Autor: Redaktion
In fünf Schritten zu personalisierten Webinhalten
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Umwerfender Service
«FIGUGEGL zog jahrzehntelang Fäden»
Urs Schneider ist Geschäftsführer und Mitinhaber der Basler Agentur BSSM – und Kandidat unserer Serie «13 Fragen an».

1. Was hat Sie inspiriert, in die Werbe- / Kommunikationsbranche einzusteigen?
Gute Werbung der GGK Basel. Und dass man sein eigenes «Produkt» sehen und zeigen kann.
2. Das beste Testimonial, das es je gegeben hat?
Mörgeli und Jositsch in der VBZ, wenn dies als Testimonial durchgeht. Oder als Klassiker die Jägermeisterkampagne der GGK.
3. Erhält die Werbebranche für ihre Arbeit genug Wertschätzung?
Als Mitarbeiter einer Werbeagentur kommen wir im Ranking des Ansehens der Berufe gerade nach dem Versicherungsvertreter. Es lässt sich aber gut damit und davon leben.
4. Nennen Sie uns eine Kampagne, die Ihnen in letzter Zeit positiv aufgefallen ist – aber nicht von Ihnen stammt.
Immer wieder die Kampagnen für Hiltl, von Markus Ruf und Danielle Lanz. Zu Recht haben sie dieses Jahr den Evergreen des ADC erhalten.
5. Wo sehen Sie aktuell die grösste Herausforderung für die Werbebranche?
Wie wir den wahren Wert einer Idee gewinnbringend verkaufen können. Und wie wir in der digitalen Welt den grössten Nutzen für unsere Kunden rausholen.
6. Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Schöne Objekte wie Uhren, die mich nicht ruhen lassen, gute Kunst, die mich bewegt, oder Joggingschuhe, die mich auf Trab halten.
7. Welche Werbekampagne aus Ihrer Kindheit hat einen bleibenden Eindruck auf Sie hinterlassen?
FIGUGEGL. Für die jüngeren Leser: «Fondue isch guet und git e gueti Luune.» Eine Kampagne von Gisler + Gisler, welche jahrzehntelang Fäden zog.
8. Was halten Sie von Adblockern?
Früher gab es «Stopp Werbung»-Kleber auf dem Briefkasten, heute sind es Adblocker und morgen wieder etwas anderes. Mit intelligenter und überraschender Werbung im richtigen Medienkanal können wir die Zielgruppen weiterhin erreichen.
9. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, als Sie dachten: Wow. Das ist super. Und es ist von mir!
Ja, als ich – damals als CD/AD bei Demner & Merlicek in Wien – in den 90er-Jahren beim ADC of Europe Silber für eine österreichische Wahlanzeige bekam. «Gehen Sie wählen! Andere tun es auch.» 20 Jahre später ist die Anzeige aktueller denn je.

10. Fallen Sie auf Werbung herein? Wann?
Reinfallen nicht, aber ich lasse mich gerne verführen oder überraschen.
11. Welche Werbung sollte man verbieten?
Dumme, welche die Konsumentinnen und Konsumenten nicht ernst nimmt. Und Telefonwerbung.
12. Welche Eigenschaften machen Sie zu einem guten Werber?
Das Zuhören, das Reduzieren und das Dranbleiben. Beim Kochen entstehen die besten Fonds mit guten Zutaten und langem Kochen. Ziemlich ähnlich ist es beim Werben.
13. Wofür würden Sie gratis arbeiten?
Vor ein paar Jahren habe ich für eine Woche die Seite gewechselt und durfte bei Stefan Wiesner, dem «Hexer» und Spitzenkoch mit 17 Gault-Millau-Punkten, in Escholzmatt in der Küche mitarbeiten. Sehr eindrücklich, was bei ihm geleistet wird und wie viel Arbeit und Liebe dahintersteckt. Mehr als in mancher Werbeagentur.
Urs Schneider absolvierte die Fachklasse an der Schule für Gestaltung in Basel und arbeitete anschliessend als AD und CD unter anderem im Atelier Jaquet in Bern, in der GGK in Basel, bei ASGS / BBDO in Zürich, bevor er 1991 für drei Jahre zu Demner & Merlicek nach Wien wechselte. 1994 gründete er, zusammen mit Roger Berthoud, die Schneider, Berthoud Werbeagentur in Basel. 2008 fusionierte sie mit smp zur BSSM Werbeagentur. Urs Schneider ist Geschäftsführer und Mitinhaber der 14-köpfigen Agentur. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Zu den wichtigsten Kunden zählen Basellandschaftliche Kantonalbank, Doetsch Grether, Haecky Import, Kestenholz, Otto Hofstetter, Spielzeug Welten Museum Basel sowie Universitätsspital Basel.
Die «13 Fragen» erscheinen sowohl Online wie auch in der Printausgabe der Werbewoche.
Umsetzung 13 Fragen: Thomas Häusermann
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Zu guter Letzt: Katzen gehen immer
Mit dem Katzen-Spot für Netto ist Jung von Matt in Deutschland einmal mehr ein Viral-Hit gelungen.

Der ADC Deutschland forderte anlässlich des diesjährigen ADC-Festivals ja mehr echten Content und weniger Katzen-Content. Das Problem: Katzen-Content funktioniert eigentlich immer. Und immer wieder. Das erklärt auch, wieso der neue Spot der Supermarktkette Netto pro Tag eine Million Klicks auf Youtube generiert: Am 8. Juni aufgeschaltet, am Sonntag bereits vier Millionen mal angeschaut. Angekurbelt wird die virale Verbreitung wie immer durch Platzierungen auf reichweitestarken Blogs, den Rest erledigen die Katzen. Die Hausagentur Jung von Matt hat hierzu einen Netto-Supermarkt in Katzengrösse nachgebaut. Die von Regisseur Brian Lee Hughes angeleiteten Hauptdarsteller kaufen ein und spielen dabei auf bekannte Youtube-Katzenvideos an. Aufgelöst wird die Katzen-Überdosis durch den Claim «Über so günstige Preise freuen sich alle.» Mit anderen Worten: Hier gibt es Katzen, das muss ja wohl als Kreativ-Idee reichen. Tut es. Und fast noch besser: Das Making-of. Katzendaumen hoch. (hae)
