Frequenzentelepathie

Swiss Music Radio stellt Gesuch in Zürich

Swiss Music Radio stellt Gesuch in ZürichAuf Grund einer technischen Studie und der bisherigen Praxis bei der Vergabe von temporären Konzessionen müssten in Zürich genügend freie UKW-Frequenzen vorhanden sein, um Swiss Music Radio (SMR) eine davon für die längerfristige Nutzung zuzuweisen.» Das stand am 8. Juli in einem Communiqué, mit dem SMR mitteilte, dass es beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein Gesuch für die terrestrische Verbreitung seines Programmes in Zürich eingereicht habe. Am 8. Juli lag aber auch der Brief des Bakom in verschiedenen Zürcher Briefkästen, in dem bestätigt wurde, dass eine neue Zürcher UKW-Frequenz vorhanden sei (siehe Seite 1).Ist dieses Zusammenfallen Zufall? «Ja», sagt dazu SMR-Mitbegründer George Wismer. Vom Brief des Bakom habe er jedenfalls nichts gewusst. Den Beschluss, ein Gesuch für eine Zürcher UKW-Frequenz zu stellen, habe SMR am letzten Wochenende gefasst, auf Grund von Hinweisen, dass sich diesbezüglich etwas tue. Auslöser dazu seien die Informationen auf www.djradio.ch sowie dessen Beteiligung am bewilligten «FM4»-Kurzversuch am Wettingerfäscht.
SMR möchte ab Frühjahr 2003 über UKW im Grossraum Zürich senden. Ziel von SMR sei es, der Schweizer Musik mehr Gehör zu verschaffen. «Die grossen etablierten Radiostationen in Zürich senden alle denselben durch deutsche Berater definierten Einheitsbrei, die Schweizer Musik hat kaum mehr Platz», sagte Wismer. Markus Knöpfli

Muse & Musse: Kurt Scheuermeier

Muse & Musse Kurt Scheuermeier Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Kurt Scheuermeier: Die Art in Basel. Weil sie eine gigantische Museumsausstellung ist, ein internatio

Muse & Musse Kurt Scheuermeier Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Kurt Scheuermeier: Die Art in Basel. Weil sie eine gigantische Museumsausstellung ist, ein internationaler Kunstevent.
Was lesen Sie gerade?
Scheuermeier: «Tod eines Kritikers» von Martin Walser. Nach der beispiellosen Feuilletonschlacht will ich mir selbst ein Urteil bilden.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Scheuermeier: Alicia Keys «Songs In A Minor». Ein sensationelles Debütalbum. Die Sängerin ist eine Entdeckung.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Scheuermeier: «Elling» von Petter Naess. Ängste überwinden und sich im Leben zurechtfinden: Dialogwitz und Situationskomik par excellence.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Scheuermeier: Ohne Spass: bei «Top Spots».
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Scheuermeier: Die Internetseite www.diogenes.ch
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Scheuermeier: Fehlen würde mir der Blick auf die einzigartige Moränenlandschaft aus dem Fenster meiner Wohnung in Menzingen.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Scheuermeier: Lesen oder laufen.
Liebe ist …?
Scheuermeier: … die Angst verlieren und jetzt leben.

Der grosse Preis

Von Beat Fritsch

Von Beat FritschWir sind doch nicht blöd – sagten sich die Verantwortlichen des Media Trend Journal (MTJ) und etablierten vor fünf Jahren mit dem Media-Trend-Award eine Art Medien-Oscar – den grossen Preis der Medienbranche. Mit der Auszeichnung belohnt die Branche Medienanbieter und Medienvermarkter, die sich durch eine besondere Qualität ihrer Dienstleistung oder ihres Angebots empfehlen. Erhoben werden die Gewinner durch eine Befragung, an der sich heuer sämtliche Mediaagenturen – 25 an der Zahl – und 34 der 50 grössten Schweizer Werbeagenturen beteiligten.Allzu viel hat sich gegenüber der letztjährigen Rangliste nicht geändert. Bei den Medienanbietern findet sich immer noch Tamedia auf Platz 1, allerdings neu ex aequo mit der NZZ. Hans-Jürg Klöti, Tamedia, und Marcel Kohler, NZZ, beide in ihren Häusern als Leiter Anzeigenmarkt tätig, freuten sich natürlich. Bei den Medienvermarktern belegte die letztjährige Siegerin Radiotele – Bruno Oetterli freute sich wie ein Schneekönig – wiederum Platz 1, gefolgt von Publisuisse. Deren Key-Account-Manager Ueli Siegenthaler war die Zufriedenheit über die Auszeichnung ebenfalls anzusehen.
Zum dritten Mal wurde die Verleihung zudem von einem gemütlichen Fest umrahmt, das allerdings bisher eher familiären Charakter aufwies. Dieses Jahr machte man mit der Party im «Moods» nicht nur einen Schritt, sondern einen Riesensprung vorwärts. Während in den Vorjahren nur Eingeweihte an den Event kamen, hat sich der Award neuerdings zum ausgewachsenen Werberanlass gemausert. Über 400 Personen aus allen Bereichen der Kommunikation folgten dem Ruf von MTJ-Chefredaktor Pierre C. Meier und feierten ab dem späten Nachmittag bis weit in den Abend hinein die Sieger (und sich selbst).
Mit von der Party-Partie waren unter anderen Otto Meier, Dani Strobel und Othmar Fischlin von der drittplatzierten Publimedia, die Werber Harry Bruppacher, Markus Cavegn, Peter Felser, Beat Frei und Jürg Zentner; auch dabei Carmela Wittmer und Ca-rine Lins von der Wemf, und nicht zu vergessen die Crème de la Crème der Schweizer Verlagsszene, die so zahlreich erschienen war, dass persönliche Nennungen an diesem Ort schlicht unmöglich sind.
Mit Heike Findeis trat erstmals die neue Chefin des Bertelsmann-Springer-Fachverlags Schweiz, Herausgeberin des Media Trend Journals und der WerbeWoche, vor der breiteren Kommunikations-öffentlichkeit auf. Ursprünglich wollte sie zwar an diesem Nachmittag als begeisterte Wasserratte an der Zürichsee-Überquerung teilnehmen, gab dann aber den Media-Awards den Vorzug. Was sich auch lohnte, erhielt doch die gebürtige Deutsche von Pierre C. Meier coram publico ein Brasilien-Fussballshirt geschenkt, worüber sie sich riesig freute – endlich mal jemand aus dem grossen Kanton, der nicht mit der Niederlage der Nationalelf hadert.
Neben dem Charme, den Präsentatorin Anna Maier Jäggi versprühte, war der Auftritt von «Medienminister Leuenberger» alias Walter Andreas Müller ein weiterer Höhepunkt. Er setzte die Bedeutung des Rütlis für die Schweiz gleich mit der Bedeutung des Ruthli für den Bundesrat, mokierte sich über die Westerweiterung von Tamedia – gemeint war der Kauf von Radio Basilisk – und kalauerte, dass beim Fleisch das Wörtchen Medium eigentlich «halbe dure» bedeute. Fazit: ein äusserst gelungener Anlass, der alle begeisterte.
Beat Fritsch

gibt die Gewinner des Media-Trend-Awards bekannt – aller-dings nur hier in der WerbeWoche und nicht, wie das Bild weismachen will, vom Podium herab. Dieses war wichtigeren Leuten vorbehalten. Zum Beispiel «Medienminister Leuenberger» alias Walter Andreas Müller, Bertelsmann-Springer-Schweiz-Chefin Heike Findeis, MTJ-Chefredaktor Pierre C. Meier oder Moderatorin Anna Maier Jäggi.
Wer sich in der Kommunikationsszene an Preisverleihungen und Partys trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur ([email protected]). Für Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder: www.werbewoche.ch

Kopf der Woche: «Tief in die Materie tauchen, um freihändig darüber zu stehen»

Esther Weber ist Geschäftsführerin bei der neuen Zürcher Niederlassung von MRG Communications

Esther Weber ist Geschäftsführerin bei der neuen Zürcher Niederlassung von MRG CommunicationsKopf der Woche «Tief in die Materie tauchen, um freihändig darüber zu stehen»
Was in Basel eingeschlagen hat, soll auch in Zürich funktionieren. MRG Communications hat erst 1999 mit fünf Mitarbeitern angefangen. Heute beschäftigt die Basler Agentur für integrierte Kommunikation bereits zwanzig Mitarbeitende. MRG sieht das als «nötigen Schwung, um in Zürich starten zu können». Geschäftsführerin dieser Filiale an der Forchstrasse 40 ist Esther Weber.
Nach Matura und Ausbildung zur Werbeassistentin begann die Rheintalerin ihr neues Leben in Zürich und in der Werbung
bei Zogg Kettiger Gasser sowie Ogilvy & Mather. Bei Bosch & Butz war sie erstmals als Beraterin verantwortlich und führte Mandate für Philip Morris und SwissOnline. In dieser Zeit bildete sie sich auch zur Werbeleiterin weiter. Nach dreieinhalb Jahren hat Weber bei Lowe für Sunrise gearbeitet, dann bei Guye & Partner – dort zählten UBS, Campari und Swisscom zu ihren Budgets.
Erfahrungen auf Kundenseite hat sie beim Tages-Anzeiger gesammelt, unter anderem mit der Betreuung von Sponsoringprojekten wie dem Theater Spektakel oder dem Festival Jazz-no-Jazz. «Eine lässige Arbeit. Aber in diesem grossen Unternehmen fehlten für mich die Eigenständigkeit und eine gewisse Entscheidungsfreiheit», resümiert sie und: «Bei MRG habe ich die gesuchte Selbstverantwortung – wenn mal was schief läuft, muss ich mich selber an der Nase nehmen.»
Natürlich hatte sie «wie alle in der Werbung gelegentlich Zweifel an der Branche», findet diese aber immer aufs Neue «anregend und inspirierend». Dass sie als Geschäftsführerin noch relativ jung sei, hält Weber nicht für aussergewöhnlich: «Zu einer jungen Agentur gehört doch eine junge Geschäftsleiterin.»
In ihrer Arbeit möchte sie «mal ganz tief in die Materie tauchen, um dann wieder freihändig darüber stehen zu können».
MRG Basel arbeitet für Kunden wie Coop, Max Havelaar, Webland sowie das Basler Stadtmarketing. Ziel von MRG ist
es, als nationaler Player für integrierte Kommunikation wahrgenommen zu werden. Die Adresse in Zürich soll nun aber nicht einfach ein Zulieferer von Kunden vom Werbemekka Zürich nach Basel, sondern eine eigenständige Agentur werden. Das mittelfristige Ziel sind fünf Mitarbeitende an der Limmat.
«Unser Vorteil ist, dass wir in Zürich Kunden mit den Leistungen einer mittelgrossen Agentur akquirieren können, ohne dass ein Wasserkopf finanziert werden muss», meint Weber. Drei Kunden konnten so für Zürich bereits gewonnen werden. Sie glaubt auch, dass die neue Kultur der Jungagenturen sicher eine Tendenz ist: «In wirtschaftlich veränderlichen Zeiten wird die Branche neu aufgemischt. Und das ist unsere Chance.» Andreas Panzeri

News: RMB Switzerland mit neuer Struktur

Nach der Übernahme durch die Peter Gmür Beteiligungen AG wird der Medienvermarkter RMB Switzerland AG neu strukturiert.

Nach der Übernahme durch die Peter Gmür Beteiligungen AG wird der Medienvermarkter RMB Switzerland AG neu strukturiert.News RMB Switzerland mit neuer Struktur Unter der Gesamtleitung von CEO Matthias Luchsinger werden die Verkaufsaktivitäten neu in die Hauptbereiche Cinema National, Cinema Local (RMB Perdiag) und TV aufgeteilt. Die Kinobereiche werden von den GL-Mitgliedern Corinne Blaser (National) und Marcus Schumacher (Local) geführt. Den TV-Bereich leitet interimsmässig Matthias Luchsinger. Die übrigen Bereiche bleiben unverändert.
TSR will mehr lokale News Das Westschweizer Fernsehen TSR will die regionale Information ausbauen. Die Regionalredaktionen sollen mit zusätzlichen Journalisten verstärkt werden. Weil das Studio in Lausanne aus allen Nähten platzt, plant TSR den Umzug des Produktionszentrums für die regionalen Informationen an den Hauptsitz nach Genf.
Ringier Romandie übernimmt Kids Ringier Romandie hat von der Firma MediaMind alle Rechte an Kids, dem Westschweizer Führer für Familie und Freizeit, sowie an der Internetseite Kids.ch übernommen. Kids wurde von MediaMind zusammen mit der Ringier-Programmzeitschrift TV8 im Mai zum fünften Mal in einer Auflage von 20000 Exemplaren herausgegeben. Mit der Übernahme will Ringier Romandie seine Kompetenzen in den Bereichen Jugend und Freizeit zu Gunsten aller Titel ausbauen.
Pro 7 wird Partner des Mystery Park Der Privatfernsehsender Pro 7 wird Hauptsponsoringpartner des Mystery Park Interlaken. Pro 7 unterstützt Erich von Dänikens Freizeitpark im Marketing durch elektronische Medien und in der Informationsvermittlung im Park. Ziel der Zusammenarbeit ist für Pro 7 die Marketingunterstützung für seine Wissensmagazine und Mystery-Serien und -Filme. Der Vertrag garantiert dem Park Medialeistungen auf den Sendern, Internetsites und im Teletext der Pro-7-Sat-1-Gruppe in der Schweiz.

News: Aktuell Zwo kommt vorerst nicht

Die Radio Ostschweiz AG, Betreiberin des St.Galler Radios Aktuell, hat dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Konzession für das regionale Kabelradio Aktuell Zwo unbenutzt zurückgegeben.

Die Radio Ostschweiz AG, Betreiberin des St.Galler Radios Aktuell, hat dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Konzession für das regionale Kabelradio Aktuell Zwo unbenutzt zurückgegeben.News Aktuell Zwo kommt vorerst nicht Dies bestätigte Aktuell-Geschäftsleiter André Moesch, der die Rückgabe als «Akt der Vorsicht wegen der angespannten Lage im Werbemarkt» bezeichnete. Der UKW-Sender Radio Aktuell sei bezüglich Werbeeinnahmen derzeit «leicht unter Budget», weshalb man für das Kabelradio Aktuell Zwo, das «nur kostet und nichts bringt», kein zusätzliches Geld ausgeben wolle. Das Bakom habe zudem versichert, dass im Bedarfsfall leicht eine neue Konzession beantragt werden könne.
Werbung in Beautysalons dank Face Mit «Klommunikation» in Toiletten und Pissoirs machte die Frauenfelder Agentur Face von sich reden. Nun lanciert sie ein neues Angebot: 600 Coiffeurgeschäfte, Beautysalons, Kosmetik- und Nagelstudios werden als Werbestandorte vermarktet. Zielgruppe sind schönheits- und körperbewusste Männer und Frauen. Neben Thekenstellern, Spiegelfolien und
Infobroschüren werden auch Samplings von Originalprodukten abgegeben. Laut Sales Manager Thomas Back ist das Netz flächendeckend über die Schweiz verteilt, mit einem Schwergewicht im städtischen Raum.
M6 hält Schweizer Fenster offen Die französische TV-Kette M6 hat gegen das Westschweizer Fernsehen TSR einen Sieg errungen. Die von TSR geforderte vorläufige Schliessung des Schweizer Werbefensters von M6 wurde am Mittwoch von einem Freiburger Richter in erster Instanz abgelehnt. TSR hat den französischen Sender verklagt, weil dieser auf seinem Schweizer Signal Serien ausstrahlt, für die TSR Exklusivrechte in der Schweiz besitzt. Zu dieser Klage hat sich der Richter noch nicht geäussert, jedoch die vorsorglichen Massnahmen, die TSR verlangt hatte, zurückgewiesen. TSR will dagegen Berufung einlegen.

Wenigstens kein Inserateneinbruch

Der Relaunch im Februar hat TR7 vor Schlimmerem bewahrt

Der Relaunch im Februar hat TR7 vor Schlimmerem bewahrtVon Markus Knöpfli Gemäss der VSW-Inseratenstatistik hat die Programmzeitschrift TR7 seit dem Relaunch am 27. Februar bezüglich Anzeigen kräftig zugelegt – anders als Tele oder TVtäglich. Doch die Zahlen trügen. Deshalb wird im Anzeigenbereich ausgebaut.
Musste TR7 im Januar und Februar noch Einbussen von 44,4% und 80% gegenüber denselben Vorjahresmonaten hinnehmen, kehrte sich die Situation ab vollzogenem Relaunch um: März plus 45,5%, April plus 90,9%, für Mai plus 107,1%. Die Zahlen der VSW-Statistik haben indes zwei Haken: Erstens bewegen sie sich bei TR7 auf tiefem Niveau, denn das Magazin hatte in den vier Märzausgaben insgesamt nur 16 Anzeigenseiten, im April 21 (vier Ausgaben) und im Mai 29 (fünf Ausgaben). Zweitens werden bei der VSW-Statistik auch Gratisinserate und Inserate aus dem eigenen Verlagshaus dazugezählt.
Und das fällt hier ins Gewicht: In der letzten Maiausgabe hatte TR7 5,1 Anzeigenseiten, davon war eine aus dem eigenen Verlagshaus (Beobachter) und zwei weitere gratis (Gattungsmarketing für Printwerbung), offenbar waren also nur 2,1 Seiten bezahlt. TR7-Verlagsleiter Sandro Rüegger kommt auf ein ähnliches Resultat: Er zählte seit März durchschnittlich 2,5 Seiten pro Ausgabe – trotz Relaunch-Aktion.
«Im Inseratebereich sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollten», sagt Rüegger. Immerhin habe TR7 bisher aber keinen Einbruch verkraften müssen, wie dies bei TVtäglich und auch bei Tele der Fall ist. «Das Produkt greift von der Positionierung her, der Relaunch hat neue Kunden und Interessenten gebracht», ergänzt er. Im Einzelverkauf und im Abobereich konnte TR7 sich ebenfalls halten. Per Ende Juni schloss denn auch die Jahresrechnung von TR7 gemäss Rüegger positiv ab.
Dennoch will Rüegger «dem Anzeigenbereich klar mehr Bedeutung schenken»: Er hat per Anfang Mai für das in Publimag-Pacht stehende TR7 mit Patrick Knecht (ehemals ZürichExpress und TV 3) zusätzlich einen eigenen Anzeigenverkäufer angestellt. Zudem wird man sich bald auf die Suche nach einem neuen Chefredaktor machen, weil Frank Hubrath zu 3sat wechselt. Eines aber steht gemäss Rüegger fest: «TR7 bleibt auf dem eingeschlagenen Kurs.»
Tele vor Relaunch

Die Programmzeitschrift Tele (Ringier) plant auf Oktober einen Relaunch. Das bestätigte Chefredaktor Klaus Kriesel. Mit dem von der Vierwaldtstätter Verlags GmbH angekündigten 14-täglichen Programmheft habe der Relaunch jedoch nichts zu tun. Nach 1996 sei einfach wieder einmal eine Auffrischung nötig, sagte Kriesel.

In Luzern spricht viel für die APG

Demnächst entscheidet die Wettbewerbskommission im Plakatstreit der Zentralschweizer Metropole

Demnächst entscheidet die Wettbewerbskommission im Plakatstreit der Zentralschweizer MetropoleVon Markus Knöpfli Die Stadt Luzern möchte die Plakatkonzession weiterhin der Allgemeinen Plakatgesellschaft vergeben. Deswegen hat Konkurrent Clear Channel Plakanda die Stadt bei der Wettbewerbskommission verklagt. Deren Empfehlung steht so gut wie fest: Submission. Dies aber hält das Bundesgericht nicht für zwingend.
Seit über 90 Jahren bewirtschaftet die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) exklusiv die Plakatstellen auf dem öffentlichen Grund der Stadt Luzern. Jährlich liefert sie dafür – umsatzabhängig – etwa 600000 Franken an Gebühren ab. Nun hat Luzern den Vertrag zwischen Stadt und APG per Ende 2001 gekündigt, um ihn auf neue finanzielle und konzeptionelle Füsse zu stellen. Sie hat deshalb erste Vertragsverhandlungen mit der APG über eine neue Konzession geführt.
Gegen die Fortsetzung der bisherigen Kooperation wehrte sich jedoch der zweite Aussenwerber, Clear Channel Plakanda (CCP), der einen Konsortialvertrag (Vertrag mit beiden Konkurrenten zu einer geteilten Konzession) vorschlug. Das wollte wiederum die Luzerner Exekutive nicht, weil ein Konsortialvertrag Anbieter mit einem ähnlich grossen Plakatstellenanteil voraussetze – und dies sei in Luzern nicht einmal auf privatem Grund der Fall.
Umgekehrt sucht die Stadt Luzern auch die Zusammenarbeit mit CCP, will sie doch dem Plakatstellen-Wildwuchs auf privatem Grund einen Riegel schieben und ein mit der APG ausgearbeitetes Plakatierungskonzept einführen. Darum machte die in dieser Sache federführende Baudirektion der Stadt Luzern der CCP folgendes Angebot: Die APG erhält die Luzerner Konzession, die Plakatstellen auf privatem Grund werden dagegen zwischen APG und CCP aufgeteilt. Im Gegenzug unterstellen sich beide Aussenwerber dem neuen Plakatierungskonzept und bauen je auch einige Stellen ab.
Submissionen sind laut Bundesgericht nicht zwingend
Das genügte der CCP aber nicht. Die Verhandlungen zogen sich hin. Um einen vertragslosen Zustand zu verhindern, mussten Stadt und APG ihren bisherigen Vertrag um ein Jahr bis Ende 2002 verlängern. Am 27. März verklagte die CCP dann die Stadt Luzern bei der Wettbewerbskommission (Weko), weshalb die Verhandlungen gar auf Eis gelegt wurden. Zum Inhalt der Klage wollten weder CCP-CEO Beat Roeschlin noch Daniel Bernet, Mitarbeiter des Rechtsdienstes der städtischen Baudirektion, Stellung nehmen. Erwartet wird der Weko-Entscheid in den nächsten Tagen.
Doch der Entscheid steht so gut wie fest: Die Weko dürfte eine Submission empfehlen. Dies geht zumindest aus einem Entscheid vom 14. Mai 2001 (in Sachen JCDecaux/Affichage) hervor. Damals kritisierte die Weko quasi nebenbei und auf Grund einer eigenen Umfrage, «dass grössere Gemeinden teilweise den Wettbewerb um Plakatanschlagflächen beschränken». Weiter hielt sie fest: «Diese Gemeinden verzichten entweder auf eine Ausschreibung oder schliessen so genannte Konsortialverträge ab, die alle potenziellen Anbieter in ein Gesamtkonzept einbinden. Dadurch wird der Wettbewerb geschwächt.»
Das sind an sich klare Worte. Die grosse Unbekannte ist aber, ob die Weko auch einen rechtsverbindlichen Entscheid fällen – also mehr als nur «empfehlen» – kann. Immerhin steht ihrer Auffassung ein Bundesgerichtsentscheid vom April 1999 entgegen. Damals hatte das höchste Schweizer Gericht festgehalten, dass eine Submission im Plakatierungsbereich nicht zwingend sei.
KonzessionsEntscheid in Basel

Nach jahrelanger Verzögerung hat am 9. Juli eine vom Basler Baudepartement eingesetzte Jury entschieden, wer die neue Basler Plakatkonzession erhält. Der Entscheid muss jedoch von der Baudirektorin noch formell genehmigt werden. Beworben haben sich APG und CCP, derzeitige Konzessionärin ist die APG. Die neue Konzession ist jedoch stark beschnitten: 254 City-Light-Flächen an Top-lagen und weitere Stellen an Tramwartehäuschen sind ausgenommen. Sie wurden bereits früher der APG für 15 Jahre übertragen.

Rettung vor Astralstaub

Frei&Glaus umwirbt für Swisscom Directories junge Handybesitzer mit einer SF-Parodie

Frei&Glaus umwirbt für Swisscom Directories junge Handybesitzer mit einer SF-ParodieVon Andreas Panzeri Mit einem Kinospot im Science-fiction-Stil, Flyers und B4-Plakaten will die Zürcher Agentur Frei&Glaus im Auftrag von Swisscom Directories junge Handybesitzer zum Nummerneintrag ins Telefonbuch motivieren.
Was geschieht mit dem Menschen, der im Weltraum von Ausserirdischen bedroht wird und dringend mit Herrn Scott auf der Erde Kontakt aufnehmen muss, aber leider dessen Handynummer nicht besitzt? Er wird zu Astralstaub geschossen. Wenn er klug war, hat er vorher seine Nummer gratis in einem Swisscom Directory eintragen lassen – und wird gerettet. Dazu sollen Handy-besitzer mit einem auffallenden Kinospot im «Star Trek»-Stil animiert werden, der diesen Sommer über die Leinwände von Schweizer Kinos flimmert.
Im Auftrag von Swisscom Directories realisierte die Zürcher Werbeagentur Frei&Glaus die Kampagne «Mobile-Einträge». Die Zürcher Media-Design Agentur Frame Eleven wurde mit der Produktion des Kinospots betraut, der von Juli bis Mitte September neben allen Kinosälen der Schweiz auch in 15 Openair-Kinos eingesetzt wird.
In zwei Tagen den Film abgedreht
«Die Idee zur Umsetzung des Spots war eine ironische, aber keinesfalls belehrende Story, in der die Zielgruppe zum Nummerneintrag animiert werden soll», erklärt Beat Frei von Frei&Glaus. Die unterhaltsame Idee mit der SF-Parodie ist bei Frame Eleven «auf grosse Begeisterung gestossen». Christoph Müller, Mitinhaber des Studios, sah in der Umsetzung eine dankbare Herausforderung, denn «die Realisation einer Sci-encefiction-Persiflage verpflichtet, diesem Genre gerecht zu werden. Eine Aufgabe, deren Realisation vor dem Vergleich mit internationalen Budgets nicht gänzlich ohne Schwierigkeiten ist.»
Zusammen mit Regisseur Omar Siegenthaler wurde die Story zum detaillierten Shooting Board weiterentwickelt. Dank der präzisen Vorbereitung konnte der Spot in nur zwei Tagen in einem spezialisierten Filmstudio in München abgedreht werden. Dort wurde die ganze Planetenwelt in original bespielbarer Grösse aufgebaut. Das Raumschiff sowie der Planet für den Eröffnungsshot wurden komplett dreidimensional generiert. Für das Sounddesign konnte der in Los Angeles lebende Schweizer Manuel Stagars engagiert werden, der üblicherweise für Spielfilme komponiert.
Der Eintrag ins Directory erfolgt via SMS
Der Kinospot wird flankiert von B4-Plakaten in Kinofoyers, Inseraten in der Sonntagspresse, in Jugend-, Trend- und Kino-
magazinen und in der Gesamtauflage der Telefonbücher von Directories (über 5 Millionen Exemplare). Zudem wurden 400000 Getränkeunterlagen produziert, die in 500 Trendlokalen eingesetzt werden. Präsent ist die Aktion auch im Internet mit Bannern und unter www.lucky mobile.ch.
Darüber hinaus ist die Kampagne mit einem Wettbewerb gekoppelt. Alle, die ihre Handynummer gratis im Telefonbuch eintragen lassen, nehmen an der Verlosung von zwei Opel Speedster und 393 Samsung-Handys teil.
Einzigartig an der Kampagne ist das Response-Medium: Der Eintrag im Telefonbuch geschieht durch Einsenden der Adresse via SMS. Newinternet AG, als Anbieter der SMS-Lösung, bereitet die Daten auf und liefert sie zur elektronischen Weiterverarbeitung an Swisscom Directories weiter.

Fridolin ist stolz auf seine Bank

Brot und Spiele wirbt mit Authentizität für die Glarner Kantonalbank

Brot und Spiele wirbt mit Authentizität für die Glarner KantonalbankVon Luca Aloisi Lokalkolorit, Heimat- und Zusammengehörigkeitsgefühl sind die Komponenten, mit denen sich die Glarner Kantonalbank bei ihrer Kundschaft glaubwürdig darstellt. Und sie tut dies, längst bevor Swissnes in aller Munde war.
Für die Auftraggeberin Glarner Kantonalbank (GLKB) entwickelte die junge Allroundagentur Brot und Spiele eine Testimonial-Kampagne. Noch eine? Die Frage mag berechtigt sein. Im Unterschied zu den meisten Empfehlungsauftritten, die derzeit die Werbeflächen pflastern, sticht diese Kampagnen jedoch durch ihre Authentizität und den stolzen Claim «Ich bin ein Glarner» hervor.
Für die kleine Universalbank ist es der erste integrierte Kommunikationsauftritt. Der Bezug zu einem Glarner Thema versteht sich von selbst, schliesslich besitzt sie 12 Filialen und Agenturen für eine Bevölkerung von rund 40000 Einwohnern. Und sie weist, ebenfalls kein Wunder, im Alpenkanton einen dominanten Marktanteil aus.
Dass indessen die Segmentleiterin Marketing Kommunikation Esther Feldmann dafür eine Zürcher Agentur wählte, hat mit persönlichen Beziehungen zu tun, wie sie freimütig erklärt. Zunächst aber wurde Brot und Spiele mit dem Konzept für die Gestaltung des neu zweigeteilten Geschäftsberichts bedacht. Dadurch hat die Kantonalbank eine Plattform erhalten, auf der sie ein typisches oder untypisches Glarner Thema im Magazinstil vertiefen kann.
Der heilige Fridolin bekommt Kultstatus – auf T-Shirts
«Damit macht sie bereits den Geschäftsbericht zum Imageträger», sagt Berater Urs Schwander. Dass dank des einfachen, aber vielseitigen Gestaltungsansatzes der Fächer der Kommunikationsmittel erst richtig geöffnet würde, hätten aber Konzepter und AD Markus Läubli und Texterin Anna Esposito nicht erwartet. Da die Identität stiftende Aussage bestens zum aktuellen Jubiläumsjahr «650 Jahre Glarus in der Eidgenossenschaft» passt, wurde die Porträtserie des Geschäftsberichts für eine Inseratenkampagne übernommen.
Diese wird mit Textwechseln für alle Events des Jubiläumsbeitrags eingesetzt. Dass selbst der heilige Fridolin als Botschafter in Form eines T-Shirt-Aufdrucks solchen Kultstatus erhalten würde, hätte Läubli nicht erwartet. Er hat den Swissnes-Hype nämlich längst über. Nicht zu Unrecht sagt er, dass wohl kaum ein anderer Kanton sich einen ähnlich patriotischen Spruch leisten könne, ohne arrogant oder lächerlich zu wirken.
Unterstützend kommt eine Headline-Kampagne «Bitte weitersagen: Ich bin ein Glarner» zum Zug. Nach diesem Imageauftritt, der vor allem Privatkunden anspricht, soll sich die nächste Kampagne Firmenkunden zuwenden.

Mehr Schulbuch statt Staat

TSR paukt für Klett und Balmer Schulbuchkunde mit den Lehrern

TSR paukt für Klett und Balmer Schulbuchkunde mit den LehrernEin direkter Zusammenhang zwischen den Ergebnissen der Pisa-Studie und den in der Schweiz verwendeten Lehrmitteln für die Unterstufen lässt sich zwar schwerlich nachweisen. Das ernüchternde Resultat der OECD-Studie giesst aber dennoch Wasser auf die Mühlen privater Lehrmittelverlage. Sie fordern seit Jahren, bei der Evaluation von Volksschulbüchern gegenüber staatlichen Lehrmittelverlagen nicht benachteiligt zu sein. Klett und Balmer (KB) etwa, einer der wichtigsten Player im Schulbuchmarkt, nutzt die Gunst der Stunde, um mit einem Auftritt vom TSR Kampagnenbüro, Zürich, die Lehrer auf seine Lehrmittel einzuschwören. Seite 6

Kein Gestern und kein Morgen

Die offizielle Expo.02-Zeitung kann man auch mit Anzeigen belegen

Die offizielle Expo.02-Zeitung kann man auch mit Anzeigen belegenVon Anita Vaucher Die offizielle Expo.02-Zeitung wird täglich in den Zügen auf dem Weg zur Landesausstellung und auf dem Ausstellungsgelände gratis verteilt. Inhaltlich weist sie Besucher auf die bevorstehenden Events hin – was gestern war, interessiert die Zeitung nicht. Für Werbeauftraggeber ist das Journal auch eine interessante Werbeplattform.
Die Zeitung, die es in der Schweiz nur ungefähr alle 40 Jahre gibt, wird seit der Eröffnung der Landesausstellung Expo.02 jeden Morgen den Bahnreisenden in Richtung der vier Arteplages gratis verteilt. Das Journal, so heisst die Expo.02-Zeitung offiziell, will eine Zeitung ohne Gedächtnis sein.
Im Gegensatz zu Tageszeitungen berichtet das Journal darum nicht über Geschehnisse vom Vortag, sondern über die anstehende Tagesaktualität an der Expo.02 selbst, erklärt Dominik Slappnig, publizistischer Leiter, den Begriff der Gedächtnislosigkeit. Auch ein Abo für die Expo-Zeitung gibt es nicht.
Obwohl das Journal die Zeitung für die Ausstellung der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist, beschränkt man sich auf die Sprachen Französisch und Deutsch. Schliesslich rechnet man mit sehr wenig Besuchern aus dem Tessin und der rätoromanischen Schweiz, weil erfahrungsgemäss sechzig Prozent der Bevölkerung aus der deutschen und dreissig Prozent aus der welschen Schweiz anreisen. Die Bevölkerung aus den übrigen Landesteilen werde mit andern Medien wie zum Beispiel via Internet angesprochen. Expo.02 sei auch die erste Landesausstellung, die die rätoromanische Sprache überhaupt berücksichtige, erklärt Dominik Slappnig.
Nützlicher Expo-Begleiter sucht noch Inserenten
Das Journal hat in erster Linie Servicecharakter und behandelt daneben Schwerpunktthemen wie Architektur, News und Events. So erfährt der Leser, dass es eigentlich bereits 1991 anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft eine Landesausstellung hätte geben sollen, diese aber von den Stimmbürgern der Veranstalterkantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden abgelehnt wurde. Damit wurde erstmals seit l914 der 25-jährige Rhythmus der Schweizer Landesausstellung unterbrochen. Und SVP-Präsident Ueli Maurer darf in einem Interview unwidersprochen am Identitätsgefühl der in einer feuchten Wolke auf dem Arteplage Yverdon versammelten Schweizer zweifeln.
Das zweisprachige Redaktionsteam setzt sich aus Berufsjournalisten zusammen, die sich für die Dauer der Ausstellung eine Auszeit genommen haben.
Die Partner und Sponsoren der Expo.02 haben mit dem Journal eine einmalige Gelegenheit, sich zu profilieren. Mit einer Auflage von 30000 beziehungsweise 60000 Exemplaren am Wochenende bietet das Journal in handlichem Tabloidformat eine interessante Werbeplattform. Diese wird von den Expo-Besuchern nicht nur während der Bahnfahrt eifrig studiert, das Journal begleitet die Besucher den ganzen Tag hindurch mit nützlichen Orientierungshilfen. Die Expo.02-Sponsoren haben die Möglichkeit, eine Ausgabe exklusiv zu belegen und diese an ihre Kunden und andere relevante Zielgruppen abzugeben. Die Inserateakquisition der übrigen Werbeauftraggeber erfolgt über Publicitas. Ausgebucht bis zum letzten Ausstellungstag im Oktober ist aber die Zeitung ohne Gedächtnis nicht.
get_footer();