Leo Burnett Schweiz: Noch mehr Möbel und Accessoires zum Gernhaben

Auch in den neuen Micasa-Spots von Leo Burnett werden Möbel und Accessoires zur Herzenssache: Wer sie erst einmal hat, kann sich nicht mehr von ihnen trennen.

Ob auf Besuch, in der Sauna oder auf dem Flughafen – die Einrichtungen von Micasa kommen überall mit. Die breitangelegte Kampagne ist on- und offline in verschiedenen Medien zu sehen.

Verantwortlich bei MGB / Micasa: Roman Reichelt (Leiter Marketing-Kommunikation MGB), Christoph Vogler (Leiter Kommunikation Fachmärkte), Lukas Vasvary (Leiter Kommunikation Micasa), Carine Bernet, Lea Gerber (Projektleitung Kommunikation Micasa), Michel Keller (Spartenleiter Micasa); Philipp Marquard (Leiter Media MGB), Valeria Marra (Projektleitung Media); verantwortlich bei OMD: Daniel Crespo (Media). Verantwortlich bei Leo Burnett: Anna Leudolph, Barbara Hartmann (Kreation), David Fischer (CD); Martin Stulz (ECD); Michael Gassler, Aline Litchenhaus (Beratung); Erasmo Palomba (FFF); Natalija Pocuca (Styling); Who’s McQueen Picture (Filmproduktion), Greg Bray (Regie), Tobias Dengler (DoP).
 

19. Spotlight-Festival: Junge brillieren

Am Samstag wurden – zum zweiten mal in Stuttgart – die 19. Spotlight-Awards vergeben. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz.

Die Entscheidung für die Landeshauptstadt war die richtige – im Jahr Eins nach der Stuttgart-Premiere zeigte das erneut der äusserst positive Verlauf des 19. Festivals für Bewegtbildkommunikation Spotlight. Mit dem Literaturhaus als Gastgeber für das Vortragsprogramm Spotlight Forum und der Staatsgalerie für die grosse Publikumsabstimmung und Award Show hatten die Festival-Macher wieder zwei tolle Locations gefunden. Wie 2015 begrüsste Oberbürgermeister Fritz Kuhn das Spotlight-Publikum persönlich. Das Festival sei dort angekommen, wo es hingehöre – in Stuttgart. Nun gebe es einen medialen Dreiklang aus Internationalem Trickfilm-Festival, FMX und Spotlight. Dies freue ihn sehr. Dann übernahmen die SWR3-Kultmoderatoren Zeus & Wirbitzky. Die Kombination aus dem gut aufgelegten Morning Show-Duo und einem sehr eindrücklichen Wettbewerbsjahrgang 2015/16 sorgte für einen anregenden Samstagabend im «artgerecht» kreativen Ambiente der Staatsgalerie Stuttgart.

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Gruppenbild der Gewinner 2016

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Individuelle Antworten auf die gesellschaftliche Verunsicherung

Das letzte Jahr hat uns und unsere Gesellschaft dramatisch verändert. Die Werbebranche stellt sich diesen politischen und sozialen Umbrüchen auf die einzig angemessene Weise: mit differenzierten Botschaften. Es gibt den ein oder anderen eskapistischen Spot, aber es überwiegt die Werte-Orientierung, die Betonung von Empathie, Mitmenschlichkeit und des Zusammenhalts innerhalb der Familie und Gesellschaft. Jenseits der reinen Unterhaltung gab es etliche Beiträge, die nachhallen werden. Diese höchste Kunst der Werbung hinterliess im Spotlight-Wettbewerb 2016 besonders deutliche Spuren. Bezeichnenderweise waren sich hier die Fachjury und das Publikum einig wie selten. Die emotionale Wucht von diesen mittlerweile auch viral hoch erfolgreichen Spots kommt bei Laien ebenso an wie bei Profis. Stellvertretend für diese Linie stehen «#heimkommen» für Edeka, bei dem ein Grossvater seinen Tod vortäuscht, um die Familie am Weihnachtstisch zu versammeln (Werbewoche.ch berichtete), oder die animierte Arbeit «Der Brief für Otto», bei dem der Wunschzettel des Enkels den Opa verspätet, aber umso wirkungsvoller erreicht – beide wurden mit Gold-Awards belohnt.

https://www.youtube.com/watch?v=w_Zhndf74vk

«Bemerkenswert sind in diesem Jahr vor allem zwei Studentenfilme, die so gut sind, dass sie auch als Profieinreichung abgeräumt hätten. Die Jury hat sie deshalb nicht nur mit Gold, sondern zusätzlich mit einem Sonderpreis belohnt.» sagt Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin der Werbewoche und Mitglied der Fachjury. Die zwei herausragenden Studentenspots beschwören souverän tiefe Gefühle herauf. In der überwältigenden Landschaft der schottischen Highlands nimmt ein Mann Abschied von seinem toten Bruder («Dear Brother», Filmakademie Baden-Württemberg, Werbewoche.ch berichtete). «Moonjourney» von der Hochschule für Fernsehen und Film München verfremdet die Flucht eines syrischen Vaters mit seiner Tochter nach Europa als ergreifende, kräftezehrende Reise zum Mond. Diese aussergewöhnliche Qualität zeichnete die Jury jeweils mit Gold und einem spontan kreierten Sonderpreis aus.

Der Wettbewerb – Publikum vs. Profis

Bereits am Vortag kürte die hochrangig besetzte Fachjury ihre Gewinner des Werbejahrgangs 2015/2016. Am Samstagabend war dann das Publikum dran: Die werbebegeisterten Besucher im voll besetzten Veranstaltungssaal der Staatsgalerie stimmten bei der grossen Award Show live und digital über ihre Favoriten ab. Eine innerhalb der internationalen Kreativwettbewerbe einmalige Konstellation – denn nur Spotlight ermöglicht den Direktvergleich zwischen dem Votum der Endverbraucher und den Akteuren der Branche.

Die beiden Sektionen Spotlight Professionals, der Hauptwettbewerb für die Profi-Spots, und der Nachwuchswettbewerb Spotlight Students sind in die Kategorien TV & Kino, Trailer/Teaser/Trenner und Web & Mobile unterteilt. Angeregt durch die Partnerschaft mit dem Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart gibt es seit letztem Jahr ausserdem die Kategorie Animated Com für Spots, die auf Animation und Animationstechniken setzen. Diesmal wurde die Kooperation intensiviert – und es gibt bereits neue Pläne. Dazu Ulrich Wegenast, künstlerischer Geschäftsführer des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart: «Im nächsten Jahr wollen wir die Bereiche Bewegtbildkommunikation und Animation noch stärker verzahnen und ein einzigartiges Veranstaltungsformat für die Kreativszene schaffen.» Und Dittmar Lumpp, kaufmännischer Geschäftsführer des ITFS, ergänzt: «In der Zusammenarbeit mit dem Spotlight-Festival können wir auch die Werbebranche auf das Potenzial von Animation in der Kommunikation aufmerksam machen».

Die Insider-Perspektive: Präsentationen im Spotlight Forum

Was bewegt Persönlichkeiten in der Bewegtbildkommunikation? Darauf gaben deutsche Top-Kreative in der gut besuchten Vortragsreihe Spotlight Forum Antwort. Unter dem Motto Backstage – Blicke hinter die Kulissen sprachen sie über aktuelle Themen und Trends in der Film- und Werbewirtschaft. Es informierten und diskutierten Viktor Vahl (Digital CD Heimat, Berlin), Andreas Pauli (CCO Leo Burnett, Frankfurt / Leo’s Thjnk Tank, München), Holger Oehrlich (Geschäftsleiter Werbung Deutschland bei Kaufland), Helmut Hartl (Inhaber Embassy of Dreams Filmproduktion, München) und Rafael Zabala (Bildhauer und Animationartist, Psyop Animation, USA).

Alle Ergebnisse der diesjährigen Spotlight-Awards finden Sie hier.

SRF legt auch die Radiokosten offen

Die deutschsprachigen SRG-Radioprogramme SRF 1 und SRF 2 Kultur kosten in etwa gleich viel - wenn die Informationssendungen ausgeklammert werden. Die SRG hat am Montag zum ersten Mal die Kosten ihrer deutschsprachigen Radioprogramme offengelegt.

Auf SRF 1 entfielen 2015 demnach Kosten von 10,8 Millionen Franken und auf SRF 2 Kultur von 11,4 Millionen Franken. Tiefer waren die Kosten für SRF 3 mit 9 Millionen Franken und für SRF 4 mit 3,9 Millionen. SRF Musikwelle kostet 2,3 Millionen Franken und SRF Virus 1,2 Millionen, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Radiosender Kosten pro Jahr (in Millionen Franken)
Radio SRF 1* 10,8
Radio SRF 2 Kultur* 11,4
Radio SRF 3* 9,0
Radio SRF 4 News* 3,9
Radio SRF Musikwelle* 2,3
Radio SRF Virus* 1,2
Informationsformate** 28,1

* ohne Informationsformate
** Zu den Informationsformaten gehören alle Nachrichten, Primetime- und Wochensendungen aus der Chefredaktion Radio (Senderedaktionen, Fachredaktionen, Regionalredaktionen und Korrespondenten)

Ohne Infosendungen

Ausgeklammert sind allerdings die Informationssendungen, die vor allem SRF 1 und – fast rund um die Uhr – SRF 4 News verbreiten. Unter dem Titel «Information Radio» sind in der Zusammenstellung der Sendungskosten weitere 28,1 Millionen Franken aufgeführt.

SRF 1 und SRF 2 sendeten annähernd gleich viele Stunden Musik, nämlich 5450 (SRF 1) respektive 5722 Stunden (SRF 2 Kultur). Im ersten Programm werden verschiedene Sparten gespielt. Im zweiten Programm entfällt der weitaus grösste Anteil auf klassische Musik – neben Ethno, Jazz und Folklore. Bei SRF 1 ist der Anteil «Aktualität und Information» fast drei Mal so hoch wie bei SRF 2 Kultur: SRF 1 sendete 3346 Stunden – davon entfallen 1742 Stunden auf regionale Sendungen. Bei SRF 2 Kultur kamen 1223 Stunden an Information zusammen.

Den höchsten Anteil hatte der musiklose Informationssender SRF 4 News mit 5864 Stunden. Pro Tag sind das über 16 Stunden. Fast rund um die Uhr Musik – 7403 Stunden pro Jahr – gibt es bei SRF Virus. Dafür bot der Sender lediglich 426 Stunden Information.

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Unterschiedliche Reichweite

Unter «Aktualität und Information» werden im Geschäftsbericht nicht nur nationale und regionale Nachrichtensendungen aufgeführt, sondern unter anderem auch Beiträge über Gesellschaft, Soziales und Religion, Gespräche und Porträts oder Ratgeber-Sendungen. Unterschiede bestehen bei der Reichweite der Sender: SRF 1 hat im Durchschnitt 1,624 Millionen Hörerinnen und Hörer am Tag, SRF 2 Kultur stellen 321'000 Hörer ein. SRF 4 News hat durchschnittlich 237'000 Hörer. In Marktanteilen sind das 31,3 Prozent für SRF 1. SRF 2 Kultur kommt auf 3,2 Prozent und SRF 4 News auf 0,7 Prozent. Die Kosten ihrer deutschsprachigen Fernsehsendungen hatte die SRG bereits im vergangenen Herbst ausgewiesen. Gemäss der nun veröffentlichten Aufstellung kosten TV-Informationssendungen wie «Tagesschau», «10vor10», «SRF Börse», «SRF Meteo», «Glanz&Gloria» sowie Abstimmungssendungen rund 53 Millionen Franken im Jahr. Auf die «Tagesschau»-Ausgaben entfallen davon rund 23 Millionen Franken. Das Programm rund um die eidgenössischen Wahlen im Herbst 2015 kostete 3,8 Millionen Franken. (SDA)

Die detaillierten Angaben zu den Sendungskosten bei SRF sind unter Srf.ch/sendungskosten einsehbar. Die anderen Unternehmenseinheiten – RSI (italienische Schweiz), RTR (rätoromanische Schweiz) und RTS (französische Schweiz) – haben ihre TV- und Radiokosten ebenfalls im Internet publiziert. Bei den heute veröffentlichten Angaben handelt es sich um die effektiven Kosten im Jahr 2015 basierend auf der Jahresrechnung.

Agentur am Flughafen: Service auf Knopfdruck bei Enterprise Rent-A-Car

Enterprise Rent-A-Car, die weltweit grösste Autovermietung, ist nun auch in der Schweiz operativ tätig und hat die Agentur am Flughafen mit der B2B-Einführungskampagne beauftragt.

Zum Einsatz kommt ein Directmailing, das sich per Knopfdruck öffnen lässt und auf den guten Kundenservice des US-Unternehmens hinweisen soll. Zusätzlich hat die Agentur am Flughafen ein Inserat kreiert.

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Verantwortlich bei Enterprise Rent-A-Car, Dietikon: Stefan Baumann (Managing Director), Isabel Klug (Marketing). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Valeria Hörler (Grafik), Miriam Egli (Text/Beratung), Patricia Eugster (Media/Beratung).
 

Strebel Juon: Gruppen willkommen

Strebel Juon hat Cine-Pictures und Postkarten für das Restaurant Commihalle realisiert. Mit Bandlogos wird kommuniziert, dass auch Gruppen willkommen sind.

Wer kennt das Problem nicht? Man möchte spontan mit ein paar Freunden etwas essen gehen. Abhängig von Uhrzeit und Wochentag kann es eine ganz schöne Herausforderung werden, in der Stadt Zürich einen Tisch zu bekommen. Noch schwieriger wird es, wenn man Platz für eine Gruppe sucht. Das Restaurant Commihalle bietet da – dank seiner Grösse – Abhilfe. Mit rund 250 Sitzplätzen findet man auch als Gruppe einen Tisch. Strebel Juon kreierte verschiedene Sujets, welche mögliche Vorlieben von Gruppen aufnehmen und diese im Stile von Bandlogos darstellen. So entstand zum Beispiel eine Gruppe mit dem Namen «The every Tuesdays» oder eine andere mit dem Namen «The 4 Espressos». Die Sujets sind auf Cine-Pictures und Postkarten zu sehen.

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Verantwortlich bei der Restaurants Commercio-Piccadilly: Nicolas von Graffenried, Roland Lässer, Corinne Sutter. Verantwortlich bei Strebel Juon: Robin Strebel, Kathrin Nutter, Joceline Strebel (Kreation); Gian Marco Juon, Esther Kümin (Beratung); Fluxif AG (CGI).

 

Fastr verstärkt Team

Mit Judith Schnigula in der Beratung und Gregor Juritz als Texter/Konzepter holt sich Fastr zwei neue Mitarbeitende ins Haus.

Die gebürtige Belgierin Judith Schnigula, die einen Master in Marketing, Dienstleistungs- und Kommunikationsmanagement von der Universität St. Gallen besitzt, setzt ihre vielfältige Arbeitserfahrung in Industrie, Medien und Agenturen – zuletzt bei Today Zürich – nun als Account Managerin bei Fastr ein.

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Gregor Juritz hat seine Erfahrungen nach einer Ausbildung am Sawi bei Publicis, Lowe, Havas Worldwide sowie als Freelance unter anderem bei TBWA, By Heart und Draftfcb gesammelt, was ihn zum Generalisten
der Worte geformt hat. Rund sieben Jahre führte er zudem eine eigene kleine Agentur in Zürich. Seine Arbeiten wurden in Cannes, beim ADC und beim Schweizerischen sowie Deutschen Dialogmarketing-Preis vielfach ausgezeichnet.

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Oh, wie schön sind die Panama-Papiere…

…für den Schweizer Journalismus ! Warum das grösste Datenleck der Geschichte nicht nur für Tamedia ein Glücksfall ist, welche Schlüsselrolle Non-Profit-Institutionen dabei spielen und was das für die Globalisierung 
der Recherche heisst. Von Oliver Classen

Seit bald zwei Wochen sind wir Zeugen einer rasanten Rückeroberung: Dank einem gewissen John Doe gewinnt die vierte Macht dieser Tage viel von jener Relevanz und Reputation zurück, die sie in den letzten Jahren durch eine Kombination aus Beisshemmung und Selbstzerfleischung eingebüsst hatte. Denn die von Rechercheprofis aus einer historischen Dokumentenflut herausgefischten, attraktiv aufbereiteten und kompetent kommentierten Finanzskandale zeigen nicht nur die systematische Korruption unserer grössten politischen Errungenschaft, genannt Demokratie. Sie erinnern auch daran, dass die Watchdog-Funktion unserer Medien vielleicht doch wichtiger ist als adrette Ausgehtipps, lustige Lifestyle-Beilagen und anderer branchenüblicher Service-Schrott. «Journalismus heisst, etwas zu veröffentlichen, von dem jemand will, dass es nicht veröffentlicht wird. Alles andere ist PR.» George Orwell kannte die Raison d’être der Journaille, und selten war diese sichtbarer und wirksamer als in den aktuellen Investigativ-Festspielen, die in der Schweiz vom Tandem Tages-Anzeiger / Sonntagszeitung inszeniert werden.

Kein Wunder leitartikelte deren Doppelschriftleiter Arthur Rutishauser letzten Samstag, dass «die Arbeit des weltweiten Journalistennetzwerks ICIJ viel Gutes gebracht [ hat ], auf das wir als beteiligte Medien stolz sein können». Für SEINEN Chef liegt dieses Gute freilich «nur» in der publizistischen Profilierung. Vorerst zumindest. Für Werbekunden ist der von einem Whistleblower ( Igitt ! ) entfachte Flächenbrand ( Oh Gott ! ) nämlich kein Premium-Umfeld für Imageanzeigen. Und das gilt nicht bloss für Grossbanken, Treuhandbüros und Anwaltskanzleien, sondern auch für viele andere Unternehmen, zumal solche mit Swissness-Faktor. Am Kiosk schenken die Panama Papers wohl auch kaum ein. Und selbst wenn: Ein allfälliger Auflagenerfolg stünde in keinem Verhältnis zum Aufwand für diese immense Maulwurfsarbeit. Bezüglich recherchierter Scoops als einem Wettbewerbsvorteil, der irgendwann auch kommerziell zu Buche schlägt, scheint Tamedia-Verleger Pietro Supino aber für einmal langfristig zu denken – zum Glück für die fünf monatelang von allen übrigen Verpflichtungen freigestellten Redaktoren. Und zum noch grösseren Glück für die so sorgfältig über krasse Missstände aufgeklärte Schweizer Öffentlichkeit.

Glück haben aber auch Rutishauser und Supino. Denn Zugang zum panamaischen Datenschatz haben einzig Mitglieder des International Center for Investigative Journalism, kurz ICIJ. Dass die drei Schweizer ICIJ-Netzwerker alle bei Tamedia auf der Lohnliste stehen, dürfte mit den innovativen Arbeitsbedingungen am titelübergreifenden Recherche-Desk in Bern zusammenhängen. Das vor vier Jahren lancierte Edel-Ressort, welches auch schon die Schweizer Exklusivrechte an Offshore-, Swiss- und Lux-Leaks hatte, scheint sich langsam auszuzahlen. Doch eine solche Monopolstellung weckt natürlich Misstrauen und kollegialen Futterneid. Während von den staatstragenden SRG-Sendern und der notorisch Scoop-skeptischen NZZ neben Mäkeleien auch Anerkennung kommt, hält (ausgerechnet!) die Wochenzeitung das ICIJ-Modell für einen journalistischen Rückschritt im Vergleich zu den guten alten Wikileaks-Zeiten. Dies weil die Rohdaten, statt wie von Assange radikal mit allen, nun nur mehr innerhalb eines Zirkels der Eingeweihten geteilt würden. Dabei besteht die journalistische Leistung doch grade im Schleifen dieser Rohdaten, bis daraus faktensatte, aber verständliche Geschichten werden, die so erst ihre gesellschaftspolitische Wirkung entfalten können.

Ungeachtet der Investitionen führender Verlagshäuser sind die Panama-Papiere und deren Aufbereitung aber primär ein weltweiter Werbespot für globalisierte Non-Profit-Publizistik à la ICIJ. Das 1997 gegründete Investigativ-Konsortium gehört seinerseits zum Center for Public Integrity, einer US-amerikanischen Urzelle des immer wichtigeren spendenfinanzierten Journalismus. Mit den Panama Papers entfaltet sich erstmals die ganze Potenz dieses vom Orwell’schen Geist angetriebenen Kooperationsmodells. Denn wer sich so gründlich mit den Putins dieser Welt anlegt, verteilt das Risiko von Repressionen besser auf möglichst viele Schultern und Institutionen. Bestechend ist neben der asymmetrischen Publikationstaktik aber auch die Omertà, mit der die ganze Aktion geplant und generalstabsmäs-sig exekutiert wurde. Diese erfrischend unjournalistische Mischung aus Verschwiegenheit und Solidarität verleiht dem Ganzen eine Schlagkraft, die selbst die Mächtigsten und Korruptesten erstmals etwas verunsichert. Und das ist immerhin ein Anfang.

Oliver Classen ist Mediensprecher der entwicklungspolitischen Organisation «Erklärung von Bern». Zuvor arbeitete er als Medienjournalist.

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The House setzt für Victorinox Kofferserie in Szene

The House Agency stellt in einem neuen Film die Kofferserie «Spectra 2.0 Expandable» von Victorinox vor.

The House unterstützt Victorinox Travel Gear seit Anfang 2015. Die Kommunikationsagentur hat für das Schweizer Traditionsunternehmen im vergangenen Jahr unter anderem ein Grundlagenkonzept für Produktfilme erarbeitet und einen Pilotfilm für die «Laptoptasche Lexington 15» realisiert.

Nun hat The House bereits einen weiteren, auf dem besagten Konzept aufbauenden Film entwickelt. Dieser inszeniert die überarbeitete, mit dem Reddot Design Award (Winner 2016) prämierte Kofferserie «Spectra 2.0 Expandable» in zehn Sprachen. Das innovative Reisegepäck wurde ohne CAD-Daten von Grund auf in CGI aufgebaut – auf der Grundlage der physischen Produkt-Prototypen. Dynamische Motion-Graphics und technische Musik/Sound-Effekte unterstützen den Innovationscharakter der im Airport-Umfeld inszenierten Produkte.
Eigesetzt wird der Film an Verkaufsstandorten, an Messen, in den digitalen Medien und im Social-Web sowie in der internen Kommunikation oder an Schulungen.

https://vimeo.com/164245583

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Verantwortlich bei der Victorinox Travel Gear: Urs Keiser (Global Head of Marketing and Sales), Adrian Guertner (Senior Marketing Communication Manager). Verantwortlich bei The House: Grischa Rubinick (Executive Creative Director), Patrick Meyer (Creative Director Copy), Manuel Steiner (Art Director), Andreas Jorgella (Beratung und Projektmanagement); Produktion: Daniel Müri (Cloudscape).

Scholz & Friends für USM: Book Launch von «Rethinking the Modular»

Die umfangreiche Publikation «Rethinking the
Modular» bildet den Abschluss der von Scholz & Friends Zürich entwickelten USM Jubiläumsinitiative «project50».

Das Buch erscheint bei Thames & Hudson und wird von den beiden Kuratoren Tido von Oppeln und Burkhard Meltzer herausgegeben. «Rethinking the Modular» ist ein facettenreiches Kompendium zum Thema Modularität. Es erforscht die Bedeutung von Modularität in Architektur und Design in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Ausgangspunkt des Buches bildet das visionäre Designsystem, welches Fritz Haller und Paul Schärer vor 50 Jahren entwickelt hatten. Ergänzt wird es durch Texte von führenden Designern, Architekten und Theoretikern, welche die vielfältige Bedeutung und Einflüsse der Modularität über die letzten fünfzig Jahre reflektieren. Auch die Arbeiten der USM Masterclasses, welche im Rahmen der Jubiläumskampagne eigene Interpretationen zur Modularität entwarfen und die daraus resultierende Ausstellung werden dokumentiert.

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Für die Gestaltung des reich bebilderten Buches zeichnet Atlas Studio verantwortlich. Fotografiert hat Anne Morgenstern.

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Verantwortlich bei USM U. Schärer Söhne: Alexander Schärer (VRP), Stéphanie Borge (Group Marketing Director). Verantwortlich bei Scholz & Friends Schweiz: Lukas Frei (Kreation), Michèle Gutmann, Tanita Bohny, Petra Moser, Tobias Baumann, Martin Samsel (Beratung und Strategie).
 

Tages-Anzeiger setzt auf Leser-Dialog

Neu haben die Nutzer von Tagesanzeiger.ch im neuen interaktiven Bereich ​«Forum» zweimal pro Tag die Möglichkeit, sich einzubringen: Sie können der Redaktion Fragen stellen, schätzen, voten, chatten, kommentieren, Erinnerungen teilen und die redaktionelle Arbeit mitprägen.

Der Dialog mit Leserinnen und Lesern mittels Leserbriefen sei für den Tages-Anzeiger seit der Gründung der Zeitung wichtig, heisst es in einer Mitteilung. Seit der Digitalisierung biete der Tages-Anzeiger auch online viele zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion. Neu werden sie in der Rubrik «Forum» unter Tageszeiger.ch/forum gebündelt und durch zusätzliche Formate ergänzt.

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Am 2. Mai wurde das «Forum» auf der Website und in den Apps des Tages-Anzeigers aufgeschaltet. Zweimal pro Tag wird dort ein Mitmach-Format erscheinen. Von den von Lesern geschätzten Frageformaten über Live-Chats bis hin zu spielerischer Interaktion erprobt der Tages-Anzeiger eine breite Palette von Gefässen, um noch näher an die Nutzerinnen und Nutzer heranzurücken. Zum Start des «Forum»-Bereichs sind das unter anderem eine breit angelegte Umfrage zur Akzeptanz von Cannabis, ein Aufruf zu Leserstimmen und -geschichten zum Thema Einbürgerungsverfahren und ein Schätzquiz, das den Lesern Zahlen und Zusammenhänge aus Wirtschaft und Gesellschaft auf unterhaltsame und überraschende Weise näherbringt.

Neben diesen neuen Formaten finden sich im «Forum» auch die Leserfragen mit Antworten von Peter Schneider und Bettina Weber sowie die Service-Rubrik von «Recht und Konsum». Auch ist die «Schaadzeile», bei der Nutzerinnen und Nutzer den Text zu einer Karikatur von Felix Schaad schreiben, neu hier angesiedelt. Ebenfalls finden die digitalen «Patentrezepte», wo Redaktor Matthias Schüssler in einer Videokolumne Tricks zum einfacheren Umgang mit Computern verrät, unter der Rubrik «Forum» ihren Platz.
 

Zu guter Letzt: Internet 0.0

Ein Künstler hat das kleine italienische Dorf Civitacampomarano in eine Art Real Life Internet verwandelt. Fazit: Eigentlich ginge es auch ohne.

Civitacampomarano ist ein kleines, verschlafenes Nest in der Provinz Campobasso. Mobiltelefone sind für die rund 400, hauptsächlich älteren Bewohner mangels Abdeckung ein eher untergeordnetes Thema – von mobilem Datennetz ganz zu schweigen. Was macht man bloss den ganzen Tag ohne Smartphone und Breitbandverbindung in die weite Welt hinaus? Man könnte zum Beispiel auf die Strasse, sich mit anderen Menschen austauschen, sprechen, handeln, kaufen, fragen, kommunizieren – ohne Netz, aber mit Echt.

Der Mailänder Künstler Biancoshock zeigt mit seinem Projekt Web 0.0, dass all die virtuellen Funktionen, die die Mehrheit unserer Gesellschaft heute als absolut notwendig erachtet, auch ohne Internet existieren – und funktionieren. Entstanden sind Fotos, die nicht nur gut sind, sondern auch zum Nachdenken anregen. Ein Leben ohne 4G war und wäre eigentlich auch ganz schön. (hae)
 

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Wirz: Das beste Gerät der Welt für mich

Im Zuge einer kompletten Neupositionierung streicht Wirz die Beratungskompetenz von Melectronics heraus.

Wer kennt das nicht: Der alte Fernseher hat seinen Geist aufgegeben, der Kauf eines neuen Gerätes steht an. Hilflos steht man einer Vielzahl von Produkten gegenüber. Der Verkäufer im Laden versucht einen davon zu überzeugen, dass unter 4K, Ultra HD, UHD LED nichts mehr geht. Das neuste, das teuerste, das grösste Gerät muss es sein, unbedingt. Doch wieso brauche ich selbst genau dieses Gerät? Wird es meinen Ansprüchen überhaupt gerecht? Ist es auf mich abgestimmt? Die Wahrheit ist: Der beste Fernseher ist für jeden ein anderer. Bei Melectronics kommt – dank Auswahl und kompetenter, fairer Beratung – jeder zum besten Fernseher der Welt für sich. Dass beim Verkaufsgespräch in Elektronikfachgeschäften – ausser bei Melectronics – kaum auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden geachtet wird, fiel laut Mitteilung den Kreativen von Wirz bei einem breit angelegten, brancheninternen Vergleich auf. Ausgehend von dieser Erkenntnis, entwickelte die Agentur ihre erste Kampagne für den Anfang Jahr hinzugewonnenen Kunden.

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Sämtliche Kommunikationsinstrumente konzentrieren sich auf die Beratungskompetenz und den Kampagnensatz «Das Beste der Welt für mich». Gestartet wird mit drei verschiedenen TV-Spots, die auf witzige Art die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden, die individuelle Beratung sowie auch die Zufriedenheit des Kunden mit dem empfohlenen Produkt zeigen.

So wird der Katzenlady und ihrem Allergiker der beste Staubsauger der Welt für sie empfohlen. So wird dem fanatischen Hobbyschiedsrichter, der die Entscheidungen vor der heimischen Mattscheibe nicht genau nachvollziehen kann, der beste Einwechselspieler der Welt für ihn präsentiert. Und so kommt das Rentnerehepaar mittels Beratung zum besten Notebook der Welt für sich, um mit der Tochter in der Südsee endlich störungsfrei skypen zu können.

Die Spots werden durch eine intensive dreiwöchige Online-Promotion unterstützt. Das Publikum wird dabei mittels Kurzfilmen und Bannern aufgerufen, seine individuellen Alltagsprobleme zu schildern. Probleme, die direkt mit einem Gerät zusammenhängen oder unter Zuhilfenahme eines Gerätes gelöst werden können.

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Die lustigsten Problemschilderungen werden wiederum in Kurzfilmform beantwortet. Zu gewinnen gibt es – natürlich – eine individuelle Elektroniklösung.

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Im Zuge der neuen Kampagne von Wirz wurde die Marke Melectronics komplett überarbeitet. Die humorvolle Tonalität und Ausrichtung im Migros-Stil wurde auf sämtliche On- und Offline-Kommunikationsinstrumente wie Flyer, Einkaufstüten, POP-Material, den Sales-Massnahmen, digitalen Werbemittel und Social-Media-Plattformen übertragen.

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Seit dem 2. Mai erscheint Melectronics im neuen, ehrlichen Look und empfiehlt dir, mir, uns: «Das Beste der Welt für mich»

Verantwortlich bei Migros-Genossenschafts-Bund/Melectronics: Roman Reichelt (Leiter Marketing-Kommunikation), Christoph Vogler (Leiter Kommunikation Fachmärkte), Michel Noverraz (Leiter Kommunikation Melectronics), Eva-Maria Norton de Lachapelle (Projektleiterin Kommunikation), Nathalie Rutz (Junior Projektleiterin Kommunikation ), Susan Fässler (Junior Projektleiterin Kommunikation), Simone Blaser (Projektleiterin Media), Patrick Marti (Spartenleiter Melectronics), Josef Meyer (Leiter POP-Management. Verantwortlich bei Wirz: Livio Dainese (CCO), Gordon Nemitz (Executive Strategy Director), Fernando Perez (ECD), Michael Schmidt, Thomas Kurzmeyer (CD), Niels Schäfer, Lukas Wietlisbach (AD), Simon Smit, Peter Brönnimann (Text), Alexandra Kaufmann, Katja Schlosser (Grafik), Petra Dreyfus, Simone Jehle, Marion Schwager, Stefan Schmid, Pasang Schauwecker, Julia Neugebauer (Beratung), Adrian Huwyler, Sascha Djabarri, Aline Herzog (Digital), Nicole Suter (Art Buying), Sebahat Derdiyok (Agency Producerin), Daniel Ehrensberger, Iwona Wiemann, Thomas Peller, Adina Nehrkorn, Christian Denzler, Diana Berni, Hans Burkhart, Ramona Trebucchi (Medienrealisation), Giovanni Bucca, Katharina Bruggmann (Produktion), Oliver Faes (Bildbearbeitung), Jacqueline Chevrolet, Theodor Marbet (Korrektorat). Verantwortlich bei Wirz Storyline: Adrian Schräder (Senior Editor), Antonia Frind (Content und Community Manager). Verantwortlich bei Pumpkinfilm (Filmproduktion): Scott Picket (Regie), Christopher Novak (Producer). Verantwortlich bei Tuna (Filmproduktion): Derya Tuna (Producer). Verantwortlich bei Dynamic Frame (Filmproduktion): Jonas Ulrich (Regie), Luzius Fischer (Produktionsleiter), Lina Baumann (Producerin). Verantwortlich bei OMD (Mediaagentur): Thomas Koller (Client Service Director), Daniela Michalak (Media Planner), Verena Wider (Digital Teamleader), Wolf Mocikat (Digital Planner).
 

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