Zu guter Letzt: Die Idee mit der unveröffentlichten Idee

Das ist doch mal eine gute Idee: Ein Marktplatz für unveröffentlichte Ideen, Konzepte und Kampagnen – Unseenideas.com ist am 23. Mai als Betaversion online gegangen.

Viele Kreative und Agenturen werden es kennen: Ein Kunde ruft an, man wird zu einem Pitch eingeladen. Was folgt, sind Konzeption und Entwicklung einer Strategie, Recherchen und Marktforschung, sodass am Ende eine aufwendig und teuer kreierte Präsentation steht. Und auch das kennen die meisten Kreativen und Agenturen: der Kunde entscheidet sich für jemand anderen – der Pitch geht verloren, übrig bleiben oftmals gute Ideen und Konzepte, jede Menge Knowhow über den Markt, die Wettbewerber, die Zielgruppe und viel Papier- beziehungsweise Datenmüll. Nicht zu vergessen natürlich das dumme Gefühl, unnötig Zeit und Geld investiert zu haben.

Damit soll nun Schluss sein: Unseenideas.com ermöglicht es, diese vermeintlich «verlorenen» Präsentationen weiteren potenziellen Interessenten zugänglich zu machen – sozusagen als Zweit- oder Weiterverwertung. Das Business-Modell sieht vor, dass die Kreativen, die ihre Ideen einstellen, entsprechend ihrer Agenturgrösse ein Monatsabo abschliessen, um richtig «mitspielen» zu können. Potenzielle Kunden haben die Wahl zwischen einer Monatsmitgliedschaft und einem Jahresabo. In der Beta-Phase, die sechs Monate dauert, ist Unseenideas kostenfrei.

Die Betreiber des Portals sind übrigens noch auf der Suche nach weiteren Agenturen, die Lust haben, ihre Ideen, Konzepte und Kampagnen hochzuladen – und wer ganz genau wissen will, wie es funktioniert, schaut sich am besten das folgende Video an:
 

Axel Springer Schweiz: Personelle Veränderungen bei Beobachter und Programm-Medien

Christof Auer wird Art Director beim Beobachter, Nathalie Steiger Art Director von Tele, TV Star, TV 2 und TV vier. Mathias Neu wird Mitglied der Chefredaktion bei den Programm-Medien von Axel Springer Schweiz.

Textchef Mathias Neu (Bild oben) verstärkt die Chefredaktion der Programm-Medien (Tele, TV Star, TV 2 und TV vier) von Axel Springer Schweiz. Der 49-Jährige schloss 1994 sein Studium an der Uni Zürich mit dem Lizentiat ab und unterrichtete am Gymnasium Freudenberg vier Jahre Latein. Nach einem einjährigen journalistischen Praktikum erfolgte 1999 der Einstieg ins Verlagswesen als Texter/Konzepter beim Weka Verlag, Zürich. Ab 2002 war Mathias Neu als freischaffender Texter, Lektor und PR-Redaktor tätig und fing 2004 beim TR7 (heutiges TV-Star) als Korrektor an.

Christof Auer heisst der neue Art Director des Beobachters. In den letzten vier Jahren prägte der 35-Jährige als verantwortlicher AD den optischen Auftritt der vier Programmzeitschriften von Axel Springer Schweiz. Zuvor führte ihn sein beruflicher Werdegang über diverse Stationen bei Stocks, Facts, Schweizer Familie und Tages-Anzeiger. Auer übernimmt bei der Publikumszeitschrift die Nachfolge der 40-jährigen Doris Oberneder, die das Layout- und Infografikteam des Beobachters während den letzten dreieinhalb Jahren geführt hatte. Oberneder, die auch für den Relaunch des Magazins im Frühling 2009 verantwortlich zeichnete, verliess den Beobachter auf Ende März, um sich neuen Zielen und Projekten zuzuwenden.

Nachfolgerin von Christof Auer bei den Programm-Medien wird seine bisherige Stellvertreterin Nathalie Steiger. Die 39-Jährige begann ihre berufliche Karriere 2002 als Creativ Director der Firma Dai in Zürich. Später folgten Einsätze bei zahlreichen Werbeagenturen, unter anderem bei Studer & Wohlgemuth und Advico Young & Rubicam. Ihren Einstieg in die Medienwelt erfolgte als Freelancerin für «Gesundheit Sprechstunde». 2005 kam Steiger zur Fernsehzeitschrift Tele, wo sie 2007 stv. Art Director wurde.

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Christof Auer.

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Nathalie Steiger.

 

SDA wieder in den schwarzen Zahlen

Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) hat 2011 nach Sparmassnahmen im Jahr davor operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Bei einem leicht gestiegenen Umsatz von 26,67 Millionen Franken resultierte ein Betriebsgewinn (Ebit) von 302'000 Franken.

2010 hatte das Mutterhaus SDA noch ein negatives Ebit in Höhe von 716'000 Franken verzeichnet. Neben der Konsolidierung der wirtschaftlich bedingten Reorganisation hat die SDA letztes Jahr ihren Auftritt mit einem neuen Corporate Design aufgefrischt und ein neues modulares Tarif- und Angebotssystem ausgearbeitet, wie es im Geschäftsbericht der SDA heisst.

Die Zahl der in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch produzierten Meldungen im Basisdienst ging um 1,2 Prozent auf rund 176'500 zurück. Der Personalbestand in Vollzeitstellen gerechnet sank um nicht ganz 3 Stellen auf 153,8.

Auf Gruppenebene trugen die Sportinformation (Si) und die Beteiligungen zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Zwar sank der Konzernumsatz um 4,0 Prozent auf 35,36 Mio. Franken, der Gewinn der Gruppe stieg allerdings um 16,5 Prozent auf 1,04 Mio. Franken. Die SDA-Gruppe ist am PR-Dienstleister News Aktuell (Schweiz), an der Bildagentur Keystone, an der Finanznachrichtenagentur AWP sowie am Informatikdienstleister SDA Informatik beteiligt.
 

FS Parker: Kampagne für Casa del Vino kreiert

FS Parker hat für Casa del Vino insgesamt 20 Sujets mit Starköchen, Gastronomen und Schauspielern realisiert. Fotografiert hat Remo Neuhaus.

Neuhaus war jahrelang selber Gastronom und ist seit 2012 professionell als Fotograf tätig, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Die insgesamt 20 Sujets erscheinen in Zeitschriften und Publikationen wie Zürich geht aus, Day- & Nightguide, dem Who is Who-Magazin und vielen mehr.

Verantwortlich bei Casa del Vino Ebinger: Frank Ebinger, Maria Ortiz. Verantwortlich bei FS Parker: Hannes Sigrist (Creative Direction), Jenny Heinicke (Art Direction), Sandy Gattiker (Account Direction), Thomas Campolongo (Text), Lukas Zindel (DTP Design)

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In Flagranti lässt die Schweiz zu Sumol mixen

Die Lysser Agentur In Flagranti hat für das fruchtige Getränk Sumol aus Portugal eine crossmediale Kampagne realisiert.

Ein Radiospot soll aufmerksam machen auf den nationalen DJ-Wettbewerb und eine DJ-Night in Zusammenarbeit mit dem Radio 105. In Coop-Megastores wird das Getränk verteilt, auf den Sechserpackungen, auf Plakaten und auf der 105-Seite werden Fans auf das Profil von Sumol geführt. Dort können DJs ihren besten Musikmix hochladen und für Profi-Equipment oder einen Live-Auftritt um die Wette mixen. Nicht-DJs und Freunde können für ihren Lieblingsmix voten und Tickets für die 105 DJ-Night gewinnen.

In einem internationalen Pitch hat In Flagranti 2011 den Etat zur Lancierung von Sumol in der Schweiz gewonnen.
 

Swisscom unterstützt neue ETH-Professur

Swisscom unterstützt eine neue Professur im Bereich Informationssicherheit an der ETH Zürich mit einer Schenkung in der Höhe von 10 Millionen Franken.

Ziel der Partnerschaft ist es gemäss Swisscom-Mitteilung, den Forschungsplatz Schweiz im Bereich der Informationssicherheit zu stärken, weltweit zu etablieren und eine Plattform zum fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen. Für die neue Professur konnte Professor Adrian Perrig gewonnen werden. Der 40jährige Schweizer hat an der EPFL in Lausanne Informatik studiert und an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, USA, doktoriert. Seit 2002 ist er Professor an der Carnegie Mellon, wo er gleichzeitig eines der weltweit grössten Forschungszentren für Informations- und Computersicherheit leitet. Adrian Perrig wird ab 1. Dezember 2012 seine Tätigkeit an der ETH Zürich aufnehmen. Die neue Professur wird beim Departement Informatik der ETH Zürich angesiedelt sein.

Der Lehr- und Forschungsauftrag der neuen Professur umfasst sämtliche wissenschaftlichen Fragen, welche die Informationssicherheit betreffen und ist somit auch für Swisscom von grosser Relevanz. Gemäss Roland Siegwart, Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich, und Stéphane Dufour, Leiter des Bereiches Strategie und Innovation bei Swisscom, soll der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in sicherheitsrelevanten Fragestellungen gefördert werden. Junge Talente können so bei Swisscom wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung auf Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis überprüfen und damit zusätzliche Erfahrungen sammeln.
 

Hochspannung: Jeder Tag ist Freitag

Die Agentur Hochspannung hat für das Fischrestaurant Le Poisson im Zürcher Kreis 2 eine Kampagne realisiert.

Die Kommunikationsbotschaft «Freitag ist immer.» dramatisiert mit einem Augenzwinkern, dass jeder Tag ein Freitag oder eben ein Tag zum Fisch geniessen ist. Die Kampagne läuft seit Anfang Mai 2012 und wird über Plakate und Inserate gestreut. Weitere Werbemassnahmen sind ein Gäste-Mailing sowie diverse Social Media Massnahmen.

Verantwortlich bei Hotel Glärnischhof: Christian Schübert. Verantwortlich bei Hochspannung Werbeagentur Zürich: Tom Fäh, Signe Fleischmann, Noemi Fraefel, Anigna Groebli, Marco Huber, Matthew Katumba, Julian Murer, Sascha Pacino, Alex Taiganidis.

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Thomas Huwiler verlässt Ringier

Thomas Huwiler, Geschäftsführer Digital Business und Mitglied der Geschäftsleitung von Ringier Schweiz und Deutschland, hat sich aufgrund organisatorischer Veränderungen bei Ringier entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

Huwiler kam 2007 als Profitcenterleiter von Blick.ch zu Ringier und verantwortete seit 2009 den neu geschaffenen Bereich Digital Business. Marc Walder, CEO Ringier AG: «Ich bedanke mich bei Thomas Huwiler für seine erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahren. Der digitale Umsatz von Ringier Schweiz ist in dieser Zeit auf 21 Prozent angestiegen.»

Der 46-jährige Thomas Kaiser, CEO der zu Ringier gehörenden Media Swiss Group, wird per sofort zusätzlich in die Geschäftsleitung von Ringier Schweiz und Deutschland berufen. Er übernimmt darüber hinaus die Verwaltungsratsmandate von Thomas Huwiler in den jeweiligen digitalen Gesellschaften. Für die Mitarbeiter des Bereiches Digital Business werden Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Ringier Konzerns geprüft.

(Bild: Ringier.com)

Syndicom/Impressum: Klage wegen missbräuchlicher Kündigung

Am Mittwoch, 30. Mai, finden zwei Prozesse wegen missbräuchlicher Klage statt. Der Radiojournalist André Hügli klagt mit Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom gegen seinen früheren Arbeitgeber Radio Freiburg/Fribourg wegen missbräuchlicher Kündigung.

Das Impressum-Mitglied Jean Godel war im Februar 2010 gleichzeitig wie sein Kollege André Hügli (Syndicom-Mitglied) entlassen worden. Die beiden waren davor Teil einer vierköpfigen Gruppe, die von der Belegschaft delegiert worden war, in einem kollektiven Konflikt wegen der neu geplanten Direktionsstruktur die Kritiken und Forderungen der Mitarbeitenden mit der Unternehmensleitung zu diskutieren. Die Gespräche verliefen ergebnislos. Als das Team mit einer Medienmitteilung an die Öffentlichkeit ging, wurden die beiden entlassen. Dies schreiben Syndicom und Impressum in einer Mitteilung vom Dienstag. Bei den Entlassungen handle es sich aus gewerkschaftlicher Sicht klar um missbräuchliche Kündigungen. Eine Arbeitnehmervertretung müsse ihre Funktionen ohne Sanktionen erfüllen können und es sei zudem eine ungleiche Behandlung, wenn aus einer vierköpfigen Delegation, die stets als Einheit auftrat und gemeinsam mit dem Team die Entscheidungen fälle, willkürlich zwei entlassen werden.

Nach mehreren Runden der Beweiserhebung kommt es im Prozess gegen die Arbeitgeberin nun zum Abschluss vor der Gewerbekammer des Saanebezirks in Freiburg.
 

Neuer Zalando-TV-Spot – Der Fashion-Virus ist ausgebrochen

Zalando startet mit einem weiteren neuen TV-Spot in die Sommersaison. Im Mittelpunkt der neuen Kampagne steht dieses Mal das Fashion- Angebot des Online-Shops.

Wie schon bei den Vorgängerspots setzt das Unternehmen dabei auf selbstironischen Humor und rückt gleichzeitig die Zalando-Vorzüge in den Fokus. Kulisse des Spots ist das Behandlungszimmer einer Arztpraxis. Der Doktor teilt seiner Patientin die eindeutige Diagnose mit: Sie ist am hochansteckenden Zalando-Virus erkrankt. Ausgelöst wird dieser Virus durch ausgiebiges Shopping der breiten Markenvielfalt auf Zalando.ch. Doch ehe der Arzt vor der Ansteckungsgefahr dieses Virus warnen kann, hat es ihn selbst erwischt. Auffälligstes Symptom des Zalando Virus: Ein Niesen welches mit einem ständigen Wechsel des Outfits einhergeht. Ein Blick ins Wartezimmer zeigt, welche Ausmaße der Virus bereits erreicht hat: Alle wartenden Patientinnen sind infiziert. Ob jung oder alt; der Zalando Virus erfasst früher oder später jeden.

Gedreht wurde der Spot unter der Leitung von Nick Ball im Berliner Klinikum Buch. Das 50-köpfige Team setzte den Spot an zwei Drehtagen um. Verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung des Spots war Jung von Matt/Fleet.

Auf Zalando.ch können Kunden passend zum Launch des Spots ein Making-Of Video, sowie in der Rubrik News&Styles, die Looks der Darsteller im Nachstyling finden. Auf der Zalando Facebook-Homepage wird außerdem ein ausgewähltes Outfit aus dem Spot verlost.

Sehen Sie hier exklusiv den neuen Spot:
 

FS Parker begrüsst Lemonsoda und Oransoda in der Schweiz

Lemonsoda, Oransoda und Mojitosoda sind seit Januar 2012 auch in der Schweiz erhältlich - in der Migros. Um dies dem Schweizer Zielpublikum bekannt und schmackhaft zu machen, wurde FS Parker beauftragt.

Aufgabe an die Zürcher Agentur mit Sitz im Kreis 4 war es, ein einzigartiges Key-Visual zu kreieren, das die Frische und den Geschmack der Zitronensoda plakativ auf den Punkt bringt. Das Visual sollte bei den Betrachtern auf Anhieb sommerliche, sonnengereifte Feriengefühle wecken.

Vorerst erscheint die durstlöschende Kampagne für Lemonsoda und Oransoda als Inserate in Printmedien, auf ePanels oder als Online-Banner. Weitere Umsetzungen folgen im Laufe dieses Sommers.

Verantwortlich bei Campari Schweiz: Sibylle Rauber (Head of Consumer Marketing), Philipp Brühlmann (Brand Manager). Verantwortlich bei FS Parker: Hannes Sigrist (Creative Direction), Sandy Gattiker (Account Direction), Thomas Campolongo (Text),  Lukas Zindel (DTP Design).

 

Ringier stellt Produktion seiner Sendungen für Presse TV ein

Ringier stellt per Ende 2012 die Produktion seiner Sendungen für Presse TV ein. Dies betrifft die Formate Cash TV, Gesundheit Sprechstunde, Motor Show TCS und Sonntags Blick Standpunkte. Mehrer Mitarbeitende werden entlassen.

Betroffen sind 35 Mitarbeitende. Jedoch ist bis jetzt noch unklar, wie viele von ihnen die Kündigung erhalten, beziehungsweise an einem anderen Ort im Unternehmen beschäftigt werden. Die Sendungen vermochten die betriebswirtschaftlichen Erwartungen schon länger nicht mehr zu erfüllen, wie Ringier in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Geschäftsleitung Ringier Schweiz habe nach reiflicher Abwägung von Rahmenbedingungen, konjunktureller Situation und zu erwartendem Geschäftsverlauf entschieden, per Ende Jahr auf die Produktion der «journalistisch sehr gut gemachten aber schon seit längerem defizitären und deshalb quersubventionierten Formate» zu verzichten.

Die am Standort Hagenholz in Zürich von rund 35 Mitarbeitenden verantworteten Formate gehören dem Geschäftsbereich Ringier Entertainment Fernsehen an. Für wie viele Mitarbeitende die Einstellung der Sendungen eine Kündigung mit sich bringt, wird sich in den nächsten drei bis vier Wochen zeigen, heisst es in der Ringier-Mitteilung weiter. Der Zeitraum der Ungewissheit werde für die Mitarbeitenden so kurz wie möglich gehalten. Die Kündigungen werden mehrheitlich per Ende 2012 erfolgen und durch einen Sozialplan begleitet. Die Redaktionsteams wurden am Dienstagvormittag von der Bereichsleitung über die beschlossenen Massnahmen und die weiteren Schritte informiert.

Wie Ringier-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage der SDA sagte, waren nicht alle Sendungen unrentabel. Es bringe aber wenig, einzelne Formate weiterzuproduzieren. Die Geschäftsleitung habe deshalb den Grundsatzentscheid gefällt, das gesamte Paket einzustellen. Grund für die roten Zahlen sind die zu geringen Werbe- und Sponsoringeinnahmen aufgrund der gegenwärtigen konjunkturellen Lage. Presse TV erhält von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG zwar einen Sendeplatz beim Schweizer Fernsehen und eine gewisse Abgeltung – ohne Werbung und insbesondere Sponsoring können die Produzenten ihre Programme aber nur schlecht finanzieren.
 

Presse TV bedauert den Ausstieg

Man bedaure den Ausstieg von Ringier, schreibt der Präsident von Presse TV, Wolfgang Frei, in einer Mitteilung vom Dienstag. Was mit den frei werdenden Sendeplätzen passiere, werde demnächst mit den Verantwortlichen der SRG und des Schweizer Radio und Fernsehens SRF besprochen.  Der Zusammenarbeitsvertrag mit der SRG läuft noch bis Ende 2013. Presse Tv hat die Absicht, diesen Vertrag auch nach dem Ausstieg von Ringier per Ende 2012 weiterzuführen, wie Wolfgang Frei weiter schreibt. Die privat produzierten Sendungen sollen also bis mindestens Ende 2013 weiterlaufen.

Zu Ringier Entertainment Fernsehen gehören nach der Einstellung der Sendungen für Presse TV auch weiterhin die Abteilungen Ringier TV Productions und Web TV. Ringier ist im Fernsehbereich zudem beteiligt an Sat.1 Schweiz (40 Prozent), der TV- Produktionsfirma Grundy Schweiz (35 Prozent) sowie am Teleclub (33.3 Prozent). Fernsehen bleibe für Ringier somit auch weiterhin ein Geschäftsfeld von strategischer Bedeutung, heisst es in der Mitteilung abschliessend. Die Presse TV besteht seit 1995, wurde ursprünglich von den Medienunternehmen Ringier, NZZ sowie der deutsch-japanischen Development Company for Television Program (DCTP) als Treuhänderin der Fernsehaktivitäten deutscher Verlage, gegründet. Später kamen die Basler Zeitung und seit November 2007 auch die Axel Springer Schweiz als Presse TV-Aktionär dazu. Die Zusammenarbeit mit der SRG regelt ein Kooperationsvertrag, der Ende 2013 ausläuft.
 

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