Migranten in SRF-Beiträgen untervertreten

Laut einer Studie kommen in der SRF-Berichterstattung Ausländer selten vor. Und wenn, dann werden sie meist als Problem thematisiert.

Die Sonntagszeitung stützt sich in der aktuellen Ausgabe auf Ergebnisse einer Studie, die das Rapperswiler Medienbeobachtungsinstitut Media Tenor im Auftrag des Uno-Programms Academic Impact durchgeführt hat. Untersucht wurden alle 2992 «Tagesschau»-Sendungen von 2014. In den Sendungen traten 14'056 Akteure auf. Media Tenor zeigt, dass im Januar – dem Monat vor der Masseneinwanderungsinitiative – sich nur vier Prozent der Beiträge mit Minderheitspolitik und Immigration beschäftigt haben. Nur ein Prozent der Akteure waren Ausländer. Das sei in Anbetracht des Ausländeranteils von 20 Prozent in der Schweiz sehr wenig, so die Studie.

Nach der Abstimmung ein Hoch: 16 Prozent der Beiträge behandelten Immigration, der Ton gegenüber Ausländern vermehrt positiv. Danach ging das Interesse wieder stark zurück, im September auf zwei Prozent und auch die Ecopop-Initiative liess den Anteil im Oktober nicht mehr über vier Prozent klettern. Zudem sei wieder eher negativ über Ausländer berichtet worden.

Als Fazit schliesst Media Tenor aus der Untersuchung, dass im Schweizer Fernsehen die Schweizer ihre Mitbürger vor allem als Problem erleben. Die SRF-Medienstelle gibt gegenüber der Sonntagszeitung zu Protokoll, dass im Vorfeld von Abstimmungen strengstens darauf geachtet werde, dass Pro- und Kontra-Seiten ausgewogen zu Wort kämen. Diese Richtlinie sei auch im Vorfeld der Ecopop-Abstimmung eingehalten worden. (hae/SoZ)
 

Responsive: Seitenkick und Znip Znap fusionieren

Nach zehnjähriger Zusammenarbeit – die letzten drei Jahre davon unter einem gemeinsamen Dach an der Neugasse 6 in Zürich – vereinen sich Seitenkick und Znip Znap und werden zur Agentur Responsive.

Die Anfänge von Seitenkick liegen im Jahr 2003. Seither hat die Agentur für namhafte Kunden unzählige Webseiten, Gewinnspiele, Applikationen und Online-Banner realisiert. Acht Jahre später erfolgte die Gründung von Znip Znap, der ersten Schweizer Shopper-Marketing-Agentur, die sich auf hoch involvierende Gewinnspiele fokussiert. Zusammen mit Seitenkick hat Znip Znap Gewinnspiele, Webprojekte sowie Applikationen für Kunden wie Emmi, Dr. Oetker, Rivella, Hug, Henkell, Morgarten 2015 und die Stiftung Ital Reding-Haus umgesetzt. Nun bündeln die beiden Agenturen ihr  Know-how unter dem neuen Namen Responsive.

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Managing Partner von Responsive sind Tuan Nguyen und Patrik Marty. Während Tuan Nguyen sich vor allem um die interne Design-Entwicklung und Realisation kümmert, ist Patrik Marty der direkte Draht zu Responsive. Nebst involvierenden Konsumentenpromotionen bietet die Agentur auch die Konzeption und Realisation von Webseiten, Mobile & Facebook-Applikationen sowie Online-Banner.

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Chnusper-Überraschungspakete: Wer jetzt die neue Webseite Responsive.ag besucht, wird belohnt. Wer herausfindet, für welchen neuen Kunden die Agentur ihr Herz verschenken und das Formular auf der Webseite ausfüllt, erhält eine kleine Überraschung. 100 Prozent responsive.
 

462 Franken: Gebühren bleiben unverändert

Die Gebühren für den Radio- und Fernsehempfang bleiben in den kommenden Jahren unverändert. Dies hat der Bundesrat am Freitag entschieden. Private Haushalte müssen damit weiterhin 462 Franken pro Jahr bezahlen.

Der Bundesrat überprüft in der Regel alle vier Jahre, ob die Höhe der Radio- und Fernsehempfangsgebühren noch angemessen ist. Die letzte Gebührenerhöhung erfolgte 2007. Eine weitere hält der Bundesrat derzeit nicht für nötig. Die Gebühren sollen auf dem heutigen Niveau bleiben, bis das neue Abgabesystem gilt – voraussichtlich bis 2018. Für die Jahre 2015 bis 2018 erwartet der Bundesrat durchschnittlich elf Millionen Franken mehr Gebühreneinnahmen pro Jahr, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) schreibt. Grund ist die steigende Anzahl zahlender Haushalte. Hinzu kommen Gebührenüberschüsse aus früheren Jahren. Damit sollten bis zur Einführung des neuen Abgabesystems auch zusätzliche Aufgaben finanziert werden können, die sich aus der beschlossenen Gesetzesrevision ergäben, heisst es in der Mitteilung. Das Parlament hatte die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes in der Herbstsession unter Dach und Fach gebracht.

Tiefere Gebühren ab 2019

Diese sieht vor, dass alle Haushalte Gebühren zahlen müssen – unabhängig davon, ob sie über einen Radio- oder Fernsehapparat verfügen. Auch Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 500'000 Franken werden zur Kasse gebeten. Damit wollen der Bundesrat und das Parlament der Tatsache Rechnung tragen, dass Radio- und TV-Programme heute auch über Computer oder Smartphones konsumiert werden können. Das neue Abgabesystem würde zu einer spürbaren Senkung der Radio- und Fernsehgebühren für private Haushalte führen, hält das Uvek fest. Gegen das Gesetz wurde allerdings das Referendum ergriffen. Der Gewerbeverband und der  Verein Stopbillag haben bis am 15. Januar Zeit, 50'000 Unterschriften zu sammeln. Mit den Empfangsgebühren wird die Erfüllung des SRG-Leistungsauftrags finanziert. Die privaten Veranstalter erhalten ebenfalls einen Gebührenanteil. (SDA)

Zu guter Letzt: Jingle Bills

Edeka überraschte die Kundschaft mit einem Weihnachtsständchen – gespielt auf den Kassen-Scannern.

Der deutsche Lebensmittelhändler Edeka veröffentlicht püntklich zum ersten Advent den obligaten Weihnachtsspot und lässt ihn der Viralität willen auf reichweitenstarken Blogs gegen Bezahlung posten (z.B. DRLIMA). Festgehalten von 13 versteckten Kameras überraschte Edeka eines schönen Einkauftages die Kundschaft mit einem spontanten Weihnachtsständchen – gespielt von den Kassiererinnen und Kassierern, bei denen es sich vermutlich um geübte Musiker handelte. Der Clou: Musikziert wurde mit den Scan-Geräten, die durch ihre unterschiedlichen Töne ein grosses Instrument bildeten. Entstanden ist die «Kassensymphonie» – eine Version von «Jingle Bells», die an die 8-bit-Soundtracks der Videospiele vergangener Jahrzehnte erinnert. Unterlegt wurden die Kassen-Sounds mit den Rhythmen von Ex-Beatbox-Europameister Robeat.

//www.youtube.com/watch?v=H965m0Hkk5M

Laut Edeka soll sich das genau so abgespielt haben. Und die ahnungslosen Kunden wurden völlig überrascht, liessen sich von der Musik umgehend in den Bann ziehen. Am Schluss tanzte – wie bei viralen Spässen mit der versteckten Kamera üblich – der halbe Laden. Und vermutlich klappte die aufwendig choreografierte Darbietung beim ersten Versuch und war dann im Kasten. Das glauben wir natürlich gerne, immer wieder. (hae)

Rickli kritisiert SRF wegen Furrers Australienreise

Für SRF reist Komiker Sven Furrer quer durch Australien. Unnötig, findet Nationalrätin und SRF-Kritikerin Natalie Rickli.

Im Rahmen der sechsteiligen «Dok»-Serie «12'378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen» erkundet Edelmais-Komiker Furrer den fünften Kontinent. Die Sendung ist am 21. November angelaufen und wird wöchentlich ausgestrahlt. Wenig Freude an der Sendung hat laut Schweiz am Sonntag die Medienpolitikerin Natalie Rickli. Sie hält es für «absolut unnötig», dass mit «unseren Gebühren eine solche Sendung produziert» werde. Schliesslich hätten schon unzählige TV-Stationen Dokumentationen und Filme über Australien ausgestrahlt, im Internet fänden sich alle Informationen zu diesem Kontinent. Glück im Unglück für Furrer: Wie Rickli gegenüber der Zeitung telefonisch angibt, richtet sich die Kritik nicht gegen seine Person – ihn finde sie als Komiker gut. SRF wollte die Kritik nicht kommentieren. Die nächste Folge der Serie wird am 5. Dezember um 21 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt. (hae/SaS)
 

Webguerillas: Multichannel-Kampagne für Sharoo

Mit Sharoo wurde die erste Schweizer Carsharing-Plattform für Privatautos ins Leben gerufen. Dank der von Webguerillas kreierten Kampagne soll die Bekanntheit nun gesteigert werden.

Privatpersonen können mit Sharoo ihr Auto auf der Online-Plattform vermieten und sich damit etwas dazuverdienen. Die Mieterinnen und Mieter werden mobiler und bezahlen nur dann für ein Auto, wenn sie es wirklich brauchen. Das ist sowohl ökonomisch sinnvoll, als auch ökologisch: Gemäss dem Naturschutz-bund Deutschland ersetzt ein Carsharing-Fahrzeug durchschnittlich vier bis acht private PKW. Ein Auto steht heutzutage durchschnittlich 23 von 24 Stunden ungenutzt herum*, das ist sehr viel brachliegendes Potenzial. Sharoo bietet eine Lösung, mit der dieses Potenzial auf einfache Weise besser genutzt werden kann. Damit das noch umfassender gelingt, muss Sharoo seine Bekanntheit erhöhen. Mit der aktuellen Kampagne sollen zusätzliche Vermieterinnen und Vermieter sowie Mieterinnen und Mieter gewonnen werden.

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Den Anfang machte sharoo mit einer bunten Guerilla-Aktion. Dazu wurden im November während drei Tagen farbige Ballons mit einem Gutschein für das Access-Kit im Wert von 399 Franken an Autos in den Innenstädten von Zürich, Bern und Basel befestigt. Im Ronorp-Newsletter und auf der Social-Jobsharing-Plattform Recomy wurden Stelleninserate geschaltet, in der «Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter» gesucht werden, die sich gerne etwas dazu verdienen möchten, ohne einen Finger krumm zu machen.

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Die Aussage «Lass dein Auto für dich arbeiten» wurde ausserdem in einem Radiospot dramatisiert, der aktuell auf Radio Energy Zürich, Bern und Basel läuft. Im Rahmen einer Kooperation gibt Sharoo auch in Radio-Interviews Auskunft über das zukunftsweisende Carsharing-Modell.

An einem Samstag im November kaperte sharoo zudem das Parkhaus am Limmatplatz. Ein manipulierter Ticketautomat belohnte Autobesitzerinnen und Autobesitzer mit 20 Franken für ihr parkiertes Auto, um den Nutzen von sharoo zu verdeutlichen. Die Aktion wurde gefilmt und das Video auf Youtube, sharoo.com und weiteren Plattformen wie Facebook und watson.ch veröffentlicht – mit bereits über 100’000 Views nach nur einer halben Woche verbreitet es sich wie ein Lauffeuer.

//www.youtube.com/watch?v=pUDSeN1d5fM

Verantwortlich bei Sharoo: Eva Lüthi (CEO), Carmen Spielmann (COO). Verantwortlich bei Webguerillas: Dino Ceccato (Gesamtverantwortung), Ryan Daynes (Creative Director), Simon Kümmin, Melanie Gut (Text), Jan-Hendrik Senf (Beratung), Michael Kindermann, Snapfilm (Video), NJP Studios (Radiospot).

 

Federer ist neuer Sunrise-Botschafter

Tennisstar Roger Federer ist neuer Markenbotschafter von Sunrise. Dies bestätigt das Unternehmen gegenüber der Sonntagszeitung.

Demnach soll die erste Aktion der neuen Partner die Versteigerung von Prints der auf Federers Facebook-Profil gezeigten Sonnenaufgänge zugunsten seiner Stiftung sein. Seit Tagen veröffentlicht Federer diese mit dem Hashtag #MySunriseToday.

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Screenshots Facebook.com

Laut Sunrise-Marketingchef Timm Degenhardt soll Federer die in den letzten zwei Jahren aufgebauten Werte des Unternehmens repräsentieren: Fairness, Transparenz und Kundenorientierung. Als Beispiel werden hier Abos ohne feste Vertragslaufzeiten aufgeführt.

Zum Deal mit dem besten Schweizer Werbeträger – 90 Prozent der Deutschschweizer kennen ihn, 80 Prozent finden ihn sympathisch – kam Sunrise durch einen Zufall: Marketingdirektor Fabrice Allegro ist Cousin von Federers langjährigem Doppelpartner Yves Allegro, der den ersten Kontakt herstellte. Die Partnerschaft läuft mehrere Jahre und ist nicht an Federers Erfolg als Tennisspieler geknüpft. Im Gegenzug hat der Star auch keine Ausstiegsklausel, falls Sunrise verkauft werden sollte oder das Unternehmen in Probleme geraten sollte (Netzqualität, Kundenzufriedenheit). (hae/SoZ)

Teaserbild (Portrait Roger Federer): Keystone
 

Wirbel um Thiels Weltwoche-Artikel

Das Redaktionsgebäude der Weltwoche wird von Sicherheitsleuten bewacht. Als Grund wird der islamkritische Artikel des Satirikers Andreas Thiel vermutet. Am Samstag wurde die Website der Zeitung lahmgelegt.

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Dies berichtet die Onlineausgabe von 20 Minuten am Freitag. Thiel kritisiert in seinem Artikel den Islam scharf und bezeichnet den Koran unter anderem als «Aufruf zu Gewalt», «Kern des Übels» und «Anleitung für Krieg und Unterdrückung». Laut Tagesanzeiger.ch wurde Thiel bereits am Donnerstag – dem Publikationstag – mehrfach bedroht und beschimpft, worauf er die Polizei einschaltete. Er werde «derzeit von allen Seiten vor islamistischen Attacken gewarnt – vom Islamwissenschaftler ebenso wie vom Büezer auf der Strasse», so Thiel gegenüber dem Portal. Der Schweizer Satiriker rückte bereits im Oktober in den Fokus der Öffentlichkeit, als er sich mit aller Deutlichkeit hinter die islamkritischen Äusserungen seines deutschen Berufskollegen Dieter Nuhr stellte.

Website der Weltwoche lahmgelegt

Laut Schweiz am Sonntag wurde am Samstag die Website der Weltwoche lahmgelegt – am Werk sollen «Cyber-Hacker» gewesen sein. Weltwoche.ch war auch am Sonntag Nachmittag nicht zu erreichen. Thiel rechtfertigt im Interview mit der Zeitung seinen Artikel. Er habe nicht Satire veröffentlicht, sondern die Recherche, die für Satire nötig sei. Er habe sich an Fakten gehalten und auf Polemik verzichtet. Er habe sich an die Weltwoche gewandt, nachdem er drei Ausgaben des Korans, sowie Teile der Haditha und die Biografie Mohammeds gelesen habe. «Dort war man genauso schockiert, wie ich es war, als ich den Koran zum ersten Mal gelesen hatte», so Thiel. Die Schweiz am Sonntag bezeichnet den Aritkel in einer Frage des Interviews als «billige Provokation der Weltwoche». (hae)

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Down: Weltwoche.ch

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Redaktionsräumlichkeiten der Weltwoche (Archivbild, Keystone)

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Andreas Thiel (Bild: Keystone)

Neuer Leiter Werbemarkt Tages-Anzeiger

Oliver Pargätzi übernimmt per Januar 2015 die Leitung des Werbemarkts des Tages-Anzeigers. Der bisherige Stelleninhaber Andy Bürki hat sich entschieden, eine neue Herausforderung ausserhalb von Tamedia anzunehmen.

Pargätzi wird neben der Leitung des Gesamtwerbemarkts des Tages-Anzeigers auch die nationale Vermarktung der BZ Berner Zeitung, von Der Bund und der Zürcher Regional Zeitungen sowie der SonntagsZeitung verantworten.

Oliver Pargätzi ist seit 2008 beim Tages-Anzeiger tätig, zuletzt in der Funktion als Verkaufsleiter Werbemarkt national. Der 40-Jährige stieg als Key-Account-Manager beim Tages-Anzeiger ein, um 2010 die Verkaufsleitung national und später zudem die Verantwortung für den Stellenmarkt mit Stellen-Anzeiger und Alpha zu übernehmen. Zuvor war der eidgenössisch diplomierte Marketingplaner in unterschiedlichen Funktionen bei Publicitas und Publisuisse tätig.

Andy Bürki leitete den Werbemarkt des Tages-Anzeigers seit 2010 und übernahm drei Jahre später zudem die Leitung des Werbemarkts des Newsnets. Der 40-Jährige stieg 2006 als Leiter Verkauf beim Tages-Anzeiger ein und zeichnete ab 2009 für die nationale Vermarktung des Titels verantwortlich. Berufsbegleitend hat Bürki überdies einen EMBA in General Management erfolgreich absolviert.

NZZ-Mediengruppe verkauft Adwebster-Anteil

Die NZZ-Mediengruppe verkauft ihren 49-prozentigen Anteil an Adwebster an deren Gründer und Verwaltungsratspräsident Andi Nigg. Als Grund wird der Fokus auf das publizistische Kerngeschäft genannt.

Über die Details der Transaktion vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Adwebster, im Bereich digitaler Werbung tätig, wolle sich wieder vermehrt als unabhängiger Partner für Kunden und Verleger positionieren, heisst es in einer Mitteilung. Anfang 2012 war die NZZ-Mediengruppe im Zuge des Ausbaus der Online-Werbeaktivitäten bei Adwebster eingestiegen (Werbewoche.ch berichtete). (SDA)

Werbung und PR spannen zusammen

Die Lehrgänge «Kommunikationsleiter/in» und «PR-Berater/in», die über die Höhere Fachprüfung zum eidgenössischen Diplom führen, werden ab Frühjahr 2015 von einzel­nen Instituten gemeinsam angeboten und in einem ersten Basisjahr auch ge­meinsam geführt.

Damit verbunden legen die beiden Trägerverbände SW Schweizer Werbung und PR Suisse ab 2016 auch die entsprechenden Prüfungen in einem Basisteil zusammen. Das Resultat: ein praxisnaher, quali­tativ hochwertiger und arbeitsmarktrelevanter Abschluss in der Höheren Berufsbildung mit der Möglichkeit, sich mit wenig Zusatzaufwand auch die Kern­kompetenzen der jeweils anderen Fach­richtung anzueignen.

Zusammenführen, was zusammengehört

Die beiden Dachorganisationen der Werbung und der Public Relations, SW Schweizer Werbung und pr suisse, haben eine neuartige, im Basisteil integrierte Ausbildung zum Kommunikationsleiter respek­tive PR-Berater entwickelt. Diese orientiert sich wie bisher stark an der Praxis, umfasst das gesamte Spektrum der Kommunikationsdisziplinen und erfüllt alle Anforderungen an eine zukunfts­orientierte Weiterbildung. «Die beiden Berufsbilder wachsen schon seit einiger Zeit immer stärker zusammen und überschneiden sich bereits in vielerlei Hinsicht», betont Heinz Egli, Prüfungsleiter und Weiterbildungsbeauftragter von SW Schweizer Werbung. «Die Imagebildung von Unternehmen, Marken und Produkten lässt sich längst nicht mehr klar einer der beiden Fachrichtungen zuordnen. Wieso also nicht zusammenführen, was ohnehin zusammengehört?» Diese Initiative bringt den Gedanken der integrierten Kommunikation und damit die Abkehr vom Silodenken, das in der Praxis immer noch häufig anzutreffen ist, aufs Schönste zum Ausdruck.

Gemeinsame Grundausbildung – umfassende Kommunikationsperspektive

SW Schweizer Werbung und pr suisse haben bei der Konzeption der neuen Kurse eng mit den Bildungs­anbietern SAWI, KV-Bildungsgruppe Schweiz einschliesslich SPRI und dem Bildungs­zentrum BVS St. Gallen kooperiert. Die künftigen Lehrgänge für Kommunikationsleiter/innen und PR-Berater/innen werden ab Frühjahr 2015 in der Grundausbildung gemeinsam geführt und schliessen Ende Januar 2016 mit einer Zwischenprüfung ab. Anschliessend erfolgt die Spezialisierung auf eine der beiden Fachrichtungen zwar getrennt, aber eng aufeinander abgestimmt. Diese zweite Aus­bildungs­phase schliesst mit einer Diplom­arbeit und einer mündlichen Prüfung im Herbst 2016 ab. Die bisherigen eidgenössischen Diplome «PR-Berater/in» und «Kommunikationsleiter/in» bleiben weiterhin bestehen.

Zukunftsorientiert, weil arbeitsmarktgerecht

«Der grosse Vorteil für die Absolvierenden liegt neben den inhaltlichen Synergien darin, dass – ganz im Sinne der integrierten Kommunikation – die Kernkompetenzen der jeweils anderen Fachrichtung nach dem Abschluss mit vergleichsweise wenig Zusatzaufwand erworben werden können», unter­streicht Barbara Forster, Prüfungsleiterin von pr suisse. «Wir sind überzeugt, dass sich damit dem Weg zur praxis­nahen Höheren Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom neue Perspektiven eröff­nen. Diese darf sich im Übrigen schon heute im Vergleich mit den Fachhochschulen sehr wohl sehen lassen.» Zum neu konzi­pierten Lehr­gang, dessen Inhalte dem raschen Wandel der Anforderungen an Werbe- respektive PR-Profis angepasst wurden, kann man sich ab sofort beim Sawi und BVS, St. Gallen (Kommunikationsleiter/in) sowie bei der KV-Bildungsgruppe Schweiz (PR-Berater/in) anmelden.
 

Obwalden: Neuer Kommunikationsbeauftragter

Der Kanton Obwalden erhält auf den 1. Juni 2015 einen neuen Kommunikationsbeauftragten. Der 42-jährige Mathias Küchler wird dann die Stelle von Gusti Demuth übernehmen, der pensioniert wird, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Küchler ist zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretenden Departemenssekretär im Bau- und Raumentwicklungsdepartement des Kantons Obwalden. Zuvor war der ausgebildete Primarlehrer und Publizistikwissenschafter unter anderem Kommunikationsbeauftrager des Kantons Nidwalden gewesen. Der ehemalige Journalist Gusti Demuth war 17 Jahre für die Staatskanzlei des  Kantons Obwalden tätig gewesen.

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