Presserat stützt Landbote-Chefredakteurin im «Jägerstreit»

Die Chefredakteurin des Winterthurer Landboten hat aus plausiblen Gründen einen Kolumnisten abgesetzt. Der Schweizer Presserat wies eine Beschwerde des Kolumnisten ab, wie der Presserat am Dienstag mitteilte. Der Streit entzündete sich an einer Kolumne über Jäger.

In der umstrittenen Kolumne erzählte der Autor Nicolas Lindt eine Geschichte, die Freunde mit ihrem Hund erlebt hätten. Das frei laufende Tier habe ein Reh angegriffen, dieses sei geflüchtet, sei später aber von Jägern gesucht und erschossen worden. Der Zwischenfall hatte ein rechtliches Nachspiel.

Lindt schlug sich auf Seiten des Hundes, der seiner Natur entsprechend töte. Jäger dagegen seien im Grunde Serienkiller, die aus Blutgier auf jeder Jagd einen Mord begehen würden. Das Argument der Wildbestand-Regelung sei reine Bemäntelung. Dann schlug Lindt den Bogen zum Fleischkonsum an sich: In den Schlachthöfen finde tagtäglich ein Massenmord ohnegleichen statt.

Nachdem die Kolumne in der «Tribüne» vom 18. Juni 2011 erschienen war, meldete sich die Jägerschaft bei der Chefredakteurin Colette Gradwohl. Jagd Zürich schickte eine Entgegnung, welche eine Woche später ins Blatt gerückt wurde – mit einem Vermerk der Redaktion, wonach Lindts Kolumne den Sachverhalt in wesentlichen Punkten nicht korrekt wiedergegeben habe.

Vorab hatte Gradwohl den Beitrag an Lindt geschickt, der darauf aber nicht reagiert hatte. Sie teilte ihm gleichzeitig das Ende der Zusammenarbeit mit.

Ein «Tribüne»-Beitrag müsse zwar nicht die Redaktionsmeinung wiedergeben. Man müsse sich aber darauf verlassen können, dass die Beiträge korrekt recherchiert seien, die dargestellten Sachverhalte der Wahrheit entsprächen und der Inhalt nicht verunglimpfend sei.

Dies sei bei seiner Kolumne nicht der Fall gewesen. Später erklärte Gradwohl, ausschlaggebend für ihren Entscheid sei gewesen, dass es sich bei der Geschichte nicht um den Hund von Freunden, sondern um Lindts eigenen gehandelt habe. Damit habe dieser Redaktion und Leserschaft getäuscht und deren Vertrauen missbraucht.

Die Aufkündigung der Zusammenarbeit wollte Lindt nicht auf sich sitzen lassen. Er legte beim Presserat Beschwerde ein. Gradwohl habe auf Druck der Jägerschaft überstürzt gehandelt. Sie habe die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verletzt.

Der Presserat wies nun die Beschwerde ab, wie es in der Mitteilung heisst. Die Behauptung, die Chefredakteurin sei unter dem Druck der Jägerschaft eingeknickt erachtet er als nicht erstellt. Im Gegenteil: Die angeführten journalistischen Gründe für die Beendigung der Zusammenarbeit erschienen plausibel. Gradwohl habe die Richtlinien nicht verletzt.
 

Journalisten in der Romandie erhalten höhere Löhne

Der Verlegerverband Médias Suisses und der Journalistenverband  Impressum haben vor Schiedsgericht eine Einigung erzielt. Demnach erhalten die  dem Presse GAV unterstellten Westschweizer Journalisten ab März 2,5 Prozent  mehr Lohn.

Dies teilte Impressum am Dienstag mit. Der Journalistenverband hatte Ende 2010 das Schiedsgericht angerufen, um die Richtlinien für die Minimallöhne im Westschweizer Kollektivvertrag anzupassen. Impressum verlangte eine Erhöhung der Minimallöhne um sechs Prozent, die Westschweizer Verleger wollten überhaupt keine Lohnerhöhung gewähren. Das Schiedsgericht hat nun einen Kompromiss gefunden. Demnach erhalten die Journalisten, die dem Presse GAV in der Romandie unterstellt sind, ab dem kommenden 1. März 2,5 Prozent mehr Lohn. Ausnahmen sind laut Impressum möglich für Medienunternehmen, die belegen können, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen in Schwierigkeiten stecken.
 

ZSPR: Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen

Am Montagabend haben die Luzerner Regierungspräsidentin Yvonne Schärli-Gerig und die Luzerner Stadträtin Ursula Stämmer-Horst am Neujahrsapéro der Zentralschweizer Public Relations Gesellschaft geschildert, wie sie den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern gestalten.

Wie es die Tradition will, trifft sich die regionale Kommunikationsbranche jedes Jahr in der ersten Januarhälfte zum Neujahrsapéro der Zentralschweizer Public Relations Gesellschaft (ZSPR). Die Kommunikation müsse glaubwürdig sein und sich an den Empfängerinnen und Empfänger orientieren, forderte die Luzerner Regierungspräsidentin Yvonne Schärli-Gerig in ihrer Willkommensbotschaft. Denn mit dem Verbreiten alleine sei die Aufgabe noch nicht erledigt. Das verdeutlichte sie an ganz alltäglichen Begegnungen. Zum Beispiel, dass sie auf der Strasse nicht wie erwartet auf ein brisantes politische Geschäft, sondern auf ihre Brille angesprochen wurde. Oder dass sie auch immer wieder mal mit Ursula Stämmer-Horst verwechselt werde.

Die Luzerner Stadträtin hat die umgekehrte Erfahrung auch schon gemacht. Man hielt sie für Yvonne Schärli-Gerig. Ursula Stämmer-Horst unterstrich die Erlebnisse Ihrer Vorrednerin und fügte hinzu: «Mir ist wichtig, dass Kommunikation stets auf Ehrlichkeit basiert und vor einem relevanten Hintergrund stattfindet.» Ein positives Zwischenfazit zieht sie beim Pilotprojekt mit Social Media. Seit April 2011 berücksichtigt die Stadt Luzern in ihrer Kommunikation konsequent soziale Medien wie Facebook und Twitter.

Brigitte Heinrich, die Präsidentin der ZSPR, dankte den beiden Politikerinnen und wies noch auf eine Besonderheit in der Kommunikationsbranche hin: Gemäss einer aktuellen Branchenstudie bilden Frauen mit 60 Prozent die Mehrheit der Kommunikationsfachleute in der Schweiz. In der Altersgruppe bis 30 Jahre sind es gar 78 Prozent Frauen.
 

ADC Wettbewerb 2012: Deutlich mehr Einsendungen als im Vorjahr

Für den ADC Wettbewerb 2012 wurden 92 Kampagnen mehr eingereicht, als im Vorjahr. Interessierte haben am 23. Januar die Möglichkeit, die eingereichten Arbeiten noch vor der Jurierung anzusehen.

Die ADC-Jurierung ist die umfassendste Werbejurierung der Schweiz. Die über 100-köpfige ADC-Jury, bestehend aus den führenden Werbe- kreativen des Landes, zeichnet die herausragenden Kampagnen in 13 Disziplinen aus: von klassischen Medien wie Anzeigen, Plakate, Film und Radio über Direktmarketing und Promotionen bis zu Websites, Online-Werbung oder Mobile-Marketing.

Dass die ADC-Würfel hohes Ansehen bei Kreativen, Agenturen und Auftraggebern geniessen, zeigt die hohe Zahl der Einsendungen. Trotz wirtschaftlich anspruchsvollem Umfeld wurden für die Jurierung 2012 92 Kampagnen mehr eingereicht als im Vorjahr.

Insgesamt bewertet die ADC-Jury dieses Jahr 850 Kampagnen. Der ADC lädt das Publikum herzlich ein, die eingereichten Arbeiten noch vor der Jury zu besichtigen. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild vom Schweizer Werbejahrgang 2011, und nehmen Sie bei einem Rundgang durch die Hallen des World Trade Center Ihre persönliche Bewertung vor.

Öffentliche Besichtigung: Montag, 23. Januar, 18.00-21.00 Uhr, World Trade Center Zürich-Oerlikon, Leutschenbachstrasse 95, 8050 Zürich.

ADC Wettbewerb 2012: Das Rennen um die Nägel ist eröffnet
ADC Wettbewerb 2012: Einsendeschluss verlängert
 

KKL Luzern mit neuem Leiter Sales + Marketing

Der neue Leiter Sales + Marketing im KKL Luzern heisst Oliver Vrieze. Er wird per 1. März 2012 seine neue Position als Mitglied der Geschäftsleitung antreten.

Der 33-jährige Oliver Vrieze , gebürtiger Holländer, ist ausgebildeter Hotelfachmann und ergänzte seine Ausbildung im Jahr 2006 mit einem Master of Business Administration (MBA) in Hospitality & Tourism Management. In seiner heutigen Tätigkeit als Director of Sales ist er für sämtliche Verkaufsaktivitäten des Zürcher Marriott Hotels verantwortlich. Er bringt Erfahrung in der Akquisition von Veranstaltungen und Neukunden sowie der Planung von Events, Road Shows, Messen und Ausstellungen mit. Berufliche Erfahrungen sammelte Vrieze unter anderem als Senior Sales & Marketing Manager des Renaissance Zürich Hotels (2007-2010) und davor als Sales Account Manager bei Delta Amsterdam DMC (2006-2007).
 

Maxomedia und Auto Scout 24 bringen Ihr Leben ins Rollen

Ein Auto im Wohnzimmer? Mit Maxomedia und Auto Scout 24 lässt sich dieser Traum sofort verwirklichen. Zumindest in der neuen Werbekampagne.

Neues Jahr, neue Auto Scout 24-Kampagne. Diese läuft unter dem Motto «Bringen Sie Ihr Leben ins Rollen» und wurde von der Agentur Maxomedia realisiert. Herzstück der Kampagne ist der seit Anfang Jahr laufende TV-Spot, der auf sympathische Art und Weise die Vielfältigkeit und Erlebbarkeit des Angebots auf Autoscout24.ch aufzeigt. So wird das Traumauto einfach per Mausklick direkt ins Wohnzimmer geholt und da ausgiebig getestet. Umgesetzt wurde der TV-Spot in Zusammenarbeit mit Top-Fuel Entertainment.

Der Spot kommt pikanterweise ganz ohne Musik aus – sofern das Öffnen und Schliessen von Autotüren oder das satte Blubbern des startenden V8-Motors nicht Musik genug ist. Zusätzlich zum TV-Spot wird das Motto auch via Display Ads, Inserate und Plakate transportiert. Die nationale Kampagne wird bis Ende des Jahres zu sehen sein.
 

Migros lanciert Familien-Club «Famigros»

Die Migros lanciert unter dem Namen «Famigros» einen Familien-Club, dessen Mitglieder von Informationen, Tipps, Checklisten, Rezepten und vielen Vorteilen profitieren können.

Mit dem neuen Club richtet sich die Migros gemäss Mitteilung speziell an Familien – an Mütter und Väter mit Kindern bis 25 Jahre. Der Club verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, frischgebackene und erfahrene Eltern in all ihren Lebensphasen zu begleiten. Auch werdende Mütter können sich bereits während der Schwangerschaft anmelden. Die Registrierung erfolgt auf Famigros.ch. Voraussetzung fürs Anmelden bei Famigros ist die Mitgliedschaft im Cumulus-Kundenprogramm. Auch Migros Baby Club-Mitglieder können sich bei Famigros anmelden.
 

Vitamin 2 veröffentlicht Jubiläumsbuch

Vitamin 2 wurde vor zehn Jahren gegründet. Die St. Galler Agentur feiert dies mit einem Jubiläumsbuch.

Vor zehn Jahren sei Wikipedia online gegangen, Apple habe iTunes lanciert und im Kino sei der erste Harry Potter Film gelaufen, so die Agentur in einer Mitteilung. Was unseren Alltag schon seit «Urzeiten» zu prägen scheine, sei gerade mal zehn Jahre alt. Genau wie Vitamin 2. Dieses 10-Jahr-Jubiläum sei für die Agentur Anlass gewesen, die rasante Zeit anzuhalten und auf eine Zeitreise zu gehen: Zehn Jahre Vitamin 2 – mit 188 Kunden, 35 kreativen Köpfen und vielen spannenden und preisgekrönten Arbeiten.

Weiter Informationen oder Buchbestellungen (zu einem Unkostenbeitrag von 10 Franken, nur noch wenige Exemplare, limitierte Auflage):
> Vitamin2.ch
> Facebook.com/VITAMIN2.CH

Zu guter Letzt: Der bittere Lauf des Lebens

Die Wahl des falschen TV-Anbieters kann schwere Folgen haben. Sehr schwere Folgen sogar, glaubt man dem TV-Spot von Direct TV.

Was es alles mit sich ziehen kann, wenn man sich über seinen Kabelanbieter aufregen muss, sehen Sie im folgenden Spot:

Und weil's so schön ist, gleich noch einer:

http://www.youtube.com/watch?v=c-zG5U0v3gU

Presserat schützt 20-Minuten-Online-Bildbericht

Dass Sex-Vorwürfe gegen Prominente für diese immer wieder zu Stolpersteinen auf dem Karriereweg werden, darf 20 Minuten Online auch mit Bezug auf Meteorologe Jörg Kachelmann schreiben. Daran ändert laut Presserat dessen rechtskräftiger Freispruch nichts.

Am 5. November 2011 zeigte 20 Minuten Online unter dem Titel «Männer zwischen Macht, Gewalt und Sex» Bilder vom ehemaligen IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn, Jörg Kachelmann, Julian Assange von Wiki- Leaks und dem US-Politiker Herman Cain.

Darunter stand: «Der Republikaner Herman Cain ist auf dem Weg ins Weisse Haus über Sex-Vorwürfe gestolpert. Er ist nicht der erste. Die Kombination Sex, Gewalt und Macht scheint sich zu häufen.»

Daraufhin ging beim Presserat eine Beschwerde ein. Die Zusammen- stellung suggeriere, Kachelmann stehe mit dem Terminus «Männer zwischen Macht, Gewalt und Sex» in Zusammenhang, und er sei ein Straftäter, «wie die anderen drei abgebildeten mutmasslichen Sexualstraftäter». Dies sei rufschädigend, denn Kachelmann sei rechtsgültig freigesprochen worden und unschuldig.

Der Presserat taxierte die Beschwerde als unbegründet und trat nicht darauf ein, wie er am Dienstag mitteilte. Die These des Beschwerde- führers, es werde der Eindruck vermittelt, Kachelmann sei – trotz rechtskräftigem Freispruch – ein Sexualstraftäter, sei offensichtlich unhaltbar.

Keiner der vier Abgebildeten sei zum Zeitpunkt der Stellungahme strafrechtlich verurteilt, dies behaupte die Autorin auch nicht. Sie thematisiere den Zusammenhang, wonach sich «Sexvorwürfe ungeachtet ihres Wahrheitsgehaltes für Prominente immer wieder als Stolperstein entpuppen». Diesen Zusammenhang dürfe 20 Minuten Online bei Kachelmann auch nach dessen Freispruch thematisieren. (SDA)
 

Presserat: Nicht jeder hat Anspruch auf Berichterstattung

Das Recht der Öffentlichkeit auf Information bedeutet nicht ein  Recht des Einzelnen auf Berichterstattung über sich selbst. Der Schweizer  Presserat ist auf eine Beschwerde des Zürcher Ständeratskandidaten Toni  Stadelmann gegen den Tages-Anzeiger nicht eingetreten.

Stadelmann kandidierte letztes Jahr als Aussenseiter für die Zürcher Ständeratswahlen. Zum zweiten Wahlgang traten er und zwei andere Einzelkämpfer zusammen mit den politischen Schwergewichten Verena Diener (GLP, bisher), Felix Gutzwiller (FDP, bisher) und Christoph Blocher (SVP, neu) an.

Es sei nicht zu beanstanden, dass sich der Tages-Anzeiger in seiner  Berichterstattung auf Diener, Gutzwiller und Blocher beschränkte – die drei  Kandidierenden, die «wenigstens ansatzweise realistische Wahlchancen» hatten, so der Presserat in einer Mitteilung vom Dienstag. Zwar seien Medien verpflichtet, auch Kleinparteien und politischen Minderheiten ein «Mindestmass medialer Aufmerksamkeit» zu gewähren. Dies gelte aber nicht unbedingt für Einzelkandidaturen ohne gesellschaftliche Gruppierung im Rücken.

Der Tages-Anzeiger habe deshalb nicht gegen die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verstossen, wie der Beschwerdeführer geltend machte. Eine entsprechende Beschwerde hatte Stadelmann im übrigen auch gegen die Neue Zürcher Zeitung eingereicht. Auf beide Beschwerden trat der Presserat nicht ein. (SDA)
 

Match Communications: Mailing für EMC realisiert

Die Agentur Match Communications hat für das Informationstechnologie-Unternehmen EMC ein Mailing, bestehend aus einem Lederportemonnaie, kreiert.

Viele IT-Verantwortliche von Schweizer KMUs staunten gemäss Mitteilung nicht schlecht, als sie letzte Woche ein echtes Lederportemonnaie per Post erhielten, welches über besonders vorteilhafte und KMU-massgeschneiderte IT-Produkte und Lösungen des Informationstechnologie-Unternehmens EMC und deren Partner informierte. Dabei wurde eigenes ein EMC-gebrandetes Portemonnaie gestaltet und mit typischen Inhalten wie Visitenkarten oder einem Geldnoten-Flyer gefüllt.

Die Agentur Match Communications entwickelte das Mailing im Auftrag von EMC mit dem Ziel, die überzeugenden Produktvorteile zu vermitteln, ein positives Kundenerlebnis sowie Produktpräferenz zu schaffen.

Verantwortlich bei EMC Computer Systems: Markus Malizia. Verantwortlich bei Match Communications: Roland Sennhauser, Christian Staub.

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