Die Vereinbarung mit den wichtigsten Filmproduzenten-Verbänden existiert seit 1997. Jährlich koproduziert sie im Rahmen des Pacte de l'audiovisuel landesweit über 200 Kino-, Fernseh-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Serien, wie die SRG am Freitag mitteilte. Mit der Unterstützung in der Höhe von jährlich 22,3 Millionen Franken bleibe die SRG die wichtigste Koproduzentin des Landes. Im neuen Pacte wird wie bisher zwischen der selektiven und der automatischen Förderung unterschieden.
Für die selektive Förderung stehen jährlich rund 18 Millionen Franken zur Verfügung, davon sind 11 Millionen für Fernsehproduktionen und 7 Millionen für die Koproduktion von Kinofilmen vorgesehen. Neu werden auch unabhängige Produktionen im Bereich Multimedia unterstützt.
Damit wird die Beitragssumme für Fernsehproduktionen um 3 Millionen Franken erhöht. Im Gegenzug reduziert das Bundesamt für Kultur seine bisher für Fernsehproduktionen reservierten selektiven Mittel und alimentiert damit die stark ausgebaute erfolgsabhängige Filmförderung. Diese sieht zwei Instrumente vor: Neben der Auszeichnung «Succès Passage Antenne», welche die Ausstrahlung von Filmen auf den Kanälen der SRG belohnt, wird neu auch die Auszeichnung «Succès Artistique» für künstlerisch wertvolle Filme vergeben. Schweizer Filme, die an wichtige nationale und internationale Festivals eingeladen und dort allenfalls ausgezeichnet werden, kommen in den Genuss dieser neuen Kulturförderung.
Spiegel nach innen und aussen
«Der Schweizer Film ist ein Spiegel der Schweiz und ein Schweizer Spiegel der Welt. Zum Service public gehört aus Überzeugung das massive Engagement für hiesige Regisseure und Produzenten», wird SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der Mitteilung zitiert.
Seit Bestehen des Abkommens hat die SRG nach eigenen Angaben mehr als 275 Millionen Franken in die schweizerische Filmbranche investiert. Die SRG berichte nicht nur über Kultur, sie ermögliche auch Kultur, sagte de Weck weiter. (SDA)