Corporate Publishing: Content sells

Mit Unternehmensmedien lassen sich Firmen- und Produkt-Images verbessern. Das ist altbekannt. Aber inwiefern können sie genutzt werden, um den Vertrieb zu unterstützen? Das CP-Barometer, das das Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmen Zehnvier für das Europäische Institut für Corporate Publishing durchgeführt hat, zeigt: Content sells.

Egal, ob Unternehmen zu Kundenmagazinen greifen oder digitale Unternehmensmedien einsetzen: Meist sind Imagepflege und Informationsvermittlung die vorrangigen Zielsetzungen des Corporate Publishing. Die Auslösung von Käufen – das so genannte Editorial Shopping – steht heute für viele Unternehmen dagegen noch eher im Hintergrund. Welche Potenziale gibt es hier für die Zukunft, und wie können intelligente Verknüpfungen zwischen journalistischen Inhalten und Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden?

Vertriebsunterstützendes Potenzial

Die aktuellen Ergebnisse des CP-Barometers Herbst 2011 (siehe Infobox) machen deutlich, dass die befragten Kommunikationsverantwortlichen Corporate Publishing grundsätzlich für geeignet halten, um Kaufanreize zu schaffen und den Absatz zu erhöhen: 62 Prozent halten das Potenzial, mit Corporate Publishing den Vertrieb zu unterstützen, für gross oder sogar sehr gross, ein weiteres Drittel sieht zumindest teilweise Möglichkeiten, den Absatz mit journalistischen Inhalten zu fördern. Für die meisten Unternehmensvertreter liegt die vertriebsunterstützende Wirkung von Unternehmensmedien vor allem darin begründet, dass sich mit ihnen Produkte gut in Szene setzen lassen (72 %) und dass Kunden über Bezugsquellen informiert werden können (68 %). Aber auch die direkte Handlungsauslösung wird als Chance gesehen. So ist etwa jeder Zweite der Auffassung, dass Unternehmensmedien Kunden dazu bewegen können, persönlichen Kontakt zum Unternehmen – etwa zum Aussendienst – aufzunehmen. Immerhin 41 Prozent sehen Unternehmensmedien als passende Instrumente an, um Kunden gezielt zu direkten Einkaufsmöglichkeiten wie beispielsweise Online-Shops zu leiten. Die Mehrheit der Kommunikationsverantwortlichen (55 %) ist dabei der Ansicht, dass mit CPLösungen sowohl der Vertrieb gegenüber Konsumenten als auch Geschäftskunden unterstützt werden kann.

Mediendreiklang optimal

Journalistische Inhalte werden also als wirksame Verkaufstreiber erachtet. Am besten zum Editorial Shopping passen aus Sicht der Unternehmen Webseiten und Printmagazine. Sie werden von 59 beziehungsweise 53 Prozent der Befragten für sehr gut oder sogar hervorragend geeignet gehalten, um den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen. Jeweils rund 40 Prozent halten Apps, E-Newsletter, Videos und mobile Webseiten für hilfreich, wenn es darum geht, Kaufanreize zu schaffen und den Absatz zu erhöhen. Weniger Abverkaufsleistung wird dagegen sozialen Netzwerken (26 %) sowie Blogs und Microblogs (11 %) zugestanden.

Natürlich können einzelne Medien durchaus wirkungsvoll sein, um den Vertrieb zu unterstützen. Immerhin 40 Prozent der Unternehmensvertreter sind überzeugt, dass der Absatz wirksam gefördert werden kann, wenn man sich ausschliesslich auf ein einzelnes Printmedium wie ein Kundenmagazin fokussiert. Isoliert eingesetzte mobile Medien – zum Beispiel Apps – werden ebenfalls von 40 Prozent der Kommunikationsverantwortlichen für geeignet halten, 30 Prozent denken dies von der isolierten Nutzung von Online-Medien. Für wirkungsvoller befunden wird jedoch der orchestrierte, abgestimmte Einsatz verschiedener Medien. Ganz vorne in der Gunst der Kommunikationsverantwortlichen liegt dabei ein Medienverbund aus Print-, Online- und mobilen Medien. 76 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass sich der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen sehr gut durch einen solchen Mediendreiklang forcieren lässt.

Intelligente Verknüpfungen

Fein abgestimmten Medienverbünden wird also der Vorzug gegeben, wenn es darum geht, Kaufanreize zu schaffen und den Absatz zu erhöhen. Wie genau können nun verschiedene Medien so miteinander verknüpft werden, dass der Vertrieb unterstützt wird? Wie kann es insbesondere gelingen, Verbindungen zwischen Kundenmagazinen und Online-Shops zu schaffen? Aus Sicht der Befragten können besonders Gutschein-Codes für Produkte oder Dienstleistungen Magazinleser dazu animieren, Online-Shops zu besuchen: 40 Prozent der Befragten sehen sie als hervorragend oder sehr gut geeignet an, um Leser zum Online- Kauf in einem Online-Shop zu bewegen. Auch die Angabe eines Links im Printmagazin verknüpft mit einem Incentive (z. B. der Teilnahme an einem Gewinnspiel oder einem Rabatt für die ersten 100 Aufrufer des Links) eignet sich aus Sicht von 40 Prozent der Befragten, um eine Brücke zwischen Kundenmagazin und Online-Shop zu schlagen. Weniger Euphorie herrscht in Sachen Mobile Tagging: In Magazine integrierte QR-Codes, die mit dem Mobiltelefon erfasst werden und den Nutzer direkt über den Handy- Browser zu einem Online-Shop weiterleiten, entfalten nur aus Sicht von 25 Prozent der Unternehmensvertreter eine hohe Zugkraft in die digitale Welt.

Inhaltlicher Mehrwert entscheidend

Die befragten Kommunikationsverantwortlichen sind sich darin einig, dass bestimmte Faktoren erfüllt sein müssen, damit Corporate Publishing erfolgreich zur Vertriebsunterstützung genutzt werden kann. Dass ein durchdachtes Cross-Media-Konzept essentiell für den Erfolg ist, ist bereits angeklungen. Als erfolgsentscheidend angesehen wird aber vor allem auch, dass die eingesetzten Medien der anvisierten Zielgruppe einen echten inhaltlichen Mehrwert bieten. Gefragt sind mit anderen Worten relevante Inhalte mit journalistischem Anspruch, etwa fundierte Reportagen und Hintergrundberichte, professionelle Fotostories oder spannende News. Kaufentscheidungen lassen sich zudem nur dann positiv beeinflussen, wenn man es schafft, sich als glaubwürdige, ehrliche und authentische Informationsquelle zu etablieren. Voraussetzung dafür ist nachhaltige redaktionelle Exzellenz. Im Umkehrschluss bedeutet das, dafür zu sorgen, dass die Inhalte bei aller Vertriebsunterstützung nicht zu verkäuferisch werden:

Eine überzogene Kommerzialisierung sehen 87 Prozent der Befragten als grösste Gefahr des Editorial Shopping.

Fazit

Journalistische Inhalte können ein wirksamer Verkaufstreiber und eine gute Alternative zu klassischen Werbemassnahmen sein. Der Verbund aus Print-, Online- und mobilen Medien bietet Unternehmen vielfältige und vielversprechende Möglichkeiten, um Produkte zu inszenieren, Kaufanreize zu setzen und den Absatz zu erhöhen. Es wundert daher nicht, dass acht von zehn Unternehmen damit rechnen, dass die Bedeutung des Editorial Shopping in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Voraussetzung für den Erfolg ist redaktionelle Exzellenz und journalistische Substanz. Potenzielle Kunden wollen nicht mit platten Slogans bombardiert, sondern mit glaubwürdigen, relevanten Inhalten umschmeichelt werden. Clemens Koob und Stefan Lohmüller*

* Autoren:
Prof. Dr. Clemens Koob ist Managing Director des Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmens Zehnvier und Professor für Marktforschung und strategisches Marketing an der Hochschule Erding. Stefan Lohmüller ist Projektleiter bei Zehnvier und dort verantwortlich für das CP-Barometer.

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Startbahnwest gewinnt Neukunden

Startbahnwest hat sich in einem Pitch um das internationale Mandat der Helvetia Versicherungen gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt. Die Zürcher Werbeagentur entwickelte nun eine neue Werbe- und Kommunikationswelt für die traditionsreiche Schweizer Versicherung und wird deren Umsetzung in allen relevanten Ländern begleiten.

Im Rahmen ihrer Strategie H2015+ hat die Helvetia eine gruppenweite Markenpositionierung erarbeitet. Das wachsende Versicherungsunternehmen suchte nach einer Leadagentur, welche für die kommunikativen Aktivitäten sämtlicher Länder einen einheitlichen Werbeauftritt etabliert, so die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag. Nach der Einführung eines gemeinsamen Corporate Designs nehme die Helvetia damit die nächste Stufe auf dem Weg zu einer starken internationalen Marke.

Startbahnwest präsentierte eine kommunikative Dachidee, die sich länder- und produktspezifisch umsetzen lässt. In den kommenden Monaten betreuen die Zürcher Werber die Umsetzung der Werbewelt in Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien. Ergebnisse werden ab Januar zu sehen sein. Ab 2013 werden auch in der Schweiz erste Massnahmen umgesetzt.
 

Media Focus: Werbeausgaben im November erstmals zurückgegangen

Die Werbeausgaben in der Schweiz sind im November zum ersten Mal in diesem Jahr gesunken. Sie gingen gegenüber dem Vorjahr um 2.7 Prozent zurück auf 460 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr zeichnet sich dennoch weiter ein komfortables Plus ab. In den ersten elf Monaten wurde Werbung für 4.2 Milliarden Franken geschaltet. Das sind 5.4 Prozent mehr als in der gleichen Periode 2010. Dies schreibt das Marktforschungsunternehmen Media Focus am Donnerstag.

Mit einem Minus von 7.4 Millionen Franken, was einem Minus von 19.8 Prozent entspricht, reduzierte die Finanzbranche ihre Werbeanstrengungen am stärksten. Deutlich mehr wurde dagegen für Tabakwerbung ausgegeben, die gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 141.4 Prozent verzeichnete. Gemäss Media Focus litten mit Ausnahme der Plakat- und Radiowerbung alle Medienbereiche unter den reduzierten Werbeausgaben. Das Fernsehen bleibt mit einem Umsatzanteil von mehr als einem Drittel das wichtigste Medium für Werbetreibende.
 

Like: Geschenksuche 2.0

Von Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ.

Dinge, die man eigentlich gar nicht haben will oder bereits besitzt, warten hübsch eingepackt unter dem Weihnachtsbaum. Alle Jahre wieder dasselbe Grauen mit Schleife drum. Oft stürmt man im letzten Moment noch in die Stadt und hält Ausschau nach dem perfekten Präsent. Beeinflusst durch die zuvorkommende Beratung, landet dann in den meisten Fällen etwas in der Einkaufstüte. Dieses Etwas ist jedoch meist ein von Klischees behafteter Gegenstand, den alle Frauen, Männer, Väter, Mütter, Schwiegertöchter oder -söhne ganz bestimmt mögen. Tatsache ist jedoch, dass die Menschheit «leider» nicht ganz so einfach gestrickt ist. Das grundlegende Problem der Geschenksuche liegt wohl kaum am mangelnden Angebot, sondern vielmehr darin, dass man sich nicht bewusst ist, was man tatsächlich schenken könnte. Dem hektischen Treiben in der Weihnachtszeit kann man ja dank Online-Shops einfach entkommen. Dass diese Stores auch persönliche Empfehlungen abgeben, ist ebenfalls nichts Neues. Bei der Geschenksuche geht es jedoch in erster Linie um die Empfänger und nicht A335675 um den Käufer. Diese simple Tatsache haben sich einige Anbieter zu Herzen genommen und bieten ganz individuelle Empfehlungen für deine Facebook- Freunde an. Praktisch ist diese integrierte Funktion besonders bei Shops, die Produkte aus vielen verschiedenen Sparten anbieten, wie beispielsweise Etsy (http://www.etsy.com/gifts) oder Amazon (https://www.amazon.com/gp/facebook). Es wäre wohl nicht gewagt, Amazon sogar als Erfinder der persönlichen Empfehlungen im Bereich e- Commerce zu betiteln. Kein Wunder, waren sie auch Vorreiter der in den Shop integrierten Vernetzung mit Facebook Connect.

Natürlich kann man die FB-Profile und Twitter- Timelines seiner Freunde auch selber durchstöbern. Gemäss einer Studie (http://mashable.com/2011/11/01/consumers-holiday-spending/) recherchieren tatsächlich bereits 61 Prozent der Befragten auf den Online-Profilen ihrer Familie, um passende Geschenkideen zu finden. Die professionellen Tools stützen sich auf Likes und Nennungen ab. Zwischen den Zeilen lesen, Ironie verstehen und den Zusammenhang zwischen Status-Updates sehen können sie freilich nicht. Der Vorteil der integrierten Tools ist beispielsweise jedoch, dass Amazon anzeigt, wenn Freunde bereits eigene Wunschlisten angelegt haben oder sie dich an die nächsten Geburtstage erinnern. Selbstverständlich inklusive passendem Geschenkvorschlag. Bei Etsy werden nicht nur die Interessen und Likes der Freunde in die Suche mit einbezogen, sämtliche auf der Website durchgeführten Suchbegriffe werden geloggt und analysiert. Dies ermöglicht, dass der Shop semantische Vorschläge machen kann. Ebenfalls können entsprechende Interessensgebiete von Freunden, die man als äusserst passend betrachtet, vertieft durchsucht werden.

Auf all den Informationen, die über eine Person im Internet zu finden sind, basiert auch das «Secret Santa»-Projekt (http://redditgifts.com/exchanges/secret-santa-2011/) von Reddit. Auf der ganzen Welt haben sich fast 40 000 Personen aus 113 Ländern zum internationalen Wichteln registriert. Nach Zufallsprinzip wird man Wichtel von einer Person, von der man Namen, Adresse und Twitter-Account erfährt. Danach beginnt die Recherche nach dem perfekten Geschenk für die unbekannte Person.

Bei Freunden und Familie entdeckt man wohl kaum Dinge, die man bisher noch nicht wusste, aber vielleicht solche, über die man sich nicht mehr bewusst war, dass derjenige oder diejenige diese so besonders mag. Persönlich schätze ich Facebook & Twitter bei der Geschenksuche als Inspirationsquelle. Ein Allheilmittel für die verzweifelte Suche ist es jedoch trotzdem nicht, solange Oma noch immer lieber Wollsocken strickt statt auf Facebook zu surfen und der Businesspartner ausser Golf spielen keine anderen persönlichen Dinge von sich preisgibt.
 

Innovation und Tradition

Wenn bei der Namensgebung ein Berg Pate stand, müssen sich auch die Produkte auf höchstem Niveau positionieren: Seit 79 Jahren steht die Marke Bernina für Näh- und Stickmaschinen im Premiumsegment. Das Steckborner Familienunternehmen Bernina International ist mittlerweile die einzige private und zugleich die letzte europäische Firma im entsprechenden Markt.

Ein schönes, solides Massiv, mit einem Namen, den man international gut aussprechen kann. Das war Fritz Gegaufs Eindruck vom Piz Bernina. Der Viertausender imponierte dem Fabrikanten derart, dass er ihm 1932 seine erste Haushaltsnähmaschine widmete. Heute zählt «Bernina» zu den 50 bekanntesten Marken der Schweiz. Und auch international geniessen die Premium-Nähmaschinen grosses Renommee. Vor allem in den USA, wo die Bernina International AG mittlerweile 60 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaftet, sei man regelrecht dankbar für die guten Näh- und Stickcomputer der Schweizer Firma. Das sagt einer, der den USMarkt sehr gut kennt: Hanspeter Ueltschi – Inhaber und VR-Präsident, Fritz Gegaufs Enkel, Rockstar der Nähindustrie. Letzteren Titel hat der 66-Jährige anlässlich eines Händler-Events in Amerika erhalten. Obwohl er vor drei Jahren die operative Leitung an CEO Claude Dreyer delegiert hat, lässt es sich Ueltschi sich nicht nehmen, persönlich auf Händler-Tournee zu gehen. Um Bewunderung geht es ihm aber nicht, wenn er als «Owner from Switzerland» auftritt. Dahinter steht vielmehr die Bemühung, die Philosophie des Familienbetriebs aus Steckborn in die verschiedenen Märkte zu tragen. Denn Familie und Tradition sind zentrale Markenwerte von Bernina: «Wir sind die einzige private Firma in der Branche und auch die letzte europäische», weiss Ueltschi.

Konkurrenz liegt in Fernost

Den Markt teilt sich Bernina mit SVP Worldwide, Dach der Marken Husqvarna Viking, Singer und Pfaff, sowie mit Brother und Janome. Diese haben gemäss Ueltschi zwei Wettbewerbsvorteile: «Sie produzieren alles in Fernost und sie haben aktuell weniger Währungssorgen als wir.» Der starke Schweizer Franken verhindere ein gutes Wachstum. «Wir mussten in den letzten vier bis fünf Jahren unsere Preise erhöhen, was dazu führte, dass unsere Maschinen für einige Segmente unerschwinglich wurden», so der Firmeninhaber weiter. Trotz schwierigem Umfeld ist es dem Familienunternehmen bis jetzt aber gelungen, seine Marktanteile zu halten. Gemäss Ueltschi sind dies in der Schweiz zwi- schen 80 und 90 Prozent, international – je nach Land – zwischen 25 und 30 Prozent. Dabei geholfen hat auch der Aufbau eines Bernina-Werks in Thailand. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Ueltschi mit einem mittelmässigen Ergebnis. Das hält ihn aber nicht davon ab, jährlich sechs Prozent des Umsatzes im Innovationsbereich zu reinvestieren. Rund 40 Mitarbeitende sind am Standort Steckborn mit der Entwicklung neuer Maschinen beschäftigt.

Size matters

Vor 2000 lancierte Bernina im Schnitt alle vier Jahre ein neues Modell. Danach verkürzte sich die Entwicklungsdauer auf ein bis zwei Jahre. Dazu Ueltschi: «Wir versuchen heute jedes Jahr eine neue Modellpalette auf den Markt zu bringen.» 2008 präsentierte die Firma der Welt die «grösste und schnellste Bernina aller Zeiten». Stolze 26 Kilogramm wiegt der Rolls-Royce unter den Nähcomputern. Kostenpunkt: 11 000 Franken. Dass die Bernina 830 (s. Bild) zu 80 Prozent im USMarkt abgesetzt wird, erstaunt nicht, gilt doch ennet des grossen Teichs nach wie vor: size matters. 2010 wurden mit der 3er-Reihe drei Nähmaschinen für design- und qualitätsbewusste Näheinsteigerinnen lanciert und diesen September kam die 5er-Serie auf den Markt. Die Innovation der eigenen Produkte sieht Ueltschi aber nicht in den technischen Eigenschaften: «Erst die Kombination mit einer einfachen Bedienung und schönem Design machen Bernina-Maschinen einzigartig. » Und die Qualität. Diese will das Unternehmen trotz teilweiser Produktionsauslagerung nach Thailand garantieren. «Die ganze Entwicklung und die Tests werden aber immer in der Schweiz bleiben», sagt der Bernina- Chef und fügt an: «Ich bin Schweizer und ich möchte in meiner Heimat Arbeitsplätze schaffen. Dies muss aber in einem vernünftigen wirtschaftlichen Rahmen geschehen.» Herausfordernd sind nicht nur die Schwankungen im Währungsumfeld. Auch das Image, das mit der Tätigkeit des Nähens und Handarbeitens verknüpft ist, hat sich immer wieder verändert. Wurde früher aus wirtschaftlichen Gründen selber genäht und geflickt, hat sich der Markt ins Hobbysegment verlagert. Aktuell sei das Interesse am textilen Gestalten gross, so Ueltschi. Dies zeige sich unter anderem daran, dass mehr Stoffe und Mercerie verkauft sowie mehr Nähmaschinen repariert würden. Selbermacher- Plattformen wie Etsy.com und Dawanda. de bestätigen und verstärken den Do-ityourself- Trend. «Wir spüren eine Verjüngung der Zielgruppe. Gerade im Social-Media-Bereich tauschen sich viele junge Leute zum Thema aus.» Von diesem Trend profitiert auch die Low-End-Serie «Bernette», die insbesondere für die neuen Märkte, wie beispielsweise Russland, entwickelt wurde.

Kreativität fördern

Eine Verjüngungskur hat auch die Marke Bernina selbst dieses Jahr erfahren (Werbewoche Nr. 20). Die damit verbundene, marktübergreifende Kampagne steht unter dem Motto «Ingredients – Zutaten für Kreativität » und soll vor allem eines: die Kundschaft inspirieren. Das verdeutlicht auch der neue Slogan «Made to create». Denn Inspiration wird bei Bernina gross geschrieben: Nähund Stickcomputer sowie die passende Software dazu verfügen über Features, die den kreativen Ideen der Anwenderinnen kaum Grenzen setzen. «Inspiration» lautet auch der Titel des hauseigenen Magazins, das viermal jährlich seinen Abonnentinnen Ideen aus den Bereichen Mode und Heimdekorationen liefert.

Dass aber alle Anregung nichts nützt, wenn die Maschinen nicht bedient werden können, ist man sich in Steckborn bewusst. «Nähen ist kein einfaches Hobby. Es braucht Übung», weiss der Bernina-Inhaber. Wer ein «Modell 830» oder «820» kauft, erhält bis zu acht Stunden Schulung – gratis versteht sich. Bei den unteren Kategorien sind es rund vier Stunden. Weiter organisiert Bernina im «Creative Centre» am Standort Steckborn Kurse, die jeweils unter der Leitung eines Textilkünstlers stattfinden. Was kundenseitig in die Kategorie «Nice to have» fällt, ist für Vertriebspartner ein absolutes Must: die Ausbildung. «Bernina- Händler wird nur, wer vorher ein Training von mindestens zwei bis drei Wochen durchläuft», betont Hanspeter Ueltschi. Bei der Neulancierung eines Produktes lege man grossen Wert darauf, dass die Händler erneut mindestens zwei Tage geschult würden. Immerhin müssen sie später auch in der Lage sein, die Kundschaft mit der gekauften Maschine vertraut zu machen. Im Vertrieb setzt das Unternehmen deshalb weltweit auf das Know-how und die Infrastruktur des Fachhandels. Gemäss Ueltschi umfasst das Vertriebsnetz heute rund 2000 Verkaufspunkte. Obwohl der Bernina-Chef mit Argusaugen darüber wacht, dass seine Tochtergesellschaften und Distributoren gute Händler auswählen, ist er kein Fan von Zentralismus: «Ich will den Leuten Verantwortung geben, damit sie eigene Ideen entwickeln und Entscheidungen treffen können. Wenn man alles vorkaut, sinkt auch die Motivation.» Trotzdem weiss er: Der Erfolg seines Unternehmens steht und fällt mit der Auswahl der Händler.

Fazit: Ein grosses Stück Tradition, 40 innovative Köpfe, eine Portion Schweizer Qualität, Tausend inspirierende Ideen, ein Quantum professionelle Schulung, 2000 Vertriebspartner, ein erfolgreiches Schweizer Familienunternehmen und unzählige kreative Hobbynäherinnen. Simone Fankhauser

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Handelszeitung: Peter Spuhler zum Unternehmer des Jahres gekürt

Die Leser der Handelszeitung haben Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler zum Unternehmer des Jahres gewählt. Auf Platz zwei landete Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand, dritter wurde Nick Hayek von Swatch.

Peter Spuhler hatte den Titel bereits vor drei Jahren errungen. Der Thurgauer SVP-Nationalrat sei ein Unternehmer von altem Schrot und Korn und doch moderner Prägung, wie der Headhunter und Berater Thomas Biland am Mittwoch gemäss SDA die Wahl gegenüber der Zeitung kommentierte. Er habe aus einem kleinen Gewerbebetrieb im Thurgau eine international erfolgreiche Rollmaterialherstellerin mit weltweit 3‘500 Mitarbeitern und über 1 Milliarde Franken Umsatz geschmiedet.

Auf dem vierten Platz landete der neugewählte parteilose Schaffhauser Ständerat und Trybol-Chef Thomas Minder. Rang fünf ging an Mark Ineichen von Otto's, gefolgt von Magdalena Martullo Blocher (Ems Chemie), Michael Ambühl (Staatssekretariat für internationale Finanzfragen), Martin Dolber (Digitec), Hansjörg Wyss (Synthes) und Albert Baehny (Geberit).

Letztes Jahr hatte der damalige Coop-Chef Hans-Ueli Loosli die Kür gewonnen, 2009 hiess der Sieger Samih Sawiris von Orascom.
 

Die Ereignisse überschlagen sich…

Die Vermutung ist bestätigt: Bei der Basler Zeitung zieht also doch Christoph Blocher die Fäden.

Die nachfolgenden Ausführungen waren am Dienstag 13. Dezember noch gültig. Die aktuellen Facts finden Sie hier.

Und seine als Besitzer vorgeschobene Marionette Moritz Suter gibt auf. Geändert hat sich damit aber rein gar nichts. Ob die neue offizielle Besitzerin Rahel Blocher – allenfalls mit Unterstützung von Filippo Leutenegger – die finanziellen Probleme jetzt offensiv angeht, wird sich zeigen. Angesichts der wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven im Druckmarkt dürfte eine Schliessung der Druckerei die einzige Möglichkeit sein. Bei der Zeitung steht der Verlag vor dem Problem, dass er in wirtschaftlicher Hinsicht eng mit der von Blocher ungeliebten Tamedia verbunden ist. Neben dem Anzeigenkombi Metropool und der Beilage Magazin betrifft dies vor allem das Newsnet, das am 13. Dezember um 10.30 Uhr unter Bazonline.ch kein Wort über die Veränderungen brachte, unter Tagesanzeiger.ch die Geschichte aber an zweiter Stelle positioniert hatte. Tamedia ohne Radio und TV Praktisch gleichzeitig wurde bekannt, dass die beabsichtigte Trennung der Tamedia vom Radio- und TVGeschäft umgesetzt ist. Definitiv ist aber nur die Übernahme der Belcom AG auf Anfang 2012. Der Verkauf von Capital FM an die Zürichsee Medien und von Radio 24 an die BT Holding müssen noch durch das UVEK genehmigt werden. Das ist im Falle von Radio 24 an eine Voraussetzung geknüpft. Die AZ Medien müssen ihre Beteiligung von 61,3 Prozent an der Radio 32 AG auf höchstens 49 Prozent reduzieren, da niemand mehr als zwei Radiokonzessionen besitzen darf. Als Käufer stehen die beiden Minderheitsaktionäre Zofinger Tagblatt AG und Dietschi AG im Vordergrund, an denen die AZ Medien aber ihrerseits je eine Minderheit im tiefen zweistelligen Bereich hält. Offen ist auch immer noch, ob Radio Argovia auch wirklich eine neue Konzession erhält. Konkurrent Roger Schawinski mit seinem Projekt Radio AG kommt da weiterhin in Frage dafür, da er «sein» Radio 24 nicht zurückkaufen konnte und eine zweite Konzession halten dürfte. Ueli Custer

Zu guter Letzt: Time kürt Demonstrant zur «Person des Jahres»

Das Nachrichtenmagazin Time hat die Protestbewegung rund um den Globus gewürdigt. So hat die New Yorker Zeitschrift bei seiner Wahl der «Person des Jahres» am Mittwoch eine anonyme Person vorgestellt: «Der Demonstrant».

Die Time würdigt mit dem Titel «Person des Jahres» denjenigen Menschen, der das auslaufende Jahr am meisten geprägt hat. Ein Jahr, nachdem sich ein tunesischer Gemüseverkäufer aus Protest gegen die Lage in seinem Land selbst angezündet hatte, habe sich die Bewegung über den Nahen Osten nach Europa und die USA ausgedehnt, die globale Politik verändert und die Macht des Volkes neu definiert, erläuterte die Time die Entscheidung gemäss SDA. Es sei bemerkenswert, wie viel die Spitzen der Protestbewegungen gemein haben, hiess es in der jüngsten Ausgabe des Magazins weiter. Überall seien sie zum grossen Teil jung, der Mittelklasse zugehörig und gebildet. Fast alle Bewegungen dieses Jahres hätten unabhängig von bestehenden politischen Parteien oder oppositionellen Gruppen begonnen.

«Der Demonstrant» wird von der Time auf ein Siegerpodest gestellt, auf dem schon US-Präsident Barack Obama, George W. Bush, Bono von der Rockgruppe U2 sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos standen. Diese haben es in den Jahren zuvor auf das Deckblatt der traditionellen «Person of the Year»-Ausgabe im Dezember geschafft. Vor einem Jahr war der Titel an den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gegangen. Unter den anderen Kandidaten dieses Jahres waren der chinesische Künstler Ai Weiwei und Kate Middleton, die Frau von Prinz Williams. Der Grund den die Times für diese Wahl angibt: «Überall in der Welt glauben die Demonstranten von 2011, dass das politische System und die Wirtschaft in ihrem Land nicht mehr funktioniert und korrupt ist, dass sie sich zu Schein-Demokratien entwickelt haben, die den Reichen und Mächtigen dienen und echte Veränderungen blockieren». Der Time-Chefredaktor Rick Stengel fügt hinzu, dass die breitesten Berichte von 2011 mit den Demonstranten zu tun hatten. «Sie leisteten Widerstand, stellten Forderungen, ohne aufzugeben, selbst wenn die Antwort in Form einer Tränengaswolke oder eines Kugelhagels kam.»
 

Blick-Apps knacken Millionen-Grenze

Diese Woche erfolgte der einmillionste Download einer Applikation aus der Blick-Gruppe. Elf Applikationen sind mittlerweile aus der Blick-Gruppe erhältlich.

Neben den Nachrichten-Apps des Blick, von Blick am Abend und seit vergangenem Sonntag auch von Sonntags Blick hat die Blick-Gruppe Apps für die Sportarten Ski, Fussball, Tennis und Eishockey im Angebot. Ferner gibt es einen Sportsbarfinder und die Blick TV App fürs iPhone. Die digitalen Kanäle sind zu einem wichtigen Vektor der Informationsverbreitung beim Blick geworden, so die Gruppe in einer Mitteilung.

Auf dem iPad erhältlich sind die Blick App und die Blick TV App. Die klassische Blick News App ist mittlerweile erhältlich für die Betriebssysteme iOS (Apple), Symbian (Nokia), WP7 (Microsoft) und Android (Google). Blackberry und Meego für Nokia sollen in Kürze folgen, so die Blick-Gruppe weiter.

Die Blick-Gruppe hatte ihre digitale Offensive am 27. Mai 2010 mit einer Tipp-Spiel-App anlässlich der Fussball-WM 2010 gestartet. Am 29. Juli desselben Jahres schliesslich kam die Blick-Bezahl-App ins Angebot. Die 1-Millionen-Download-Grenze wurde nun nach rund 18 Monaten geknackt.

Ammarkt verstärkt die Geschäftsleitung

Die St. Galler Agentur Ammarkt hat die Geschäftsleitung neu zusammengesetzt. Neu wurde die Senior Beraterin Lucia Burtscher in die Geschäftsleitung berufen.

Lucia Burtscher hat sich bei Ammarkt als Senior Beraterin etabliert. So konnte sie in den vergangenen fünf Jahren bereits zahlreiche Konkurrenzpräsentationen und Kundenprojekte erfolgreich begleiten, wie die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Vor ihrem Engagement bei Ammarkt schloss sie ihr MBA-Studium erfolgreich ab. Zudem glänzte sie im vergangenen Jahr bei der Ausbildung zur Kommunikationsleiterin mit dem besten Ergebnis seit Bestehen dieser Fachprüfung.

Die Berufung von Burtscher in die Geschäftsleitung erfolge nach der neu definierten Agenturstrategie, mit der sich Ammarkt für die Herausforderungen der Zukunft rüsten will, so die Agentur.
 

NZZ-Mediengruppe: Am Swiss Economic Forum beteiligt

Die NZZ-Mediengruppe beteiligt sich am Swiss Economic Forum SEF. Der Kongress findet im Berner Oberland statt.

Die NZZ ist bereits seit einem Jahr Medienpartner des SEF, welches im Frühsommer jeweils die Schweizer Wirtschaftsgrössen nach Interlaken lockt. Mit der Minderheitsbeteiligung wollen das Zürcher Medienhaus und Kongress Kompetenzen bündeln und diese für neue Aktivitäten nutzen, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des SEF heisst. Im Rahmen des SEF wird jeweils auch ein Jungunternehmerpreis verliehen.
 

Aufgespiesst: Worte zum Jahresende

Simone Fankhauser über Ruhm und Ehre.

Haben Sie sie bereits durchlebt, Ihre 15 Minuten Ruhm? Können Sie von sich behaupten, mindestens 900 Sekunden lang einer breiten Öffentlichkeit aufgefallen zu sein? Durften Sie Ihren Namen schon in der Spalte einer Zeitung lesen oder über einen TV-Bildschirm flimmern sehen? Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen nur dafür leben, berühmt zu werden. Aber wie gelingt es einem, die notwendige Uniqueness zu erreichen, um aus der Masse herauszustechen? Nicht jeder verfügt über einen angeborenen USP wie eine tragende Stimme, ein markantes Gesicht oder ein besonderes Talent. Wer von Mutter Natur vernachlässigt worden ist, muss versuchen, durch eine herausragende Leistung von sich reden zu machen. Allerdings sollte bei dieser Strategiewahl der Return of Investment genau überprüft werden, da sie sehr ressourcenintensiv ist. Natürlich fällt auch den USPlern die Bekanntheit nicht einfach so in den Schoss. Man denke dabei an die Marke «Roger Federer» und die jahrelange harte Arbeit, die hinter der Positionierung steht. Auch Berühmtheiten wie Robert de Niro, Angelina Jolie, ihr fast Göttergatte Brad Pitt oder Julia Roberts mussten zuerst unten durch, bevor sie ganz oben ankamen. Einfacher haben es da die Gewählten und Hochwohlgeborenen. Ihnen gelingt es meist ohne ein offensichtliches Talent, nur durch Geburt oder die Wahl in ein Amt, in die Liga der bekanntesten Marken aufzusteigen. In diese Sparte gehören Staatschefs, Blaublütler und der Papst. Eine Unterkategorie davon sind die Trittbrettfahrer der Ruhmreichen, die Angeheirateten und die LebensabschnittspartnerInnen. Die Huckepack-Strategie empfiehlt sich allerdings wieder eher für Mutter Naturs Günstlinge: Marktforschungen belegen nämlich, dass der Erfolg dabei massgeblich von Faktoren wie Oberweite, Beinlänge oder Gesichtszügen beeinflusst wird.

Für alle, die nicht gerne langfristig planen, empfiehlt sich eine einmalige Aktion. Betrachtet man die lange Liste von Casting-Show-Teilnehmenden rund um den Globus, scheint dies eine äusserst beliebte Strategie zu sein. Allerdings ist die Erfolgsquote extrem niedrig. Wer nicht mit einer Glanzleistung punkten kann, sollte wenigstens so schlecht sein, dass er oder sie im Negativbereich aus der Mittelmässigkeit heraussticht. Menschen, die zum Fremdschämen anregen, sind gerade bei TV-Stationen und im Internet sehr beliebt. Was diejenigen, die sich zum Affen machen, mit ein paar Minuten Ruhm belohnt. So auch «Where the hell is Matt»-Star Matthew Harding, der sich trippelnd und zappelnd vor Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt filmen lässt.

Dass selbst die schrägsten Kauze für ihr Produkt eine Zielgruppe finden, ist ein erstaunliches Phänomen. Wechseln wir wieder in die Schweiz, nach Zürich, um genau zu sein. Hier gelingt es einem dauerbesoffenen, pöbelnden und fluchenden Sozialhilfeempfänger, regelmässig in den Zeitungsspalten erwähnt zu werden. Hans Ulrich Flückiger – besser bekannt als «Hanf-Ueli» – scheint insbesondere im Pendlerblatt 20 Minuten eine Hauszeitung gefunden zu haben. Zwar nicht das grosse Geld, aber immerhin eine neue Bleibe in Form eines Wohnwagens haben die entsprechenden Berichte dem Zürcher schon beschert. Wenn das kein Return on Investment ist! Und, haben Sie nun Ihre 15 Minuten schon gehabt? Nicht? Dann geht es Ihnen wie mir. Ein besonderes Talent kann ich leider nicht vorweisen, die Aussicht auf einen Bundesratssitz ist mangels Parteizugehörigkeit sehr gering. Blaues Blut fliesst auch nicht in meinen Adern und für die Trittbrett- Strategie ist der Zug seit meiner Heirat abgefahren – auch wenn Hanf-Ueli meines Wissens noch zu haben wäre. Was bleibt also? Die herausragende Leistung und daran arbeite ich noch …
 

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