Im Fashion-Bereich haben die User heute die Qual der Wahl: Immer mehr Anbieter drängen auf den Schweizer Markt.Die Situation der Händler in der Schweiz mehr als angespannt, besonders im Fashionhandel: Obwohl Mode als Versandhandelssortiment in der Schweiz eine lange Tradition hat mit Katalogversendern wie Ackermann, Spengler oder Veillon, haben internationale Anbieter den Schweizer Markt heute fest im Griff. Auch den stationären Händlern wie Charles Vögele, Schild oder PKZ ist es nicht gelungen, substantielle Online-Marktanteile zu sichern. Und dies, obwohl sie ihre Online-Shops lanciert haben, bevor ein Zalando in der Schweiz gestartet ist. Zalando dagegen hat sich innert nur 4 Jahren zum Marktführer im Schweizer Online-Modehandel entwickelt. Und es erscheinen bereits die nächsten ausländischen Konkurrenten am Markt: In 2015 neu gestartet sind die Online-Shops AboutYou – ein erfolgreiches Startup aus der Otto Gruppe – und der französische Anbieter Sarenza. Auch Modegigant H&M ist erst vor wenigen Monaten in der Schweiz online gegangen.
Elektronikmarkt ist resistentIm Gegensatz zu den Schweizer Modehändlern erweist sich der Elektronikmarkt bemerkenswert resistent. Dies hat mehrere Ursachen: Zum einen hat die Schweiz in einzelnen Sortimentsbereichen wie Fernseher bereits schon länger ein tieferes Preisniveau. Zum anderen sind gerade Computer sehr länderspezifisch wenn man nur an Tastaturen denkt. Und bei elektronischen Artikeln ganz allgemein sind schon die Stromstecker je nach Land unterschiedlich. Dies alles ist sicher ein Grund, dass mit Digitec, Brack, Microspot, PCP, ARP und anderen der Elektronik-Markt nach wie vor fest in Schweizer Hand ist. Nichtdestrotz sind mit Alternate und Reichelt Elektronik gerade zwei prominente deutsche Onlineplayer in der Schweiz gestartet. Schweizer Händler tun also gut daran, diese Entwicklung genau im Auge zu behalten und die eigene Marktposition zu kräftigen.
Amazon in der Schweiz nicht dominantErstaunlicherweise weist Amazon in der Schweiz nicht diese Marktdominanz auf wie in anderen Ländern. Zwar wird auch ein Amazon 2015 Umsätze im Bereich von 400 bis 500 Millionen Franken mit Schweizer Kunden machen, doch ist dies im Vergleich mit den alleine in Deutschland erzielten knapp 12 Milliarden Dollar 2014 wie ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Gründe sind vielfältig: Amazon betreibt in der Schweiz keinen eigenen Shop sondern verweist je nach Sprachregion auf die umliegenden Länder Deutschland, Frankreich oder Italien. Zudem werden viele Sortimente nicht in die Schweiz geliefert. Aber dem Grossteil der Schweizer Händler ist klar, dass es allein eine Frage der Zeit ist, bis Amazon auch in der Schweiz die Nummer Eins im Handel werden wird.Die neuesten Trends im internationalen E-Commerce erfahren Besucher auch auf der Internet World Messe und im parallel stattfindenden Kongress vom 01.-02. März 2016 in München. Mehr dazu auf
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