Zeit. Umso mehr sucht die Öffentlichkeit nach Stars, die etwas wirklich Einmaliges geleistet haben. Diese bereichern unsere Kultur, und deshalb fühlen wir uns zu solchen Per¬sönlichkeiten hingezogen. Der Mensch sehnt sich nach solchen übergrossen Identitätsmöglichkeiten, und wir wollen uns gerne mit der Aura von Legenden identifizieren. Deshalb werden solche Stars unsterblich und auch in Zukunft viel Kraft, zum Beispiel für einen Einsatz in der Werbung, ausstrahlen.

Interview: Andreas Panzeri

Heutiger Jahresverdienst grosser Legenden:
Michael Jackson: 170 Mio. $
Elvis Presley: 55 Mio. $
Marilyn Monroe: 27 Mio. $
Liz Taylor: 12 Mio. $
John Lennon: 12 Mio. $

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David Reeder, Presi-
dent GreenLight.

 

Schweizer Holzzeitung für 2012 als Q-Publikation zertifiziert

Die Schweizer Holzzeitung wurde vom Verband Schweizer Medien für das Jahr 2012 mit dem Gütesiegel «Q-Publikation» ausgezeichnet.

Mit der Zertifizierung als «Q-Publikation» erfüllt die Schweizer Holzzeitung die Leitlinien des Verbandes Schweizer Medien, welche unter anderem die Fokussierung auf den Leser, die publizistische Unabhängigkeit und die mediatechnische Transparenz eines Fachmediums vorgeben. Damit erfüllt die Fachzeitschrift eine wichtige Funktion als Informations-, Kommunikations- und Werbemedium innerhalb der Schweizer Holzbranche, heisst es in einer Mitteilung der Schweizer Holzzeitung. Dank ihrer inhaltlichen Fokussierung auf Fach- und Themenbereiche, ihrer redaktionellen Kompetenz und Glaubwürdigkeit und ihrer Rolle als Meinungsführer mit hoher Leserbindung, sei die Schweizer Holzzeitung wichtiges Bindeglied zwischen allen Teilnehmern der gesamten Holzbranche.

Neuer Leiter der «Tagesschau»-Redaktion von SF: Urs Leuthard

Urs Leuthard übernimmt Anfang 2012 die Redaktionsleitung der «Tagesschau». Er war bisher Leiter und Moderator der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens.

Leuthard folgt damit auf Thomas Schäppi, der Programmentwickler für die Abteilung Chefredaktion TV von SRF wird. Dieser leitete die «Tagesschau»-Redaktion seit 2008 und übernimmt seine neue Aufgabe ebenfalls auf Anfang 2012. Der neue «Tagesschau»-Redaktionschef freue sich darauf, «wieder mehr Führungsverantwortung übernehmen zu können», teilte das Schweizer Fernsehen SF am Donnerstag mit.

Seit vier Jahren leitet Leuthard die «Rundschau». Seit 2002 moderiert er zudem die Abstimmungssendungen und die Sessions-Sendung Classe politique. Die Abstimmungssendungen wird er auch weiterhin moderieren. Die Moderatoren-Stelle bei der «Rundschau» ist noch nicht wieder besetzt.
 
 

2011 hat die Werbung auf meiner Motzskala nur 7,5 Punkte von 20 erreicht

Basler Zeitung soll Forumszeitung bleiben – Redaktion begrüsst Entscheid

Die Basler Zeitung soll eine Forumszeitung bleiben. Eine entsprechende Aussage des neuen Verwaltungsratspräsidenten Filippo Leutenegger wurde von der Redaktion begrüsst.

Die Basler Zeitung soll eine Forumszeitung bleiben. Dies habe Filippo Leutenegger bei einem Treffen am Donnerstag versprochen, wie die Redaktion auf Bazonline.ch mitteilte. Man werde dieses publizistische Bekenntnis vollumfänglich unterstützen. Denn die BaZ solle weiter «eigenständige, unabhängige, überparteiliche und kritische Berichterstattung» bieten. Die Redaktion sei überzeugt, dass die Leserschaft keine einseitige Zeitung wolle, sondern Meinungsvielfalt und Qualität.

Der neue Hauptaktionär der Holdinggesellschaft MVH, welche die BaZ übernimmt, hatte am Mittwoch vor den Medien in Zürich ausgeführt, er wolle eine profilierte Zeitung mit rechts-bürgerlichem Kurs.

Tito Tettamanti gründet Medienvielfalt Holding

Die Hälfte wagt einen Preisaufschlag

Die Verleger verspüren keine Rezessionsängste: Jedenfalls hebt fast die Hälfte die Inseratetarife ihrer Titel – sei es offen oder versteckt. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Langzeitvergleich: Rund die Hälfte aller Titel kosten 2012 teils deutlich mehr als im ersten Krisenjahr 2008.

Von den hier aufgeführten 132 Printtiteln aus der ganzen Schweiz erhöhen 45 per 2012 den Preis pro Anzeigenseite, nur zwei senken die Seitenpreise. Letztere sind GuideTVLoisirs von Edipresse (neu: Tamedia Publications romandes) und die Tessiner Tageszeitung LaRegione Ticino. Während GuideTVLoisirs nach dem Konzept- und Namenwechsel vor knapp zwei Jahren nun ein Viertel weniger Leser ausweist, war eine Tarifreduktion auch angebracht. Allerdings bleibt sie mit -14,7 Prozent deutlich unter dem Leserverlust, weshalb beim Programmheft eine Erhöhung des Tausendleserpreises (TLP) resultiert – jedenfalls gegenüber früher. Anders bei LaRegione: Dessen Tarifreduktion erscheint zwar mit -0,3 Prozent als klein, da die Zeitung aber 7,8 Prozent mehr Leser ausweist, ergibt sich unter dem Strich ein tieferer TLP. Dies wohl primär aus strategischen Gründen, denn LaRegione muss sich gegenüber dem neuen 20 minuti behaupten. Die deutlichste – wenn auch versteckte – Preisreduktion gegenüber dem Vorjahr findet sich aber bei der Wochenzeitung WoZ: Sie belässt ihre Preise auf heutigem Niveau trotz markanter Reichweitensteigerung um 18,8 Prozent. Ihr TLP sinkt damit um 15,8 Prozent. Bei den Titeln, die ihre Seitenpreise aktiv erhöhen, fallen einige mit Steigerungen über 10 Prozent auf: Da ist zunächst die junge Migros-Zeitschrift Vivai, die gleich um 78 Prozent aufschlägt – und dies noch bevor erste Leserzahlen vorliegen. Eine Begründung seitens der Migros gab es nicht. Noch erstaunlicher ist der Preisaufschlag um fast 20 Prozent bei der Genfer Wirtschaftstageszeitung Agefi, hat doch der Titel gemäss neusten Leserzahlen innert eines Jahres beinahe die Hälfte seiner Leser (-43,8 %) verloren hat. Somit ergibt sich bei Agefi per 2012 eine Verdoppelung des TLPs – ebenfalls ohne Begründung.

Zu den erstaunlichen Preisaufschlägen gehören zudem jene bei den Edipresse-Lokalzeitungen La Broye und Journal de Morges: Sie kosten künftig 13,4 Prozent und 9,3 Prozent mehr. Ebenfalls Preisaufschläge von über 10 Prozent finden sich beim Blick am Abend und beim Magazin, sie fallen aber moderat aus. Denn Ringiers Gratisblatt erhöht seinen Seitenpreis um 15,6 Prozent und bleibt damit unter der Leistungssteigerung von 23,8 Prozent. Sein TLP wird also günstiger. 15 Prozent mehr pro Seite verlangt auch das Magazin, was aber exakt der Reichweitensteigerung entspricht. Wie jedes Jahr gibt es auch eine ganze Reihe versteckter Preiserhöhungen, etwa dann, wenn ein Titel signifikant Leser verliert, die Preise aber in keiner Weise anpasst. Beides ist bei acht Titeln der Fall, sie erhöhen somit ihren TLP. Konkret handelt es sich um den TV Star, dessen TLP gegenüber Vorjahr um 12,7 Prozent teurer wird, bei Bilan steigt er um 12,6 Prozent, bei der Finanz und Wirtschaft um 12 Prozent, bei Le Temps um 11 Prozent, bei 20 minutes um 7,3 Prozent, bei SI Style um 6,7 Prozent, beim SonntagsBlick um 5,5 Prozent und beim Gesundheits- Tipp um 5,4 Prozent.

Interessant ist aber auch, wie sich die Pressetitel seit 2008, als die Finanzkrise ihren Anfang nahm, preislich verhalten haben. Die Werbewoche verglich deshalb – sofern möglich – die Tarife 2012 mit jenen von 2008 – sowie die jeweils zugrunde liegenden Leistungswerte (Reichweiten). Das Resultat: 37 Titel verlangen 2012 pro Anzeigenseite noch gleich viel wie 2008, 21 kosten sogar weniger als damals. Doch 54 Titel haben den Preis trotz Rezession angehoben. Den Frankenbetrag am meisten erhöht hat 20 minutes, nämlich um 110 Prozent, gefolgt von Heute/Blick am Abend (91,7 %) und 20 Minuten Deutschschweiz (+35 %). Die grösste Tarifreduktion nahmen die Programmhefte TV2 und TV vier von Axel Springer Schweiz vor, die ihre Seitenpreise halbierten (-50,8 %).

Auf der Ebene TLP sind seit 2008 56 Titel teurer geworden, das heisst, ihr Preis erhöhte sich seit dem ersten Krisenjahr prozentual stärker als die Leistung. 20 minutes zeigt dies exemplarisch: Hier schlug der Seitentarif in den letzten vier Jahren wie erwähnt um 110 Prozent auf, während die Reichweite «bloss» um 67 Prozent zulegte. Der TLP erhöhte sich somit um 25,5 Prozent.

Geradezu frech ist es aber, wenn die Reichweite sinkt und der Preis dennoch stark angehoben wird. Agefi ist dafür wohl das Paradebeispiel, doch weil dessen Tarife 2008 nicht vorliegen, kann der Vierjahresvergleich nicht vorgenommen werden.

Aber Agefi steht nicht allein: Auch die Basler Zeitung wurde seit 2008 um 12,7 Prozent teurer, ihre Reichweite in derselben Zeit aber um 14,4 Prozent kleiner. Das Oltner Tagblatt erhöhte den Preis um 13 Prozent, trotz Reichweitenverlust von 9,3 Prozent. Die Zürichsee-Zeitung verkauft ihre Anzeigenseite um 2,4 Prozent teurer, obwohl sie 15,7 Prozent weniger Leser bringt. Der Tages-Anzeiger erhöhte seinen Seitenpreis um 11,8 Prozent, trotz Leserverlust von 5,2 Prozent. GHI schlug um 3,4 Prozent auf, verlor aber 9,6 Prozent seiner Leser. Der Blick verlangt 3,1 Prozent mehr trotz Reichweitenverlust von 9,7 Prozent. Und auch die NZZ kostet 5,6 Prozent mehr, obwohl sie 6,4 Prozent weniger Leser ausweist. Dass es auch anders geht, zeigen Le Temps oder die Südostschweiz: Le Temps hat heute wieder exakt die Reichweite von 2008 – und auch den Preis von damals – null Aufschlag also.

Ähnlich bei der Südostschweiz, wo Preis und Leistung seit 2008 um je 0,4 Prozent zurück gingen. Auch bei SI Style und der SonntagsZeitung ist die Kluft zwischen Preis und Leistung über die vier Jahre sehr klein geblieben.

Zu erwähnen sind aber auch die 28 Titel, die in der Krisenzeit ihren TLP reduzierten –durch Tarifsenkungen, durch Leistungsverbesserungen – oder durch beides. So ist heute der TLP von TV vier und TV2 um rund 35 Prozent günstiger als noch 2008, der Impartial senkte seinen TLP in derselben Zeit um 14,9 Prozent, die Glückspost um 12,5 Prozent und TV8 um 11,3 Prozent. Markus Knöpfli

> Brutto-Anzeigentarife im Überblick (PDF)
 

Werbung zu Weihnachten

Glitzern, Schnee, Sterne und Weihnachtskugeln. So sieht Werbung im Advent oftmals aus. Geworben wird für Schmuck, Dessous beziehungsweise Whisky & Co. Langweilig? Die Werbewoche hat eine kleine Umfrage bei Agenturen durchgeführt und wollte wissen, wie gute Weihnachtswerbung aussehen sollte...

Wenn auf Papier kreative Werbung entsteht

Seit zehn Jahren schreibt der Verband Schweizer Medien den Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» aus. Junge Kreative sollen Anzeigen gestalten, die für ebensolche werben. Nach dem Motto: «Die beste Werbung für Anzeigen sind Anzeigen». Die Werbewoche war bei der Jurierung dabei.

6. Dezember, 9 Uhr. Die sechsköpfige Jury von «Das kann nur ein Inserat» trifft sich in der Cafeteria am Publicitas-Hauptsitz in Zürich-Altstetten, um unter den Einsendungen für die nächstjährige Kampagne die besten auszuwählen. 76 Einsendungen seien es, erklärt Toni Vetterli, Marketingleiter Verband Schweizer Medien, den Anwesenden zu Beginn.

Der Auftrag an die Teilnehmer des Kreativwettbewerbs war bei der zehnten Ausgabe derselbe wie bei der Lancierung: Anzeigen waren gesucht, die auf die Vorzüge von Anzeigen aufmerksam machen. Zum Jubiläum wartete der Wettbewerb jedoch mit einigen Neuerungen auf. Einerseits wurde ein Briefing- Event durchgeführt, an dem die Rahmenbedingungen erklärt und auf Stolpersteine aufmerksam gemacht wurde. Stolpersteine gibt es schliesslich einige, wie man bei der letztjährigen Durchführung fest- stellen musste – sprengte doch die Siegerarbeit «Karaoke », die mit einer Textvorlage von Frank Sinatras «I did it my way» arbeitete, auf Grund der Rechte an den Songs den finanziellen Rahmen und war deshalb nicht realisierbar. Andererseits konnten heuer sowohl Ideen für Einzelsujets als auch Ideen für Kampagnen eingereicht werden.

Nur die Idee zählt

22 Einzelsujets und 54 Kampagnenvorschläge kamen zusammen. Etwas mehr als im Vorjahr, freut sich Vetterli. Dann geht’s an die Arbeit. Die Juroren wandeln durch die Cafeteria und begutachten die auf Tischen und am Boden verteilten Sujets. Jurypräsident Andreas Prokesch gibt noch einige Instruktionen: Vorderhand gehe es nur darum, die Idee zu bewerten. «Ist sie gut? Ist sie umsetzbar?» Nicht achten sollen die Juroren dagegen auf die Qualität der Ausführung. Gute Ideen könne man mit einem Feinschliff «zum Fliegen bringen», so Prokesch weiter. Ideen, die gefallen, werden von den Juroren im ersten Durchgang mit farbigen Post-it-Klebern markiert. Rund 23 Kampagnen beziehungsweise Sujets schaffen es in die nächste Runde. Nach Plädoyers einzelner Juroren für ihre Favoriten und Diskussionen – Treffen die Arbeiten den Punkt? Welche Ideen sind wirklich neu? Sind die Sujets realisierbar? – werden per Abstimmung die Shortlist-Platzierten bestimmt. Auf dem Tisch bleiben sechs Einreichungen liegen.

Nach einer weiteren Runde steht fest, welche beiden Arbeiten das Ticket nach Oslo erhalten: Zwei Teams aus der Shortlist werden nächsten Mai 2012 zum Wettbewerb BestYET reisen, an dem junge Kreative aus ganz Europa teilnehmen. Vorderhand weiss die Jury allerdings noch nicht, wen sie in die norwegische Hauptstadt geschickt hat. Die Bewertung erfolgt anonym, die Sujets sind lediglich mit Nummern versehen.

Dann der letzte Einsatz für die Jurymitglieder: Es muss geklärt werden, welche Anzeigen aus der Shortlist umgesetzt werden. Der Entscheid fällt zu Gunsten sechs verschiedener Sujets. Sie sollen kommendes Jahr als Fülleranzeigen in über 100 Zeitungen und Zeitschriften erscheinen.

Wer reist nach Oslo?

Bevor es zum gemeinsamen Mittagessen geht, lüftet Toni Vetterli noch das Geheimnis, wer für die Sujets verantwortlich zeichnet. Es wird vorläufiges Stillschweigen vereinbart. Dass sie gewonnen haben, sollen die Shortlist-Platzierten erst an der Preisverleihung vom 13. Dezember erfahren. Genau wie die drei Kreativen, die beim BestYET die Schweiz vertreten werden: Gaël Tran und David Moret, beide Euro RSCG Genève, sowie Silvio Seiler. Letzterer kein Unbekannter, ging Seiler beim Wettbewerb vor zwei Jahren doch schon als Sieger hervor. Für diese drei heisst es dann vorbereiten. Schliesslich winken beim BestYET der Titel Best Young European Team sowie zwei Tickets für das Internationale Werbefestival Cannes Lions.

Die Jury

Zur sechsköpfigen Jury des Kreativwettbewerbs gehörten Isabelle Hauser, Art Director bei Ruf Lanz, und Patrick Ryffel, Texter bei Philipp und Keuntje (Hamburg) – beide mehrfache Gewinner von «Das kann nur ein Inserat».

Unterstützt wurden sie durch Simon Smit, Texter bei Spillmann/Felser/Leo Burnett, Stefan Erhart, der als Leiter Markenführung Schweiz von Swiss Life für die aktuelle «Wendesätze»-Kampagne verantwortlich zeichnet, sowie Toni Vetterli, Marketingleiter Verband Schweizer Medien, der die Vertretung für seinen Verbandskollegen Michael Seiler, Leiter Werbemarkt Zeitungen Espace Media, übernahm. Als Präsident fungierte Andreas Prokesch, langjähriger Chairman der ADC-Jurierung und freier Texter und Konzepter. Isabel Imper

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Siegerehrung

Die Preisverleihung und die Ausstellung sämtlicher eingereichten Arbeiten von «Das kann nur ein Inserat» fand am Dienstagabend im Zürcher Club Basilica statt. Bei einem Apéro bot sich den Jungkreativen die Möglichkeit zum Austausch. Toni Vetterli eröffnete den offiziellen Teil des Abends, in dem er das Prozedere des Wettbewerbs erklärte und die Sponsoren verdankte. Anschliessend übergab er an Jurypräsident Andreas Prokesch, welcher das neue Vorgehen der Jury erklärte und den anwesenden Kreativen, Sponsoren und Medienvertretern die Shortlist-Sujets präsentierte und den Gewinnern gratulierte. Im Bild links die drei Shortlist-Platzierten, die auf Einladung von Publimedia an den bestYET nach Oslo fahren. Gaël Tran (links) und David Moret; die beiden Kreativen von Euro RSCG reisten für die Siegerehrung eigens aus Genf an, wobei sie sich – schon mal in Zürich – auch gleich nach den Ausgehmöglichkeiten erkundigten. Neben ihnen Silvio Seiler (rechts), der unter dem Namen Silvio Seiler Graphik und Design in Appenzell Ausserrhoden ein eigenes Büro betreibt. (Bild: Blaženka Kostolnà)

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Festland: Launch-Kampagne für den neuen St. Galler Strom realisiert

Die Sankt Galler Stadtwerke führen per 1. Januar 2012 neue Stromprodukte ein und treiben damit den Ausbau der ökologischen Stromversorgung voran. Damit auch die Kommunikation fliesst, hat Festland St.Gallen/Zürich eine Launch-Kampagne entwickelt.

Personalisiertes Mailing, Microsite, Broschüre, Inserate, F24-Plakate und ein von Encore unter der Regie von Neil Stubbings produzierter Kinospot informieren über die Neuerungen. Auf der Microsite können die rund 52'000 Kunden der Sankt Galler Stadtwerke ihren Strom einfach und bequem bestellen. Der integrierte Stromkalkulator berechnet basierend auf dem Verbrauch der letzten zwölf Monate die Preise für jedes Stromprodukt. Und zeigt, wie wenig es braucht, um etwas für eine ökologisch nachhaltige Zukunft zu tun.

Verantwortlich bei Sankt Galler Stadtwerke: Peter Graf (Mitglied der Geschäftsleitung). Werbeagentur: Festland, St.Gallen/Zürich.

 

http://vimeo.com/32500353

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SRF: Neuer Standort für die Kulturabteilung in Basel

Die SRG gibt den Standort von Schweizer Radio und Fernsehen auf dem Basler Bruderholz auf. Für die gemeinsame Kulturredaktion von Radio und Fernsehen wird ein geeignetes Gebäude im Basler Stadtzentrum gesucht.

Dies teilte die SRG am Mittwoch mit. Am neuen Ort werden die Redaktionen von DRS 2, die Kulturredaktionen von DRS 1, SF und die «Swiss Satellite Radio» (Swiss Classic, Swiss Jazz, Swiss Pop) künftig gemeinsam Angebote für Radio, Fernsehen und das Internet entwickeln. Bisher arbeiteten die von Nathalie Wappler geleiteten Redaktionen räumlich getrennt auf dem Basler Bruderholz, im Zürcher Radiostudio Brunnenhof in Zürich und im Fernsehstudio Zürich Leutschenbach. Zusammen mit den Redaktionen der Kulturabteilung wird auch die Regionalredaktion für Baselland und Baselstadt umziehen. Mehr als die Hälfte der 250 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet schon heute in Basel. Ein Teil der Hörspielproduktion und die Fernsehstudioproduktion bleiben in Zürich, weil in Basel kein HD-Studio gebaut wird, und man sich dort auf Postproduktionsmöglichkeiten beschränkt.

Mitarbeitende ziehen bis 2014 um

Das 1940 erbaute Gebäude im Bruderholz-Quartier in Basel müsste in den kommenden Jahren teuer saniert werden, wie es weiter heisst. Die Räume eignen sich auch nicht für multimedial ausgerichtete Redaktionen. Mit dem Umzug in die Stadt spätestens 2014 will der VR am Studiostandort Basel zeitgemässe Rahmenbedingungen und neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Zurzeit werden verschiedene mögliche Standorte im Basler Stadtzentrum geprüft – noch offen ist die künftige Nutzung des Standorts Bruderholz. Die SRG führt darüber Gespräche mit der Radio- und Fernsehgenossenschaft Basel (RFB), der Eigentümerin des Grundstücks auf dem Bruderholz. Die rund 250 Mitarbeitenden sollen bis spätestens 2014 an den neuen Standort umziehen.
 

Blocher verzichtet auf Beteiligung an der Basler Zeitung

Mit der Übernahme der Basler Zeitung durch die Medienvielfalt Holding (MVH) endet das Engagement der Familie Blocher bei der Baz. SVP-Chefstratege Christoph Blocher leistet aber eine Garantie für allfällige Defizite der industriellen Bereiche der Basler Medien-Gruppe.

Die Garantie sei unlimitiert, sagte der MVH-Hauptaktionär Tito Tettamanti am Mittwoch gemäss SDA vor den Medien in Zürich. Blocher habe ihm zugesichert, für mögliche Verluste zu garantieren, die durch eine Restrukturierung auf industrieller Seite der Gruppe entstünden. Als Gegenleistung versprach Tettamanti, die Aktien von der Familie Blocher zurückzukaufen.

In die Zeitung selbst müsse und solle sich der alt-Bundesrat aber nicht einmischen, sagte Tettamanti. Die Baz behalte ihren rechtsbürgerlichen-Kurs bei. Redaktionell ändere sich nichts. Er und Blocher seien zum Schluss gekommen, dass es besser sei, wenn Blocher künftig nicht als Aktionär der neuen Gesellschaft auftrete.
 

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