Lebrument-Brandrede sorgt auf Twitter für Diskussionen
SCHWEIZER MEDIEN In seiner Eröffnungsrede an der Dreikönigstagung griff Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument die SRG frontal an. Die Reaktionen auf Twitter liessen nicht lange auf sich warten.Es ist schon fast Tradition, das Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien, die Dreikönigstagung mit einer polarisierenden Rede eröffnent. So war es auch in diesem Jahr, als sich die Medienbranche am 12. Januar im World Trade Center Zürich traf.Seit die SRG zusammen mit Ringier und Swisscom eine neue Vermarktungsorganisation gegründet haben, haben sich die Fronten zwischen dem Verband Schweizer Medien und der SRG verhärtet. Dies führe unter anderem dazu, dass Ringier aus dem Verband ausgetreten ist. «Wir sollten diesen Kampf nicht beschönigen», meinte Lebrument in seinem Referat. «Private Medienunternehmen kämpfen an zwei Fronten: digitale Herausforderung und medienpolitische Auseinandersetzung.» Lebrument sprach von einer «hinterhältigen Strategie der SRG», welche im Joint Venture mit Swisscom und Ringier gipfelt. «Die SRG hat das Projekt Werbeallianz heimlich und im Verborgenen gestartet.» Werbeeinnahmen seien für einen Service-Public-Betrieb nicht notwendig. Die privaten Verleger seien enttäuscht von der SRG-Machtpolitik. Trotzdem werde der Verband Schweizer Medien weiterhin das Gespräch mit der SRG suchen. Lebrument wies allerdings darauf hin, dass es erst eine Bewilligung des Joint Ventures geben darf, wenn die Verleger und die SRG gemeinsam eine Lösung gefunden haben.Die Reaktionen auf Twitter zu Lebruments emotionale Rede liessen nicht lange auf sich warten:
„Einigung zw. Privaten + SRG ist in kommenden Verhandlungen möglich“, sagt Lebrument. Im Rest seiner Rede deutet nix darauf hin… #3k16
— Daniel Ammann (@d_ammann) 12. Januar 2016
Verband Schweizer Medien findet Werbung auf SRG-Sendern kaum notwendig! Das wäre schädlich für den TV-Markt und die Werbeauftraggeber #3k16— Roland Ehrler (@RolandEhrler) 12. Januar 2016
Die Diskussion um einen schrumpfenden Werbemarkt für priv. sollte getrennt von der um Sinn und Zweck von staatl. Medien geführt werden #3k16— Jeremy Jay Zahner (@JeremyZahner) 12. Januar 2016
Appell des Verlegerpräsidenten #Lebrument : Mehr Private, weniger #SRG Von @sarsarsar https://t.co/Yg3OR6qPyS via @NZZ
— Michèle Schell (@schellmisch) 12. Januar 2016
Autor: Simon Wolanin
