Zu guter Letzt: Faz hat neue Botschafterin

Die amerikanische Trickfilmikone Lisa Simpson setzt neue Massstäbe: In der Fotoserie «Kluge Köpfe» der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Faz setzt sie auf Qualitätsjournalismus anstatt Fernsehen.

Während der Rest der Familie Simpson gemütlich auf dem Sofa sitzt und in den Flimmerkasten starrt, folgt Lisa als einzige nicht dem TV-Programm. Sie verbirgt sich hinter einer Zeitung – der Frankfurter Allgemeinen Zeitung natürlich. Dies tut sie demonstrativ und leidenschaftlich, wie die Faz in einer Mitteilung schreibt.

Die US-amerikanische Serie «Die Simpsons» läuft bereits seit 1991 auch in Deutschland. Sie nimmt immer wieder kritisch Bezug auf reale Ereignisse und wurde nicht zuletzt deshalb vielfach ausgezeichnet. Das aktuelle Motiv der «Kluge Köpfe»-Serie entstand laut Mitteilung in den Studios der Simpsons-Zeichner in Santa Monica, Kalifornien. Lisa habe jedoch nicht verraten wollen, welchen Teil der Faz sie normalerweise am genauesten studiere. Neben Politik und Wirtschaft, so höre man, stehe das Feuilleton an erster Stelle. (uma)

faz1

Das Motiv mit Lisa Simpson ist ab dem 13. April 2013 in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften zu sehen – und natürlich auch in der F.A.Z. und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung selbst. Daten des Motivs können hier heruntergeladen werden. Dort sind auch bereits erschienene Motive inklusive Making-of-Material zu finden. Betreut wird die Kampagne von der Faz-Leadagentur Scholz & Friends, Berlin.

Teaserbild: Faz.net

 

Rod: Neue Kampagne für Sinalco

In Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur Rod Kommunikation soll Sinalco aus dem Dornröschenschlaf geküsst werden. Die Kampagne «Punkt für dich» propagiert ein positives, optimistisches Lebensgefühl.

Genauer gesagt das Gefühl, dass jeder seines Glückes Schmied ist und jeder Tag die Chance bietet, sein Leben zum Positiven zu verändern, wie die Agentur in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Sinalco wird dabei als lebhafter Begleiter für ein unbeschwertes Leben positioniert – das Produkt etwa dient dem Protagonisten im TV-Spot (Regie: Christian Mielmann alias Milo; Produktion: Soup Film) als aktive Hilfe, Entscheidungen zu treffen. Und in den Anzeigen soll mit Schlagzeilen wie «Lass die Sonne raus.», «Das Leben lächelt. Lächle zuerst.» oder «Alles im gelben Bereich.» ein grundpositives Lebensgefühl vermittelt werden.

«Punkt für dich» wurde als grossangelegte Kampagne entwickelt, die das Produkt in einem TV-Spot, in Online-Werbung, Anzeigen, E-Boards sowie in einem Promotions- und Samplingkonzept prominent inszeniert. Auf der neuen Website Sinalco.ch (entwickelt in Zusammenarbeit mit My Sign) können dem Spot zudem neue Wendungen gegeben werden.

 

Ausbau der Geschäftsleitung bei Standing Ovation

Standing Ovation hat die Geschäftsleitung weiter ausgebaut. Markus Michel übernimmt die Leitung des Projektteams und ergänzt somit das Team rund um Michael Dancsecs, Simon Anderhub und François Pause.

In dieser Funktion wird sich Markus Michel künftig für sämtliche Umsetzungen der Events sowie der Betreuung und Beratung des Projektteams Live Communication verantwortlich zeigen. Bereits seit 2007 ist Markus Michel als Senior Projektleiter bei der Agentur tätig und koordiniert logistisch komplexe Veranstaltungsproduktionen. Er betreute unter anderem die Projekte Uefa Euro 08, The Miller Way Live, Neueröffnung Amag Autowelt Zürich, Eröffnung SBB Europaallee.

 

Ivan Schultheiss verlässt Mediaschneider

Ivan Schultheiss, Geschäftsleitungsmitglied bei Mediaschneider, hat sich entschieden, sich beruflich neu zu orientieren. Er hat das Unternehmen per Ende März 2013 verlassen.

Während zwei Jahren habe Ivan Schultheiss als Verantwortlicher Business Development wertvolle Beiträge zur strategischen Unternehmensentwicklung geleistet, so die Agentur in einer Mitteilung vom Montag. Er habe zur Gewinnung neuer Kunden beigetragen.
 

Publikumsrat: Lob für «The Voice of Switzerland»

Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz hat in einer Sitzung über die Sendungen «The Voice of Switzerland» auf SRF 1 und «Virus TV» beraten. Erstgenannte sei professionell und unterhaltend, «Virus TV» bezeichnet der Rat als «originelle Experimentierküche».

«The Voice of Switzerland» ist für den Publikumsrat eine professionelle und gelungene Adaption eines international erfolgreichen Casting-Formats für die Schweiz. Die Sendung sei unterhaltend gewesen und habe musikalische Darbietungen auf hohem Niveau geboten, so der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Montag. Das Coaching-Team beeindruckte den Rat mit Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Authentizität. Der Einbezug des Publikums über Social Media wird begrüsst, die Umsetzung konnte jedoch noch nicht vollends überzeugen.

Eine Mehrheit des Publikumsrats attestiert «The Voice of Switzerland» hohen Unterhaltungswert. Massgeblich dazu beigetragen haben die Musik und die qualitativ hochstehenden Darbietungen. Viel Abwechslung hätten die unterschiedlichen Etappen und die Mischung aus Musik-Show, Wettkampf, Talk und Einspielungen geboten. Im Rat besonders gut angekommen sind die Blind Auditions. Als gelungen erachtet das Gremium das Einschweizern des internationalen Formats. Schweizerisch war neben der Mundart, dass die einheimische Kultur- und Sprachenvielfalt mit dem Einbezug von Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Landesteilen sowie mit Vertretern der ausländischen Bevölkerung gut zum Ausdruck gekommen ist.

Erfreut zeigte sich der Publikumsrat auch über den positiven Ansatz der Casting-Show. Es ging in «The Voice of Switzerland» um die Förderung von Talenten, um Unterstützung und Wertschätzung und nicht wie bei anderen Casting-Shows um Blossstellung und Beleidigung. Als gute Wahl bezeichnet der Publikumsrat die Zusammensetzung des Coaching-Teams. Die verschiedenen Coaches überzeugten durch Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Authentizität. Es sei ihnen gelungen, eine positive Stimmung zu verbreiten. Nach Ansicht mehrerer Ratsmitglieder hätten die Leistungsbeurteilungen allerdings noch klarer und kritischer – in einem positiv konstruktiven Sinn – sein dürfen. Denn es hätte durchaus Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Darbietungen gegeben.

Der Web-Auftritt Thevoice.srf.ch kam im Publikumsrat sehr gut an. Er vermochte optisch zu überzeugen und bot viele Zusatzinformationen. Der Versuch, bei «The Voice of Switzerland» die Interaktion mit dem Publikum via Social Media zu verstärken, wird vom Rat grundsätzlich begrüsst. Allerdings sei die Integration der Publikumsreaktionen in die Live-Show noch nicht befriedigend gewesen. Für das Publikum am Bildschirm sei durch die präsentierten Twitter-Meldungen kein Mehrwert entstanden. Zu banal und nichtssagend seien diese meist gewesen.

«Virus TV»: Originelle Experimentierküche

«Virus TV» ist nach Ansicht des Publikumsrats eine freche, unkonventionelle Musik-Talk-Show für Junge und Junggebliebene. Je nach Gast könne die Sendung auch Zuschauersegmente ausserhalb des Radio SRF Virus-Publikums ansprechen. Die Integration von Radio, Fernsehen und Online sei auf gutem Weg. «Virus TV» sei unterhaltend, allerdings würde etwas mehr Tiefgang in den Gesprächen der Sendung gut tun.

Eine Mehrheit im Publikumsrat zeigte sich positiv überrascht über die noch wenig bekannte Sendung «Virus TV» am Freitagabend auf SRF zwei. Der Rat begrüsst, dass eine solche Sendung als Medien- und Satireexperimentierfeld Platz im SRF-Programm findet. «Virus TV» ist in den Augen des Publikumsrats frisch, abwechslungsreich, originell und witzig. Die Gästeauswahl beurteilt der Publikumsrat als breit und abwechslungsreich. Damit könnten auch Zuschauerinnen und Zuschauer ausserhalb des Virus-Zielpublikums gewonnen werden. Die Doppelmoderation durch Anic Lautenschlager und Andi Rohrer kommt im Rat gut an.

Während der Unterhaltungswert der Sendung im Publikumsrat unbestritten ist, beurteilen einige Ratsmitglieder den Informationsgehalt als relativ bescheiden. «Virus TV» enthält verschiedene Elemente und Aktionen, welche die Sendung kurzweilig und abwechslungsreich machen. Sie treffen jedoch nicht immer den Geschmack des ganzen Rats. Einige Ratsmitglieder finden etwa den ritualisierten Gang zum WC originell, andere könnten darauf verzichten. Die Ausseneinsätze werden von vielen als witzig und unterhaltend empfunden. Für andere schwappen sie teilweise über ins Nervige.

Als angemessen und gelungen bezeichnet der Publikumsrat die Menge an Interaktivität und das Online-Angebot. Die Hinweise auf die Website und Twitter seien deutlich, aber nicht penetrant. Die Website von «Virus TV» sei einfach und übersichtlich. Der Publikumsrat wünscht sich, nebst der Fernseh- auch die Radiosendung online abrufen zu können.

Die an «Virus TV» anschliessende Radiosendung auf SRF Virus kommt bei der Mehrheit des Publikumsrats ebenfalls gut an. Sie sei spontan und intensiv und biete teilweise mehr Informationsgehalt als die Fernsehsendung. Eine besonders grosse Herausforderung sei es allerdings, das Fernsehpublikum zum Radio zu überführen.

 

«Hello – Nice to Sweet You»

Die Maîtres Chocolatiers von Lindt wollen Schokoladenliebhaber mit 13 neuen Produkten in ihren Bann ziehen: Das Sortiment «Hello» soll besonders eine jüngere, hippe Zielgruppe ansprechen.

«Hello» soll bereits mit seiner trendig-lockeren Verpackung bei jungen Schokoladegeniessern ein Schmunzeln auslösen. Dank dem Erscheinungsbild mit einer Farbgebung aus Schwarz/Weiss, verbunden mit Gelb, Blau, Pink und Orange, verführe das Produkt bereits durch die auffordernde und sehr einladende Textierung, so Lindt in einer Mitteilung vom Montag. Dank charmanten Wortspielen werde jedes «Hello» zu einem kleinen Flirt und einer stylischen Begegnung mit der schokoladigen Versuchung.

Markteinführung mit grossem Sampling-Event

Ab dem 15. April 2013 wird «Hello» die Schweizer Bühne betreten und in Zürich mit einer Sampling-Aktion den Frühling einläuten. Bis zum 20. April 2013 werden die Newcomer von Lindt im «Hello»-Cube mitten im HB Zürich positioniert. «Hello, nice to sweet you! » heisst es zudem ab April 2013 bei Coop, wo die Schokoladen-Neuheit von Lindt bis Herbst in der Schweiz erhältlich sein wird. Ab September 2013 hält die Produktelinie im gesamten Schweizer Detailhandel Einzug.

hello1
hello2
hello3
hello4

Prime: Neue Botschafter für Recycling-Kampagne

Prime Communications hat für Swiss Recycling die Plakatkampagne zur Sensibilisierung für das korrekte Trennen und Entsorgen weiterentwickelt und neue prominente Botschafterinnen und Botschafter gewonnen.

In einer ersten Plakatwelle im Herbst 2012 haben die Skirennfahrerin Lara Gut, die Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder und der Motorradrennfahrer Tom Lüthi die Schweizerinnen und Schweizer zum Sammeln und Trennen aufgefordert: «Ich trenne. Und du? Mach mit!». In der zweiten Plakatwelle ab Mitte April kommen fünf neue Botschafterinnen und Botschafter dazu: das international erfolgreiche Model Nadine Strittmatter, die Sängerin Fabienne Louves, der Entdecker und Abenteurer Bertrand Piccard, der Sänger Luca Hänni sowie die Rapperin Steff la Cheffe.

Verantwortlich bei Swiss Recycling: Patrik Geisselhardt (Geschäftsführer), Matthias Traber (Projektleiter). Verantwortlich bei Prime Communications: Basil Hangarter (Creative Direction), Jan-Jesse Müller, Sylvie Saxer, Nicole Tschanz (Beratung), Sven Christinger (Art Direction), Stefanie Huber, Erwin Lötscher (DTP).

Zur Website

Interbrand entwickelt Auftritt für DER Touristik

Interbrand hat den neuen Auftritt der Marke DER Touristik entwickelt. Die Agentur wurde damit beauftragt, eine neue Markenstrategie, eine Portfolio-Optimierung sowie eine entsprechende Positionierung samt Markenauftritt zu entwickeln.

Damit wolle man die Touristik von Rewe wahrnehmbar als einer der Marktführer des deutschsprachigen Raums profilieren und gleichzeitig die Stärken der einzelnen Marken gezielt herausstellen, so die Agentur in einer Mitteilung vom Montag. Eine Vielzahl noch nicht trennscharf positionierter Marken hätten das Portfolio der Gruppe bisher überaus komplex gemacht und eine konsistente, aufeinander abgestimmte Markenkommunikation und damit die Gruppenwahrnehmung erschwert.

Interbrand entwickelte eine differenzierte Dachmarkenstrategie, basierend auf einer der Leadmarken aus dem bestehenden Portfolio. Die Kernqualitäten des Unternehmens – starker Kundenfokus, hohe Produktvielfalt und Qualität sowie individuelle Beratung– waren laut Mitteilung der Ausgangspunkt für die Entwicklung der neuen Markenidee: DER Touristik schaffe für jeden das individuelle Erlebnis und gestaltet aus Träumen maßgeschneidertes Reisen. Also: «Träume fest im Griff». Dieser Leitgedanke war auch ausschlaggebend für die Entwicklung des visuellen Auftritts, der Gruppenmarke, Vertrieb und Veranstalter unter einem Dach vereint.

Den drei Buchstaben der Marke wurde ein neuer Schriftzug verliehen, der zusammen mit dem Superzeichen – dem Griff – ein flexibel einsetzbares Logo bildet. Für die Vertriebsmarke werden Bilder von Urlaubssituationen genutzt, in denen die individuellen Kundenwünsche durch das sogenannte Erlebnispanorama als vielfarbige Darstellung mit den Bildern verschmelzen.
Die Gruppenmarke arbeitet mit einer formal ähnlichen Bildwelt, die sich inhaltlich aber eher dem Thema «Neue Horizonte» zuordnen lässt und so auf Perspektiven und Potentiale in der Branche verweisen soll. Hier wird das Superzeichen verstärkt genutzt und tritt an die Stelle des Erlebnispanoramas.

rewe1
 

Yjoo: Türe auf für den Coop-Geschäftsbericht 2012

Bereits zum zweiten Mal hat Yjoo Communications den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für die Coop-Gruppe gestaltet. Im Fokus: Vielfalt und Nachhaltigkeit des Unternehmens.

Umgesetzt wurden die Bildgeschichten erneut in Collagenform. Yjooo hat den Gedanken der einladend offenen Türe aufgegriffen und zeigt auf der aufklappbaren Aussenhülle die Eingangstür einer Coop-Verkaufsstelle. Sobald die Leser die Aussenhülle öffnen, befinden sie sich mitten in der Coop-Welt. Die Titelseiten der eigenständigen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte (GB/NHB) ergeben zusammen ein Panoramabild, auf welchem die Coop-Verkaufsformate sowie Mitarbeitende und Kunden von Coop zu sehen sind.

Das Thema Nachhaltigkeit wurde auf inhaltlicher Ebene besonders gewichtet und spiegelt sich sowohl in den Bildcollagen des Nachhaltigkeits- wie auch des Geschäftsberichts wieder. Der bildmotivische Fokus liegt darauf, der Coop-Gruppe eine Bühne zu bieten. Aus diesem Grund wurde für die Fotos der Geschäftsleitung sowie des Verwaltungsrats ebenfalls ein Coop-Supermarkt als Bühne gewählt. Das Typografiekonzept des letztjährigen GB/NHB mit seiner unterschiedlichen Farbigkeit (GB in Orange, NHB in Grün) hat Yjoo leicht überarbeitet und die Leserführung optimiert.

Der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2012 von Coop erschien am 12. April 2013 in einer Gesamtauflage von 8’200 Exemplaren (5’500 d, 1’200 f, 700 i, 800 e).

coop1_4
coop2_4
 

SRG liebäugelt mit Frauenquote

Die SRG-Geschäftsleitung besteht nur aus Männern. Gemäss Sonntagszeitung zieht SRG-Präsident Raymond Loretan die Einführung einer Frauenquote als Massnahme in Betracht.

Als Roger de Weck vor drei Jahren sein Führungsteam bildete, meldete sich keine einzige Frau auf die ausgeschriebenen Stellen. In einem Interview mit der Sonntagszeitung bedauerte er diesen Umstand und bezeichnete ihn als wunden Punkt. Auf die Frage nach der Einführung einer Frauenquote verwies er auf den Verwaltungsrat.

Die Sonntagszeitung fragt deshalb in der aktuellen Ausgabe bei SRG-Verwaltungsratspräsident  Raymond Loretan nach. Dieser zeigt sich gegenüber dieser Massnahme offen, man müsse diese Möglichkeit «unvoreingenommen diskutieren». Ein Bericht sei in Arbeit. Dieser werde Lösungen aufzeigen, wie der Frauenmangel in der SRG-Chefetage behoben werden könne. Ein möglicher Ansatz werde – nebst Förderprogrammen – die Einführung einer verbindliche Frauenquote sein.
 
Die grösstenteils gebührenfinanzierte SRG würde damit eine Vorreiterrolle für die Wirtschaft einnehmen. (hae/sz)

Bild: SRG

Zu guter Letzt: Putin stellt sich (geschickt an)

Wer das Putin-Interview von Jörg Schönenborn noch nicht gesehen hat, kann dies nun nachholen – in einer Version, die noch lustiger ist als das Original.

Blumen bekam WDR-Chefredaktor Jörg Schönenborn für das Interview mit Russlands Staatschef nicht viele. Geplant war ein in die Ecke getriebener Putin, der verzweifelt versucht, sein gewöhnungsbedürftiges Demokratieverständnis zu rechtfertigen. Der Titel der Sendung: «Putin stellt sich». Gekommen ist es anders: Putin war offensichtlich gut vorbereitet, warf Schönenborn Fakten an den Kopf, provozierte und übernahm bald einmal die Führung des Gesprächs. So gesehen verstand man die russische Forderung nach einem Chefredaktor als Interviewpartner bestens. Die für das Gespräch vorgesehene WDR-Korrespondentin Ina Ruck, die nicht nur Russisch spricht, sondern im Gegensatz zu Schönenborn «tief im Thema» wäre, wurde nicht zugelassen.

Der Blog Waschtrommler.org hat das ohnehin kuriose Interview mit lustigen (aber wohl nicht ganz aus der Luft gegriffenen) Denkblasen versehen und macht so das Gespräch noch sehenswerter. (hae)
 

NZZ-Mediengruppe: Etienne Jornod neu an der Spitze

Etienne Jornod ist neuer Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe. An der 145. ordentlichen Generalversammlung wurden am Samstag zudem Christoph Schmid, Dominique von Matt und Isabelle Welton in den Verwaltungsrat gewählt.

Nachdem der Verwaltungsrat bereits im Vorfeld der Generalversammlung Etienne Jornod als Verwaltungsratspräsidenten nominiert hatte, übernimmt er das Präsidium von Franz Steinegger, der altershalber aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist. Etienne Jornod freute sich laut Mitteilung über sein gutes Wahlergebnis: «Als Unternehmer fasziniert mich diese Herausforderung ausserordentlich. Die NZZ nimmt in unserem Land eine besondere Stellung ein – ich freue mich sehr darauf, ihre Zukunft mitgestalten zu können.»

Als Ersatz für den zurückgetretenen Konrad Hummler wurde Christoph Schmid in den Verwaltungsrat gewählt. Für den ebenfalls ausgeschiedenen Jens Alder wählte die Generalversammlung Dominique von Matt. Beide wurden mit deutlicher Zustimmung gewählt. Ebenfalls mit grosser Mehrheit stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der Zuwahl von Isabelle Welton in den Verwaltungsrat zu.  

Der Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung umfasst neu neun Mitglieder und ist somit laut Statuten wieder komplett. Die weiteren Traktanden der Tagesordnung wurden gemäss den Anträgen des Verwaltungsrates genehmigt.

Die neuen Verwaltungsräte

Etienne Jornod wuchs in Neuenburg auf. Nach einer Lehre als Drogist studierte er Wirtschaft an der Universität Lausanne und bildete sich in Stanford USA weiter. Jornod war seit 1975 bei verschiedenen Firmen der Galenica Gruppe in der Führungsebene tätig, von 1995 bis Ende 2011 als Verwaltungsratspräsident und CEO. Seit Januar 2012 ist er exekutiver Verwaltungsratspräsident bei Galenica. Zudem ist er Mitglied des Verwaltungsrats bei Alliance Boots und bei der Gruppe Vaudoise-Versicherungen.

Christoph Schmid ist Rechtsanwalt in Zürich und Partner der Anwaltskanzlei Wenger & Vieli. Durch seine Tätigkeit als Anwalt ist er mit der Schweizer Medienindustrie bestens vertraut. Schmid studierte und promovierte an der Universität Zürich. Er ist unter anderem Verwaltungsrat von Robert Bosch Internationale Beteiligungen, Crealogix Holding, Kessler & Co  und EBS Service Company Limited.

Dominique von Matt ist Mehrheitseigner und CEO der Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat. Er ist ein anerkannter Unternehmer im Bereich der Markenführung, Werbung und digitalen Kommunikation und ein profunder Kenner der Medienwelt. Der promovierte Ökonom studierte an der Universität Zürich. Von Matt ist Lehrbeauftragter für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, Vorstandsmitglied der GfM Gesellschaft für Marketing sowie Stiftungsrat der Laureus Foundation Switzerland.

Isabelle Welton ist eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit und Marketing-Expertin. Sie ist seit Anfang 2013 Group Chief Marketing Officer der Zurich Insurance Group. Zuvor war sie in verschiedenen Führungspositionen bei IBM tätig. Welton hat an der Universität Zürich Rechtswissenschaften studiert. Sie ist Mitglied des Verwaltungsrats bei Georg Fischer, des regionalen Wirtschaftsbeirats der Schweizerischen Nationalbank und des Stiftungsrats des Lucerne Festival.

Teaserbild: Keystone
 

 

get_footer();