Glatteis nach dem Baregg
Einmal mehr hiess es Ende Januar «Guet Schtei». Das jährliche Curlingturnier des Werbervereins Idée-VfW stand auf dem Programm.
Neben den alten Hasen wie den Iisfäger von Mosse oder den Beobachter-Curlern mit Markus Marchel, die den Eisevent seit Jahren frequentieren, gabs dieses Jahr etliche neue Teams. Suzanne Speich von Viva-Swizz ging mit Hans-Peter Scholl von Radiotele und zwei Juniors ins Rennen. Sie schliff ziemlich gekonnt übers Eis, obwohl sie sonst jeweils nur während der Winterferien in
St.Moritz spielt. Die Agentur Grey stellte eine Mannschaft, und weil Kilian Gasser den Job gewechselt hat, schlitterte auch ein Team der WochenZeitung durch die Halle. Nicht zu vergessen Goldbach-CEO Michi Frank, der mit Peter Lesch von Lesch + Frei und Frank Bodin von Euro RSCG Steine schob. Und weil beide Franks nicht gerne verlieren, holten sich die Goldbach-Bäse auch gleich den Titel der besten Werbecurler.
Sie zeigten sich allerdings als undankbare Gewinner. Eine alte Curlingtradition besagt nämlich, dass die Sieger die Verlierer jeweils zu einem Drink einladen. Wie sich aber leider im Nachhinein herausstellte, gilt das nur für die einzelnen Spiele, nicht fürs ganze Turnier. Die Goldbach-Geldbeutel blieben deshalb verschont, da die anderen Teilnehmer ihre Schlusszeche doch selber bezahlen mussten.
Mit den Verliererdrinks nach den Ends kam die Mannschaft der WerbeWoche, verstärkt durch Florian Biafori und Sandro Proietto von Mediabox, dieses Jahr glimpflich davon. Von vier Spielen wurden zwei gewonnen, eins davon gegen die Kollegen vom Persönlich. Dass diese Turnierpaarung bereits zum dritten aufeinander folgenden Male ausgelost wurde, lässt auf Schummelei im Spielplan schliessen. Trotzdem freuts, dass es im internen Duell der Kommunikationsfachzeitschriften jetzt 2:1 für die WerbeWoche steht. Es wäre aber schön, wenn man das nächste Mal erst im Final auf die Konkurrenz träfe! Die Flying Hearts mussten ebenfalls vor uns die Waffen strecken. Den Meister zeigten uns dann Die Netten, das Team der WoZ unter Kilian Gasser. Er holte sich allerdings fürs Finalspiel einen Profiskip aufs Eis, was ihn auf den dritten Schlussrang katapultierte.
Dass die Veranstaltung nicht ohne Sponsoren über die Bühne gehen kann, sagte Heinz Egli während der Preisverleihung. Weil das Turnier viel Spass macht, sind die meisten auch gleich mit einer Mannschaft mit dabei. Die von Rink-Sponsor Facts mit Gastskip Röbi Baier landete auf Platz sechs, die von Apéro-Sponsor Absolutturnus gar auf Platz zwei.
Nach Turnierende waren alle zufrieden, denn auch fürs leibliche Wohl war gesorgt. Der Spaghettiplausch war in Ordnung, zum Trinken gabs gar einen feinen Chianti. Dass Curling in die Knochen geht, dürften die Gelegenheitsspieler noch gemerkt haben. Steineschieben und Besenwischen können einen ganz schönen Muskelkater verursachen.
Beat Fritsch
stemmt einen Stein von rund 20 Kilogramm, der beim Curling möglichst genau im Zielbereich platziert werden muss. Unter Mithilfe eines Besens, mit dem vor dem Stein her gewischt wird. Für die WerbeWoche stellten sich der Shortlistautor und der Fotograf mit einer Zweimannverstärkung der Agentur Mediabox der Herausforderung.
Wer sich sonst aufs Glatteis begibt oder an Partys rumrutscht, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
