Zu guter Letzt: Big Data Takedown

Haben Sie noch ein altes Myspace-Profil oder eine vergessene Hotmail-Adresse? Eine Initiative geht ungenutzten Daten an den Kragen – dem Klima zuliebe.

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Ein interessanter Ansatz aus Peru, entwickelt von der Agentur Grey: 80 Prozent der Menschen nutzen lediglich 20 Prozent ihrer gespeicherten Daten. Wir alle haben im Laufe der Jahre unzählige E-Mail-Adressen, Profile oder sonstige Daten angesammelt, die wir heute nicht mehr benötigen. Das Problem: Der Datenmüll wird irgendwo auf Servern «am Leben erhalten». Das ist energieintensiv und klimaschädlich. Millionen von Terrabites könnten gelöscht werden, da sie nicht mehr benötig werden – oftmals ist man schlichtweg zu faul dazu oder erinnert sich gar nicht mehr an die digitalen Hinterlassenschaften. Die weltweilten Clouds verbrauchen den Storm von 30 Atomkraftwerken. Die Website Bigdatatakedown.com hilft, sich der Datenberge zu entledigen und so den globalen Datenmülleberg schrumpfen zu lassen. Grey hat die Seite für die NPO Actionearth.org entwickelt und umgesetzt. (hae)

Spinas Civil Voices erklärt den Rohstoff-Fluch

Für die Erklärung von Bern hat die Agentur Spinas Civil Voices einen Clip realisiert, der über den «Rohstoff-Fluch» aufklären soll.

Durch Korruption, Ungleichheit und Konflikte leiden viele Entwicklungsländer unter ihrem Rohstoffreichtum statt davon zu profitieren. Als weltweit wichtigster Rohstoffplatz trägt die Schweiz massgeblich zu diesem «Rohstoff-Fluch» bei. Zwar hat man die Bedeutung des Rohstoffsektors inzwischen erkannt. Und drei Jahre nach Publikation des EvB-Buchs «Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz» sind sich Politik und Öffentlichkeit auch der Risiken dieser Branche bewusst. Doch leider werden die Probleme verdrängt und auf überzeugende Lösungsvorschläge wartet man bislang vergebens. Vor diesem Hintergrund und den Erfahrungen mit dem Finanzplatz schlägt die EvB deshalb die Etablierung einer Rohstoffmarktaufsicht Rohma – analog zur Finma auf dem Finanzmarkt – vor.

Um den Druck auf die Politik zu erhöhen, hat die EvB zusammen mit Spinas Civil Voices einen Videoclip entwickelt, der sowohl sensibilisieren als auch mobilisieren soll.

//www.youtube.com/watch?v=-ZgFWGxBcV0

Verantwortlich bei EvB: Susanne Rudolf (Marketing & Fundraising), Oliver Classen (Mediensprecher), Andreas Missbach (Geschäftsleitung). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Lorenz Spinas (Konzept und Creative Direction), Miriam Fischer (AD), Tom Malecha (Text), Corinne Bucher (Beratung). Verantwortlich für die Filmproduktion: Kompost. Executive Producer: Gian Klainguti, Producer: Dennis Guggenheim. Production Company: Mind & Image Manipulation Coop. Director / Digital Compositing: Matthieu Schmit, Producer: Nick Warnecke, Animation: Nicolas Giraldon, Matte Painting / Character Design: Meike Deutsch, Grading: Sergej Jurisditzkij, Sound Design: Gustav Scholda, Compositing: Sascha Blank, Mixdown: Mannuel Meichsner

Zu guter Letzt: Runde Bälle, runde Bäuche

Weil die Ultras draussen bleiben müssen, herrscht in Italiens Stadien oft gähnende Leere. Udinese-Sponsor Dacia bastelt mit Publicis Milano derweilen an einer neuen Anhängerschaft.

Ultras sind Fluch und Segen. Segen, weil sie die Ränge füllen, für Stimmung und Emotionen sorgen. Fluch: Die gute Stimmung kann auch in Gewalt und Ausschreitungen umschlagen. In Italien sind die mitgliederstarken Ultra-Gruppen seit jeher fest in der Fussball-Kultur verwurzelt, haben Macht und Einfluss auf die Vereine. Seit Jahren kämpft die Politik mit Gesetzen und verschärften Repressionen dafür, die Ultras aus den Stadien zu halten. Das klappt, hat aber einen Nachteil: Leere Ränge.

Dacia, seit acht Jahren Sponsor von Udinese nimmt das Problem an die Hand. Erst recht, weil das Stadion seit Januar 2016 Dacia Arena heisst. Beim «Dacia Family Project» konnten werdende Eltern per Schwangerschaftstest an der Verlosung von Saisonkarten teilnehmen. Sechs Monate später wurden die Gewinner-Paare (und zwei in der Zwischenzeit auf die Welt gekommene Babys) beim Spiel Udinese-Napoli in ihrem eigenen Sektor gefeiert. Statt Einlaufkinder gab’s 20 Einlauf-Schwangere und alle kugelrunden (weiblichen) Bäuche wurden mit einem charmanten Trikot beschenkt. Diese Kampagne hat – nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes – Hand und Fuss. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=rJcCWvYkt_I

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Hintergrundinformationen über die Nominierten

Jeden Tag 129 Minuten vor dem TV

Die Schweiz sieht weiterhin fleissig fern, das zeigen die neusten Semesterzahlen des unabhängigen Forschungsinstitutes Mediapulse. Deutschschweizer sitzen im Durchschnitt täglich 129 Minuten vor dem TV, davon 10 Prozent zeitversetzt.

Fernsehen bleibt eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigung der Schweizerinnen und Schweizer und wird sogar wieder beliebter, wie die Nutzungsdaten des unabhängigen Forschungsinstitutes Mediapulse zeigen. Die Reichweite des Mediums ist hoch: Jeden Tag konsumieren durchschnittlich 66,0 Prozent in der Deutschschweiz Fernsehprogramme. Die tägliche Nutzungszeit liegt etwas über zwei Stunden, bei 129,4 Minuten.

In den anderen Landesteilen, insbesondere in der Svizzera italiana, liegen die Reichweite und die Nutzungsdauer noch höher als in der Deutschschweiz (67,3 Prozent und 147,3 Minuten in der Suisse romande, 76,2 Prozent und 182,4 Minuten in der Svizzera italiana). In den letzten vier Semestern stieg die Fernseh-Reichweite in allen drei Landesteilen an, während die Sehdauer stabil blieb oder ebenfalls leicht anstieg.

Erneut einen grossen Sprung gemacht hat die zeitversetzte Nutzung, deren Anteil kontinuierlich wächst. Im ersten Halbjahr 2015 wurden in der Schweiz erstmals über 10 Prozent der Fernsehminuten zeitversetzt konsumiert. Besonders grossen Anklang findet das zeitversetzte Fernsehen in der Suisse romande, wo bei den 15- bis 29-Jährigen bereits ein Wert von 16,8 Prozent erreicht wird. Eine rasante Entwicklung zeigt sich im Tessin, wo die zeitversetzte Nutzung innerhalb eines Jahres von 5,6 Prozent auf 10 Prozent gestiegen ist.

Teaserbild: Mediapulse.ch

Miss-Schweiz-Wahl gewinnt Quotenkampf

Am Samstagabend zeigte das Schweizer Fernsehen gleichzeitig das Fussballspiel Schweiz-Österreich und die Miss Schweiz Wahl. Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, welche der beiden Sendungen eine höhere Quote erreichen würde. Nun liegen die Zahlen vor. Für die bisher grösste Zuschauerbeteiligung bei einer Schweizer Produktion sorgte der am Sonntag ebenfalls auf SF ausgestrahlte Film «Die Herbstzeitlosen».

Am Samstagabend zeigte das Schweizer Fernsehen gleichzeitig das Fussball-Testspiel Schweiz-Österreich und die Miss Schweiz Wahl 2007. Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, welche der beiden Sendungen eine höhere Quote erreichen würde. Nun liegen die Zahlen vor: 464’000 Personen verfolgten das Fussballspiel auf SF 2, was einem Marktanteil von 24,4 Prozent entspricht. Für die Miss Schweiz Wahl auf SF 1 entschieden sich 856’000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Dies entspricht einem Marktanteil von 44,6 Prozent. Die Wahl zur schönsten Schweizerin hat also den Quotenkampf deutlich gewonnen.

Ebenfalls eine grosse Zuschauerbeteiligung erreichte der am Sonntagabend ausgestrahlte Schweizer Film «Die Herbstzeitlosen». 1’340’000 Personen sahen sich den Film an, was einem Marktanteil von 58,2 Prozent entspricht. Damit sorgte der Film für die bisher grösste Zuschauerbeteiligung bei einer Schweizer Produktion, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Die Herbstzeitlosen», produziert von Catpics Zürich im Auftrag des Schweizer Fernsehens, lief im Rahmen des «Publikumpreis SF Schweizer Film mit Bluewin».

SRF kippt Miss-Schweiz-Wahl aus dem Programm

Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF kippt die Miss-Schweiz- Wahl aus dem Programm. Der Zenit der Wahl sei überschritten und das Bedürfnis einer weiteren Übertragung nicht mehr gegeben.

Den Entscheid sei gemeinsam mit den Verantwortlichen des Westschweizer und Tessiner Fernsehens nach der diesjährigen Wahl vom vergangenen Wochenende gefällt worden. Dies teilte SRF am Freitag mit. Nicht zuletzt hat der negative Trend bei den Einschaltquoten sowie die sinkende Akzeptanz des Publikums zum Entscheid beigetragen.

Die Wahl der 20-jährigen Alina Buchschacher aus Bern interessierte am vergangenen Samstag in der Deutschschweiz gerade mal 25.7 Prozent all jener, die vor dem Fernseher sassen. Das heisst: Über 70 Prozent der Zuschauer verbrachten ihren Abend lieber auf einem anderen Sender als auf SF zwei.

Auch die Mister-Schweiz-Wahl wurde bereits aus dem Programm gekippt. Das Schweizer Fernsehen entschied sich im Mai, die Show nicht mehr auszustrahlen, da der Marktanteil der diesjährigen Ausgabe auf nur noch 26.3 Prozent absackte. Daraufhin gewährte der Privatsender 3+ den schönen Männern Asyl und unterschrieb mit der Mister Schweiz Organisation einen Dreijahresvertrag. Die Mister haben damit weiterhin eine Plattform und 3+ die erste grosse Samstagabend- Show in ihrem Programm.

Ob künftig auch die Wahl der schönsten Frau über den Privatsender flimmert, steht noch nicht fest. 3+-Chef Dominik Kaiser zeigte sich gemäss SDA aber offen dafür. «Wir würden uns freuen, die Miss-Schweiz-Wahl künftig auf unserem Sender zu zeigen», sagte er.

Markus Spillmann wird neuer Partner von Klaus-Metzler-Eckmann

Die 2011 gegründete Beratungsgemeinschaft von Ruth Metzler-Arnold, Daniel Eckmann und Hans Klaus wird per 1. Oktober 2015 mit Markus Spillmann erweitert, dem ehemaligen Leiter Publizistik und Chefredaktor der NZZ. Neuer Name ist Klaus-Metzler-Eckmann-Spillmann.

Klaus-Metzler-Eckmann berät, begleitet und unterstützt Führungspersönlichkeiten, Gremien, Unternehmen und Organisationen strategisch, konzeptionell und in anspruchsvollen Lagen. Die primären Tätigkeitsfelder Strategie, Führung und Kommunikation werden mit dem Eintritt von Markus Spillmann um Beratungstätigkeiten im Bereich Publizistik erweitert. Jeder der Partner verfügt über ausgewiesene Erfahrungen in operativer und strategischer Unternehmensführung, in Politik- und Unternehmenskommunikation und in Krisenstäben sowie über nationale und internationale Beziehungen. Hans Klaus hat sich auf Mandate im Bereich Unternehmens- und Krisenkommunikation spezialisiert, Ruth Metzler präsidiert Switzerland Global Enterprise, Aquila & Co. und hat Einsitz in diversen weiteren Verwaltungsräten, Daniel Eckmann ist neben seiner vorwiegend strategischen Beratertätigkeit Lehrbeauftragter an der Universität Bern.

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Hans Klaus / Ruth Metzler / Daniel Eckmann / Markus Spillmann

Klaus-Metzler-Eckmann erweitert die Beratungsgemeinschaft erstmals und gezielt. Leading-Partner Hans Klaus: «Markus Spillmann rundet die komplementären Kompetenzen unseres Trios dank seiner langjährigen Erfahrung im strategischen, konzeptionellen und operativen Management komplexer Führungssituationen und Problemstellungen und mit seinem grossen Know-how in der Medienbranche ideal ab. Er fügt sich auch als Persönlichkeit nahtlos in unsere gemeinsamen Tätigkeiten ein.» Markus Spillmann wird am 1. Oktober 2015 mit seiner Firma Spillmann Publizistik, Strategie, Management in Zürich seine Geschäftstätigkeiten aufnehmen. Spillmann ist im Dezember 2014 als Chefredaktor der NZZ zurückgetreten (Werbewoche.ch berichtete).

Tamedia fällt in Dänemark auf Betrüger herein

Dies schreib die Handelszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. «Der Betrug umfasst Veruntreuung, Urkundenfälschung und betrügerisches Finanzreporting in den Jahren 2012 bis 2016», heisst es im neuesten Trendsales-Geschäftsbericht. Erst im Frühjahr kam Tamedia dem mutmasslich fehlbaren Trendsales-CEO auf die Schliche, entliess ihn fristlos und stellte Strafanzeige gegen Rasmus Goth Engel.

Trendsales hat aufgrund von weiteren Verlusten im 2016 das Eigenkapital aufgezehrt. Die Kopenhagener Internetfirma mit rund 40 Mitarbeitenden stand Ende 2016 vor dem Aus. Tamedia musste deshalb vor wenigen Tagen 3,4 Millionen Franken ins Secondhand-Portal einschiessen. Diese Finanzspritze sichert Trendsales vorerst das Überleben. Dennoch ist die dänische E-Commerce-Akquisition seit Jahren ein millionenschweres Verlustgeschäft, wie die Handelszeitung mit Verweis auf die Geschäftsabschlüsse schreibt.

Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer betont: «Der Betrugsfall ändert nichts daran, dass Trendsales eine der reichweitenstärksten Transaktionsplattformen Dänemarks und klarer Marktleader im Bereich Vintage Fashion ist.» Mit der Kapitalspritze sei nun die Basis für «weiteres Wachstum» gelegt, so Zimmer. Der Tamedia-Sprecher rechnet 2017 «mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen», was aber auch von weiteren «Investitionen ins Wachstum» abhänge.

Der Fall Trendsales ist bei Tamedia zur Chefsache geworden. Seit Mitte Dezember wacht Digitalchef und Konzernleitungsmitglied Christoph Brand höchstpersönlich als Präsident über die Geschicke des dänischen Secondhand-Händlers. Als ehemaliger Chef von Sunrise – damals eine Tochter der dänischen Telecom – ist er mit dem nordischen Umfeld bestens vertraut. Gegenüber der Handelszeitung sagt Brand, er habe «schon manchen Betrugsfall gesehen, aber noch keinen von diesem Umfang, gemessen an der Grösse.».

Tamedia hat Trendsales im Juli 2014 erworben (Werbewoche.ch berichtete). Gemäss Recherchen der Zeitung soll das das Medienhaus damals rund 35 Millionen Franken für das Portal bezahlt haben. Zu viel, wie sich heute zeigt. Denn die frisierte Bilanzen wiesen falsche Zahlen aus. So hat Trendsales beispielsweise 2014 nicht wie behauptet 400’000 Franken Reingewinn gemacht, sondern über eine Million Franken Verlust geschrieben. Und die Eigenkapitalquote war nicht wie angegeben 77 Prozent, sondern lediglich 43 Prozent.

Nebst der unsauberen Geschäftsführung vergangener Jahre soll sich Tamedia auch mit weiteren Herausforderungen im Fall Trendsales konfrontiert sehen. Denn die Verluste der Secondhand-Plattform haben sich 2015 verdoppelt und dürften 2016 nochmals anwachsen – das Geschäftsmodell droht zum Ladenhüter zu werden. Die hauseigene Zahlungslösung TSPay wird von Mobile-Zahlungsmöglichkeiten lokaler Banken in Bedrängnis gebracht und in Deutschland harzen die Geschäfte nach der Expansion. (HZ/hae)

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Doodle übernimmt Chatbot-Terminfinder Meekan

Doodle übernimmt das israelische Start-up Meekan. Der Chatbot von Meekan unterstützt die Nutzer als virtueller Assistent bei der Terminfindung. Durch künstliche Intelligenz ist Meekan lernfähig und passt sich den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer an.

Der Online-Terminplaner Doodle übernimmt per sofort sämtliche Aktien des Start-ups Meekan in Tel Aviv. Verkäufer sind die Gründer Lior Yavor, Eyal Yavor und Matty Marianksy sowie der Investor Horizons Ventures. Der durch künstliche Intelligenz gesteuerte Chatbot Meekan unterstützt Nutzer als virtueller Assistent bei der Terminfindung. Meekan gleicht nach einer Aufforderung die Termin-Kalender aller Personen innerhalb eines Gruppen-Chats automatisch und innert Sekunden ab und macht priorisierte Termin-Vorschläge. Der Chatbot ist dabei lernfähig und kennt vorgängige Präferenzen und Gewohnheiten seiner Nutzer, um Termine optimal zu planen oder anzupassen. Meekan ist zu 100 Prozent durch künstliche Intelligenz betrieben, komplett ohne menschliche Unterstützung im Hintergrund – bisher einzigartig in dieser Industrie.

«Ein nächster Entwicklungssprung für Doodle»

«Die Integration von Meekan erlaubt Doodle einen nächsten Entwicklungssprung. Der Meekan-Chatbot als intelligenter virtueller Assistent ermöglicht eine schnelle Terminfindung, ohne einen Blick in den eigenen Kalender werfen zu müssen – ein System mit grossem Potenzial, » erklärt Christoph Brand, Leiter Unternehmensbereich Digital der Schweizer Mediengruppe Tamedia, zu der Doodle gehört.

Die Gründer Lior Yavor, Eyal Yavor und Matty Marianksy bleiben im Doodle Management Team weiterhin für die Entwicklung von Meekan verantwortlich. Lior Yavor, CEO von Meekan: «Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Doodle, einer international starken Marke mit monatlich mehr als 26 Millionen Nutzern weltweit. Durch die Chatbot-Funktion und weitere Entwicklungen wird Doodle auch in Zukunft erste Wahl bei der Terminplanung bleiben, sowohl im privaten Gebrauch wie auch für die Benutzung innerhalb von Unternehmen. »

Meekan wurde 2013 in Israel durch Lior Yavor, Eyal Yavor und Matty Marianksy gegründet und bisher vom Venture Capital Investor Horizons Ventures mit Sitz in Hongkong unterstützt. Der Terminfinder Meekan wird bereits als Assistent in den Instant-Messaging-Anwendungen von Slack und Hipchat eingesetzt.

Goldbach: Katrin Kuhrmann ist neue PR-Managerin

Katrin Kuhrmann ist neue PR-Managerin bei Goldbach Media. Sie war zuvor bei der Agentur The House tätig.

Katrin Kuhrmann ist seit Anfang Oktober als PR-Managerin für die Öffentlichkeitsarbeit bei Goldbach Media Switzerland zuständig. Die 28-Jährige hat die Medienbranche bereits aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt. Während ihres Germanistik Studiums an der Universität Konstanz schrieb sie als Journalistin für die Tageszeitung Südkurier und war Chefredakteurin des Studentenmagazins Campuls. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei der Zürcher Kommunikationsagentur The House in den Bereichen Text und Konzeption.

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«Ich bin davon überzeugt, dass man sich selbst immer wieder herausfordern sollte. Bei Goldbach Media habe ich die Chance, meine Kommunikationskenntnisse in einem neuen, spannenden Bereich umzusetzen und zu erweitern», freut sich Katrin Kuhrmann in einer Mitteilung.

Zu guter Letzt: Sponsoren-Auswechslung

Ein kleiner Coiffeur-Salon aus Liverpool will eine grosse Brauerei als Trikot-Sponsor des Premier League Vereins Everton ablösen. Das kostet 23 Millionen Dollar – die Sammlung läuft.

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Für «Sean & Sean’s Barber Club» – ein kleiner, von Vater und Sohn geführter Laden in der Nähe des Everton-Stadions – könnte eine Kampagne der schwedischen Agentur Round & Round für die NGO Big Alcohol Exposed zum grossen Jackpot werden. Die Organisation kämpft weltweit gegen die Geschäfts- und Marketing-Machenschaften der Alkohol-Industrie und will besonders Kinder vor der frühen Beeinflussung durch Werbung schützen. In der englischen Premier League hat nur noch ein Verein einen alkoholhaltigen Sponsor: Die thailändische Biermarke Chang ziert seit der Saison 2004/2005 die Trikots des FC Everton. Das soll sich nun ändern, findet die NGO. Denn in der kommenden Saison läuft der langjährige Sponsor-Vertrag aus – neue Verhandlungen stehen an. Und da will Big Alcohol Exposed mitbieten.

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In der reichen Premier League kein günstiges Unterfangen. 23 Millionen Dollar wären nötig, um den Werbeplatz zu übernehmen. Um einen starken Rückhalt in der Bevölkerung und viel Aufmerksamkeit zu garantieren, wird der Platz bei einem allfälligen Erreichen des Finanzierungsziels schlauerweise nicht leer gelassen oder mit dem NGO-Logo geschmückt, sondern dem lokalen Gewerbe zur Verfügung gestellt. Denn wenn David gegen Goliath kämpft, sind die Meinungen meist schnell gemacht. Erst recht, wenn es sich um einen sympathischen Coiffeur handelt. Über die Crowfunding-Plattform Indiegogo.com wird gesammelt. Mit sinnvollen Gegenleistungen wie Haarschnitten oder Saisonkarten. Nach dem Spender von 100’000 Dollar wird ein Haarschnitt benannt – das sollte ja wohl Grund genug sein. Nach vier Tagen sind bereits gut 2000 Dollar gesammelt. Fehlen also nur noch 22,98 Millionen – ein Klacks. (hae)

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