Auf die Länge kommts an.

Seit vier Jahren wirbt Ovo mit der von ADC und Effie preisgekrönten Kampagne «Mit Ovomaltine kannst Du’s nicht besser.

Seit vier Jahren wirbt Ovo mit der von ADC und Effie preisgekrönten Kampagne «Mit Ovomaltine kannst Du’s nicht besser. Aber länger.» Beispiel: Ein Snowboarder kriegt trotz Ovo seinen Sprung in einem Werbefilm nie drehbuchreif hin. Nach drei solchen Winter-Spots für die traditionellerweise eher warm konsumierte Marke hat man bei Wander jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und möchte nun den Ganzjahres- beziehungsweise Kaltkonsum pushen. Neu hat Advico Young & Rubicam dazu einen Spot im Zürcher Oberland gedreht. Unter der Regie des Schweizers Pierre Monnard tut sich ein Stunt-Paraglider in unzähligen Startversuchen schwer. Parallel zum TV-Spot hängen schweizweit B12- und 3-D-Spezialplakate, die auf den neu in Pet-Flasche angebotenen Ovo-Drink aufmerksam machen. Auch die Plakate sind passend zur Headline «…nicht besser. Aber länger.» mit auffallender Überlänge kreiert worden. Mini Cooper schickt Schnüffler nach Barcelona. Mit einem ausgefallenen Event bewirbt BMW seinen Kleinstwagen Mini Cooper S: In 17 Ländern, inklusive Schweiz, können sich Detektive in spe ab Mitte August für die Mission Mini bewerben. Diese Mission schickt ausgewählte Agententeams aus den verschiedenen Ländern vom 7. bis 11. November nach Barcelona, wo sie gestohlene Collagen des Künstlers Peter Halley aufspüren müssen. Dabei stehen ihnen Minis als Fahrzeuge zur Verfügung. Ihre Nachforschungen werden multimedial begleitet. In der Schweiz tritt Star-TV als Medienpartner auf. Die schottische Autorin Val McDermid hat den unvollendeten Krimi verfasst, den die Teilnehmer der Mission zu Ende führen müssen. In Zusammenarbeit mit Bertelsmann Music Group wird ein Soundtrack erstellt, und auf der Website www.missionmini.com werden sich Details zum Kriminalfall verfolgen lassen.
Männer habens schwer… Spätestens seit dem Song «Männer» von Herbert Grönemeyer ist klar, dass das männliche Exemplar des Homo sapiens – da anscheinend vom Mars – anders tickt. Aber was treibt Männer dazu, sich im Zweikampf mit Stieren zu messen oder den Bund der Ehe mit einer Frau zu schliessen? Weil ihnen der Sex fehlt, meint die Agentur Lowe im Namen ihres Kunden Erotik Factory. Die Folge davon sind dumme Ideen, wie die Konstruktion von Atombomben oder das Anzetteln von Kriegen. Da das weibliche Geschlecht aber nicht allein die Verantwortung für den Weltfrieden tragen kann, gibt es an der Zürcher Badenerstrasse die Erotik Factory. Mit dem Claim «Männer kommen auf die dümmsten Ideen. Wenn sie keinen Sex haben» und der Visualisierung dieser Hirngespinste ist es dem Team um die CDs Keith Loell und Mark Stahel gelungen, der Erotik-Videothek ein neues Image überzustreifen – ganz ohne nackte Tatsachen.
Farner PR gewinnt Golden World Award. Die Schweizer PR-Agentur Farner ist von der International PR Association (IPRA) mit dem Golden World Award 2002 in der Kategorie rezeptpflichtige Medikamente ausgezeichnet worden. Von den über 1000 eingereichten Arbeiten aus 41 Ländern wurden 267 Projekte zum Wettbewerb zugelassen. 30 Golden World Awards wurden verteilt. Farner ist die einzige Schweizer Agentur, die einen Award erhalten hat. Die prämierte Farner-Kampagne «Diabetes-Frühstück» war ein Gemeinschaftswerk der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft, von Novartis Pharma Schweiz, Migros, Ringier und Roche Diagnostics, um die Bevölkerung auf die Risiken des Diabetes hinzuweisen. Die grafische Ausgestaltung der Kampagne übernahm die Werbeagentur Leuenberger in Biel.
Kleine Bettlektüre für Werbetexter. Von der WerbeWoche kürzlich nach einer gut geschriebenen Kampagne gefragt, nannte der Basler Werber Robert Stalder den Auftritt einer Bettenmarke. In Ermangelung eines entsprechenden Kaufbedürfnisses hatte er sich allerdings weder den Wortlaut der Headlines der besagten Inserate noch den Namen der Marke eingeprägt (siehe WW 24/02). Stalders Äusserungen liessen die Zürcher Agentur Matter & Partner aufhorchen. Sie folgerte selbstbewusst, dass das Lob nur die von ihr gestalteten Hüsler-Nest-Anzeigen betreffen könne – und täuschte sich nicht. «Ja, das ist die Kampagne», bestätigte Robert Stalder auf Anfrage trocken. Der Vorfall zeigt: A) Die WerbeWoche wird genau gelesen. B) Matter&Partner ist keine Agentur, die es verschläft, Nutzen aus sich bietenden Gelegenheiten zu ziehen. Und C) Robert Stadlers Wort verhallt nicht ungehört in Werbers Ohren.
Plakative Kreativität. Der Wettbewerb der 100 besten Plakate steht in Deutschland seit 1966 für höchste Qualität vor allem bei Kulturplakaten. Eine Ausdehnung über den gesamten deutschsprachigen Raum war schon lange geplant. Jetzt hat es geklappt: Erstmals nahmen in diesem Jahr neben den deutschen Plakatgestaltern auch Grafikdesigner aus Österreich und der Schweiz teil. «Mit wenig Fläche viel erreichen – das ist gerade in Zeiten magerer Budgets ein wichtiges Argument für das Medium Plakat», meinen die Veranstalter. Der Verein der 100 besten Plakate als Organisator des Wettbewerbs möchte deshalb seiner renommierten Veranstaltung eine Plattform bieten, «um dem Wettbewerb die Aufmerksamkeit zu sichern, die er verdient». Zu diesem Zweck ist eine Dokumentation «the 100 best posters 01» im Verlag Hermann Schmidt, Mainz, erschienen. Das Buch hat 180 vierfarbige Seiten und kostet 35 Euro.
Schweizer Fernsehen DRS baut 15 Stellen ab. Im Rahmen eines weiteren Sparpaketes muss das Schweizer Fernsehen DRS nochmals 15 Vollzeitstellen abbauen. Besonders hart trifft dieser Entscheid die Abteilung Sport. Diese muss ihr Stellenvolumen um 320 Stellenprozent reduzieren. Bekannteste «Opfer» sind Janine Geigele und Monika Fasnacht. Geigele kam 1999 zu SF DRS und wurde als Moderations-Aushängeschild aufgebaut, Monika Fasnacht gehörte zu den ersten Sportmoderatorinnen von SF DRS und arbeitete zuletzt mit einem 20-Prozent-Pensum als Moderatorin.
Editorial

Abenteuer Bezahlmodell Internetanbieter stürzen sich in ihr nächstes Abenteuer: Sie suchen Kunden für kostenpflichtigen Content. Spätestens in zwei Monaten will Moneycab den Grossteil seiner Inhalte nur noch via Pay-Channel vertreiben. Doch ob es gelingen wird, so viele Zahlungswillige anzulocken, wie man dringend für die Kostendeckung braucht, steht allerdings in den Sternen.
Jüngste Erfahrungen mit dem Wechsel zur bezahlten Nutzung – überwiegend von Verlagen – sind ernüchternd ausgefallen.
Das geringe Interesse hat auch Moneycab auf die Bremse treten lassen, denn eigentlich wollte man den Pay-Channel bereits im Frühjahr starten.
Der neu kostenpflichtige Content ist aber nicht das wichtigste Rezept, das Moneycab für die Zukunft optimistisch stimmt. Synergien nutzen und Kosten sparen – darum geht es vor allem. Goldbach Media verfügt im eigenen Haus über Rahmenbedingungen, die andere Internetprojekte nicht hatten. Moneycab-Schwesterfirma Swisscontent bietet grosszügig Hand zum Zusammenführen und Abspecken. Die bisherige Moneycab-Redaktion kann sich künftig ganz auf den kostenpflichtigen Content konzentrieren.
Mit dem Bezahlmodell betritt Moneycab nicht nur Neuland. Es betritt dieses Neuland zum falschen Zeitpunkt. Denn in einer
Zeit, in der sich niemand mehr die Finger an der Börse verbrennen will, bricht auch die Nachfrage nach entsprechenden Informationen zusammen.
Trotzdem ist Moneycab optimistisch. Eine Befragung unter den Nutzern zeige: Ein Grossteil der bisherigen User sei bereit, einen Obolus zu entrichten. Man darf gespannt sein, wie viele von ihnen das abgegebene Bekenntnis auch wirklich in ein Pay-Abo umsetzen werden – und wichtiger noch: wie viel Cash sie bereit sind, auf den Tisch zu legen.
Die Gefahr des Nutzerschwundes auf Grund der Umstellung auf das Bezahlmodell ist gross. Dies wäre ein kräftiger Schnitt ins eigene Fleisch, denn mit sinkenden Page Impressions käme auch die Attraktivität der Werbeplattform unter die Räder. Die Trennung in Free- und Pay-Angebote ist und bleibt eine Gratwanderung mit ungewissem Ausgang.
Eines ist sicher: Gelingt es Moneycab, sich durch die aktuelle Krise durchzuhungern, steht die Finanzsite beim nächsten Aufschwung auf starken Beinen. Sollten aber die Börsen- und die Internetkrise anhalten, kann man rechnen, solange und wie
man will – dann bleiben auch noch so clevere Geschäftsmodelle in den roten Zahlen stecken. Daniel Schifferle

Mit dem nützlichen Beat ins Bett

Contexta veräppelt mit einer TV-Spot-Serie für die Schweizer Familie die Boulevardkonkurren

Contexta veräppelt mit einer TV-Spot-Serie für die Schweizer Familie die Boulevardkonkurrenz Von Luca Aloisi
Die bei einem eher konservativen Lesepublikum positionierte Familienzeitschrift Schweizer Familie ist dank ihrer Nutzwert-strategie wieder im Aufwind. Selbstbewusst und ironisch hebt sie sich in der neuen TV-Spot-Kampagne von der Konkurrenz ab. Contexta führte Regie.
Nach jahrelangem Krebsgang hat die Schweizer Familie (SF) auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Um bedrohliche 22,8 Prozent brach die Auflage des zur Tamedia-Gruppe gehörenden Blattes von 1996 bis 2001 ein. Erst 2001 konnte sie im Vergleich zum Vorjahr wieder 0,1 Prozent zulegen.
Obwohl die SF wieder sicheren Boden gefunden hat, muss die Auflagedistanz zur Konkurrentin von der Dufourstrasse (Schweizer Illustrierte) wehtun; diese wuchs in der gleichen Zeitspanne von knapp 27000 auf nahezu 99000 Exemplare.
Immerhin: Mit einer redaktionellen Neuausrichtung hin zu einem stark serviceorientierten Titel hat die SF den Abwärtstrend stoppen können. Gepaart mit den bewährten Inhalten von Aktualität und (nicht nur Cervelat-)Prominenz über saisonale Do-it-yourself-Ressorts und von Rätsel- bis Kinderseiten ist die Familienzeitschrift ihrem Namen wieder gerecht geworden. Dabei ist die SF linientreu geblieben und spricht wie bisher ein im besten Sinne familienorientiertes Zielpublikum an. Deutlich grenzt sie sich von Trend- und Boulevardmagazinen ab, was auch die Kernbotschaft der angelaufenen TV-Spot-Kampagne ist.
Die feine Ironie winkt von der Werdstrasse ins Seefeld
Nach einer Werbeoffensive, die den gesteigerten Nutzwert des Tamedia-Titels via Press und Poster bewies, präsentiert jetzt der Verlag die besten Seiten der SF dem breiteren TV-Publikum. Entstanden ist eine Serie kurzer, charmanter Spots, die in den Dekors von «Lüthi & Blanc» in Glattfelden gedreht wurden. Dabei bedienen sich die vier Streifen eines witzig hinterlistigen Prinzips, das an die lauten Schlagzeilen der Boulevardpresse erinnert: Ein von Leon Huber gelesener Aufmacher lässt die Zuschauer auf eine überraschende Story mit einem Prominenten spekulieren. Die Auflösung erfolgt dann aber buchstäblich genommen.
So wird beispielsweise der Aufreisser «Heute mit Beat Schlatter im Bett» ganz einfach mit einer Leserin aufgelöst, die in ihrem Bett eine Ausgabe der SF mit Beat Schlatter auf dem Titelblatt liest. «Bewusst spielt das Konzept mit dem immer wieder funktionierenden und boulevardesken Testimonial-Mechanismus beziehungsweise mit den Persönlichkeiten auf der Front», erklärt Marco Mesot, Berater bei der Berner Contexta. Durch die Wahl der jeweiligen Locations entsteht eine natürliche Brücke zur eigentlichen Hauptaussage sowie ein durchaus ironisch gemeinter Vergleich mit der einschlägigen Konkurrenz: Schweizer Familie – die nützlichste Illustrierte der Schweiz.

News: Ständerat: Ja zu Alkoholwerbung

Der Ständerat spricht sich für eine vorgezogene Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) aus, um privaten Radio- und TV-Stationen Werbung für tiefprozentigen Alkohol zu ermöglichen.

Der Ständerat spricht sich für eine vorgezogene Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) aus, um privaten Radio- und TV-Stationen Werbung für tiefprozentigen Alkohol zu ermöglichen.News Ständerat: Ja zu Alkoholwerbung Die kleine Kammer übernahm mit 22 zu 11 Stimmen eine Initiative von Carlo Schmid (CVP), dem Präsidenten der Dachorganisation Schweizer Werbung. Alkoholwerbung soll nach dem Willen des Ständerats aber keine Lifestyle-Verführungen enthalten. Die Vorlage geht jetzt an den Nationalrat.
Tages-Anzeiger mit SMS-Abowerbung Zur Abogewinnung setzt der Tages-Anzeiger (TA) neu auf SMS: Per Tramplakat werden Fahrgäste eingeladen, den TA zur Probe zu bestellen. Die Bestellung erfolgt mit dem Handy via SMS. Dabei kann der Tram-passagier sitzen bleiben, benötigt keinen Kugelschreiber und muss keinen Briefkasten suchen. Auf Grund der guten Resultate wiederholt der TA die Aktion im Juli nicht nur bei den VBZ, sondern auch auf mehreren S-Bahn-Linien.
Weko prüft Corbaz-Übernahme Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht die Übernahme des Waadtländer Corbaz-Verlags durch Edipresse einer vertieften Prüfung. Die Vorprüfung habe Anhaltspunkte ergeben, wonach der Zusammenschluss «eine mögliche marktbeherrschende Stellung von Edipresse im Kanton Waadt verstärken könnte», teilte die Weko mit.

Blinde, Nackte und Hunde

Sex und Bad Taste dominierten die Werbeweltmeisterschaft Cannes ’02 – die Selbstfeier der Spassgesellschaf

Sex und Bad Taste dominierten die Werbeweltmeisterschaft Cannes ’02 – die Selbstfeier der Spassgesellschaft Von Samuel Helbling
Das 49. Werbefestival in Cannes litt unter der Wirtschaftsflaute: Rund 10 Prozent weniger Arbeiten wurden eingereicht. Auch die Delegationen waren nicht mehr so zahlreich erschienen. Doch tat dies dem Werbefest keinen Abbruch. Als einzige Schweizer Agentur reiste McCann-Erickson, Genf, mit einem Silber-Löwen von der Côte d’Azur zurück.
Crash auf Raten, pessimistische Marktstimmung, Konsumenten im Kaufstreik. Angesichts der nicht gerade aufmunternden Konjunkturdaten waren alle gespannt, wie das traditionell pompöse Werbefest im Jahr der Rezession und nach dem 11. September über die Bühne gehen würde.
Zur grossen Überraschung vieler Festivalbesucher haben die Terroranschläge in der Werbung keine deutlichen Spuren hinterlassen. Abgesehen von verstärkten Sicherheitskontrollen und einer kleinen Solidaritätsausstellung für New York («Still shining, New York») in einem unscheinbaren Nebenraum des Palais war die Festivalfreude unbelastet von Vergangenheitsbewältigung. Etwas undankbar war für den neuen Festival-CEO Frank Prenner einzig die Tatsache, dass ausgerechnet in seinem Debütjahr happige Rückgänge bei den Besucherzahlen und bei den Einreichungen zu verzeichnen waren.
Am deutlichsten zeigen sich die aktuelle Befindlichkeit und die vorherrschenden Trends jeweils am Grand Prix (GP): Hier lässt die Jury am meisten Sorgfalt walten und investiert ihren ganzen Ehrgeiz. Mit dem GP will sie herausragende und wegweisende Arbeiten ins Rampenlicht rücken und sich dabei selbst ein Denkmal setzen. Die prestigeträchtigsten GP werden jährlich für die beste Kommunikationslösung in den drei Disziplinen Press, Outdoor und Film vergeben.
Der Press-GP ging an Saatchi &Saatchi, London, für den Reiseveranstalter «Club 18 – 30». Die Sujets zeigen Gruppen junger, leicht bekleideter Menschen in der Freizeit. Durch die Collagentechnik verschwimmen die Motivebenen, sodass auf den ersten flüchtigen Blick sexuelle Posen abgebildet scheinen. «Die Sujets schaffen es, auf hintergründige Art ehrlich zu sein», schwärmte Jury-Präsident Jeff Goodby. Man könne sich mit den einzelnen Anzeigen minutenlang beschäftigen. Und wann schaffe dies heute schon eine Anzeige, gab er sich selbstkritisch.
Den Outdoor-Grand-Prix holte sich Leo Burnett (Oslo) mit einer Reihe von Motiven für ein Piercing-Studio. Die Sujets sind in Nahaufnahme festgehalten, brutal direkt, roh, ungeschminkt. In der Königsdisziplin Film ging der Grand Prix an Wieden+Kennedy aus Portland für ihren Nike-Spot «Tag», eine Art «Fangis»-Fieber, das die New Yorker Passanten auf der Strasse packt. Jury und Publikum feierten den Nike-Spot mit frenetischem Applaus. Dass dabei der junge Mann trotz seiner Nike-Sneakers niemanden einholen kann, störte die Jury nicht, denn es gehe hier, so Goodby, um die Freude am Sport, um gute Unterhaltung und um den Nike-Geist im Spiel.
Unter den ausgezeichneten Gold-Kampagnen befand sich auch eine umstrittene Antiraucherkampagne. Sie zeigt Zwergwüchsige, für die Sex-Heftchen am Kiosk oder die Pissoirschüssel unerreichbar hoch sind. Dazu der Claim: «Smoking causes fatal diseases». Wie der Jury-Präsident diesen Entscheid seinen politisch korrekten Kollegen in den USA erklärt, bleibt sein Geheimnis.
Ein Indiz dafür, dass die Werbung wieder zur Normalität zurückgefunden hat, sah der niederländische Juror Joeri Bakker in der Tatsache, dass Sex und Bad Taste das aktuelle Werbeschaffen dominierten. Sie habe dieses Jahr auffällig viele Sex-Jokes gesehen, pflichtete die deutsche Jurorin Dörte Spengler-Ahrens leicht genervt bei. Und einig waren sich die Juroren querbeet, welche Sujets das diesjährige Festival dominierten: «.» Von diesen Sujets wimmelte es nur so. Dass dieser Trend durch das Festival noch verstärkt werden wird, wurde allgemein befürchtet.
Und die Schweizer Delegation? Sie musste einmal mehr zur Kenntnis nehmen, dass eine Medaille vom ADC Schweiz, Europe oder New York noch lange kein Versprechen für einen Cannes-Löwen ist. Insgesamt schafften es 19 Einreichungen auf die Shortlist, doch davon wurde lediglich die Generali-Anzeige von McCann-Erickson, Genf (siehe WW 24/02), mit den acht Heftklammern versilbert.
Der einzige Schweizer, der in Cannes einen grossen Auftritt gehabt hätte, war Nicolas G. Hayek. Ihm wurde als «Inbegriff des cleveren und innovativen Unternehmens» der renommierte Titel «Advertiser of the Year» verliehen. Doch ausgerechnet am Tag der Preisverleihung war der Uhrenkönig unabkömmlich und liess seine Dankesrede per Tonband einspielen. Mit dicker Zigarre im Mund und verschmitzt von der Leinwand herab lächelnd, nahm er die Huldigung der applaudierenden Werbeschar entgegen.
Film- und DM-Shortlist

Toyota Corolla (Mirror Façade) von Wirz, Zürich; LTV/Yellow Pages (Car, Horse, Soccer, Clinton) von Publicis, Zch. Swisscom Mobile (Father & Daughter) von Publicis, Zch.
Expo-VIP-Mailing für Orange von Lowe Direct, Zürich.

Optimistisch in düsterem Umfeld

Moneycab erwartet trotz Pay-Channel kaum Verluste an Usern

Moneycab erwartet trotz Pay-Channel kaum Verluste an UsernVon Daniel Schifferle Moneycab und Swisscontent rücken noch näher zusammen und sparen reichlich Kosten. Darüber hinaus soll die Trennung in einen Free- und einen Pay-Channel zusätzliche Einnahmen generieren. Trotzdem: Ohne Trendwechsel an der Börse und im Internet bleiben die Aussichten düster.
Finanzportale haben einen schweren Stand. Angesichts der miserablen Performance der Börse und des Internets ist kostendeckendes Arbeiten erneut in die Ferne gerückt. Gute Ideen sind gefragt. Im Falle von Moneycab heissen die Zauberworte: Lean-Strukturen und ein Pay-Channel.
Moneycab verfügt zusammen mit der Schwesterfirma Swisscontent über einzigartige Voraussetzungen, um effizient Kosten zu sparen. Im März wurden die beiden Redaktionen zusammengelegt. Bereits für Anfang 2003 ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Konzentration der Kräfte angesagt. Dann wird auch die Swisscontent-Filiale in Kehrsatz BE aufgelöst und in den Zürcher Geschäftssitz integriert. «So können wir die Redaktion herunterfahren und massiv Kosten sparen», erklärt Markus Gisler, Noch-CEO von Moneycab und künftiges Verwaltungsratsmitglied (VR) der Finanzfachmarkt AG. Der Schrumpfungsprozess gehe ohne Kündigungen über die Bühne, man werde einige Abgänge nicht ersetzen.
Dass auch er den Hut nehmen wird, ist für Gisler logisch. «Sowohl Moneycab als auch Swisscontent beschäftigen Journalisten. Dafür genügt ein Chef», sagt Gisler. Deshalb sei es folgerichtig, wenn Swisscontent-CEO Fredy Hämmerli jetzt CEO beider Firmen sei. Allerdings sind Gislers Aufgaben zurzeit noch nicht auf seine künftige VR-Rolle bei der Finanzfachmarkt AG beschränkt. Er hat einen Arbeitsvertrag, der so lange gilt, bis er eine neue Stelle gefunden hat. Und er will seine Arbeit noch abschliessen. Gisler: «Wenn der Pay-Channel läuft, ist Moneycab als Site fertig gebaut.»
Die Philosophie des Pay-Channels, der in spätestens zwei Monaten fixfertig umgesetzt sein soll: die Trennung zwischen den weiterhin gratis erhältlichen Basisinfos und den neu nur noch gegen Gebühr zu beziehenden Inhalten. Gratis bleiben die agenturartigen Artikel über das tägliche Wirtschaftsgeschehen sowie das Abrufen der Börsenkurse. «Vertiefende Inhalte und Content, der Richtung Beratung geht, wird künftig genauso kostenpflichtig sein wie die speziellen Tools, die wir unseren Kunden exklusiv anbieten werden», sagt Gisler.
Der Pay-Channel setzt nicht auf Pay-per-view, sondern auf abonnierbare Packages. Laut Gisler definiert Moneycab jetzt eine Reihe von Kategorien, die unterschiedliche Leistungen beinhalten. Entsprechend der individuellen Bedürfnisse werde jeder User sein persönliches Informationspaket ordern können.
Mit der Einführung eines Pay-Channels wird auch die Zusammenarbeit zwischen Swisscontent und Moneycab neu aufgegleist. Die bisherige Moneycab-Redaktion wird künftig ausschliesslich für den Pay-Channel schreiben. Swisscontent betrachtet Moneycab künftig als Kunden, der den von Swisscontent produzierten Basisfeed für den Free-Channel bezieht. Dieser wird allerdings nicht exklusiv für Moneycab, sondern auch für weitere Plattformen produziert.
Gisler rechnet mit einer genügend grossen Nachfrage nach kostenpflichtigen Inhalten. Ende 2001 hatte die Uni St.Gallen im Auftrag von Moneycab eine Studie erstellt, die die Zahlbereitschaft unter rund 600 Moneycab-Usern abklärte. «Eine hohe Zahl ist bereit, für gewisse Inhalte ins Portemonnaie zu greifen.»
Trotzdem will Gisler keine Prognose wagen, in welcher Zeit Moneycab wie viele zahlende Abonnenten generieren will. Immerhin: Obschon er mit dem Pay-Channel «nicht das grosse Geld» erwarte, ist er zuversichtlich, was den Break-even von Moneycab betrifft. «Moneycab wird im Jahr 2004 schwarze Zahlen schreiben», sagt Gisler.

Jetzt gibts Cash für 20 Minuten

Cash-News und Cash-Werbung ist ab August im Gratisblatt vertreten

Cash-News und Cash-Werbung ist ab August im Gratisblatt vertretenVon Markus Knöpfli Ringiers Cash und die Pendlerzeitung 20 Minuten haben eine strategische Partnerschaft geschlossen: Cash stellt ab 5. August die beiden täglichen Wirtschaftsseiten von 20 Minuten her, und dieses gewährt dem Wirtschaftsblatt den Zugang zu den gesuchten jungen Lesern.
Eines wurde von beiden Seiten klargestellt: Bei der neuen Partnerschaft fliesst kein Geld, sie besteht allein aus Gegengeschäften: Die Cash-Gruppe mit der Wirtschaftszeitung Cash und der Anlegerplattform Borsalino liefert 20 Minuten Wirtschafts- und Börseninformationen. Im Gegenzug macht 20 Minuten seinen Lesern klar, dass die tägliche Wirtschaftsseite neu aus der Cash-Redaktion und die Börsenseite von Borsalino stammt. Zudem erhält Cash bei 20 Minuten ein bestimmtes Anzeigenvolumen und Borsalino einen Link auf der Website 20min.ch. Auch im kommerziellen Bereich wollen die beiden Zeitungen kooperieren, Genaueres steht aber noch nicht fest.
«Langsam akzeptiert man uns», triumphiert Rolf Bollmann, Verlagsleiter von 20 Minuten. Unumwunden gesteht er ein, dass es ihm bei der neuen Partnerschaft primär um «die Aufwertung unseres Gratistitels» ging. Und erst in zweiter Linie um die Lösung einer Vakanz in der Wirtschaftsredaktion. Diese hätte auch mit einer Neubesetzung gelöst werden können, doch Bollmann zog die neue, kostenlose Partnerschaft vor – aus Imagegründen, aber auch wegen der derzeit angespannten finanziellen Situation. Er war es denn auch, der bei Cash angeklopft hatte.
Steht eine Beteiligung von
Ringier bei 20 Minuten bevor?
Doch auch Cash zieht Nutzen aus der Kooperation: «Unser Ziel ist es, die jungen Leser von 20 Minuten für Wirtschaftsthemen zu begeistern, sodass Cash für jene zur ersten Adresse wird, die sich intensiver mit Wirtschaft auseinander setzen», sagt der Verlagsleiter Thomas Passen.
Die Cash-Redaktion habe nun zudem die Möglichkeit, eine Geschichte in Printform über mehrere Tage weiterzuziehen. Dafür wird in der Cash-Redaktion eine eigene Abteilung gebildet, die neben 20 Minuten voraussichtlich auch das Webportal Borsalino mit tagesaktuellen Informationen beliefert.
Auch wenn kein Geld fliesst – bedeutet diese Partnerschaft vielleicht doch eine Annäherung Ringiers an das Pendlerblatt, möglicherweise sogar zwecks späterer Beteiligung (siehe auch Seite 1)? «Ringier wird nicht anklopfen – eher umgekehrt», winkt Ringier-Sprecher Fridolin Luchsinger ab. Und ist das Umgekehrte schon eingetreten? Das will Luchsinger nicht kommentieren, fügt jedoch hinzu, dass Ringier eine Anfrage «sicher diskutieren würde, doch wir beurteilen die wirtschaftliche Basis und die Aussichten von 20 Minuten nach wie vor als nicht besonders gut.» Zudem sei man der Meinung, dass Gratiszeitungen nicht dem Interesse von Verlagen mit Kaufzeitungen entsprächen.

Saftige Redaktionsprügel für Peter Rothenbühler

Le-Matin-Chefredaktor nicht sehr beliebt

Le-Matin-Chefredaktor nicht sehr beliebtPeople-König im neuen Reich» titelte Facts in diesem Frühjahr, nachdem Peter Rothenbühler, bereits im Dezember 2001 zum neuen Chefredaktor für die Westschweizer Tageszeitung Le Matin ernannt wurde. Nach nur vier Monaten Amtsdauer wird der König von seiner Redaktionsequipe aber bereits in Frage gestellt. Eine intern durchgeführte Vertrauensabstimmung hat ergeben, dass 32 Redaktionsmitglieder gegen Peter Rothenbühler gestimmt haben, 20 enthielten sich der Stimme, und 39 Mitarbeiter legten für ihren Chef ein Ja in die Urne. Obwohl es sich laut Theo Bouchat von Edipresse bei der Abstimmung um eine interne Angelegenheit handelt, gelangte das Resultat der Abstimmung eigenartigerweise an die SDA. Rothenbühler ist der zweite Chefredaktor, dem die Redaktion von Le Matin in den Rücken fällt. Bereits Daniel Pillard, heute Chefredaktor von dimanche.ch, der Sonntagszeigung von Ringier Romandie, musste vor etwas mehr als einem Jahr den Hut nehmen – angeblich weil er die Mitarbeiter nicht zu führen wusste und weil sich diese gegen die Boulevardisierung von Le Matin wehrten. Dieses Argument wird auch jetzt vorgeschoben. Es ist gar die Rede von Journalisten, die für den Boulevardstil nicht genügend ausgebildet seien. «Ich hoffe nicht, dass wir eine Horde von Halbpromis im Stil der Ringier-Blätter pflegen müssen», liess eine Redaktorin seinerzeit gegenüber Facts verlauten.
Dass eine Redaktion ihrem Vorgesetzten derart am Chefsessel sägen kann, lässt den Schluss zu, dass die Direktion von Edipresse ihren Chefredaktoren wenig Deckung gewährt. Die Vertrauensabstimmung nach hunderttägiger Amtszeit wurde von Edipresse zu einem Zeitpunkt beschlossen, als es mit dem seinerzeitigen Chefredaktor der Tribune de Genève, Guy Mettan, Probleme gab. Die Abstimmung hat rein konsultativen Charakter. (av)

Grosse Radiopoolkonfusion

Ab 1. Juli gibts drei Radiopools, aber nur für sechs Monate

Ab 1. Juli gibts drei Radiopools, aber nur für sechs MonateVon Markus Knöpfli Die Radiobranche mischt ihre Pools auf – und zwar so kurzfristig, zeitlich eng limitiert und unkoordiniert, dass Aussenstehende kaum mehr durchblicken. Jedenfalls existieren in den nächsten sechs Monaten drei statt wie bisher zwei nationale Radiopools sowie ein Namensalat – wie es aber ab 2003 weitergeht, ist noch offen. Wahrscheinlich wird noch einmal alles ganz anders.
Namen sind bloss Schall und Rauch. Das gilt besonders in der Radioszene. Der Millionenpool, obwohl er in angekündigter Zusammensetzung starten kann, wird wegen Namensstreitereien gleich noch umbenannt. Umgekehrt behält der Pool 2000, der in seiner bisherigen Zusammensetzung ab sofort nicht mehr besteht, trotzig seinen Namen bei. Und um die Verwirrung komplett zu machen, mehren sich die Anzeichen, dass auch der City-Pool bald in umgebauter Form daherkommt. Da darf es nicht verwundern, wenn er sich dennoch weiterhin City-Pool nennen oder – warum auch nicht? – in Millionenpool umtaufen würde.
Doch der Reihe nach. Immerhin ein Punkt in der ganzen Radiopool-Diskussion scheint mittlerweile geklärt: Am 1. Juli geht der Millionenpool, der aber in One Pool umbenannt wurde, in den Verkauf. Er umfasst, wie schon früher beschrieben (WW 20/02), das bisherige Zürcher Modul des Pool 2000 (Hitradio Z, Argovia, Sunshine) sowie die Radios Top, Grischa/Piz, 32, Ri und Central. Der One Pool lässt sich in drei Module unterteilen: das Modul Zürich mit Hitradio Z, Argovia, Sunshine und Top, das Modul Mittelland mit Argovia und 32 und das Modul Ostschweiz mit Top, Ri, Grischa/Piz und Central.
Am 1. Juli startet auch der neue Pool 2000, zwar weiterhin mit drei Modulen, doch das vertragsbrüchige Modul Zürich (Hitradio Z, Argovia, Sunshine) wurde letzte Woche auf eigenen Wunsch in den One Pool entlassen und durch den Powerpool (Radio 24, Zürisee) ersetzt. Der Pooltarif ändert selbstredend, Details werden diese Woche beschlossen, ebenso die Frage, ob Radio Aktuell gleich auch noch integriert werden soll. Übrigens: Die Entlassung der ungetreuen drei ging für einmal sogar ohne Anwälte über die Bühne, vermutlich jedoch nicht ohne Schadenersatzzahlungen. Doch darüber wurde Stillschweigen vereinbart.
Bisher wurden Verträge in der Radioszene selten eingehalten
Das Hauptproblem am neuen Pool 2000 sind nicht die vielen Änderungen unter altem Namen, sondern dass sie nur ein halbes Jahr Gültigkeit haben werden. Der Grund: Der Powerpool liess sich nur bis Ende 2002 als Ersatzmodul Zürich verpflichten. Deshalb ist noch völlig offen, was ab 2003 aus dem Pool 2000 wird.
Warum aber liess sich der Powerpool nicht längerfristig beim Pool 2000 einbinden? Weil ihm eine Einladung aus dem City-Pool (Basilisk, Extra Bern, Pilatus) vorliegt. Dazu kommt wohl noch eine Weisung aus den Chefetagen von Tamedia. Dort will man die drei Radios, 24, Basilisk und Extra Bern, an denen der Konzern beteiligt ist, in ein und dasselbe Poolpaket schnüren.
Fest steht: Der City-Pool hat die Erweiterungsbereitschaft beschlossen, ist aber noch ungekündigt. Falls alles vertragskonform abgeht, müsste eine Kündigung noch diese Woche ausgesprochen werden. Vielleicht ist eine solche aber gar nicht nötig, wenn Einstimmigkeit bezüglich der Aufnahme von Radio 24 beziehungsweise des Powerpools herrscht. Das würde in den Statuten stehen. Doch was sind Statuten und Verträge in der Radioszene wert? Bisher wurden sie jedenfalls selten eingehalten. Zudem findet Tamedia bestimmt einen Dreh, wie sie zumindest ihr Radio 24 in den City-Pool bringt, schliesslich gibt sie dort über Basilisk und Extra Bern bereits den Ton an.
Vieles deutet also darauf hin, dass die Einbindung von Radio 24 oder des Powerpools im City-Pool ab 2003 Wirklichkeit wird. Dies hätte dann die Auflösung des Pools 2000 zur Folge. Denkbar wären danach noch zwei mehr oder weniger vernünftige Szenarien (die erfahrungsgemäss allerdings kaum zum Zug kommen werden): Die verwaisten Pool-Module Bern (BE1, BeO, Canal 3) und Basel (Regenbogen, Edelweiss) bleiben je selbstständig und bieten sich als mögliche Ergänzungen zum ostwärts orientierten One Pool an. Oder sie schliessen sich dem One Pool als zusätzliche Module an. Es stellt sich dann jedoch die (rhetorische) Frage, weshalb sie das nicht schon jetzt getan haben. Die Mediaplaner hätten es ihnen bestimmt gedankt. Mit diesem Chaos erweist sich die Radiobranche selbst den grössten Bärendienst.

Neue Weltwoche findet neue Leser

Auch das Anzeigenvolumen soll steigen

Auch das Anzeigenvolumen soll steigenDie Weltwoche, die vor acht Wochen zum Magazinformat gewechselt hat, findet zwar neue Leser, aber noch kaum Inserenten. Dies sagt Verlagsleiterin Uli Rubner gegenüber der WerbeWoche und betont gleichzeitig, dass es «noch sehr früh» sei, um Bilanz zu ziehen. Doch mit den bisherigen Resultaten im Lesermarkt ist Rubner sehr zufrieden: Die Erneuerungsquote der bisherigen Weltwoche-Abonnenten bewege sich in «gewohntem Rahmen und ist nicht – wie von vielen prophezeit – massiv getaucht».Sonder-Leserschaftsanalyse bei der Wemf bestellt
Ein Copytest von Demoscope ergab, dass acht von zehn bisherigen Abonnenten das neue Format besser finden als das alte Zeitungsformat. Zudem erbrachte die vierwöchige Gratis-Testaktion rund 50000 neue Testleser. Verlagsleiterin Rubner rechnet demzufolge mit rund 5000 zahlenden Neuabonnenten. Erfolge meldet auch der Einzelverkauf, der vier Wochen nach dem Start mindestens 50 Prozent über dem früheren Wert lag.
Es scheint, als ob es der Weltwoche in der ersten Phase gelungen ist, ihre Werte (Auflage: 84957 Exemplare; 320000 Leser) leicht zu verbessern. Erste offizielle Zahlen sind aber frühestens im September zu erwarten. Rubner hat bei der Wemf eine Sonder-Leserschaftsanalyse ab Mai in Auftrag gegeben. Sie lässt aber noch offen, ob sie die Ergebnisse dieser Prüfung auch veröffentlichen wird.
Obwohl die Verlagsleiterin alles in allem durch die Resultate im Lesermarkt «sehr zuversichtlich» gestimmt ist, spricht sie bezüglich Werbemarkt von einem «Wermutstropfen». Als Grund ortet sie den «ungünstigen Starttermin» und die wegen der Relaunch-Verschiebung verspätete Anzeigenakquisition. Auf Grund der Leserresonanz und des positiven Feedbacks der Anzeigenkunden rechnet Rubner für den Herbst aber mit mehr Anzeigenseiten. Markus Knöpfli

«Wir werden unsere bisherigen Leser nicht vor den Kopf stossen»

Roland Wahrenberger, Verlagsleiter der Schweizer Familie, über die neuen Auflage

Roland Wahrenberger, Verlagsleiter der Schweizer Familie, über die neuen Auflageziele Von Luca Aloisi
Das unverhoffte Geschenk aus Rapperswil birgt Wachstumschancen: Dank des übernommenen Meyer’s-Kundenstamms kann bei Tamedia vorerst die Schweizer Familie (SF) ihre Auflage und Reichweite stark ausbauen. SF-Verlagsleiter Roland Wahrenberger über die Strategie, mit der er die neuen Leser an die Familienzeitschrift binden will.
Roland Wahrenberger, obwohl die Meyer’s-Auflagezahlen (offiziell: 97000) offenbar stark aufgerundet wurden, können Sie sich über das unerwartete Geschenk freuen? Wie gross ist der Abostamm effektiv?
Roland Wahrenberger: Die genaue Zahl ist mir selber nicht bekannt. Die Adressen werden derzeit bei uns ins System eingelesen.
Bestimmt können Sie aber sagen, um wie viel Sie die bisherige SF-Auflage von 156724 Exemplaren steigern können?
Wahrenberger: Wir werden auf Woche 26 unsere Druckauflage auf 215000 Exemplare fahren.
Das würde bedeuten, dass Sie rund 60000 Abos übernehmen.
Wahrenberger: Mit solchen Rechnungen muss man ein wenig vorsichtig sein: Man kann nicht einfach die beglaubigte Auflage mit der Druckauflage gleichsetzen, da diese meist höher ist und momentan noch eine relativ hohe Anzahl Schnupperabos von der Schweizer Familie enthält.
Haben Sie bei den Anzeigenbuchungen schon eine Reaktion feststellen können?
Wahrenberger: Das Ganze ging so kurzfristig über die Bühne, dass die offiziellen Anzeigenschlüsse eigentlich schon vorüber waren, als die Geschichte bekannt wurde. Wir haben aber Signale, dass einige Kunden sich überlegen, ihre Werbebudgets in die Schweizer Familie zu verschieben. Und wir haben auch schon konkrete Buchungen erhalten.
Welchen Zuwachs hoffen Sie bei den Anzeigenseiten zu erreichen?
Wahrenberger: Intern wurden Wetten abgeschlossen, aber die Zahlen gehen ziemlich weit auseinander. Die Erwartungen liegen deutlich über 50 Seiten bis Ende Jahr.
Welche potenziellen Werbekunden wollen Sie jetzt neu anpeilen?
Wahrenberger: Primär sind das Kunden aus dem Kosmetik- und Modebereich.
Welches Ziel haben Sie sich bei der Erneuerungsquote von Meyer’s-Abonnenten gesteckt?
Wahrenberger: Es gibt einen Businessplan, aber auch diese Zahl kann ich nicht nennen. Logischerweise werden wir nichts unversucht lassen, möglichst viele zu gewinnen. Aber wir bleiben realistisch.
Konkret: Ist der Zugewinn von einem Drittel bisheriger Meyer’s-Abonnentinnen eine optimistische Schätzung?
Wahrenberger: Nein, sie ist sehr pessimistisch. Wir zielen ganz klar höher.
Von Ihren gut 600000 Leserinnen und Lesern haben bisher rund 66000 auch Meyer’s gelesen. So gesehen, können Sie höchstens 70 Prozent der Meyer’s-Leserschaft dazugewinnen.
Wahrenberger: Auch hier reflektieren die Mach-Überschneidungen nur teilweise die Tatsachen. Denken Sie nur an Praxen, wo beide Blätter nebeneinander liegen. Doppelleser ist nicht immer gleich Doppelabonnent. Wir sind jetzt dabei, die effektiven Zahlen herauszufinden.
In den letzten fünf Jahren hat die SF 42000 Abonnenten verloren, die sie mit gegen 7000 zusätzlichen Einzelkäufern nur zu einem geringen Teil wieder wettmachen konnte. Wie gut stehen jetzt die Chancen, dass Sie diesen Verlust wieder aufholen können?
Wahrenberger: Fakt ist, dass wir seit 2000 in der Auflage stabil sind. Aber es wäre vermessen, zu erwarten, dass man innert ganz kurzer Zeit wieder 42000 Abos holt. Es war schon eine Riesenleistung, die Auflage zu stabilisieren. Das primäre Ziel besteht im Moment darin, die Auflage zu halten. Wir verspüren zurzeit einen leichten Aufwärtstrend.
Spürt auch die Redaktion diese hohe Erwartungshaltung?
Wahrenberger: Natürlich. Man hat sich schon intensiv überlegt, was man den Meyer’s-Leserinnen bieten kann, ohne dabei das bisherige Konzept über Bord zu werfen.
Obwohl die beiden Publika von der Wertorientierung ähnlich sind, ist der Lesestoff doch sehr unterschiedlich: hier Familienthemen, dort Frauen- und Lifestyle-Themen. Was unternimmt nun die Schweizer Familie, um von den neuen Leserinnen und Lesern nach Ablauf des Abos möglichst viele zu behalten?
Wahrenberger: Es wird weder neue Ressorts noch neue Themenbereiche geben, da wir zum einen bereits viele Meyer’s-Bereiche abdeckten und zum anderen die bisherigen SF-Abonnenten nicht vor den Kopf stossen wollen. Wir werden die Themen Beauty, Mode und Kosmetik etwas verstärken. Und auch das werden wir auf die Akzeptanz überprüfen. Gelingt uns das, könnte es in einer zweiten Phase noch einen Schub geben.
Bis wann wollen Sie diese Massnahmen umsetzen?
Wahrenberger: Das wurde noch nicht terminiert. Meyer’s hat seinen Verlust vor allem seit 1999 eingefahren, was beweist, dass gerade beim konservativen Zielpublikum, wie Sie es bedienen, Neupositionierungen heikel sind. Sie haben mit der Nutzwertsteigerung Ihres Blattes die Mediadaten stabilisieren können. Welche Schritte stehen bei der Schweizer Familie bevor?
Wahrenberger: Unser Publikum reagiert tatsächlich sehr sensibel auf Umpositionierungen. Die Schweizer Familie hat in ihrer Geschichte schon mehrere Relaunches erlebt, und die Auflage brach immer wieder ein. Mit dem neuen Konzept konnten wir den Trend stoppen. Deshalb besteht momentan kein Anlass, dieses wieder zu ändern. Wir werden auf diesem Kurs weiterfahren. Obwohl wir schon ein hohes Qualitätslevel erreicht haben, bleibt das Hauptziel weiterhin, dieses konstant zu steigern.
Mit der falschen Testimonial-Kampagne (siehe Seite 7) zeigt sich die Schweizer Familie ziemlich frech, obwohl die zitierten Promis kaum beim jüngeren und urbanen Publikum ankommen dürften. Stellen Sie hier keine Diskrepanz zwischen Schein und Sein fest?
Wahrenberger: Ich finde sie nicht frech. Sie funktioniert ganz einfach nach den Mechanismen, wie gute Werbung funktionieren sollte. Und genau das war die Idee dahinter. Das Spiel mit dem falschen Testimonial ist ein eleganter Weg, um zu zeigen, über welche Leute man in unserem Blatt etwas lesen kann. Wir haben die Promis gewählt, von denen wir glauben, unser Zielpublikum damit am besten anzusprechen.

Ausserdem: Markus Höfler wird neuer CEO und Gesamtleiter Corporate Events der Event Schweiz AG. Er war zuvor nationaler Verkaufsleiter bei Coca-Cola Schweiz.

Ausserdem Markus Höfler wird neuer CEO und Gesamtleiter Corporate Events der Event Schweiz AG. Er war zuvor nationaler Verkaufsleiter bei Coca-Cola Schweiz. Der Leiter des Werbemarktes Zeitschriften des Ringier-Konzerns, Duke Seidman

Ausserdem Markus Höfler wird neuer CEO und Gesamtleiter Corporate Events der Event Schweiz AG. Er war zuvor nationaler Verkaufsleiter bei Coca-Cola Schweiz.
Der Leiter des Werbemarktes Zeitschriften des Ringier-Konzerns, Duke Seidmann, verlässt das Unternehmen per Ende Jahr. Er wird sich als freier Medienberater betätigen und an einer Filmgesellschaft beteiligt sein. Nachfolger wird bereits ab Oktober sein Stellvertreter Nick Hösli, bisher Leiter Media-Marketingservices.
Cyril Meier wird neuer Direktor des Schweizerischen Public Relations Instituts (SPRI). Er übernimmt erste Aufgaben im Laufe dieses Jahres und tritt sein Amt formell am 1. Januar 2003 an. Der bisherige Direktor Eric Herzog, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt, wird in einem Teilzeitpensum die Angebotsentwicklung und Qualitätssicherung des SPRI verantworten und bleibt auch weiterhin als Kursleiter und Dozent tätig. Herzog leitet das SPRI seit 1996. Meier war bisher unter anderem als Berater bei Farner PR, Leiter der weltweiten Corporate Communications des Sulzer-Konzerns sowie als Leiter Marketing & Communications von Andersen Schweiz tätig.
Die junge Basler Werbeagentur Ranz hat ihr Team erweitert. Die Geschäftsleitung teilen sich CD und Inhaber Daniel Ranz und Texter/Berater Claudio Del Principe, die Kreation unter AD Pascal Kottmann wird durch Grafiker Erich Keller ergänzt. Zusätzlich wird das Team durch Flavia Müller als Planerin Marketingkommunikation und Webverantwortliche und Reto Meyer als Berater und Strategischer Planer verstärkt.
Die Universität St.Gallen (HSG) erhält eine neue Kommunikationsbeauftragte. Eva Nietlispach Jaeger übernimmt das Amt von Verena Klinger-Dering, die Mutterschaftsurlaub nimmt und danach Persönliche Referentin des Rektors wird.

Aufgefallen: Glaubt man dem Bundesamt für Gesundheit, fliesst der Alkohol bei einem Fünftel unserer Gesellschaft unkontrolliert die Kehle runter.

AufgefallenGlaubt man dem Bundesamt für Gesundheit, fliesst der Alkohol bei einem Fünftel unserer Gesellschaft unkontrolliert die Kehle runter. Darum ist Prävention nötig. Fortgesetzt wird sie mit der bereits vierjährigen Kampagne «Alles im

Aufgefallen Glaubt man dem Bundesamt für Gesundheit, fliesst der Alkohol bei einem Fünftel unserer Gesellschaft unkontrolliert die Kehle runter. Darum ist Prävention nötig. Fortgesetzt wird sie mit der bereits vierjährigen Kampagne «Alles im Griff?». Sechs neue Sujets warnen weiter vor der Volksdroge Nummer eins. Betrachtet man die Gläser nüchtern, wirken sie aber clean und künstlich. Mixt man Drinks jetzt mit der Klobürste? Dass Alkohol Urin produziert, ist auch klar. Hm, ich stutze. Ich sehe mir die Plakate nach einem Glas Rotwein nochmals an. Wenn sich danach der Eindruck markant ändert, muss ich die Kolumne neu schreiben. Chandra Kurt [email protected]
Kolumne

Geld machen Von Liz Sutter
Vom Schreiben würde ich Ihnen abraten. Sie sind nicht Rowling und nicht Auster, noch nicht einmal Suter, Martin Suter meine ich. Sie landen ebenso wenig einen Bestseller, wie Frankreich noch Weltmeister wird. Warum werden Sie nicht Kaminfeger? Bisschen in die Röhre gucken, bisschen drin rumfummeln – und kassieren. Bei unserem Schwarzarbeiter hats Jahre gedauert, bis er wegen unterlassener Russung aus dem Verkehr gezogen wurde. Davor hat er ganz schön Kohle gemacht. Sie haben dennoch keine Lust, wie ein Glücksbringer auf einer Neujahrskarte herumzulaufen? Dann probieren Sie es doch mit Feuerlöschern. Alles, was Sie brauchen, ist ein Auto und ein bisschen Mut. Damit müssen Sie Ihren ersten Feuerlöscher möglichst unauffällig in irgendeinem Treppenhaus abhängen. Mit diesem Grundstock im Kofferraum klingeln Sie an der nächstbesten Haustür. Bellen Sie «Feuerlöscherkontrolle!» in die Gegensprechanlage, und der Einlass ist Ihnen gewiss. Wenn Sie nun das alte alte mit dem neuen alten Gerät vertauschen, schreiben Sie das Datum drauf, bevor Sie den Austausch fakturieren. Total blöd sind die Hausbesitzer auch nicht.
Ist Ihnen alles zu mühsam?
Dann gäbs da noch das Register. Vor über zwanzig Jahren liess ich mich ins Handelsregister eintragen, weil ich ein grosses Auto leasen wollte. Kürzlich meinte das Amt, mein Eintrag sehe etwas alt aus. Für 290 Franken wären sie aber gerne bereit, über die Bücher zu gehen. Die Rechnung war noch nicht bezahlt, als drei weitere im Kasten lagen.
298.50 Franken für ein Register in Aarau, 268.50 Franken für ein anderes Dubiosum in Zürich. Am besten gefallen hat mir die Rechnung eines Registers in Allschwil. Sie war auf schamrosa Papier gedruckt und belief sich auf sage und schreibe 1345 Franken. Also, wenn Sie unbedingt mit Schreiben Geld verdienen wollen, dann schreiben Sie am besten Rechnungen.
[email protected]
Liz Sutter ist Journalistin.
Business Lunch

Über dem «Vorderen Sternen» hängt ein goldener Stern Das Zürcher Bellevue leidet ein wenig darunter, dass es zwar mit Kneipen und Take-aways bis an den Gehsteigrand gefüllt ist, aber einen eklatanten Mangel an Business-tauglichen Lokalen aufweist. Klar, da gibt es die «Kronenhalle», aber das wars dann schon. Entweder sind die Tische zu eng beieinander (Sorry, Pierre vom «Blockhus»), oder man hat halt einfach keine Lust auf die Cucina italiana Bindellas («Terrasse»). Stopp. Eine Location ist anzuzeigen, die im ersten Stockwerk ein kleines Juwel bewahrt hat, das Restaurant Vorderer Sternen – das früher einmal, als die Urgrossmutter sich vom Urgrossvater ausführen liess, «Goldener Sternen» hiess.
Dass über dem Vorderen nun ein goldener Stern hängt, dafür sorgen die Gebrüder Rosenberger. Im «Sterne Foifi» werden die eiligen Gäste bedient – in der Beletage bekommen sie das Gleiche, aber dafür in etwas geruhsamerem Dekor, an weissen Tischtüchern, mit Stoffservietten, weshalb ein kleiner Preisaufschlag erhoben wird. Zu Recht.
Ich gestehe gerne, zu diesem Restaurant hege ich eine besondere Beziehung. Vor 35 Jahren band ich mir zum ersten Mal eine Kochschürze in der Küche im Souterrain um und sah als Steppke den schon angegrauten Köchen über die Schulter. Am Pass stand ein Austriakischer Chef de Cuisine mit hoher Stimme, der die Bestellungen in die L-förmige Küche bellte und alles kontrollierte, was via Lift in die oberen Etagen spediert wurde. Ich war beeindruckt und erinnere mich gerne an die Szene, als während des Hochbetriebs die Koteletts nur so durch die Küche flogen.
Es ist dieser hohe Anspruch an Küche und Keller, den die Rosenberger-Jungs von Papa Eduard übernommen haben und weiter pflegen. Das Vitello tonnato (genug Sauce) mundete perfekt, auch die Crêpes mit Gemüsefüllung (Vegi-Menü) sahen lecker aus. Keine Frage, dass auch das Caramelchöpfli und die Panna cotta mit Erdbeercoulis überzeugten. Das alles, zusammen mit drei Deziliter Wein und zwei Kaffees, kostete die halbe Welt von 101.40 Franken.
Gewiss, die Cuisine ist eine ehrliche, eine unprätenziöse, frei von jeglichem Firlefanz. Das Essen wird rasch und unkompliziert zu Tisch gebracht. Kellner Leo hat immer ein Lächeln im Gesicht, und so verströmt das ebenso freundliche, braun getäferte Ambiente gediegene, aber nicht plüschige Erholung über Mittag.
Die Weinkarte ist gut dotiert, man zahlt für gute, reelle Weine einen angenehmen Preis (so um die sechs Franken pro Deziliter) und wundert sich danach nur, warum das Lokal nicht bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Klar, Unentwegte, die auch beim Essen nicht auf das Gewusel auf dem Bellevueplatz verzichten können, haben es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht. Nicht mein Fall, könnte ja sein, dass unbekannte Flugobjekte den Tellerrand unaufgefordert dekorierten. Carlo Bernasconi [email protected]
Vorderer SternenBellevueplatz/Theaterstrasse 22
8001 Zürich
Tel. 01 251 49 49
Fax 01 252 90 63
Parkplätze im Parkhaus Hohe Promenade.
Bewertung

Essen …………………..3
Getränke ………………4
Bedienung …………….4
Businessfaktor ……..4
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

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