LZ-Weihnachtsaktion sammelt erstmals über 5 Millionen Franken

Die LZ-Weihnachtsaktion für Menschen in der Zentralschweiz erzielt einen neuen Rekord. Erstmals seit ihrer Lancierung vor 25 Jahren wurde die 5-Millionen-Grenze überschritten. Dazu beigetragen haben fast 19‘000 Spenderinnen und Spender – ebenfalls ein Rekord.

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Bei ihrer 25. Sammlung hat die LZ-Weihnachtsaktion ein grossartiges Sammelergebnis erzielt: Die Leserinnen und Leser der Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben haben total 5‘377‘439 Franken gespendet. Damit wurde erstmals die 5-Millionen-Grenze überschritten, wie CH Media in einer Mitteilung schreibt. Neben dem Spendenergebnis gebe es auch bei der Anzahl Spenderinnen und Spendern einen Rekord. Insgesamt 18’970 Spenden wurden getätigt. Erneut wurde die Sammlung von vielen Firmen unterstützt, der grösste Teil der Spenden aber stammt von Privatpersonen.

«Es übertrifft all unsere Erwartungen. Gerade in einem Jahr, in dem wegen Corona schon sehr viel für andere Sammlungen gespendet wurde, demonstriert unsere Region auch zugunsten der LZ-Weihnachtsaktion einmal mehr ihre einzigartige Solidarität», lässt sich Bettina Schibli, Präsidentin der Stiftung LZ-Weihnachtsaktion, in der Mitteilung zitieren.

Wie willkommen diese Hilfe ist, zeigen die insgesamt 3645 Gesuche, die über soziale Institutionen und Sozialbehörden eingereicht worden sind. Bereits konnten über 3000 durch den Beirat geprüft und die meisten positiv beantwortet werden.

64 Millionen Franken seit Gründung gesammelt

Die LZ-Weihnachtsaktion, die mit der 25. Sammlung ein Jubiläum feiern durfte, hat seit ihrer Gründung im Jahr 1996 total rund 64 Millionen Franken gesammelt und über 44’000 Hilfsgesuche behandelt. Sie sei damit CH Media zufolge die mit Abstand erfolgreichste Sammlung einer Schweizer Zeitung. (pd/swi)

Migros plant Online-Bestelldienst für M-Restaurants

Die Genossenschaft Migros Aare will ins boomende Geschäft mit online bestellbaren Mahlzeiten einsteigen. Das schreibt die Handelszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe.

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Die Migros plant, in das Food-Delivery-Business einzusteigen. (Symbolbild: Depositphotos)

Unter dem Namen «Mr Pick Up» soll eine App pilotiert werden, «die es der Kundschaft ermöglicht, Menus und Produkte aus dem Migros-Restaurant online zu bestellen und anschliessend selber vor Ort abzuholen», wie eine Sprecherin der Migros Aare gegenüber der Handelszeitung bestätigt.

Ein konkretes Startdatum nennt das Unternehmen nicht. Man sei noch in der Entwicklungsphase. Der neue Dienst soll auch dann funktionieren, wenn die Restaurants geschlossen sind.

Jonas Ballmann wird Creative Director bei Moviemaint

Die Churer Filmproduktion Moviemaint hat sich zum Jahreswechsel Verstärkung geholt. Ab Januar 2021 wird Jonas Ballmann als Creative Director für die künstlerische Abnahme von Produktionen zuständig sein und das Team insbesondere auch in der Postproduktion als Editor unterstützen.

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Als Creative Director unterstützt Ballmann die Bündner Filmproduktion rund um die Geschäftsführer Marco Schwarz und Fadri Comps. «Mit seinen vielseitigen Erfahrungen und seiner Kreativität ergänzt Jonas Ballmann unser Team perfekt. Wir freuen uns, mit ihm unsere Produktionen bezüglich Qualität und Kreativität auf ein nächst höheres Level zu heben», erklärt Marco Schwarz.

Der 30-jährige Jonas Ballmann hat einen Masterabschluss in Film von der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und konnte sein Können bereits bei verschiedenen Medienunternehmen, wie zum Beispiel SRF, Energy und B&B Endemol Shine, unter Beweis stellen. Mit zahlreichen Filmprojekten, die teils auch ausgezeichnet wurden, nahm er an nationalen und internationalen Festivals teil.

Stefan Wabel wird neuer Geschäftsführer des Verbands Schweizer Medien

Stefan Wabel wird Nachfolger von Andreas Häuptli als Geschäftsführer des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM). Der Verlagsfachmann tritt seine Stelle Mitte 2021 an.

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Dies gab Verbandspräsident Pietro Supino am Mittwoch an der virtuellen Dreikönigstagung des VSM bekannt. Wabel ist derzeit Verlagsleiter der Schaffhauser Nachrichten.

Er sehe die Hauptaufgabe des Verbands darin, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die privaten Schweizer Medien funktionieren und unabhängigen Journalismus betreiben können, sagte Wabel im Livestream.

Laut Supino verfügt Wabel über einen «soliden Werdegang in unserer Branche». Zudem habe er im Bewerbungsprozess mit seinem «Feu sacré» für die Sache begeistert. (SDA)

LED-Torbogen am Hundschopf kommt erstmals zum Einsatz

Am Hundschopf, der wohl spektakulärsten Stelle des Lauberhornrennens in Wengen, prangt dieses Jahr erstmals ein Werbebogen. Die Wengener Organisatoren hatten sich zunächst dagegen gesträubt, den spektakulären Blick auf die steile Schlüsselstelle zu vermarkten. Die Swisscom hat sich die werberischen Rechte gesichert.

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Die Swisscom hat sich die werberischen Rechte am Hundschopf-Torbogen gesichert. (Bild: Swisscom)

An Interessenten für einen Werbebogen, wie es ihn etwa an der Hausbergkante im österreichischen Kitzbühel gibt, fehlte es Wengen nicht. «Dies kommt für uns aber nicht in Frage», sagte der Wengener OK-Präsidend Urs Näpflin noch Anfang Jahr der Zeitung Berner Oberländer.

Die Schlüsselstelle, an der die Skirennfahrer einen weiten Sprung hinlegen, lebe von der atemberaubenden alpinen Kulisse. Und die wollten die Wengener nicht mit Werbung verstellen.

Näpflins Absage stand seinerzeit im Zusammenhang mit einem schwelenden Streit mit dem Landesverband Swiss Ski um die Finanzierung des Berner Oberländer Rennklassikers. Eine Zeitlang stand die Zukunft der Lauberhornrennen gar auf der Kippe.

 

Swisscom sichert sich werberische Rechte

Nach einer Intervention von Sportministerin Viola Amherd fanden Swiss Ski und die Wengener im vergangenen Mai eine Lösung. Basis dieser Vereinbarung ist neben einer finanziellen Unterstützung der Region und des Kantons Bern auch eine durch Swiss-Ski verantwortete, verbesserte Vermarktung im TV-Bereich. Dazu gehört auch der Werbebogen am Hundschopf.

Die werberischen Rechte am Bogen hat sich die Swisscom gesichert, wie der Telecomkonzern am Mittwoch mitteilte.

«Beide Parteien haben im Frühling einen grossen Schritt aufeinander zu gemacht. Die Erleichterung war damals beidseitig gross. Nun freuen wir uns, dass mit Swisscom ein langjähriger, schweizerischer Partner die Rechte am Torbogen beim Hundschopf erworben hat», wird Urs Näpflin in der Mitteilung zitiert.

Auch Diego Züger, stellvertretender Geschäftsführer von Swiss-Ski, freut sich laut Mitteilung: «Mit dem Torbogen am Hundschopf wurde in Bezug auf die Vermarktung des Lauberhornrennens ein wichtiger und zukunftsgerichteter Schritt vorwärts unternommen.»

 

Dynamischer Werbebogen

Der Werbebogen ist mit LED-Licht ausgestattet. Die Fläche kann so für verschiedene Botschaften genutzt werden. Die bisher statische Logoplatzierung kann nun durch unterschiedliche Inhalte in verschiedenen Sprachen ersetzt werden.

Die Berner Oberländer Weltcupwochen starten am Freitag mit den Rennen in Adelboden. Die Lauberhornrennen finden vom 15. bis 17. Januar statt. Beide Anlässe gehen aufgrund der Coronapandemie ohne Zuschauerinnen und Zuschauer über die Bühne. (SDA)

Andreas Philipp wird Head of Digital & Business Development bei Infel

Infel hat Andreas Philipp zum neuen Head of Digital & Business Development und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Seine Hauptaufgabe wird die Weiterentwicklung von Infel zu einer verstärkt digitalen Content-Agentur sein mit Fokus auf digitale Produkte und Dienstleistungen.

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Andreas Philipp war seit 2014 Leiter Digital & IT der Groupe Gassmann in Biel, die unter anderem das Bieler Tagblatt herausgibt. Er war in den letzten sechs Jahren verantwortlich für den Aufbau diverser digitaler Projekte und Entwicklungen innerhalb der Bieler Mediengruppe. Zudem hat er erfolgreich das digitale Marketing innerhalb der Groupe Gassmann aufgebaut.

Bei Infel wird er – zusätzlich zu seiner Hauptaufgabe – die Leitung des Standorts Zürich übernehmen. Er ist seit Anfang Dezember 2020 bei der Agentur tätig.

Mona und Mateo sensibilisieren mit der Basler Kantonalbank für das Klima

Die junge Basler Agentur Mona und Mateo startet mit der gross angelegten Nachhaltigkeitskampagne «Wir haben nur ein Klima» für die Basler Kantonalbank ins neue Jahr.

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Die Kampagne dramatisiert die weltweiten Auswirkungen des Klimawandels und verbindet die globalen Herausforderungen mit den lokalen Gegebenheiten. Was die Antarktis, was Grönland, Schanghai, Namibia oder Australien betrifft, betrifft eben immer auch Basel.

Die Kampagne knüpft direkt an das Engagement der Basler Kantonalbank als Hauptsponsorin der Sonderausstellung «Erde am Limit» im Naturhistorischen Museum Basel an. Beworben werden die Produkte der BKB Anlagelösung Nachhaltig und die BKB Vermögensverwaltungsmandate Nachhaltig, mit denen der CO2-Fussabdruck beim Geldanlegen um 50 Prozent verkleinern werden soll.

Die Kampagne fokussiert auf digitale, programmatisch ausgespielte Formate, die von Inseraten, Plakaten, TV-Spots, E-Screens, Mailings und einem Megaposter flankiert werden. Im Einsatz ist die breit angelegte Kampagne seit Montag im Grossraum Basel.

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Verantwortlich bei der Basler Kantonalbank: Mathias von Wartburg, Markus Wittenbecher, Alessandro Venafro, Samuel Maier. Konzept und Umsetzung: Mona und Mateo.

Neues Besucherlenkungssystem für das Glarnerland

Alles auf grün: Durch enge Zusammenarbeit von Gemeinden, Bergbahnen, Kantonspolizei und Tourismus ist seit Ende Dezember 2020 auf Glarnerland.ch ein Besucherlenkungssystem online, das stets aktuell über die Kapazitäten von Glarner Ausflugszielen informiert.

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Das neue Ampelsystem auf Glarnerland.ch. (Bild: Screenshot)

Das neue Ampelsystem ist zentral auf Glarnerland.ch abrufbar und wird zeitgleich auf den Websites der Sportbahnen Elm, Braunwald und Kerenzerberg sowie den Destinationsseiten Elm.ch, Braunwald.ch und Glarusnord-walensee.ch ausgespielt. Zeichnet sich eine Kapazitätsüberlastung bei den Sportbahnen Braunwald oder Elm – oder bei beiden – ab, wird dies zusätzlich in Näfels, Netstal und Schwanden direkt an der Strasse durch die Kantonspolizei Glarus signalisiert.

Diese Dienstleistung soll den Gästen dabei helfen, ihren Besuch im Glarnerland so unkompliziert wie möglich zu planen. Zudem trägt sie aktiv dazu bei, Massierungen bei den grossen Freizeitanbietern und potenziellen Hotspots präventiv zu verhindern.

«Prix Carte de Noël» von Evoq geht an Ergo

Alle Jahre wieder vergibt die Zürcher Agentur Evoq Communications den «Prix Carte de Noël» für den attraktivsten Festtagsversand. Der Preis der 13. Ausgabe geht an Ergo. Besonders spannend war an der diesjährigen Ausgabe zu sehen, wer sich getraut hat, Corona als Motiv aufzugreifen und der Jahreszeit entsprechend clever umzusetzen.

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Tatsächlich haben sich rund 15 Prozent der Karten, die bei Evoq eingetroffen sind, mit der Pandemie auseinandergesetzt. Besonders bemerkenswert – und gleichzeitig Sieger des diesjährigen Wettbewerbs – ist der Weihnachtsversand der Zürcher Agentur Ergo. Mit dem Corona-Memory «Augenblicke» habe Ergo Communication spielerisch und unterhaltsam die omnipräsenten Masken-Gesichter und die dadurch erschwerte Kommunikation thematisiert, wie Evoq in einer Mitteilung schreibt.

«Vom Gegenüber nehmen wir vor allem die Augen wahr, Mimik und Emotionen müssen erahnt werden», schreibt Ergo. Mit dem Spiel lässt sich üben, ob Augen und eine Aussage miteinander übereinstimmen. Die Farben der Spielkärtchen helfen dabei. Die Evoq-Jury habe zudem überzeugt, weil die Spielidee gerade in der Familie und im kleinen Kreis besonders gut funktioniere – ein coronabedingtes Setup, das wohl leider auch über die Festtage hinaus noch eine Weile Bestand haben wird. Die Agentur gewinnt nach 2018 den mit einem Dreikönigskuchen dotierten Preis bereits zum zweiten Mal.

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Corona-konforme Jurierung

Die Beurteilung der Weihnachtsversände, die in den letzten Wochen bei Evoq eingetroffen sind, fand unter besonderen Umständen statt. Die mehrköpfige Jury traf sich per Videokonferenz und einem Vertreter in der Agentur, der die rund 100 Karten einzeln vor die Kamera halten musste.

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Weniger Weihnachtspost – wegen Corona?

Im Vergleich zu früheren Ausgaben ist dieses Jahr weniger Weihnachtspost bei Evoq eingetroffen. Der Agentur zufolge ist unklar, ob das mit der zunehmenden Tendenz zur Digitalisierung von Festtagsgrüssen zu tun hat oder einmal mehr eine Corona-bedingte Verhaltensänderung stattgefunden hat.

Kleinbasler Zeitung Vogel Gryff stellt eigenes Erscheinen ein

Die traditionelle Kleinbasler Zeitung Vogel Gryff stellt ihr eigenständiges Erscheinen ein. Sie wird in das Monatsmagazin Basel aktuell integriert, das als Stadtausgabe der bestehenden Publikation Regio aktuell neu lanciert wird.

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Die Genossenschaft Neue Kleinbasler Medien habe entschieden, das von ihr herausgegebene Traditionsblatt Vogel Gryff aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr in der bekannten Zeitungsform weiterzuführen, teilten die Birs Forum Medien und die Herausgeber-Genossenschaft am Dienstag in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

Das Baselbieter Verlagshaus Birs Forum Medien mit Sitz in Arlesheim übernehme von der Genossenschaft die Verlagsrechte am Vogel Gryff und werde ab März 2021 als Herausgeberin von Basel aktuell in Erscheinung treten, heisst es weiter.

Christian Kern, Vizepräsident der Genossenschaft Neue Kleinbasler Medien, sprach auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer guten Lösung. In der schwierigen Situation in der Medienlandschaft gelte es, die Kräfte zu bündeln. Einer der Journalisten und die Verkaufsberaterin würden vom neuen Magazin weiterbeschäftigt, sagte er. Wie viele Kündigungen ausgesprochen werden, sei noch nicht klar.

 

IG Kleinbasel bedauert die Umstellung

Die IG Kleinbasel, für die der Vogel Gryff als offizielles Organ diente, nahm die Nachricht mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die IG werde sich nun Gedanken machen müssen, ob die geplante Integration eine annehmbare Lösung sei, sagte deren Präsident André Auderset auf Anfrage.

Der Vogel Gryff hat eine rund 70-jährige Geschichte hinter sich. Bis Anfang 2020 erschien die Zeitung im Tabloid-Format im Vierzehntages-Rhythmus. Während der Corona-Krise erschien sie nur noch einmal pro Monat. (SDA)

Aggressive Polit-Werbung schadet Kandidaten

Aggressive politische Werbung kostet Wahlkandidaten oft Stimmen. Durch zu angriffige Kampagnen werden treue Wähler radikalisiert, Unentschlossene sind dagegen schnell abgeschreckt. Das bewirkt, dass nur ein fanatischer, aber immer kleiner werdender Kreis von Menschen einen Kandidaten unterstützt. Das zeigt eine Studie des Dartmouth College .

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Vor allem Noch-US-Präsident Donald Trump ist bekannt für seine hitzigen und agressiven Kampagnen. (Symbolbild: Pixabay)

«Wahlkampagnen müssen unentschlossene Wähler dort abholen, wo sie stehen. Durch soziale Medien ist es heute sehr einfach, Wählergruppen differenziert zu betrachten und genau zu erkennen, bei welchen Themen sie unzufrieden sind. Kandidaten können hier einen gezielten Schulterschluss mit ihnen schliessen. Erst wenn ein Konsens erreicht ist, können sie die Inhalte zuspitzen oder angriffig werden, ohne dabei abschreckend zu wirken», sagt Kommunikationsexperte Christian Scherg gegenüber dem Nachrichtenportal Pressetext.

Die Forscher haben anhand von Daten aus der US-Präsidentschaftswahl 2016 ein Computermodell erstellt, das Social-Media-Nutzer simuliert. Das System hat analysiert, welchen Einfluss politische Kampagnen, persönliche Meinungen und soziale Kontakte auf Wähler haben. Dabei hat sich gezeigt, dass extreme Werbung Menschen mit moderaten Ansichten verscheucht.

 

Fanatiker schrecken Freunde ab

Treue Anhänger eines Kandidaten werden durch aggressive Kampagnen dagegen selbst extremer, was sich auch in ihren sozialen Netzwerken zeigt. So können fanatische Wähler sogar ihre persönlichen Freunde abschrecken, wenn diese politisch eher in der Mitte stehen. Und zu aggressive Politiker können oft keine breite Masse ansprechen und verlieren an Wählern.

Laut dem Computermodell können aber selbst gemässigte Menschen in Blasen landen, wenn sie nur für Meinungen offen sind, die den eigenen ähnlich sind. Die Forscher warnen davor, dass dadurch eine starke Polarisierung entsteht und sich zwei extreme Echokammern gegenüberstehen, die ihre Ansichten nicht ändern. (pte)

Tourismusbranche verzeichnet zweistelliges Minus über die Festtage

Wie die Schweizer Tourismusbranche in einer nationalen Umfrage von Schweiz Tourismus angibt, wurden über die Festtage in den Wintersportgebieten gewichtige Rückgänge verzeichnet – sowohl bei den Hotelübernachten als auch bei den Tagesgästen.

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Ein leerer Skilift im Schweizerischen Flums. (Bild: Patrick Robert Doyle/Unsplash)

Schweiz Tourismus (ST) zog die einzige nationale Bilanz der Festtage (Weihnachten bis und mit 3. Januar 2021). Darin melden die Tourismusbetriebe in den Alpen zwar viele begeisterte Schweizer Gäste auf den Pisten und in den Feriendestinationen. Trotzdem erwarten die Berggebiete ein Minus von 11 Prozent bei den Hotellogiernächten beziehungsweise 26 Prozent bei den Besucherfrequenzen, wie zum Beispiel Tagesgäste Wintersport.

 

Grosses Minus trotz zahlreicher einheimischer Gäste

Viele Bergregionen berichten von zahlreichen einheimischen Tourist*innen, in der Deutschschweiz oft auch aus der Romandie. In der Westschweiz waren es dagegen vorwiegend Gäste aus eigenen Sprachregion und der näheren Umgebung. Wie schon im Sommer verzeichneten die Betriebe vielerorts Schweizer Gäste, die zum ersten Mal in der Schweiz Ferien machen.

Auffällig oft verbrachten die Gäste ihre Zeit abseits der Skipisten auf Wanderwegen, Schneeschuhtrails und Loipen. Der Langlaufsport erlebte gemäss Auskünften aus dem Sportartikelhandel und der Sportartikelvermietung einen eigentlichen Boom. Zudem waren mehr Familien als üblich unterwegs. Sie alle wollten wohl – gerade in der aktuellen Situation – auf die wohltuende Wirkung auf Körper und Geist eines Wintertags im Schnee nicht verzichten.

Auffälligste Veränderung im Buchungsverhalten für diese Festtage waren die zahlreichen und oft sehr kurzfristigen Stornierungen und Umbuchungen. Auch Buchungen erfolgten mehrheitlich sehr kurzfristig und oft bloss für kürzere Aufenthaltsdauern.

 

Sehr gute und breite Akzeptanz der Schutzmassnahmen

Die ausserordentlichen Massnahmen und Beschränkungen im Rahmen der Pandemie stiessen gemäss Auskunft der Branche bei den Gästen meist auf grosse Akzeptanz: 83 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Gäste positiv auf die Schutzkonzepte reagieren.

Oft musste allerdings an die Disziplin der Gäste appelliert werden, was nur mit zusätzlichem Personal möglich war. Dies und die Umsetzung der Schutzmassnahmen führte zu nicht unerheblichen Mehrkosten für die touristischen Leistungsträger.

Geschätzt wurde die neue Website von Schweiz Tourismus mit der Übersicht über die offenen Restaurants, Freizeitanlagen und Skigebiete in den Kantonen. Sie war über die Festtage die meistbesuchte Website von ST und trug wesentlich dazu bei, dass die Gäste auch kurzfristig Pläne schmieden konnten für Ausflüge in den Schweizer Winter.

 

Wenig Optimismus für die Sportferien

Wenig Anlass zu Optimismus gibt der Ausblick auf die Sportferien. In den Berggebieten liegt der aktuelle Buchungsstand für die Hotellogiernächte im Februar 2021 bei -38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Betreiber von touristischen Ausflugszielen und Attraktionen in den Bergen erwarten um ein Drittel tiefere Frequenzen als in der Vergleichsperiode. Insbesondere das Fehlen von Veranstaltungen, Gruppenausflügen und Schullagern dürfte hier zu Buche schlagen.

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