Schweiz Tourismus: Neuer Marktleiter Nordische Länder

Um die Präsenz in den Nordischen Ländern auszubauen, hat Schweiz Tourismus (ST) die Stelle des Marktleiters für diese Märktegruppe geschaffen und dazu Adrien Genier ernannt.

Die Gäste aus den Nordischen Ländern (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden) weisen eine hohe Affinität für zentrale Stärken der touristischen Schweiz auf – beispielsweise Schneesport, Outdoor und Meetings – und zeichnen sich durch eine im europäischen Vergleich hohe Kaufkraft und geringere Preissensitivität aus. Darum hat ST beschlossen, die Bearbeitung dieser Märkte zu intensivieren und ihre Präsenz auszubauen.

Um diese Chancen in den Nordischen Ländern zu packen, will ST die Ansprache vor Ort noch fokussierter auf die aussichtsreichsten Zielgruppen ausrichten. Und schafft dafür die Position des Marktleiters, der in Stockholm das bisherige Team leiten und das Marketing für die gesamte Region verantworten wird.

Als Marktleiter konnte ST Adrien Genier gewinnen: Er ist seit April 2012 für ST in São Paulo als Marktleiter Brasilien im Einsatz und wurde 2015 von Panrotas, der führenden Tourismus-Fachzeitschrift Brasiliens, zu den 25 innovativsten Tourismus-Unternehmern des Landes gewählt. Der 38-Jährige kennt das touristische Produkt Schweiz wie seine Westentasche: Der studierte Betriebswirt mit MBA im Tourismusmanagement war 2004 wissenschaftlicher Assistent bei der Hotelfachschule Lausanne, um anschliessend Direktor von Estavayer-le-Lac / Payerne Tourisme zu werden. Nebenamtlich war Genier unter anderem Vorstandsmitglied des Tourismusverbands Genferseegebiet.

Genier tritt am 1. September 2016 in Stockholm seine neue Stelle an. Die Stelle des Marktleiters Brasilien wird zum einem späteren Zeitpunkt besetzt.

NZZ: Christoph Fisch wird Ressortleiter Produktion

Die Produktionsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung wird zu einem eigenen Ressort. Die Leitung des neuen Ressorts übernimmt Christoph Fisch, bisher Tagesleiter der Zeitung.

Christoph Fisch wird per 1. Mai 2016 Leiter des Ressorts Produktion. Er übernimmt damit die Leitung der Produktionsredaktion von Colette Gradwohl, stellvertretende Chefredaktorin und Leiterin Wochenend-Bund der Neuen Zürcher Zeitung. Die Aufwertung der Produktionsredaktion zu einem eigenen Ressort spiegelt die Bedeutung der Abschlussredaktion für die Zeitung.

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Christoph Fisch arbeitet seit zwanzig Jahren für die Neue Zürcher Zeitung. Zuerst war er Dienstredaktor im Ressort Zürich, anschliessend während vielen Jahren Sportredaktor. Hervorzuheben aus dieser Zeit sind seine Berichte zum Radsport, zum Doping sowie zur gesellschaftspolitischen Bedeutung des Sports, vor allem in den USA. Ab Oktober 2014 war er Mitglied des Projektteams für den im vergangenen August erfolgten Relaunch der NZZ sowie zuständig für weitere Projektaufgaben im Bereich Print und E-Paper. Seit 2015 ist Christoph Fisch Tagesleiter. Diese Tätigkeit wird er fortführen, ebenso wirkt er weiterhin mit an Planung, Gestaltung und Redaktion des jeweils am Freitag erscheinenden Wochenend-Bundes.

Fisch wurde 1961 in Zürich geboren. Er hat nach einem Austauschjahr in San Francisco in Zürich Germanistik, Romanistik und Publizistik studiert. Anschliessend arbeitete er als Journalist beim Tages-Anzeiger und als freier Ausland-Korrespondent in Kanada, ehe er 1996 zur Neuen Zürcher Zeitung stiess. Fisch ist Vater von drei erwachsenen Söhnen.
 

Anibis.ch schluckt Gratis-Inserate.ch

Die Kleinanzeigenplattform Gratis-Inserate.ch ist vollumfänglich in den Online-Marktplatz Anibis.ch integriert worden. Alle Kundenkonten und Angebote wurden in der Nacht vom 20. April transferiert. Gratis-Inserate.ch wird nicht mehr weiter betrieben.

Nach der Übernahme per Anfang Jahr hat Scout24 Schweiz die Online-Plattform Gratis-Inserate.ch kürzlich in das Kleinanzeigenportal Anibis.ch integriert. Das Angebot auf Anibis.ch ist damit um rund 60‘000 Inserate gewachsen – über 1 Million Anzeigen sind aktuell auf Anibis.ch publiziert. «Die Integration in so kurzer Zeit war eine grosse technische Herausforderung. Ich freue mich sehr, dass alles reibungslos geklappt hat und wir die Nutzer von Gratis-Inserate.ch bei uns begrüssen dürfen», freut sich Patrik Hagi, Director Anibis.ch. Die Nutzer sollen nebst der grossen Auswahl an Verkaufsangeboten auch von der stark gesteigerten Reichweite ihrer Inserate profitieren.

Insgesamt verzeichnete anibis.ch im vergangenen Monat rund 9,3 Millionen Visits. Über die Hälfte davon waren Zugriffe von Smartphones oder Tablets. Seit kurzem können Angebote auch via diese mobilen Endgeräte – direkt via iOS- und Android-App – auf Anibis.ch inseriert werden.

Seit wenigen Tagen ist Anibis.ch zudem mit einer neuen Kampagne am Start. Mit den kurzen und prägnanten Slogans «Chaufs eifach» und «Verchaufs eifach» wird in TV-Spots die Vielfalt des führenden Schweizer Kleinanzeigenportals beworben. Die Clips zeigen Herr und Frau Schweizer in verschiedenen Alltags-Situationen. Im Fokus steht dabei, wie unkompliziert es ist, auf Anibis.ch zu kaufen oder zu verkaufen. Online-Werbemittel begleiten die Offline-Massnahmen.

Anibis.ch wurde 2004 in Lausanne gegründet und 2009 von Ringier Digital übernommen. Seit 2014 ist Anibis.ch eine Marke des Unternehmens Scout24 Schweiz, welches zu 56 Prozent Ringier Digital und zu 44 Prozent dem internationalen Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) gehört. (pd/hae)

 

Zu guter Letzt: Sinnlich, sinnlicher, Bergedorfer Bier

Mit Liebe gebraut, mit viel Liebe herangewachsen: Jung von Matt/Alster feiert den Bierbauch.

«Die Wiederentdeckung alter Brautradition: Dunkelgold in der Farbe, vollmundig, markant und mit mildem Malzcharakter: so verrät Bergedorfer Bier urkräftig seine Abstammung», liest man auf Bergedorferbier.de. Klingt nach einem intensiven Geschmackserlebnis. Und mit der Kampagne, die uns Jung von Matt hier vorlegt, steht dem Trinkgenuss erst recht nichts mehr im Weg. Ausser vielleicht die räumliche Distanz: «Erhältlich in der Region Bergedorf im gutsortierten Fachhandel im Sechserpack». Kein Katzensprung, aber trotzdem… (hae)

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BSSM macht Werbung für Reklame

Für die neue Sonderausstellung im Spielzeug Welten Museum Basel mit dem Thema Email- und Blechschilder hat BSSM die Werbekampagne entwickelt.

Ganz im Sinn der historischen Vorlage ist ein plakatives Keyvisual entstanden, das in Printanzeigen, Plakaten, E-Panels, Onlinebannern wie auch auf Social Media-Kanälen eingesetzt wird.

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Die Sonderausstellung im Spielzeug Welten Museum Basel zeigt rund 150 Email- und Blechschilder aus der Zeit von 1890 bis 1970. Darunter die «Weisse Dame» von Persil aus den 1920er Jahren und «PEZ Peppermint» von 1952, die mit drei weiteren Klassikern aus der Reklamezeit das Keyvisual zur Sonderausstellung prägen. Die Kampagne ist national und international aufgebaut und bereits im Einsatz. Die Sonderausstellung läuft vom 16. April bis 9. Oktober 2016.

Verantwortlich beim Spielzeug Welten Museum Basel: Laura Sinanovitch (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei der BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD); Luca Stancheris (Junior AD); Joëlle Käser (Grafik); Daniela Geiser (Desktop); Arlette Jaberg (Beratung); Imke Fichtner (Produktion); Nicole Lehner (Mediaplanung); Barbara Strebel (Medienarbeit); Sturm AG (Bildbearbeitung); Marcel Meier (Audiovisual Productions).

Gemi März 2016: Internet steigt weiter an

Der Werbedruck im Internet nimmt stark zu. Auch das Medium TV wächst. Die elektronischen Medien verzeichnen darum einen Zuwachs. Dies zeigen die Zahlen des Goldbach Index (Gemi) zum Werbedruck im März 2016.

Internet legt im letzten Monat im Gemi zehn Punkte zu und befindet sich neu auf einem Höchststand von 946 Punkten. Auch der Werbedruck im TV-Bereich nimmt um 7 Punkte zu. Radio verliert gegenüber dem Vormonat 2 Punkte, verhält sich aber im Vergleich zu den letzten Jahren immer noch im Durchschnitt.

Der Gesamtmarkt aller Medien bleibt weiterhin auf 240 Punkte. Die Sparte elektronische Medien gewinnt 5 Punkte für sich und beansprucht neu 683 Punkte.

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SRG verbessert Angebot für DAB+ und stellt DAB ein

Die SRG erweitert ihr Angebot für Digitalradio DAB+. Ab 15. November 2016 ist ein weiterer Teil ihrer DAB+ Programme in der ganzen Schweiz zu empfangen. Damit dieser Ausbau möglich ist, beendet die SRG den Betrieb von DAB.

Zehn Jahre nach Einführung der digitalen Empfangstechnologie DAB+ bereitet die SRG die digitale Radiozukunft weiter vor. Sie optimiert Mitte November ihr Angebot für Digitalradio DAB+ und beendet den Betrieb der älteren Empfangstechnologie DAB. Die Umstellung erfolgt im Hinblick auf die UKW-Abschaltung: Läuft es wie geplant, werden alle Schweizer Radiosender ab 2020 schrittweise von UKW auf DAB+ umstellen.

Mehr und besserer Empfang von DAB+

Aktuell sind in der Schweiz 91 Programme von SRG- und Privatradios über DAB+ verfügbar, je nach Sprachregion unterschiedlich viele. Und die Radiohörerinnen und -hörer können schon heute alle SRG-Programme ihrer jeweiligen Spracheregion in DAB+ empfangen, nicht aber all jene der anderen Sprachregionen. Hier verbessert die SRG ihr Angebot: Ab 15. November 2016 sendet sie auch die Programme Radio SRF 3, Couleur 3 und Rete Tre in der ganzen Schweiz über DAB+. So sind ab Mitte November insgesamt sieben SRG-Radioprogramme landesweit via DAB+ verfügbar. Zudem wird das Sendegebiet der SRF-Regionaljournale ausgedehnt.

Beendigung des Parallelbetriebs von DAB und DAB+

Seit Herbst 2012 verbreitet die SRG neun digitale Radioprogramme sowohl via DAB als auch via DAB+. Diesen Parallelbetrieb wird die SRG ab 15. November 2016 aufheben und die dadurch frei werdenden technischen Ressourcen für den oben erwähnten Ausbau nutzen. Nachrüsten älterer Geräte von DAB auf DAB+ Schätzungen zufolge sind in der Schweiz noch ein bis zwei Prozent der Radiogeräte mit der älteren Empfangstechnologie DAB in Betrieb. Besitzerinnen und Besitzern solcher Radios wird empfohlen, sich frühzeitig vom Fachhandel beraten zu lassen – einzelne DAB-Modelle lassen sich auf DAB+ nachrüsten. Keine Probleme gibt es mit dem vorläufig noch vorhandenen UKW-Empfang: Weil die DAB-Radios auch UKW-Empfangsgeräte sind, können sie für den analogen Empfang weiterhin genutzt werden.

Wirz Gruppe: Geri Aebi wechselt in den VR

Geri Aebi, CEO der Wirz Gruppe, gibt sein Amt ab und wechselt in den Verwaltungsrat. Mit Petra Dreyfuss, Livio Dainese und Jörg Bewersdorff stellt Wirz zudem drei neue Mitinhaber vor.

Geri Aebi, der über acht Jahre lang den Vorsitz der Wirz Gruppenleitung inne hatte und sie seit 2010 als CEO erfolgreich geführt hat, gibt mit der Generalversammlung per Ende April 2016 sein Amt als CEO Gruppe ab. Er wird neu Vizepräsident des Verwaltungsrates der Wirz Partner Holding und übernimmt die Leitung von Wirz Services von Michael Waeber, der als CFO die Wirz Gruppe verlassen hat.

Gleichzeitig konnte die grösste inhabergeführte Kommunikations-Gruppe der Schweiz die Runde ihrer Mehrheitseigentümer um drei Personen erweitern und damit die langfristige Unabhängigkeit der Wirz Gruppe zusätzlich absichern. Neben Geri Aebi und den bestehenden Thomas Städeli (CEO Wirz Werbung) und Urs Binggeli (CEO Wirz Corporate) haben als neue Mitinhaber jetzt entsprechende Kapitalanteile übernommen:
 Petra Dreyfus, seit über zehn Jahren bei Wirz Werbung und seit 2010 Managing Director, Livio Dainese, seit Anfang 2014 Executive Creative Director und seit März neu CCO und damit Co-Leiter von Wirz Werbung, und 
Jörg Bewersdorff, seit 2013 bei Wirz Wietlisbach Dialog und seit Anfang Jahr neuer CEO.

Die nunmehr sechs Mitinhaber verfügen zusammen über die Kapitalmehrheit an der 140-köpfigen Wirz Gruppe, die sich seit dem MBO im Jahr 2005 zu 100 Prozent im Besitz des Schweizer Managements sowie des Verwaltungsrates befindet.

Dazu Geri Aebi: «Mit diesem Schritt stellen wir sicher, dass sich die seit vielen Jahren erfolgreiche, inhabergeführte Wirz Gruppe weiterhin positiv entwickeln wird – geführt von starken Persönlichkeiten, die sowohl operativ für ihre Kunden tätig sind als auch unternehmerisch für die ganze Gruppe verantwortlich.»
 

«Ich bin wohl der einzige Verbliebene ohne Handy»

Jürg Schaffhuser, Creative Director der Luzerner Agentur Velvet, spricht in unserer Serie «13 Fragen» unter anderem über Schauspielerei bei der Agenturpräsentation und ein Mittagessen bei Giorgio Moroder.

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1. Sie könnten Ihr Smartphone einen Tag lang mit dem einer anderen Person tauschen. ­Würden Sie? Und falls ja, mit wem?
Sorry. Neben Johnny Depp, Paul Smith und Karl Lagerfeld bin ich wohl der einzige Verbliebene, welcher kein Handy besitzt.

2. Wo und wie haben Sie in Ihrem Leben schon einmal geblufft?
In der Anfangszeit der Agentur konnten wir Stimorol Schweiz zu einer Agenturpräsentation einladen. Kurzerhand haben wir das Team auf sechs Mitarbeiter verdoppelt. Leider hat die vermeintliche Sekretärin nicht gewusst, wo sich die Kaffeemaschine befindet, was den Kunden etwas irritierte. Das Theater flog auf, die Marketingleiterin war aber sichtlich angetan von unserer Schauspielerei und beauftragte uns als Lead-Agentur für die Schweiz.

3. Was war der amüsanteste Lunch-Partner?
Das Mittagessen mit Gianna Nannini und Edoardo Bennato anlässlich der Präsentation eines Plattencovers. Die Location: die Mailänder Privatwohnung von Giorgio Moroder. Schrill, schräg, emotional. Mitten auf dem Tisch beobachtete argwöhnisch eine Schildkröte aus Muranoglas das Geschehen.

4. Wofür würden Sie gratis arbeiten?
Passiert mir ständig.

5. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, als Sie dachten: Wow. Das ist super. Und es ist von mir!
1989 kreierte ich als Art Director bei Publicis die internationale Swatch-Kampagne. Diese wird vom Spanischen Filmemacher Pedro Almodóvar im Film «Carne Trémula» zitiert.

6. Wofür würden Sie unter keinen Umständen werben?
Für die SVP.

7. Was halten sie von Owned Media?
Finde ich grossartig.

8. Stimmt für Sie die kolportierte Meinung, dass man in Agenturen nicht alt werden kann, oder ist das ein Vorurteil?
Ich bin 56. Höchste Zeit, meine Mitarbeiter danach zu fragen.

9. Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Aufs Wandern. Am liebsten kreuz und quer durch Europa.

10. Nennen Sie uns eine Kampagne, die Ihnen in letzter Zeit positiv aufgefallen ist – aber nicht von Ihnen stammt.
Die Kampagne von Ruf Lanz für das Haus Konstruktiv.

11. Können Sie uns ein kleines Geheimnis verraten?
Was ist Owned Media?

12. Was wollen Sie unbedingt erreichen?
Den Flug nach Berlin an die Preisverleihung der Berlinale.

13. Wo sehen Sie aktuell die grösste Herausforderung für die Werbebranche?
Humor und Leidenschaft bei der Arbeit nicht verlieren. Ganz nach unserem Slogan: Business as pleasure.

Jürg Schaffhuser ist CD bei Velvet Creative Office. Die 1995 in Luzern von ihm mitbegründete Agentur betreut nationale und internationale Etats. Darunter zahlreiche Kulturinstitutionen. Neben dem Schauspielhaus Hamburg und dem Deutschen Theater Berlin sorgt der aktuelle Auftritt für die Berlinale für viel Aufsehen.

Die «13 Fragen» erscheinen sowohl Online wie auch in der Printausgabe der Werbewoche.

Umsetzung 13 Fragen: Thomas Häusermann

Zweites Digital Economic Forum
Technologischer Wandel schreitet exponentiell fort

Die Welt befindet sich mitten in einem exponentiellen technologischen Wandel. Referenten sowie das Publikum waren sich am zweiten Digital Economic Forum (DEF) einig, dass sich Wirtschaft und Gesellschaft in einem veritablen digitalen Sturm befinden.

Das DEF, das dieses Jahr am Mittwoch im Park Hyatt in Zürich mit über 200 Interessierten über die Bühne ging, versteht sich als massgebliches Update für Innovationen und Konsequenzen der Digitalisierung.

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Die 4. industrielle Revolution, die digitale Transformation, disruptive Economy und die positiven wie negativen Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsplätze und Gesellschaft standen im Mittelpunkt des zweitägigen Meetings mit einflussreichen internationalen Thought-Leaders sowie Unternehmern, Start-ups, CEOs, Forschern und Beratern aus der digitalen und analogen Welt. Für Futurist Gerd Leonhard befinden wir uns in einem exponentiellen technologischen Wandel, Daten sind das neue Öl und Science Fiction wird zu Science Fact. In fünf Jahren ist es soweit, dass ein Computer die Kapazität des menschlichen Hirns hat, prophezeite Leonhard. Und die Welt werde sich in den nächsten 20 Jahren mehr ändern als in den letzten 300 Jahren.

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Erik Qualman (Foto: ZVG)

Heute wird alles automatisch bewertet, Ratings gibt es inzwischen überall und «privacy is dead», erklärte der amerikanische Erfolgsautor Erik Qualman am Medienroundtable. Damit erhalten Unternehmen und Privatpersonen automatisch einen digitalen Footprint oder einen digitalen Stempel. Alle Daten werden erfasst und beurteilt, vom wirtschaftlichen und persönlichen Verhalten bis zu Gesundheitszustand und wirtschaftlicher Performance. Die Kombination von Offline und Online hält Qualman für eminent und von grosser Bedeutung sei es, den digitalen Stempel aktiv selbst zu beeinflussen und nicht von aussen bestimmen zu lassen. Dabei müsse man sich auf das Wichtige und Einfache konzentrieren. Auch Break / Through CEO Reto Schnyder machte deutlich, dass indirekte Auswirkungen der Digitalisierung grösser sind, als die direkten, z.B. bei der autonomen Mobilität auf den Immobilien- und Arbeitsmarkt. Für den deutschen Krimiautor Veit Etzold wird in der digitalen Welt mit immer mehr Information und immer kürzeren Aufmerksamkeitsspannen trotzdem gehört, verstanden und gekauft, wer mit einer guten Story auftrumpft.

Big Data und Consumer 2.0

Kommunikationsspezialist Julius Van de Laar erläuterte seine Strategie zur erfolgreichen Wahlkampagne 2012 von US-Präsident Barack Obama, die auf Big Data und Tools für ein integriertes Kampagnenmanagement basierte. «Egal was Sie tun, Sie müssen unbedingt authentisch bleiben, auch auf Social Media», schloss Van de Laar seine Präsentation. Science Fiction ist heute Realität, erklärte auch die Beraterin für Digital Disruption und Transformation, Kamales Lardi. Sie stellte den «disruptive Consumer 2.0» und essentielle technologische Trends vor. Der Konsument habe sich mit den technischen Innovationen deutlich gewandelt. Die Frage ist nun, wie weit haben sich auch die Produzenten, die Unternehmen gewandelt. Industrien würden in einen digitalen Sturm reingezogen und Unternehmen und Start-ups, die diesem Sturm trotzten, handelten konsumentenorientiert und hätten einen grossen Impact auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Hirnforscher Pascal Kaufmann glaubte zwar nicht, dass in naher Zukunft selbständige künstliche Intelligenz realisiert werden kann. Er propagierte aber sogenannte Corporate Cyborgs (Vermischung von Mensch und Maschine) die über Forschung an künstlicher Intelligenz in der Schweiz entwickelt werden könnten. Der Motor der digitalen Revolution sei nun mal das menschliche Hirn, erklärte Kaufmann.

Bewältigung der digitalen Zukunft

Andreas Krebs, Chairman MERZ Pharmaceuticals, wies darauf hin, dass im Moment kein CEO der grossen Pharmakonzerne überzeugt sagen könne, dass sein Unternehmen eine digitale Strategie hätte. Er hielt es von grosser Bedeutung, dass Pharmaunternehmen die Patienten durch die digitale Welt führen und über diesen Weg zum Arzt bringen. In zwei mal drei Businesstracks haben verschiedene Unternehmen ihre erfolgreichen Ansätze zur Bewältigung der digitalen Zukunft demonstriert und im Plenum gelang Ali Mahlodji eine überzeugende Darstellung seiner Motivation, mit der Storytelling-Plattform Whatchado.com aus einer Kindheitsidee eine Erfolgsgeschichte zu machen. Der Verhaltensökonom Andreas Staub konfrontierte die Teilnehmenden mit nicht-rationalen Entscheidungen. Er stellte dabei fest, dass soziale Präferenzen ausgeprägt bleiben, und digitale Anonymität nicht relevant ist. Der Mensch bleibe also auch online ein Mensch.

Das DEF war am Dienstag mit einem höchst mitteilsamen Carsten Maschmeyer gestartet. In einer unterhaltsamen Übersicht zu Fintech und zur Lage der Bankenwelt erwartete der deutsche Investor eine atemberaubende technologische Entwicklung mit jungen frechen und innovativen Unternehmern. Für traditionelle Banken sieht Maschmeyer die Gefahr, dass sie angesichts der innovativen Entwicklungen ausserhalb lizenzierter Finanzdienstleistungen ans Ende durchgereicht werden. Als Investor konzentriere er sich auf kreative Produktmacher, die ihm wichtiger seien als das Produkt und deren Lösungen für erfolgreichen Vertrieb und Marketing, sagte der schillernde Unternehmer.
 

SRF steigt bei «Verstehen Sie Spass?» ein



Im November planen SRF und ARD eine gemeinsame Ausgabe der TV-Show «Verstehen Sie Spass?». Wie die Fernsehmagazine Tele und TV-Star berichten, soll danach über eine Fortführung der Show als Co-Produktion entschieden werden.

SRF bestätigte die Recherchen. Kürzlich fanden bereits die ersten Dreharbeiten für Einspielfilme in Zürich statt. Möglich machte diese Zusammenarbeit das Aus für den «Musikantenstadl» im letzten Jahr. Danach diskutierten die beiden Sender über andere Formen der Zusammenarbeit.

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«Verstehen Sie Spass?» läuft seit 1980, bzw. seit 1983 als Samstagabendshow. Damals präsentierte das Schweizer Showpaar Kurt und Paola Felix die Sendung. Heute moderiert der deutsche Comedian Guido Cantz. Die letzte Ausgabe der Show erreichte die beste Quote seit fünf Jahren.
 

Mackat betreut Launch des Emmi Protein Drink

Die Berliner Agentur Mackat betreut den Launch vom Emmi Protein Drink. Kampagnenmotto: «Von wegen Männer haben keinen Geschmack».

Unter diesem richten sich die Kommunikationsmassnahmen vor allem an gesundheitsbewusste, junge Männer, die nicht nur ein eiweissreiches Getränk für ihr Work-out suchen, sondern auch den ganz besonderen Genuss. Denn im Gegensatz zu anderen Proteindrinks, die Mann aus dem Bodybuilder-Umfeld kennt, schmeckt der Protein Drink von Emmi.

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Die Kampagne ist soeben in der Schweiz on air (Print) und online gegangen.
Emmi Protein Drink ist vorerst nur in der Schweiz erhältlich. Mit dem Produkt will Emmi laut Mitteilung auf den anhaltenden Trend zu proteinreicher Nahrung mit niedrigem Fettanteil reagieren. Waren Proteingetränke bis vor kurzem vor allem in der Fitness-Szene beliebt, werden sie heute von immer mehr Menschen sowohl für ihren Beitrag zum Muskelaufbau als auch für ihren schnellen Sättigungseffekt geschätzt.
 

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