Branding im Klartext

Freude herrscht bei DDB in Zollikerberg: Cash ist gekommen

Freude herrscht bei DDB in Zollikerberg: Cash ist gekommenIm Dezember des vergangenen Jahres konnte DDB Zürich in einer Konkurrenzpräsentation das prestigeträchtige Mandat der Wirtschaftszeitung Cash gewinnen. Jetzt sind bereits erste Resultate der kommunikativen Neuausrichtung zu sehen. Inhaltlich werden auf den B12-Plakaten und in Anzeigen weiterhin wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen aufgegriffen – aber in einer klassischen Bild-Text-Inszenierung völlig neu umgesetzt. «Themen, die bewegen, werden bewegend umgesetzt», sagt CD Patrick Lienert und präzisiert: «Visuals, die durch eine einfache Verfremdung zu optischen Stoppern werden und zusammen mit dem Text eine unterhaltsame Message transportieren.» Entsprechend dem Leserprofil mit einem Schwergewicht bei den jungen Leadern spielt dabei auch Humor keine unwesentliche Rolle. Die Sujets mit den verfremdeten Visuals werden das ganze Jahr hindurch synchron zur aktuellen Newslage entwickelt. Dass Cash sich neu nur noch auf wirtschaftliche Themen konzentrieren will, unterstreicht DDB mit dem Claim «Wirtschaft im Klartext». Seite 10

Kopf der Woche: «Das Gesamtkonzept muss dem Kunden zielführende Massnahmen anbieten»

Barbara Bürgy ist seit Dezember Mitglied der Geschäftsleitung von Freiburghaus und Partner

Barbara Bürgy ist seit Dezember Mitglied der Geschäftsleitung von Freiburghaus und PartnerKopf der Woche «Das Gesamtkonzept muss dem Kunden zielführende Massnahmen anbieten»
Es komme vor, dass sie morgens jeweils aus lauter Gewohnheit noch auf den alten Parkplatz zufahre, meint Barbara Bürgy, seit Dezember letzten Jahres Mitglied der Geschäftsleitung von Freiburghaus und Partner AG in Bern. Die gebürtige Freiburgerin hat zuvor während vier Jahren bei der Werbeagentur Contexta gearbeitet, deren Büros nur wenige Meter weiter aareaufwärts an der Berner Werbemeile liegen.
Für Barbara Bürgy war das Angebot, in die Geschäftsleitung von Freiburghaus und Partner AG, vormals Freiburghaus und Banderini, einzusteigen, eine einmalige Chance. So könne sie in einer jungen Agentur, die ein gutes Renommee habe, verstärkt mitbestimmend wirken, ist sie überzeugt. Bürgy hat übrigens jüngst eine der besten Werbeleiterprüfungen abgelegt.
Die Kommunikationsbranche hatte sie schon während der Zeit am Wirtschaftsgymnasium fasziniert, obwohl sie damals ebenfalls mit einem Jura-Studium liebäugelte. Ins wahre Berufsleben stürzte sich Barbara Bürgy aber bei der UBS.
Doch anstatt ins Bankfach einzusteigen, entdeckte sie bei der UBS in einer neu geschaffenen Koordinationsstelle für PR und Marketing ihr Faible für die Kommunikation. Spannend an der Werbung findet Barbara Bürgy den Beeinflussungsaspekt und die Image bildende Komponente.
Trotzdem bereitet der heute 30-jährigen Kommunikationsfachfrau die Vorstellung etwas Mühe, während der nächsten dreissig Jahre in der Kommunikationsbranche zu verharren. Es sei durchaus möglich, dass sie dereinst im Alter noch ein Studium beginnen werde, meint sie schmunzelnd.
Doch im Moment ist Barbara Bürgy voll für die Kunden der Agentur da und hat sich als kurzfristiges Ziel die Kontinuität der Agentur vorgenommen. Sie möchte die kreativen und unkonventionellen Ideen der Mitarbeiter strategisch so umsetzen können, dass die Sicht des Kunden und das Ziel des Auftrags stets miteinbezogen werden. Es nütze nichts, eine grossartige Idee zu haben, die sich dann in der Umsetzung verliere. Das Gesamtkonzept müsse dem Kunden zielführende Massnahmen anbieten.
Deshalb legt sie besonderen Wert auf die strategische Planung und die entsprechende Konzepterstellung. Hier sieht sie eine wichtige Aufgabe für das Beraterteam der Agentur. Und last but not least freut sich Barbara Bürgy auch auf die Herausforderung, welche die Geschäftsführung eines KMU mit sich bringt. Ihr Anliegen als «Mitunternehmerin» ist die Verankerung der Marke Freiburghaus und Partner im Markt der qualitativ führenden Schweizer Werbeagenturen. Anita Vaucher

Muse & Musse: Patrick Lienert

Muse & Musse Patrick Lienert Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Patrick Lienert: Ein modernes Tanztheater im Schiffbau. Um meiner Begleiterin zu imponieren.Was lesen Sie gerade?Lienert: «Calvin & Hobbes», B

Muse & Musse Patrick Lienert
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Patrick Lienert: Ein modernes Tanztheater im Schiffbau. Um meiner Begleiterin zu imponieren.
Was lesen Sie gerade?
Lienert: «Calvin & Hobbes», Band 6. Um mit einem Lächeln einzuschlafen.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Lienert: Portishead, «Dummy». Ein Klassiker.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Lienert: «Stalker» von Tarkowski. Irritierende russische Poesie.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Lienert: Brauche den TV erst bei der WM wieder.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Lienert: www.yahoo/games/chess. Online-Schach mit Suchtpotenzial.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Lienert: Auf den Wind.
Liebe ist…?
Lienert: …der Motor.

Vorwärts, messen

Zwei Aussenwerber einigten sich über Studie zur Plakatforschung

Zwei Aussenwerber einigten sich über Studie zur PlakatforschungVon Markus Knöpfli Dank der Vermittlung des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbandes (SWA) kommt jetzt die Plakatforschung wieder voran. Demnächst wird eine Pilotstudie in Auftrag gegeben, die seit vier Monaten wegen eines Streites zwischen Allgemeiner Plakatgesellschaft (APG) und Clear Cannel Plakanda (CCP) auf Eis gelegt worden war.
«Im Differenzbereinigungsverfahren zwischen dem APG-CEO Christian Kauter und dem CCP-CEO Beat Roeschlin ist kein Punkt offen geblieben. Das ist ein Meilenstein», sagte der sichtlich erleichterte SWA-Direktor Fredi Schwab am 23. Januar. Später fügte er allerdings hinzu: «Wir haben starken Druck auf die beiden Aussenwerber ausgeübt.»
Das geht auch aus dem SWA-Communiqué hervor, das den beiden Aussenwerbern schon im ersten Satz zwei Zahlen unter die Nase hielt: Der «gewichtige Aussenwerbemarkt» setze pro Jahr 550 Millionen Franken um, was 10,5 Prozent des Gesamtwerbemarktes entsprechen. Der Wink mit dem Zaunpfahl lässt sich so interpretieren: Plakat als eines der wichtigsten Werbemedien sollte endlich einen Branchenstandard für die Qualitätsmessung vorlegen und sich nicht in kleinlichen Streitereien verlieren.
Ironischerweise gaben CCP und APG dieser Aussage noch zusätzlich Gewicht, indem sie nur ein beziehungsweise zwei Tage zuvor die Nettoumsatzsteigerungen des letzten Jahres publizierten: Die APG kam auf 254,4 Millionen Franken (plus 2,2 Prozent), CCP wuchs um 8,2 Prozent. Mediafocus setzte kurz darauf mit den Bruttoumsätzen 2001 noch eins drauf: Plakat wuchs um 4,1 Prozent (siehe auch Seite 19) und gehörte im letzten Jahr mit TV zu den wenigen Gewinnern.
Vor diesem Hintergrund lässt sich die Ungeduld der Werbeauftraggeber verstehen, zumal sie bei der Plakatplanung nach wie vor mit Basisdaten aus den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts arbeiten müssen.
600000 Franken kostet die erste Studie via Satelliten
Gemäss SWA-Direktor Fredi Schwab, der massgeblich zur Beilegung des Streits beigetragen hatte, haben APG und CCP einem Pilotprojekt in Winterthur, das ursprünglich schon im letzten Herbst hätte anlaufen sollen, jetzt Starterlaubnis erteilt und dafür insgesamt 600000 Franken bereitgestellt. Bei dem Projekt geht es darum, mit Hilfe von Satellitentechnik (Geographical Positioning System, GPS) Mobilitätsdaten der Bevölkerung zu erfassen, um so die Kontaktchancen von Plakatstellen sowie deren Wirkung als Netz zu ermitteln. Konkret geht es darum, eine repräsentative Anzahl Personen auf freiwilliger Basis eine bestimmte Zeitlang mit einem GPS-Gerät auszurüsten. Deren zurückgelegter Weg wird dann auf eine Karte übertragen und kann so mit den Standorten und Ausrichtungen der Plakatstellen verglichen werden. Daraus lassen sich Frequenzen und somit auch Leistungswerte ableiten.
Eine weitere Folge der Einigung: Martial Pasquier, Professor an der Uni Bern, der in den letzten zwei Jahren eine paritätisch zusammengesetzte Forschungsgruppe der beiden Aussenwerber leitete (siehe Kasten), nimmt seine Funktion wieder auf. Er hatte sie im Dezember wegen des Streits zwischen APG und CCP suspendiert. Über die Differenzen gab es keine Details. Schwab sagte nur, dass über Themen wie Kostenverteilung, Rechte und Publikation der künftigen Daten diskutiert wurde.
Wie Pasquier gegenüber der WerbeWoche erklärte, müssen nun die geeigneten GPS-Geräte evaluiert und bestellt werden. Für das Pilotprojekt in Winterthur, das während rund einer Woche im Mai oder Juni durchgeführt wird, werden etwa 50 Geräte benötigt. Spätestens im September sollten erste Resultate vorliegen. Erst danach lässt sich sagen, ob mit dieser Methode genügend Aussagen über die Kontaktchancen von Plakatstellen gemacht werden können. Fest steht aber: In Europa und Übersee stösst das Projekt auf reges Interesse. Mit einer Verzögerung hätten sich die Schweizer Aussenwerber vor aller Welt blamiert und eine Chance vertan.
APG-CEO Christian Kauter zeigte sich denn auch «sehr glücklich» über die Einigung. Ohne einheitliche Leistungswerte könnte das Medium Plakat längerfristig «an Glaubwürdigkeit verlieren» und müsste mit einem Imageverlust rechnen, sagte er. CCP-CEO Beat Roeschlin liess ausrichten, dass er sich nicht äussern wolle.
Damit die Einigung nicht gefährdet und das Pilotprojekt Winterthur nicht noch einmal verzögert wird, sorgten die Werbeauftraggeber vor: Dem Projektteam wurde ein Begleitteam der künftigen Datennutzer zur Seite gestellt; zudem wacht ein extra erweitertes Fachteam des SWA über den Fortgang des Projektes.
Die Teams

Projektteam: Leitung: Martial Pasquier, Input, Uni Bern; APG: Rolf Chiarini, Christof Hotz; CCP: Beat Roeschlin, Regula Broger
Begleitgruppe: Ueli Custer, Fachjournalist, IGEM; Stephan Küng, Initiative Media Switzerland AG; ein SWA-Vertreter (noch nicht bestimmt) Erweitertes Fachteam Plakat, SWA: Georg E. Müller, GE Capital Bank (Vorsitz); Dirk Boventer, JT International AG; Franziska Gsell, Feldschlösschen Getränke AG; Tilman Hengevoss, Zürich Schweiz; Stephan Küng, Initiative Media Switzerland AG; Benno Marbach, Coca-Cola AG; Walter Merz, BSW; Jürgen Pick, BAT (Suisse) SA; Urs Schneider, IGMA, Mediaschneider; Fritz Zimmermann, SBB AG

121,4 Millionen weniger

Die Tageszeitungen mussten 2001 die schmerzlichsten Einbussen hinnehmen

Die Tageszeitungen mussten 2001 die schmerzlichsten Einbussen hinnehmenVon Bruno Amstutz Media Focus verzeichnete im Dezember weniger drastische Rückgänge der Bruttowerbeausgaben als im November. Das Jahresergebnis fiel deshalb nicht ganz so miserabel wie befürchtet aus.
Vor allem im Printbereich lichteten sich im Dezember die Wolken ein wenig. Ein Minus von 5,3 Prozent bescherte den Tageszeitungen zum erstenmal seit Juli 2001 wieder lediglich einstellige prozentuale Verluste. Die Publikumszeitschriften konnten sich sogar über die Nulllinie schwingen und legten um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu.
Hingegen musste das Medium Fernsehen zum erstenmal seit dem Juni mit minus 4,4 Prozent wieder Verluste einstecken. Die Todesurteile für Tele 24 und TV 3 schlugen sich in der Statistik bereits nieder. Auch der Novemberhöhenflug der Radiostationen wurde wieder gebremst, sie lagen allerdings immer noch mit 5,2 Prozent im Plus.
Über das ganze Jahr 2001 gerechnet ergibt sich ein Bild, das sich nicht ganz so furchtbar präsentiert, wie es die Hiobsbotschaften der vergangenen Monate vermuten liessen. Insgesamt 3,0 Prozent beziehungsweise 121,4 Millionen Franken an Bruttowerbeeinnahmen haben alle Medien zusammen gegenüber dem Jahr 2000 verloren. Positiv schlägt zu Buche, dass zwei Medien mit einem hohen Einnahmenniveau zulegen konnten: Die Fernsehstationen gewannen 5,4 Prozent oder 35,3 Millionen Franken dazu, das Plakat steigerte sich um 4,1 Prozent oder 16,5 Millionen Franken. Neben diesen Gewinnern konnten sich lediglich noch die Medien Kino (plus 0,9 Prozent) und Teletext (plus 0,2 Prozent) knapp auf der positiven Seite halten.
Länger ist die Liste der Verlierer des Jahres 2001. Angeführt wird sie von den Internetbannern, die mit einem bedauernswerten Jahresminus von 38,1 Prozent abschliessen. Das Medium generierte 2001 nur noch Bruttoeinnahmen von 18,9 Millionen Franken – 11,7 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Ebenfalls schlecht erging es den Fachzeitschriften, die 8 Prozent ihrer Werbeeinnahmen einbüssten. Ähnlich viele Federn mussten die Tageszeitungen lassen: Minus 7,6 Prozent zeigt die Jahresbilanz, dies entspricht Verlusten von 133,9 Millionen Franken. In diesem Sektor schrumpfte der Werbekuchen am sichtbarsten.
Die letzten zwei positiven Monate reichten den Radiostationen nicht für einen Jahresabschluss im grünen Bereich: Sie büssten insgesamt 3,3 Prozent ein und mussten auf 4,4 Millionen Franken verzichten. Die Publikumszeitschriften fielen mit minus 0,5 Prozent nur knapp in den negativen Bereich. Ihnen entgingen 3,3 Millionen Franken.
Für die ersten Monate des neuen Jahres wagt es Media Focus nicht, Entwarnung zu geben und prognostiziert einen weiterhin schleppenden Gang der Werbegeschäfte.

«Wir rechnen damit, dass es zu Fusionen kommen wird»

Bakom-Vizedirektor Martin Dumermuth zum angekündigten Gebührensplitting fürs Lokalfernsehen

Bakom-Vizedirektor Martin Dumermuth zum angekündigten Gebührensplitting fürs LokalfernsehenDas angekündigte Gebührensplitting fürs Lokalfernsehen will Druck auf die Sender machen, damit sie sich überall dort zusammenraufen, wo die Strukturen zu kleinräumig für mehrere Anbieter sind. Das Ziel ist laut Bakom-Vizedirektor Martin Dumermuth eine effizienter und professioneller arbeitende Lokal- und Regional-TV-Szene.Der Lokal- und Regional-TV-Landkarte der Schweiz wird sich auf Grund des Entscheides zum Gebührensplitting verändern, denn es sollen ja nur zehn bis zwölf Stationen profitieren. Ist eine Straffung das Ziel?
Martin Dumermuth: Der Entscheid des Bundesrates, dem Lokal- und Regionalfernsehen Gebührengelder zuzusprechen, ist auch mit dem Wunsch verbunden, dass die Sender effizienter werden. Tatsache ist, dass die Lokalfernsehlandschaft Schweiz heute teilweise sehr kleinräumig strukturiert ist. Lokalfernsehen brauchen aber eine bestimmte kritische Grösse, damit sie professionell arbeiten können. Gewisse Strukturbereinigungen werden daher unumgänglich sein.
Von den heute 17 oder 18 Sendern werden aber eine ganze Reihe leer ausgehen.
Dumermuth: Wenn man davon ausgeht, dass alle eigenständig bleiben wollen, dann ist das die Konsequenz. Die Beschränkung auf lediglich zehn bis zwölf Konzessionen hat zum Ziel, einen gewissen Druck zu erzeugen, damit sich die Sender in der betreffenden Region zusammenraufen. Jeder Lokalfernsehsender wird selber abschätzen müssen, ob er aufs Ganze gehen und sich im Alleingang um eine Konzession bewerben will. Dann gehts für ihn um alles oder nichts. Die andere Möglichkeit ist, dass er sich mit der Konkurrenz für ein gemeinsames Projekt zusammentut. Anders gesagt: Wir rechnen damit, dass es zu Fusionen kommen wird.
Eine Besonderheit: Der Leistungsauftrag kommt zurück. Aber eigentlich hätte er ja mit der aktuellen RTVG-Revision aus dem Gesetz gestrichen werden sollen. Sind Sie glücklich damit?
Dumermuth: Der Leistungsauftrag ist die Konsequenz staatlicher Zuschüsse, die natürlich nur für eine Gegenleistung ausgerichtet werden. Von der Stossrichtung her tun sich aber im Lokalbereich Leistungsauftrag und Markterfordernisse nicht weh. Im Gegenteil, sie gehen tendenziell in die gleiche Richtung. Denn die Erfahrung hat ja gezeigt, dass die lokalen und regionalen TV-Stationen ihre Nische im lokalen Raum haben.
Wie wird dieser Leistungsauftrag aussehen?
Dumermuth: Es wird ein auf den regionalen Raum fokussierter Leistungsauftrag sein, im Grossen und Ganzen dem heutigen ähnlich. Allenfalls mit etwas mehr Substanz und härter durchgesetzt.
Man wird aber kaum steuern können, dass die Splittingmillionen dereinst auch wirklich ins Programm fliessen. Wie kann man verhindern, dass mit dem Geld nicht einfach nur die heutigen Defizite gedeckt werden?
Dumermuth: Dafür haben wir einerseits den erwähnten Leistungsauftrag. Andererseits ergeben sich für die Sender doch markante Verbesserungen ihrer Budgetsituationen. Ein Beispiel: Heute gehe ich von durchschnittlichen Budgets von 5 Millionen Franken pro Sender aus – hier etwas mehr, dort etwas weniger. Wenn man nun 10 Veranstaltern durchschnittlich 2,5 Millionen Franken zusprechen würde, ergäbe sich für diese eine Budgetfinanzierung in der Grössenordnung von immerhin 50 Prozent. Damit wird sicher auch ein gewisser Leistungsausbau möglich sein.
SRG-Generaldirektor Armin Walpen forderte die Radiowerbung als Kompensation für das Gebührensplitting. Welche Signale gibt es dazu?
Dumermuth: Der Bundesrat hat am gleichen Tag, als er seine Pläne zum Gebührensplitting bekannt gab, auch dieses Thema diskutiert. Er lehnt die Radiowerbung ausdrücklich ab. Das steht zwar so nicht explizit in der Medienmitteilung, der Bundesrat hat aber klar in diesem Sinne Stellung bezogen.
Wäre für die Einführung der SRG-Radiowerbung eine erneute Revision des RTVG nötig?
Dumermuth: Nein, denn das Radiowerbeverbot ist heute in der Konzession der SRG festgehalten und nicht im Gesetz. Dort steht lediglich, der Bundesrat könne in einzelnen Programmen der SRG Werbung verbieten. Das heisst, theoretisch könnte der Bundesrat eine entsprechende Konzessionsänderung in eigener Kompetenz vornehmen. Interview: Daniel Schifferle

News: ZDF kooperiert mit Al-Dschasira

Die öffentlichrechtliche deutsche Fernsehanstalt ZDF und der arabische TV-Sender Al-Dschasira wollen zusammenarbeiten.

Die öffentlichrechtliche deutsche Fernsehanstalt ZDF und der arabische TV-Sender Al-Dschasira wollen zusammenarbeiten.News ZDF kooperiert mit Al-Dschasira
Noch-ZDF-Intendant Dieter Stolte und Sheikh Hamad bin Thamer Al-Thani, Chef von Al-Dschasira, unterzeichneten in Doha/Katar ein Kooperationsabkommen, das beiden Seiten Zugang zu Bild-, Nachrichten- und Archivmaterial einräumt.
Mehr News auf RTL 2 Anfang Februar startet auf dem deutschen Privatsender RTL 2 das wöchentliche Magazin «Das Nachrichtenjournal», das jeweils montags um 00.30 Uhr politische Themen der vergangenen Woche aufbereitet und um Servicemeldungen ergänzt. Zudem werden die «RTL 2 News» künftig um Mitternacht wiederholt. Die Landesmedienanstalten hatten den Sender mehrfach darauf hingewiesen, dass der Informationsgehalt des Programms steigen müsse.
Fussball-WM AUF SAT.1
Am 4. Februar eröffnet Sat.1-Vermarkterin RMB Switzerland den Werbezeitenverkauf für die Fussball-WM vom 31. Mai bis am 30. Juni in Südkorea und Japan. Zwar spielt die Schweiz nicht mit, weshalb die SRG im Abseits steht. Dafür überträgt Sat.1 Schweiz alle 64 Spiele des sportlichen TV-Highlights des Jahres exklusiv in Schweizer Stuben. RMB bietet fünf verschiedene Buchungspakete und diverse Sponsoringmöglichkeiten an.
Le frische Menu Mit «überraschenden Rezepten und Wissenswertem über Personen, Produkte und eine gesunde Ernährung» kommt Le Menu in einem frischen Styling auf den Markt. Das Magazin aus der Küche der Schweizer Milchproduzenten erscheint zehnmal pro Jahr. Mehr Infos dazu sind unter www.lemenu.ch zu finden.

Wie in einer guten Ehe

Der City-Pool muss jetzt ein Mitglied mit schlechten Radiocontrol-Zahlen durchfüttern

Der City-Pool muss jetzt ein Mitglied mit schlechten Radiocontrol-Zahlen durchfütternDen eigenen Anspruch, die grössten Radios in den Städten Bern, Basel und Luzern zu vereinen, erfüllt der City-Pool nicht mehr. Dennoch will er sich (noch) nicht verändern. Davon profitiert derzeit der Pool 2000. Doch ob es ihn auch 2002 noch in der derzeitigen Konstellation gibt, ist offen.Die Radiocontrol-Daten des zweiten Halbjahres 2001 brachten den City-Pool-Mitgliedern Basilisk, Pilatus und ExtraBern schlechte Nachrichten (WW 3/02). Zwar konnte der Pool insgesamt 7100 Hörer zulegen, doch ausschliesslich in Basel und Luzern. In Bern hingegen hat ExtraBern nicht nur 8800 Hörer eingebüsst, es ist auch von Rang 14 auf 17 zurückgefallen. Doch nicht nur das: Konkurrent BE1, bisher auf Rang 19, gewann 14600 Hörer hinzu und liegt heute auf Platz 13 und ist mit 90200 Hörern besser als ExtraBern zuvor.
«Förderband hat sich im Mai 2001 im richtigen Moment zu BE1 umbenannt und ein neues Radio lanciert», anerkennt Marcel Geissbühler, Geschäftsleiter von ExtraBern. Doch auch ExtraBern habe am 1. November einen Relaunch vorgenommen. «Wir haben viel geändert. Und wir wollen in Bern wieder die Nummer 1 werden.» ExtraBern werde noch weitere Massnahmen und eine Marktbearbeitung vornehmen, sagte er. Was aber ist nun der USP des Pools, der ja jetzt die drei grössten Sender der drei grössten Deutschschweizer Städte ausserhalb Zürichs nicht mehr vereinigt? «Wir sind als Pool immer noch sehr stark», antwortet Geissbühler.
Sieben neue Mitglieder wollen in den Pool 2000
In Basel und Luzern will man allerdings die neue Situation nicht kommentieren. Pilatus-Geschäftsleiter Joachim Freiberg stellt einzig in Abrede, dass der City-Pool wackle. Die Poolmitglieder hätten im letzten Herbst beschlossen, den Pool dieses Jahr weder zu kündigen noch sonst zu verändern, womit er wegen der Kündigungsfrist mindestens bis Ende 2003 bestehen bleibe, sagt er. Der Grund: Man wolle zuerst zwei Jahre mit der neuen Erhebungsmethode durchziehen. Zudem werde man nicht einfach ein Mitglied wegen einer momentanen Schwäche fallen lassen. «Wir halten zueinander wie in einer Ehe – in guten und schlechten Zeiten», sagt Freiberg.
Diesen Bescheid erhielt auch BE1-Geschäftsleiter Martin Freiburghaus, der bereits im letzten Herbst mit Mitgliedern des City-Pools Gespräche geführt hat, als sich sein Erfolg abzuzeichnen begann. Freiburghaus weist allerdings darauf hin, dass ein Wechsel für ihn nicht prioritär sei. Einerseits, weil der Pool 2000 das ehemalige Radio Förderband in seinen schwachen Jahren immer mitgetragen habe, andererseits, weil der heutige Pool 2000 trotz Verlusten bei Z und BeO nach wie vor der grösste und günstigste sei. Zudem profitiere BE1 in jedem Fall von der neuen Situation: Wer Bern, Basel und Luzern belegen wolle, fahre mit dem Pool-2000-Modul Basel (Edelweiss und Regenbogen) und mit den Einzelbelegungen Pilatus und BE1 immer noch besser und günstiger als mit dem City-Pool.
Das bestätigen auch andere Brancheninsider. Der City-Pool sei in einer schwierigen Situation, heisst es, einerseits, weil bei ExtraBern der Relaunch (noch) nicht gegriffen habe, andererseits aber auch, weil das Radio keine Preiskorrekturen vornehmen wollte.
Solange dies so bleibt, kann dagegen Martin Muerner, Sendeleiter von Radio BeO und
Geschäftsleiter des Pool 2000 (Hitradio Z, Argovia, BE1, BeO, Edelweiss, Regenbogen, Sunshine, Canal 3), etwas ruhiger sein. Sein Pool ist auf Ende dieses Jahres kündbar, danach ist er aber für drei Jahre fest. Doch falls die City-Pool-Mitglieder tatsächlich unter sich bleiben wollen, muss Muerner zumindest kein Abspringen von BE1 befürchten.
Unklar ist allerdings die Situation in Zürich. Jetzt, da Pool-2000-Gründer Christian Stärkle bei Radio 24 am Ruder ist, könnte sich manches ändern, etwa zu Ungunsten des abgeschlagenen Pool-2000-Mitglieds Z. In Frage käme zudem eine Pool-Erweiterung: Es liegen sieben Anfragen auf Pool-Mitgliedschaft vor. Das allerdings soll laut Muerner erst im Sommer diskutiert werden. Markus Knöpfli

News: Highlight weiter in Champions League

Die Champions League des europäischen Fussballverbands Uefa wird auch von 2003 bis 2006 von der Team Football Marketing AG vermarktet.

Die Champions League des europäischen Fussballverbands Uefa wird auch von 2003 bis 2006 von der Team Football Marketing AG vermarktet.News Highlight weiter in Champions League
Die Tochter der Schweizer Highlight Communications AG konnte sich in einem mehrmonatigen Auswahlverfahren durchsetzen. Im Juni hatte die Uefa den seit 1992 laufenden Vertrag mit Team per 2003 gekündigt und die kommerziellen Rechte an der Champions League neu ausgeschrieben.
Kein Espresso mehr Die Rheintaler Druckerei und Verlag AG (RDV) hat die Frauenzeitschrift Espresso per sofort eingestellt. Es hätten sich nicht genügend Inserenten für das Nischenprodukt gewinnen lassen, sodass schwarze Zahlen auch nach drei Jahren noch in weiter Ferne gelegen hätten, teilte der Verlag mit. Das Magazin «für die engagierte Frau» (so der Untertitel) richtete sich mit Beiträgen über Wirtschaft und Management an berufstätige und an selbstständig Erwerbende. Laut einem Bericht von Moneycab offeriert RDV den Abonnentinnen, sich entweder den Abo-Restbetrag auszahlen zu lassen oder inskünftig die Tamedia-Zeitschrift Annabelle zu beziehen.
Media-Kit des VSGZ erschienen Der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) hat sein Media-Kit 2002 veröffentlicht. Zudem bietet er die Studie «Nischenzielgruppen» an, die sich mit Nur-Gratiszeitungslesern, insbesondere ausländischen Einwohnern, befasst. Im VSGZ sind acht Gratistitel aus der Deutschschweiz und der Romandie zusammengeschlossen. Die Unterlagen des VSGZ können bei Tel. 01 451 35 00 oder [email protected] bestellt werden.

Ausserdem: Per 1. Februar wird Frank Woday neuer Managing Director Switzerland bei Universal McCann in Genf und Zürich.

Ausserdem Per 1. Februar wird Frank Woday neuer Managing Director Switzerland bei Universal McCann in Genf und Zürich. Zudem übernimmt er von Christof Kaufmann, der das Unternehmen per 15. Februar verlässt, die Leitung der Zürcher Niederlassung.

Ausserdem Per 1. Februar wird Frank Woday neuer Managing Director Switzerland bei Universal McCann in Genf und Zürich. Zudem übernimmt er von Christof Kaufmann, der das Unternehmen per 15. Februar verlässt, die Leitung der Zürcher Niederlassung.
«Um seine Passion, das Kochen, mit seinem Beruf verbinden zu können», beendet Markus Marchel (40) Ende März sein Engagement als Anzeigenleiter beim Beobachter und wechselt zum Schweizer Hotelierverein als Gesamtverkaufsleiter aller Publikationen.
Ab 1. Februar verstärkt Brigitte Beerli die Beratung der Basler Werbeagentur Schneider Berthoud. Sie war zuletzt Beraterin und Mitglied der Geschäftsleitung der John Schmid Werbeagentur AG in Arlesheim BL.
Creative Director Alexander Jaggy verlässt die Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat. Seine Nachfolge ist noch nicht geregelt. Bis Ende Mai steht Jaggy der Agentur noch zur Verfügung.
Barbara Heberlein ist seit Anfang Januar neuer Product Manager B2B beim Vermarkter SevenOne Media Schweiz. Ab Februar stösst Freddy Berger als Junior Account Manager zum Team. Er wird als Kundenberater und im technologischen Bereich tätig sein.
Seit Anfang Jahr leitet Josef Trappel den Beratungsbereich Medien & Kommunikation des Forschungsinstituts Prognos AG in Basel. Er tritt die Nachfolge von Klaus Schrape an, der Ende September verstorben ist.
Roger de Weck erhält einen neuen Auftrag bei Tamedia. Der ehemalige Chefredaktor des Tages-Anzeigers (TA) wird Kommentator und Kolumnist bei der SonntagsZeitung und bei der TA-Beilage Das Magazin.
Im Frühling stösst Lorenz Hess, zurzeit Informationschef beim Bundesamt für Gesundheit, als Nachfolger von Jean-Blaise Defago zur Kommunikationsagentur Burson Marsteller.
Rolf Hintermann scheidet aus der bisherigen Dreier-Geschäftsleitung der Zürcher Forschungsfirma Publitest aus und überlässt die Führung Christina Dietrich und Hannes Steinmann. Hintermann steht Publitest weiterhin beratend für einzelne Kunden oder Mandate zur Verfügung.
Auf Anfang April wird Rainer Meier neuer Head of Corporate Communications beim Logistikkonzern Danzas Group. Er übernimmt die Nachfolge von Patrick Kaiser, der Ende 2001 ausgeschieden ist.
Der designierte CEO des Zürcher Medienhauses Tamedia, Martin Kall, tritt sein Amt am 16. April an.
Seit Anfang dieses Jahres leitet Madeleine von Arx-Richter als Managing Director die Beratung bei der Agentur TBWA Switzerland.

News: Plakatron wächst rasch und steil

Die Walliseller Aussenwerbefirma Plakatron meldet für das Geschäftsjahr 2001 eine Umsatzsteigerung von 12,4 Prozent

Die Walliseller Aussenwerbefirma Plakatron meldet für das Geschäftsjahr 2001 eine Umsatzsteigerung von 12,4 ProzentNews Plakatron wächst rasch und steil
, vor allem dank der Einführung der neuen Netze «Verkehrsachsen frontal», erklärte Plakatron-Sprecher Martin Müller. Beliebt sei auch die Onlinebuchung, die bei Plakatron bereits 45 Prozent ausmache. Zur Höhe des Umsatzes machte Müller keine Angaben. Das mitgeteilte Wachstum liegt deutlich über dem der beiden Marktführer: Die Allgemeine Plakatgesellschaft steigerte den Umsatz um 2,2 Prozent auf 254,4 Millionen Franken. Clear Channel Plakanda gab dieses Jahr ebenfalls keine Umsatzzahlen bekannt. Fürs Geschäftsjahr 2000 war von rund 90 Millionen Franken die Rede, so dass bei 8,2 Prozent Zuwachs etwa 97 Millionen Franken resultierten.
AZ baut Stellen ab Die AZ Grafische Betriebe AG rationalisiert ihren Kundendruck und baut im Rollenoffsetdruck ungenügend ausgelastete Kapazitäten ab. Dies hat den Abbau von 25 Stellen zur Folge. Die Stellenreduktion finde schwergewichtig im Druckbereich statt, teilte das Unternehmen mit. Nach dem Stellenabbau werde der Bereich Kundendruck der AZ Grafische Betriebe AG noch 100 Personen beschäftigen.
Schönheit hat ihren Preis Spieglein, Spieglein an der Wand: Was macht am schönsten im ganzen Land? Die Annabelle hat zum 5. Mal die begehrten «Anna’s» verliehen. Eine Jury hat über 500 neue Produkte nach einem ausgeklügelten Punktesystem getestet. Coco Mademoiselle von Chanel hat bei «Düfte Damen» gewonnen, Must pour homme von Cartier bei «Düfte Herren». Weitere wichtige «Anna’s» gingen an Mascara, Nivea Beauté, Estée Lauder, L’Oréal, Clinique, Nina Ricci, Dove. Bisher wurden diese prämierten Produkte nur in der Annabelle veröffentlicht. Neu wird Anfang Februar eine begleitende Promo-Aktion in allen Deutschschweizer Globus-Filialen sowie bei First Beauty lanciert. Ziel der Kampagne: Noch näher an die Leserin und Konsumentin herantreten.

Unerfreuliche Jahresbilanz

Eine Abflachung der Verlustkurve im Dezember bringt noch keine Erleichterung

Eine Abflachung der Verlustkurve im Dezember bringt noch keine ErleichterungDer Dezember 2001 brachte der Inseratestatistik und dem Publicitas-Index eine leichte Erholung – die Verluste waren weniger dramatisch als im vorangegangenen Monat. Der Jahresabschluss präsentiert sich aber vorwiegend negativ.Nach einem hoffnungsvollen ersten Quartal stürzte die Inseratestatistik in einen Sinkflug, der bis zum Jahresende dauerte. Die negative Entwicklung wurde allerdings im Dezember gesamthaft leicht abgebremst. Während sich die Verluste im Bereich Stelleninserate im Dezember nochmals vergrösserten und auf minus 43,5 Prozent anschwollen, erholte sich der kommerzielle Sektor geringfügig: Die Zeitungen generierten insgesamt nur noch 10,4 Prozent weniger Inseratevolumen als im Vorjahresmonat. Mit einem Gesamtverlust von minus 16,9 Prozent präsentiert sich der Dezember nicht ganz so grimmig wie der November.
Kumuliert über das Jahr 2001 ergibt sich ein Verlust von minus 10,5 Prozent im Stellenbereich. Das Volumen der kommerziellen Inserate schrumpfte bei den Zeitungen um 8,4 Prozent, bei den Zeitschriften um 5,6 Prozent.
Grosse Verlierer des Jahres sind die kleineren Tageszeitungen der Deutschschweiz mit einer Auflage unter 10000 Exemplaren: Sie büssten 31,5 Prozent Inseratevolumen ein. Hingegen konnten sich die Anzeiger gegenüber dem Vorjahr steigern, was vor allem den Pendlerzeitungen zu verdanken ist. Während die Anzeiger im kommerziellen Bereich mit minus 0,5 Prozent einen leichten Rückgang hinnehmen mussten, legten sie trotz ungünstiger zweiter Jahreshälfte im Stellensektor um gesamthaft 14,4 Prozent zu.
Der Zusammenbruch des Stelleninseratemarktes traf die Suisse romande weniger hart als die Deutschschweiz. Die kleinen und mittleren Tageszeitungen der Westschweiz mit Auflagen bis 50000 Exemplare konnten im Stellensektor sogar zulegen.
Der Publicitas-Index der Entwicklung der Werbeausgaben in der Tagespresse rutschte im
Dezember mit minus 1,7 Punkten noch einmal kräftig nach unten und hielt bei 125,5 Punkten inne. Der Verlust war zwar nicht so drastisch wie im November, doch der Dezember muss sich zu den drei schlechtesten Monaten des vergangenen Jahres zählen. Über das ganze Jahr gerechnet büsste der Publicitas-Index 6,9 Prozent ein, was Verlusten von rund 160 Millionen Franken entspricht.
Der Index der Stelleninserate sank im Dezember um 8,9 Punkte auf 289,9 Punkte, was immerhin dem besten Ergebnis der letzten vier Monate des Jahres entspricht. Über das ganze Jahr gerechnet verlor der Stellenindex 9,4 Prozent, das entspricht rund 60 Millionen Franken. Bruno Amstutz
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