Romain Glasson stösst zur St.-Paul-Gruppe

Die St.-Paul-Gruppe hat die Auflösung des Vertrags mit der Inserateverwaltung Publicitas auf den 31. Dezember 2012 angekündigt und gründet in den nächsten Wochen eine neue Gesellschaft gegründet. Die Lancierung und die Direktion wird Romain Glasson übertragen.

Glasson ist der ehemalige Direktor von Publicitas Freiburg. Der neue Zweig der St.-Paul-Gruppe wird sich ab dem 1. Januar 2013 allen Tätigkeiten widmen, die mit der Vermarktung von Werbung in den Zeitungen La Liberté, La Gruyère, Le Messager oder anderen Medien verbunden sind, so eine Mitteilung der Gruppe. Zu diesem Zweck were im Verlaufe des ersten Semesters 2012 eine neue Gesellschaft gegründet. Die Hauptaufgabe dieser Gesellschaft werde darin bestehen, bei Firmen oder Privatpersonen aus dem Kanton Freiburg und aus der Waadtländer Broye (Wirtschaftszone 15) Werbeprodukte und Dienstleitungen zu fördern und zu vermarkten.

Romain Glasson begann, nach einer kaufmännischen Ausbildung, die berufliche Karriere in der Werbeabteilung der Vibro-Meter (heute Meggit) in Villars-sur-Glâne. 1988 war er bei der schweizerischen Gesellschaft Publicitas angestellt, hauptsächlich in der Freiburg Niederlassung. Daraufhin begann er als Kundenberater im Verkauf. Ab 1994 war Glasson verantwortlich für die Werbung in allen verwalteten Titeln der Freiburger Niederlassung ubd wurde 1999 Adjunkt des Direktors und rechte Hand des Regionaldirektors für die Westschweiz. Ende 2005 wurde Glasson zum Direktor der Publicitas Freiburg ernannt. Während fünf Jahren hat er die operationelle Verantwortung innerhalb einer Struktur von 25 Mitarbeitenden getrafen, die hauptsächlich im Kanton Freiburg und in der Waadtländer Broye aktiv sind. Insgesamt war er fast 25 Jahre für die grosse schweizerische Inseraterverwaltung tätig.

(Foto von Alain Wicht, La Liberté)
 

Gemi: Gesamtmarkt entwickelt sich bescheiden

Die elektronischen Offline-Medien steigern ihren Werbedruck im März 2012 fast durchwegs. Der Gesamtmarkt entwickelt sich hingegen bescheiden.

Adscreen ist mit einer Zunahme von 9 Indexpunkten wie schon im Vormonat das am stärksten wachsende elektronische Offline-Medium und landet im März 2012 bei 456 (447) Indexpunkten, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. TV erhöht seinen Werbedruck mit 600 (594) Indexpunkten um 6 Punkte und Radio mit 350 (345) Indexpunkten um 5. Einzig Teletext muss bei den elektronischen Offline-Medien mit 99 (101) Indexpunkten einen Verlust von 2 Punkten hinnehmen. Und auch Internet als elektronisches Online-Medium verliert mit 666 (673) Indexpunkten weitere 7 Punkte.

Die elektronischen Medien erleben mit 591 (586) Indexpunkten also insgesamt einen Aufschwung und erhöhen im März 2012 um 5 Punkte. Der Gesamtmarkt entwickelt sich mit 236 (235) Indexpunkten hingegen bescheiden.
 

«Bei Agefi ist das Ziel erreicht»

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Kooperation zwischen Media Watch und Webanalyse-Spezialistin Arg You

Im Markt für Wirkungsanalysen im Internet kommt es zu einer gewichtigen Kooperation. Media Watch, eine Tochter der österreichischen Nachrichtenagentur APA, wird Vertriebs-Partner der Zuger Webanalyse- Spezialistin Arg You für Österreich.

Die Online-Präsenz sei die wichtigste Visitenkarte eines Unternehmens und oft die erste Informationsquelle für potenzielle Kunden, teilten die beiden Firmen gemäss SDA am Donnerstag mit. Entsprechend wichtig sei es, den Wirkungsgrad der eigenen Webseite zu kennen.

Media Watch gehört zu den führenden Unternehmen für quantitative und qualitative Medien-Resonanzanalysen. Sie erstellt für PR-Profis aus Wirtschaft und Politik Analysen zur Erfolgskontrolle von PR und zur medialen Image-Bildung.

Arg You mit Sitz in Baar ZG ist auf digitale Markt- und Webforschung spezialisiert. Ihre Analysen basieren auf wissenschaftlich neutralen und externen Messungen.
 

Shortcuts: Zwei Generationen, eine Vision

Die beiden Gründer der Social Media Agentur Smly Patrick Mueller und Marc Leuzinger, der Werber und ehemalige Contexta-Mitinhaber Bene Abegglen sowie der Schweizer Filmemacher Peter Lehner gründen gemeinsam Shortcuts – The Future Agency.

Die Social Media Agentur smly bildete dabei das Fundament und wurde nahtlos in die neu gegründete Aktiengesellschaft der vier gleichberechtigten Partner integriert. Daraus entstanden ist eine Kreativ-Agentur mit Fokus auf Social Media und Branded Entertainment, so eine Mitteilung der Gründer. Shortcuts verknüpfe Kreation, Technologie und Produktion und schaffe damit digitale und klassische Werbung aus einer Hand. Der Name ist Programm. Alle Prozesse werden auf das Wesentliche reduziert. Shortcuts ist ein «One Stop Shop»: Agentur und Produktionsfirma in einem.

Die beiden Internetunternehmer Patrick Mueller und Marc Leuzinger, ihres Zeichens Gründer der Social Media Agentur smly, sorgten mehrfach für Aufsehen in der Schweizer Werbewelt – zuletzt mit der so kontroversen wie erfolgreichen Kampagne «Ferien ohne Internet» für Schweiz Tourismus, mit welcher sie unter anderem den Grand Prix am Eurobest gewonnen haben. Der Werber Bene Abegglen blickt auf über 30 Jahre Erfahrung in der Werbung und mehr als 150 TV-Spots zurück. Der Berner baute mit seinen damaligen Partnern die Agentur Contexta auf. Abgerundet wird das Quartett durch Peter Lehner. Der Schweizer Filmemacher ist seit 30 Jahren als Produzent in der Schweiz, Deutschland und in den Vereinigten Staaten tätig. Lehner drehte und produzierte Spielfilme und Fernsehserien für Studios und Sender wie MGM, CBS, RTL, SAT1 und SRF. Darüber hinaus gründete und leitete er mehrere Film-, Werbe- und Unterhaltungs-Unternehmen.

Zur Lancierung startet die Agentur mit einem Kundenportfolio, in derm unter anderen die Allianz Suisse, die Schweizerische Post, Schweiz Tourismus, das Schweizer Fernsehen, Lindt und die Swisscom zu finden sind.
 

Twitter ist mehr als eine Link-Schleuder

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Swiss Effie: Die Award-Winners für 2012

Am 24. April 2012 wurden im Fernsehstudio Leutschenbach zum vierzehnten Mal die begehrten Swiss EFFIE Awards verliehen. Von 105 eingereichten Arbeiten wurden 6 mit Gold, 7 mit Silber und 6 mit Bronze ausgezeichnet.

Komet: Julia Saner fotografiert für Coiff your Success

Für die neue Kampagne Komet für Coiff your Success steht Julia Saner erstmals hinter der Kamera statt davor. Dabei schlüpft das Topmodel selbst in die Rolle der Fotografin.

Komet hat die Inserate zum Castingaufruf gestaltet. Über diese werden aktuell die neuen Gesichter der Kampagne gesucht. Für die Vorauswahl können sich die Kandidaten auf Facebook mit Bildern bewerben. Die Gewinner des Castings werden am anschliessenden Shooting von Julia Saner persönlich abgelichtet.

Neben den Inseraten sind ebenso ein Katalog und weitere Printmassnahmen in Planung

Verantwortlich bei Coiff your Success: Pino Zinna (Inhaber). Verantwortlich bei Komet: Thom Pfister (CD), Roland Zenger (AD), Marc Zenhäusern (Grafik), Antonia Bekiaris (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Emma Isolini (Beratung). Fotografie: Julia Saner.
 

Branders: Redesign der Mitarbeiterzeitung der Schweizerischen Post

Nach der Weiterentwicklung des Markendesigns der Schweizerischen Post hat Branders im Wettbewerb nun auch den Zuschlag für die neue Gestaltung und Umsetzung der Mitarbeiterzeitung erhalten. Die neugestaltete Mitarbeiterzeitung wird im bestehenden Tabloidformat weitergeführt.

Sie soll durch ein flexibles und zeitgemässes Gestaltungskonzept die Lesefreundlichkeit und den Dialog mit den Mitarbeitenden fördern. Das Gestaltungskonzept zeichnet sich aus durch den prominenten Einsatz von Headlines, kürzeren Texten, einem grosszügigen Bildeinsatz sowie durch informative Grafiken, so die Agentur in einer Mitteilung. Dank der Orientierung an einer zeitgemässen Magazingestaltung soll das neue Medium luftiger und klar strukturiert wirken. Auch die Farbigkeit ist entsprechend dem Markendesign frischer als bisher, Gelb wird in reduziertem Ausmass verwendet.

In naher Zukunft soll zusätzlich eine Onlineversion der Mitarbeiterzeitung realisiert werden, die noch direkter auf die Dynamik und Interaktion der neuen Medien ausgerichtet ist. Die Mitarbeiterzeitung der Schweizerischen Post erscheint zwölf Mal jährlich in drei verschiedenen Sprachen, in einer Gesamtauflage von 75'000 Exemplaren pro Ausgabe.

Verantwortlich bei der Schweizerischen Post: Emmanuelle Brossin (Chefredaktion), Marie-Aldine Béguin (Redaktion), Lea Freiburghaus (Redaktion), Sandra Gonseth (Redaktion), Claudia Grasso (Redaktion), Diana Guido (Lektorat). Verantwortlich bei Branders: Edwin Schmidheiny (Creative Director), Regula Looser (Senior Brand Consultant), Nadine Pachoud (Brand Consultant), Tina Braun (Brand Designer), Christian Dick (Brand Designer).
 

«Die Agenturen haben heute diesen Mut nicht mehr»

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Nasser Sommer – so oder so

Über 7‘000 Seen gibt es in der Schweiz. Dazu Flüsse und Bäche mit einer Gesamtlänge von 65 300 Kilometern. «Sommerferien im Wasserland Schweiz», heisst deshalb das neue Motto von Schweiz Tourismus für die Werbung.

Marketing muss auffallen und gefallen. Das machen wir im Jahr 2012 mit dem Thema Wasser», erklärt Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, zum Konzept für die Werbung im Sommer 2012. Realisiert wird ein ganzer Strauss von Ideen, wie die Schweiz in den kommenden Monaten trotz starkem Franken weiterhin ein attraktives Land für Ferien und Ausflüge bleiben will. 18 Milliarden Franken Umsatz werden in der Schweiz rund um den Tourismus generiert. 48,5 Millionen beträgt das Marketingbudget von Schweiz Tourismus. Mit verstärkten Massnahmen und neuen Ideen will Schweiz Tourismus erreichen, dass die Hotellerie nicht noch mehr leidet, als die Experten prognostizieren. Diese schätzen für 2012 noch einmal einen Rückgang von 1,4 Prozent. Dann sollte es wieder aufwärts gehen. Geschätzt wird auch, dass 16,7 Prozent aller Hotelbuchungen in der Schweiz auf die Marketing-Aktivitäten von Schweiz Tourismus zurückzuführen sind.

Sebi und Paul im Land des Wassers

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Nirgendwo sonst sind die Möglichkeiten für Ferien rund ums Wasser so einmalig und so vielseitig. «Der Sommer 2012 in der Schweiz ist eine Einladung zum Planschen, Riverraften und Dampfschifffahren», erklärt Daniela Bär, Leiterin Internationale Medien arbeit und Unternehmenskommunikation bei Schweiz Tourismus. Gäste können direkt am Wasser übernachten, im glasklaren Bergsee baden oder sich beim Städtebesuch in Fluss oder See treiben lassen. Diese verlockende Botschaft verkündet Schweiz Tourismus ihren Gästen auf der ganzen Welt und verpackt sie in eine spritzige Vielfalt an Aktivitäten und Ideen.

Zahlreich sind die Möglichkeiten, die Wasservielfalt der Schweiz zu geniessen: Rund 7000 Seen, über 120 Gletscher, ungezählte Wasserfälle, Schluchten, Höhlen, Grotten, Tausende Flusskilometer und Startpunkt von vier namhaften Strömen, die in alle Himmelsrichtungen in die Weltmeere fliessen. Und so tut Schweiz Tourismus alles, um das wertvolle Nass in all seinen Facetten erlebbar zu machen. Auf MySwitzerland.com/sommer finden sich im Sinne der neuen Kampagne über 200 Ideen für Ferien im, am und auf dem Wasser. Auf die Website gelockt werden potenzielle Gäste mit einem neuen Film von Sebi und Paul. Der Spot von Spillmann Felser Leo Burnett wird weltweit zum Einsatz kommen. Motto: «Wir tun alles für perfekte Sommerferien am Wasser.» Dazu gibt es die verschiedensten Broschüren, eine zum Beispiel mit 100 «berauschenden Übernachtungsmöglichkeiten am Wasser».

5,9 Milliarden Medienkontakte

An verschiedenen Medienevents rund um Schweizer Gewässer werden 100 internationale TV-Teams erwartet. In den USA sollen mit einem dreiteiligen Film von 90 Minuten über das Wasser in der Schweiz 10 Millionen Zuschauer über das TV-Netzwerk PBS erreicht werden.

Die UBS, welche soeben ihre Partnerschaft mit Schweiz Tourismus vertraglich verlängert hat, legt ebenfalls weltweit in ihren Geschäftsstellen das Magazin «Top 150 Wassererlebnisse» auf. Dazu wird die Bank, die am 25. Juni 150 Jahre feiern kann, als «Geburtstagsgeschenk für die Schweiz» in all ihren heimischen Filialen eine Tageskarte für die Schweizer Schifffahrt zum symbolischen Preis eines Fünflibers anbieten.

Gastro Suisse als weiterer Partner von Schweiz Tourismus bietet Aktionen mit einem besonders interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis in 222 ausgewählten Hotels an.

Im Trend der Zeit setzt Schweiz Tourismus auch noch stärker auf digitale Medien. Zum ersten Mal erscheinen die Sommerbroschüren «Berge & Seen», «Städte» sowie «Top-100-Erlebnisse» als iPad-App, alle in mindestens vier Sprachen. Sie inspirieren durch ihre Erlebnisvielfalt sowie die individuellen Nutzungsmöglichkeiten, vor allem aber durch Animationen und Interaktivität. Die iPad-App «MySwitzerland » von Schweiz Tourismus gibt es gratis im App Store von Apple. Erwartet werden 100‘000 Downloads bis Ende Jahr.

http://www.youtube.com/watch?v=Mdr6zS6E79w

Der Input von Spillmann Felser Leo Burnett sowie spezielle Aktionen

Peter Brönnimann, Executive CD bei Spillmann Felser Leo Burnett, über den Anteil seiner Agentur bei der Kampagne «Sommerferien im Wasserland Schweiz».

WW: Mit welchen Ideen und in welchem Umfang ist Spillmann Felser Leo Burnett an der Sommerkampagne «Wasser» engagiert?
Peter Brönnimann: Wir sind Leadagentur von Schweiz Tourismus, das heisst wir sind einerseits auf strategischer Ebene tätig, konzipieren andererseits die Grundideen und realisieren diese – zum Teil mit externen Partnern.

Ist das Thema «Land des Wassers» von der Werbeagentur vorgeschlagen worden oder wer hat das entwickelt?
Das jeweilige Sommerthema, letztes Jahr waren es zum Beispiel die Städte, dieses Jahr ist es das Wasser, wird von Schweiz Tourismus erarbeitet. Dies dient uns als Grundlage für verschiedene Ideen. Die Schweiz ist ja nicht nur das Land des Wassers, sondern auch das Land der Servicequalität. Dies unterstützen wir in den verschiedenen Werbemassnahmen seit Jahren mit dem Claim «Wir tun alles für perfekte Ferien».

Welche und wie viele Filme hat SFLB für diese Kampagne realisiert?
Wir haben den grossen Sommerspot mit Sebi und Paul konzipiert und realisiert. Zudem haben wir über Schweiz Tourismus die Wasserspots mit Sebi und Paul für die UBS realisiert.

Was ist der Job von SFLB bei der Aktion «Das blaue Wunder» mit dem Rheinschwimmer? Die Aktion wird mit Video-Reportagen und vielen Events begleitet.
Das Konzept «Das blaue Wunder – Rhein 2012» wurde gemeinsam von Ernst Bromeis und Schweiz Tourismus konzipiert. Die Idee, von der Quelle an die Nordsee zu schwimmen, stammt von Ernst Bromeis, die Videobeiträge werden von S-Emotions realisiert.

Was kann man über den Arbeitsaufwand von SFLB rund um den Etat von Schweiz Tourismus verraten wie zum Beispiel Logistik der Kampagnen im Ausland, Jubiläumsaktion der UBS?
Wir sind für alle Produkte von Schweiz Tourismus zuständig, unter anderem auch für den Bereich Businessmeetings und Konferenzen – einen für den Tourismus sehr wichtigen Bereich – Wellness, Design&Lifestyle-Hotels und weitere. Entsprechend intensiv ist der Job. Wir sehen es aber als Privileg an, für die Schweiz werben zu dürfen, und tun – ganz nach dem Motto unserer Kampagnen – alles, damit die Werbung für die Schweiz genauso toll ist wie Ferien in der Schweiz.

Das blaue Wunder – Rhein 2012
Ein weiterer Höhepunkt der Sommerkampagne läuft unter dem Titel «Das blaue Wunder»: Im Mai durchschwimmt der Wasserbotschafter und Schwimmer Ernst Bromeis den Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Das sind «1230 Kilometer öffentliche Aufmerksamkeit», wie man sich vom Abenteuer verspricht. Schweiz Tourismus präsentiert dazu eine spektakuläre Rivershow mit zahlreichen Medien- und Publikums-Events entlang des Rheins. Die Aktion wird auf MySwitzerland.com/ blue mit einem Blog sowie aktuellen Videos und Fotos dokumentiert.
In die internationalen Kanäle der Medien einfliessen lassen will Schweiz Tourismus das Abenteuer anlässlich von drei attraktiven Einladungen: am 2. Mai nach der ersten Tagesetappe in Disentis, am 8. Mai mit einer «VIP-Orientierung» in Konstanz und am 18. Mai in Basel, wo der Schwimmer die Schweiz verlässt und täglich 50 weitere Kilometer zurücklegen will bis zur Ankunft Ende Mai in Hoek van Holland bei der Mündung in die Nordsee.

In Kürze
Schweiz Tourismus investiert 48,5 Millionen Franken in die Sommer-/Städtekampagne 2012. Die Zielmärkte sind weltweit. Demnächst werden im indischem Mumbai sowie in Singapur weitere Auslandbüros eingerichtet. Besonders aktiv will man auch in Brasilien werden. Mit all seinen Massnahmen rechnet Schweiz Tourismus weltweit mit 5,9 Milliarden Medienkontakten. Dazu werden auch 28 Millionen Broschüren und Drucksachen verteilt. Für die erste iPad-App «MySwitzerland» werden 100 00 Downloads bis Ende Jahr erwartet, auf der mehrsprachigen Website www.MySwitzerland.com 11,9 Millionen Besucher.

 

Aufgespiesst: Dr. Best is the best

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche über Werbung, die Sicherheit und Wärme vermittelt.

Werbung ist anstrengend: Überall gut aussehende, zahlkräftige, junge, glückliche Menschen, die wollen, dass wir wollen, wir wären so wie sie. Wie schön ist dagegen Werbung mit Dr. Best, dem Trigema- Affen, Herrn Fischer von Fischers Bettwarenfabrik in «Wädenschwil» oder mit der Ich-empfehle- Perlweiss-Zahnarztfrau. Denn verglichen mit diesen Figuren sehe ich endlich einmal besser aus als die in der Werbung (vielleicht abgesehen von der Zahnarztfrau), habe weder Zahnfleischbluten, noch brauche ich ein garantiert in Deutschland (von einem Affen) produziertes Hemd, geschweige denn ein persönliches Wunsch-Duvet. Glücklich, ohne Bedürfnisse und ein Lachen im Mundwinkel – das Leben kann so schön sein! Leider gibt es viel zu wenig Werbung dieser Façon.

Jetzt, endlich, kommt das Dr.-Best-Revival. Die Reinkarnation des Zahngutonkels heisst Dr. Klenk, stammt aus dem nordrhein-westfälischen Bielefeld und wirbt für die fantastische Wirkung von Koffein. Als «Doping für die Haare». In Form eines Shampoos. Für die Kosmetikmarke Alpecin.

Der «jut und jünstisch» produzierte TV-Spot zeigt Laborchef Dr. Adolf Klenk im Bielefelder Alpecin- Labor. Während die Kamera auf den Koffeinkenner zufährt, wirft der Sprecher im Off die Frage auf, ob das Koffeinshampoo von Alpecin verhindern kann, dass sich die Wachstumsphasen der Haarwurzeln verkürzen – denn eben diese verkürzten Phasen seien der Grund dafür, dass alternden Herren die Haare ausfallen. Schwungvoll dreht Dr. Klenk im frisch gebügelten weissen Kittel sich von seinem Computer zur Kamera und antwortet vorgeschobenen Unterkiefers mit einem gedehnten «in der Taaaaat!» (in der englischen Version «indeeeeed»). Dazu belegt er seine Aussage mit einer absurden Wachstumskurve. Herrlich. Komisch. Wundervoll.

Lächerlich? Quatsch? So funktioniert Werbung nicht? Eben doch. Der handgedrechselte Spot hat gewaltig eingeschlagen: Alpecins Koffeinshampoo findet reissenden Absatz, Dr. Klenk, der wirklich so heisst und tatsächlich Laborchef ist, kann in seinem Wohnort Verl nicht mehr aus der Haustür treten, ohne dass ihm jemand durchs volle, silbergraue Haar wuscheln will, auf Facebook und Twitter tummeln sich jede Menge Klenk-Fans und -Friends und «in der Taaaaat!» hat als Klingelton virale Furore gemacht. Offenbar hat die Welt genug von den zu jungen, zu schönen, aalglatten oder aktuell bärtigen Werbegesichtern. Was ist die raumgreifende Ödnis makelloser Schönheit gegen die Sicherheit und Wärme, die der etwas eckige Dr. Klenk ausstrahlt?! Titel und Kittel geben wieder ein bisschen Halt inmitten des verbreiteten Blingblings.

Dr. Best und Dr. Klenk tun aber nicht nur unseren perfektheitsgestressten Augen und gerauften Haaren gut. Man sollte auch die beiden Doktores einmal miteinander bekannt machen. Denn Dr. Best braucht dringend ein paar Haare an der richtigen Stelle (Koffein soll da helfen, habe ich in irgendeinem Werbespot gesehen), und Dr. Best müsste sich mal Dr. Klenks Unterkiefer genauer anschauen. Für eine bessere, duvetweiche Welt. In der Taaaaat.

Die Spots
Dr. Klenk: http://www.youtube.com/watch?v=o8W0CxWYkbo
Dr. Best: http://www.youtube.com/watch?v=qkugFArSlqE
Trigema: http://www.youtube.com/watch?v=SLdWn_0zEEE
Fischer Bettwaren: http://www.youtube.com/watch?v=9RMvEmvOb-o
 

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