Online-Marketing: Olympische Winterspiele Berne 2010

Ziel: Kommunikation von Hintergründen, Informationen zum Konzept, den Aktivitäten, den Veranstaltungen sowie dem Team.

Ziel: Kommunikation von Hintergründen, Informationen zum Konzept, den Aktivitäten, den Veranstaltungen sowie dem Team.Olympische Winterspiele Berne 2010 Werbemittel: Internetsite. Einsatz: Seit 25. April bis auf weiteres.
Auftraggeber: Initiativkomitee Olympische Winterspiele Berne 2010; Verantwortung: Silvio Weilenmann, Leiter Marketing; Ursula Beyeler, Projektleitung. Agentur: BS MediaVision, Bern; Beratung/Konzept: Olivier Telschow; AD: Bruno Hofmann; Technisches Konzept: Philipp Hofstetter.

«Ich verstehe das Vorgehen des VSP-Präsidenten nicht»

Pool-2000-Leiter Martin Muerner zum neuen Millionenpool und zum Branchenimage

Pool-2000-Leiter Martin Muerner zum neuen Millionenpool und zum BranchenimageVon Markus KnöpfliDas Zürcher Modul des Pool 2000 tanzt aus der Reihe und will den neuen Millionenpool aus acht Radios in den Verkauf bringen. Der Pool-2000-Geschäftsleiter Martin Muerner (Radio BeO) ist damit nicht einverstanden.
Seit einigen Tagen existiert der Pool 2000 nicht mehr…
Martin Muerner: Das stimmt so nicht, er wurde fristgerecht von unserem Modul Zürich (Hitradio Z, Sunshine, Argovia) auf Ende Jahr gekündigt, völlig vertragskonform. Die drei dürfen jetzt nur nicht gleich einem neuen Pool beitreten.
Das tun sie aber. Pool-Sprecher Roland Baumgartner sagte, dass der Markt entscheide, ab wann der Pool verkauft werde.
Muerner: Sollte der Millionenpool tatsächlich vor Ende Jahr verkauft werden, müssen wir noch einmal mit den drei Radios reden.
Von diesen ist nun aber zu hören, dass der Pool 2000 seit Anfang Jahr, seit es den Powerpool (24, Zürisee) gibt, ohnehin kaum mehr gebucht worden sei. Warum wollen Sie ihn trotzdem bis Ende Jahr?
Muerner: Das ist nicht ganz richtig. Der Pool wurde weiter gebucht, aber weniger als früher, was konjunkturell bedingt war. Richtig ist aber, dass unser Zürcher Modul unter dem Powerpool leidet. Deshalb diskutierten wir Massnahmen, um das Modul Zürich zu stärken. Auch die Erweiterung um Radio Top war ein Thema.
Am 13. Mai, dem Tag, bevor der Millionenpool bekannt gegeben wurde, fand eine Sitzung des Pools 2000 statt. War dort der neue Pool kein Thema?
Muerner: Doch. Wir beschlossen drei Dinge: Einstimmig sagten wir Ja zu einer Pool-Erweiterung, ohne Namen oder Termine zu nennen. Abgelehnt wurde dann der Vorschlag unseres Zürcher Moduls, den Pool nicht nur um Top, sondern gleich mit Top, Grischa, Piz, Ri, Central und 32 zu erweitern und neu sechs statt drei Module anzubieten. Daraufhin beantragten die Zürcher, dass wir sie vorzeitig aus dem Pool entlassen, was abgelehnt wurde. Am Tag darauf wurden wir dann von der Pressemitteilung des Millionenpools überrascht.
Warum wurde die Erweiterung abgelehnt?
Muerner: Die Basler (Regenbogen, Edelweiss) und Berner (BE1, BeO, Canal 3) hatten das Gefühl, dass die Poolstruktur mit so vielen Modulen nicht optimal sei. Und sie wollten den Zürcher Vertragsentwurf, der uns erst eine Woche vor der Sitzung vorgelegt wurde, intensiver diskutieren.
Nun musste das Modul Zürich aber reagieren, während die Module Basel und Bern nicht unter dem gleichen Zugzwang standen, weil sie bei Bedarf eh dazu gebucht wurden, sei es zum Powerpool, sei es zum Modul Zürich.
Muerner: Das Ganze ist ein Zürcher Problem. Ich denke aber, dass ein bewährter Pool nicht per Schnellschuss massiv verändert werden sollte. Einer Erweiterung des Zürcher Moduls mit Radio Top hätten wir zugestimmt, aber die Zürcher haben das Fuder überladen, sie wollten den Pool beinahe verdoppeln.
Wie geht es nun weiter?
Muerner: Das muss uns nun das Zürcher Modul an der nächsten Sitzung erklären. Sollte es auf dem Millionenpool bestehen, müssen sich halt die Module Bern und Basel neu orientieren. Ich suche aber eine Lösung, mit der am Ende alle zufrieden sind. Eine Klage will ich vermeiden.
Die Module Basel und Bern könnten sich doch einfach dem Millionenpool anschliessen.
Muerner: Oder dem Powerpool. Es sind mehrere Varianten offen. Eine Verbindung mit dem Millionenpool erachte ich nach der letzten Abstimmung aber nicht als erste Priorität. Aber vielleicht treten ja auch die Millionenpool-Gründer noch auf die Bremse.
Die Module Bern und Basel sind in einer komfortablen Lage: Sie können sowohl mit dem Powerpool, dem Modul Zürich und mit dem Millionenpool kombiniert werden. Sie haben also Zeit.
Muerner: Das sehen Sie richtig, wir haben einen gewissen Schnauf. Deshalb will ich auch in strategischer Hinsicht mit Bedacht vorgehen.
Hat der Konflikt zwischen den Vermittlern IP Multimedia und Radiotele diesen neuen Branchenkrach mitverursacht? Jedenfalls sind die Radios BE1, Canal 3 und Ihr Radio BeO, die einzigen Sender in Radiotele-Pacht, nicht mit dem zur IP gehörenden Hitradio Z mitgezogen.
Muerner: Dieser Konflikt hat auch eine kleine Rolle gespielt. Anzumerken ist aber, dass der Radiokuchen seit dem Einstieg der IP ins Vermittlergeschäft nicht gewachsen ist, sondern dass er aufgeteilt wurde, was nicht zu Gunsten der Gattung geschah. Dies sei zwar rein konjunkturell bedingt, hiess es, doch das stimmt nicht.
Zu hören ist auch, dass Radiotele wegen der Konkurrenz zur IP das Pool-2000-Modul Zürich mit Hitradio Z kaum mehr verkauft habe.
Muerner: Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Vor einem Jahr wurden Sie als Integrator zum Geschäftsleiter des Pools 2000 und zum Vizepräsidenten des Verbandes Schweizer Privatradios (VSP) gewählt. Wie sieht Ihre Bilanz aus?
Muerner: Es ist uns gelungen, die Szene zu einigen und in einem Verband zusammenzufassen. Der VSP war noch nie so stark wie heute. Beim Pool meine ich, keine Fehler gemacht zu haben. Ich konnte das Modul Zürich aber nicht von einem anderen Vorgehen überzeugen.
War es ein Fehler, die Pool-Geschäftsleitung zu übernehmen? Nun steht ja der Brückenbauer selbst mitten in einem Konflikt.
Muerner: Nein, das war kein Fehler. Das Problem ist ja nicht wegen mir entstanden. Ich gehe davon aus, dass es noch viel gehässiger zu und her ginge ohne mich. Womöglich ginge man jetzt mit Anwälten aufeinander los. Das will ich nicht.
Lässt sich denn die Radioszene, die einem Haufen Flöhe gleicht, ohne Klagen disziplinieren?
Muerner: Nicht die ganze Branche, nur zwei, drei Exponenten sind so undiszipliniert.
Sie verharmlosen: Alle acht Mitglieder des Millionenpools, VSP-Präsident Günter Heuberger inklusive, wissen um die rechtliche Situation im Pool 2000, trotzdem folgten sie dem Zürcher Modul. Und auch Zürisee und 24 hatten sich im Dezember nicht um die Leaderpool-Verträge gekümmert.
Muerner: Trotzdem wehre ich mich gegen ein solches Branchenimage. Aber das Vorgehen des VSP-Präsidenten verstehe ich auch nicht. Das habe ich ihm bereits gesagt. An der nächsten VSP-Sitzung soll das nochmals thematisiert werden.

Der Coolness-Koeffizient

Am 7. Deutschen Trendtag avancierte Vertrauen zur wichtigsten (Mangel-)Ware der Zukunft

Am 7. Deutschen Trendtag avancierte Vertrauen zur wichtigsten (Mangel-)Ware der ZukunftVon Oliver Classen Heuer stellte das Hamburger Trendbüro die Gretchenfrage nach dem, was unsere Multioptionsgesellschaft im Innersten zusammenhält. Die Antwort – «Sofortvertrauen als die neue Moral der Netzwerkkinder» – war weit weniger überraschend als die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Auch und gerade für Vermarkter aller Couleur.
Der Trend ist tot, lang lebe der Trend. Im deutschen Kulturraum inszeniert niemand diese royale Wiederkehr des ewig Neuen eleganter und effizienter als Peter Wippermann, seines Zeichens Kommunikationsdesigner und Ex-Geschäftspartner von Matthias Horx. Letzte Woche hielt der oberste Trendbürolist bereits zum siebten Mal Hof im Hamburger Curio-Haus (das seinen Namen bezeichnenderweise nicht von «Neugier» sondern einem hanseatischen Handelsmann hat). Und auch heuer kamen die Orientierungssuchenden in Scharen, um dem launigen Königskind der Postmoderne ihre Reverenz zu erweisen.
Dass jeder Fünfte der rund 500 Gäste auch diesmal zur schreibenden Zunft gehörte, ist Teil von Wippermanns Multiplikationskalkül. Schliesslich geht es dem gewieften Strategen und Akquisiteur, dem wir unter anderem Begriffskreationen wie die «Ich AG» und das «Power-Napping» verdanken, um die temporäre Lufthoheit in den Feuilletons und Marketinggazetten. (Stich-)Wortführerschaft als schlichtes, aber schlagendes Geschäftsprinzip: Der philosophische Boulevard funktioniert da letztlich nach dem genau gleichen Prinzip wie der publizistische. Vielleicht sollte das auftragsmässig derzeit auch eher maue Trendbüro also beim nächsten Pitch ums Bild- oder Blick-Budget einfach mal mit in den Ring steigen.
Auf die Aufmerksamkeits- folgt die Vertrauensökonomie
Instinktsichere Themensetzung gehört bei einer solchen Disposition natürlich mit zum Handwerk. Nach der Ökonomisierung (2000: «Ich AG») und Biotechnisierung (2001: «Posthuman») nahmen die zwölf Referenten heuer deshalb folgerichtig die mediale Moralisierung von Individuum und Gesellschaft ins Visier. In Zeiten grassierenden Werteverfalls, in denen Paparazzi Prominente abservieren, schwarze Geldkoffer zum Politiker-Handgepäck gehören, Manager sich Millionen zuschanzen und Schüler ganze Lehrkörper massakrieren, stellt sich die Frage nach einem neuen, zumindest etwas Restsicherheit und -verbindlichkeit stiftenden Verhaltenskodex quasi von selbst. Darüber wie auch über die Notwendigkeit eines moralischen Pluralismus herrschte schnell Konsens am Rednerpult.
So weit war also alles absehbar. Überraschend, ja geradezu beunruhigend wirkt hingegen, dass sogar über die Losung, die ins ethische Wunderland der Zukunft führen soll, weitgehend Einigkeit herrschte und die da lautet: Coolness is king respektive «erste Bürgerpflicht» (Sloterdijk) und die kommunikative Abkühlung das einzig wirksame Mittel gegen die moralische Überhitzung unserer Gemüter. Eine kühne Grundthese, die (selbst für einen Trendtag) so wenig Widerspruch erntete, dass es skeptische, nicht nur in Absatzzahlen und Zielgruppenrastern denkende Zuhörer fröstelte. An diesem Kälteschock ändert auch die sich daraus ergebende Marketingkonsequenz nur wenig, wonach die Aufmerksamkeitsökonomie der Neunzigerjahre allmählich einer Vertrauenswirtschaft weicht.
Das moralische Minimum ist (mathematisch) gesichert
Den Reigen der Keynote-Speakers eröffnete wie üblich Norbert Bolz, und zwar gleich mit einer programmatischen Entwarnung. «Es gibt keinen Grund zur Sorge, das moralische Minimum ist gesichert», verkündete der Medientheoretiker strahlend. Zur Begründung seiner Zuversicht bemühte der Begriffsjongleur für einmal weder die Vernunft, den Altruismus und schon gar nicht einen von solchen Anlässen sowieso demonstrativ fernbleibenden Gott. Die (nota bene reale, nicht ethische) Überlegenheit netter Kooperatisten über rücksichtslose Egoisten folge anderen, rationaleren Gesetzen: denen der mathematischen Logik. Ein «robustes Programm», das Bolz seinen zunehmend ungläubigeren Zuhörern mit Feuereifer vorrechnete, sorge dafür, dass jene Menschen ihre Interessen durchsetzen, die aggressionslos, aber provozierbar, versöhnlich, aber nicht vergesslich und vor allem niemals eifersüchtig sind. Dieses auf lange Sicht einzig erfolgreiche Verhaltensmuster führt laut Bolz «automatisch zur idealen Betriebstemperatur der Gesellschaft: nahe am Kältepol».
Dort tummelte sich auch der seit kurzem televisionäre Star des Events. Peter Sloterdijk, wie stets schwarz gewandet und autoritär nuschelnd, illustrierte seine Coolness-Apologie mit dem hellsten und zugleich heikelsten Satz eines anderen dunklen Autors, dem deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt. «Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet», hatte dieser in den Dreissigerjahren konstatiert. Heute ist das, was Schmitt damals meinte – nämlich das Gegenteil von stationären, stabilen Machtverhältnissen – zum individuellen und gesellschaftlichen Normalfall avanciert, glaubt Sloterdijk. Massgeblichen Anteil daran habe die «entgrenzend und enthemmend wirkende Wunschaufreizung» durch eine Werbewirtschaft, die von gesellschaftlichen Sprengstoffen wie Neid und Begehren lebe.
Pornografischer Blick auf junge Portemonnaies
Coolness begreift der Pop-Philosoph entsprechend als natürliche, ja notwendige Schutzreaktion gegen die immer dreisteren «Übergriffe der Warenwelt und ihrer Erfüllungsgehilfen». Womit die Zeitgeisthaltung ironischer Distanznahme – die übrigens in fundamentalem Widerspruch zum später von Wippermann beschworenen «Committement als Lifestyle» steht – endlich auch akademisch legitimiert wäre.
Diese Breitseite gegen ihre Gilde konnten die meisten Marketer noch geflissentlich überhören. Nicht so aber die ebenso smarte wie süffisante Standpauke des New Yorker Medienprofessors Douglas Rushkoff, der dem perplexen Publikum vorhielt, wohl von der «neuen Moral der Netzwerkkinder» zu reden, eigentlich aber nur deren Konten und Kaufverhalten zu meinen. «Jugendlichen auf die Geldbörse zu starren ist nicht minder pornografisch als ihnen auf den Hintern zu glotzen», mahnte der auch rhetorisch brillante Buchautor und New-York-Times-Kolumnist.
Auch Wortdesign ist kein Ersatz für fehlende Wärme
Das Schlimmste für Kids seien aber trendige Berufsjugendliche, die mit ihren Marketingkonzepten cooler zu sein versuchen als ihr Zielpublikum. Denn statt blosser billiger Abbilder ihrer selbst würden junge Menschen auch von der Werbung Vorbilder erhoffen und erwarten, die andere, eben erwachsenen Attitüden und Wertvorstellungen leben und kommunizieren. «Keine Sorge ihr Jugendmarketer, it’s cool to be uncool. Also werdet endlich erwachsen»: Mit diesem eindringlichen Appell verabschiedete sich Rushkoff, dessen Provokationen deshalb selbst bei abgebrühten Branchencracks Spuren hinterlassen hat, weil in ihnen nebst Hirnschmalz auch jede Menge Herzblut steckt.
Von Letzterem spürte man deutlich weniger, als Wippermann zum krönenden Abschluss die Trends 2002ff. auf die Namen «Sofortvertrauen», «Soziotainment» und «Selbstverpflichtung» taufte. Alles samtig und wohl klingende Kopfgeburten, die so unterkühlt wirken wie ihre Schöpfer. Denn merke: Auch das avantgardistischste Wortdesign ersetzt nicht die verlorene Nestwärme, für die uns kein Preis zu hoch und kaum ein Produkt zu uncool wäre.

Online-Marketing: Lungenliga Schweiz

Ziel: Das Onlinespiel soll als Kommunikationsinstrument der Gesundheitsförderung dienen und Aufmerksamkeit fürs Thema Lunge generieren.

Ziel: Das Onlinespiel soll als Kommunikationsinstrument der Gesundheitsförderung dienen und Aufmerksamkeit fürs Thema Lunge generieren.Lungenliga Schweiz Werbemittel: Internetsite, Onlinegame. Einsatz: Seit Mai bis auf weiteres.
Auftraggeber: Lungenliga Schweiz, Bern; Verantwortung: Werner Vogel, Leiter Marketing. Werbeagentur: FunFox Entertainment, Zürich; Verantwortung: Urs Graf.

«Millionen-Pool» sprengt Pool 2000

Die Privatsender Hitradio Z, Argovia, Central, Grischa/Piz, Ri, Sunshine, Top und 32 haben am Dienstag den «Millionen-Pool» gegründet.

Die Privatsender Hitradio Z, Argovia, Central, Grischa/Piz, Ri, Sunshine, Top und 32 haben am Dienstag den «Millionen-Pool» gegründet.Er wird ab sofort verkauft und sprengt den Pool 2000.Der neue Pool kommt gemäss den Radiocontrol-Daten für das zweite Halbjahr 2001 auf eine Tagesreichweite von über 1,2 Millionen Hörer. In der Radiorangliste belegen die Pool-Mitglieder die Plätze 2, 3, 4, 6, 8, 10, 11 und 22.
Der «Millionen-Pool», offizieller Starttermin ist der 1. Juli, deckt die Agglomerationen Zürich, Winterthur, Aarau, Luzern, St.Gallen, Olten, Chur, Schaffhausen, Solothurn, Zug, Baden und Buchs ab, nicht jedoch Bern und Basel.
Gemäss Argovia-Geschäftsführer und Pool-Sprecher Roland Baumgartner «soll der Markt über den effektiven Verkaufsstart entscheiden.»
Laut Pressecommuniqué vom 14. Mai steht der Pool weiteren Radios offen. Obwohl das zu Goldbach Media gehörende Hitradio Z mit von der Partie ist, ist der neue Pool nicht an einen Vermittler gebunden.
Der Sekundentarif liegt im Schnitt um 20 Prozent unter den Tarifen der Einzelradios. Neben dem Gesamtpool werden drei regionale Module angeboten.
Drahtzieher beim neuen Pool sind Hitradio Z, Argovia und Sunshine, die bisher das Modul Zürich im Pool 2000 gebildet hatten, jedoch seit Anfang Jahr vom Powerpool (Radio 24 und Zürisee) ausgebremst werden. Sie hatten deshalb das Modul Zürich mit Radio Top erweitern wollen, was am 13.Mai vom gesamten Pool 2000 abgelehnt worden war. Tags darauf kündigten die drei Radios ihre Mitgliedschaft fristgerecht per Ende Jahr, setzen sich mit dem vorgezogenen Pool-start jedoch über ein Konkurrenzpool-Verbot hinweg. Markus Knöpfli

Bücher-Service: Neues Werberecht

Die beiden Rechtsanwälte Lucas David und Mark Reutter präsentieren eine vollständig überarbeitete Ausgabe des Schweizerischen Werbeverwaltungs-, -zivil- und -vertragsrechts.

Die beiden Rechtsanwälte Lucas David und Mark Reutter präsentieren eine vollständig überarbeitete Ausgabe des Schweizerischen Werbeverwaltungs-, -zivil- und -vertragsrechts.Bücher-ServiceNeues Werberecht Sie ersetzt die vergriffene Erstauflage von 1977 und trägt allen Veränderungen in der Gesetzgebung und der Bundesverfassung Rechnung. Das Nachschlagewerk richtet sich an Juristen, Werbeberater und Werbeauftraggeber.
Lucas David und Mark A. Reutter: «Schweizerisches Werberecht», Verlag Schulthess Juristische Medien, ISBN 3-7255-4258-9, 168 Franken.
Marktpsychologie
Studierenden und Dozenten der Betriebswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften oder Psychologie bietet der Band «Marktpsychologie – Grundlagen und Anwendung» einen Überblick über Kernfragen der Marktpsychologie. Dabei wird pro Kapitel eine Theorie vorgestellt, von Lerntheorien bis zu Attributionstheorien, die mit praktischen Beispielen aus dem Marktgeschehen illustriert werden.
Gerhard Raab und Fritz Unger: «Marktpsychologie – Grundlagen und Anwendung», Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, ISBN 3-409-11596-X, 58 Franken.

Aufgefallen: Zweideutige Wortspiele sind immer wieder erheiternd, auch wenn sie von Werbetextern stammen.

AufgefallenZweideutige Wortspiele sind immer wieder erheiternd, auch wenn sie von Werbetextern stammen. Sicher, ich weiss, worüber ich schreibe. Angetrieben von der Überzeugung, dass fast jeder Gedanke erst mal below the Gürtelinie zielt, bev

AufgefallenZweideutige Wortspiele sind immer wieder erheiternd, auch wenn sie von Werbetextern stammen. Sicher, ich weiss, worüber ich schreibe. Angetrieben von der Überzeugung, dass fast jeder Gedanke erst mal below the Gürtelinie zielt, bevor er formuliert wird, lässt sich in so mancher Kampagne die
ach so clever versteckte Sexbotschaft erkennen. Langweilig wirds allerdings, wenn die Aussage dem Niveau eines unkreativen Stammtischgrüppchens entstammen könnte. Siehe dazu das abgebildete Beispiel aus dem Hause InterDiscount. Die Blicke werden auf der Front des Folders mit dem halbnackten Teaserbild «Callboy» angezogen. Auf den Seiten 2 und 3 folgt die Auflösung. Der Callboy ist ein Monteur – der so viel Service bringt, wie Sie wollen. Copy: «…denn ob ers bringt, entscheiden Sie.» Gähn! Was bringt er denn? Einen Fernseher? Hab ich schon. Wir entscheiden einstimmig und fern aller Stammtische, dass es diese Kampagne aber überhaupt nicht bringt. Und damit auch dies noch klar ist: Callboys sind sowieso out. Chandra Kurt [email protected]
Kolumne

Saumagen
Von Martin Lanz
Als ich bei GGK Texter war, schrieben wir mit Bleistift. Bei Wirz erhielt ich eine elektrische Schreibmaschine. Bei Grendene & Lanz (G+L) leistete ich mir eine IBM-Kugelkopf. Unser erster Kunde bei G+L war Rank Xerox. In einer Konkurrenzpräsentation mussten wir beweisen, dass wir in der Lage sind, ein echt sensationelles Gerät auf den Markt zu bringen. Man konnte damit in einer halben Stunde eine A4-Seite von einem Ort zum anderen übertragen – auch Bilder und so. Telex ade.
Seit sogar Markus Ruf einen hat, ist es Zeit, den PC mit etwas Einfacherem, Schnellerem zu ersetzen. Nur noch ein paar Mal schlafen.
1878 wurden der Western Union die Rechte am Telefon angeboten; sie lehnte ab: «Was soll das Unternehmen mit einem elektrischen Spielzeug?» Vor rund 10 Jahren hatte mein Freund Fredy Eggler eines der ersten Mobiltelefone. Es war ein Koffer von über 2 Kilo… «Das Pferd wird bleiben, das Auto ist nur ein Gag.» Das sagte der Präsident der Michigan Savings Bank, als er Henry Fords Anwalt riet, nicht in die Ford Company zu investieren. «Flugmaschinen, die schwerer sind als Luft, sind ein Ding der Unmöglichkeit.» (Lord Kelvin 1895.) Und in zwei Jahren sind Natels leichter als Luft. «…Die Leute werden rasch die Nase voll haben, abends auf eine Sperrholzschachtel zu starren.» (Daryl F. Zanuck, Chef des Filmstudios 20th Century Fox, 1946 zum Thema Fernsehen.)
An der Antwort «Es geht nicht, weil wir es schon immer so gemacht haben» wirst du merken, dass du eine gute Frage gestellt hast. Und dass es höchste Zeit ist, den Chef auszuwechseln. Auch wenn der schon einen Saumagen eingebaut hat, ein Schimpansenherz, ein Sulzer-Knie und einen halben Meter Darm aus Polyäthylen.
Charles H. Duell riet 1899 dem US-Präsidenten William McKinley, das Patentamt abzuschaffen: «Alles, was erfunden werden kann, ist schon erfunden worden.» [email protected] Martin Lanz ist freier Texter und Leiter der KRAZ in Zürich.
Business Lunch

Judith zaubert paradiesische Gerichte aus ihren Töpfen
Urs Heller, Chefredaktor des jährlich Toques verteilenden «Gault Millau Schweiz», ist ein kluger Mann. Er kürte Judith Sourvinos-Hollenstein 2002 zur Köchin des Jahres. Im Hotel Post in Ebnat-Kappel wirkt sie, mit Ehemann Aristo an der Front, seit Jahren auf hohem Niveau und leistet im Schnitzel-Pommes-frites-Toggenburg kulinarische Entwicklungshilfe. Ihre unprätentiöse Art, ihr offenes Wesen hat schon manche Köchin und manchen Koch im Churfirstenland dazu animiert, den Subaru-Fahrern und Helly-Hansen-Trägern mal was anderes vorzusetzen als die Tiefkühlkost der Grossverteiler.
Freilich, lange bevor Urs Heller sich ins Toggenburg verirrte, haben sein unvergleichlich witziger und literarisch gebildeter Vorgänger Silvio Rizzi und der Autor dieser Zeilen manchen Abend im rüschenbesetzten Stübli (sehr angenehm, viel Platz) oder in der währschaften Bauernstube verbracht und mit wachsender Bewunderung die Schritte verfolgt, die Judith auf dem Weg ins lukullische Paradies setzte, derweil Aristo Mal für Mal den Weinkeller um erlesene Tropfen ergänzte und sich nicht scheute, die edlen Preziosen zu kredenzen. Viele davon stammen aus Frankreich und Italien, vorzugsweise aus dem Piemont. Aber auch Spanier hats, noble Crus allemal.
Statt eines Dreigangbusinessmenüs (55 Franken) stand für einmal das grosse Menü (118 Franken) auf dem Programm. Sechs Gänge! Einer nach dem anderen war ein schlüssiger und hinreissender Beweis für kompromisslose und höchste Kochkunst: Terrine mit Lindenblütenessenz, weisser und grüner Spargel mit Kalbsbries und kurz gebratener Entenleber im Parmesankörbchen, Zitronensuppe mit Hummer und Sommertrüffel, gegrillter Steinbutt auf Spinatraviolo mit Bärlauchessenz, Lamm im Sesamteigmantel mit raffiniertem Gemüsebouquet und zum Schluss ein Traum von einem Läckerli-Soufflé mit Vanillecrème und Rhabarbereis.
Klar, man soll sich Zeit nehmen für das grosse Menü. Und einmal in der Woche gehört sich das – Business hin oder her. Dann aber darf man die Gewissheit erfahren, schon auf Erden einen Blick ins Paradies geworfen zu haben.
Es befindet sich, der Leser ahnt es, in den Töpfen, in denen Judith alleine rührt, assistiert von zwei Lehrlingen. One Woman Show? Nein, nein, sie bleibt, wer sie ist: eine Frau, die sich Anregungen von aussen nie verschlossen hat und dennoch unbeirrbar ihren eigenen Weg geht. Eine Köchin auch, die Schritt um Schritt setzt, behutsam und sorgfältig. Am Ende wachsen daraus Kreationen, die auch ein Fest fürs Auge sind.
Montags ist die «Post» geschlossen. Klar, dass man reservieren muss. Handys und Zigarren erlaubt, eine gute Kinderstube vorausgesetzt. Parkplätze sind einige vorhanden. Carlo Bernasconi [email protected]
Hotel PostEbnaterstrasse 6
9642 Ebnat-Kappel
Tel. 071 993 17 72
Fax 071 993 18 10

Ausserdem: Die GL der Fotoagentur Keystone hat Andreas J. Minor zum neuen Chefredaktor ernannt.

AusserdemDie GL der Fotoagentur Keystone hat Andreas J. Minor zum neuen Chefredaktor ernannt. Er folgt auf Hans-Ueli Blöchliger, der pensioniert wird. Minor wird ab 1. September seine neue Funktion ausüben. Er war zuletzt als Blattmacher und

AusserdemDie GL der Fotoagentur Keystone hat Andreas J. Minor zum neuen Chefredaktor ernannt. Er folgt auf Hans-Ueli Blöchliger, der pensioniert wird. Minor wird ab 1. September seine neue Funktion ausüben. Er war zuletzt als Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung bei 20 Minuten tätig.
Anlässlich der Generalversammlung der Publica Data AG wurde Urs Renner als Nachfolger von Pierre C. Meier zum Vertreter der Werbeverbände in den Verwaltungsrat gewählt. Neben Renner sitzen im VR: Silvio Studer, Präsident, Matthias Steinmann, Delegierter, Ingrid Deltenre und Klaus Kappeler.
Per 1. September wird Christina Hertig-Klocker Informationschefin des Bundesamtes für Gesundheit. Sie übernimmt die Nachfolge von Lorenz Hess, der in die Privatwirtschaft wechselt.
Der Europa-Park in Rust verstärkt seine Schweizer Präsenz mit einem Aussenbüro für das Marketing, das von Dieter Borer geleitet wird.
Anfang Juli übernimmt Diana Strebel (Bild) das Amt des CEO bei der Zürcher Marketingagentur Wunderman. Sie war bis Ende 2001 als Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsführerin Beratung bei der Werbeagentur Publicis tätig. Bei Wunderman löst sie Managing Director Thomas Biedermann ab, der das Unternehmen laut einer Mitteilung auf eigenen Wunsch verlässt. Zu ihrer Funktion als CEO nimmt Diana Strebel auch Einsitz als VR-Delegierte und ersetzt Biedermann als VR von Wunderman. Fraglich war, ob sie als Angestellte einer Nicht-BSW-Agentur weiterhin Mitglied im Vorstand des Branchenverbands Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) bleiben kann. Da sich Wunderman in den nächsten Tagen beim BSW bewerben will, dürfte diese Frage hinfällig werden.
Der Jugendkabelsender Radio 105 verliert seinen Programmleiter Gabriel Felder. Der Popsänger und frühere DRS-3-Moderator verlässt den Sender nach 16 Monaten auf Grund unterschiedlicher Auffassungen mit 105-Boss Giuseppe Scaglione.
Seit dem 1. März ist Sandra Wüst als PR-Koordinatorin bei Ford Schweiz tätig.
Ab sofort zeichnet Peter Turtschi bei der Media Consulting Group in Bühler AR für das Design verantwortlich. Zuvor war Turtschi unter anderem als Art Director bei der international renommierten Design-agentur Nofrontiere in Wien tätig.

Transfer in Oerlikon

Wer lange wartet, wird mit einer hablichen Party bedient: Der Event für die zum Magazin mutierte Weltwoche ging in der Auffahrtswoche über die Bühne, endlich!

Wer lange wartet, wird mit einer hablichen Party bedient: Der Event für die zum Magazin mutierte Weltwoche ging in der Auffahrtswoche über die Bühne, endlich!Von Beat Fritsch Der Relaunch der Wochenzeitung als Magazin war ja – unter anderem des Jean-Frey-Deals wegen – etliche Male auf die lange Bank geschoben worden. Einige Besucher gaben sogar zu, zeitweise schon gar nicht mehr an einen Relaunch geglaubt zu haben. Der Deal um den Zürcher Verlag, der schon viele Besitzer kannte, sorgte auch dieses Jahr für Überraschungen. Noch Ende Dezember gratulierte man Ringier zum vermeintlich gelungenen Pressecoup, bis die Basler Mediengruppe die Zürcher ausbremste und aus heiterem Himmel an die Investmentbank Swissfirst verkaufte. Diese installierte erst mal den eben bei SF DRS abgesetzten Filippo Leutenegger an die Spitze des Unternehmens und platzierte die Anteile bei Privatinvestoren, unter anderem beim Berner Pressezar Charles von Graffenried, bei Mediaspezialist Heinz Wermelinger oder Unternehmer Tito Tettamanti. Womit erstmals Ruhe eingekehrt zu sein scheint.
Ruhe wurde allerdings an der Party nicht erwartet. Die grosse Erwartungshaltung in der ABB-Halle in Zürich-Oerlikon war bei den Gästen förmlich zu spüren. Es galt insbesondere, die Zeit bis zur Anlieferung der ersten neuen Weltwoche zu überbrücken. Das in der Halle kreierte Ambiente liess nichts zu wünschen übrig, die Weltwoche-blaue Dekoration verbreitete angenehme Stimmung. Im Eingangsbereich luden die Jahreseinbände der gesammelten Weltwoche-Ausgaben zum Studium, weiter hinten gabs eine grosszügig mit Ledersesseln bestuhlte Lounge – wir konnten uns nicht recht einig werden, ob es echte Corbusiers waren –, die später als Leseecke diente, und in der Saalmitte drehte sich eine bestens bestückte Bar im Spiegellook.
Bevor man sich wie die einen ins Lese- oder wie andere ins Partyvergnügen stürzen konnte, gabs ein kurzes, aber intensives Rahmenprogramm zu absolvieren. Auf Grossleinwand begrüsste Miteigentümer von Graffenried die Anwesenden, dann gabs eine getürkte «Live-»Schaltung zu Dani Nieth. Anschliessend interviewte Susanne Kunz, SF-DRS-Moderatorin, Filippo Leutenegger und Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel, bis ein Laser-Feuerwerk die Ankunft des Blattes ankündigte. Die Dramaturgie war perfekt, aber die Akustik liess schwer zu wünschen übrig; man verstand leider in den hinteren Reihen fast kein Wort.
Was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Die grosszügige Versorgung mit Getränken und Häppchen sorgte für entspannte Gesichter. Und wie es Launchpartys so an sich haben: Die Gesprächsthemen gehen nicht aus, dafür sorgt allein schon das jeweils neu vorliegende Produkt. Die Statements reichten von «stark gewöhnungsbedürftig» bis «gefällt unheimlich gut», von «formal gelungen» bis «heavy Layout». Auf eine Prognose, ob die Weltwoche es jetzt schaffen werde oder nicht, wollte sich niemand einlassen. Sicher ist, dass die Weltwoche auch unter Roger Köppel und den neuen Eigentümern immer mal wieder für Gesprächsstoff sorgen wird.
Der Elan beim Team um Verlagsleiterin Uli Rubner und Anzeigenleiter Ivan Schultheiss scheint jedenfalls trotz der etwas harzigen Geburt ungebrochen. Und immerhin drei Jahre, so liessen die Investoren bekanntlich verlauten, habe das frisch aus der Taufe gehobene Magazin Zeit, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Good luck!
Beat Fritsch

verdeutlicht, getarnt als Ex-Botschafter T. B.-F., Berlin, was dieser vom Tamtam um seine Person hält. Dass B. den Titel der neu konzipierten Weltwoche schmückt und darin ausführlich zu Wort kommt, darf man als Seitenhieb Richtung Dufourstrasse und als Tritt ans Schienbein des Berner Politestablishments interpretieren.
Wer sich in der Kommunikationsszene an Lancierungsevents oder anderen Partys trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur (info@werbewoche .ch). Für Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder: www.werbewoche.ch

Best of South-East (1. Quartal 2002)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

Best of South-West (1. Quartal 2002)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2002 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2002 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

«Wir waren als klassische Vermarkter am erfolgreichsten»

Martin Radelfinger zu Adlinks neuer Poleposition im Schweizer Onlinemarkt

Martin Radelfinger zu Adlinks neuer Poleposition im Schweizer OnlinemarktVon Markus KnöpfliMit der Übernahme der Qualiclick-Aktivitäten ist Adlink zur Nummer eins der Schweizer Onlinevermarkter geworden. Martin Radelfinger, Managing Director von Adlink Schweiz, analysiert die neue Situation und zeigt, wohin sich der Onlinemarkt entwickeln könnte.
Wie kommt es, dass der drittplatzierte Onlinevermarkter einen der zwei grössten übernehmen konnte?
Martin Radelfinger: Wir sind nur der drittplatzierte in der Schweiz, aber dank der Übernahme des Doubleclick-Media-Geschäftes sind wir mit Abstand der grösste in Europa. Das gibt uns natürlich eine gewisse Economy of scale bezüglich des AdServings, der Technologie, der Forschung, der Marketingressourcen und so weiter. Andrerseits geriet Qualiclick, die sehr gut gearbeitet hat, durch die Marktsituation und den angestrebten Börsengang in eine schwierige Lage.
Muss man international vernetzt sein, um in der Schweiz als Onlinevermarkter überleben zu können?
Radelfinger: (zögert) Ich denke, es ist von grossem Vorteil – und zwar nicht in erster Linie, um internationale Werbeflüsse dadurch zu erfassen, wie dies immer wieder gesagt wird. Das ist zwar auch ein Faktor. Das Wichtigste aber sind die Technologie- und Ad-Serving-Verträge, die zentral über ganz Europa ausgehandelt werden können, sowie gemeinsame Ressourcen in der Forschung, im Marketing und der Werbeplanung. Wir sind immer auf dem neuesten Stand der Innovationen (etwa im Bereich Multimediawerbung oder bei neuen Werbeformen), haben Zugang zu einem Kreativstudio und zu E-Mail-Adressen über ganz Europa und über das Netzwerk von Doubleclick auch auf Schweizer User auf den meisten europäischen und amerikanischen Sites. Das sind die wesentlichen Wettbewerbsvorteile in einem internationalen Netzwerk.
Was übernimmt Adlink Schweiz nun von Qualiclick?
Radelfinger: Bei diesem Assetdeal übernehmen wir den Kundenstamm, laufende Kampagnen, Vermarktungsverträge für die Websites, das dreiköpfige Sales- und Marketingteam, 80000 E-Mail-Adressen und den Namen Qualiclick. Dem Vernehmen nach hat Adlink Schweiz 2001 einen Umsatz von etwa 5,5 Millionen Franken erwirtschaftet. Nun ist von einer Umsatzsteigerung auf etwa 14 Millionen Franken die Rede.
Radelfinger: Dazu darf und will ich mich nicht äussern, weil wir börsenkotiert sind. Ich sage nur, dass Adlink Schweiz sofort in die Profitabilität übergeht.
Wie sieht es bezüglich Marktanteile bei der Onlinewerbung aus?
Radelfinger: Im Jahr 2001 kamen wir auf etwa 20 Prozent Marktanteil. Im ersten Quartal 2002 waren es etwa 35 Prozent. Für das laufende Jahr gehen wir von etwa 55 Prozent Marktanteil aus.
Genügt das, um auch längerfristig in der Schweiz zu überleben?
Radelfinger: Ja, weil wir Fakturierung, Controlling und Technologie optimiert haben. Dadurch werden wir den neuen, höheren Umsatz mit einer Firma erarbeiten, die auch nach der Integration der drei Qualiclick-Mitarbeiter bezüglich Mitarbeiter und Kosten kleiner ist, als Adlink Schweiz vor 16 Monaten war. Wir haben neu zwölf Mitarbeiter.
Wie viele Onlinevermarkter wird es in der Schweiz in zwei Jahren geben?
Radelfinger: Die Schweiz ist ein atypischer Markt. Wir haben eine der höchsten PC- und Verkabelungsdichten, eine schnell wachsende ADSL-Verbreitung, und die Schweizer sind auf dem Internet ausgesprochen kaufwillig. In Schweden ist das ähnlich, dort fliessen aber 2,4 Prozent des gesamten Werbevolumens in die Onlinewerbung, während es in der Schweiz nur gerade 0,6 Prozent sind. Ein Grund dafür ist die Printlastigkeit der Schweiz. Trotzdem werden wir eines Tages auf 2, vielleicht 3 Prozent kommen. Damit wird sich auf dem Schweizer Onlinemarkt eine klassische Trennung in Planung und Vermarktung ergeben, wie in anderen europäischen Märkten auch. Es wird sich dann für Agenturen lohnen, die Onlinewerbung selbst zu planen, weil sie ein integraler Bestandteil des Werbemixes wird. Heute ist eine gesamtheitliche Onlineplanung nur einigen grossen klassischen Mediaagenturen möglich, BG Media oder CIA Outrider zum Beispiel.
Habe ich Sie richtig verstanden? Die Voraussetzung für eine solche Aufsplitterung ist also ein Anteil von etwa 2 Prozent am gesamten Werbeumsatz?
Radelfinger: Es ist eine direkte Funktion der Grösse des Marktes, ja.
In welchem Zeithorizont wird diese Grösse erreicht sein?
Radelfinger: In maximal zwei Jahren. Bis dahin werden wir einen Anteil von etwa 1,5 bis 2 Prozent des Werbeumsatzes erreicht haben.
Wird sich Adlink in eine Planungs- und eine Vermarktungsfirma aufsplitten?
Radelfinger: Die Planung wird künftig fast ausschliesslich zentral im Netzwerk stattfinden – ansonsten werden wir uns auf die Rolle des klassischen Vermarkters konzentrieren. Das war von Anfang an so vorgesehen. Durch das verlangsamte Wachstum waren wir aber dazu gezwungen, auch übergreifende Planungen anzubieten. Das war und ist jedoch eine delikate Angelegenheit, denn Transparenz und die Interessen der Auftraggeber müssen gewährleistet sein.
Wird es in zwei Jahren mehr als drei Schweizer Onlinevermarkter geben – oder weniger?
Radelfinger: Mehr auf keinen Fall, aber auch nicht unbedingt weniger. Publimedia Webadvertising fokussiert konsequent auf kompetente Planung. Wir waren mit dem Modell des klassischen Vermarkters bei weitem am erfolgreichsten und werden noch erfolgreicher sein. Auch Goldbach (Media Agent und Active Agent) hat eine Nische, wenn es die crossmediale Werbung konsequent umsetzt.
Die Qualiclick-Aktionäre haben Adlink-Aktien im Wert von maximal 700000 Euro erhalten. Ist das alles, oder fliesst noch mehr Geld?
Radelfinger: Darüber wurde Stillschweigen vereinbart.
Falls tatsächlich nicht mehr bezahlt wurde, stünde der Betrag ja in keinem Verhältnis zu den etwa 18 Millionen Franken, die in Qualiclick investiert wurden. Dies würde vor allem zeigen, wie klein das Feuer ist, auf dem Sie kochen, und Ihre Branche in eher düsterem Licht erscheinen lassen.
Radelfinger: (zögert) Im jetzigen Onlinewerbemarkt profitabel zu arbeiten, ist sicher eine Herausforderung. Aber ich würde weder die Leistung noch den Wert der Firma Qualiclick am erwähnten Betrag messen.
get_footer();