Weltwoche: Politiker fordern Klarheit über Eigentumsverhältnisse
Die Präsidenten aller grossen Parteien ausser der SVP verlangen von der Weltwoche, ihre Eigentumsverhältnisse offenzulegen. Sie bezweifeln, dass Chefredaktor Roger Köppel der alleinige Eigentümer der Zeitschrift ist.
Dies schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. In der Affäre Hildebrand habe die Weltwoche offensichtlich «eine von der SVP beeinflusste Kampagne gefahren», die sich auch gegen die staatlichen Institutionen richte. Deshalb müsse jetzt geklärt werden, wer hinter der Weltwoche stehe und welche Rolle Christoph Blocher dort allenfalls spiele, sagen Christoph Darbellay (CVP), Christian Levrat (SP), Fulvio Pelli (FDP), Hans Grunder (BDP), Martin Bäumle (Grünliberale) und Ueli Leuenberger (Grüne) unisono. Einige denken gar an die Schaffung einer «Lex Weltwoche», um alle Medien zur Transparenz zu zwingen.
Die Initiative für diesen politisch bemerkenswerten Schulterschluss kommt gemäss Sonntagszeitung aus freisinnigen Kreisen. FDP-Nationalrat Otto Ineichen hat letzte Woche am Rande von Kommissionssitzungen entsprechende Gespräche zwischen den Parteipräsidenten in Gang gebracht. Ziel ist es, kommende Woche eine gemeinsame Erklärung zu verfassen und die Weltwoche derart unter Druck zu setzen, dass sie auch allfällige Darlehensbürgschaften offenlegen muss.
