Eigentlich ist die Weltwoche überflüssig, es sei denn…

Eine Wochenzeitung ist nur dann noch lesenswert, wenn es ihr gelingt, sich durch überraschende Fragestellungen, Thesen und Autoren abzuheben. Gastkommentar von Karl Lüönd, freier Publizist und Buchautor.

Es war in den letzten zehn Tagen nicht nur unter Journalisten ein häufiges Gesprächsthema: Wieso hat ausgerechnet die Weltwoche die Geschichte mit Bruno Zuppigers «Erbsünde» gebracht? Ihre Nähe zur SVP ist doch bekannt. Was haben Köppel und Engeler (und vielleicht Blocher, einer der möglichen Regisseure im Hintergrund) mit dieser Kabale beabsichtigt? Cui bono (lat. «Wem nützt es?»)

Wer so fragt, liegt falsch, denn er unterstellt Journalisten zum vorneherein parteipolitische Festlegungen und entsprechende Strategien. Der gute Journalist aber steht immer dort, wo die gute Story ist. Den eigenen politischen Standpunkt braucht er dabei nicht auszublenden, aber er ist bei der Beurteilung von Sachverhalten und Geschichten sekundär. Die schlimmste aller journalistischen Todsünden wäre in einem solchen Fall die Feigheit vor dem Freunde.

Eine gute Story erfüllt idealerweise drei Bedingungen: Sie ist wahr, sie ist relevant und sie interessiert die Leute. Soweit man es von aussen beurteilen kann, treffen für den Zuppiger-Scoop der Weltwoche alle drei Bedingungen geradezu idealtypisch zu. Bis jetzt ist nicht eine Zeile des von Urs Paul Engeler verfassten Textes dementiert oder widerlegt worden.

Wer sich in den Selektionsprozess vor einer Bundesratswahl begibt, setzt sich und sein Vorleben vertieften journalistischen Recherchen aus. Der Tarif ist spätestens seit dem Fall Kopp bekannt. Im Fall von Bruno Zuppiger waren diese Recherchen aber zunächst nicht sehr intensiv. Nicht einmal der Tages- Anzeiger, der gegenüber anderen Mischlern aus der SVP nie Beisshemmungen gezeigt hat, befand es für nötig, Zuppigers geschäftlichen Fährten zu folgen. Dass es im kantonalen Gewerbeverband unter Mitverantwortung Zuppigers ein Debakel gegeben hatte, war in Zürichs politischen Kreisen seit vielen Jahren ein offenes Geheimnis. Erst die Recherche zu verschlafen und hinterher den Kollegen von der Weltwoche unlautere, d. h. unjournalistische Motive zu unterschieben, ist billig.

Urs Paul Engeler ist selbstkritisch und unabhängig genug, um auch mit viel versprechenden Quellen sorgfältig und skeptisch umzugehen. Wer immer ihm die Geschichte gesteckt hat – und es war ja mehr als ein Tipp, da waren Aktenstücke dabei –, wird seine eigene Agenda verfolgt haben. Es ist nicht die Aufgabe des Journalisten, die Motive seiner Informanten moralisch zu beurteilen; seine Aufgabe ist vielmehr, diese Motive zu durchschauen und in den Dossiers allfällige Lücken zu finden. Ich habe Urs Paul Engeler in anderen Fällen als unnachgiebig forschend, aber auch als äusserst sorgfältig und besonnen erlebt. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich in Kenntnis seiner Integrität nicht davon aus, dass sich Engeler als Schachfigur in einer politischen Partie hat instrumentalisieren lassen.

Aber ausgerechnet die Weltwoche! Das passe doch gar nicht zu deren bisherigem Kurs, wandten meine Freunde ein. Doch, doch, das hat schon gepasst – nämlich zum Hauptproblem der Weltwoche. Dieses besteht darin, dass sie überflüssig ist. Kein Mensch braucht heute mehr den Typus der Wochenzeitung mit ihren Besinnungsaufsätzen, wie sie Karl von Schumacher und Manuel Gasser in den frühen dreissiger Jahren erfunden hat. Seit die elektronischen und die Online-Medien die Tageszeitungen aus dem Geschäft mit den «breaking news» verdrängt haben – und das hat schon begonnen, als die NZZ aufhörte, zweimal täglich zu erscheinen –, sind die grossen Tageszeitungen auf die frühere Kernkompetenz der Wochenblätter ausgewichen: Vertiefung, Hintergrund, Welterklärung, Originalbeiträge, Exklusivitäten. Eine Zeitung wie die Weltwoche ist nur noch in dem Masse lesenswert und wirtschaftlich haltbar, als es ihr gelingt, sich durch überraschende Fragestellungen, Thesen, Autoren abzuheben.

Jungverleger Köppel, der es liebt, sich selbst unter Druck zu setzen, hat das längst erkannt und konsequent umgesetzt. Sein Prinzip lautet: Leg dich quer, dann bist du wer. Wenn es ihm nicht gelingt, jede Woche zu überraschen, zu provozieren, zu verblüffen, dann ist es zu Ende mit seinem Projekt. Darum stellt er seit Jahr und Tag Peter Bodenmann neben Christoph Mörgeli. Da ist weniger Ideologie am Werk als hervorragendes Marketing.
 

Remember November: Der Monat der Talente

In Interlaken und Zürich hatte Swiss Marketing gleich dreimal Grund zum Feiern. Im Berner Oberland kamen Marketing- und Verkaufsleiter zu ihren Diplomen; in Zürich wurde der allererste Jahrgang der Marketingmanager geehrt. Swiss Marketing liess den Trübsal-Monat erstrahlen.

Vom Mai hört man in der Regel nur Gutes: Erwachende Frühlingsgefühle, sommerliche Sonnenstrahlen. Im Monat zuvor fahren Aktionäre ihre Dividenden ein. Juli und August glänzen als Ferienmonate, September bringt oft eine Verlängerung der warmen Zeit. Da hat’s der November schwerer: Monat elf wird meist mit Nebel in Verbindung gebracht, mit vorwinterlicher Schwermut, mit schwierigen Lohn- und Budgetverhandlungen. Und der dreizehnte Monatslohn ist bereits dem kantonalen Säckelmeister geschuldet. Dabei hat der November in der Schweizer Bildungslandschaft ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Mindestens, was die Aktivitäten von Swiss Marketing betrifft: An neuerdings gleich drei Diplomfeiern werden Verkaufs- und Marketing- Talente geehrt.

235 Talente für die Realwirtschaft

Ende November steht jeweils der doppelte Ritterschlag an: zuerst die Marketingleiter, danach die Verkaufsleiter, meist nur wenige Tage getrennt voneinander. Dieses Jahr lagen die beiden Events auch örtlich sehr nahe beieinander: Am Freitag, 25. November, wurden 80 Marketingleiter brevetiert, tags darauf 136 neue Verkaufsleiter willkommen geheissen. Beide Events fanden im Fünfsterne-Palast Victoria-Jungfrau in Interlaken statt. Ebenfalls im vermeintlichen Trübsal-Monat, am 24. November, kam es in Zürich zu einer Premiere: Die 19 ersten Marketingmanager wurden in Zürich diplomiert. Totalisieren wir ganz pauschal: Insgesamt 235 neue Talente aus der Küche von Swiss Marketing, auf die sich die Realwirtschaft nur freuen kann.

Marketingleiter: Feier mit Sax-Appeal

Wenn 80 Talente den Königsweg des Marketings erfolgreich beendet haben, dann ist für die Feier natürlich eine 1A-Location Pflicht. Für die Diplomfeier der Marketingleiter war es eine der strahlendsten Perlen der Schweizer Haute-Hotellerie, das Victoria- Jungfrau in Interlaken. 107 Kandidaten hatten sich der anspruchsvollen Marketingleiter-Prüfung gestellt; 80 oder 75 Prozent hatten bestanden. «Eidg. dipl. Marketingleiter erbringen den Nachweis, dass sie Meister ihres Fachs sind und über langjährige reiche Praxiserfahrung verfügen», lobte Prüfungsleiter Peter Gilli in Interlaken. Musikalisch begleitet wurde der Anlass vom Zürcher Saxophonisten Roland Graf alias G-Sax, der zur Feier den Gitarristen Felix Utzinger mitgebracht hatte. Eine Diplomfeier mit ordentlichem Sax-Appeal also. Und eine, die beweist, dass der Königsweg des Marketings eine eigentliche Erfolgsstrasse ist: Die Kandidatenzahl von 107 lag 2011 um einiges höher als 2010, als sich 93 Aspiranten der Selektion gestellt hatten.

Verkaufsleiter: Aeschbi rules

So wie G-Sax bei den Marketingleitern stets die richtigen Töne trifft, kennt man auch bei der Diplomfeier der Verkaufsleiter einen ständigen Begleiter, der weiss: C’est le ton qui fait la musique. TV-Personality Kurt Aeschbacher führte nach dem Marketingleiter- Event durch die Feier der Verkaufsleiter. Am nämlichen Ort, im Victoria-Jungfrau Interlaken. Total 192 Personen hatten sich der Prüfung gestellt, 136 oder 71 Prozent hatten bestanden. «Die Zukunft gehört denjenigen, welche in der Gegenwart aktiv sind», gab Jean-Paul Zürcher, Präsident der Prüfungskommission, den jungen Talenten mit auf den Weg. Aeschbi gelang einmal mehr das Kunststück, einen Anlass mit vielen Preisträgern ebenso souverän wie unterhaltsam über die Bühne zu bringen. Da kam keine Sekunde das Gefühl auf, der TVProfi spule eine Auftragsarbeit ab. Im Gegenteil: Aeschbacher verstand es perfekt, jeden Preisträger und jede Preisträgerin genau dort abzuholen, wo er oder sie war. Und daraus ein perfektes Infotainment zu machen. Hier verkauft einer die Kernbotschaften (und sich selber) nahe am Optimum.

Marketingmanager: Premiere im Zürcher Grossmünster

Mitten in der Schweizer Wirtschaftsmetropole Nummer 1 wurden am 24. November zum ersten Mal in der Geschichte die dipl. Marketingmanager HF ausgezeichnet. Von ursprünglich 24 gestarteten Talenten konnten nach anspruchsvollen sechs Semestern am SIB (Schweizerisches Insitut für Betriebsökonomie) 19 diplomiert werden. Diese erste Marketingmanager-Generation erhielt im Zürcher Grossmünster ihre Diplome überreicht; zum Apéro riche wechselte man danach ins Zunfthaus zur Meisen. Die Absolventen dieser brandneuen Führungsausbildung vereinigen Marketing-Können und Führungs- und Management-Fähigkeiten. Im europäischen Raster, den EQF-Levels, werden die Abgänger des neuen Lehrgangs auf Stufe 5 (Marketing Manager, Master) eingestuft. Die dipl. Verkaufsleiter rangieren auf Stufe 6 (Sales Director, Bachelor), die dipl. Marketingleiter auf Stufe 7 (Marketing Director).

Bei den dipl. Marketingmanagern HF ist die Verzahnung von Theorie und Praxis ein sehr wichtiges Asset: Als krönenden Abschluss ihres Studiums verfassen die Absolventen eine Diplomarbeit, die eine Brücke schlägt zwischen Theorie und Praxis und einen konkreten Praxisnutzen für eine Unternehmung bieten muss. Bei der Beurteilung wird ein Praxispartner, meist der Auftraggeber aus diesem Unternehmen, miteinbezogen und zur Abschlusspräsentation eingeladen. Dr. Peter Petrin, Direktor des SIB und Swiss-Marketing-Vizepräsident, betonte denn auch die zentrale Qualität der Diplomanden: «Sie wissen nicht bloss, was im Marketing sein könnte, sondern wie es geführt sein soll, um Erfolg zu haben.»

In diesem Sinne richtete sich auch Swiss-Marketing- Präsident Uwe Tännler an die Generation eins der Marketingmanager: «Erfolg hängt nicht nur vom Wissen ab, sondern auch und vor allem vom Handeln, vom Tun. Es wird also entscheidend sein, wie Sie Ihr erworbenes Wissen in der Praxis umsetzen.»

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Sieger unter sich: Prüfungsleiter Peter Gilli, Stefan Gygli, Elke Heinert,
Martin Huber, Frank Lang, Prüfungspräsident Marc Heim (v. l. n. r.).

 

«Es darf ruhig etwas gelebt sein.»

Alles mit Haarspray einsprühen oder mit Gelatine überziehen. Zu solchen Tricks griffen Foodstylisten früher ab und an. Seither hat sich vieles getan. Christian Splettstösser setzt beim «Herausputzen von Lebensmitteln» vor allem auf Natürlichkeit.

«Aus meiner Sicht ist alles viel authentischer geworden», kommentiert Christian Splettstösser, langjähriger Foodstylist, die Entwicklungen in seinem Beruf. «Früher gab es keine Natürlichkeit auf dem Teller. Jeder Krümel, jedes Pfefferkorn oder ein Saucenkleks wäre undenkbar gewesen. Da musste alles ganz sauber, akkurat und plakativ sein.» Wenn Splettstösser heute arbeitet, geht es ihm darum, alles so natürlich wie möglich zu präsentieren. Es dürfe ruhig etwas gelebt sein, meint er. «Jamie-Oliver-mässig.»

Auf Haarspray und Gelatine ist der Foodstylist also nicht mehr angewiesen, um Lebensmitteln den richtigen Glanz zu verleihen. Etwas Wasser und Öl tue es meist auch, meint er. Sowieso sei dieses Spektakuläre in der Fotografie, dieses Tricksen gar nicht mehr wirklich nötig. Höchstens bei Verpackungen, da werde schon eher mal in die Trickkiste gegriffen. Müsste Splettstösser für eine Verpackungsfotografie eines Müsliriegels ausserhalb der Saison schwarze Johannisbeeren besorgen, greife er auf sogenannte Dummies zurück. Damit werde aber ganz selten gearbeitet, betont der Foodstylist.

Vom Koch zum Foodstylisten

Die Leidenschaft fürs Essen entdeckte Christian Splettstösser schon früh. Koch zu werden war sein Kindheitstraum. Aufgewachsen in Hamburg, entschied er sich entgegen aller Warnungen seiner Eltern und Freunde für eine Lehrstelle als Koch. Mit Lebensmitteln zu arbeiten, fand er grossartig. Doch schon bald merkte er, dass die Gastronomie «nicht seine Welt» war. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete er noch drei oder vier Jahre weiter auf dem Beruf. «Ich wusste aber, dass ich mich verändern muss.»

Zum Foodstyling kam Splettstösser 1987 durch einen Freund, der damals als Fotograf bei einer Werbeagentur arbeitete. Nachdem jener einen Tag lang nach einem Foodstylisten gesucht hatte, sagte er zu Splettstösser, als der ihn am Abend in der Agentur abholte: «Christian, das hättest auch du machen können.» So erfuhr der gelernte Koch vom Job des Foodstylisten. Sein Interesse war geweckt.

Informationen über den Beruf zu kriegen gestaltete sich allerdings schwierig. Selbst in der Stadt Hamburg, die mittlerweile in Deutschland als Hochburg der Foodfotografie gilt, gab es damals fast niemanden, der als Foodstylist tätig war. So kam Splettstösser auf die Idee, es bei Verlagshäusern zu probieren.

Bei Gruner + Jahr gelangte er an die Redaktion der Food-Zeitschrift essen & trinken. Während eines Praktikums beobachtete er, wie in der Versuchs¬küche und im Fotostudio gearbeitet wurde. Drei Monate später bekam er einen festen Vertrag für die Food-Redaktion angeboten. Das wollte er nicht. Nach Verhandlungen mit der Chefredaktion wurde er schliesslich als freier Mitarbeiter angestellt. «Das bedeutete ein festes Honorar, darüber hinaus hatte ich aber Zeit, mich zu entwickeln, mit jungen Fotografen Dinge auszuprobieren und eine Präsentationsmappe zu erstellen.»

Nach zwei Jahren wollte Splettstösser ganz unabhängig werden. Mittlerweile hatte er eine schöne Präsentationsmappe zusammen und begab sich mit dieser und einer selbst gebastelten Eigenwerbung – einer Suppendose mit Aufreissverschluss, darin eine aufwendig gestaltete Visitenkarte, in die ein kleines Diabild mit einem Food-Motiv eingearbeitet war – auf Kundensuche. Erfolgreich, seither arbeitet er selbstständig.

Rund zehn Jahre im Job, gründete Splettstösser schliesslich mit einem Freund in Hamburg eine Bildagentur für Food. Als er dann seine jetzige Frau, eine Baslerin, kennenlernte, begann das Pendelleben zwischen Hamburg und Zürich, wo er die ersten Aufträge annahm. Vor drei Jahren stieg er schliesslich aus der Bildagentur aus, um sich ganz auf das Familienleben in der Schweiz zu konzentrieren. Mittlerweile wohnt Splettstösser mit seiner Frau und den beiden Kindern in Riehen bei Basel. Eine Woche im Monat ist jedoch nach wie vor Hamburg sein Zuhause, um Kontakte zu Freunden, Familie und Kunden nicht ganz abreissen zu lassen.

Foodstyling, Rezepte und Requisiten

Auf wenige Kernkompetenzen beschränken will sich Christian Splettstösser nicht. Die Schwerpunkte seiner Arbeit hat er im Laufe seiner Karriere immer wieder verändert. «Es gab Jahre, da habe ich vor allem Kochbücher gemacht, dann war es mehr Werbung, dann wiederum viel Redaktionelles.» Splettstösser ist es wichtig, immer einen Wechsel zu haben, nicht einzufahren und eine Vielfalt in der Kundenstruktur zu haben.

Dabei geht sein Job weit über das Präparieren von Lebensmitteln hinaus. Bei vielen Projekten – vor allem jenen, die er schon länger betreut – ist der gelernte Koch auch für die Rezeptentwicklung und obendrein für das optische Konzept zuständig. So auch bei seinem Kunden Schweizer Fleisch, für den er bereits seit zwei Jahren das Metzgermagazin «en Guete» mit Rezepten rund ums Thema Fleisch und Fleischwaren gestaltet.

Von der Werbeagentur erhält Splettstösser jeweils ein kleines Briefing mit dem aktuellen Thema der Ausgabe. Darauf basierend entwickelt er Rezept¬vorschläge. Nachdem er zusammen mit der Agentur das optische Konzept erstellt hat – In welcher materiellen Welt bewegen wir uns? Ist es etwas Modernes, Rustikales? Welches Farbthema? – stellt er die Requisiten zusammen, wählt Untergründe, Hinter¬gründe, Teller, Besteck, Gläser, Servietten. Alles, was dazugehört.

Sein Schaffen präsentiert der Foodstylist auf seiner Website Dersplett.com. Der Splett, das war ursprünglich ein Scherz, weil seine Familie so genannt wurde. Der Name hat sich allerdings durchgesetzt. Mittlerweile wird der gebürtige Hamburger von vielen nur noch «der Splett» genannt. Sucht man nach Splettstösser im Internet, findet man den Foodstylisten auch auf dem Stylingpool.com, einem Zusammenschluss 13 verschiedener Stylistinnen und Stylisten, der vor drei Jahren von Jeanette Blättler und Regula Wetter initiiert wurde. Von dort gelangt man wiederum auf Splettstössers eigene Website, auf der seine Arbeiten, unter anderem jene für Betty Bossi, Coop, Migros oder auch Bell, als Collage auf der Startseite erscheinen.

Weihnachtsguetsli im Hochsommer

In seinem Job scheint Christian Splettstösser aufzugehen: «Ich bin total happy. Mega zufrieden mit den Projekten, die ich die letzten Jahre machen durfte.» Auf nächstes Jahr darf sich der Foodstylist ebenfalls freuen. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Fleisch wird weitergeführt, es steht ein neues Betty-Bossi-Buch an und auch von der Esszeitschrift Marmite sowie von Bell wurde er bereits für Projekte angefragt.

Während im Dezember nun überall die Weihnachtsrezepte aufliegen, ist Splettstösser bald wieder im Sommer angelangt. Foodfotografie ist stark zeitversetzt. In den Wintermonaten werden oft schon die «Draussen-Themen» aufgenommen, in Südafrika oder Asien, ab Ende März auch in Europa. Die Bell-Spots beispielsweise, die letzten Sommer zu sehen waren, wurden im Frühjahr in Portugal gedreht.

Während es Splettstösser relativ leichtfällt, sich in der kalten Jahreszeit in die Sommerzeit zu versetzen, bereitet es ihm umgekehrt mehr Mühe. Im Sommer Guestli backen, Schokolade und Pralinés kreieren – nicht immer ganz einfach. «Eine Herausforderung, wenn man bei 30 Grad im Studio steht und es sollte Weihnachtsstimmung aufkommen.»

Wirklich ein Problem scheint es für «den Splett» jedoch nicht zu sein. «Ich wünsche mir, dass ich das, was ich jetzt tue, auch noch in zehn Jahren mache», entgegnet Splettstösser, auf seine Zukunftspläne angesprochen. Der Job als Foodstylist sei abwechslungsreich, man lerne immer wieder neue Leute kennen, meint er und fügt an: «Ich muss mich jeden Tag wieder auf etwas Neues einlassen. Kein Foto ist wie das andere. Das macht es für mich aus.»
Isabel Imper

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Christian Splettstösser neben einer freien Arbeit, die im Magazin Stern
veröffentlicht wurde.

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2012: Right-Sizing Social Media

Die Begeisterung für Social Media flacht ab, und Unternehmen passen ihre Erwartungen und Vorgehensweisen an – Community Building als Königsweg.

Die Auswertung der auf WEmad.org registrierten Social Media Sites über die zurückliegenden neun Monate ergibt einen deutlichen Befund (vgl. Kasten): Die Social-Media-Auftritte von Unternehmen kommen seit dem Sommer beim Publikum immer weniger an. Die Daten deuten auf einen Trend zu einem reiferen Umgang mit Social Media. Dies sowohl bei den Benutzern wie auch bei den Unternehmen. So hat eine Umfrage unter Marketingleitern in den USA gezeigt, dass diese bei der Beurteilung der Social-Media-Aktivitäten im Vergleich zu 2010 den umsatzrelevanten Kennzahlen weniger Gewicht beimessen. Dies ist nicht zuletzt ein Beleg dafür, dass die C-Etage mit den Besonderheiten von Social Media zunehmend vertraut wird und nicht länger bekannte Standardmetriken zu deren Beurteilung anwendet. Deshalb ist absehbar, dass jedes Unternehmen eigene Beurteilungskriterien entwickeln wird, die den jeweils unterschiedlichen Social-Media-Absichten am besten entsprechen. So gesehen rücken auch an sich wünschbare branchenweite Vergleichswerte für Social Media in weite Ferne. Derweil hat in der Schweiz die Agentur Yourposition in einem Blog-Post anhand von Web- Analytics-Daten von vier (anonymen) e-Commerce- Sites dokumentiert, dass mit dem Social Media Traffic lediglich 0,4 Prozent des Umsatzes generiert wurden. Belegt wurde auch der überdurchschnittlich gute Anbahnungscharakter von Social Media, der allen anderen Traffic-Quellen deutlich überlegen war.

All dies darf nicht davon ablenken, dass Social Media für die professionelle Kommunikation endgültig zu einer etablierten Mediengattung geworden ist. Deshalb wird es beim künftigen professionellen Einsatz von Social Media nicht um ein Down-Sizing, sondern um ein Right-Sizing gehen. Viele werden sich mit einer trivialen Null-acht-fünfzehn-Präsenz zufrieden geben, um so zwar dabei zu sein, aber Kosten für ein weiter reichendes Engagement zu vermeiden. Dabei wird es attraktiv sein, Social Media vor allem für den Kundendienst einzusetzen, um so Anfragen günstiger abzufedern, als dies über bestehende Call- Center-Lösungen möglich ist (vgl. den Beitrag in dieser Serie zur Swiss). Zwar wird im Rahmen von Kampagnen ein Zahlen-Bolzen immer noch sinnvoll sein können, doch wird dafür mit Vorteil ein separater Auftritt eingerichtet und von Anfang an die Erwartungshaltungen auf die Kampagne beschränkt. Denn einmal gewonnene Likers bleiben ja auch nach Kampagne- Ende erhalten (vgl. dazu den Serie-Beitrag über die Slow-down-Kampagne). Als Kontrast dazu bietet sich an, separate Auftritte aufzubauen und zu pflegen, wo ein nachhaltiger und entsprechend längerfristig ausgelegter Dialog mit dem Publikum gepflegt werden kann. Wer Social Media strategisch verankern will, wird vor allem vertiefte Metriken einführen, dabei ein CRM-Denken entwickeln und sich mit neuen Stichworten wie Social Commerce und Mobile auseinandersetzen.

Das Schlüsselwort für die nächste Phase des Social- Media-Einsatzes heisst «Community Building». Dabei geht es nicht um Masse, sondern um Klasse: Mit dem Publikum soll ein Dialog über das eigene Unternehmen, die Marke und die Produkte oder Dienstleistungen geführt werden. Anders als mit Kurzfrist-Kampagnen werden sich dafür wesentlich weniger Leute gewinnen lassen, die aber zu einem höheren Return on Investment führen können: Helfen sich etwa User in einem Support-Forum gegenseitig, reduzieren sich die Callcenter-Kosten. Sie können bei der Produkteentwicklung gute Ideen beisteuern. Das Marketing wird unterstützt, wenn Markenbotschafter die Produkte nach aussen tragen, und beim Sales Support kann ein Cross- und Up-Selling gefördert werden. Und auch bei der Marktforschung kann eine aktive Community wertvolle Einblicke ermöglichen. Einer, der sich in der Schweizer Online-Szene Community Building auf die Fahne geschrieben hat, ist Florian Wieser, Partner bei der Online-Marketing- Agentur coUNDco. Im Gespräch mit der Werbewoche offenbart er: «Unsere Erfahrung zeigt, dass Communities bis zu einer dreijährigen Aufbauphase brauchen, bevor sie überhaupt kommerziell eine Rolle spielen.» Und er moniert, mit diesem langfristigen Ansatz stehe Community Building bei Werbern, die von einer Kampagne-Welle zur nächsten denken, quer in der Landschaft. Eine weitere Herausforderung ortet er darin, das analytisch orientierte Social Media Monitoring mit der eher emotional geprägten Community- Betreuung zusammen zu bringen. Wichtiger als Anzahl Likers sei die Engagement-Rate, also etwa Anzahl und Frequenz von Likes und Comments in Bezug auf Likers z. B. auf Facebook. Daran zeige sich, ob die Community aktiv ist oder einschläft. So lasse sich erkennen, welche Inhalte die Community bewegen – sowohl auf der eigenen Site wie bei Konkurrenten. Wichtig sei es herauszufinden, wie die Kunden überhaupt redeten, und ihnen dann in einem eigenen persönlichen Stil zu begegnen, der nicht von der oft seelenlosen Sprache der Unternehmenskommunikation geprägt sein sollte. Zudem müsse man lernen zu verstehen, welche Leute häufig und gute Beiträge verfassen und welches Profil sie haben, um sich an ihnen ausrichten zu können. «Mich interessieren die Kunden und wie man mit ihnen in Kontakt kommen und sie kennen lernen kann. Wichtig ist auch, dass man sie richtig einlädt und ihnen eine Möglichkeit gibt, auf eine gute und für sie relevante Art zu interagieren, sich auszutauschen und beizutragen.» Es sei Auftrag eines Community Managers, dies mit Kampagnen, mit Technologie und mit guten Ideen zu führen. Erste Schritte zum Community Building, etwa bei der Migros, der Swisscom oder bei der Krankenkasse Avanex, zeigen, dass dies ein anspruchsvoller Weg ist, für den es – zumindest in Reinform–nicht bei allen Unternehmen die gleichen Erfolgschancen gibt. Christoph J. Walther

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Die Hälfte wagt einen Preisaufschlag

Die Verleger verspüren keine Rezessionsängste: Jedenfalls hebt fast die Hälfte die Inseratetarife ihrer Titel – sei es offen oder versteckt. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Langzeitvergleich: Rund die Hälfte aller Titel kosten 2012 teils deutlich mehr als im ersten Krisenjahr 2008.

Von den hier aufgeführten 132 Printtiteln aus der ganzen Schweiz erhöhen 45 per 2012 den Preis pro Anzeigenseite, nur zwei senken die Seitenpreise. Letztere sind GuideTVLoisirs von Edipresse (neu: Tamedia Publications romandes) und die Tessiner Tageszeitung LaRegione Ticino. Während GuideTVLoisirs nach dem Konzept- und Namenwechsel vor knapp zwei Jahren nun ein Viertel weniger Leser ausweist, war eine Tarifreduktion auch angebracht. Allerdings bleibt sie mit -14,7 Prozent deutlich unter dem Leserverlust, weshalb beim Programmheft eine Erhöhung des Tausendleserpreises (TLP) resultiert – jedenfalls gegenüber früher. Anders bei LaRegione: Dessen Tarifreduktion erscheint zwar mit -0,3 Prozent als klein, da die Zeitung aber 7,8 Prozent mehr Leser ausweist, ergibt sich unter dem Strich ein tieferer TLP. Dies wohl primär aus strategischen Gründen, denn LaRegione muss sich gegenüber dem neuen 20 minuti behaupten.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

20 Minuten: Wechsel in der Chefredaktion

Ab dem 1. Februar 2012 wird die Chefredaktion der Gratiszeitung 20 Minuten neu zusammengesetzt. Der Chefredaktor Andy Fischer geht zum Tagblatt der Stadt Zürich. Ausserdem verlässt der Ressortchef Unterhaltung, und Mitglied der Chefredaktion, Bernie Brehbühl die Zeitung.

Gaudenz Looser, aktuell Nachrichtenchef, wird neu in der Chefredaktion für das Inland- und Wirtschafts-Team sowie für die Lokalredaktionen Zürich, Basel, Bern, Luzern und St. Gallen verantwortlich zeichnen. Zudem wird er als Koordinationsstelle mit der Onlineredaktion fungieren. Die schreibt 20 Minuten in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Sandro Compagno bleibt weiterhin Ressortleiter Sport und wird bei Abwesenheit des Chefredaktors zusammen mit Gaudenz Looser die Gesamtverantwortung für die Zeitung übernehmen. Die Nachfolge von Gaudenz Looser als Nachrichtenchefin tritt die heutige Stellvertreterin Desirée Pomper an. Die Leitung des gemeinsamen Unterhaltungsressorts Print/Online übernimmt der stellvertretende Ressortleiter Niklaus Riegg.
 

Google veröffentlicht Schweizer Top-Suchanfragen des Jahres

Heute hat Google Schweiz den jährlichen Zeitgeist bekannt gegeben: Die meist gesuchten Begriffe und die schnellst wachsenden Begriffe, die in der Schweiz 2011 gegoogelt wurden.

Die Zeitgeist-Begriffe sollen eine Perspektive auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres und die grössten Trends aus der Sicht der Schweizer Bevölkerung bieten. Die Auswertung der Suchanfragen aus der Schweiz 2011 zeigt: Auch dieses Jahr interessierten sich die Google Nutzer vor allem für Soziale Netzwerke. Der schnellst wachsende Suchbegriff dieses Jahr ist DSDS, gefolgt vom SBB Fahrplan und DSK (Dominik Strauss-Kahn), der auch bei der schnellst wachsenden Personensuche den ersten Platz einnimmt. Sportlich wird es bei der meistgesuchten Schweizer Persönlichkeit auf Google.ch: Roger Federer ist die Nummer 1. Das folgenreiche Erdbeben und der Tsunami in Fukushima sowie die Ereignisse in Libyen hatten deutliche Auswirkungen auf die Suchanfragen.

Die meist gesuchten Begriffe
1. Facebook
2. YouTube
3. Hotmail
4. Google
5. Blick
6. SBB
7. Ricardo
8. GMail
9. autoscout24.ch
10. Wikipedia

Die schnellst wachsenden Suchbegriffe
1. DSDS
2. SBB Fahrplan
3. DSK
4. iPhone 5
5. Battlefield 3
6. Minecraft
7. iPad 2
8. Amy Winehouse
9. Steve Jobs
10. deindeal.ch

Die schnellst wachsenden Personensuchen
1. DSK
2. Amy Winehouse
3. Steve Jobs
4. Adele
5. Kate Middleto
6. Fernanda Brandao
7. Angela Martini
8. Alexandra Stan
9. Pietro Lombardi
10. Pippa Middleton

Die meist gesuchten Schweizer Persönlichkeiten
1. Roger Federer
2. Bligg
3. Angela Martini
4. Patrick Nuo
5. Stress
6. Francine Jordi
7. Lara Gut
8. Didier Cuche
9. Jörg Kachelmann
10. Michelle Hunziker

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Nachrichten
1. Apple
2. YouTube
3. iPhone 5
4. Facebook
5. Kosovo
6. DSK
7. Fukushima
8. Real Madrid
9. Libyen
10. Japan

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Automarken
1. BMW
2. Audi
3. VW
4. Ford
5. Mercedes
6. Honda
7. Opel
8. Peugeot
9. Toyota
10. Fiat

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Veranstaltungen
1. Paléo Festival
2. Greenfield
3. Openair Frauenfeld
4. Zirkus Knie
5. Montreux Jazz Festival
6. Moon and Stars
7. Bern Expo (BEA)
8. Streetparade
9. Gurtenfestival
10. Ewigi Liebi

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Orte
1. Zürich
2. Zermatt
3. Basel
4. Lausanne
5. Bern
6. Luzern
7. Lenzerheide
8. Davos
9. Winterthur
10. Lugano

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Filme
1. Black Swan
2. Transformers 3
3. Twilight 4
4. Avatar
5. Hangover 2
6. Thor
7. Kokowääh
8. Sucker Punch
9. Cars 2
10. Inception

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Berge
1. Pilatus
2. Rigi
3. Jungfrau
4. Säntis
5. Matterhorn
6. Titlis
7. Niesen
8. Schilthorn
9. Stockhorn
10. Stanserhorn

Google ermittelt den Internet-Zeitgeist auf Grundlage der Millionen Suchanfragen, welche die Menschen Tag für Tag bei Google eingeben, wie der Suchmaschinen-Riese in einer Mitteilung schreibt. Neben dem Zeitgeist zum Jahresende, der die Top-Themen des Jahres auflistet, bietet Google auch weitere Instrumente, die Informationen zu weltweiten, regionalen, früheren und aktuellen Such-Trends liefern. Mit den Tools des Google Zeitgeist können keine persönlichen Nutzerdaten recherchiert werden, weil Google ausschliesslich anonyme, aufsummierte Zahlen über die Häufigkeit von Suchanfragen publiziert. Diese Tools sind das ganze Jahr auf Google.com/zeitgeist verfügbar. Eigene Zeitgeist Listen können mit Google Insights for Search kreiert werden.

Naturnah muss nicht weltfremd sein

Maxomedia macht die Bevölkerung stolz auf Schweizer Holz und informiert über die nachhaltige Holznutzung in unseren Wäldern.

Wer sich bei einem Waldspaziergang von der Hektik des Alltags zurückziehen will, findet manchmal nicht nur seine Ruhe. Grosse Maschinen rattern im Wald, Forstangestellte hantieren mit Kettensägen, Holzstämme liegen zum Abtransport bereit. Auf solche Szenen von einem Holzschlag reagieren viele Menschen mit Fragen und Unverständnis. Hier setzt die Sensibilisierungskampagne des Aktionsplanes Holz des Bundesamtes für Umwelt an. Die Kampagne von Maxomedia informiert über die nachhaltige Holznutzung. Sie liefert Argumente, warum Schweizer Holz geerntet und verwendet werden soll, und erklärt, warum auch ein naturnaher Wald dank sorgfältiger Bewirtschaftung mit einer intensiveren Holznutzung gut vereinbar ist. Zu sehen war bis jetzt ein TV-Spot von Solid & Hallerfilm. Bald folgen Plakate, davon einige aus echtem Holz. Infos gibt es auf Stolzaufschweizerholz.ch. pan

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Südostschweiz Medien lancieren regionale Gutschein-Plattform

«50 Prozent Rabatt oder mehr» lautet das Versprechen der neuen Gutschein-Plattform Deal.suedostschweiz.ch. Ab Freitag, 16. Dezember werden regelmässig stark vergünstigte Angebote aus den Bereichen Freizeit und Lifestyle veröffentlicht.

Lanciert wird die Gutschein-Plattform mit einem 50 Prozent-Rabatt-Angebot für Tickets zur Weihnachtsshow Swiss Christmas. In den nächsten Tagen werden weitere Angebote aus verschiedensten Themenbereichen folgen. Sämtliche Deals werden crossmedial mit Zeitungsinseraten in der Tageszeitung Südostschweiz, Online-Werbung auf dem Portal Suedostschweiz.ch, regelmässigen Newslettern sowie auf Facebook und Twitter beworben.

Mit diesem riesigen Promotions-Paket differenziere man sich von den Mitbewerbern und erreichen mit allen Deal-Angeboten vom ersten Tag an über 120‘000 Personen zwischen St. Moritz und Rapperswil, erklärt Lukas Joos von den Südostschweiz Medien. Das angestrebte Ziel der Südostschweiz Medien ist klar: «Wir wollen in der Region Südostschweiz Marktführer im Couponing-Markt werden», so Joos weiter.

Nach einer Einführungsphase sollen exklusive Deals für die Abonnenten der Südostschweiz-Zeitungen für Leserbindung sorgen. Die Abonnenten sollen in Zukunft ausserdem von zusätzlichen komfortablen Zahlungsmöglichkeiten profitieren. Entwickelt wurde die Online-Plattform von der Newmedia AG, einer Tochergesellschaft der Südostschweiz Medien. Die Plattform wurde so entwickelt, dass Kooperationen mit anderen Verlagen möglich sind.

 

Zur Sache: Jahraus jahrein

Es ist wieder so weit. In dieser Nummer der Werbewoche finden sich zwei Werbewoche-Klassiker. Zum einen das in der Branche jeweils mit Ungeduld erwartete Kreativranking und zum anderen die Vorstellung der Kandidaten für die Wahl zum Werber des Jahres 2012.

Beim Kreativranking der Werbewoche geht es um die kreative Leistung der Agenturen, die im Rahmen von nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Die Auswahl der Wettbewerbe und deren entsprechende Gewichtung erfolgte in Zusammenarbeit mit einer Delegation des Art Directors Club der Schweiz. Das Ranking basiert auf den Selbstangaben der beteiligten Agenturen. In einzelnen Fällen nahm die Redaktion Korrekturen aufgrund der offiziellen Ranglisten der Kreativwettbewerbe vor.

Dieses Jahr sind wir auf ein Problem gestossen, das leider letztes Jahr übersehen wurde. Der Clio Award ist im Kreativranking sehr hoch gewichtet, zählt er doch international zu den wichtigsten Wettbewerben. Seit 2009 gibt es einen separaten Clio Healthcare Award, der gegründet wurde, um die Pharmawerbung, die anderen Gesetzen gehorcht, separat bewerten zu können. Klar ist somit auch, dass ein solcher Spezial-Award eigentlich nicht mit dem gleichen Gewichtungsfaktor gezählt werden kann wie der Clio. Da wir die Spielregeln nicht mehr ändern wollten, haben wir uns für dieses Jahr entschlossen, den Gewichtungsfaktor zwar beizubehalten, aber die Healthcare-Awards separat auszuweisen. Das hat natürlich Auswirkungen auf das Ranking. Die Y&R-Gruppe rutscht ohne Healthcare- Awards vom ersten auf den vierten Rang ab und Saatchi & Saatchi von Platz fünf auf Platz neun. Alle anderen Agenturen mit Ausnahme von JWT/ Fabrikant würden einen Rangplatz gewinnen.

Zur Wahl des Werbers des Jahres sind sechs Persönlichkeiten der Schweizer Werbeszene nominiert. Die Abonnentinnen und Abonnenten der Werbewoche können nun aus den Nominierten ihren Favoriten küren. Dazu erhalten sie Anfang Januar ein entsprechendes Wahlformular. Am 2. Februar wird dann jemand aus der Runde der Kandidaten im Zürcher Lake Side den begehrten Egon der Werbewoche in Empfang nehmen und den Abend als frischgebackener Werber des Jahres 2012 feiern können.

Wir machen jetzt aber zuerst eine kurze Weihnachtspause. Die nächste gedruckte Werbewoche erscheint am 20. Januar 2012. Bis zum 23. Dezember und ab dem 3. Januar finden Sie auf Werbewoche. ch laufend News aus der Kommunikationsund Medienbranche. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir für ihre Treue danken. Wir wünschen ihnen eine schöne und geruhsame Zeit über die Weihnachtstage und hoffen zusammen mit ihnen auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2012.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
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Adobe Design Achievement Awards 2012

Adobe Systems lädt dazu ein, ab sofort kreative Arbeiten zu den 12. Adobe Design Achievement Awards ADAA einzureichen. Der Wettbewerb kürt weltweit die besten studentischen Grafik-Designer, Fotografen, Illustratoren, Trickzeichner, digitalen Filmemacher, Entwickler und Computer-Spezialisten, die mit Adobe Software innovative Projekte realisiert haben.

Die Studenten können in einer von 13 Kategorien antreten, darunter Spiele- Design und –Entwicklung, Applikation-Entwicklung und Mobile Design. Zum zweiten Mal in Folge werden in drei speziellen Kategorien für Hochschullehrer auch herausragende Lehrleistungen ausgezeichnet. Seit dem Start des ADAA-Wettbewerbs in 2001 haben rund 25'000 Studenten aus 73 Ländern daran teilgenommen. 2011 wurde die Rekordzahl von 4'600 Einreichungen erzielt, so Adobe in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Studierende, Lehrende und Hochschulmitarbeiter aus aller Welt können bei den ADAA teilnehmen. Die Jury 2012 besteht aus internationalen Design-Experten, welche die Projekte innerhalb von drei unabhängigen Runden bewerten. Der jeweilige Teilnahmeschluss ist der 27. Januar, 27. April und 22. Juni 2012. Die Halbfinalisten werden nach jeder Bewertungsrunde bekannt gegeben. Im Oktober 2012 werden die Finalisten zur Award-Verleihung nach Los Angeles eingeladen, bei der die Gewinner verkündet und mit Adobe Software- und Geldpreisen geehrt werden.

Icograda (International Council of Graphic Design Associations) organisiert auch 2012, das vierte Jahr in Folge, als Partner, den ADAA Wettbewerb zusammen mit Adobe.
 

Plan.Net verschickt News für Pepe Jeans London

Nach der Zusammenarbeit im Bereich Display Werbung hat Pepé Jeans London die Agentur Plan.Net Suisse nun auch für die Kreation ihres neuen Newsletter Auftritts beauftragt. Der Auftrag war es, einen kompletten Relaunch des E-Mail-Newsletters zu vollziehen.

Entstanden ist ein Newsletter-Konzept mit zeitgemässem Look & Feel, das ab sofort monatlich an Pepe Jeans-Kunden und Interessenten in der Schweiz verschickt wird. «Nachdem wir die Zielgruppe und das Kommunikations-Universum des Labels gründlich analysiert hatten stand fest, wie wir die Fülle an Informationen von und über Pepe Jeans – darunter YouTube Channel, Flickr Page, Formel 1 Sponsoring, etc. – in einem neuen Konzept ordnen können», sagt Yvan Piccinno, Partner bei Plan.Net Suisse. So zeigt sich der relaunchte Newsletter jetzt als Mischung aus emotionaler Ansprache verbunden mit einer klaren Informationsstruktur und Nutzerführung.

Das Kommunikationsmittel soll damit wieder emotionaler, exklusiver und informativer erscheinen. Die diversen Infos und Specials werden angeteasert und führen weiter zur jeweiligen Ziel-Plattform. Eingebettet ist der gesamte Inhalt darüber hinaus in ein aktuelles Design sowie ein dazu passendes Layout, welches den Charakter der Marke perfekt widerspiegeln soll. Geplant sind künftig monatliche Ausgaben des neuen Newsletters, der ab sofort an Schweizer Kunden und Interessenten von Pepe Jeans London verschickt wird.
 

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