Radio Blind Power mit neuer Leitung

Radio Blind Power erhält ab 1. Juni 2012 einen neuen Geschäftsführer. Marc Fehlmann übergibt die Leitung des Integrationsradios dem 23-Jährigen Berner Dominik Hofstetter.

Marc Fehlmann gibt die Geschäftsführung von Radio Blind Power nach zwei Jahren auf eigenen Wunsch ab, um mehr Ressourcen in seinen in den letzten Jahren aufgebauten Betrieb investieren zu können. Der 37-Jährige ist seit fünf Jahren für das Integrationsradio tätig, davon seit Mai 2010 als Geschäftsführer, und verantwortete in dieser Zeit unter anderem die Realisierung des neuen Studios in der Stadt Bern und dessen Umzug. Er war massgeblich an der Weiterentwicklung von Radio Blind Power zum Ausbildungs- und Integrations-Radio beteiligt. Ausserdem war er für die Schaffung der ersten Arbeitsstelle bei Radio Blind Power und die seither entstandenen Praktikums-Plätze verantwortlich.

Ab dem 1. Juni 2012 übernimmt der 23-Jährige Berner Dominik Hofstetter (Bild) die Leitung des Radiosenders. Hofstetter absolvierte eine kaufmännische Grundausbildung und arbeitet seither bei der Bundesverwaltung. Als Student in Betriebsökonomie und durch seine Erfahrungen als Eventmanager bei einem Kleider-Label und als Gründer und Geschäftsführer eines Managements für junge Künstler bringe er die idealen Voraussetzungen für die neue Aufgabe bei Radio Blind Power mit, heisst es in der Mitteilung.

Über Radio Blind Power

Radio Blind Power, das von blinden, sehbehinderten und sehenden Jugendlichen und jung gebliebenen produzierte Integrationsradio, setzt sich nebst dem Radiobetrieb für die Integration und Radio-Ausbildung von blinden und sehbehinderten Menschen ein. 1997 in der Blindenschule entstanden, besteht Radio Blind Power nun seit 15 Jahren, davon seit 2006 als eigenständiger Verein. Es bietet ein 24-Stunden-Musikprogramm und mehrere Live-Sendungen pro Woche, die von ehrenamtlichen Sendungsmachenden produziert werden.
 

Kommunikationsplanerinnen und -planer gekürt

120 Kandidatinnen und Kandidaten aus der ganzen Schweiz – drei mehr als im Vorjahr – haben sich in diesem Frühjahr an die eidgenössische Prüfung zur Kommunikationsplanerin beziehungsweise zum Kommunikationsplaner gewagt.

In Biel und Zürich stellten sie sich gemäss Mitteilung während insgesamt 13 Stunden und 45 Minuten sowohl mündlich als auch schriftlich den Aufgaben in den Fächern Kommunikationsplanung/integrierte Kommunikation, Media, Produktion sowie Werberecht/Werbewirtschaft. Knapp 70 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten waren dabei erfolgreich. Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Quote zwischen 70 und 75 Prozent lag, liegt dieses Ergebnis leicht unter dem Durchschnitt. Das beste Resultat mit der Schlussnote 5,2 erreichte die Zürcherin Anja Speer, gefolgt von Andrea Schmid aus Schüpfheim mit der Note 5,1. Den dritten Platz mit der Schlussnote 5,0 teilen sich gleich fünf Absolventinnen. Unter ihnen Florie Maugeon aus Genf, die das beste Resultat der Romandie erzielt hat.

Die Prüfung wird von SW Schweizer Werbung und ihrem Schwesterverband Publicité Suisse PS im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT durchgeführt. Die Diplomfeiern der frisch gekürten Kommunikationsplanerinnen und -planer findet am 5. Juli in der Romandie und am 6. Juli in Zürich statt.

> Liste mit den Namen aller erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten (PDF)

Maz-App für den Medienauftritt

Was muss ich alles beachten vor Mikrofon und Kamera? Wie verhalte ich mich im Krisenfall? Die Schweizer Journalistenschule Maz bietet jetzt schnelle Hilfe – digital.

Und zwar mit einer App. Die Applikation bietet Hilfestellung in Form einer Checkliste. Damit soll man sich umgehend und zielgerichtet auf einen Medienauftritt vorbereiten und in Krisensituationen richtig reagieren können, so eine Maz-Mitteilung.

Zum MAZ-App

 

Advico Young & Rubicam: «Übersicht-Verlieritis» gibt’s bei ÖKK nicht

Die Agentur Advico Y&R hat ein neues Sujet für die Unternehmenskunden-Kampagne von ÖKK entwickelt. Der Slogan der Kampagen: «Übersicht-Verlieritis» gibt’s bei ÖKK nicht.

In der aktuellen Kampagne für Unternehmenskunden verschenkt ÖKK individuelle Unternehmensberatung vom unabhängigen Experten – jedes KMU kann sich anmelden. Wer teilnimmt, wird mit einem Sofortpreis belohnt.

Verantwortlich bei ÖKK: Mario Theus (Markt Privat- und Unternehmenskunden, Mitglied der Geschäftsleitung), Venanzi Vincenz (Leiter Marketingkommunikation), Cornelia Enzinger (Projektleiterin Media). Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam: Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Lukas Wietlisbach (AD), Annik Weber (Grafik), Patrick Bucher (Text), Christoph Schwarz, Julia Kull (Beratung); Daniel Ganahl (Illustration).
 

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Beim Kriterium Awareness liegt das Sujet SBB der Werbeagentur Contexta an der Spitze, gefolgt von der Anzeige für Ovomaltine von Spillman, Felser, Leo Burnett und der Anzeige von Suvacare der Werbeagentur Ruf Lanz. Suvacare siegt beim Kriterium Uniqueness weit vor der Anzeige für Ovomaltine und der Anzeige BSL Schifffahrt Berner Oberland der Werbeagentur Formeldrei. Auch beim Kriterium Brand Fit gewinnt Suvacare vor Ovomaltine und dem SBB-Sujet. Bei der Likeability liegt wiederum Suvacare an der Spitze, gefolgt von BLS Schifffahrt Berner Oberland und dem Sujet SBB.

> Zu den Ergebnissen im Überblick (PDF)
> Zu den detaillierten Ergebnissen (PDF)

Fragestellung und Methodik

Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI).
Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com-reSEARCH-Plattform.
Zielgruppe: webaktive Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 65 Jahren.
Sample-Grösse: n = 503 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten.
Erhebungszeitraum: 8. 05. 2012–14. 05. 2012.
Fragen:
– Wir haben Ihnen zu Beginn der heutigen Befragung einige Anzeigen vorgestellt.
An welche dieser Anzeigen können Sie sich erinnern? Bitte nennen Sie uns die
werbenden Unternehmen bzw. die beworbenen Marken. (Awareness)
– Inwieweit heben sich diese Anzeigen Ihrer Meinung nach von anderer Werbung in
Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= hebt
sich überhaupt nicht ab) bis 6 (= hebt sich sehr stark ab). (Uniqueness)
– Inwieweit passen diese Anzeigen zu dem Bild, das Sie von den jeweiligen Marken/
Unternehmen haben? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= passt überhaupt nicht zu meinem
Bild von dieser Marke) bis 6 (= passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke). (Brand Fit)
– Inwieweit gefallen Ihnen die folgenden Anzeigen? Bitte bewerten Sie jeweils von
1 (= gefällt mir überhaupt nicht) bis 6 (= gefällt mir sehr gut). (Likeability)
Bei den abgedruckten Werten handelt es sich jeweils um die Top-Box-Bewertungen «hebt
sich sehr stark ab», «passt sehr gut zu meinem Bild der Marke», «gefällt mir sehr gut».

Verfasserin der repräsentativen Studie «Werbelieblinge der Schweiz» ist die auf Online- Marktforschung spezialisierte Marketagent.com Schweiz, die über ein registriertes Panel von 20'000 befragungswilligen Personen in der Deutsch- und der Westschweiz verfügt. Marketagent.com Schweiz ist ein Tochterunternehmen des führenden österreichischen Marktforschungsunternehmens Marketagent.com online reSEARCH GmbH und der Schweizer Kommunikationsagentur Contract Media AG.
 

Allink: Kompromissloser Neuauftritt für Nectaflor

Der bestehende Auftritt von Nectaflor konnte sich im Regal zu wenig von der Konkurrenz differenzieren. Allink.Creative hat deshalb einen Neuauftritt des Trockenfrucht- und Nusssortiments entwickelt.

Das Branding und die moderne, puristische Gestaltung stehen im Zentrum des Redesigns. Sie sollen für die nötige Aufmerksamkeit sorgen und eine hohe Wiedererkennbarkeit der Marke gewährleisten, so die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag. Mit und frischen Produktfotos und einer eigens für Nectaflor entwickelten Schreibschrift vermittle das Gestaltungskonzept Kompetenz, Persönlichkeit und Natürlichkeit.

Die Agentur hat sämtliche Verpackungen der Linie «Premium Selection» konzipiert und umgesetzt. Das Trockenfrucht- und Nusssortiment umfasst rund 30 verschiedene Produkte und wird ab Frühling 2012 im Detailhandel eingeführt.

Verantwortlich bei Allink.Creative: Christoph Schlatter (CD), Henry Gillis (Grafik), Lorenz Wahl (DTP), Jacqueline Felder (DTP). Fotografie: Christoph Stöh Grünig. Verantwortlich bei Narimpex: Ulrich Grünig (CEO), Franziska Scheidegger (Marketingleiterin), Salomé-Nicole Fernandez (Product Manager).
 

Sieben Stiftungen lancieren Europäischen Presse-Preis

Sieben europäische Stiftungen wollen mit der Lancierung eines Europäischen Presse-Preises guten Journalismus fördern. Ausgeschrieben wird der Preis in allen 47 Ländern Europas.

Der Preis wird in vier Kategorien verliehen: Redaktioneller Beitrag, Kommentar, Reportage und herausragende Innovation. Für jede Kategorie stehen 10‘000 Euro zur Verfügung. Verliehen wird der Presse-Preis erstmals im Jahr 2013 verliehen, wie die sieben europäischen Stiftungen am Donnerstag gemäss SDA bekanntgaben. Die Initianten seien überzeugt, dass seriöse Berichterstattung in Printprodukten oder auf Zeitungs- Webseiten die Rolle des Journalismus als Verteidiger von demokratischen Freiheiten stärke.

Die sieben Stiftungen sind: In Grossbritannien The Guardian und Thomson Reuters, in den Niederlanden Stichting Democratie en Media und Vereniging Veronica, in Dänemark The Jyllands Posten und The Politiken, in der Tschechischen Republik The Media Development Loan Fund.

Die Eingabefrist für die Preis-Ausschreibung 2013 läuft vom 1. Juli bis 26. Oktober 2012.
 

Metzgerlehner sagt für Phonak die Zukunft voraus

Für  eine bevorstehende Produktlancierung hat Phonak im Namen der Wahrsagerin Madame Esmeralda die Tarot-Karte «Der Hörende» an Hörakustiker verschickt. Auf der Website der Wahrsagerin konnten sich die Akustiker die Zukunft der Branche voraussagen lassen.

In einem interaktiven Film zogen eine Wahrsagerin und ihrer launische Katze Hazel den Besucher in ihren Bann. In einer eigens für diese Aktion entwickelten Sprache – und mit Untertitel in 7 realen Sprachen – verkündete Madame Esmeralda ihre Prophezeiung für eine verheissungsvolle Zukunft. Und dass sie an einem ganz bestimmten Datum eine weitere, alles entscheidende Tarot-Karte für den Hörakustiker ziehen werde. Diese Karte solle die Online-Prophezeiung definitiv bestätigen und die ganze Wahrheit über die Zukunft der Branche ans Licht bringen.

Die Tarot-Karte «Der Akustiker» wurde zum Lancierungstermin der neuen Leistungsstufe Essential von Phonak verschickt. Madame Esmeralda lüftete wie versprochen ihr Geheimnis und prophezeite allen Hörakustikern mit Essential ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Zusätzlich forderte sie die Fachleute auf, möglichst bald ihre Ansprechpersonen bei Phonak zu kontaktieren – und so die Erfüllung der Prophezeiung in Gang zu setzen.

Verantwortlich bei Phonak: Ora Bürkli (Vice President Product Marketing), Bettina Vogel-Moore, Marc Menendez und Reto Sigrist (Marketing Communication Manager). Verantwortlich bei Metzgerlehner Worldwide Partners: Michael Rottmann (Creative Direction), Patrick Meyer (Text/Konzept), Sandro Nicotera (Art Direction), Roswitha Brülisauer (Grafik), Mark Berger (Metzgerlehner digital), Silvan Metzger und Anna-Lea Michael (Beratung), Jonathan Heyer (Regie). Produktion: Cheese & Chocolate.
 

Zu guter Letzt: Die Suche nach der richtigen Wolke

Daten sollen künftig übers Internet in sogenannten Clouds gespeichert werden. Auch die Schweizer Behörden planen nun schon, Daten in Clouds auszulagern. Wird «keine Kontrolle über unsere Daten» nun zum Schlagwort 2012?

Die Idee kommt vom Steuerungsausschuss E-Government, dem die Bundesräte Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider Ammann angehören. Alle Schweizer Behörden sollen gemäss dieser Strategie ihre Daten – auch heikle – in Clouds auslagern. Dies schreibt die Woz online am Donnerstag. Auch wenn die digitalen Wolken ökonomische und technische Vorteile haben, wie Einsparungen bei Speicherplatz und Software, sind einige Bedenken betreffend Datenschutz nicht ganz auszuräumen: Sobald die Betreiberfirma der Cloud eine amerikanische ist, muss sie den amerikanischen Behörden Zugriff auf die Daten auch europäischer Kunden geben, unabhängig davon wo der Rechner der Cloud sich befindet.

Wird den Nutzern so die Kontrolle über ihre Daten entzogen? In Deutschland meinte man Anfang des Jahres «Ja» und verlieh der Cloud den Preis «Big Brother Award». In deren Laudatio hiess es gemäss Woz: «Sorry, liebe investigative Journalisten, wer einen Gmail-Account zur Kommunikation mit Informanten nutzt, handelt fahrlässig.» Denn Gmail ist der kostenlose Mail-Service von Google. Und die grössten Cloud-Anbieter sind aktuell Amazon, Microsoft, Apple, IBM und Google.

 

Publicis macht für EKZ Finger zu Helden

Die EKZ lancierte mit Energie-experten.ch eine Online-Plattform, auf der alles Wissenswerte rund ums Energiesparen thematisiert wird. Für die Bewerbung der Plattformh stellte Publicis den Zugang zum Energie-Expertentum ins Zentrum.

Mit dem Druck auf den Lichtschalter oder den Power-Button eines Elektrogerätes kann ein Finger in Sachen Stromverbrauch Grosses bewirken. Denn Abschalten macht ihn zum Helden. Diese Botschaft sorgt in einer crossmedialen Kampagne für Aufmerksamkeit und soll nicht nur zu neuen Heldentaten animieren, sondern vor allem auch zum gewünschten Traffic auf Energie-experten.ch sorgen. Für die Kampagne kommen unter anderem ein Ambient-Kino-Spot, Online-Ads, Flyer und Mailings zum Einsatz.

Verantwortlich bei EKZ: Simone Ita (Projektleiterin Kommunikation Marketing Services), Gian Cavigelli (Produkt Manager Energieberatung), Sylvie Hirzel (Leiterin Marketing Services), Evelin Rubli (Leiterin Energieberatung). Verantwortlich bei Publicis: Conny Jäger (AD), Christian Schirmer (Text/Konzept), Marvin Hugentobler (Grafik), Roger Rüegger (ECD), Anna Diec und Matthias Koller (Beratung). Produktion: Frame Eleven, Carol Luchetta (Kostüme).
 

Kundengewinn der Aegis Media Group Switzerland

Helsana setzt nach einem dreistufigen Pitchverfahren ab sofort auf die Carat Schweiz. Das Aufgabenpacket umfasst sämtliche Mediagruppen inklusive allen digitalen Medien.

Zu dem Aufgabenpacket gehören die Erarbeitung der Media-Strategie, Mediaplanung und die Media-Einkaufs-Aufgaben. Das Packet mit allen Spezialeinheiten der Aegis Media Group Schweiz (Carat, Isobar, iProspect) unter der Gesamtverantwortung der Carat Schweiz habe mit ihrer strategischen, konsistenten, partnerschaftlichen und transparenten Arbeit überzeugt, begründet Dierk Schehrer, Leiter Werbung und Verkaufsförderung Helsana, seine Entscheidung. Alles aus einer Hand zu erhalten sei sehr wichtig.
 

Aufgespiesst: Branding – gar föhrchterlich

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche, über Branding auf der falschen Seite der Schmerzgrenze.

Auch wenn es Frau Rickli missfallen wird: Wir schauen heute einmal über Tellerrand und Grenze. Ennet stöbern wir im sprachlichen Horrorkabinett eines unserer nördlichsten Nachbarländer, der Nordseeinsel Föhr. «Endlich Föhrien!», proklamieren die Insulaner zur bevorstehenden Urlaubszeit, und ich finde das noch pfiffig – beim ersten Lesen des Inselkatalogs, von feinem Wein leicht angesäuselt, gut gestimmt und auf Ferien gepolt. Aber bereits beim zweiten Durchblättern des Werbewerks geht mir der Claim gehörig auf den Wecker. Mein auf klare Worte und korrekte Wörter getrimmtes Auge zuckt, sobald es den Ausruf streift, und signalisiert mir einen schmerzhaften Fehlfunk im Gehirn.

Witzigkeit kennt kein Pardon

Noch bevor ich verschnaufen kann, holen die Föhringer zum nächsten Schlag aus: «Föhr Kids», lese ich, und mir ist, als hätte ich eine Fischvergiftung. Es ist ja bemerkenswert, dass man nicht nur für den Urlaub mit Hund, sondern auch für den mit Kind Gestaltungsvorschläge findet. Aber muss das wirklich unter diesem Wortgeschwür sein? Entgegen jeder Hoffnung ist es damit immer noch nicht vorbei. Einige der sonst mit Worten und Witzen eher zurückhaltenden Insulaner haben ihr Marketing selbst in die Hand genommen. Brav penetrieren sie die flotte Wortjonglage ihres Tourismusverbands im (und für das) private(n) Kämmerlein weiter: Sie bieten ihre «Föhrienwohnung» feil. Oh weia! Das tut weh bis in die Gräten. Auf der anderen Seite erleichtert uns dieser Sprachkrampf die Auswahl unserer Unterkunft. Denn eine «Föhrienwohnung » mieten wir ganz sicher nicht. Zum Glück ist niemand auf die Idee gekommen, einen «Föhranstaltungskalender» zusammenzustellen, uns zum «Radföhren» zu drängen oder uns mit der «Föhre» auf die Insel übersetzen zu wollen. Sonst würde ich mir nämlich noch einmal überlegen, ob wir die Ferien wirklich in der Friesischen Karibik verbringen wollen. Schliesslich befindet sich unser Sohn gerade in der heissesten Phase des Spracherwerbs. Watt?! Andererseits: Hans Christian Andersen hat der Aufenthalt bei den Inselaffen auch nicht geschadet. Würde man ja wohl merken, wenn der Dichter sprachlich nicht ganz dicht wäre.

Schwimmen oder Baden

Genauso auf die Nerven geht mir übrigens schon seit geraumer Zeit der Slogan des Grandcasino Baden (womit wir, Frau Rickli, Gott sei Dank!, wieder diesseits der Grenze wären): «Baden im Glück.» Klar hat da ein Texter mal eine flotte Idee gehabt und sie in ein locker-flockiges Wortspiel gegossen. Aber ist das wirklich so grandios, dass man sechs Jahre lang damit werben muss? Oder war der kleine Einfall so teuer? Auch Anouk Manser kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Glücks-Claim längst totgenudelt ist. Wie wäre es also mal mit einem neuen Sprüchlein, damit das Grandcasino werbetechnisch nicht bald baden geht? Zum Beispiel passend zur Badesaison: «Baden ist wundervoll.» Diesen Slogan könnte man ebenfalls prima sexistisch ausschlachten. Manser im Bikini ist sicher auch nicht unappetitlich. Aber das muss dann natürlich wieder jemand ausbaden …
 

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