Autor: admin
Kampagne des Jahres
In unserem traditionellen Wettbewerb konnten die Leserschaft der Werbewoche und das Publikum von Star TV in den letzten Wochen abstimmen, welche kreative Idee zur «Kampagne des Jahres» gekürt werden soll.
Die Redaktion der Werbewoche hatte dazu 18 Finalisten vorgeschlagen. Diese wurden auf Facebook gestellt und konnten dort gewertet werden. Das interaktive Voting-Tool wurde sehr rege benutzt. Am meisten Stimmen gingen auf das Konto von Cablecom mit 34 Prozent, gefolgt von der Orange-Kampagne mit 12, Swisscom mit 11 und Schweiz Tourismus mit 10 Prozent.

Mobile Wallet
Kennen Sie das? Man sitzt am Mittag in einem Lokal, will wieder zur Arbeit, wartet dann aber Ewigkeiten darauf, bezahlen zu können. Stellen Sie sich vor: There’s an app for that! Manuel P. Nappo, Leiter Fachstelle Social Media Management HWZ, zum Mobile-Wallet-App.
In der Restaurant-Kette «Pizza Express » in Grossbritannien kann man tatsächlich einen auf die Rechnung gedruckten Code in eine App eintippen und so bargeldlos und unkompliziert bezahlen. Dieses massgeschneiderte mobile Bezahlsystem ist nur dank eigener App mit Integration von Paypal möglich. Klar ist jedoch, für jedes Lokal eine eigene App, das kann auch nicht die Lösung für die breite Nutzung von Mobile Payment sein.
Hierzulande basieren diese mobilen Bezahldienste meist noch auf SMS und sind nur begrenzt einsetzbar. Beispielsweise ist die Bezahlung per SMS bei ausgewählten Selecta- Automaten möglich, aber auch Post Finance bietet Transaktionen via SMS an. Japan jedoch, wo Mobile Payment seit 2004 rege genutzt wird und sich mittlerweile durchgesetzt hat, zeigt auf, was für Möglichkeiten es auch bei uns gäbe. Der Durchbruch des mobilen Bezahlsystems ist auch erst einer relativ neuen Technik zu verdanken: NFC. Die «Near Field Communication»-Technologie (Nahbereichskommunikation) basiert auf einem kleinen Chip, der den Austausch von Daten über sehr kurze Strecken erlaubt. So, dass man also das Mobiltelefon beim Bezahlen einfach in die Nähe des Terminals hält und der Betrag abgebucht wird. Voraussetzung für die Nutzung der NFCTechnologie sind natürlich einerseits Mobiltelefone, die über einen NFC-Chip verfügen, und andererseits entsprechende Terminals im Handel.
Google Wallet ist einer der Anbieter, die versuchen, Mobile Payment in der westlichen Welt durchzusetzen. Einmal die Kreditkarte registriert, soll man mit dem Mobiltelefon bezahlen können. Die Benutzung ist zurzeit jedoch Android-Telefonen vorbehalten, auch bei den Kreditkarten gibt es Einschränkungen. Wenn das Mobiltelefon NFC-fähig ist, kann die App installiert werden. Auch viele der gängigen Kreditkarten werden unterstützt. Das Problem ist jedoch, dass es sich um ein Unternehmen handelt, welches man so bisher nicht kannte, und gerade bei finanziellen Angelegenheiten sind Sicherheit und Transparenz für die Benutzer sehr wichtig. Besonders gespannt darf man im Sommer 2012 auf die Olympischen Spiele in London sein. Visa und Samsung nutzen den Gross- Event als Testfläche für die NFC-Technologie. Rund 60 000 Orte in London wurden mit NFC-fähigen Terminals ausgestattet, damit Besucher und Sportler bargeldlos bezahlen können. Es wird sich zeigen, ob «payWave» – der Bezahldienst von Visa – sich durchsetzen und so Mobile Payment in Europa zum Durchbruch verhelfen wird. Zudem wird gemunkelt, dass auch Apple den Einstieg ins NFC-Business in Betracht zieht. Zurzeit sind iPhones noch nicht mit dem Chip ausgestattet. Apple hätte mit iTunes bereits viel Erfahrung im Bezahlbereich. Eine Kombination von Mobilgerät und passender App könnte Mobile Payment natürlich schnell vorantreiben.
Starbucks wollte nicht mehr warten, bis sich ein NFC-Dienst durchsetzt, und hat daher eine eigene App entwickelt, mit welcher Kunden das Mobiltelefon vor einen 2D-Scanner halten können und der Betrag dann abgebucht wird. Die Bezahlung kann nicht nur schneller abgewickelt werden, es fördert auch die Kundenbindung, und mit e-Coupons und Rabatten bietet es für den Kunden weitere Vorteile. Bereits nach neun Monaten konnten sie über drei Millionen Zahlungen verzeichnen. Ebenfalls einer anderen Technik bedient sich Square Card Case. Nebst dem Kreditkartenleser für den Handel können sich Kunden nun auch die «Card Case»-App installieren. Befindet sich der Kunde im Lokal, kann er via App eine eigene Rechnung auf seinen Namen eröffnen. Beim Bezahlen muss er lediglich seinen Namen sagen, und der Betrag wird von seinem Konto abgebucht. Dieses Zusammenspiel basiert simpel auf GPS. Hier könnte, wenn der Empfang schlecht ist, jedoch auch das grösste Problem lauern.
Wann sich Mobile Payment durchsetzen wird, ist unklar, dass es früher oder später geschehen wird, jedoch unbestritten. Experten vermuten 2015 bereits Umsätze im Bereich von 670 Milliarden USD. Bargeld wird kaum verschwinden, gerade hier bei uns, wo man sich sowieso bei Kleinbeträgen schwer tut, etwas anderes als Münzen und Noten zu akzeptieren.
Das erste vollbemalte Tram der VBZ ist unterwegs
Seit Donnerstag verkehrt das erste komplett von einem Kunden gestaltete Tram auf dem Netz der VBZ. Weitere Tramvollbemalungen folgen in den nächsten Wochen und Monaten.
Die Einführung der Tramvollbemalung durch die VBZ ist im Werbemarkt auf grosses Interesse gestossen. So fährt seit Donnerstag das erste Cobra-Tram mit einer Ganzgestaltung durch Zürich. Die auf Online Banking spezialisierte Swissquote Bank setzt als erster Kunde auf diese auffällige Werbeform.Weitere Kunden aus verschiedenen Branchen folgen in der nächsten Zeit. Bis Mitte Jahr werden alle fünf vom Stadtrat bewilligten Trams unterwegs sein.
Die kommerzielle Ganzgestaltung wurde möglich, nachdem der Stadtrat der Stadt Zürich im Juni letzten Jahres einer dreijährigen Testphase zugestimmt hatte. Sie ist auf maximal fünf Cobra-Trams gleichzeitig beschränkt. Während der Probezeit werden das Angebot im Markt und die Akzeptanz bei den Fahrgästen geprüft. Danach wird über die definitive Aufnahme ins Produktportfolio der VBZ Traffic Media entschieden.
Die VBZ Traffic Media vermarktet über 14‘000 Werbeflächen auf 574 Fahrzeugen der VBZ. Mit der Werbung in und auf Trams und Bussen werden täglich über 810‘000 Einsteiger in der Stadt Zürich erreicht.
Zu guter Letzt: Vom Studentenprojekt zum Börsengang
Facebook beantragt einen 5 Milliarden Dollar schweren Börsengang. Was zuvor ein kleines Studentenprojekt war, hat heute unzählige Nutzer angelockt - wenn auch nicht ohne Probleme.
Vor rund acht Jahren, im Februar 2004, startete Mark Zuckerberg zusammen mit seinen Kommilitonen den Brüdern Winklevoss Facebook in Harvard. Das Jahrgangs-Buch für die Studenten der Harvard University erweiterte seinen Dienst schon bald auf die Universitäten Stanford, Columbia und Yale. Beinahe ein Jahr später hat Facebook eine Million Nutzer, wieder ein Jahr später sogar 5.5 Millionen.
Aufgrund der hohen Nachfrage soll Facebook im Jahre 2006 nicht nur Schulen und Unis zur Verfügung stehen und öffnet sich für alle: 12 Millionen Nutzer. Ein Jahr darauf sind es 50 Millionen Nutzer. Ein kleiner Rückstoss: Zuckerberg wird von den Brüdern Winklevoss verklagt, da er ihnen die Idee gestohlen haben soll, er muss ihnen eine Abfindung bezahlen.
Im März 2008 gibt es Facebook auch in Deutscher Sprache, mittlerweile generierte die Social-Media-Community 100 Millionen Nutzer. Die Zahl der Facebooker steigt immer weiter an. Bis zum Dezember 2012 sind es 845 Millionen aktive Nutzer – trotz Diskussionen um Datenschutz.
Mark Zuckerberg hat es in kürzester Zeit vom einfachen Studenten zum millionenschweren Unternehmer geschafft. Das Märchen vom Tellerwäscher zum Millionär ist also doch nicht so weit hergeholt. Diese Hoffnung lässt uns in dieser kalten Zeit doch ein wenig warm ums Herz werden.
Brisante Tragtaschen
Neuer Claim für eine neue Positionierung: Vizner Borel ist eine amüsante Provokation mit einer sackstarken Kampagne für Denner gelungen.
Werbung, die nicht nur beiläufig wahrgenommen wird, sondern in den Medien und beim Publikum engagierte Diskussionen auslöst, können Kreative als Volltreffer für sich werten. Über solche Reaktionen darf sich Vizner Borel mit ihrer Kampagne für Denner freuen. In einer flächendeckenden Offensive mit Inseraten und Plakaten in der ganzen Schweiz wird Denner neu positioniert unter dem neuen Claim: «Einer für alle». Die Bildsprache ist einfach – und damit unverwechselbar einprägsam. Alle Sujets sind im «Tragtaschen-Look» gestaltet und schaffen damit eine sofort erkennbare Verbindung zu den ebenfalls neu aufgelegten Papiertaschen im Laden. Eine knallrote Fläche mit einem weissen Henkel, der bei 1500 Plakatstellen sogar in 3‑D aufgesetzt wurde, dient als Projektionsfläche für über 40 verschiedene Headlines. Einige davon argumentieren mit ziemlich kecken Anspielungen gegen die Konkurrenz. «Spar mehr» oder zum Beispiel «Ein Lidl mehr sparen». Als Topper sind ein paar dieser Plakate mittels Fotomontagen direkt vor den Filia- len der Konkurrenz «aufgestellt» worden. Diese augenzwinkernden Seitenhiebe wurden in grossen Anzeigen in der Sonntagspresse geschaltet.
Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. «Denner bewegt sich im Graubereich», monierte 20 Minuten. «Wer klagt zuerst?», fragte ein Artikel auf Blick.ch. Aber: «Es geht uns nicht darum, jemanden anzugreifen, sondern unsere Stärken in den Vordergrund zu stellen. Dies mit einem Augenzwinkern, etwas frecher als üblich. Denner darf das», meint die Werbeleiterin Huanita Wenger. Die Strategie ist tatsächlich nicht komplett neu. Auch der TV-Spot, bei welchem der Chauffeur eines Migros- Lastwagens einem Kollegen im Coop-Lastwagen zuwinkt, als dieser gerade «unauffällig» zwei volle Einkaufstaschen von Denner in seinem Coop-Lastwagen verstauen will, stammt aus der Kreation von Lajos Vizner und Guillaume Borel. Inzwischen hat Lidl den Ball zurückgespielt. Das Plakat «Ein Lidl mehr sparen» wurde mit «Im Lidl …» übertextet und als Inserat vor einer Lidl-Filiale abgebildet.
Begleitet werden die Print-Provokationen von 13 verschiedenen Denner-Spots aus der Produktion von Manifesto. In nur 10-sekündigen Statements «outen» sich die verschiedensten Charaktere von der WG-Studentin über die Yoga-Lehrerin bis zum Millionär oder Feuerwehrmann als Denner-Kunden. Und auch bei den Einschaltungen geht Denner ungewohnte Wege: In einem Werbeblock werden jeweils drei Kurzspots in geballter Ladung eingesetzt.
Andreas Panzeri

Zur Sache: Gratulation
Schon zum 35. Mal verleiht die Werbewoche die Auszeichnung «Werber des Jahres». Neben dem Wahlgremium, bestehend aus den ehemaligen Werbern und Werberinnen des Jahres sowie den jeweiligen Finalisten, konnten auch die Leserinnen und Leser der Werbewoche Kandidaten mit einer «Wildcard» ins Rennen schicken. Sechs Persönlichkeiten der Schweizer Werbeszene wurden nominiert.
Der Werber des Jahres 2012 heisst Urs Schneider. Er ist Inhaber der Mediaagentur Mediaschneider. Urs Schneider konnte im Zürcher Lake Side die vom Schweizer Künstler Max Grüter gestaltete Trophäe namens Egon entgegennehmen. Es war ein klarer Sieg: 31 Prozent aller Stimmen entfielen auf Urs Schneider.
Vor zehn Jahren gründete der eidg. dipl. Werbeleiter seine eigene Mediaagentur. Neben Lehrtätigkeiten an verschiedenen Instituten (u.a. HSLU, SAWI) ist Schneider Präsident der Prüfungskommission des Verbands Schweizer Werbung (SW) sowie Vorstandsmitglied bei SW und BSW leading swiss agencies. Er gilt in Fachkreisen und bei seinen Studenten als «Statistik-Papst», der die Fähigkeit hat, aus dieser eher trockenen Materie kurzweilige und lehrreiche Stunden des Entdeckens zu bilden.
Auf Platz 2 liegen mit je 17 Prozent der Stimmen David Schärer von Rod Kommunikation und Roman Hirsbrunner von Maxomedia. 2007 gründete David Schärer zusammen mit Regula Fecker, der Werberin des Jahres 2010, und Oliver Fennel die Rod Kommunikation. Roman Hirsbrunner gründete 1996 als 23-jähriger Student mit Bernhard Herzig die Maxomedia. Heute ist er CEO der Agentur und führt rund 50 Mitarbeitende in Bern und Zürich.
Mit 14 Prozent der Stimmen belegt Geri Aebi, der CEO der Wirz-Gruppe, den dritten Rang. Nach zwölf Jahren bei der GGK Wien ist Geri Aebi seit 2002 bei Wirz.
Zum 12. Mal verleiht eine breite Jury die Auszeichnung «Kampagne des Jahres». Zur Auswahl standen 18 Werbespots. Neben der Leserschaft der Werbewoche konnten sich wiederum auch die Zuschauer von Star TV an der Wahl beteiligen. Das Verdikt der Jury war eindeutig: Der Spot von upc Cablecom von Viznerborel, in dem Carlos Leal zeigt, wie schnell Surfen sein kann, war der klare Publikumsliebling: Mit 34 Prozent aller Stimmen liegt er auf Platz 1. Auf Platz 2 mit 12 Prozent der Stimmen liegt die Kampagne für Orange der Werbeagentur Publicis. Mit 11 Prozent schaffte es die Sendervielfalt-Kampagne von Swisscom der Werbeagentur Contexta auf den dritten Platz. An vierter Stelle mit 10 Prozent der Stimmen liegt der Spot «Zwei Bergler entdecken die Stadt» für Schweiz Tourismus der Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
Etats der Woche
Mediacom, Weber Harbeke Partners, Werbeanstalt, The House Agency
Orange vergibt Schweizer Mediaetat an Mediacom
Mediacom hat sich in der Ausschreibung um den Mediaetat von Orange durchgesetzt. Die Mediaagentur ist seit Januar 2012 für die strategische Mediaplanung und den Mediaeinkauf des Telekommunikationsunternehmens in der Schweiz verantwortlich.
Weber Harbeke Partners mit drei neuen Budgets
Neu im Portfolio von Weber Harbeke Partners: ein Corporate-Design-Projekt für die Goldbach Group, eine Produkt-Lancierung für die Kellermann-Gruppe sowie der Launch der Marke Aia Loffler.
Werbeanstalt für Sandoz Österreich und Spanien
Sandoz Österreich und Sandoz Spanien verlassen sich neuerdings auf die Werbeanstalt Schweiz. Grund dafür ist die gute Zusammenarbeit mit dem bereits existierenden Kunden Sandoz Schweiz.
The House Agency für BSH Hausgeräte
Die BSH (Bosch- und Siemens-Hausgeräte) ist der grösste Hausgerätehersteller in Europa. BSH (Schweiz) hat sich nach einer Agenturevaluation für The House Agency entschieden. Ein erstes POS-Projekt für Bosch-Geschirrspüler wurde bereits realisiert.
Serviceplan und Mediaschneider ab sofort wechselseitig beteiligt
Mit der Beteiligung von Mediaplus an der Mediaagentur Mediaschneider baut Serviceplan sein Geschäft in der Schweiz weiter aus. Gemeinsam mit Plan.Net Suisse kann Deutschlands inhabergeführte Agentur in der Schweiz somit ab sofort alle Medien bedienen.
Die Serviceplan Gruppe erweitert ihr Geschäft in der Schweiz: Mediaplus, die Schwesterfirma in der Serviceplan Gruppe mit dem Schwerpunkt Media, hat eine Minderheitsbeteiligung an der inhabergeführten Mediaagentur der Schweiz, Mediaschneider, erworben. Diese beteiligt sich im Gegenzug an Plan.Net Suisse, der Schweizer Niederlassung der Plan.Net Gruppe, die innerhalb der Serviceplan Gruppe auf digitale Kommunikation spezialisiert ist. Ihren Hauptsitz hat Mediaschneider in Zürich, weitere Niederlassungen gibt es in Basel und Bern. «Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden. Mit der Zusammenarbeit stärken wir unsere Kompetenz und Innovationskraft für die Zukunft zum Vorteil unserer Kunden», so Inhaber Urs Schneider.
Wie schon in Österreich, so deckt die Serviceplan Gruppe mit diesem neuen Engagement nun alle Medien in der Schweiz ab. «Ziel ist, wie in Österreich auch in der Schweiz ein Haus der Kommunikation aufzubauen», erklärt Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe.
Neue Onlinezeitung in der Westschweiz lanciert
In der Romandie ist am Mittwoch eine neue Onlinezeitung lanciert worden. Sie trägt den Namen Lesobservateurs.ch und positioniert sich gemäss einem Bericht des Westschweizer Fernsehens politisch rechts.
Hinter der Onlinezeitung stehen neben dem Genfer Soziologen Uli Windisch die Journalisten Philippe Barraud, Ressortleiter beim Westschweizer Wochenmagazin L'Hebdo, und Olivier Grivat, ehemaliger Chefredaktor der Zeitung 24Heures. Windisch sagte, der Onlinezeitung stünden in den nächsten zwei Jahren 450'000 Franken zur Verfügung. Unter den Aktionären von LesObservateurs.ch befindet sich der Tessiner Financier Tito Tettamanti, der seit Dezember erneut als Hauptaktionär der Basler Zeitung waltet.
Basler Spatz-Zeitung in neuer Aufmachung
Die in Basel und der Grossregion Nordwestschweiz monatlich erscheinende Gratiszeitung Spatz-Zeitung ist das erste Mal in neuer Aufmachung auf den Markt gekommen.
Das Blatt erscheint in einer Auflage von über 250 000 Exemplaren und wird in sämtliche Haushalte verteilt. «Wir wollen den vor 28 Jahren gegründeten Spatz zügig zu einem modernen Monatsmagazin in Tabloid-Format weiter entwickeln», sagt Dominique Hiltbrunner, Verwaltungsratpräsident der herausgebenden Publitex.
Einen ersten Eindruck, wohin die Reise gehen soll, zeigt die soeben erschienene erste Ausgabe in neuem Konzept. Das Layout besticht durch Grosszügigkeit und Modernität; die Beiträge stammen aus der Feder von prominenten Journalistinnen und Journalisten. Die Titelgeschichte etwa verfasste die preisgekrönte Zürcher Autorin Daniele Muscionico. Titel des Artikels: «Immer Somm-Tag – BaZ-Chef Markus Somm: Ein Psychogramm» Ab nächster Nummer wird sich zudem der Zürcher Medienkolumnist Kurt W. Zimmermann mit der ihm eigenen spitzen Feder einmal im Monat die Medienstadt Basel vorknöpfen.
