Thjnk gründet Agentur in der Schweiz – mit Alexander Jaggy und Andrea Bison

Die Hamburger Agenturgruppe Thjnk startet zum 1. Juni 2016 mit Thjnk Zürich in der Schweiz. Die Mitgründer und Geschäftsführer sind Alexander Jaggy und Andrea Bison.

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Alexander Jaggy war 15 Jahre lang Kreativchef und Teilhaber von Jung von Matt/Limmat, wurde 2014 zum Werber des Jahres gewählt und sorgte konstant mit herausragenden und stilprägenden Arbeiten für Furore, auch international. Alexander Jaggy ist nicht nur dem ADC Schweiz sehr verbunden. Er vertrat die Schweiz auch regelmässig bei internationalen Kreativwettbewerben als Juror.

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Andrea Bison ist Wahl-Schweizerin, langjährige Partnerin von Thjnk und gilt als eine Beratungs-Instanz. In Agenturen wie Jung von Matt, Springer & Jacoby und kempertrautmann hat sie Kunden wie Audi, BMW, Mercedes-Benz, Bild, Edding und Gaggenau national und international verantwortet. Gemeinsam mit CCO Armin Jochum führte sie den Pitch um den Kunden McDonald’s und war massgeblich am Aufbau von Leo’s Thjnk tank, einem Joint Venture mit Leo Burnett, beteiligt.

Thjnk Zürich startet mit zunächst vier Mitarbeitern aus den Bereichen Beratung, Kreation, Strategie und Design. Die Agentur spezialisiert sich auf moderne Markenführung. Arbeiten von Thjnk beruhen immer auf einem klugen Leitgedanken und einer differenzierenden, wirkungsvollen Idee. Den Beweis dafür leisten nicht zuletzt die vergangenen Effie-Bilanzen: Thjnk ist die erste deutsche Lead-Agentur, die einen golden Global Effie gewonnen hat. 2014 wurde Thjnk Euro Effie-Agentur des Jahres und auch 2016 führt Thjnk das nationale wie internationale Effie- Ranking mit an.

Armin Jochum, Co-Gründer und Vorstand: «Die Schweiz ist ein attraktiver Markt mit Marken von nationaler und internationaler Bedeutung. Alexander Jaggy ist nicht nur ein aussergewöhnlicher Kreativer, er ist auch eine herausragende Persönlichkeit. Alexander und Andrea sind eine Traumkonstellation und die Agentur in der Schweiz ein grosser Gewinn für unsere Agenturgruppe.»

Die Agenturgruppe Thjnk, die im Sommer 2012 von Karen Heumann, Armin Jochum und Michael Trautmann gegründet wurde, umfasst heute 5 Thjnk-Standorte (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München, New York), die Designtochter loved (Hamburg/München) wie auch die beiden Joint Ventures Leo’s Thjnk tank (München) und upljft (Hamburg). Rund 360 Mitarbeiter erarbeiten heute medienneutrale, ganzheitliche Kommunikationskonzepte und beraten in allen Fragen der strategischen Markenausrichtung. Unter anderem für Auftraggeber wie Audi, Ikea, Commerzbank, McDonald’s, Rewe und Haribo.

Lauterkeitskommission zu als Rechnung getarnten Offerten

Die SLK hiess zwei identische Beschwerden gut: Konsumenten hatten sich beschwert, dass der Betreiber des Verzeichnisses seine Kommunikation missverständlich gestaltet habe.

Das Unternehmen hatte ein Bestellformular verschickt und gleich einen Einzahlungsschein beigelegt. Die Lauterkeitskommission SLK hat die Beschwerden gutgeheissen: Wenn eine Offerte wie eine Rechnung aussieht und dabei nicht deutlich ersichtlich ist, dass es sich um eine Bestell-Einladung handelt, geht der Absender unlauter vor. Das hat die Schweizerische SLK im Fall des Betreibers eines Wirtschaftsverzeichnisses festgestellt.

Es müsse auf dem Bestellformular unmissverständlich darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine Offerte handle. Eine blosse Formulierung im Fliesstext genüge nicht. Zudem müsse ersichtlich sein, welche Rechte und Pflichten Abnehmer und Anbieter mit der Bestellung eingehen, so die SLK in ihrer Begründung. Sie hiess die Beschwerde gut und forderte den Versender auf, auf die Verwendung des beanstandeten Formulars zu verzichten.

Mit der Revision des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb UWG ist per 1. April 2012 eine Strafbestimmung gegen das Versenden solcher Rechnungen eingeführt worden.

Infografik: Werbung für Millennials

Millenials: Wer sie sind, welche Branchen sich für sie interessieren und wie man sie am besten erreicht.

Eine Datenanalyse von Turn, Anbieter einer Programatic Advertising-Plattform für Werbetreibende, hat jetzt offengelegt, dass 500 Prozent mehr in Marketingbudgets für Millennials investiert werden, als in andere Zielgruppen. Dabei fliesst vier Mal so viel Budget in Bannerwerbung und das Marketing in sozialen Medien. Noch deutlicher heben sich die Ausgaben bei mobiler Werbung und Werbung über Bewegtbild, also Video, ab. Hier wird viereinhalb bzw. sechsmal so viel ausgegeben. Besonders grosszügig werden Millennials von folgenden Branchen beworben: Finanzdienstleistungen, Automobil, Lebensmittel und Verbrauchsgüter.

Doch wer sind die Millennials eigentlich?

Millennials – oder die Generation Y – ist heute zwischen 18 und 35 Jahre alt, wurde also zwischen 1980 und den späten Neunzigern geboren. Sie sind mit dem Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen, führen ein Technik-affines Leben und sind vergleichsweise gut ausgebildet. Turn Statistiken belegen auch, dass es unter den Millennials sehr spezifische Zielgruppen gibt, die verschiedene Bedürfnisse haben und dementsprechend angesprochen werden wollen. Dabei kristallisieren sich vier Gruppen besonders hervor:

1. Die Aufstrebenden

2. Die Erfolgreichen

3. Die Aktiven

4. Die Bequemen

Infografik: Werbung für Millenials

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Zentralschweiz am Sonntag: Regionaler Bezug und sechs Bünde

Am 7. September 2008 erscheint erstmals die Sonntagsausgabe der Neuen Luzerner Zeitung unter dem Titel Zentralschweiz am Sonntag. Sie wird einen starken regionalen Bezug haben und aus den Bünden Sport, Kantone, Markt, Piazza, Wissen und einem überregionalen Bund bestehen.

Am 7. September 2008 erscheint erstmals die Sonntagsausgabe der Neuen Luzerner Zeitung unter dem Titel Zentralschweiz am Sonntag. Die Zeitung wird in ihrer Erscheinung einen klaren Bezug zur Ausgabe unter der Woche haben, wie die NLZ mitteilte. Auch wird sie einen starken regionalen Bezug haben und aus sechs thematisch gewichteten Bünden bestehen.Der überregionale Bund behandelt Aktualitäten in der Schweiz und im Ausland. Dabei wird der Fokus auf die Zentralschweiz gelegt. Auch die Kultur wird ihren Platz im ersten Bund haben. Im Zentrum des Sport-Bundes steht das Samstagsgeschehen vom internationalen Sport bis zu allen wesentlichen regionalen Veranstaltungen.

Der Regionalbund wird eines der Herzstücke der Zeitung sein. Er soll sowohl die regionalen Aktualitäten in der Zentralschweiz als auch regionale Hintergründe und vertiefte Recherchen aus allen sechs Kantonen der Zentralschweiz umfassen. Der Marktbund setzt sich mit konkreten wirtschaftlichen Fragen des Alltags auseinander, beispielsweise, wie man mit seinem Geld umgehen soll oder was Fragen der sozialen Sicherheit konkret bedeuten.

Der Bund Piazza bietet Lesestoff rund um die Themen Reisen, Wohnen, Essen und Trinken, Mode und um die weiteren schönen Seiten des Lebens. In diesem Bund befindet sich auch das TV-Programm. Der Wissensbund umfasst Hintergrundberichte und Themen wie Gesundheit, Medizin und Erziehungsfragen.

Mitarbeiternetz schweizweit ausgebaut

Die Zeitung wird schwergewichtig mit Eigenleistungen bestritten. Deshalb werden neue Stellen in der Redaktion geschaffen und das Mitarbeiternetz schweizweit ausgebaut. Gleichzeitig sollen auch Synergien mit der Ausgabe unter der Woche genutzt werden.

Die Sonntagsausgabe wird allen Abonnenten zugestellt. In den ersten vier Monaten erhalten sie die Zeitung kostenlos. Ab 1. Januar 2009 zahlen sie für die tägliche Zustellung einen Aufpreis auf das Jahresabo, das heute 362 Franken kostet, von 16 Franken. Dieser Einführungspreis entspricht einem Rabatt von 20 Franken gegenüber dem Normalpreis, welcher ab 2010 Gültigkeit haben wird. Die Sonntagsausgabe wird ebenso wie die Wochenausgaben als E-Paper abrufbar sein.

Swiss Award Corporate Communications: Eingabefrist verlängert

Die Eingabefrist für den diesjährigen Swiss Award Corporate Communications wurde bis 31. Juli 2015 verlängert. Damit können noch für kurze Zeit Projekte eingereicht werden, die für eine vernetzte und leistungsfähige Unternehmenskommunikation stehen.

Hitzewelle, Ferien oder Tagesgeschäft – wer es bisher nicht geschafft oder versäumt hat, sein aussichtsreiches Projekt für den Schweizer Preis für Unternehmenskommunikation anzumelden, hat dazu noch bis Ende Juli Gelegenheit.

Der Award wird am 10. September 2015 ab 17:30 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Preis-verleihung im Zürcher Club Escherwyss überreicht. Die achtköpfige Fachjury besteht aus Experten in den Bereichen Unternehmenskommunikation, PR, Marketing, Wissenschaft und Forschung.

Neben den Organisatoren und der Fachjury freuen sich auch die Sponsoren des Awards auf die Preisverleihung. Darunter Argus, der führende Medienbeobachter der Schweiz Ueli Weber, Leiter Verkauf, Marketing & Produkt Management: «Wir unterstützen den Swiss Award Corporate Communications, da wir der Meinung sind, dass die Kommunikationsbranche einen nationalen Award mit einer starken Ausstrahlung braucht und so den Gewinnern eine gebührende Plattform verschafft. Die neue Kooperation mit dem Branchenverband PR Suisse zeigt auch, dass sich der Award in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat. Wir freuen uns auf die Preisverleihung mit den glücklichen Siegern.»

Coop wirft überteuerte Magazine aus dem Sortiment

«Wechselkurs-Profiteure»: Coop macht ernst und verbannt mehrere Zeitschriftentitel aus dem Regal. Betroffen sind unter anderem Der Spiegel, Vogue und Micky Maus.

In einem Inserat in den Sonntagszeitungen kommuniziert der zweitgrösste Schweizer Kioskbetreiber unter Chef Joe Sutter, man habe sich entschieden, nach erfolglosen Verhandlungen die genannten Zeitschriftentitel bis auf weiteres nicht mehr anzubieten. Betroffen von der Verbannung sind die Titel Freizeit Revue, Der Spiegel, Gala, Neue Post, Micky Maus und Vogue.

Damit reagiert Coop öffentlichkeitswirksam auf ein jahrelanges Ärgernis, das sich seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses noch zugespitzt hat: Nebst dem in dieser Höhe schwer nachvollziehbaren «Schweiz-Zuschlag», den ausländische Verlage auf ihren Titeln erheben, fliessen nun auch die Wechselkurs-Gewinne vollumfänglich in die Kassen der Verlage. So muss ein Schweizer Kind für Micky Maus hierzulande 6 Franken (!) bezahlen, während der identische Titel in Deutschland 2,99 Euro kostet – ein Aufschlag von 89 Prozent.

Bereits im Januar liessen die Verlage gegenüber Werbewoche.ch wenig Hoffnung aufkommen, dass sich an der Schröpferei der Schweizer Leserschaft bald etwas ändern könnte. Und auch nach den neusten Entwicklungen zeigen sie sich – zumindest vordergründig – wenig beeindruckt. Gegenüber der Schweiz am Sonntag will sich der Spiegel-Verlag gar nicht äussern, der Condé-Nast-Verlag (Vogue) gibt an, man beobachte die Entwicklung in der Schweiz, «einen aktuellen Beschluss für eine Preisanpassung» gäbe es aber nicht. (hae/SaS)

Marco Tscholl wechselt zu 08Eins

Obwohl Marco Tscholl am vergangenen Wochenende nicht in den Churer Stadtrat gewählt wurde, steht ihm eine Zukunft mit neuen Perspektiven bevor. Er ist ab August 2016 bei der Churer Agentur 08Eins tätig.

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Tscholl hat die Agenturlandschaft in Chur während mehr als zehn Jahren massgeblich mitgeprägt. Nun sei die Zeit reif für eine Veränderung. Mit dem Schritt zu 08Eins könne er sich wieder vermehrt auf seine Kernkompetenzen Positionierung und strategisches Marketing konzentrieren, wir er in einer Mitteilung zitiert. 08Eins bietet ihm als etabliertes und weiter wachsendes Unternehmen mit 21 Mitarbeitenden in den Bereichen Digitalisierung (Automatisierung und Online-Geschäft) und Identität (Positionierung und Kommunikation) die Möglichkeit dazu. Tscholl wird bei seinem Wechsel zu 08Eins von seinem Team begleitet. Somit wechseln auch die Kundennähe und das spezifische Know-How bei bestehenden Mandaten zu 08Eins.

APG|SGA: Neuer Leiter KAM Business Intelligence

Die APG|SGA hat die Organisation des Key Account Managements angepasst. Per 1. Mai 2012 übernimmt Thomas Macho die Leitung der neu konzipierten Abteilung «KAM Business Intelligence».

Die Abteilung ist beim Key Account Management National in Zürich angesiedelt. Mit der Neukonzipierung der Abteilung «KAM Business Intelligence» verstärke man die Kompetenz im Werbemarkt, so die APG|SGA in einer Mitteilung vom Donnerstag. Schwerpunkt der Aktivitäten liege in der datengestützten Weiterentwicklung von Branchen- und Kundenlösungen sowie in der Vereinfachung des Zugangs zu den Out of Home-Medien. In einem weiteren Schritt soll das Team spartenübergreifende Dienstleistungen und Out of Home-Angebote entwickeln.

Pilotkampagne: Mobiliar-Schadenskizze am Berg

APG|SGA Mountain spannt mit Wirz für eine Pilotkampagne zusammen: Die «Schadenskizze» der Mobiliar-Versicherung soll nun auch die Skifahrer in Arosa zum Schmunzeln bringen.

Ein Plakat, in dem ein Loch mit den Umrissen eines Skifahrers klafft, der die Kurve nicht mehr gekriegt hat. So lässt sich die Pilotkampagne der Werbeagentur Wirz in Zusammenarbeit mit der APG|SGA Mountain kurz und bündig beschreiben. Einmal mehr präsentiert die Mobiliar mit ihrer Jahreskampagne an der Talstation der Aroser Sesselbahn Plattenhorn eine der «Schadenskizzen».

Für die kreative Umsetzung verantwortlich zeichnet APG|SGA Mountain, die die Plakatstelle eigens für dieses Sujet hat ausfräsen lassen.

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Bain-Studie zum Luxusmarkt: Wachstum bleibt vorläufig ausgebremst

Die Bain-Studie zum globalen Luxusgütermarkt zeigt: China erholt sich, Japan bleibt wichtigster Markt, E-Commerce gewinnt weiter an Boden. Der weltweite Markt für Luxusgüter kommt 2015 auf 253 Milliarden Euro und startet verhalten ins Jahr 2016.

Der Markt für Luxusprodukte des persönlichen Gebrauchs, sprich: Lederwaren, Mode, Schmuck und Uhren, Parfüm sowie Kosmetik, hat im vergangenen Jahr langsam, aber stetig auf 253 Milliarden Euro zugelegt. Numerisch entspricht das einem Wachstum von 13 Prozent, währungsbereinigt allerdings lediglich einem Plus von 1 Prozent. Insbesondere das Schlussquartal 2015 war geprägt von einer schwachen Feiertagssaison in den USA, sinkenden Touristenzahlen in Europa, Unruhen im Mittleren Osten und vom Abschwung vor allem in Hongkong und Macao. Dies sind die Ergebnisse des Frühjahrs-Updates der Studie «Luxury Worldwide Market Monitor 2016», die die internationale Managementberatung Bain & Company jährlich gemeinsam mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma erstellt.

Weltweit magere Aussichten für das laufende Jahr

Das flache Wachstum hat sich im ersten Quartal 2016 mit nur 1 Prozent Plus fortgesetzt. Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt durchwachsen. In den USA schrumpft der Luxusmarkt wegen der geringen heimischen Nachfrage und sinkender Touristenzahlen. Dagegen ist der Trend in Lateinamerika schwach positiv, dank einer wieder steigenden Ausgabefreude der Touristen. In Nord- und Südamerika werden die Umsätze mit Luxusgütern um 2 Prozent sinken und somit währungsbereinigt stabil bleiben.

Terrorismus und neue biometrische Auflagen in den Visavorschriften werden dazu führen, dass die Touristenzahlen in Europa zurückgehen. Das schwächt auch den Luxusgütermarkt. Ob die heimische Nachfrage das Minus in allen Luxuskategorien ausgleichen kann, ist fraglich. Numerisch rechnet Bain für das laufende Jahr mit 1 Prozent Wachstum, was währungsbereinigt 3 Prozent entspricht.

In Festland-China stehen 2016 mit einem zu erwartenden Umsatzplus von 2 Prozent (währungsbereinigt 4 Prozent) die Zeichen auf Erholung. Dies könnte das Ende der seit 2013 anhaltenden Flaute bedeuten. Taiwan zeichnet sich durch Stabilität aus, Hongkong und in geringem Maße auch Macau sind weiterhin auf Talfahrt.

Japan bleibt mit einem numerischen Plus von 5 Prozent (währungsbereinigt 7 Prozent) der Top-Wachstumsmarkt, zeigt jedoch gegenüber 2015 Ermüdungserscheinungen. Denn die Folgen des steigenden Yen und der rückläufigen Zahl chinesischer Touristen können durch den heimischen Konsum nicht vollständig aufgefangen werden. Mit Ausnahme von Singapur unterstützen der regionale Tourismus und die Konsumfreude im Heimatmarkt in Asien das Wachstum. Insgesamt wird der asiatische Luxusmarkt (ausgenommen China) in diesem Jahr um 1 Prozent schrumpfen, was währungsbereinigt einem Plus von 1 Prozent entspricht.

Im Rest der Welt wird der Luxusmarkt 2016 numerisch voraussichtlich nicht wachsen, währungsbereinigt jedoch um 2 Prozent zulegen. Der Mittlere Osten bleibt – vom wachsenden Interesse an der Entwicklung im Iran abgesehen – schwach. Die Nachfrage in Australien ist gesund. Und in Afrika könnte der Luxusmarkt der Zukunft entstehen.

«Der Luxusmarkt befindet sich in Wartestellung», stellt Serge Hoffmann, Bain-Partner und Experte für Konsum- und Luxusgüter, fest. «Erneut schaut alles auf den Schlüsselmarkt China. Er könnte eine weltweite Erholung auslösen.»

Spürbarer Schub durch jüngere Generationen

Bis 2020 erwartet Bain für den globalen Luxusgütermarkt ein mäßiges Wachstum von jährlich 2 bis 3 Prozent, was einen Umsatz von dann 280 bis 295 Milliarden Euro bedeutet. Dies steht und fällt jedoch mit der Nachfrage in China. Die chinesische Bevölkerung – insbesondere die Mittelklasse – wird in den kommenden vier Jahren rund 34 Prozent der weltweiten Luxuskonsumenten ausmachen und damit US-Amerikaner sowie Europäer weit hinter sich lassen. Die Bemühungen der Luxusgüterhersteller, in den reifen Märkten das Vertrauen und die Zustimmung der Konsumenten zurückzugewinnen, könnten ebenfalls helfen, den Gesamtmarkt voranzutreiben.

Weltweit beginnen die jüngeren Generationen X, Y und Z die Babyboomer beim Kauf von Luxuswaren aller Kategorien zu überholen. Das veränderte Konsumverhalten der 36- bis 50-Jährigen sowie die verstärkt aufkommende Generation der 18- bis 35-Jährigen – vor allem in der chinesischen Mittelklasse – spülen rund 50 Millionen neue Kunden in den Luxusmarkt. «Von diesen beiden Generationen wird der Luxusmarkt einen spürbaren Schub erhalten», betont Hoffmann. «Gemeinsam mit den ab 1995 Geborenen werden diese jüngeren Konsumentengruppen bis 2020 für drei Viertel des weltweiten Luxusmarkts stehen. Sie und ihre Präferenzen für Einstiegsluxusprodukte zu ignorieren, kann sich die Branche daher auf keinen Fall leisten.»

Unabhängig vom Alter werden Luxuskunden weiterhin den traditionellen Handel nutzen. Dieser wird auch 2020 noch 40 Prozent des Vertriebs ausmachen – trotz Rationalisierung und zunehmender Bedeutung von Flughafengeschäft (7 Prozent jährliches Wachstum) sowie Outlets (8 Prozent). Der E-Commerce mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 15 Prozent gewinnt schnell an Boden.

Luxusmarken haben ihre Zukunft selbst in der Hand

Bain hat drei Bereiche identifiziert, in denen Luxusmarken aktiv werden können, um sich an das schwächere Wachstum anzupassen, das in Zukunft Normalität sein wird.

Märkte und Konsumenten: Es gilt, das persönliche Kauferlebnis der Kunden im Ladengeschäft zu verbessern und in allen Schlüsseldimensionen auf lokale Gegebenheiten zugeschnittene Nutzenversprechen abzugeben – im Sortiment, beim Einkauf selbst sowie im Marketing. Ziel muss sein, die neuen jungen Konsumenten zu binden und reifere Luxuskunden zurückzugewinnen.

Vertrieb: Vertriebsstrategie und -kanäle sollten auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüft werden, um das heutige Modell in einen hochwertigen «Luxus zum Mitnehmen» zu verwandeln. Hersteller müssen darüber hinaus verstärkt dafür sorgen, dass sie ihre Kunden über alle Schnittstellen und Kanäle besser erreichen.

Wertschöpfung: Markeninhalte und gutes Storytelling sind zur Kunstform zu erheben.

«Die strategischen Entscheidungen der Luxusmarken werden die Zukunft des Marktes bestimmen», ist Bain-Partner Hoffmann überzeugt. «Kundenstrategie, Markenführung, Storytelling, Multikanalvertrieb und Preisgestaltung bleiben ganz oben auf der Managementagenda. Die Besten beschäftigen sich zudem mit ihrer Preispolitik und einem erstklassigen Talentmanagement, um auch in einem flauen Marktumfeld zu den Gewinnern zu zählen.»

Über die Studie

Seit dem Jahr 2000 untersucht Bain & Company in Zusammenarbeit mit Fondazione Altagamma – dem führenden italienischen Verband der Luxusgüterhersteller – den Markt und die Ertragslage von 250 weltweit führenden Luxusgüterherstellern und -marken. Der Unternehmensdatenbestand, der unter der Bezeichnung «Luxury Goods Worldwide Market Observatory» bekannt ist und jährlich als Studie veröffentlicht wird, hat sich zu einer führenden und weltweit beachteten Informationsquelle für die internationale Luxusgüterindustrie entwickelt.

Walker gibt mit Liebesmodell Nachhilfe punkto Sexgeflüster

Die Walker Werbeagentur hat für den Verlag Kein & Aber eine doppelseitige Sexanzeige in der Frankfurter Allgemeine Zeitung entworfen. Dem Werbesujet war ein unerwarteter Erfolg beschieden.

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Ziel war es, den Vorweihnachtsverkauf des Schweizer Bestsellers «50 Erfolgsmodelle – ein kleines Handbuch für strategische Entscheidungen» in Deutschland anzukurbeln. Die doppelseitige Anzeige gibt in Form einer Brainstorming-Grafik Tipps, was man beim Sex sagen darf und was man besser sein lässt. Am Freitag wurde die Anzeige in der FAZ geschaltet und erreichte nach Angaben von Faz.net rund 951’000 Leser. Danach berichteten verschiedene Medien über das Sujet, darunter Bild und der Sonntagsblick, und verhalfen der Werbebotschaft zu hoher Publizität. Seit Bild.de eine PDF-Version der Doppelseite zum Download anbiete, verbreite sich das Inserat rasant über unzählige Webseiten im deutschsprachigen Raum, schreibt die Agentur in einer Pressemitteilung vom Montag. So ist sie unter anderem auch in die Onlineausgabe des Tages-Anzeigers zu sehen.

Verantwortlich bei Kein & Aber: Peter Haag (Verlagsleiter). Verantwortlich bei Walker: Pius Walker (CD), Nik Hodel (AD), Martin Arnold (Text), Patricia Meneghin (Beratung).

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Comparis lagert Service-Leistungen aus

Comparis will in den nächsten Jahren wachsen. Um diese Strategie zu unterstützen, werden die internen Service-Bereiche in die Decisis Services AG ausgelagert. Ausserdem geht die Immobilienmaklervermittlung an die Schwesterfirma iii über.

Per 1. Januar 2015 werden die Service-Bereiche Kommunikation, IT, Finance, Key Account Management und Human Resources von Comparis in der neuen Firma Decisis Services zusammengefasst, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch bekannt gibt. «Mit dieser Organisationsform können die Service-Bereiche die Vergleiche von Comparis.ch sowie die Beratungs- und Vermittlungsangebote von Hypoplus AG und iii AG noch effizienter unterstützen», sagt Paul Kummer, CEO von Comparis.

Ebenfalls eine Änderung gibt es beim Geschäftsbereich Immobilienbewertung und Maklervermittlung: Die Maklervermittlung wird per 1. Januar 2015 in die Schwesterfirma iii ausgelagert. Das Angebot ist weiterhin über die Comparis-Website zugänglich, die Dienstleistung wird aber von der Schwesterfirma erbracht. Damit sei wie bei den Hypothekar- und Privatkrediten eine klare Trennung zwischen unabhängigen Vergleichen und Beratung beziehungsweise Vermittlung durch die Schwesterfirmen Hypoplus und iii gewährleistet, heisst es in der Mitteilung. An der Dienstleistung von Comparis ändert sich nichts.

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