Ein Fernseh-Bus für Tele 1

Für das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 hat Ideart einen ganzen Passagierbus beschriftet.

Die Gestaltung des grossen Gelenkbusses war für die Luzerner Agentur eine echte Herausforderung, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Aus den zahlreich entworfenen Ideen, hat sich das Zentralschweizer Fernsehen schliesslich für den Fernseh-Bus entschieden. Der Bus wird in den nächsten Jahren in Luzern und Agglomeration im Einsatz sein.

Verantwortlich bei Tele 1: Ronnie Hürlimann (Leiter Marketing und Verkauf). Verantwortlich bei Ideart: Ludek Martschini (Kreation/Beratung), Peter Martschini (Produktion/Organisation). Busbeschriftung: Pinato Graphics.

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Zu guter Letzt: Word Map

Soldatin und Kunststickerin

Journalistin Marie-Therese Guggisberg, erste Moderatorin der Hauptausgabe der Schweizer Tagesschau, ist 71-jährig gestorben. Die NZZ am Sonntag widmet ihr ein kurzes Porträt.

Marie-Therese Guggisberg ist kein Showgirl – und schon gar nicht ein TV-Schätzchen. Dazu wirkt sie zu distanziert, fast spröde. Als sie die Stelle als Moderatorin beim Schweizer Fernsehen bereits nach einem Jahr wieder aufgibt, sagt sie: «Journalistisch fühle ich mich zu wenig gefordert. Das Moderieren ist zu einem reinen Ansagen geworden.»

Geboren wird Marie-Therese Guggisberg in Laufenburg (AG). Sie unterrichtet einige Jahre als Lehrerin und heiratet den Aarauer Musiklehrer und Komponisten Fritz Guggisberg. Als er 1980 stirbt, lebt das Paar bereits getrennt. Seinen Namen behält sie bei.

Neben ersten Gehversuchen im Journalismus studiert Guggisberg an der Uni Zürich und promoviert mit einer Arbeit über die Auslandberichterstattung in den Zeitungen neutraler Kleinstaaten. Sie arbeitet fürs Radio und wechselt dann zum Fernsehen, wo sie ein Jahr lang das weibliche Gesicht der Tagesschau ist.

Sie ist bereits eine gestandene Frau, als sie in Kreuzlingen die FHD-Rekrutenschule absolviert. Eine Affinität zum Militär bleibt bis an ihr Lebensende. Entgegen dem bei der SRG herrschenden Zeitgeist taucht sie zuweilen in Uniform im Leutschenbach auf. Wer mit ihr zu tun hat, merkt freilich, dass die durchaus schneidig auftretende Frau von feiner Sensibilität und harmoniebedürftig ist.

Zurück beim Radio gelingt ihr zu Beginn der achtziger Jahre im Radiostudio Zürich schier Unmögliches. Es ist die Zeit der Jugendunruhen. In der aufgeheizten Stimmung soll 1982 ein neuer Chef für die Informationsredaktion im Radiostudio Zürich eingesetzt werden. Vorgeschlagen ist Balz Hosang. Dagegen laufen die bürgerlichen Mitglieder der Regionalen Trägerschaft (Radio- und Fernsehgenossenschaft Zürich RFZ) Sturm. An einer turbulenten Versammlung verhindern sie Hosangs Wahl. Guggisberg schafft es in der Folge – zuerst ad interim, dann offiziell als Chefin -, den Zürcher Radiostreit zu befrieden.

1987 wechselt Guggisberg nach Bern ins Eidgenössische Militärdepartement – als Chefin des Informationsdienstes der Gruppe für Generalstabsdienste. Die FHD-Frau ist auch kompetente Beraterin von Generalstabschef Eugen Lüthy. Mit dessen Nachfolger allerdings stimmt die Chemie nicht. Dankbar nimmt Guggisberg das Angebot von SBB-Generaldirektor Hans Eisenring an und wechselt zu den Bundesbahnen.

Die letzten zehn Jahre ihres beruflichen Lebens ist Guggisberg Kommunikationsverantwortliche bei der Rentenanstalt. 2003 wird sie pensioniert. Die Arbeitskolleginnen und -kollegen schenken ihr ein Stickerei-Set, «damit sie sich mit etwas beschäftigen kann». Die Neurentnerin setzt sich ins Erkerfenster ihrer Wohnung und beginnt zu sticken – und ihr Ehrgeiz führt sie zur Meisterschaft. «Strategisch sticken» nennt sie ihre Stickmethode: «Es geht darum, das Vorgehen zu bestimmen, wie man die Muster und Farben sticken kann, ohne den Faden zu vernähen und andernorts wieder anzusetzen. Zugleich darf es auf der Rückseite keine Fäden haben. Wichtig ist, nur halbe Kreuze zu machen und diese – auf dem Rückweg – so zu vervollständigen, dass man wieder beim Ausgangspunkt anlangt und dort weitersticken kann.» Das Resultat dieser strategischen Stickerei: Die Rückseite präsentiert sich als perfektes Abbild der Vorderseite. Höchste Stickereikunst. Marie-Therese Guggisberg hat in den letzten Jahren ihres Lebens Stunden, Tage und Nächte über ihren Stickarbeiten verbracht. (NZZ am Sonntag)

Linkedin mit Gewinn und immer mehr Kunden

Immer mehr Menschen nutzen für Karrierezwecke das soziale Netzwerk Linkedin. Der Zuwachs zeigt sich auch in den deutschsprachigen Ländern, wo Linkedin dem Konkurrent Xing langsam auf die Pelle rückt. Der Umsatz stieg unter anderem im Anzeigengeschäft.

Zwar resultierte übers ganze Jahr 2014 gesehen noch ein Verlust von gut 15 Millionen Dollar. Doch im Schlussquartal kehrte das Karrierenetzwerk mit einem Ertrag von knapp 3,1 Millionen Dollar in die schwarzen Zahlen zurück.
 
Das Schlussquartal war auch hinsichtlich Umsatz und Kundenzuwachs stark. Um einen Viertel legten die Nutzerzahlen zu, auf weltweit 347 Millionen.  Mittlerweile 6 Millionen davon stammen aus der sogenannten POCH-Region, die die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz umfasst. Das entspricht seit Mai 2014 immerhin einer Steigerung von 20 Prozent.
 

Lukratives Dienstleistungsgeschäft
 
Die grösste Einnahmequelle von Linkedin sind Lösungen für die Personalsuche. In diesem Bereich legten die Erlöse binnen eines Jahres um 41 Prozent zu. Aber auch im Anzeigengeschäft, bei dem den Nutzern Werbung angezeigt wird, stieg der Umsatz um 56 Prozent. Und auch hier wurde das Angebot in der DACH-Region ausgebaut. So können Unternehmen mit dem sogenannten Language Preference Targeting, sowie dem Personalized Page Feed ihre Zielgruppen genauer erreichen.
 

Konkurrenz von Xing und Facebook

In der Schweiz sei Linkedin Marktführer, wie DACH-Geschäftsleiter Till Kaestner gegenüber der SDA erklärte. Über den gesamten deutschsprachigen Raum betrachtet, hat aber der deutsche Konkurrent Xin mit 8,3 Millionen Nutzern die Nase nach wie vor vorn. Kaestner 
räumte denn auch ein, dass Linkedin in Deutschland, Österreich und der Schweiz erst am Anfang stehe und es noch ein grosses Aufholpotenzial gebe.
 

Facebook at Work
 
Bei Linkedin verfolgt man natürlich auch die Entwicklungen beim weltweit grössten sozialen Netzwerk Facebook genau. Seit Mitte Januar testet das Unternehmen in ausgewählten Firmen die Anwendung Facebook at Work. Über die Seite können Nutzer mit Kollegen diskutieren, gemeinsam an Dokumenten arbeiten und auch berufliche Kontakte pflegen.
 
Experten erwarten, dass Facebook das Geschäft von Linkedin oder Xing konkurrieren könnte. Linkedin-DACH-Chef Kästner zeigte sich gegenüber der SDA allerdings betont gelassen. Noch sei unklar, was Facebook genau auf den Markt bringe. Zudem hätten die Mitglieder von Linkedin grundsätzlich ein anderes Nutzerverhalten als Facebook-User. (SDA) 

Korrektur des letzten Impact-Checks

Messwerte haben es in sich. Sie können verschieden interpretiert werden. Im Fall unseres Impact-Checks in der Printausgabe der Werbewoche vom 30. Januar hat sich leider ein kleiner «Zahlensalat» ergeben. Hier kommen die richtigen Zuordnungen.

Die korrigierte Version des Impact-Check finden Sie hier.
 

«10vor10»: Arthur Honegger wird neuer Moderator

Die Nachfolge von Stephan Klapproth bei «10vor10» ist geregelt: Arthur Honegger, zurzeit noch Fernsehkorrespondent von SRF in Washington, stösst im Herbst 2015 zum Moderationsteam des Nachrichtenmagazins.

Arthur Honegger, 35, absolvierte 2001 die Ringier Journalistenschule und sammelte Berufserfahrungen in diversen Praktika, unter anderem bei der «Arena» und bei Radio DRS in Bern, bevor er 2002 Mitglied der «Blick»-Wirtschaftsredaktion wurde. Zum Schweizer Fernsehen wechselte der Bündner 2005. Er absolvierte das Stage bei «Schweiz aktuell» sowie zwei Praktika: beim «Kassensturz» und in der Bundeshausredaktion.

Von 2006 bis 2008 war Arthur Honegger Redaktor bei «Schweiz aktuell», mit einem Abstecher als Realisator zu «Music Star – die Woche». Seit 2008 berichtet er als TV-Auslandkorrespondent aus den USA – zuerst aus New York, seit Ende 2011 aus Washington. Ab Herbst 2015 bildet Arthur Honegger zusammen mit Daniela Lager und Andrea Vetsch das Moderationsteam von «10vor10». Er folgt auf Stephan Klapproth, der sich ab September wie bereits mitgeteilt auf die Moderation der «Sternstunde Philosophie» konzentriert.

Arthur Honegger: «Das ist einfach ein toller Job. Ich freue mich enorm darauf, zusammen mit dem ‚10vor10‘-Team dem Publikum News und Hintergründe näherzubringen. Nach über sieben Jahren als Korrespondent in den USA ist die Arbeit als Moderator eine neue, extrem spannende Aufgabe für mich. ‚10vor10‘ habe ich schon als Teenager täglich gesehen – nun ein Teil des Nachrichtenmagazins zu werden, ist mir eine Ehre.»

Christian Dütschler, Redaktionsleiter 10vor10: «Ich freue mich ausserordentlich, dass mit Arthur Honegger ein ausgewiesener Journalist mit einem grossen Leistungsausweis neuer Moderator von ‚10vor10‘ wird. Als USA-Korrespondent hat er die letzten Jahre in unzähligen Live-Schaltungen bewiesen, dass er die grosse Weltpolitik fundiert und verständlich analysieren kann. Ich bin überzeugt, dass Arthur Honegger als Moderator schnell zu einem Markenzeichen des Nachrichtenmagazins wird.»

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Kernbrand begrüsst neue Mitarbeiterin

Die St. Galler Agentur heisst Natalie Petter als neuen Art Director willkommen. Die 28-jährige Münchnerin geht seit Anfang Februar mit dem Team an den Start und betreut ab sofort ein breites Spektrum an Kunden in den Bereichen On- und Offline.

Petter verfügt über mehrjährige Erfahrung als Mediengestalterin für Print- und Digitalmedien. Nach ihrer Ausbildung und verschiedenen Praktika sammelte sie erste Berufserfahrungen bei Süddeutscher Verlag onpact, Wegener Werbung und Newell Rubbermaid in München. Ein Auslandsaufenthalt in Österreich in den Jahren 2011 und 2012 führte sie zu Swarovski Optik, Giesswein Walkwaren und schliesslich zu WWP Creative, wo sie als Junior Art Director tätig war. Nun bringt Natalie Petter ihr Know-how bei Kernbrand ein, wie eine Mitteilung vom Freitag bekannt gibt.

 

Das grosse Tafelraten

Leo Burnett Schweiz präsentiert die aktuelle Promotion der Schweizer Schokoladenmarke Chocolat Frey.

Chocolat Frey hat die grösste Schokoladentafel-Auswahl der Schweiz, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Genau genommen 68 verschiedene Sorten. Eine grosse Vielfalt, die Leo Burnett Schweiz in der aktuellen Chocolat Frey-Promotion zum Thema macht: Das grosse Tafelraten, mit Midi Gottet & Guy Landolt. Ein Gewinnspiel mit Show-Charakter.

In insgesamt sieben Folgen stellen die zwei Zürcher Komiker auf der Website Frey-tafelraten.ch jeweils eine Schokoladentafel pro Folge vor, die es zu erraten gilt. Und das so abwechslungsreich, wie das Tafelsortiment von Chocolat Frey. Wer richtig geraten hat, nimmt an der Verlosung von Preisen im Gesamtwert von 28'000 Franken teil. Die Promotion läuft während drei Wochen und wird mit POS-Massnahmen, Facebook Ads sowie Pre-Rolls beworben.

Übrigens: Im Frühjahr 2015 geht das grosse Tafelraten in die Verlängerung. Mit acht neuen Folgen und acht neuen Tafeln, die es zu erraten gibt.

Verantwortlich bei Chocolat Frey: Ivo Arnold (Senior Brand Manager Tafeln&Countlines). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Barbara Hartmann, David Hugentobler, Pablo Schencke, Lukas Tauss (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Michael Gassler, Fernando Gort (Beratung), Erasmo Palomba (FFF), Filmgerberei GmbH (Filmproduktion), Patrick Kapriczenko (Regie), Station (Online).
 

Verstärkung in der Redaktion

Die Redaktion der Fachzeitschrift Travel Inside hat mit Stephanie Günzler und Melanie Mooser Verstärkung erhalten.

Die 38-jährige Germanistin Stephanie Günzler hat ihr Studium an der Universität in Bamberg (D) mit Schwerpunkt Journalistik und Politikwissenschaft erfolgreich abgeschlossen. Von 2002 bis 2011 war Stephanie Günzler in der Redaktion der Tageszeitung Heilbronner Stimme tätig, unter anderem für die Bereiche Tourismus/Reise, Gastronomie/Hotellerie und Gesellschaft/Lifestyle/Trends. Im Jahr 2011 übersiedelte Stephanie Günzler in die Schweiz. Neben verschiedenen freien Tätigkeiten – unter anderem beim SRF − arbeitete sie von August 2011 bis April 2014 als Redaktorin bei einer Kommunikationsagentur in Zürich. Sie ersetzt Simon Benz, der den Verlag verlassen hat.

Melanie Mooser (29) ist in Sierre/Siders zweisprachig aufgewachsen und hat die Kaufmännische Lehre im SBB Reisebüro in Brig, wo sie auch nach der Lehre noch bis 2012 gearbeitet hat, absolviert. 2011 schloss sie die Ausbildung als PR-Fachfrau mit dem Eidgenöschischen Fachausweis erfolgreich ab. 2013 arbeitete sie in Vancouver für den kanadischen Motorhome- Anbieter Fraserway. Zuletzt war sie für Crans-Montana Tourisme & Congrès in der Kommunikation und im Marketing tätig. Sie tritt die Nachfolge von Jean-Claude Raemy angetreten, der zu Kuoni Schweiz wechselte.

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Stephanie Günzler

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Melanie Mooser
 

Fairness in Journalismus und PR

An der ETH Zürich trafen sich am Dienstagabend zum diesjährigen Communication Summit rund 400 Mitglieder und Gäste des Zürcher Pressevereins und der Zürcher PR-Gesellschaft, um über «Fairness in Journalismus und PR» zu diskutieren.

Unter der Moderation von Reto Lipp (SRF) tauschten Peter Eberhard, Präsident pr suisse, Jörg Kachelmann, Journalist und Meteorologe, Res Strehle, Chefredaktor Tages-Anzeiger, Claudio Zuccolini, Komiker, sowie Rena Zulauf, Medienanwältin, ihre Argumente und Erfahrungen aus. Die Eröffnungsrede hielt ETH-Rektorin Sarah Springman. Zuccolini folgte ihr mit einer satirischen Intervention.

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler, sagte Rena Zulauf. Die vor allem für sogenannte Medienopfer tätige Rechtsanwältin forderte einen professionellen Umgang mit Richtigstellungen und Persönlichkeitsschutz. Als ein solches Opfer fühlt sich weiterhin Jörg Kachelmann, der von seinem Kampf gegen unwahre Fakten und für das Recht auf Vergessen berichtete. Das Erwirken von Gegendarstellungen und das Löschen von falschen Behauptungen sei aufwändig und für Laien kaum machbar.

Einer der Gründe für die wahrgenommene, aber nicht eindeutig zu belegende Zunahme von Fehlleistungen in den Redaktionen ist der zeitliche und ökonomische Druck, unter denen Medienschaffende im angebrochenen digitalen Zeitalter heute arbeiten. Oft fehle die Zeit für Recherche. Unbestritten war, dass der vertrauensvolle Dialog zwischen Medien und PR-Profis, die zahlenmässig mittlerweile den Journalisten überlegen sind, der Qualität förderlich ist.

Kontrovers diskutiert wurde der zunehmende Einfluss der Justiz auf das Medienschaffen. Tagi-Chef Res Strehle berichtet, dass in seinem Medium die Kosten für anwaltliche Vertretung und Gerichtsverfahren den jeweiligen Ressorts angelastet werden, um so korrektes Arbeiten zu fördern.

Als Rahmen für die praktische Arbeit dienen zum einen der Kodex des PR-Verbandes, zum anderen die Rechte und Pflichten der Journalisten. Diese Regelwerke stecken für die jeweiligen Berufsgattungen den Rahmen ab. Innerhalb von pr suisse werde die Schaffung eines brancheninternen Kontrollgremiums diskutiert, wie es der Presserrat für Medien ist, sagte Peter Eberhard, der Präsident des Verbands. Kommunikation gleich welchen Absenders müsse wahr, klar, transparent, nachvollziehbar, konsistent über einen Zeitablauf sein, so Eberhard.

Der Communication Summit gilt als die grösste Fachveranstaltung für die Branchen Medien und Kommunikation in Zürich. An dem Anlass kommen prominente Experten und Diskussionsteilnehmern mit einer besonderen Erfahrung im Umgang mit Medien sowie Profis aus Public Relations und Journalismus zu Wort. Er wird gemeinsam von der Zürcher PR-Gesellschaft und dem Zürcher Pressverein organisiert und findet jeweils Anfang Februar statt.

Was ist Tinte ohne Papier? Das Digitalabo der NZZ

Studio Roth&Maerchy gestaltet die neue Digitalabo-Kampagne der Neuen Zürcher Zeitung.

Eine Zeitung spiegelt unsere Lebenswelt, jeden Tag aufs Neue. Das digitale Format hat daran nichts geändert. Die NZZ ermöglicht den Lesern das gleiche Zeitungserlebnis auf Papier wie auf Smartphone, Tablet und Computer – Information mit Tiefgang, präzise recherchiert und mit Haltung interpretiert.

Studio Roth&Maerchy entwickelte sowohl den Kampagnen-Spot als auch alle Print und Onlinekommunikationsmittel. Für die subtile Umsetzung des Inhalts- und Designkonzepts wurde Pablo Kirschke, Animation Director bei Champignon Images und der international bekannte Zürcher Pianist Nik Bärtsch beigezogen. Entstanden ist ein sinnlicher Tanz der Buchstaben auf dem Weg vom klassischen Papier ins digitale Format.

Der Spot ist in diesen Tagen auf SRF, diversen Regionalsendern und online auf den entsprechenden Kanälen zu sehen. Die Kampagne wird über das ganze Jahr auf Abokarten, in Inseraten und diversen digitalen Anwendungen platziert.

Verantwortlich bei der NZZ: Christian Stieger (Leiter Kundenmanagement), Milena Russ (Teamleader Directmarketing). Verantwortlich bei Studio Roth&Maerchy: Martin Roth (Creative Direction, Konzept/Text), Tatjana Egorow (Art Direction, Grafik), Pablo Kirschke (Animation, champignons.tv ), Nik Bärtsch (Komposition, Piano), Ferrari/Dobozi (Ton, Postproduktion). 

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Coca-Cola-Werbung in einem Pepsihaushalt

Eine Vielzahl «intelligente» Geräte für Haus und Outdoor kam in den vergangenen Monaten auf den Markt. Sechs Experten von führenden Digitalagenturen berichten über eigene Erfahrungen mit vernetzten Geräten und spekulieren über deren Einfluss auf das Online Marketing der Zukunft. 

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Peter Rehnke, Managing Director Havas Digital Schweiz:
«Das Internet der Dinge ist im Jahr 2015 einer der bedeutenden Megatrends. Es beginnt mit ganz einfachen Dingen wie mit dem Smartphone steuerbaren Glühbirnen (welche ich selbst auch gerne nutze), SmartTV, Smartwatches, Smartphones und endet tatsächlich beim selbstfahrenden Auto oder Lieferdrohnen, die übers Internet gesteuert werden. Klar gibt es auch die Gadgets wie Backofen und Waschmaschine, die Bratengarzeit und Dauer des Schleuderwaschgangs auf dem Smartphone anzeigen – aber ich bezweifle persönlich, dass diese von der breiten Masse regelmässig genutzt werden. Für die Internetmultis wie Google, Apple, Microsoft und Co. ist das IOT ein ideales Betätigungsfeld. Warum? Diese netten kleinen Geräte wie «Nest» oder Carplay verraten noch mehr, wie sich der Mensch zu Hause und unterwegs verhält. Ideale weitere Behaviour-Attribute, die sich von uns Werbungtreibenden targetieren lassen. Daten werden erhoben, Daten werden vermarktet – mit diesem Fakt müssen wir uns einfach arrangieren. Auch damit, dass diese Daten nicht sicher sind. Mit ein paar Opensource-Programmen wie SnoopyNG, einem Rasperry Pi, einer Drohne und der Forensic Software Maltego lassen sich diese smarten Geräte ausspionieren und Persönlichkeitsprofile erstellen.»

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Roman Hirsbrunner, CEO Jung von Matt/Limmat:
«Das Internet der Dinge ist so was wie das Zielbild der Digitalisierung: Es vereint die zwei zentralen Stossrichtungen der digitalen Revolution, die Identifikation sämtlicher Objekte im physischen Raum (Geolocation) und die Standardisierung des Austausches und der Schnittstellen (Konvergenz). Wir befinden uns erst im ersten Drittel dieser Entwicklung. Laut einer Schätzung von Cisco System sind derzeit rund 12 Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden. Schon 2020 werden es 50 Milliarden sein. Zwar steuern wir Licht und Temperatur im Haus über eine App, kontrollieren den Benzinstand im Auto oder lassen Pflanzen automatisch bewässern. Aber so richtig intelligent sind dabei höchstens die einzelnen Systeme in sich, selten aber die Systeme untereinander. Hier wird noch einiges geschehen. Aus der Perspektive des Online Marketing kommen damit schöne Zeiten auf uns zu. Es ergeben sich unzählige neue «Touchpoints», an denen sich Marken nutzenstiftend in den Dialog mit Konsumenten einbringen können. Neue Interfaces und neue Interaktionsformen. Aber auch das Wissen um die Bedürfnisse der Konsumenten wird sich dank mehr hochrelevanten Daten signifikant verbessern. Der Treiber der Entwicklung ist – wie immer – die Technologie. Und die User werden entscheiden, welche der neuen Möglichkeiten sie nutzen. Die Werbung wird sich danach richten.»

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Alexander Horrolt, Managing Director Goldbach Audience:
«Musik-Streaming in allen Räumen, individuell steuerbar über das Handy; Connected TV mit Content wie Netflix; Schnee-Vorhersagen zum bevorzugten Skigebiet auf dem Smartphone; Sportuhren, die neben dem Puls auch gefahrene Pisten- und Höhenmeter sowie Ski-Runs anzeigen – für mich alles längst Normalität. Noch schreiben wir Einkaufslisten, und der Kühlschrank kommuniziert nicht selbstständig mit dem Detail-händler. Aber heute schon ruft mich mein Zahnarzt per SMS zum Routinecheck. Die Vernetzung nimmt zu, wird bezahlbar und wird sich in den nächsten zehn Jahren im Alltag komplett durchsetzen. Der Weg zu zeitgemässer und kostengünstiger Ressourcennutzung steht endlich offen. Wie das Online Marketing das nutzen wird, bleibt vorerst noch ungewiss. Denn die Vorbehalte der Konsumenten gegenüber Werbebotschaften auf den persönlichen Devices zeigen, dass wir bei der Eroberung von Smartwatch, Kühlschrank oder Auto-Display sehr sensibel vorgehen müssen. In der heutigen digitalen Welt sind noch viele Hausaufgaben nicht gemacht. Aktuell sollte das Hauptaugenmerk der Werbeindustrie auf der Konvergenz der bereits etablierten Medien wie TV liegen, hier gilt es Prioritäten zu setzen.»

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Peter van der Touw, CEO Notch Interactive:
«Der Hype rund um IoT ist gross. Dabei ist die Frage, ob intelligente Objekte Eingang in unseren Alltag finden werden, längst entschieden. Man denke an Wearables, Smart Home oder die Automobilindustrie. Als Marketeers stehen wir vor zwei grossen Chancen. Erstens können wir mit IoT Werbebotschaften nahtlos in den Flow desAlltags integrieren – und zwar mit Objekten als Media-Plattformen. Zweitens kann IoT die Beziehung zwischen Brand und Konsument stärken, indem Online-Interaktion und reale Produkterfahrungen fortlaufend verbunden werden. Gleichwohl: Vernetzt ist nicht gleich intelligent. Erst die Hebelwirkung von Big Data Analytics wird den Big Bangfür kontextsensitive und gleichzeitig nicht invasive Kommunikation bringen. In naher Zukunft werden IoT-Daten von intelligenten Algorithmen interpretiert und zu eineminformierten Bild über die jeweilige Person zusammengefügtwerden. Für Agenturen der Zukunft sind umfangreiche Analytics-Kompetenzen selbstverständlich. Nehmen Sie zum Beispiel dieses Szenario: Als Hobby-Gitarrist spiele ich gerne bestimmte Akkordfolgen, brauche viel «Distortion» und habe eine typische Art des Strummings. Mein Fender-Verstärker könnte diese Daten mit meiner Einwilligung an viele Unternehmen senden. Fender könnte mir dann Angebote für neues Equipment machen, Amazon Angebote für E-Bücher, um das Gitarrenspiel zu verbessern. Kitag würde mir die Dokumentation über die Band Joy Division empfehlen und Starticket die Reunion-Tour von The Police. Ob die Kommunikation in all diesen Fällen erfolgreich ist, ist eine Sache. Gewiss ist jedoch, was Eduard O. Wilson (Sozialbiologe) bemerkt hat: «We have created a Star Wars civilization, with Stone Age emotions, medieval institutions, and godlike technology.»

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Maurizio Rugghia, Managing Director Serranegta:
«Im 2014 ist bereits viel passiert: Bluetooth Low Energy ist sehr populär geworden, und viele Geräte sind auf dem Markt oder zumindest auf Kickstarter angekommen. In den nächsten Jahren werden sich diejenigen Lösungen durchsetzen, welche das Leben vereinfachen und intuitiv bedienbar sind. Haushaltsgeräte sind dafür genauso prädestiniert wie Fitness- oder Mobilitäts-Tools. Bis ein intelligentes «Internet der Dinge» entsteht, werden sicher noch fünf bis zehn Jahre vergehen. Zuerst muss ein universeller Standard etabliert werden, der alle Geräte– unabhängig vom Anbieter – in einem System vernetzt. Durch die zusätzlichen Touchpoints, welche das Internet der Dinge bietet, werden noch mehr individuelle Nutzungsdaten erhoben. Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten für ein gezielteres Targeting. Ich bin überzeugt, Coca-Cola würde mehr Geld für Werbung zahlen, wenn sie in einem Pepsi-Haushalt gezeigt würde. Wir bei Serranetga stellen bereits heute fest, dass eine Verschiebung in Richtung User-zentrierte Marketing-Kommunikation stattfindet. Diese wird in Zukunft datengestützt, automatisiert und in Echtzeit ausgespielt werden und nicht mehr rein manuell zu bewältigen sein. Persönlich pflege ich eine On/off-Beziehung zu meinem Jawbone Up24. Es erinnert mich daran, dass ich mich mehr bewegen sollte.»

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Andreas Widmer, CEO Futurecom interactive:
«Bei uns zu Hause sind verschiedene smarte Geräte im Einsatz, meist im audiovisuellen Bereich. So nutzen wir mit grosser Begeisterung im ganzen Haus das Audiosystem von Sonos; aber auch der Fernseher, das Telefon und der Receiver der Surround-Anlage sind mit dem Internet verbunden. Das gesamte Heimnetzwerkgreift auf einen Medienserver zu, der Fotos, Videos und Dokumente zentral speichert. Weniger smart, aber dennoch sehr hilfreich sind der Rasenmähroboter im Garten und sein Kollege im Haus, der Staubsaugroboter. Beide gehören streng genommen noch nicht zum Internet of Things; sie folgen aber dem grossenTrend, Alltagsgegenstände intelligenter zu machen, und erledigen ihren Job tadellos. Daneben experimentiere ich zurzeit mit intelligenten Glühbirnen, um sie als terminabhängigen Wecker einzusetzen. Ganz generell ist es mein Ziel, möglichst viele Geräte, die am Stromnetz hängen, via Smartphone zusteuern – und sei es auch nur um sicherzustellen, dass sie nicht mehr in Betrieb sind. Der Trend zum Smart Home ist mindestens so bedeutend wie der Wearables-Trend: Schätzungen von Gartner Group zufolge wird es im Jahr 2020 rund 26Milliarden intelligente Devices geben. IP-basierte Smart-Home-Komponenten werden zunehmend proprietäre Systeme ersetzen und die bisher sehr kostspielige Heimautomatisation (z.B. Bussysteme für Lichtsteuerung) wesentlich kostengünstiger machen. Ausserdem werden Gegenstände intelligent, die es bis anhin noch nicht waren. So freue ich mich über die jetzt erhältlichen Zahnbürsten mit Smartphone-Anbindung. Diese motivieren die Kids zum Zähneputzen und helfen zugleich, den Vollzug zu überprüfen. Neu für uns als Konsumenten und Werbetreibende wird sein, dass Gegenstände wie Kaffeemaschinen permanent Informationen über ihre Nutzung an den Hersteller liefern. Das bedeutet, dass beispielsweise die Gewohnheiten der Kaffeetrinker in Zukunft viel genauer verstanden werden können. Das so gewonnene Wissen kann und wird natürlich zu Marketingzwecken eingesetzt werden. Angebote werden bezüglich Personalisierung und Timing vielraffinierter, dadurch nützlicher für den Konsumenten und somit wirkungsvoller für den Anbieter. So wird einem die Kaffeemaschine in Zukunft mitteilen, dass es Zeit sei, neue Kapseln seiner Lieblingssorte zu bestellen – und sofern man dies wünscht, wird sie die Bestellung auch gleich selbsttätigen. Natürlich ist auch denkbar, dass die Kaffeemaschine von morgen Upselling betreibt, indem sie auf neue Sorten hinweist. Solche Empfehlungen werden hohe Erfolgsquoten haben, weil sie auf Big Data basieren, d. h. auf sehr vielen Daten von anderen Kunden mit einem ähnlichem Konsumverhalten. Es muss uns aber auch bewusst sein, dass Hersteller von solchen intelligenten Kaffeemaschinen wissen werden, wann zum Beispiel ein Single-Haushalt über Nacht Besuch hatte. Dass das Internet der Dinge für das Marketing der Zukunft von zentraler Bedeutung sein wird, zeigt unter anderem Googles Übernahme von Nest für 3,2 Milliarden Dollar. Durch die vernetzten Thermostaten und Rauchmelder von Nest wird Google in der Lage sein, noch detailliertere Verhaltensprofile von Konsumenten zu erstellen. In einer Welt, in der Daten das neue Erdöl darstellen, wird dies Google helfen, als grösstes Werbenetzwerk erfolgreich und relevant zu bleiben.»

Umfrage: Simone Isliker

 

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