Level Two kreiert Launch-Film für Victorinox

Level Two konzipiert und realisiert den TV-Spot und POS-Film für den weltweiten Launch der Uhr «Night Vision III» von Victorinox Swiss Army.

Die Idee des Films beruht gemäss Mitteilung auf den verschiedenen Lichtfunktionen der Uhr. Mal erscheinen die Lichter ganz natürlich, mal werden sie inszeniert und wirken wie Lichtmalereien. Die Makroaufnahmen mit der hauseigenen Motion Control-Kamera wurden in einem eintägigen Dreh von Level Two auf 35mm Film realisiert. Zusätzlich wurden diese mit 3D-Sequenzen ergänzt. Unterstützt wird der Film mit einem Soundkonzept, das ebenfalls im inhouse Tonstudio von Level Two von Jan Rieder kreiert wurde. Der TV- und POS-Film kommt weltweit zum Einsatz.

Verantwortlich bei Victorinox Swiss Army: Sébastien Rytz (International Marketing Manager), Jonathan Keller (Graphic Designer). Verantwortlich bei Level Two: Gregor Rott (Gesamtverantwortung für Konzeption, Kreation und Realisation), Gregor Rott (Regie), Steven Wiliams (Kamera Motion Control), Christian Rüeger (3D Animation), Jan Rieder (Sounddesign und Tonproduktion).
 

http://vimeo.com/50063199

Zu guter Letzt: Das 360 Grad Interview

In der neuen Zeitung 360grad Interview sind Interviews erschienen, die einigen Politikern sauer aufgestossen sind. Auch der Innenminister ist ausser sich.

Die an über 500 Kiosken aufliegende Publikation wird von Heinz Leu herausgegeben. Dieser soll ein Interview mit Alain Berset so stark verfälscht haben, dass der Eindruck entsteht, es handle sich um ein aktuelles Interview. Dabei wurde das Interview noch vor seiner Wahl in den Bundesrat geführt. «Der Abdruck eines Interviews über neun Monate später, ohne dies offenzulegen, und dessen nachträgliche unabgesprochene Veränderung widersprechen jeglichen journalistischen Gepflogenheiten und sind inakzeptabel», sagt Bersets Sprecherin Nicole Lamon laut der Sonntagszeitung. Geführt wurde das Interview ursprünglich von Alice Baumann. Sie bestätigte gegenüber der Sonntagszeitung, dass die publizierte Fassung klar von ihrem «korrekt abgelieferten und von Alain Berset autorisierten» Interview abweiche. Ausserdem bestätigte sie, dass der Verleger einige Passagen gar erfunden haben muss.

Auch die beiden Nationalrätinnen Evi Allemann (SP) und Kathrin Bertschy (GLP) sind für die Publikation interviewt worden und zeigen sich über die späte Publikation längst vergangener Gespräche so ziemlich unzufrieden. Sie bezeichnen die Publikation als medienethisch höchst bedenklich, wie die Sonntagszeitung schreibt. Nun soll Leu jedoch nicht nur Interviews verändern, sondern auch Löhne nicht auszahlen. Mindestens zwei Medienschaffenden schuldet er seit neun Monaten die vereinbarten Honorare. Daher geht Baumann nun juristisch gegen Leu vor.

Der Verleger Heinz Leu hingegen hat eine gute Erklärung für das Ganze. Er räumt ein, das Interview mit Berset «aktualisiert» zu haben, heisst es bei der Sonntagszeitung. Sonst aber habe er die Texte «getreu der Manuskripte» publiziert. Als Grund für die verspätete Publikation gibt er den «holpernde Anzeigenverkauf» an.

Ein Grund mit dem aktuell nur wenige Publikationen nicht zu kämpfen haben. Dabei sagt der Titel des Magazins eigentlich schon alles: Die Interviews werden einfach um 360 Grad gedreht und neu publiziert. Daher können auch die Löhne nicht parallel gezahlt werden, da sich Parallelen erst im Unendlichen schneiden, und ein Kreis sich erst schliesst, wenn er mit 360 Grad gefüllt ist. (uma)

Schweizerische Post erhöht den Tarif für Zeitungstransport

Die Post erhöht den Tarif für den defizitären Transport von Zeitungen und Zeitschriften. Von 2013 bis 2015 schlägt der Preis für die Beförderung pro Exemplar jedes Jahr um 2 Rappen auf.

Der Verband Schweizer Medien will den Aufschlag aber nicht hinnehmen. Derzeit betrage das Defizit in der Zeitungszustellung 101 Millionen Franken pro Jahr, sagte Post-Sprecher Oliver Flüeler zu einem Bericht des Sonntagsblick. Mit dem um insgesamt 6 Rappen höheren Tarif würde der Fehlbetrag 2015 auf noch 50 Millionen Franken reduziert. Die Post will den Aufschlag aus Rücksicht auf die Verleger etappieren. Die Post habe beim subventionierten Zeitungstransport in den letzten fünf Jahren nur die Teuerung auf die Medienhäuser überwälzt und trotz auflaufendem Defizit mit Rücksicht auf die Verleger auf geplante Preiserhöhungen verzichtet, sagte Flüeler.
 
Der Verband Schweizer Medien will die Erhöhung nicht ohne weiteres hinnehmen, wie Präsident Hanspeter Lebrument am Sonntag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Ein Gespräch mit der Post-Spitze sei Anfang Oktober geplant. Nach Angaben der Post gehe es um Mehrkosten von rund 10 Millionen Franken pro Jahr, sagte Lebrument. Ob die Verlage diese Kosten selbst übernähmen oder sie auf die Zeitungsabonnenten abwälzten, müssten diese selbst entscheiden. Die Zeitungsverlage sind laut Lebrument verärgert über die unerwartet angekündigte Preiserhöhung, ohne vorherige Rücksprache mit den Verlegern.
 
Post-Sprecher Flüeler sagte dazu, den Verlagen sei bereits im August 2011 mitgeteilt worden, dass das Preissystem für die Zeitungstransport angepasst werden müsse. Die Post habe vor der Bekanntgabe von Details die neue Postgesetzgebung abwarten wollen, die nun auf den kommenden 1. Oktober in Kraft tritt. (sda)

SSM und SRG unterzeichnen Plattform für GAV 2013

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM und die SRG haben am 21. September nach sieben Verhandlungsrunden eine Plattform für den GAV 2013 unterzeichnet. Der neue GAV soll ab 1. Januar 2013 für vier Jahre gelten.

Die Verbesserungen im GAV 2013 betreffen verschiedene Bestimmungen, die einfacher und einheitlicher werden. In mehreren Bereichen ist es den Verhandlungsdelegationen der Sozialpartner gelungen, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Dies schreibt die SRG auf Presseportal.ch. Man habe aber das Ziel,  den GAV zu vereinfachen und moderate Einsparungen zu erzielen, nicht vollumfänglich erreicht. Mit dem heutigen Ergebnis bleibe die SRG aber eine gute und attraktive Arbeitgeberin.

Aus Sicht der SRG kann der neue GAV am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Seitens SSM muss der neue GAV wie üblich von der Branchenkonferenz und in einer Urabstimmung der SSM-Mitglieder genehmigt werden. Die Plattform wird am 5. Oktober der SSM-Branchenkonferenz vorgelegt, am 30. Oktober findet die Urabstimmung der Mitglieder statt. Dies schreibt die Mediengewerkschaft in einem Pressecommuniqué. Stimmen die Mitglieder zu, so tritt der der neue Gesamtarbeitsvertrag am 1. Januar 2013 in Kraft und gilt für vier Jahre.
 
Die Einigung bei den Verhandlungen schaffe die Grundlage für die Fortführung der 50-jährigen GAV-Tradition bei der SRG, so das Syndikat SSM weiter. Dies sei nicht nur für die rund 5‘000 GAV-Mitarbeitenden von grösster Bedeutung, sondern auch für die SRG und ihre Funktion als Service-public-Medienunternehmen. Die Einigung bei der SRG sei zugleich ein wichtiges Signal für den gesamten Mediensektor, insbesondere den Print-Bereich, wo – mit Ausnahme der Romandie – seit Jahren ein vertragsloser Zustand herrscht.

 
Widerstand formiert sich

Der SSM romand ist jedoch nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Dies teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. Die SRG habe dem SSM in allen Bereichen ihre Lösungen aufgezwungen.  Denn, wie der SSM romand gemäss SDA weiter schreibt, der SSM habe vor allem bei der Einhaltung des Arbeitsrechts keines seiner Ziele erreicht. Die Westschweizer Vertreter hätten sich dem GAV widersetzt, weil die meisten Verschlechterungen vor allem die Mitarbeitenden des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS träfen. Es sei bedauerlich, dass die Deutschschweizer und Tessiner Kollegen ihre Position durchgesetzt hätten, schreibt der SSM romand.
 

SSM: «Einigermasen ausgewogen»

Die Gewerkschaft SSM betrachtet das Ergebnis als « ausgewogenes Paket». Dies sagte die SSM-Präsidentin Barbara Büttner gemäss SDA. Das von der SRG angestrebte Zulagensystem wurde laut Büttner «vereinfacht». Damit gingen dann auch einige Kürzungen einher. Ein vertragsloser Zustand habe vermieden werden können. Damit sei das wichtigste Ziel erreicht, sagte Büttner.

Hochspannung enwickelt Gesamtauftritt für Shirt-Taxi

Hochspannung hat einen einheitlichen Auftritt für den Hemdenreinungs-Service Shirt-Taxi kreiert. Die Agentur zeichnet für die Konzeption und Gestaltung der Website sowie die Realisation erster Werbemassnahmen verantwortlich.

Mit Shirt-Taxi ist ein Hemden-Reinigungs-Konzept. Die Idee ist so einfach wie praktisch: Die getragenen Hemden werden am Morgen in den Briefkasten gelegt und eine Woche später gewaschen und gebügelt wieder rausgenommen. Der Weg zum nächsten Reinigungsshop kann man sich dank Shirt-Taxi in Zukunft also sparen.

Die Verantwortlichen des Start-up Unternehmens beauftragten die Zürcher Werbeagentur Hochspannung damit, sämtliche Kommunikationsmittel inklusive Logo, CI/CD und Website zu kreieren. Darüber hinaus wurden erste Werbemassnahmen entwickelt, welche auf das Angebot von Shirt-Taxi aufmerksam machen sollen. So entstand unter anderem auch ein Flyer, der den gemeinen Zürcher Briefkasten zu einer echten Waschmaschine macht.

Verantwortlich bei Shirt-Taxi: Ralph Goebel (Inhaber, Geschäftsführer). Verantwortlich bei Hochspannung Werbeagentur Zürich: Noemi Fraefel, Anigna Gröbli, Marco Huber, Julian Murer, Matthew Katumba, Alex Taiganidis, Katja Wölfel.

Close-up schliesst die Tore

Das Kinomagazin Close-up wird im Oktober zum letzten Mal als Print-Ausgabe erscheinen. Die Nr. 176 wird somit die letzte Ausgabe sein.

Das Leseverhalten habe sich auch bei Kinobesucher im Verlaufe der Jahre stark verändert. Ddiese informieren sich vermehrt online mit dem grossen Vorteil, auch Bewegtbilder in Form von Film-Trailern geboten zu bekommen, so Cinetrade in einer Mitteilung vom Freitag. Man sehe dies als Chance und werde sich so den neuen Bedürfnissen anpassen.

Aargauer Radiokonzession: Schawinski kämpft mit verdeckten Waffen

Der Kampf um die Aargauer Radiokonzession ist noch lange nicht zu einem Ende gekommen. Eine Firma hat im Auftrag von Roger Schawinski versucht, mit «unlauteren Mitteln»von der Aargauer Kantonsregierung Informationen zu erhalten.

Dabei habe sie den Eindruck erweckt, sie handle im Auftrag des Bundes. Dies schreibt die Nzz.ch am Freitag. Roger Schawinski bestätigt auf Anfrage, dass er hinter der Umfrage stehe.

Was bisher nicht bekannt war; das Bakom hat die Parteien aufgefodert, Indizien zur Frage zu finden, ob die AZ-Medien ihre marktbeherrschende Stellung missbrauche. Da Schawinski Interesse daran hat, Belege für einen Missbrauch zu finden, hat er gemäs Nzz.ch das Beratungsunternehmen Prognos beauftragt, 30 Aargauer Meinungsführer zu befragen. Das Unternehmen soll daraufhin auch mit mehreren Regierungsräten Kontakt aufgenommen haben. Nur habe Prognos dabei verschwiegen, dass der Auftrag von Schawinski komme. Stattdessen erweckte das Beratungsunternehmen den Eindruck, sie arbeite für das Bakom.

Nun habe die Regierung bei Prognos offiziell interveniert, wie die Nzz.ch weiter schreibt. Es sei unverständlich, «dass bei der Kontaktaufnahme für die Interviews seitens Prognos der Eindruck erweckt wurde, die Kontaktaufnahme geschehe im Auftrag des Bakom», schreibt der Aargauer Staatsschreiber Peter Grünenfelder in einem Brief an Prognos, der auch an das Bakom, an Wanner und an Schawinski ging. Man habe erst nach Rückfrage beim Bakom und bei Prognos den wahren Auftraggeber ausfindig machen können. Nun wurde das Beratungsunternehmen von der Regierung aufgefordert, die Befragung zu stoppen. Dies umso mehr, so die Nzz.ch weiter, als die Regierung ihre Position im Konzessionsstreit dem Bakom längst offiziell dargelegt habe – sie sprach sich für Radio Argovia aus, welches der AZ-Medien Gruppe von Verleger Peter Wanner gehört.

Roger Schawinski begründete gemäss Nzz.ch sein Vorgehen mit dem Auftrag vom Bakom «nachzuweisen, dass diese marktbeherrschende Stellung missbraucht wird». Diese «sehr fragwürdige» Aufgabenstellung sei nur mithilfe einer anonym durchgeführten Studie lösbar. Denn nur unter diesen Umständen gäben die Personen aus dem öffentlichen Leben Auskunft. «Sonst hätten sie Angst, Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, wenn sie sich gegen das Monopol äussern, und zum Beispiel auf eine schwarze Liste zu kommen», macht Schawinski gemäss Nzz.ch geltend.

Bei Prognos bestätigte man, dass der Auftraggeber bei der Kontaktaufnahme nicht genannt wurde. Man habe ihnen entweder gesagt, dass das Bakom zusätzliche Angaben benötige oder dass gestützt auf die Umfrage ein Bericht zuhanden des Bakom verfasst werde, wie die Nzz.ch schreibt. Am Schluss des Telefongesprächs habe man den Gesprächspartnern den Auftraggeber dann genannt – sofern sie gefragt hätten, so Studienleiter Felix Neiger von der Prognos. «Wir konnten den Gesprächspartnern den Auftraggeber nicht von Anfang an offenlegen, weil sie sonst nicht mehr unvoreingenommen gewesen wären.»

Verleger Peter Wanner hat für diese Aktion nicht nur ein Kopfschütteln übrig. Er bezeichnet es gemäss Nzz.ch als «absolut unkorrekt» und «fragwürdig», Regierungsmitglieder, die längst öffentlich Stellung genommen hätten, mit solchen Methoden zu befragen. «Allerdings erstaunt mich nicht, dass Roger Schawinski diese Konzession mit allen Mitteln ergattern will und dafür auch unlautere Mittel einsetzt», sagt er.

Da die Umfrage nun so früh publik wird, ist Schawinski gemäs Nzz.ch nicht recht. Dadurch, so fürchte er, könnten die bisher noch nicht befragten Aargauer Persönlichkeiten nicht mehr unvoreingenommen antworten.

Foto: Keystone

Apple schaut bei den SBB ab

Apple hat das Design der SBB-Uhr für das iPad kopiert. Die SBB freut sich, und verlangt eine finanzielle Abgeltung.

Offenbar gefällt das Design der Schweizer Bahnhofsuhr Apple so sehr, dass der Computerhersteller dieses für ein Uhr-Icon im neuen iPad-Betriebssystem gebraucht hat. Dies schreibt der Tagesanzeiger am Freitag. Bei den SBB freue man sich zwar darüber, wie SBB-Sprecher Christian Ginsig zu einem Bericht vom Blick am Abend vom Donnerstag sagte. Gleichzeitig verlangen sie nun aber als Inhaberin der Rechte eine finanzielle Abgeltung.

Wie Ginsig gegenüber dem Tagesazeiger weiter sagte, werden die SBB Kontakt zu Apple suchen. Apple Schweiz ließ auf Anfrage vom Tagesanzeiger wissen, dass keine Auskünfte erteilt werden könnten. Zuständig sei die Firmenzentrale in den USA.

Das Design wird von Apple  für die Zeit- und Wecker-Funktion im iPad verwendet. Die Meinung der SBB, dass man dieses nicht einfach kopieren könne, teilen jedoch nicht alle. So bezeichnet etwa Kress.de die Reaktion der SBB als «die Schweizer fühlen sich in ihrem Stolz verletzt».

Schweizer Grossverlage machen digitale Inhalte kostenpflichtig

Ausländische Medienhäuser wie die New York Times haben es erfolgreich vorgemacht. Nun folgen die Schweizer Grossverlage Ringier, NZZ und Tamedia. Sie sind daran, journalistische Inhalte im Internet kostenpflichtig zu machen.

Die Neue Zürcher Zeitung werde im Oktober für zahlreiche redaktionelle Beiträge eine Bezahlschranke einführen, bekräftigte Albert P. Stäheli, CEO der NZZ-Mediengruppe, am Freitag an einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Jahreskongresses des Verbandes Schweizer Medien in Lausanne. «Wir korrigieren damit den Geburtsfehler aus der Vergangenheit, journalistische Inhalte im Internet gratis zur Verfügung zu stellen», sagte Stäheli. Dieser Wandel fordere die Redaktionen heraus. Der Weg sei steinig und lang. Die NZZ erhoffe sich davon einen Schub für die Medienbranche.

Sollte die NZZ mit kostenpflichtigen Inhalten im Internet Erfolg haben, könnten auch die regionalen Tageszeitungen der NZZ-Gruppe (unter anderem Neue Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt, Thurgauer Zeitung) umstellen. Die Bezahlmodelle zielen vor allem auf rege Nutzer von News im Internet.
 

Ringier stellt sich auf Wandel ein
 
Marc Walder, Konzernchef des Verlagshauses Ringier, wies seinerseits darauf hin, dass die Genfer Tageszeitung Le Temps bereits vor über einem Jahr eine Bezahlschranke im Internet eingeführt hat. In den USA bezahle bereits heute jeder dritte Mediennutzer für digitale Inhalte im Internet.
 
Die New York Times gehe davon aus, dass das renommierte Blatt in zwei Jahren mehr digitale Abonnenten haben werde als Print-Abos. Ringier erwartet, dass die Verlagsgruppe künftig drei Viertel der Medieninhalte nach wie vor gratis anbieten wird, das verbleibende Viertel dagegen zahlungspflichtig wird.
 

Konvergenz in den Redaktionen
 
Die Tamedia-Gruppe, zu der unter anderem der Tagesanzeiger gehört, hatte im Sommer angekündigt, einzelne Artikel ebenfalls kostenpflichtig machen zu wollen, jedoch keine generelle Bezahlschranke einzuführen. Kostenpflichtig ist schon die News-Plattform der zu Tamedia gehörenden Finanz und Wirtschaft. Wie alle anderen Medienhäuser sind die Zeitungen der Tamedia-Gruppe daran, sich mit der Zusammenlegung von Print- und Online-Redaktionen auf den digitalen Wandel einzustellen.

Laut Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino stellt die Konvergenz die Redaktionen vor riesige Herausforderungen. Das gelte nicht zuletzt für die Führungskräfte, die ihre Journalisten nach deren Fähigkeiten einsetzen müssten. Der Allround-Journalist, der Print, Audio, Video und Online beherrsche, werde aber die Ausnahme bleiben. Stäheli, Walder und Supino waren sich darin einig, dass alle Beteiligten noch viel zu lernen hätten.
 
Damit der Übergang in die digitale Welt gelingt, investieren die Schweizer Grossverlage Millionenbeträge in die neuen Medien. Ringier und Tamedia haben bisher insgesamt eine Milliarde Franken in die Hand genommen. Die NZZ gibt jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag dafür aus. (sda)

Romandie Network übernimmt Vermarktung für CCM Benchmark Advertising

Die Romandie Network hat heute Freitag die exklusive Schaltung von Online-Werbung auf den Internetseiten der Mediagruppe CCM Benchmark Advertising gemeldet. CCM Benchmark Advertising ist die fünftgrösste Internetnetzwerk in Frankreich.

Dank Websites wie Linternaute.com, Commentcamarche.net, Journaldunet.com oder Journaldesfemmes.com erreicht das Netzwerk jeden Monat fast zwanzig Millionen Unique Clients. In der Schweiz werden monatlich insgesamt mehr als fünfzehn Millionen Page Impressions verzeichnet. Dies schreibt Romandie Network in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Mit dieser Partnerschaft wolle man die Stellung mit premium Websites ausbauen und die Anzeiger böten die Möglichkeit, in einer äusserst hochwertigen Umgebung neue Kommunikationsräume zu erschliessen, wie Stefan Renninger, CEO und Gründer von Romandie Network, sagt. «Wir können uns damit aber auch in den Bereichen Lifestyle und neue Technologien merklich steigern und erreichen vor allem auch das weibliche Zielpublikum noch besser.»

Radio 24 mit neuer App

Radio 24 App hat eine neue App. Damit können die Hörer des Senders nun auch zu Reporter werden.

Jeder Hörer kann Bilder, Videos oder Töne direkt an die Radio 24 Redaktion schicken. Ausserdem kann mit der neuen App via Webcam den Moderatoren direkt aufs Mischpult geschaut werden.
Die App bietet drei Programme: Radio 24 Live, Radio 24 Rock und das neue Radio 24 Pop. 

Erhältlich ist die Radio 24 Applikation ab sofort in den entsprechenden App-Stores für folgende Betriebssysteme: iPhone/iOS, Android, iPad, Nokia Qt, Nokia S60 5th, Windows Phone Mango. Sie ist mit folgenden Funktionen ausgestattet: Streams (Live, Pop, Rock) in verschiedenen Qualitäten, Playlists, Webcam, Reporter (Video, Audio, Bild), Headline-Ticker, Podcasts, Alarmclock (Wecker), Social Media integriert (Facebook, Twitter).

Euro Effie: Jung von Matt/Limmat gewinnt Gold

Erfolg in Brüssel: Das crossmediale Kommunikationsprojekt «Obermutten» für Graubünden Ferien hat beim Euro Effie Gold gewonnen. Die Kampagne für die Bergdörfer Graubündens überzeugte die Jury in der Kategorie «Most effective use of social media marketing».

Der Einsatz von Social Media und Public Relations sollte die Tourismusregion Graubünden weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit dem Euro Effie werden jedes Jahr Kommunikationsprojekte ausgezeichnet, die bezüglich Kosten-Nutzen-Verhältnis und gesetzter Marketingziele europaweit besonders wirkungsvoll, kreativ und effizient waren.

Zu den Gewinnern

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