Sir Mary ist neue digitale Marketingagentur von Schweiz Tourismus

Die Zürcher Agentur Sir Mary hat sich in einer mehrstufigen öffentlichen Ausschreibung gegen elf weitere Agenturen durchgesetzt und unterstützt Schweiz Tourismus ab sofort bei nationalen und internationalen Online-Marketingaktivitäten.

Das mehrjährige Mandat geht über die ganzheitliche Mediaberatung und -distribution hinaus und umfasst neben der Durchführung von nationalen und globalen digitalen Paid-Media-Aktivitäten unter anderem auch die strategische Beratung von Schweiz Tourismus im Rahmen der künftigen Ausrichtung des Digitalen Marketings. «Wir haben nach einem Partner gesucht, der innovative Antworten auf die komplexen Herausforderungen im digitalen Kosmos liefert und uns in allen Touchpoints der Customer Journey beraten kann. Die Verschmelzung von On- und Offline war uns hier besonders wichtig. Sir Mary hat uns mit ihrer hochwertigen Ausarbeitung und ihrem erfahrenen, disziplinübergreifenden Team überzeugt», so Alexandra Weber, Head of Digital Marketing bei Schweiz Tourismus.

«Schweiz Tourismus hat sich in der Vergangenheit immer wieder als Digital Leader bewiesen. Diesen Weg zusammen mit ihnen konsequent fortzusetzen, ist aktuell eine der spannendsten Herausforderungen im Markt. Wir nehmen diese mit Freude an und schaffen mit unserer Expertise in Media Distribution sowie einem massgeschneiderten Agentur-Setup die notwendigen Rahmenbedingungen», freut sich Maurizio Rugghia, Mitgründer und Managing Partner bei Sir Mary.

Leading Swiss Agencies lanciert Dialogplattform «Young LSA»

Mit einer Dialogplattform für junge und junggebliebene Mitarbeitende aus LSA-Agenturen will Leading Swiss Agencies die Anliegen des Nachwuchses stärker in den Verband integrieren, den Austausch fördern und dem Agenturnachwuchs die Möglichkeit zur Mitsprache sowie der aktiven Mitgestaltung des Verbandsangebots geben.

Am Freitag fiel im virtuellen Kickoff-Meeting der Startschuss zur neuen Dialogwerkplattform. 40 junge Mitarbeitende aus LSA-Agenturen nahmen daran teil und tauften die Plattform in einem Voting auf «Young LSA» (YLSA). Zuvor präsentierte das YLSA-Kernteam – bestehend aus Janine Paumann von Farner Consulting, Nina Rafaniello von Panta Rhei PR, Stefanie Probst von CRK, Dominik Furrer von Furrerhugi und Ilan Olstein von LSA – die verschiedenen Projekte, die in Zukunft gemeinsam bearbeitet werden. Das Kernteam nahm diese Projekte bereits aus ihrer Arbeit beim BPRA mit und wird diese nun nach der Fusion beider Verbände unter dem LSA weiterentwickeln. «Seit der Fusion mit dem LSA können wir unsere Projekte mit doppelt so viel Power verfolgen und auf viele weitere Themen und Initiativen ausbreiten, weil nun sämtliche Kommunikationsdisziplinen in einem Verband vereint sind», so Janine Paumann, Mitglied des Kernteams.

 

Netzwerken und voneinander lernen 

Drei bis viermal im Jahr sind Netzwerkevents geplant. Nach Input-Referaten zu aktuellen Themen soll bei einem kühlen Bier jeweils genügend Zeit zum Netzwerken, Kennenlernen und Diskutieren bleiben. Mit einer YLSA-Academy möchte man zudem ein Format schaffen, das noch stärker auf den Wissenstransfer fokussiert. In den LSA-Agenturen ist sehr viel Know-how vorhanden. Dieses Wissen soll in Weiterbildungsblöcken zu konkreten Themen an junge Agenturmitarbeitende weitergegeben werden. Agenturübergreifend zu lernen ist wertvoll für die gesamte Branche und besonders spannend und lehrreich für junge Agenturmitarbeitende.

 

Enge Zusammenarbeit mit anderen Branchenverbänden

In der digitalen Veranstaltungsreihe «Neuland» organisiert der Young LSA in Kooperation mit den GPRA Young Professionals und den PRVA Newcomers Veranstaltungen zu innovativen Themen und Trends. Der nächste Event findet bereits am 11. März zum Thema «Unternehmenskommunikation im Wandel: Wie verändert Künstliche Intelligenz das Arbeiten von morgen?» statt. Christine Dingler, Beraterin für Innovationskommunikation bei BCW Germany und Co-Founderin der Initiative Zukunftsnarrative und Reinhard Karger, Unternehmenssprecher Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, werden ihr Wissen dazu teilen.

Der internationale Austausch soll zukünftig weit über den virtuellen Rahmen hinaus gehen. In Zusammenarbeit mit den deutschen (GPRA) und österreichischen (PRVA) Partnerverbänden ist ein Konzept für einen Agenturaustausch in Erarbeitung. Junge Agenturtalente sollen die Möglichkeit erhalten, zwei bis vier Wochen in einer anderen Agentur im DACH-Raum zu arbeiten. Dabei können wertvolle internationale Erfahrungen gesammelt sowie Kontakte mit Berufskolleg*innen aus dem DACH-Raum geknüpft werden.

Die Geburtskampagne von Farner für die Hirslanden-Gruppe bricht Tabus

«Eine Geburt? So schön!» Diese Verklärung stresst viele Schwangere. Die aktuelle Geburtskampagne, die Farner in Zusammenarbeit mit der Hirslanden-Gruppe realisiert hat, räumt jetzt damit auf.

«Du musst nur loslassen», «Mach eine Wassergeburt» oder «Mit einem Kaiserschnitt hast du weniger Schmerzen». Mit diesen und ähnlichen Ratschlägen werden Schwangere oft ungefragt konfrontiert. Eine gross angelegte Recherche zeigt: Diese romantisierte Erwartungshaltung ihres Umfelds stresst viele werdende Mütter. Und die geschönten Bilder von glücklich lächelnden Neu-Mamas der Geburtskliniken gibt Frauen das Gefühl, in ihren Unsicherheiten nicht ernst genommen zu werden. Für die Hirslanden-Gruppe mit ihren zehn Geburtskliniken und jährlich knapp 7’500 Geburten war dies Grund genug, eine Kampagne abseits bestehender Dogmen zu lancieren.

Das mit Farner erarbeitete crossmediale Kreativkonzept holt werdende Mütter bei ihren Fragen und Sorgen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ab. Ehrlich und direkt werden sie in Filmen, Plakaten, Social Ads, Banner, Anzeigen und der Landingpage mit Authentizität und Sensibilität angesprochen. Im Fokus steht dabei stets die empathische Beziehung zwischen Mutter und Paar sowie Hebammen, Geburtshelfer*innen und Pflegefachpersonen bei den Hirslanden-Kliniken, die sich damit als kompetente Partner für die individuellen Bedürfnisse positionieren.

 

Unverblümte Bildsprache

Kern der Kampagne bildet die unverblümte Bildwelt, die vor, während und nach den Geburten entstanden ist. Die Kaiserschnitt-Bilder wurden von Karine & Oliver in der Hirslanden Klinik Aarau produziert. Für die weiteren Bilder konnte Farner die Geburtsfotografin Neely Ker-Fox gewinnen. Der Grund: Es erwies sich als schwierig, in der Schweiz Frauen für ein Geburtsshooting zu finden – ein mögliches Indiz dafür, dass die Geburt hierzulande noch mit viel Schamgefühl belegt ist. Die Kampagne der Hirslanden-Gruppe will deshalb auch einen Beitrag zu einem weniger verkrampften Umgang mit diesem Thema leisten.

 

Von der Dachkampagne bis zu Klinikfilmen

Zur granularen digitalen Kampagnenführung gehören auch die Massnahmen auf Klinikebene. So produzierte Farner für alle teilnehmenden Kliniken Testimonial-Filme, die gezielt die Unsicherheiten und Ängste von Neu-Eltern sowie ihre Beziehung zu Hebammen und Pflegepersonal thematisieren – um so letztlich einen noch menschlicheren Zugang zu diesem emotionalen Ereignis zu schaffen.

Verantwortlich bei der Hirslanden-Gruppe: Frank Nehlig, Olivia Werth, Sabine Swigulski, Lea Nenniger, Luca Pierini, Joel Glanzmann, Jessica Sidler, Eveline Pigeat, Yana Arrioja, Nadine Blum, Valeria Bieri, Bettina Widmer. Verantwortlich bei Visual Eyes: Natalija Fallocca-Bajric, Karine & Oliver; Geburtsfotografin: Neely Ker-Fox. Verantwortlich bei Pixel Polish: Stephan Riederer. Verantwortlich bei Who’s McQueen: Philipp Petersson; Phil&Jones: Phil Meyer, Jonas Schürmann. Verantwortlich bei Farner Consulting: Nils Rickert, Fabian Röthlisberger, Martin Fuchs, Bruce Roberts, Barbara Hess, Noëmi Fiechter, Nina Wick, Janine Paumann, Flurina Brändlin, Lukas Günter, Dominique Rohner, Ceng Derlik, Daphne Abderhalden, Nadine Büchler.

Texterin Daniela Bär lanciert Kartenserie, die hoffentlich niemand bald braucht

Irgendwann sterben wir. Und weil das allen so geht, verlieren wir immer wieder Menschen, die uns nahestehen. Für die Texterin Daniela Bär fehlen in solchen Fällen Trauerkarten mit passenden Worten. Deshalb gibt sie jetzt selbst eine Serie heraus.

Mit dem Label «Trauerzeugen» bietet Bär direkte und ehrliche Karten an, die ausdrücken, dass Trauer nicht immer still ist. «Nicht einmal der Tod verdient Floskeln und platte Redewendungen», findet die Texterin. Den visuellen Auftritt und die Karten hat der Grafiker Dennis Zoller gestaltet – ohne Engelsflügel, Kruzifixe oder Pusteblumen.

Die Karten von «Trauerzeugen» sollen dabei helfen, Worte zu finden, wenn es einem die Sprache verschlagen hat. Und sind für alle gedacht, die auf Symbolik verzichten und auch mit Tränen in den Augen ein kleines Zwinkern wagen möchten.

Die Kartenserie «Trauerzeugen» wird in der Schweiz getextet, gestaltet und gedruckt.

Publicis setzt für die neue KMU-Kampagne von Axa auf Humor

Für die neue KMU-Kampagne setzen Axa Schweiz und Publicis insbesondere auf digitale Kanäle – und Katzen. Zwei nicht ganz ernst gemeinte Filme zeigen, wie man ein optimales Betriebsklima schafft, und damit ganz schnell zur Lieblingschefin oder zum Lieblingschef wird. Oder eben nicht.

«Wer sich richtig um seine Mitarbeitenden kümmert und ihnen ein motivierendes und gesundes Arbeitsumfeld bietet, könnte glatt zur Lieblingschefin oder zum Lieblingschef werden». Die Botschaft der aktuellen Kampagne von Axa Schweiz, die in Zusammenarbeit mit Publicis und Wavemaker entwickelt wurde, richtet sich gezielt an KMU und bewirbt die gesundheits- und motivationsfördernden Unternehmenslösungen von Axa. Denn mit diesen können sich Unternehmer*innen voll und ganz auf ihr Geschäft und ihre Mitarbeitenden konzentrieren.

Im Zentrum der Kampagne stehen zwei Filme, die mit einem Augenzwinkern aufzeigen, dass auch die bestgemeinten Motivations- und Gesundheitsförderungen von Unternehmen nicht immer zum gewünschten Ziel führen – oder sogar gegenteilige Effekte haben können. So sorgen die extra angeschafften Bürokatzen eher für Chaos als für Entspannung und die monatliche Auszeichnung des besten Mitarbeitenden für den streberischen Arbeitskollegen demotiviert den Rest der Belegschaft.

«Wir wollen auf humorvolle Art und Weise auf das Thema Motivations- und Gesundheitsförderung aufmerksam machen, KMU aber auch ganz bewusst für dieses Thema sensibilisieren, da es nicht zuletzt in schwierigen Zeiten wie diesen wichtiger denn je ist, sich richtig um seine Mitarbeitenden zu kümmern», erklärt Antonia Lepore, Head Marketing Communication von Axa Schweiz.

 

Mit Humor für das Thema sensibilisieren

Mit ihren Dienstleistungen möchte das Unternehmen Abhilfe schaffen und das Betriebsklima verbessern: Neben bis zu 20 Prozent höheren Renten und attraktiven Fringe-Benefits-Lösungen bietet Axa Schweiz auch Services zur Früherkennung von gesundheitlichen Risiken bei Mitarbeitenden oder Hilfestellung für eine schnelle Rückkehr ins Arbeitsleben nach einem Ernstfall. «Wir unterstützen KMU dabei, ihren Mitarbeitenden ein motivierendes und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen – damit sich unsere Kundinnen und Kunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können», so Antonia Lepore.

Die Kampagne startet am Dienstag zunächst digital. Nach dem Einsatz von Display- und Onlinevideoformaten wird sie dann in den Offline-Bereich verlängert. Basierend auf den entstehenden Userreaktanzen, wird die Kampagne durch Mailings und einem abschliessenden Versand personalisierter Postkarten abgerundet. Zudem testet Axa in den sozialen Medien erstmals den Einsatz von GIFs und Memes für das KMU-Segment.

Verantwortlich bei Axa: Claudia Suter (Head Branding & Advertising), Benjamin Oberlin (Kampagnen Manager), Marija Cuk (Content Managerin), Juliette Metze (Costumer Managerin). Verantwortlich bei Publicis Conseil: Steve O’Leary (Creative Director), Marie Pujol (Copywriter), Dorian Rosso (Senior Art Director), Cécile Cuzin (Process Manager), Olivia Rajabaly (Group Account Director), Anastasia Monterrat (Account Manager). Verantwortlich bei Prodigious Conseil: Armelle Sudron (TV Producer), Caviar (House of production), Frank Devos (Director), Rien Behaeghe (Line producer), Eva Van Riet (Producer), Anton Mertens (Director of Photography), Karine Friang (Post-production). Verantwortlich bei Publicis Zürich: Jan Kempter (Creative Director), Sarah Pietrasanta (Copywriter), Priska Meyer (Senior Art Director), Hannah Zuettel (Junior Art Director), Matthias Koller (Gesamtverantwortung), Flurin Hardt (Senior Account Director), Tanja Hediger (Account Director). Verantwortlich bei Wavemaker: Martina Kratt (Client Service Director), Tim Goldschmidt (Senior Digital Planner), Edwina Gescheidle (Head of Operations), Manuela Twrsnick (Programmatic Services Consultant). Pre Press, Litho, Motion Design und Programmierung: Prodigious Brand Logistics.

Neue Frauenpower für Ads&Figures

Ads&Figures erhält Verstärkung: Ximena Paula Barbano übernimmt ab März 2021 das Team Search Engine Advertising (SEA) bei der Berner Agentur.

Als Team Leader Search Engine Advertising wird Ximena Paula Barbano ab März 2021 die das Suchmaschinenwerbung-Team von Ads&Figures führen und den Bereich weiter ausbauen. Barbano bringt neben einem Abschluss in Wirtschaftspsychologie und als Coach viel Erfahrung in der Agentur- und Digitalwelt mit. Unter anderem war sie als PPC Account Manager SEA und International Performance Specialist bei Explido und iProspect tätig. Zuletzt arbeitete sie als Senior Omnichannel PPC Manager bei Margarete Steiff in Giengen an der Brenz.

 

Gemeinsam für mehr Diversität und Chancengleichheit

Nicht nur ihr beruflicher Werdegang passe zu Ads&Figures, auch die gemeinsamen Werte würden sie mit ihrem neuen Arbeitgeber verbinden, wie Ads&Figures in der Mitteilung schreibt. Als Gold #IamRemarkable Facilitator der Google Zukunftswerkstatt ist Ximena Barbano Vertreterin einer globalen Bewegung für mehr Diversität und Chancengleichheit in Unternehmen. Sie unterstützt damit aktiv Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppen dabei, ihre Kompetenzen und Leistungen in der Arbeitswelt sichtbarer zu machen.

«Im Zeitalter der Digitalisierung müssen wir mehr denn je auf Vertrauen, Vielfalt und digitale Weiterbildung setzen. Für mich steht der Mensch im Vordergrund und ich möchte mein Konzept mit Ads&Figures datengetrieben, strategisch, aber vor allem nachhaltig gestalten. Mein Team und ich werden die Karten neu mischen», erklärt Barbano.

 

Arbeitsort Bern, Wohnsitz in Deutschland und Österreich

Schon vor Corona hat Ads&Figures flexible Arbeitsformen und moderne Arbeitsmethodik gefördert mit dem Grundsatz, dass messbare Resultate zählen und nicht der Arbeitsort. Ximena Barbano kommt dies entgegen: Die gebürtige Argentinierin wird zwischen ihrem neuen Arbeitsort Bern und ihren beiden Wahlheimaten Augsburg und Innsbruck pendeln.

Erdmannpeisker: Ökumenische Kampagne erzählt in leichten Farben schwere Themen

«Brot für alle», «Fastenopfer» und «Partner sein» führen während der Fastenzeit seit Jahren schweizweit die Ökumenische Kampagne durch. Erdmannpeisker hat die diesjährige Kampagne realisiert.

Für eine bessere Wiedererkennung wurden in den vergangenen Jahren unterschiedliche Themen mit einer gleichen Kampagnen-Mechanik kommuniziert. Dieses Jahr hat man sich im Pitch für einen neuen, aufmerksamkeitsstarken Kampagnen-Look entschieden, der sich von den typischen NGO-Kampagnen abhebt. Der neue Look soll wieder für mehrere Jahre bestehen bleiben. Er wirkt frisch und positiv und fällt mit grossflächigen, starken und ästhetischen Farbkombinationen auf. So soll eine Dramaturgie geschaffen werden, in der die ernsten und oft schwierigen Themen umso mehr auffallen.

Das Thema der Ökumenischen Kampagne 2021 lautet «Klimagerechtigkeit – jetzt!». Das Kampagnenplakat nimmt das Thema Klimagerechtigkeit auf und führt die Konsumierenden von einer abstrakten Frage zu einer ganz persönlichen, emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Grill-Szene wurde als Symbol für den Überkonsum ausgewählt, da der Zusammenhang zwischen übermässigem Fleischkonsum und dem Klimawandel unbestritten ist. Mit dem Plakat wird die Schattenseite der Konsums auf überraschende und aufrüttelnde Art visualisiert.

Das Motiv wird schweizweit als Plakat, DOOH und Inserate eingesetzt

Verantwortlich bei der Ökumenischen Kampagne: Elke Fassbender (Leiterin Fundraising und Marketing Brot für alle), Matthias Dörnenburg (Leiter Kommunikation Fastenopfer), Mischa von Arb (Kampagnenkoordinator Brot für alle/Fastenopfer). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (Creative Director), Patrick Fawer (Art Director), Marcel Maegerle, Rainer Neusius (Beratung). Fotografie und Bildbearbeitung: Sandra Gadient Fotografie, Lily Metzker (Wombat Studio). Mediaplanung: Tullio Tomasini, Armanda Gadient (Spinas Civil Voices).

Zweite Corona-Welle lastet im Januar auf dem Detailhandel

Die Schweizer Detailhändler haben im Januar wegen der zweiten Corona-Welle weniger verkauft. Entsprechend den behördlichen Verordnungen entwickelten sich die einzelnen Branchen aber sehr unterschiedlich: Nahrungsmittelverkäufe und der Internethandel boomten, der Nichtnahrungsmittel-Sektor brach ein.

Insgesamt sind die Detailhandelsumsätze in der Schweiz im Januar 2021 – bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte – zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gesunken, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Montag aufgrund provisorischer Zahlen mitteilte. Preisbereinigt, also real, war das Minus mit 0,5 Prozent etwas geringer.

Zum Vormonat sehen die Zahlen allerdings deutlich schlechter aus. So sanken die Umsätze saisonbereinigt zum Dezember 2020 um nominal 4,9 Prozent, und real fielen sie gar um 5,3 Prozent zurück.

 

Sehr unterschiedliche Branchenentwicklung

Nicht alle Branchen waren vom Rückgang allerdings gleich stark betroffen. So verbuchte der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren im Vorjahresvergleich eine nominale Zunahme des Umsatzes von 13,7 Prozent, während der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein Minus von 10,4 Prozent registrierte. Dabei waren insbesondere die Branchen «sonstige Güter (Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)» (-19,2%), «Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren» (-14,6%) sowie die Branche «sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf» (-7,2%) von den behördlich verordneten Massnahmen tangiert.

Positive Umsatzzahlen konnten hingegen die Branchen «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik» (+32,3%) sowie «Marktstände, Versand und Internethandel» (+21,8%) ausweisen. Einen deutlichen Unterschied machten auch die Tankstellen aus. Auf bereinigter Basis verzeichnete der Detailhandel ohne Tankstellen im Januar 2021 gegenüber Januar 2020 gemäss den BFS-Zahlen nämlich ein leichtes Wachstum (+1,0%). Daraus ergäben sich für die Tankstellen Umsatzeinbussen von 22,2 Prozent, so das BFS.

Auf Vormonatsbasis sieht es nochmals etwas anders aus, mussten doch beide Hauptgruppen rückläufige Umsätze hinnehmen. Im Nahrungsmittel-Handel war dieses mit -1,2 Prozent allerdings relativ gering, während der Nichtnahrungsmittel-Sektor 11,0 Prozent einbüsste. Das grösste Minus bei den Sub-Branchen erlitt die Gruppe der «sonstigen Güter» (-15,3%), während Güter aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik als einzige stärker gefragt waren (+1,8%).

 

Grosse kommen besser durch die Krise

Da die im Januar behördlich verordneten Ladenschliessungen den ganzen Februar über anhielten, dürften auch die Zahlen für den vergangenen Monat schwach ausgefallen sein. Der März wird dann aber wohl wieder deutlich besser aussehen, können alle Detailhändler ihre Geschäfte doch ab dieser Woche – nach einer insgesamt sechswöchigen Schliessung – wieder öffnen. Für einen sehr hohen Umsatz im März dürften dann Nachholeffekte sowie hohe Rabatte in vielen Geschäften sorgen.

Die Detailhandelsumsatzstatistik des BFS basiert auf einer Zufallsstichprobe von rund 4’000 Unternehmen. Sie ist eine Monatserhebung, wobei die kleinen Unternehmen vierteljährlich zu den monatlichen Umsatzahlen befragt werden.

Dies ist insofern von Interesse, als die Entwicklung zwischen den grossen und den kleinen Detailhändlern im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich ausfiel. Gemäss den BFS-Zahlen verzeichnete der gesamte Schweizer Detailhandel im Corona-Jahr 2020 einen nominalen Umsatzanstieg von 0,9 Prozent, real, d.h. ohne die Teuerung, waren es gar 1,7 Prozent mehr.

Die Zahlen der Marktforschungsfirma GfK hatten dagegen ein Plus von fast 8 Prozent für das Gesamtjahr im Detailhandel gezeigt. Allerdings werden in der GfK-Umfrage nur die 40 grössten Detailhändler mit einem Umsatzvolumen von insgesamt etwa 50 Prozent berücksichtigt. Und auch die BFS-Zahlen zeigten bei den 50 grössten Unternehmen ein Plus von 7,7 Prozent, und bei den übrigen Firmen ein Minus von 8,3 Prozent. Mit anderen Worten: Die kleineren Detailhändler sind viel weniger gut durch die Corona-Krise gekommen als die grossen. (SDA)

Annabelle publiziert zum Relaunch die Frauenstudie «Annajetzt»

Die neue Annabelle steht vor dem Aufbruch. Das Magazin und die Website wurden einem Relaunch unterzogen, und eine neue Redaktions- und Eventlocation wurde im Zürcher Viadukt eröffnet. Zeitgleich zum Relaunch lanciert Annabelle die Frauenstudie «Annajetzt».

Wie beurteilen Schweizer Frauen 50 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts den Stand der Gleichstellung? Wie zufrieden sind sie 2021 mit ihrer beruflichen und privaten Situation? Kurz vor dem Weltfrauentag und zum Relaunch der Annabelle hat Sotomo über 6200 Frauen in der Deutschschweiz befragt. «Annajetzt», die grösste Frauenbefragung der Deutschschweiz zeigt auf, in welchen Bereichen Frauen heute dringenden Handlungsbedarf in Politik und Gesellschaft sehen und vermittelt ein umfassendes Stimmungsbild der Frauen von Gleichstellungsforderungen über das feministische Selbstverständnis bis hin zur Konfliktthemen in der Partnerschaft oder Facetten der Sexualität.

 

Arbeitswelt und finanzielle Unabhängigkeit: Dringender Handlungsbedarf

Den grössten Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung sehen Deutschschweizer Frauen in der Arbeitswelt. Nur 40 Prozent betrachten die Gleichstellung im Berufsleben als verwirklicht. An erster Stelle steht die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Hier sehen 85 Prozent der Befragten dringenden Handlungsbedarf. 72 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Männer hätten in der Schweiz noch immer mehr Vorteile als Frauen. Dies ist einer der höchsten Werte in der westlichen Welt.

Auch wenn die Frauen durchaus Fortschritte in der Verwirklichung der Gleichstellung in der Schweiz wahrnehmen, zeigt die «Annajetzt»-Frauenbefragung Spannungsfelder auf. So gibt es ein starkes Bewusstsein dafür, dass Frauen wirtschaftlich stärker beteiligt sein sollten und insbesondere die finanzielle Absicherung im Alter ein Problem darstellt. Gerade ältere Frauen geben jüngeren auf den Weg, dass sie trotz Mutterschaft erwerbstätig bleiben und sich selber um finanzielle Angelegenheiten kümmern sollten.

 

Festgefahrene Wertemuster & «Mental Load»

Es zeigt sich aber, dass klassische Wertemuster stark in den Köpfen der Deutschschweizer Frauen festgefahren sind. So liegt das ideale Erwerbspensum für Familien bei 80 Prozent für den Vater und 50 Prozent für die Mutter. Das ist zwar weit weg von der traditionellen 100:0-Rollenteilung, zementiert aber die finanzielle Abhängigkeit der Mutter. Nicht einmal die Hälfte der befragten Frauen im Erwerbsalter könnte zurzeit ihren eigenen Lebensunterhalt selbst finanzieren und jede Fünfte ist der Ansicht, dass sie sich deswegen auch nicht trennen könnte.

Die ungleiche Verteilung der Erwerbsarbeit hat zur Folge, dass ein grosser Teil der Aufgaben zuhause an den Frauen hängen bleibt. Über 80 Prozent aller Frauen geben an, dass sie bei der Organisation von Haushalt und Privatleben deutlich mehr leisten als ihr Partner. Bemerkenswert ist, dass auch vollzeiterwerbstätige Frauen stark am sogenannten «Mental Load» leiden. Dies deutet darauf hin, dass auch bei vielen Männern klassische Wertemuster fortbestehen. Die «Annajetzt»-Frauenbefragung zeigt, dass neben politischen Massnahmen auch das Aufbrechen klassischer Wertemuster eine wichtige Rolle für die Beseitigung bestehender Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern spielen dürfte.

 

Zufriedenheit, Partnerschaft und Sexualität

Die Zufriedenheit der Frauen mit ihrer Lebenssituation hängt stark von der Familien- und Haushaltssituation ab. Frauen in Familienhaushalten sind meist zufrieden mit ihrer Familiensituation, aber deutlich weniger zufrieden mit Beruf und Freizeit. Frauen in Paarhaushalten ohne Kinder dagegen, sind insgesamt am zufriedensten. Die Corona-Pandemie hat Familien- und Beziehungen gestärkt und hat sich vor allem negativ auf Frauen ausgewirkt, die alleine wohnen.

Betrachtet man die Zufriedenheit der Frauen mit ihrem Sexualleben, fallen besonders Negativpunkte ins Auge. Nur vier von zehn Frauen erleben ihr Sexleben als zufriedenstellend. Drei von vier Frauen hatten schon einmal Sex, um jemandem einen Gefallen zu tun. Jede dritte Deutschschweizerin hatte schon Sex ohne ausdrückliche Einwilligung. Genauso hoch liegt der Prozentsatz derjenigen Frauen, die schon mindestens einmal im Leben sexuelle Gewalt erfahren haben.

 

Relaunch: Magazin, Website und Location neu

Die neue Annabelle steht nach einem Übergangs- und Aufbaujahr und in neuen Besitzverhältnissen vor dem Aufbruch. Mit dem Relaunch von Magazin und Website und der Eröffnung der neuen Redaktions- und Eventlocation im Viadukt in Zürich. Mit der Präsentation von «Annajetzt» wird zeitgleich der Relaunch von Annabelle lanciert. Die neue Annabelle erscheint erstmals am Freitag. Ebenfalls dann startet die Relaunch-Kampagne.

«Die Studienergebnisse haben uns in unserem Vorhaben, mit der neuen Annabelle ein Frauenmagazin für alle Frauen in ihrer ganzen Vielfalt zu bieten, noch einmal bestärkt.» betont Annabelle-Chefredaktorin Jacqueline Krause-Blouin und ergänzt «nachdem wir Frauen in der Deutschschweiz zugehört haben, wollen wir Ihnen nun eine Plattform bieten, um auch miteinander zu reden.»

Die Datenerhebung zur Frauenbefragung «Annajetzt» fand zwischen dem 21. und dem 31. Januar 2021 statt. Die Grundgesamtheit der Befragung bildet die weibliche Wohnbevölkerung der Deutschschweiz ab 16 Jahren. Die Befragung erfolgte online. Für die Auswertung berücksichtigt wurden die Angaben von 6‘280 Teilnehmerinnen. Durch die Gewichtung wird eine hohe Repräsentativität für die weibliche Deutschschweizer Bevölkerung ab 16 Jahren erzielt.

Jung von Matt Brand Identity: Energy verbindet

Energy präsentiert sich mit neuem Claim. «Voll bi dir» soll auf den Punkt bringen, was Energy ausmacht: Die Nähe und Verbundenheit zu den Menschen in der Schweiz. Jung von Matt Brand Identity hat Energy strategisch beraten und die neue Positionierung entwickelt.

Seit der Lancierung 2003 hat sich die Entertainmentmarke Energy von einem lokalen Radiosender zu einer starken Medienmarke entwickelt. Mit eigenen Entertainern und Unterhaltungsformaten unterhält Energy die Fans im Radio, auf Social Media und an selbst entwickelten Events.

Der Markenkern der Mainstream-Marke blieb aber seit 18 Jahren weitgehend unverändert. «Stars & Hits» ist für die Ansprache der Zielgruppe nach wie vor von Relevanz, konnte aber die sich stark veränderten Medienbedürfnissen einer vielschichtigen Community immer weniger fassen. Um die Identität von Energy für die zukünftige Entwicklung fit zu machen, wurden der Markenkern und das Markenprofil grundlegend überarbeitet.

Ein positives Lebensgefühl, das verbindet

Nach einer Analyse des Markenstatus und des Markenumfelds wurden strategische Insights bezüglich Markenidentität, Zielgruppenansprache und Differenzierungspotenzialen entwickelt und die inhaltlichen Identitätsgrundlagen in einem Markenprofil-Workshop erarbeitet.

Entscheidend war, die erfolgsprägenden Identitätseigenschaften der Marke Energy sichtbar zu machen und im Kontext der veränderten Medienbedürfnisse zu interpretieren. Was Energy seit der Lancierung auszeichnet und erfolgreich gemacht hat, ist die Fähigkeit, das Lebensgefühl der Zielgruppe und Community in Unterhaltung zu übersetzen. Energy ist am Puls der internationalen Trends und Themen und übersetzt diese mit lokalem Bezug.

Energy sorgte schon immer für Gesprächsstoff und «Shareable Content», der manchmal polarisiert, aber immer Menschen, Meinungen und Themen zusammenbringt. Diese Wesenseigenschaften wurden im Markenversprechen «Unterhaltung, die Menschen verbindet» zusammengefasst. Das für Energy entwickelte Markenprofil dient als geschärfte Leitlinie für die Kommunikation und die Entwicklung der Markeninhalte und -erlebnisse. Entsprechend konnte Energy – auf Basis des Markenprofils – den Claim und die aktuelle Kampagne eigenständig entwickeln.

Verantwortlich bei Energy: Dominique Hufschmid, Romina Stache, Bernhard Brechbühl, Pascal Frei. Verantwortlich bei Jung von Matt Brand Identity: Julius Jäger, Diana Geissel, Thomas Deigendesch, Dominique von Matt.

Wapico und die Bundeskanzlei erklären den Bund

Die Bundeskanzlei gibt ihre jährlich erscheinende Publikation «Der Bund kurz erklärt» in Form einer Broschüre und als App heraus. Im vergangenen Sommer hat die Agentur Wapico das Mandat zur Konzeption und Realisation in einer Konkurrenzpräsentation gewinnen können.

In enger Zusammenarbeit mit der Bundeskanzlei hat Wapico inzwischen 84 Seiten in fünf Sprachen realisiert, die Fotos stammen von Annette Boutellier. Die Broschüre wurde in einer Auflage von 170’000 Exemplaren gedruckt, die App mit dem Namen «CH info» kann im Apple und Google Play Store heruntergeladen werden.

Verantwortlich bei Bundeskanzlei: Katrin Hemmer (Gesamtverantwortung und Text); Sylvia Zemp (Typografie). Konzept und Gestaltung: Wapico. Fotos: Annette Boutellier.

Wer sucht, der findet … oder?

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für Marketer nicht ohne Grund von grosser Bedeutung: Wer die Regeln der Search-Portale missachtet, landet im digitalen Nirvana. m&k-Redaktor Robert Wildi hat Expert*innen gefragt, worauf es ankommt.

Um Trends im Bereich der Suchmaschinenoptimierung erkennen und ihre Bedeutung entschlüsseln zu können, lohnt es sich, das Thema aus konzeptioneller Perspektive anzuschauen: das sagt einer, der es wissen muss. Als Mitgründer und Chief Innovation Officer der Internetagentur Iqual in Bern gehört Olivier Blattmann zu den führenden SEO-Spezialisten im Land. Suchmaschinenoptimierung (SEO) habe drei Akteure: die Suchenden, die Anbietenden und die Suchmaschinenbetreibenden. Im kommerziellen Fall seien das in dieser Reihenfolge also Kunden, Unternehmen und Google. «Letztere dominiert dieses Feld bekanntlich mit Marktanteilen von weit über 90 Prozent, was sich 2021 nicht ändern wird», so Blattmann. Für Marketingprofis sei es derweil wichtig, beim SEO immer am Ball zu bleiben und erkennbare Entwicklungen frühzeitig in der eigenen Strategie zu berücksichtigen.

Neue Google-Qualitätsstandards

Den gleichen Tipp gibt Nicole Treipl, Leiterin SEO-Abteilung bei der Zürcher Digital-Marketing-Agentur BlueGlass. «Der Google-Algorithmus entwickelt sich aufgrund der Machine-Learning-Techniken RankBrain und BERT konstant darin weiter, die Suchintentionen der User zu verstehen und entsprechend passende Antworten zu liefern », taucht sie gleich direkt in die Materie ein. Qualität stehe dabei an erster Stelle. Google setze Jahr für Jahr neue Qualitätsstandards, an die sich Webseiten-Betreiber laut Treipl halten sollten, um in den Top-Rankings der Suchmaschine präsent zu bleiben. Bestehende Standards wie EAT (Expertise, Authority, Trust) behielten dabei weiterhin ihre Gültigkeit.

Im Jahr 2021 komme nun ein weiterer Qualitätsfaktor hinzu, so die BlueGlass-Spezialistin. Google bezeichne diesen bereits offen als «Page Experience». Mithilfe der «Core Web Vitals» (einer Reihe von Metriken, die sich auf Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität einer Website beziehen) werde gemessen, ob die Ladezeit, die Zeit bis zur ersten Interaktionsmöglichkeit und die Stabilität des Seitenlayouts im Rahmen einer positiven Nutzerfreundlichkeit lägen. «Die Core Web Vitals können bereits heute mit verschiedenen Tools wie Lighthouse, PageSpeed Insights oder Chrome UX Report ausgewertet werden.» Laut Google werde dieser Rankingfaktor ab Mai 2021 ausgerollt, weiss Nicole Teipl. Für Kevin Näf, Team Manager SEO bei Webrepublic, akzentuieren sich in diesem Jahr vor allem drei Haupttrends für die organische Platzierung auf Google. «Zum einen werden die Nutzerfreundlichkeit und die User Experience (UX) einen signifikant zunehmenden Einfluss auf das Ranking einer Website haben.» Das liegt auch für ihn vor allem daran, dass die 2020 angekündigten Google Core Web Vitals ab Mai Teil des Suchalgorithmus sein werden. Zudem plane Google, bis im März sämtliche Websites auf Mobile First Indexing umzustellen. «Demzufolge wird die Optimierung der Websites auf mobile Geräte weiter an Bedeutung gewinnen», so Näf. Und zwar unabhängig davon, wie hoch der Anteil des mobilen Traffics sei und zu welcher Branche eine Seite gehöre.

Dass die holistische Herangehensweise an Content-SEO je länger, je mehr ein zentraler Schlüssel zum Erfolg sei, bestätigt schliesslich auch der Spezialist von Webrepublic. Näf empfiehlt deshalb, von der reinen Optimierung auf Keywords wegzukommen und stattdessen auf die Userinnen und User, deren Journey und Search-Absicht zu fokussieren. «Das ist sicher ein zielführender Weg, um die eigenen Inhalte organisch sichtbar zu machen.»

SEO als «Informationsbeschaffung»

Welche konkreten Tipps geben die Experten SEO-Nutzern, um die aktuellen Trends gewinnbringend für sich einzusetzen? «Betrachte SEO aus der Perspektive der Informationsbeschaffung und versetze dich mehr in deine Userinnen und User», sagt dazu Sara Moccand, SEO-Spezialistin der Agentur Liip. Man solle sich als SEO-Anwender überlegen, wie Informationen verknüpft seien und wie diese in Beziehung zueinander ständen. Fast alle Trends und Massnahmen gehen laut Moccand in Richtung Automatisierung. «Deshalb sollte man spätestens jetzt in die Automatisierung einsteigen und die maschinelle Intelligenz gekonnt nutzen.»

Für Olivier Blattmann von der Internetagentur Iqual ist klar, dass am Ende diejenigen Unternehmen gewinnen werden, die den Wert von SEO auf oberster Führungsebene verstanden haben und das Thema ganzheitlich angehen. Dies beginne bei der Professionalisierung von SEO als Dienstleistung für das ganze Unternehmen. Danach folge integriertes Suchmaschinenmarketing zusammen mit der eng verwandten Disziplin der Suchmaschinenwerbung (SEA) und anderen Pullmarketing-Kanälen. «Und am Ende steht die koordinierte und harmonisierte Marketing-, Kommunikations- und Verkaufssteuerung über alle Kanäle, Kampagnen und Medien hin zu einem nachhaltigen Markenaufbau», so Blattmann, der diesen Prozess mit einer Vielzahl von Kunden durchgespielt und sie dabei betreut hat. Blattmann zitiert dabei sehr gern Marcus Tandler, ein Urgestein der SEO-Szene: «Die Garantie für eine Top-10-Platzierung in Google ist ein omnipräsenter TV-Spot.» Damit sei eigentlich alles gesagt.


10 SEO-Trends

von Olivier Blattmann, Iqual

Bei Suchenden

1 – Mehr gesprochene Suchanfragen bei Google.

2 – Viel mehr «W-Fragen», befeuert durch den Sprach-Trend.

3 – Generation Y und Z wollen mit Bewegtbild unterhalten werden.

4 – Kurze, schnelle Infos evozieren Gegentrend des «Long-Form Content».

Bei Suchmaschinen

5 – «Core Web Vitals» werden Ranking-Kriterium.

6 – Mobile-First-Indexierung wird von Google implementiert.

7 – Künstliche Intelligenz in den Rankingalgorithmen klassifiziert Suchergebnisse und hilft, die Ergebnisse permanent zu optimieren.

8 – Google ist börsenkotiert und somit allen Aktionären eine positive Entwicklung schuldig. Daher könnten bisher kostenlose Angebote bald mit Gebühren belegt werden.

Bei Unternehmen

9 – Um der Komplexität der Suchmaschinenoptimierung gerecht zu werden, professionalisieren Unternehmen ihre SEO-Bemühungen.

10 – Fortgeschrittene Unternehmen setzen auf nachhaltige, skalierbare und datengetriebene Suchmaschinenoptimierung.


«SEO liefert 30 Prozent unseres Website-Traffics»

Die Reise- und Ferienbranche wird hart von der Corona-Krise getroffen. Digitale Innovation ist gefragt wie nie, um sichtbar zu bleiben, wie das Beispiel ITS Coop Travel belegt. Robert Wildi von m&k im Interview mit Marcel Eisele, Leiter Marketing und Vertrieb bei ITS Coop Travel.

m&k: In Corona-Zeiten geht fast niemand mehr ins Reisebüro. Wie wird man als Ferienanbieter im Netz gefunden?

Marcel Eisele: Gerade für Reiseveranstalter ist es in solchen Zeiten sehr wichtig, auf der gesamten Customer Journey präsent zu sein. Das nehmen wir uns zu Herzen. Mit möglichst vielen physischen sowie digitalen Kontaktpunkten generiert ITS Coop Travel daher viel Aufmerksamkeit und Website-Traffic.

 

Wie gestalten Sie diese Kontaktpunkte?

Wir setzen in der Werbung stark auf Onlineinstrumente wie SEA, SEO, Displaywerbung, Affiliate, E-Mail-Marketing, Social Media und Content Marketing. Im Bereich SEO investieren wir viel in die On-Page-Optimierung, da dies eine effektive Methode ist, Besucher auf die Website zu lenken. SEO erfordert Disziplin, Ausdauer und ein stetiges Optimieren. Aktuell arbeiten wir am Pagespeed, an schnelleren Ladezeiten und einer Mobile-Optimierung, um die User Experience weiter zu verbessern. Dazu nutzen wir den Core-Web-Vitals-Bericht von Google. Als weitere SEO-Technik setzen wir auf Content Marketing. Voice Search beobachten wir.

 

Welche Contents spielen Sie aus? Reichen den Kunden Hotelbeschriebe und Preise noch?

Neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der Angebotsbeschreibung sind Bewertungen, Lagekarten sowie Reiseziel- und Klimainformationen heute Pflicht. Zusätzlich kommunizieren wir unsere Vorteile als Reiseanbieter, bieten aktuell zum Beispiel sehr vorteilhafte Umbuchungs- und Annullierungskonditionen sowie exklusiv in der Branche die vielen Vorteile der Coop Supercard.

 

Nimmt ein funktionierendes SEO für einen Pauschalreiseanbieter wie ITS Coop eine zentrale kommerzielle Funktion ein?

Für uns ist SEO in der Tat sehr wichtig und liefert in einem normalen Jahr rund 30 Prozent des Website-Traffics. Dazu kommt erst noch eine überdurchschnittlich hohe Conversion-Rate.

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